Donnerstag, 11 Januar 2018 06:22

Mytek liefert erstmals Clef aus

Das erste tragbare Mytek Hifi-System für Smartphones wird auf der CES 2018 und der Pepcom Digital Experience vorgestellt.

Mytek Digital, seit 1992 ein wegweisender Hersteller von professionellen Aufnahmestudio-Geräten, nimmt ab sofort Bestellungen für den Clef an, das erste tragbare Hi-Fi-System mit USB- und Bluetooth-Eingängen für die Wiedergabe von Analog-Sound über Kopf- oder Ohrhörer. Dieses leichte, tragbare Bluetooth-Gerät bietet eine hochauflösende Digital/Analog-Wandlung und eine mehr als doppelt so große Ausgangslautstärke wie ein iPhone. Der Clef wird ab Februar 2018 für 299 Euro in einem Klavierlack-Finish erhältlich sein.

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Der Clef ist intelligent verarbeitet, um einer neuen Generation von Vinyl-Enthusiasten gerecht zu werden, die auch außerhalb ihrer eigenen vier Wände keine Kompromisse bei der Qualität eingehen möchten. Der Clef ist kompatibel mit allen Musik-Streaming-Diensten, einschließlich Spotify, Apple Music und Tidal.

Der Clef ist eine Zusammenarbeit Myteks mit dem Produktdesigner Yousef Ali, dem Industriedesigner Egill Karlsson und dem Ingenieur Michal Beldyga. Beim Clef ist das Motto „Design first“ der Dreh-und Angelpunkt für persönliches Audio in der Hi-Fi- und Pro-Audio-Szene. „Musikfans, die mit iPods aufgewachsen sind, fördern gleichzeitig die Streaming-Revolution und das Vinyl-Revival“, kommentiert Yousef Ali, Product-Designer des Clef. „Clef stellt einen Weg dar, diese beiden Lebensstile miteinander zu vereinbaren.“

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Der Clef ist das erste Produkt in der neuen Personal-Audio-Division von Mytek unter der Leitung von Ali, Karlsson und Beldyga. Der Clef löst das Problem, Musik in Vinyl-Qualität von einer Musik-Streaming-App auf Ihre Kopfhörer zu liefern. Der Clef ist leicht und tragbar: Er wiegt nur 10 Gramm und passt leicht in Ihre Tasche. Er ist mit einem integrierten Mikrofon ausgestattet, um eingehende Anrufe während des Streams zu beantworten, ohne mit den Geräten jonglieren zu müssen. Der Clef verfügt über einen Kopfhörerverstärker und einen Digital-Analog-Wandler zur Wiedergabe der anspruchsvollsten Hi-Res-Audioformate von DSD bis Tidal Masters™. Die Akku hält circa acht Stunden und wird über Micro-USB aufgeladen.

„Wir sind Experten in der Herstellung professioneller Studio-Aufnahme-Hardware seit über 25 Jahren, so dass wir die kreative Entwicklung und Trends bei Kunden mitbekommen haben, die immer anspruchsvollere Streaming-Produkte fordern", merkt Michal Jurewicz, Gründer von Mytek Digital an. „Musikfans versuchen, die Wärme und Qualität von Vinyl mit der Bequemlichkeit des Streamens in Einklang zu bringen, während sie unterwegs oder im Büro sind. Wir haben dafür eine Lösung entwickelt."

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Spezifikationen

  • DAC-Auflösung: bis zu 32 Bit / 384 kHz PCM, DSD128, 120 dB Dynamikbereich
  • Kopfhörerverstärker: 2,2 VRMS-Ausgang, 1,0 Ohm Ausgangsimpedanz
  • Formate akzeptiert über USB: bis zu 32bit / 384kHz PCM, DSD128 über DOP; MQA® vollständig über eingebauten Decoder decodiert; alle anderen Audioformate, die der Computer abspielen kann: Flac, AAC, MP3, DTS, Dolby usw.
  • Über Bluetooth® akzeptierte Formate: Vom Handy oder Gerät abspielbare PCM-Dateien bis zu einer Auflösung von 384k, 32bit, ACC (Apple-Geräte), AptX (mit AptX-Geräten). AptX und AAC bieten eine bessere Bluetooth-Audioqualität
  • Batterielebensdauer: bis zu 8 Stunden
  • Gewicht: 105 Gramm; Größe: 93 x 60 x 12 mm

Weitere Informationen zu Clef finden Sie hier. Weitere Informationen zu Mytek Digital finden Sie hier.

Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
Anschrift Aleje Jerozolimskie 475
05-800 Pruszków
Poland
Telefon +48 22 823 7238
E-Mail europe@mytekdigital.com

Weitere Informationen

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Der neuseeländische Hersteller Perreaux präsentiert mit dem 255i ein beeindruckendes neues Spitzenmodell in seiner Produkt-Linie der integrierten Verstärker: Der beste Vollverstärker von Perreaux – jetzt mit integriertem „State-Of-The-Art“-DAC.

Für Firmenchef Martin von Rooyen ist die Position des 255i eindeutig: „Ich kann persönlich dafür garantieren, dass der neue Perreaux 255i der beste integrierte Verstärker ist, den wir jemals hergestellt haben. Er zählt zweifelsohne zu den erlesensten Class AB-Vollverstärkern, die – unabhängig vom Preis – auf dem Markt erhältlich sind".

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Der Perreaux 255i profitiert maßgeblich von der ausgewiesenen Expertise, die sich der Hersteller seit über 40 Jahren in der Anwendung der MOSFET-Technologie für exzellent klingende HiFi-Verstärker erarbeitet hat. Gegenüber dem Vorgänger éloquence 250i wurden punktuell Verbesserungen umgesetzt, zum Bespiel über noch leistungsfähigere Kondensatoren oder ein besser sichtbares Display. Geblieben ist der Einsatz von Mikroprozessoren für die Bedienvorgänge, alle Schutzschaltungen und eine verschleißfreie, besonders präzise Regelung von Volumen und Balance. Trotz relativ kompakter Abmessungen generiert der Perreaux 255i bei einem Gewicht von 25 Kilogramm bis zu zweimal 530 Watt an 4 Ohm. Entscheidenden Anteil an der Leistungsfähigkeit des 255i hat die aufwändige Stromversorgung mit drei separaten Trafos. Durch seinen hohen Dämpfungsfaktor ist der 255i in der Lage, jeden Lautsprecher zu treiben und exakt zu kontrollieren. Der 255i verfügt über sechs Hochpegel-Eingänge: 1 x XLR symmetrisch, 4 x Cinch unsymmetrisch, 1 x 3,5 Millimeter Stereoklinke. Als Ausgänge stehen doppelte Speaker-Anschlüsse für bequemes Bi-Wiring, Line Out, Pre Out sowie Kopfhörer-Klinke bereit.

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Die Basis-Version des modular konzipierten Perreaux 255i ist mit einem Phono-Eingang und/oder Digital Wandler erweiterbar. Das für den 255i entwickelte neue DAC-Modul arbeitet auf Basis des aktuellen Top Produkts der Firma ESS - dem 9038 Pro. Durch diesen Chip können Signale bis auf 32-Bit/384-Kilohertz-Niveau verarbeitet werden. Perreaux hat intensiv daran gearbeitet, ein optimales Umfeld für diesen „State-Of-TheArt"-Konverter-Baustein zu schaffen. Besonderes Augenmerk galt den hohen Spannungsanforderungen des ESS Pro 9038 und den daraus resultierenden gestiegenen Temperaturen im Umfeld gerecht zu werden. Aufgrund seines sorgfältig eingebetteten DA-Wandlers kann der Perreaux 255i mit digitalen Signalquellen auf höchsten Niveau agieren. Fünf Eingänge stehen hierfür bereit: 2 x Koaxial, 2 x Optisch, 1 x USB. Im Sinne einer Nachhaltigkeit und Wertbeständigkeit wird das neue DAC-Modul auch für den Vorgänger 250i und das kleinere Modell 150i zur Nachrüstung verfügbar sein. Die Preise der DAC-Upgrades können beim deutschen Vertrieb Genuin Audio erfragt werden, der auch die fachgerechte Installation garantiert. Der Perreaux 255i wird ab 8.500 Euro und ab sofort zu haben sein.

