Dienstag, 06 April 2021 02:20

Audio Reference präsentiert die Alexx V

Dies dürfte die detailreichste und ausführlichste Pressemitteilung sein, die Hifitstatement je zugesandt bekam. Die technischen Erläuterungen fallen umfangreicher aus als in manchen Test. Deshalb haben wir uns entschlossen, Ihnen die interessante Lektüre in ihrer Gänze zugänglich zu machen.

Als es an der Zeit war, die Alexx® zu verbessern, wollte Daryl Wilson berücksichtigen, wohin Forschung und Entwicklung Wilson Audio® in den letzten fünf Jahren gebracht hatten. Die Entscheidung wurde getroffen, dass ein neuer Blick auf die Alexx® angebracht war, also ging das Forschungs- und Entwicklungsteam von Wilson Audio® an die Alexx® V heran, als wäre sie ein völlig neuer Lautsprecher. Sie nahmen Elemente, die im ursprünglichen Design eindeutig funktionierten, und begannen, die unzähligen Technologien anzuwenden, die von Wilson seit der Einführung der Alexx entwickelt wurden. Nach den großen Markteinführungen der WAMM Master Chronosonic®, der Chronosonic XVX®, der Sasha DAW® und der SabrinaX® reiht sich Alexx V in eine ganz besondere Familie von bahnbrechenden Lautsprechern ein, die speziell für Musikliebhaber und Audiophile entwickelt und handgefertigt wurden.

Der ursprüngliche Alexx-Lautsprecher, der 2016 auf den Markt kam, wurde von der gesamten Branche in höchsten Tönen gelobt. Alexx profitierte von mehreren Elementen, die in den fünf Jahren entwickelt wurden, in denen der Gründer von Wilson Audio, David A. Wilson, und sein unermüdliches F&E-Team sein opus magnum, die WAMM Master Chronosonic schuf. Jetzt, fünf Jahre nach der monumentalen Leistung des WAMM, baut der Alexx V auf dem Erfolg des ursprünglichen Alexx auf, indem er einen komplett überarbeiteten Leistungsumfang bietet, ohne die Grundfläche wesentlich zu vergrößern. Vergleicht man die Gesamtgröße des Alexx V mit dem Original, so ist der Alexx V nur rund 2,5 Zentimeter tiefer und höher, während die Breite gleich geblieben ist.

Jede einzelne Komponente der Alexx V wurde neu bewertet und deutlich verbessert. Die Markteinführung der Alexx V steht für einen kumulativen Ansatz in der Lautsprecherentwicklung, den Wilson Audio schon seit dem allerersten Standortmonitor, der WATT®, die Dave vor fast fünf Jahrzehnten gebaut hat, konsequent verfolgt hat. Durch die Einbeziehung der neuesten Technologien, der technischen Effizienz und der Materialwissenschaften hat die Alexx V die ursprüngliche Alexx verbessert, indem sie noch einmal ein höheres Auflösungsniveau (sowohl zeitlich als auch akustisch) bietet. Schließlich beinhaltet die Alexx V die neueste Designsprache von Wilson Audio, die mit dem WAMM Master Chronosonic eingeführt wurde. Das offene Gantry-Design sorgt nicht nur für mehr strukturelle Steifigkeit und Aufstellungsflexibilität, sondern auch für ein freieres, organischeres Aussehen und einen emotionalen, ausdrucksstarken Klang.

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Material

Die Alexx V verfügt über einzigartige und exotische Materialien, die im Laufe von rund 50 Jahren exklusiv für Wilson Audio getestet, entwickelt und verfeinert wurden. Der systematische Einsatz von unterschiedlichen Materialien mit dem Ziel, die höchste Leistung zu erzielen, ist seit langem ein grundlegender Aspekt jedes Wilson-Lautsprechers. Eine Vielzahl sorgfältig ausgewählter Materialien wurde in diesem destillierten Design eingesetzt. Die neueste Version des X-Materials mit seinen überragenden Dämpfungseigenschaften findet sich im Tiefton-Abteil, in der Gantry und in den oberen Modulen. S-Material wird hauptsächlich für die Mitteltöner eingesetzt und bietet eine neutrale und natürliche Oberfläche. Unser neuester Streich, das V-Material, wurde erstmals im Chronosonic XVX eingesetzt und ist strategisch in die Schnittstellen eingebettet, um die Schwingungen zu kontrollieren. V-Material verhält sich wie ein Schwingungsabsorber und wurde in der Struktur zwischen dem Tieftonmodul und dem Portal eingesetzt. V-Material ist auch in unserem neuen, sorgfältig entwickelten und hochleistungsfähigen Wilson Audio Acoustic Diode™ Spike-System zu finden. X-, S- und V-Material, kombiniert mit Kohlefaser, austenitischem Edelstahl und Aluminium in Luftfahrtqualität, werden ästhetisch und mit Bedacht gemischt, um modernste Audio- und Industriekunst zu schaffen.