Auf den „Norddeutschen HiFi-Tagen“ am 03. und 04.02.2018 in Hamburg präsentiert der deutsche Vertrieb Genuin Audio in Raum 155 den neuseeländischen Top-Verstärker erstmals in Deutschland.

Vertrieb
Genuin Audio Vertrieb
Anschrift Thomas Wendt
Byhlener Straße 1
03044 Cottbus
Telefon +49 355 38377808
Fax +49 355 38377809
E-Mail thomas.wendt@mac.com
Web www.genuin-audio.de

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Montag, 08 Januar 2018 00:01

Rockna Wavedream NET und Signature DAC

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Bisher habe ich mich nur einmal kurz mit der hochinteressanten roon-Software auseinandergesetzt. Rocknas NET Server läuft mit roon und die Beschäftigung mit dem Wavedream Edition DAC vor beinahe zwei Jahren hat wirklich Spaß gemacht: zwei Gründe also, um Tom Habkes Angebot für einen Test von Roknas Wavedream NET und Signature DAC freudig anzunehmen.

Auch wenn meine erste Begegnung mit roon sich nicht in einem Artikel niedergeschlagen hat, weil der DAC, der über Ravenna mit dem entsprechenden Musik-Server verbunden wurde, unsere Erwartungen nicht erfüllte, brauche ich Ihnen die Software nicht vorzustellen oder gar zu erklären: Das hat mein Kollege Roland Dietl ja in Teil eins und zwei seines Artikels zum Thema bereits sehr ausführlich getan. Roknas Wavedream NET, wobei das Kürzel für „Network Enhanced Transport“ steht, ist nicht nur ein Computer, der über genügend Rechenleistung verfügt, um die recht anspruchsvolle roon Software laufen zu lassen, sondern beinhaltet auch ein Digital-Laufwerk, das ebenfalls DVDs und Bluerays spielt. Zwar ist auch das Rippen von CDs möglich, allerdings wird dazu ein an die USB-Buchse angeschlossenes, externes Laufwerk benötigt. Die für das Rippen wichtigen Einstellungen werden zugänglich, wenn man die IP-Adresse des NET in einen Browser eingibt. Man kann dann den Speicherort, das Format der Files – hier stehen FLAC, WAV und MP3 zur Verfügung – und die Lesegeschwindigkeit wählen.

Die aus dem Vollem herausgearbeitete Systemfernbedienung ist ebenso hochwertig verarbeitet wie die beiden Digitalkomponenten
Die aus dem Vollem herausgearbeitete Systemfernbedienung ist ebenso hochwertig verarbeitet wie die beiden Digitalkomponenten

Wollte man das eingebaute Laufwerk zum Rippen verwenden, machte dies eine enge Verbindung zwischen diesem und dem Server mit seiner Festplatte nötig. Rockna legt aber Wert darauf, den Audio-Server galvanisch völlig von der Schaltung mit dem FPGA (Field Programmable Gate Array) zu trennen. Diese speichert nicht nur die Daten aus dem CD-Laufwerk, sondern auch die vom Server in einen RAM-Buffer zwischen und gibt sie von einer sehr präzisen Clock neu getaktet am AES/EBU-, den beiden I2S- und den beiden S/PDIF-Ausgängen (Cinch und BNC) aus. Der NET arbeitet also als klassischer Memory-Player.

Das Laufwerk, die Signalaufbereitung und der Musik-Server werden ausschließlich von linearen Netzteilen versorgt, damit kein hochfrequenter Schmutz aus Schaltnetzteilen das digitale Audio-Signal verunreinigen kann. Die Leistung des Prozessors des Servers wurde nicht nach dem Motto „je mehr, je besser“ gewählt, sondern den Anforderungen entsprechend: roon muss darauf problemlos laufen – und das tut es ja nicht auf den Prozessoren aller Server und netzwerkgestützter Speicher (NAS). Für den Musik-Server setzt Rockna einen für roon geeigneten Vier-Kern-Prozessor ein, auf dem eine „Lightweight Version“ von Linux läuft, wie in der Produktinformation vermerkt ist. Die Beschränkung auf das wirklich Nötige vermindere Störgeräusche, elektromagnetische Interferenzen und den Leistungsbedarf in Bezug auf die Stromversorgung.


Der Rockna NET ist Streamer und CD-Laufwerk in einem. Er arbeitet als Memory-Player
Der Rockna NET ist Streamer und CD-Laufwerk in einem. Er arbeitet als Memory-Player

roon erlaubt auch das Streamen von Daten aus dem Netz wie etwa von hochaufgelösten Dateien von Tidal. Eine Kooperation zwischen Qobuz und roon besteht leider nicht. Gestreamte Inhalte werden ebenso wie Daten von angeschlossenen USB-Laufwerken im RAM zwischengelagert und dann präzise getaktet an die Ausgänge weitergeleitet, sie profitieren also auch von der Arbeitsweise des NET als Memory-Player.

Da ich bisher nie einen extrem hochwertigen Musik-Server in meiner Kette hatte, war ich recht neugierig darauf, wie eine solche Komplettlösung mit Speicher und Streaming-Modul – und in diesem Fall plus CD-Laufwerk – sich im Vergleich mit meiner Kombination aus dem Melco als reinem NAS und dem Auralic Aries Femto als Streaming-Bridge verhält. Da muss der Rockna Wavedream DAC sich erst einmal ein wenig gedulden. Weil der NET nicht wie der Aries über einen USB-Ausgang verfügt, verband ich ihn für den Vergleich per S/PDIF mit dem Chord Electronics DAVE. Für einen kurzen Funktionstest legte ich aber erst einmal eine wohlbekannte CD in den NET, drückte Start und war nachhaltig beeindruckt: So gut habe Ravi Shankars „West Eats Meet“ zuvor nie gehört! Was der NET da aus der Silberscheibe herausholt, ist vor allem in Sachen räumliche Abbildung phänomenal – was aber keinesfalls heißen soll, dass er in den übrigen Disziplinen nicht ebenfalls auf extrem hohen Niveau agiert. Wie im Display des DAVE abzulesen war, verändert der im NET für die Signalverarbeitung zuständige FPGA die Sampling-Frequenz der Daten nicht. Der Rockna arbeitet ausschließlich als Memory-Player, nicht aber als Upsampler oder Upscaler wie etwa Chords Blu MkII.

Der Rockna NET kann mit SSD-Speichern von ein bis vier Terrabyte geliefert werden. Links die beiden analogen Netzteile
Der Rockna NET kann mit SSD-Speichern von ein bis vier Terrabyte geliefert werden. Links die beiden analogen Netzteile

Ich hatte für die Beschäftigung mit dem NET natürlich meine wichtigsten Test-Alben – darunter selbstverständlich auch Tana Mana – auf dessen Festplatte gespielt, was einen Vergleich CD gegen Datei zu einer Sache von Sekunden macht: Man braucht am NET nur zwischen CD und extern umzuschalten. So leicht der Wechsel vom Tonträger zum Musik-File auch ist, so schwierig ist es, klangliche Unterschiede zwischen beiden herauszuhören. Erst nach mehrfachem Hin- und Herschalten wird über meine sehr hoch auflösende Kette klar, dass „West Eats Meat“ von der Festplatte minimal luftiger und dennoch druckvoller klingt. Die Unterschiede sind wirklich so marginal, dass sie sich auf weniger analytischen Anlagen um die Wahrnehmungsgrenze herum bewegen dürften. Beim Wavedream NET ist es keine Glaubensfrage mehr, ob man die CD der Datei vorzieht oder umgekehrt: Der Rockna begeistert mit beiden!


Unter dieser Abdeckung befindet sich der roon-fähige Rechner mit Vier-Kern-Prozessor
Unter dieser Abdeckung befindet sich der roon-fähige Rechner mit Vier-Kern-Prozessor

Nein, ich habe den angekündigten Vergleich zwischen dem NET, bei dem die lebenslange roon-Lizenz übrigens im Kaufpreis enthalten ist, und dem per Aqvox-Switch mit dem Aries Femto verbundenen Melco nicht vergessen: Auch hier geht der Wechsel schnell, man braucht lediglich auf dem iPad zur Steuerung zwischen der roon- und Auralics DS-Lightning-App zu wechseln und beim Wandler zwischen dem BNC- und dem USB-Eingang. Auch zwischen den beiden Zuspielern für den DAVE sind die Unterschiede nicht riesig, aber doch deutlich wahrnehmbar. Bei Ravi Shankars bestens vertrauten Song sorgen Melco und Co. für eine einen Hauch größere Abbildung der imaginären Bühne, sie scheint sich vor allem ein wenig weiter in die Tiefe des Raumes zu erstrecken. Dafür hat der NET Vorteile in puncto Dynamik und subjektiv empfundener Schnelligkeit, wobei sich diese Vorzüge in etwa in derselben Größenordnung bewegen wie die des Melco, wenn es um die Räumlichkeit geht. Bevor ich noch zum ein oder anderen weiteren Test-Stück komme, sollte ich der Gerechtigkeit halber aber noch anmerken, dass Melco, Aries und DAVE mit den extrem kostspieligen Kabeln von Göbel verbunden sind, Rockna und DAVE mit einer preislich vergleichsweise moderaten Reinsilber-BNC-Verbindung von Audioquest, dem Eagle Eye.

Die Anschlüsse von Signature DAC und NET: Die wohl beste Verbindung zwischen den beiden sind die als HDMI-Buchsen ausgeführten I2S-Schnittstellen
Die Anschlüsse von Signature DAC und NET: Die wohl beste Verbindung zwischen den beiden sind die als HDMI-Buchsen ausgeführten I2S-Schnittstellen

Da ich die Kombination aus Melco und Aries nun schon seit Jahren zufrieden nutze und daher nicht weiter darüber nachdenke, hätte ich beinahe vergessen darauf hinzuweisen, dass am klanglichen Ergebnis noch ein drittes Gerät beteiligt ist: Der Aries Femto wird nicht vom mitgelieferten Netzteil gespeist, sondern von einem SBooster BOTW P&P Eco. Der Rockna NET, der nur noch auf dem eigentlich für Analog-Laufwerke gedachten Aufsatz auf das Artesania Rack ein Plätzchen gefunden hat, erbringt seine hervorragenden klanglichen Leistungen auch nicht ohne spezielle Zuwendung: Zwischen der 5,6 Zentimeter starken Krion-Plattform und dem Musik-Server sorgt ein Dreier-Set Aktyna-Dyna-432 für eine verbesserte Feinzeichnung und minimal mehr Energie in der Wiedergabe. Aber die Tuning-Maßnahmen ändern nichts daran, dass beim Classic-Records-Reissue von Schostakowitsch Symphony Nr. 1 und dem Ballett Das Goldene Zeitalter das Orchester bei der Polka scheinbar in einer größeren und offeneren Akustik spielt, wenn die Melco und Co. die Daten liefern. Der NET lässt den großen Saal aber etwas wärmer wirken und verleiht der Wiedergabe des Hochtonspektrums einen Hauch mehr Geschmeidigkeit. Hier geht es längst nicht mehr um Qualitätsunterschiede. Hier sollten Sie nach persönlichem Geschmack oder zwischen Spieltrieb und Bequemlichkeit entscheiden: Der Rockna Wavedream NET erreicht ohne weiteres Zutun – von der Aufstellung einmal abgesehen – dasselbe extrem hohe Niveau, auf dem sich die Kombination aus Melco, Aries Femto und SBooster bewegt. Wenn Sie bisher schon roon nutzen und – verständlicherweise – nicht mehr darauf verzichten möchten, garantiert der NET, dass diese Entscheidung keinesfalls mit klanglichen Kompromissen einhergeht.

Der Signature DAC bietet neben den I2S-Schnittstellen natürlich auch einen USB-Eingang
Der Signature DAC bietet neben den I2S-Schnittstellen natürlich auch einen USB-Eingang


Doch kommen wir nun endlich zum Wavedream Signature DAC: Da fast alle Konstruktionsmerkmale für den Wavedream Edition DAC und die Signature-Version identisch sind und ich Ihnen die des Edition schon vor geraumer Zeit ausführlich dargestellt habe, versuche ich, mich hier kurz zu fassen: Der entscheidende Unterschied zwischen den drei Versionen – der Edition wird als symmetrische und unsymmetrische Variante angeboten – liegt in der Qualität und Anzahl der zur Wandlung eingesetzten Ladder-Dac-Module, also diskret aufgebauten Widerstandsleitern. Im symmetrischen Signature kommen vier Module höchster Qualität zum Einsatz, die einen um zehn Dezibel höheren Dynamikumfang und einen um demselben Wert größeren Fremdspannungsabstand als die Edition-Module bieten. Um diese Werte zu erreichen, ist ein enormer Bauteile- und Selektionsaufwand nötig, der den Preis natürlich in die Höhe treibt. Jedes Modul besitzt einen eigenen FPGA, in dem die Algorithmen zum Ansteuerung der Widerstandsleitern abgelegt sind.

Das Display des DAC zeigt Eingang, Filter-Typ und Ausgangspegel
Das Display des DAC zeigt Eingang, Filter-Typ und Ausgangspegel

Ein noch leistungsstärkerer FPGA übernimmt die Aufgaben, die üblicherweise vom Digital-Empfänger, den digitalen Filtern, dem Clock-Management und dem User Interface erledigt werden. Das eröffnet Rockna-Chef Nicolae Jitariu nicht nur die Möglichkeit von Firmware-Updates zur Optimierung bestehender oder zur Ergänzung neuer Funktionen, sondern gibt ihm auch die Freiheit, beispielsweise die klangentscheidenden Filter nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Der Signature lässt die Wahl zwischen einem Linear-Phase-, einem Minimum-Phase-, dem Rockna-eignen Hybrid-Filter oder dem gänzlichen Verzicht auf Filter. Im Wavedream findet bei allen ankommenden Signalen ein Upsampling auf 705,6 respektive 768 Kilohertz statt. Nicolae Jitariu wählte dazu ein Parks-McClellan-Filter mit einer Länge von 4820 Taps. Der leistungsstarke FPGA übernimmt nicht nur mit 58 programmierten DSPs das Upsampling und die Filterung, sondern stellt auch Prozessorkapazität für die Umrechnung von DSD in PCM zu Verfügung, da ein Ladder-DAC keine DSD-Signale verarbeiten kann.

Über das Menü-lässt sich zwischen vier Filtereinstellungen wählen: Ein Linear-Phase-, ein Minimum-Phase-, der Rockna-eignen Hybrid-Filter und der gänzliche Verzicht auf Filter werden angeboten
Über das Menü-lässt sich zwischen vier Filtereinstellungen wählen: Ein Linear-Phase-, ein Minimum-Phase-, der Rockna-eignen Hybrid-Filter und der gänzliche Verzicht auf Filter werden angeboten

Zur Minimierung von Jitter wird eine sehr präzise Clock eingebaut. Darüber hinaus hat der Entwickler die Verteilung der Clock-Signale an die zu taktenden Baugruppen optimiert: Ein sogenannter „Clock Tree“ garantiere kürzeste, am wenigsten von äußeren Einflüssen beeinträchtigte Verteilungswege. Die Ausgangsstufe in Class-A-Technik wird mit verdrahteten, durch Bohrungen in der Platine kontaktierten Bauteilen diskret aufgebaut, Die Ausgangsimpedanz dieses Buffers liegt unter einem Ohm. Drei im Gehäuse intern geschirmte Transformatoren erlauben die getrennte Versorgung von analogen und digitalen Baugruppen. Von den insgesamt 20 linearen Spannungsreglern sollen die für die DAC-Module von Grund auf neu entwickelt worden seien und sich durch eine niedrige Impedanz und extrem niedriges Rauschen auszeichnen.