Anpassungsfähig

Die Alexx V ist ein außerordentlich anpassungsfähiges Design. Durch die Übernahme von Elementen seiner größeren Geschwister wie zum Beispiel der umkehrbaren XLF-Tieftöneröffnung und den unabhängig voneinander einstellbaren Modulen lässt sich dieses System elegant an Ihren Hörraum anpassen. Diese in die DNA der Alexx V eingebetteten Werkzeuge ermöglichen eine einfachere Installation in einer größeren Vielzah von Hörräumen, so dass der Hörer die Tiefe und Fähigkeiten dieses Systems wirklich erleben kann.

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Die offene Architektur des Portals, die zuerst mit dem WAMM Master Chronosonic und dann mit dem Chronosonic XVX eingeführt wurde, hat nun auch bei der Alexx V ein Zuhause gefunden. Dies kommt nicht nur dem Gesamterscheinungsbild des Lautsprechers zugute, sondern verbessert auch die Gesamtsteifigkeit des gesamten oberen Modulbereichs und minimiert den Druck, der hinter den Gehäusen aufgebaut wird, was zu einer höheren Klangtreue führt. Der einfachere Zugang zu den oberen Modulen ermöglicht eine schnellere Anpassung. Ähnlich wie unsere innovative Beleuchtungslösung in der Chronosonic XVX verfügt die Alexx V über eine Beleuchtungsquerstrebe an der Rückseite des Portals, die die Einrichtung der Lautsprechermodule und die Feinabstimmung des Timings erleichtert.

Treiber

Aufbauend auf der MTM-Designgeometrie (Midrange-Tweeter-Midrange) der ursprünglichen Alexx hat unser Engineering-Team viel Zeit damit verbracht, wichtige Komponenten der Klangeigenschaften des Lautsprechers weiterzuentwickeln. Jeder Schallwandwinkel an jeder Modulposition wurde verfeinert. Die zeitliche Ausrichtungsgenauigkeit der Alexx V ist viel näher an der XVX, was diesem System die Fähigkeit verleiht, Mikro-Details nachzubilden, die man von einem System dieser Größe nicht erwarten würde. Die unterschiedlich großen unteren und oberen Mitteltöner ermöglichen eine sorgfältigere Abstimmung des Frequenzbandes, was in Verbindung mit den neuesten Fertigungstechnologien ein höheres Maß an Genauigkeit und Einstellbarkeit ermöglicht. Der unglaublich schnelle und fein auflösende 5,75-Zoll-Mitteltieftöner, der in der originalen Alexx, TuneTot® und SabrinaX verwendet wird, wurde in der Alexx V übernommen. Da das Mitteltonband von zwei unterschiedlich großen Treibern verwaltet wird, haben wir uns entschieden, die unglaublichen Fortschritte unseres Alnico (Aluminium, Nickel, Kobalt) QuadraMag® zu nutzen. Dieser 7-Zoll-Mitteltöner wurde ursprünglich für den Chronosonic XVX entwickelt und besitzt eine Wärme, Schönheit und Textur, die alle Details in Ihren Lieblingsaufnahmen zum Leben erweckt. Der QuadraMag-Treiber kombiniert vier getrennte Magnete, die in einer innovativen Quadratur-Geometrie angeordnet sind und die Feinheiten im alles entscheidenden Mitteltonbereich weiter verbessern. Hinter den Mitteltönern wurden interne Wellendiffusoren direkt in das Material gefräst, um das Auflösungsvermögen dieser Treiber weiter zu unterstützen und die Einschwingzeit des Systems drastisch zu verkürzen. Dies führt zu einer naturgetreueren Reproduktion des Mitteltonbereichs, des Ausdrucks und der Genauigkeit.