Unter der grauen Abdeckung hinter der Frontplatte verbergen sich drei Trafos zur getrennten Ansteuerung von analogen und digitalen Baugruppen
Unter der grauen Abdeckung hinter der Frontplatte verbergen sich drei Trafos zur getrennten Ansteuerung von analogen und digitalen Baugruppen

Die sehr eigenständige technische Konzeption und meine Erfahrung mit dem Rockna Wavedream Edition DAC führen natürlich zu hohen Erwartungen an den Klang des Signature – und die enttäuscht er auch nicht: Bei Abdullah Ibrahims „Calypso Minor“ vom Album Sotho Blue knarzt der Bass, federt die Bass-Drum und schneiden die Bläsersätze, dass es nur so eine Freude ist – und zwar ganz unabängig davon, ob der NET oder Melco plus Aries die Daten liefern. Rhythmus, Raum und Klangfarben lassen keine Wünsche offen. Dabei sind Aries und Signature mit einem Göbel-Kabel per USB verbunden, während NET und Signature über die – technisch wohl überlegene – I2S-Schnittstelle per Rockna-HDMI-Kabel miteinander kommunizieren. Natürlich klingen die beiden Datenlieferanten minimal unterschiedlich, aber erst nach wiederholtem Umschalten traue ich mich zu sagen, dass der Raum bei Aries und Melco eine Nuance größer erscheint, der NET aber für noch einen Hauch mehr Druck sorgt. Aries und Co. bringen eine Prise mehr Hochtonenergie ins Spiel, was bei bei hart angeschlagenen Becken den dynamischen Akzent positiv verstärkt, ein Saxophon aber schon einmal eine Spur giftiger erscheinen lässt. Nein, in Sachen Zuspieler habe ich in puncto Klang keinen Favoriten, aber roon ist nun mal wirklich attraktiv…

Eines der vier diskret aufgebauten Ladder-DAC-Module in Signature-Qualität
Eines der vier diskret aufgebauten Ladder-DAC-Module in Signature-Qualität

Bevor ich den Signature mit den DAVE vergleiche, sollte ich mich noch ein wenig mit dessen Filtern beschäftigen. Bisher habe ich – wie schon beim Test des Edition – das Hybrid-Filter gewählt, da mich die Wiedergabe damit damals vor allem im Tieftonbereich am meisten überzeugt hat. Bei „God Bless The Child“ in der Interpretation des Keith Jarrett Trios gefiel mir diesmal aber die Wiedergabe mit abgeschalteten Filtern, also Off, am besten: Hier kam der unwiderstehliche Groove des Stücks am eindringlichsten zur Geltung, und bei der oft eine wenig vordergründigen High-Hat geriet so die Balance zwischen antreibender Attacke und tonaler Stimmigkeit am ausgewogensten. Nun beziehen DAVE und Signature ihre Informationen vom NET und spielen beide auf extrem hohem Niveau. Nach zehn, zwölf Vergleichen würde ich sagen, dass der minimal lautere Signature ein klein wenig mehr Druck im Tieftonbereich produziert, der DAVE dafür aber einen Hauch offener und eine Winzigkeit weiträumiger wirkt. Beide Wandler machen den Song zu einem rhythmischen Hochgenuss – und nicht nur den! Gut, dass ich schon einen der Wandler besitze, denn die beiden liegen in allen Disziplinen so nah beieinander, dass ich keinem vom beiden den Vorzug gegenüber dem anderen geben könnte. Wenn Sie in Sachen Streamer nicht experimentieren möchten, roon mögen und eine Komplettlösung anstreben, dürften die Würfel gefallen sein.


Ein weiterer Beweis für Rocknas extrem hochwertige (Metall-)Verarbeitung
Ein weiterer Beweis für Rocknas extrem hochwertige (Metall-)Verarbeitung

STATEMENT

Streaming oder CD? Rocknas Wavedream NET kann beides. roon? Beherrscht der NET ebenfalls perfekt. Zudem treiben die Daten aus diesem Alleskönner nachfolgende Wandler zu klanglichen Höchstleistungen. Und der Wavedream Signature DAC zählt zu den zwei, drei besten Wandlern, die ich je in meinem Hörraum genießen durfte: Zusammen bilden sie eine Traum-Kombination für alle digitalen Fälle!
Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp
Lautsprecher LumenWhite White Light Anniversary
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swisscables Reference Plus, Goebel High End Lacorde, Habst Ultra III, Audioquest Diamond und Carbon,Cardas Audio Clear Network, Transparent Cables
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus, Room Tuning Disks, Tuning Tips und TU-666M, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Rockna Wavedream Balanced Signature
Digitale Eingänge  
S/PDIF 24bit 44,1-192k PCM, DoP DSD64
AES/EBU 24bit 44,1-192k PCM, DoP DSD64
USB 32bit 44,1-384k PCM, DSD64-256
HD-Link1 (LVDS) 32bit 44,1-384k PCM, DSD64-256
HD-Link2 (LVDS) 32bit 44,1-384k PCM, DSD64-256

Ausgang
 
Gesamte Harmonische Verzerrung (bei -6dB) 0,0008% or -102 dB
Fremdspannungsabstand (bei 0dB) 132 dB
Dynamikumfang 132 dB
Ausgangsimpedanz 0,5Ω
Maximale Ausgangsspannung 10Vpp (Cinch), 20Vpp (XLR)

Digitale Verarbeitung
 
Hochfrequente asynchrone Erfassung digitaler Eingänge 560MHz
Speicherbasierende Phasenregelungsschleife 300fS Jitter (nur auf digitaler Ebene)
Selbst entwickelte Digitalfilter Linear-, Minimum- und Hybrid-Phase, 8- und 16-fach
Filtertyp Parks-McClellan, 4820 Taps
Mathematische Genauigkeit 68 bit Integer
Sperrdämpfung -145 dB
Welligkeit im Filter-Durchlassbereich 0,0001 dB
Dither 4 bit, Gaussian ultrasonic
Lautstärkeregelung selbst entwickeltes Multiplizierer-Array, 256 Stufen je 0,5dB
Preis 14.300 Euro
Herstellerangaben
Rockna Wavedream NET
Abtastraten PCM 44,1K-384K, DSD64-DSD256
Interner Speicher 1 oder 2TB; auf speziellen Wunsch 4TB, ausschließlich SSD
Eingänge Ethernet, USB-Massenspeicher
Ausgänge SPDIF, AES/EBU, BNC, 2 x Hdlink (I2S), USB
Software Features Roon Server, empfohlene Control-App: Roon remote MPD Server, empfohlene Control-App: MPD control, MPDroid, Upnp/DLNA, Airplay, HQplayer NAA, CD ripping: FLAC, WAV, MP3 auf internen Speicher
Preis 10.100 Euro (mit 1TB Speicher, lebenslängliche Roon-Lizenz inkl.)

Vertrieb
Tom Habke Audiovertrieb GmbH
Anschrift Feldkirchenring 52
22926 Ahrensburg
Telefon +49 4102 6076057
E-Mail kundenservice@tomhabke.de
Web www.tomhabke.de

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Samstag, 05 Januar 2008 02:06

Werner Kempf

geschrieben von
Vertrieb
Werner Kempf
Anschrift Hardtstrasse 2B
63843 Niedernberg
Telefon +49 6028 4390
Mobil +49 171 5075150
E-Mail germany@amphion.fi
Web www.kempf-audio.com
Samstag, 05 Januar 2008 02:03

Amphion

geschrieben von
Hersteller
Amphion
Inhaber Anssi Hyvönen
Telefon +358 17 2882 100
E-Mail anssi@amphion.fi

Der finnische Hersteller Amphion Loudspeakers kündigt die Regallautsprecher Helium410, Helium510, Argon0 und Argon1 mit neu gestalteten Gehäusen an. Die beiden Helium-Modelle nutzen auch neue, hochwertigere Bauteile.

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Die größte Gehäusemodifikation bei den kleinsten Helium- und Argon-Modellen ist die Neupositionierung des Bassreflexrohrs. Es befindet sich jetzt direkt hinter dem Woofer. Das neue Design soll die Basswiedergabe und auch die Klarheit des Mitteltöners verbessern.

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Darüber hinaus bekamen Helium410 und Helium510 einen neuen Hochtöner, der laut Hersteller im Vergleich zu dem alten einen noch saubereren und breiteren Hörbereich bietet. Auf diese Weise werde der dreidimensionale Klang von Amphion auf ein neues Level gebracht, was im gesamten Raum in einem Stereo-Lautsprecher-Setup oder einer kompletten Heimkino-Installation für Detailreichtum und exquisite Musikwiedergabe sorge. Mit diesen Änderungen rückten die preisgünstigsten Amphion Einstiegs- Lautsprecher Helium410 und Helium510 ihren teureren Geschwistern hinsichtlich Bauteilen und Klangqualität näher.

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Über diese Verbesserungen hinaus warten die Helium410 und Argon510 Regallautsprecher nunmehr mit einem neuen Design ihres Bass-Gitters auf. Es wurde an die Gitter aller anderen Amphion-Modelle angepasst, um eine noch bessere visuelle Wirkung zu erzielen.

Alle neu gestalteten Modelle sind bereits verfügbar und versandbereit. Die Preise bleiben unverändert.

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Hersteller
Amphion
Inhaber Anssi Hyvönen
Telefon +358 17 2882 100
E-Mail anssi@amphion.fi

Vertrieb
Werner Kempf
Anschrift Hardtstrasse 2B
63843 Niedernberg
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Mobil +49 171 5075150
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Donnerstag, 04 Januar 2018 23:24

Norddeutsche HiFi-Tage 2018

geschrieben von

In nicht einmal einem Monat beginnt eine der interessantesten Hifi-Messen für Endverbraucher: die Norddeutschen HiFi-Tage. Sie begannen als Ausstellung eines engagierten Fachhändlers und begründeten die Tradition regelmäßig am selben Ort stattfindender Regionalmessen.

Natürlich werden wir Sie noch ausführlich über die dort vertretenen Marken, weitere Veranstaltungsdetails und die von uns für die Messe geplanten Aktivitäten informieren. Hifistatement wird dort nämlich wie im Vorjahr mit einem eigenen Raum vertreten sein. Jetzt möchten wir aber Ivonne Borchert-Lima zu Wort kommen lassen, die schon vor Jahren von ihrem Vater Wolfang Borchert die Messeorganisation übernommen hat – und zwar so erfolgreich, dass sie im Herbst 2018 auch erstmal eine Regionalmesse im Süden veranstaltet: Die findet in Stuttgart statt und heißt – man konnte es ahnen – die Süddeutschen HiFi-Tage. Doch sehen nun Ivonnes kurzes Video zur Ankündigung der Norddeutschen HiFi-Tagen Anfang Februar.

Informationen
Norddeutsche HiFi-Tage 2018
Datum 3. - 4. Februar 2018
Öffnungszeiten 10 - 18 Uhr
Ort Holiday Inn
Billwerder Neuer Deich 14
20539 Hamburg
www.hi-hamburg.de
Web www.hifitage.de
Eintritt frei

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Mittwoch, 03 Januar 2018 00:01

AUDEZE präsentiert Reveal


Seit dem Spätsommer 2017 gibt es für Anwender des Musikdatenbankprogramms roon spezielle Softwarevoreinstellungen für alle AUDEZE-Kopfhörermodelle. Nun stellt AUDEZE mit Reveal eine weitere Software vor.

Reveal ist ein Plugin, das von AUDEZE entwickelt wurde und speziell auf die AUDEZE-Kopfhörermodelle abgestimmte Filter-Presets anwendet. Dies bietet dem Hörer ein Erlebnis, welches dem entspricht, das man von hochwertigen Studiomonitoren in einem akustisch behandelten Raum (ohne störende Raumreflexionen und Hall) hört. Die Presets sind nicht dazu gedacht, Probleme zu beheben, sondern das Hörerlebnis zu verbessern. Es ist zu erwarten, dass einige Benutzer AUDEZE Kopfhörer ohne DSP-Presets bevorzugen, während andere die Raumklang-Kalibrierung nutzen werden.

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Für professionelle Anwendungen kann Reveal das Mischen und/oder Mastering an nahezu jedem Ort ermöglichen und gleichzeitig sicherstellen, dass das Ergebnis in fast jedes System übersetzt werden kann. Für das einfach praktizierte Hörvergnügen gibt Reveal dem Nutzer die Möglichkeit der Anpassung an den eigenen Geschmack.

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Das Reveal Plugin ist kostenlos für macOS (10.10 und höher) und Windows (7 und höher) erhältlich und kompatibel mit den meisten Digital Audio Workstations (DAWs) oder Wiedergabesoftware, die AU, VST oder AAX Plugins unterstützten. Kompatible DAWs sind ProTools, Logic, Ableton Live, Digital Performer, REAPER und andere.

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Kompatible Audio-Wiedergabesoftware beinhaltet JRiver, Audirvana Plus, Pure Music, VOX, Foobar2000 und andere. Die Filter des Reveal Plugins sind für alle gängigen Samplefrequenzen (44,1 kHz - 768 kHz) ausgelegt, so dass kein Resampling notwendig ist. Reveal ist dank seiner intuitiven Benutzeroberfläche extrem einfach zu bedienen. Das Reveal Plugin verwendet keine Verräumlichung, Reflexionen oder Crossfeed. Es ist transparent und unauffällig gestaltet.

Die Softwarevoreinstellungen für alle AUDEZE-Kopfhörermodelle unter Roon finden sie hier.

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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Dienstag, 02 Januar 2018 07:58

Mytek Manhattan II – Netzwerk- und Phono-Modul

geschrieben von

Über den Mytek Manhattan DAC II und seine klanglichen Qualitäten hat Dirk Sommer bereits ausführlich berichtet . Mit der seit kurzem erhältlichen Roon-Ready-Netzwerkkarte und dem Phono-Einschub für MC- und MM-Tonabnehmer lässt sich der Manhattan II zu einer kompletten digitalen und analogen Schaltzentrale ausbauen.

Das ist Grund genug sich mit den Erweiterungen zu beschäftigen und eine gute Gelegenheit, unserem mit anderen Projekten beschäftigten Chefredakteur den „geliebten“ Manhattan II zu entführen. Die beiden Erweiterungskarten waren bereits bei Erscheinen des Manhattan II angekündigt, sind aber erst jetzt verfügbar. Es handelt sich dabei nicht um klassische Steckkarten, die von außen in einen entsprechenden Karten-Slot am Gerät eingeschoben werden, sondern um Module/Platinen, zu deren Einbau eine Öffnung des Geräts erforderlich ist. Die Module werden dann an den dafür vorgesehenen Plätzen eingesetzt, festgeschraubt und über die vorbereiteten Kabel mit der Hauptplatine verbunden. Hört sich kompliziert an, ist aber mit den beiden gut gemachten Anleitungen in der Praxis kein allzu großes Problem.