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Beim Hochtöner hat das F&E-Team erneut alle verfügbaren Optionen in Betracht gezogen. Grundsätzlich ist die Integration des Hochtöners und des Mitteltöners ein absolut kritisches Element für eine präzise Klangwiedergabe. Unzählige Stunden wurden damit verbracht, Bereiche mit Verbesserungspotenzial zu untersuchen. Nach sorgfältigen und methodischen Überlegungen entschied sich das Forschungs- und Entwicklungsteam, ein völlig neues Hochtonsystem zu bauen. Daher verfügt die Alexx V über einen völlig neuen Convergent Synergy® Carbon (CSC)-Hochtöner, der auf einer modifizierten Version des vorherigen Convergent Synergy-Motors aufbaut und eine neu konzipierte, komplizierte und innovative Rückwandkammer umfasst. Dieses Kohlefaserdesign wird komplett im Haus mit mehreren 3D-Druckern hergestellt. Die klanglichen Ergebnisse dieser Hochtöner-Entwicklung sind geradezu dramatisch. Der CSC bietet einen weitaus größeren und lineareren Frequenzgang, während er gleichzeitig eine noch nie dagewesene Raumabbildung und eine überragende harmonische Detailfülle bietet. Die 10,5- und 12,5-Zoll-Tieftöner wurden von Wilson Audio ursprünglich in Verbindung mit dem WAMM Master Chronosonic entwickelt. Diese hochmodernen Tieftöner verkörpern die neuesten Erkenntnisse von Wilson Audio in Bezug auf eine präzise und musikalisch relevante Tieftonwiedergabe. Durch die sorgfältige Optimierung des Alexx-V-Gehäuses konnte das Innenvolumen im Vergleich zum ursprünglichen Alexx drastisch erhöht werden (+16%). Das Ergebnis ist, dass die Alexx V fast das gleiche Innenvolumen für die Tieftöner aufweist wie der Chronosonic XVX, was wiederum eine viel tiefere Tieftonwiedergabe, eine schnellere Einschwingphase und eine insgesamt höhere Bassauflösung ermöglicht.

Unterschiede zwischen Alexx und Alexx V

Unser Entwicklungsteam hat jedes der kritischen Subsysteme des Alexx überprüft und viele seiner Komponenten aufgerüstet oder neuentwickelt. Hier sind elf dieser Änderungen:

1. Inspiriert von natürlichen Strukturen, die man in Utah findet, sieht man bei der Alexx V schlankere Linien, wie man sie auch bei der XVX sieht. Die freiliegende „skelettierte“ Architektur des Gantry, womit der Mittel-Hochton-Aufbau gemeint ist, ermöglicht eine Luftigkeit und Offenheit, wie sie derzeit nur beim WAMM Master Chronosonic und dem Chronosonic XVX zu finden ist. Aufgrund der offenen Gantry-Architektur sind die Gantry-Gitter über eingebettete Magnete nahtlos befestigt, was eine schnelle und einfache Montage und Demontage ermöglicht. Die Alexx V ist in der Gesamtgröße nur minimal tieferund höher als die Alexx Serie 1 (gleiche Breite wie die Alexx Serie 1).

2. Der neue, für die XVX entwickelte 7-Zoll-Alnico-QuadraMag findet seinen Weg in den Alexx V. Dieser Treiber ist klanglich satt und musikalisch exquisit.

3. Die neuen AudioCapX®-WA-Kondensatoren werden jetzt auch in der Alexx-V-Weiche verwendet und bei Wilson Audio nach unseren extrem engen Toleranzen gewickelt. Diese Custom-Kondensatoren fügen der Tieftonauflösung eine neue Dimension hinzu.

4. Die brandneue Convergent Synergy Carbon (CSC) Hochtonkammer wird im 3D-Druckverfahren aus Kohlefaser hergestellt. Die Entwicklung dieses einzigartigen Designs bietet eine größeren Frequenzumfang, einen lineareren Frequenzgang und eine harmonischere Detailauflösung.

5. Die Alexx V, die erstmals mit dem WAMM Master Chronosonic vorgestellt wurde, verfügt über unser neuestes Kabelmanagementsystem. Dieses trägt nicht nur zur optischen Ästhetik des Lautsprechers bei, sondern bietet auch eine hervorragende Lösung, um die perfekte Länge des Lautsprecherkabels für jedes der oberen Module zu erreichen, wenn diese für die korrekte Zeitausrichtung eingestellt werden. Zu diesem raffinierten Design gehört auch die beleuchtete Kreuztraverse mit einer speziell angefertigten Sono 1 Coolfall-Leuchte für eine einfache Installation in dunklen Umgebungen.

6. Die Alexx V ist ein außerordentlich anpassungsfähiges Design, einschließlich der reversiblen XLF-Tieftöneröffnung und der unabhängig voneinander einstellbaren oberen Module. Die einfachere Installation in einer größeren Vielfalt von Hörräumen ermöglicht es Musikliebhabern, die Fähigkeiten dieses Systems wirklich zu erleben. Jedes Chassis ist jetzt besser ausgerichtet und befindet sich mehr auf der Achse zum Hörer, was hervorragende Mikro-Details offenbart und das Timing an allen Hörpositionen verbessert.

7. Alle X-Material-Gehäuse werden mit V-Material an strategischen Stellen kombiniert (oben auf dem Tieftöner, in der Gantry-Querverstrebung und im neuen Wilson Audio AcousticDiode Spike). Die Schwingungsdämpfung und die Isolierung des oberen Moduls entsprechen der des Chronosonic XVX und sorgen für eine erstaunliche Einschwingzeit.

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8. Wir stellen die Wilson Audio Acoustic Diode vor: Ein völlig neues Spike-System, das mit dem Alexx V eingeführt wurde. Es wurde gegenüber unserem Standard-Spike-System komplett überarbeitet und zeichnet sich durch eine neuartige Kombination aus austenitischem Edelstahl und V-Material aus. Dieses Kopplungssystem wurde von der Abteilung Special Applications Engineering® (WASAE) von Wilson Audio entwickelt und verfügt über ein überragendes Schwingungsmanagement, das weitaus größere dynamische Nuancen über das gesamte Frequenzspektrum offenbart.

9. Die speziell angefertigten Wilson Audio-Polklemmen, die erstmals in dervSasha DAW auftauchten, wurden nun auch in die Alexx V integriert. Mit dieser Polklemme können sowohl Bananenstecker als auch traditionelle Kabelschuhe verwendet werden. Diese Premium-Polklemme bietet einen sauberen Signalweg mit einer verbesserten und größeren Kontaktfläche.

10. Es wurden mehrere Änderungen an der Frequenzweiche vorgenommen. Da sich nun weniger Komponenten im Signalweg befinden, haben wir eine Feinabstimmung vorgenommen und das System für bessere Impedanz- und Empfindlichkeitswerte modifiziert: von 1,5 Ohm bei Alexx auf 2,0 Ohm bei der Alexx V. Zudem ist die Alexx V ein Dezibel empfindlicher als die Alexx Serie 1.

11. Wo immer erforderlich, wurden Verbindungspunkte mit vergoldeten Kontakten versehen. Einige Stellen, an denen sie zu finden sind, sind in der Frequenzweiche, den Kontaktpunkten der Anschlussplatte und den Widerstandsanschlüssen.

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Herstellerangaben
Audio Reference Alexx V
  • Nominale Impedanz: 4 Ohm / Minimum 2,0 Ohm @ 250Hz
  • Empfindlichkeit: 9 dB @ 1W @ 1m @ 1k
  • Frequenzumfang: 20Hz - 32kHz +/- 3dB
  • Hochtöner: Kalotte (2,54cm), beschichtetes Gewebe
  • Mitteltöner: 14,61cm, beschichteter Zellstoff
  • Mitteltöner: 17,78cm, beschichteter Zellstoff-Verbund
  • Bass: 26,67cm, Hartpapier-Zellstoff
  • Bass: 31,75cm, Hartpapier-Zellstoff
  • Hochtöner (geschlossen): X-Material
  • 14,61cm Mitteltöner (Rear Vent): X-Material mit S-Material Schallwand
  • 17,78cm Mitteltöner (Rear Vent): X-Material mit S-Material Schallwand
  • Bass (Front oder Rear Ported): X-Material mit V-Material Oberseite
  • Abmessungen (H/B/T): 161/40,01/70,88cm
  • Gewicht pro Stück: 226,80kg unverpackt
  • Frachtgewicht: 635,03kg
  • Paarpreis: 158.000 Euro, Standardfarbe 162.000 Euro, Upgrade-Farbe