Der Manhattan II voll bestückt von innen: links oben das Netzwerk-Modul (grüne Platine) und rechts oben das Phono-Modul
Der Manhattan II voll bestückt von innen: links oben das Netzwerk-Modul (grüne Platine) und rechts oben das Phono-Modul

Beginnen wir mit der Netzwerkkarte. Der eine oder andere von Ihnen wird sich fragen, für was eine Netzwerkkarte eigentlich gut sein soll. Diese Frage ist eng verbunden mit dem Grundproblem, wie unsere – auf einem irgendwie gearteten Computer – gespeicherte Musik überhaupt zu unserem DAC kommt. Zwei völlig unterschiedliche Möglichkeiten sind, entweder eine USB- oder eine Ethernet-Verbindung einzusetzen. Beide Verbindungsarten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. So ist die USB-Verbindung auf wenige Meter Länge begrenzt, wohingegen über Ethernet auch Entfernungen über 10 Meter problemlos überbrückt werden können. Der Computer mit den Musikdaten kann deshalb bei einer Ethernet-Verbindung auch weiter entfernt von der HiFi-Anlage stehen, beispielsweise in einem anderen Raum. Darüber hinaus sagt man der USB-Verbindung nach, dass mit ihr wesentlich mehr der von einem PC verursachten Störgeräusche zum DAC übertragen werden als über Ethernet. Ethernet sei deshalb die bessere Strategie bei einem Computer mit hohen Störgeräuschen und umgekehrt USB bei einem Störgeräusch-optimierten Rechner. Ein Vorteil einer Ethernet-Verbindung sei auch, dass die Daten intern von der Netzwerkkarte in aller Regel nicht über USB, sondern über eine im I2S-Format ausgeführte Schnittstelle an die Wandler-Einheit weitergeleitet werden, der eine wesentlich höhere Datenübertragungsqualität nachgesagt wird. Nach meinen Erfahrungen kommt es, wie fast immer, auf die im Einzelfall tatsächlich umgesetzte Lösung an. Ein gutes USB Set-up kann einer schlechten Ethernet-Lösung klanglich überlegen sein und umgekehrt. Pauschale Aussagen sind deshalb seriös nicht möglich, wie wir gleich sehen werden.

Der Manhattan II im Betriebsmodus Phono MC mit aktiviertem Übertrager (X) und einer gewählten Eingangsimpedanz von 100 Ohm
Der Manhattan II im Betriebsmodus Phono MC mit aktiviertem Übertrager (X) und einer gewählten Eingangsimpedanz von 100 Ohm


Schauen wir uns also die Netzwerkkarte näher an. Sie empfängt PCM-Dateien bis 24 bit/192kHz, DSD-Dateien in native DSD64 und DoP64 sowie MQA-Dateien. Die Verbindung mit dem heimischen Netzwerk erfolgt ausschließlich per Kabel über den RJ45 Ethernet-Anschluss, Wi-Fi ist nicht vorgesehen. Netzwerkseitig werden derzeit die Protokolle DLNA/UPnP und ROON unterstützt. Zusätzlich verfügt die Karte über einen USB-Eingang zum direkten Anschluss eines USB-Speichergeräts, wie Stick oder Festplatte. Für die Netzwerkkarte greift Mytek auf die Technologie von conversdigital aus Südkorea zurück. Deshalb werden als Control App für Android Geräte ‘mconnectControl’ und für iPhone und iPad ‘mconnectControl HD’ aus dem Hause conversdigital empfohlen, die kostenlos zur Verfügung stehen. Grundsätzlich funktionieren natürlich auch andere Control Apps, die den DLNA/UPnP-Standard unterstützen. Allerdings ist hier die Auswahl an brauchbaren Apps für meinen Geschmack sehr beschränkt, da zwischenzeitlich immer mehr Hersteller auf eigene, geschlossene Lösungen setzen.

Es stehen zwei unterschiedliche RIAA-Kennlinien zur Auswahl – hier wurde die Variante RIAA+ gewählt
Es stehen zwei unterschiedliche RIAA-Kennlinien zur Auswahl – hier wurde die Variante RIAA+ gewählt

Bevor ich fortfahre, noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Netzwerkaufbau. Es erstaunt mich immer wieder, wenn ich sehe, wie wenig Aufmerksamkeit selbst in sehr teuren Anlagen dem Audio-Netzwerk geschenkt wird. Das Netzwerk ist gerade bei Streaming-Lösungen integraler Bestandteil der Anlage. Wenn alles lieblos zusammengestöpselt wird, über das gleiche Netzwerk parallel im Internet gesurft wird und auch noch Filme geladen werden, dann braucht man sich nicht wundern, dass die Musikwiedergabe über die teuren High-End-Geräte klanglich nur bedingt den Erwartungen entspricht. Im Idealfall ist das Audio-Netzwerk vom übrigen Netzwerk getrennt, die angeschlossenen Geräte sind über hochwertige Kabel am besten über einen optimierten Switch miteinander verbunden und die kleinen Schaltnetzteile durch Linear-Netzteile ersetzt.

Aus den gerade genannten Gründen betreibe ich ein separates Audio-Netzwerk mit einem Aqvox SE Switch als zentralen Verteilerpunkt. Über den Switch sind Musikserver, mein mit AudiophileOptimizer getunter Laptop sowie ein WiFi-Acces-Point für die kabellose Steuerung über Tablet oder Smartphone miteinander verbunden. Die Musik kommt entweder vom Musikserver oder von einem separaten, direkt an den Sony angeschlossenen USB-Laufwerk. Auf beiden Geräten läuft MinimServer, als Renderer kommt JPLAY zum Einsatz und gesteuert wird über die App Kazoo von Linn.


Das Netzwerk-Modul ist über das breite schwarze Flachbandkabel mit der Digital-Sektion auf der Hauptplatine verbunden
Das Netzwerk-Modul ist über das breite schwarze Flachbandkabel mit der Digital-Sektion auf der Hauptplatine verbunden

Da ich in letzter Zeit viele unterschiedliche DACs über USB in meine Anlage integriert hatte, habe ich meinen Hörtest mit dieser Verbindungsart begonnen. Wie schon beim Brooklyn DAC+ , entspricht auch beim Manhattan II nach kurzem Probieren die Filtereinstellung SRMP (Slow Roll-off, Minimum Phase) am besten meinen klanglichen Vorstellungen. Beim „Intermezzo from Goyescas“ von Enrique Granados mit dem New Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Rafael Frübeck des Burgos (Decca Legacy Volume One - FIM UHD) besticht der Manhattan II im Vergleich zu dem kürzlich getesteten Brooklyn DAC+ aus gleichem Hause mit einem nochmals größeren, vor allem aber besser ausdifferenzierten Raum und mit volleren Klangfarben. Sie wissen inzwischen, dass gerade letzteres eine mir persönlich besonders wichtige Eigenschaft ist. Und genau hier liegt für mich der große Unterschied. Der Manhattan II fasziniert mich dermaßen, dass ich darüber meinen Testauftrag erst einmal nach hinten schiebe, bevor ich auf den Netzwerk-Betrieb umstelle.

Das Netzwerk-Modul im Detail
Das Netzwerk-Modul im Detail

Nachdem ich den Manhattan II mit dem Aqvox Switch verbunden habe, wird dieser problemlos in meinem Netzwerk erkannt und es kann losgehen. Als Controller App verwende ich zunächst, wie von Mytek empfohlen, ‘mconnectControl HD’ auf meinem iPad. Einen Vorteil der Netzwerkkarte gegenüber USB kann ich in klanglicher Hinsicht aber nicht so richtig erkennen. Im Gegenteil: Ich bevorzuge in meiner Konstellation die USB-Verbindung. Beim „Intermezzo from Goyescas“ klingt es in der Netzwerk-Variante weniger räumlich und insbesondere nicht so transparent, wodurch gerade die Bläser wieder deutlich diffuser im Raum stehen. Schleife ich dann noch in den USB-Signalweg meine beiden kaskadierten Re-Clocker MC-3+ von Mutec ein, dann profitiert der Manhattan II so deutlich von der Aufbereitung des Signals im Zeitbereich und der galvanischen Trennung, dass sich die beschriebenen Effekte nochmals verstärken.