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

Weitere Informationen

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Freitag, 02 April 2021 00:01

Audioquest Thunderbird 48 (HDMI)

geschrieben von

Bei der Beschäftigung mit den Komponenten von Auralic schien es in Sachen Kabel noch Gewissheit zu geben: Die Lightning-Link-Verbindung nutzt HDMI-Buchsen und Kabel, und Auralic-Chef Xuanqian Wang empfahl als Upgrade zur recht guten, beigepackten HDMI-Verbindung Audioquests Diamond. Doch damit ist es nun vorbei.

Als ich versuchte, für den Test von Auralics Leo GX.1 und Vega G2.1 im Zusammenspiel mit dem Sirius G2.1 und dem Aries 2.1 ein drittes Diamond von Audioquest zu leihen, musste ich lernen, dass dieses nicht mehr produziert wird. Die drei Kabel an der Spitze der Hierarchie heißen jetzt wie bei den Netz- und Lautsprecherverbindungen Thunderbird, Firebird und Dragon. Robert Hay, Audioquests Marketing Direktor für Europa, brachte daher alternativ zu einem Diamond ein Dreier-Set Thunderbirds auf den Weg nach Gröbenzell. Leider traf das Päckchen erst nach dem Erscheinen des Tests ein: Der Vega G2.1 war inzwischen bei unserem Fotografen Helmut Baumgartner gelandet, der ihn in Kombination mit seinem kürzlich erworbenen Aries G2.1 ausprobieren wollte. Dabei konnte er zumindest eines der Thunderbirds schon ein wenig einspielen. Sobald der Vega dann wieder in meinen Hörraum zurückgekehrt war, liefen er und mein über das Thunderbird verbundener G2.1 noch einige Tage im Dauerbetrieb. Doch vor den ersten Hörerfahrungen noch ein kurzer Blick auf die Technik des neuen HDMI-Trios.

Die mit dem Statement in High Fidelity ausgezeichneten Stromaufbereiter und Netzkabel waren Garth Powells erste Entwicklungen für Audioquest, in denen seine Low-Z- und Noise-Dissipation-Techologie zum Einsatz kam. Danach widmete er sich der Übertragung seiner Erkenntnisse auf die Konstruktion von Lautsprecherkabeln. Die Ergebnisse waren nicht weniger beeindruckend als die bei der Netztechnik: Ich habe jedenfalls in meiner Kette kein besseres Lautsprecherkabel gehört als das Dragon in Bi-Wiring-Konfiguration. Und nun nahm sich der Perkussion- und Free-Jazz-Fan Garth Powell Audioquests HDMI-Kabeln an. Wie immer geht es ihm auch hier vorrangig um die Ableitung vor Einstreuungen vor allem im sehr hochfrequenten Bereich. So sind alle 19 Leiter – AV, eARC, Bezugsmasse, Steuerung und Stromversorgung – laufrichtungsgebunden. Die korrekte Richtung sollen zusammen mit dem Einsatz der Graphen- und der Global-Carbon-Schirmung eine effektive Rauschableitung garantieren. In allen Audioquest HDMI-Kabeln kommen eindrähtige Signal- und Masseleiter zum Einsatz. Für die Audio/Videoübertragung stehen vier symmetrische Kabelpaare bereit, die jeweils einzeln geschirmt sind. Übrigens sind die HDMI-Schnittstellen im Audiobereich nicht nur für Auralic die Verbindung der Wahl. So nutzt sie beispielsweise auch PS Audio für I2S-Signale. Leider konnten sich nicht alle Hersteller auf die von PS Audio vorgeschlagene Belegung der Stecker und Buchsen einigen. Bei einigen Geräten wie etwa dem Antipodes K50 ist die Belegung des I2S-Ausgangs daher für die Kommunikation mit Wandlern anderer Hersteller per DIP-Schalter konfigurierbar. Es macht also durchaus Sinn, sich mit dieser Alternative zu USB zu beschäftigen.

Die Laufrichtung der einzelnen Leiter, der Einsatz von der Graphen- und der Global-Carbon-Schirmung sind Bestandteile der Noise-Dissipation-Techologie
Die Laufrichtung der einzelnen Leiter, der Einsatz von der Graphen- und der Global-Carbon-Schirmung sind Bestandteile der Noise-Dissipation-Techologie

Als Numero drei in der Rangfolge muss das Thunderbird auf das 72-Volt-Dielectric-Bias-System verzichten, das mit seiner Spannung das Dielektrikum ausrichten und so unter anderem den Einspieleffekt vorwegnehmen soll. Gut also, dass das Thunderbird schon insgesamt über eine Woche mit Signalen traktiert wurde, bevor ich es nun mit dem Diamond vergleiche. Leider waren vorher im Rack ein paar Umstellungen nötig: Das Diamond ist nur 60 Zentimeter lang, reicht also nicht, um Aries und Vega zu verbinden, wenn sie in benachbarten Racks stehen. Ich musste die Auralic-Geräte daher übereinander stellen, wohl wissend, dass das nicht gerade ideal ist: Die Digital-Komponenten ruhen ja auf speziellen Füßen, in denen auf ihr Gewicht abgestimmte Federn für Entkopplung sorgen. Beim unten stehenden Auralic sind die Federn nun aber überlastet, seine Arbeitsbedingungen also nicht optimal. Dennoch ist die Auflösung des Aries/Vega-Duos mehr als ausreichend, um klar zu machen, dass das Diamond bei „Calypso Minor“ minimal dynamischer und eine Spur frischer agiert, das Thunderbird – wie man bei dem Namen erwarten könnte – noch ein wenig mehr Druck im Tieftonbereich entfaltet. Bei der AudiaZ Cadenza, die momentan in meiner Kette spielt, bevorzuge ich das Diamond, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich zum Thunderbird tendierte, wenn die Göbel Epoque Aeon Fine wieder auf ihrem angestammten Platz steht.


Bei Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 in der Einspielung der Duisburger Philharmoniker unter Jonathan Darlington macht die AudiaZ Cadenza eindeutig klar, dass das Thunderbird ein bisschen mehr Offenheit zu bieten hat und der Bühne zu einem Hauch mehr Tiefe verhilft. Hier fällt es leicht, sich für das Thunderbird zu entscheiden. Dennoch sollte ich noch ein paar weitere aussagekräftige Stücke hören: Da wären zum Beispiels die Files der ersten beiden Sätze von Richard Strauß' Also Sprach Zarathustra in der Interpretation Fritz Reiners und des Chicago Symphony Orchestras: Wenn das Diamond die Lightning-Link-Verbindung herstellt, verschwinden die Lautsprecher völlig aus dem Klangbild und man fühlt sich einem Konzertsaal gegenüber, dessen Größe weit über die des Hörraums hinauszugehen scheint: ganz großes akustisches Kino! Das Thunderbird bietet dies auch und verhilft der Orgel zudem noch zu ein wenig mehr Substanz: Die Instrumente respektive Instrumentengruppen wirken nun eine Spur näher, aber dabei plastischer, dreidimensionaler. Die Pauken kommen mit mehr Vehemenz. Kurz: Das gesamte Klangbild wirkt noch minimal realistischer.

Das Thunderbird muss anders als das Diamond ohne 72-Volt-Dielectric-Bias-System auskommen und klingt trotzdem überzeugender. Die über dem Thunderbird angesiedelten Firebird und Dragon verfügen dann wieder über das DBS
Das Thunderbird muss anders als das Diamond ohne 72-Volt-Dielectric-Bias-System auskommen und klingt trotzdem überzeugender. Die über dem Thunderbird angesiedelten Firebird und Dragon verfügen dann wieder über das DBS