Nun bin ich auf das Zusammenspiel mit Roon besonders gespannt. Bei Roon ist die strikte Trennung der drei Bestandteile Core, Control App und Output (Endpoint) Grundlage des Systems. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass die grafikintensive Control App mit der Bedienungsoberfläche auf einem separaten Gerät läuft und der zentrale Roon Computer von den aufwendigen Grafikoperationen entlastet wird. Der auf einem weiteren Gerät installierte Endpoint wiederum kann sich ausschließlich auf die Audio-Wiedergabe konzentrieren und wird weder von den Grafikoperationen der Control App noch den Verwaltungsaufgaben des Roon Core beeinträchtigt. Der Transport der Audio-Daten erfolgt über das Roon eigene Netzwerkprotokoll RAAT (Roon Advanced Audio Transport), das Rückrat des Roon-Systems.

Das Phono-Modul im Detail. Alle Schaltvorgänge erfolgen über die direkt auf der Platine montierten Relais
Das Phono-Modul im Detail. Alle Schaltvorgänge erfolgen über die direkt auf der Platine montierten Relais

Vor diesem Hintergrund sieht mein Roon Set-up wie folgt aus: Auf dem Laptop ist das Software-Paket Roon Server mit dem Roon Core installiert, der über das Netzwerk auf meine Musiksammlung auf dem getrennten Server zugreift. Diese Konzeption war ursprünglich aus der Not heraus geboren, da auf meinem Musikserver mit dem schon älteren Betriebssystem Windows Home Server Roon nicht installiert werden kann, hat sich dann aber zu meiner Überraschung sehr gut bewährt. Mit anderen Programmen, wie beispielsweise JRiver, hatte ich immer den Eindruck, dass es klanglich besser ist, die Verwaltungssoftware auf dem gleichen Gerät zu installieren, auf dem auch die Musikdaten liegen und gerade nicht über das Netzwerk darauf zuzugreifen. Die Control App Roon Remote zur Steuerung der Musikwiedergabe läuft auf meinem MacBook Pro 13“ und zusätzlich auf meinem iPhone 6, die beide über WLAN mit meinem Netzwerk verbunden sind. Die Netzwerkkarte des Manhattan II fungiert in dieser Konstellation als Roon Endpoint.

Jetzt zeigt sich wieder, wie kompliziert das Thema Netzwerk ist. Mit Roon klingt es deutlich anders – die gerade noch festgestellten klanglichen Einschränkungen sind verschwunden. Im „Intermezzo from Goyescas“ werden die Streichereinsätze zu Beginn und in der Mitte wieder mit der bekannten Strahlkraft gezeichnet und die Bläser erklingen hinsichtlich ihrer Größe und Platzierung im Orchester wesentlich klarer umrissen. Bei „Galicia Flamenco“ mit Gino D‘ Auri (Flamenco Passion FIM XRCD) gewinnen die Instrumente ihre Substanz zurück und bei „El Baile De Luis Alonso“ von Giminez mit dem National Orchestra of Spain unter der Leitung von Rafael Frühbeck de Burgos (Music of Spain - Rafael Frühbeck De Burgos Conducts the National Orchestra of Spain – HDTT 24/192) sind die vielen Details der farbenfrohen Orchestrierung besser hörbar. Sie werden jetzt sicherlich die überaus berechtigte Frage stellen, wie es sein kann, dass der Manhattan II über Roon besser klingt. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren, ich denke aber, dass das Netzwerk-Protokoll RAAT an diesem Ergebnis einen nicht unerheblichen Anteil hat und gut mit dem Netzwerk-Modul harmoniert. Kein Zweifel – Manhattan II mit Netzwerkkarte und Roon sind eine gelungene Kombination.


Doch nun zum analogen Teil des Manhattan II. Das gewohnte Einstellungs-Menü des Manhattan II wird bei Bestückung mit der Phono-Karte um einige Einstellungsmöglichkeiten erweitert. Wählen wir den Eingang ANLG2 aus, wird dessen Name in PHONO geändert und wir können jetzt zwischen LINE IN, PHONO MM und PHONO MC auswählen. Entscheiden wir uns für PHONO MC, haben wir zusätzlich die Möglichkeit, zwischen einer Verstärkung der winzigen Signale unseres Tonabnehmers per Übertrager oder Halbleiterschaltung zu wählen. In beiden Fällen stehen uns als Eingangsimpedanz ein Kiloohm, 500 Ohm und 100 Ohm zur Verfügung; damit müsste man in den meisten Fällen zurechtkommen. Einzig eine Anpassung des Verstärkungsfaktors direkt im Phono-Teil hätte ich mir noch gewünscht.

Das Phono-Modul ist mit Distanzbolzen direkt über dem Analog-Teil der Hauptplatine montiert. Auf der Unterseite der Platine sind die MC-Übertrager zu erkennen
Das Phono-Modul ist mit Distanzbolzen direkt über dem Analog-Teil der Hauptplatine montiert. Auf der Unterseite der Platine sind die MC-Übertrager zu erkennen

Ich gebe gerne zu, ich war ziemlich skeptisch, was den Einbau eines Phonoverstärkers in einen DAC und der möglichen Einstreuung von Störgeräuschen aus dem Digital-Teil in die hochempfindliche Verstärkerstufe betrifft. Hat man doch schon bei vielen, auch sehr hochwertigen externen Phono-Stufen mit Brumm und Einstrahlungen, wie „Radio Eriwan“, zu kämpfen. Bei Mytek ist man sich dieser Problematik sehr wohl bewusst. Wenn die Netzwerk- und die Phono-Karte gleichzeitig installiert sind, wird im Phono-Betrieb die Netzwerkkarte abgeschaltet, um Verunreinigungen des zarten Phonosignals durch das Netzwerkmodul von Haus aus zu vermeiden. Wird von Phono- wieder auf Netzwerk-Betrieb umgeschaltet, dauert es deshalb einen kleinen Moment, bis die Netzwerkkarte wieder hochgefahren ist. Mich interessieren jetzt natürlich brennend die klanglichen Qualitäten des Phono-Moduls. Zunächst einmal kann ich, was mögliche Störgeräusche angeht, Entwarnung geben. Auch bei voll aufgezogenem Lautstärkeregler ist aus den Lautsprechern außer leichtem Rauschen nichts zu hören; keinerlei Brummen oder Einstreuungen im Hochtonbereich sind festzustellen. Damit bin ich beruhigt und einem ausführlichen Hörtest steht nichts im Wege.

Ein vom mir gern gehörtes Album ist Preludios e Intermedios (ALHAMBRA - ALTO (AA006), 1997) mit seiner schönen Sammlung verschiedener Vor- und Zwischenspiele aus den Federn bekannter und weniger bekannter, spanischer Komponisten. Die Räumlichkeit dieser Aufnahme ist superb. Und genau an dieser Stelle kann der Manhattan II auch über das Phono-Modul bestechen. Die Staffelung des großen Orchesters ist in ihrer Tiefe und Breite beeindruckend und der Klang löst sich wunderbar von den Lautsprechern. Hinzu kommt auch hier die anspringende dynamische Wiedergabe, die fast schon ein Markenzeichen der Geräte von Mytek ist und die dem Charakter der Stücke perfekt entgegenkommt. Beide Eigenschaften zusammen verhelfen dem Manhattan II zu einem ganz eigenen Klangabdruck. Dabei macht der Manhattan II kleinste Details hörbar, ohne analytisch oder gar hart zu klingen. Der Wechsel von der Verstärkung per Halbleiterschaltung auf Übertrager bringt bei dieser Aufnahme noch etwas rundere Klangfarben und wirkt in meiner Anlage sogar insgesamt stimmiger. Damit wir uns aber richtig verstehen: warmer, röhrenähnlicher Sound ist nicht die Sache des Manhattan II. Im Violinkonzert Nr. 3 von Wolfgang Amadeus Mozart besitzt die Solovioline von Iona Brown (Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert Nr. 3 & 4:, Iona Brown – Decca 6.42407) dafür Strahlkraft, Geschmeidigkeit und Intensität zugleich. Mit so manch anderer Phonostufe wird diese Aufnahme zur Qual.


Bei installiertem Phono-Modul wird der Analog-Eingang 2 zum Phono-Eingang. Rechts die Buchsen-Kombination für Ethernet und zur Aufnahme eines USB-Sticks
Bei installiertem Phono-Modul wird der Analog-Eingang 2 zum Phono-Eingang. Rechts die Buchsen-Kombination für Ethernet und zur Aufnahme eines USB-Sticks

Auf dem Plattenteller dreht sich jetzt „High Voltage“ mit dem Count Basie Orchestra in der von Edel aufwendig remasterten und in der audiophilen Reissue-Edition AAA wiederveröffentlichten Fassung (Edel Triple A Series / MPS / 0211545MSW). Die Basie-Band spielt wie immer brillant und bei den Bläsereinsätzen zeigt der Manhattan II, was er in Sachen Dynamik drauf hat. Und deshalb gleich noch ein Reissue aus der Triple-A-Serie von Edel: Dizzy Gillespie „Reunion Big Band 20th an 30th Anniversary“ (Edel Triple A Series / MPS / 0211546MSW). Diese Platte bietet mitreißenden Big Band-Swing in perfekter Aufnahmequalität. Mit dem Manhattan II stört keine zu spitze Trompete und die räumliche Staffelung der Musiker ist einfach Klasse. Da muss sich das Phono-Modul auch vor weit teureren, separaten Phono-Stufen nicht verstecken.

STATEMENT

Mit den Erweiterungsmodulen für Netzwerk und Phono wird der Manhattan II zu einer kompletten digitalen und analogen Schaltzentrale. Das Schöne daran ist: ganz gleich, ob digital oder analog, der Manhattan II besticht in jeder Konstellation seinem ganz eigenen Klangcharakter bestehend aus mitreißender Dynamik und stupender Räumlichkeit.
Gehört mit
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows 10 mit AudiophileOptimizer 2.0, G-Technology 4 TB G| USB-C Laufwerk mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil, Intel Atom 1,6 GHz, 2 GB RAM, Windows Home Server
Software MinimServer, JPlay 6.2, Roon
Reclocker 2 x Mutec MC 3+ USB kaskadiert
D/A-Wandler Mytek Brooklyn DAC+, PS Audio DirectStream DAC
Plattenspieler Platine Verdier
Tonarm Souther TRIBEAM
Tonabnehmer Clearaudio Veritas
Vorstufe Omtec Anturion
Endstufe Omtec CA 25
Lautsprecher Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1
Kabel Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable
Herstellerangaben
Mytek Manhattan II – Netzwerk- und Phono-Modul
Netzwerk-Modul  
Digital-Eingänge UTP RJ45 10/100Mbps socket (“verkabelte” Netzwerkverbindung), PCM bis 24 bit/192 kHz, DSD 64 (native und DoP) und MQA
Netzwerk-Protokolle Roon [User Interface: Roon Server], DLNA/UpnP [User Inteface: Mconnect Control & Player App oder jede andere UpnP-Controller App]
Streaming-Dienste TIDAL [User Interface: Mconnect Control & Player App], Qobuz [User Interface: Mconnect Player App], Deezer [User Interface: Mconnect Control App]
Preis 995,00 Euro

Phono-Modul
 
MM Eingangsimpedanz 47 kOhm; Verstärkung 49,1dB (f = 1kHz, RIAA)
MC Solid State Eingangsimpedanz 1 kOhm, 500 Ohm, 100 Ohm; 68,2dB (f = 1kHz, RIAA)
MC mit Übertrager Eingangsimpedanz 1 kOhm, 500 Ohm, 100 Ohm; 68,2dB (f = 1kHz, RIAA)
Preis 1.495,00 Euro

Hersteller
Mytek Digital
Anschrift 148 India Street 1FL
Brooklyn, NY 11222
USA
Telefon +1 347 384 2687
E-Mail highend@mytecdigital.com
Web www.mytekdigital.com

Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
Anschrift Aleje Jerozolimskie 475
05-800 Pruszków
Poland
Telefon +48 22 823 7238
E-Mail europe@mytekdigital.com

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Donnerstag, 28 Dezember 2017 23:32

Sonoma Acoustics Model One

Das erste Produkt der US-amerikanischen/britischen Firma Sonoma-Acoustics mit Sitz in Boulder (Colorado) und Henley-in-Arden (England) ist das neuartige elektrostatische Kopfhörersystem M1, bestehend aus einem Kopfhörer mit HPEL-Wandlertechnologie und einer Energizer & DAC-Einheit für den Anschluss digitaler und analoger Quellen.

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Das M1-System wurde für die heutigen High-Resolution Audio-Formate entwickelt. Jedes Detail des Systems wurde so konzipiert, dass es ein neues Niveau an Leistung und Klangqualität bietet. Der Kopfhörer basiert auf dem neuartigen, von Warwick Audio Technologies LTD entwickelten, hochpräzisen elektrostatischen Schichtwandler HPEL (High Precision Electrostatic Laminate). Dieses patentierte System besteht aus vielen kleinen Zellen, die parallel betrieben werden und die Töne, ohne dass sie ein Statoren-Gitter durchlaufen, direkt an das Ohr weitergeben. Das leichte Material sorgt für einen bis zu 60 Kilohertz erweiterten linearen Frequenzgang und bietet eine bis dato unerreichte Leistung bei der Transientenwiedergabe sowie eine sehr hohe Serienkonstanz und Paargleichheit zwischen den Schallwandlern (< ±0,8 Dezibel Differenz). Weitere Merkmale des Kopfhörers sind das Magnesiumgehäuse, die handgefertigten Ohrpolster und das Kopfband aus Cabretta-Schafsfell sowie eine flexible Konstruktion des Kopfbügels aus Nylon12. In Summe ergibt dies ein Gewicht von nur 303 Gramm (ohne Kabel), was lange unbeschwerte Hörsessions ermöglicht.

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Die Energizer & DAC-Einheit wurde zusammen mit dem Kopfhörer entwickelt. Es kommt ein Hochspannungverstärker in Form eines leistungsstarken, diskreten single-ended FET Class-A-Verstärker mit sehr geringer Verzerrung und großer Bandbreite zum Einsatz, der optimal auf den HPEL abgestimmt ist. Der Verstärker wurde so konzipiert und optimiert, dass er die inhärente kapazitive Last eines elektrostatischen Wandlers kompensiert, und die Class-A Endstufe wird mit einem hohen Vorspannungspegel zugunsten einer exzellenten Anstiegsgeschwindigkeit betrieben.

Der Verstärker stellt folgende Eingänge zur Verfügung:

  • USB 2.0 (digital - akzeptiert alle Hi-Res Audio-Formate bis zu 32-bit/384 kHz PCM und DSD über DoP (DSD64/DSD128))
  • koaxial S/PDIF (digital - akzeptiert alle PCM-Formate bis zu 24-bit/192 kHz)
  • High-Level-Cinch-Buchsen (analog - akzeptiert maximales Signal von 2,1 V (eff))
  • Low-Pegel 3,5 mm Stereo Klinke (analog - akzeptiert maximales Signal von 850 mV (eff))

Alle Signale werden digital mit einer benutzerdefinierten 64-Bit-Festpunktarithmetik mit doppelter Präzision und hoher Performance in einem Custom Multicore-XMOS-Prozessor verarbeitet. Der integrierte DSP optimiert sowohl Amplituden als auch das Phasenverhalten und berücksichtigt zusätzlich die besondere Kennlinie des HPEL Schallwandlers. Für die Digital- zu Analog-Wandlung werden zwei ESS Sabre Reference Stereo-DAC-Chips in einem speziellen Monomodus verwendet, um einen gemessenen Signal-Rausch-Abstand von 129 dB (SNR) zu liefern.
Weitere Merkmale sind der Einsatz eines AKM 32‑bit/384 kHz Premium ADC und Crystek Ultra-Low Phase-Noise Oscillators sowie eines externen Low-Noise Netzteils zur Stromversorgung der Elektronik im geschirmten, CNC-gefrästen Aluminiumgehäuse.

Das Sonoma Acoustics M1 System ist ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 5.695 Euro.

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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