Weiter geht’s mit Codonas „Malinye“, einer Schwelgerei in Klangfarben aus Berimbau, Melodika, Pocket Trumpet, Trommeln, Stimme und Becken. Hier bleiben bei beiden HDMI-Kabeln keine Wünsche offen, und auch der virtuelle Raum kann in beiden Fällen überzeugen. Mit dem Thunderbird gerät die Wiedergabe jedoch noch ansprechender, noch ein Stückchen emotionaler. Darüber hinaus lässt die Taschentrompete bei beiden Kabeln die Höhe des Aufnahmestudios erahnen: Die Kette spielt sehr schön dreidimensional. Auch wenn ich das Album schon einmal erwähnt habe, tue ich es hier gerne noch einmal: Ferenc Snétbergers Trio-Einspielung Nomad mit Arild Andersen am Bass und Paolo Vianccia am Schlagzeug läuft in den letzten Wochen recht häufig bei mir. Die gelungene Mischung aus Entspanntheit und musikalischer Spannung fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Das erste Stück tragt den schönen Titel „Empathy“, und die scheint nicht nur zwischen dem Gitarristen und seinen Mitmusikern zu herrschen, sondern auch zwischen diesen und dem Aufnahmetechniker: Er sorgte für ein transparentes Klangbild mit warmen Farben und einer druckvolle Bass Drum, wie man sie nur selten hört: ein musikalischer und klanglicher Hochgenuss!

STATEMENT

Garth Powells Noise-Dissipation-Techologie bewährt sich auch bei Audioquests HDMI-Kabeln: Schon das dritte in der Hierarchie, das Thunderbird, übertrifft das bisherige Spitzenmodell Diamond. Dies stand bei einem Meter Länge mit knapp 1.200 Euro in der Preisliste. Für das klanglich überlegene Thunderbird setzt Audioquest 700 Euro an: mehr Wohlklang für eine geringere Investition. Wenn das kein Angebot ist!

PS: Ich bin schon auf das Firebird und das Dragon gespannt.

Gehört mit
NAS Melco N1Z/2EX-H60, WDMyCloud
Streamer Auralic Aries G2.1 mit 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Poweradd oder Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil, Auralic Vega G2.1
LAN-Switch SOtM sNH-10G i mit Keces P8
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorstufe Audio Exklusiv P7
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine, AudiaZ Cadenza
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und Dragon Bi-Wiring, Swiss Cables, SOtM dBCL-BNC
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Arya Audio Revopods, 10Gtec Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter
Herstellerangaben
Audioquest Thunderbird 48 (HDMI)
18 Gbit/s oder 48 Gbit/s 48 Gbit/s 8K–10K
A/V Conductor 10% Silber
eARC-Leiter 10% Silber
Bezugsmasse 10% Silber
Rauschableitung Graphen + Gobal Carbon + Richtung
Ummanterlung Geflecht blau
Preis 700 Euro für 1m

Vertrieb
AudioQuest BV
Anschrift Hoge Bergen 10
4704RH Roosendaal
Niederlande
Telefon +31 165 54 1404
E-Mail rdrees@audioquest.nl
Web www.audioquest.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/21-04-02_audioquest
  • Social Introtext Bei der Beschäftigung mit den Komponenten von Auralic schien es in Sachen Kabel noch Gewissheit zu geben: Die Lightning-Link-Verbindung nutzt HDMI-Buchsen und Kabel, und Auralic-Chef Xuanqian Wang empfahl als Upgrade zur recht guten, beigepackten HDMI-Verbindung Audioquests Diamond. Doch damit ist es nun vorbei.
Donnerstag, 01 April 2021 00:01

Klipsch präsentiert die Forte IV

Die Forte Lautsprecher gehören zu den beliebtesten Produkten der Klipsch Heritage Premium Audio Serie – und das seit über 35 Jahren. Schon seit der ersten Auflage werden die Lautsprechergehäuse mit größter Sorgfalt in den USA von Hand gefertigt und auch bei Treibern setzt Klipsch auf höchste Qualität.

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Nach der zweiten Forte Generation war es ab 1996 etwas ruhiger um den Lautsprecher geworden, doch die 2017 vorgestellte dritte Iteration wurde von der Fachpresse und von HiFi-Liebhabern gleichermaßen gefeiert. Klipsch ruht sich allerdings nicht auf vorhandenen Lorbeeren aus, sondern hat den vielfach ausgezeichneten Forte IV nochmals verbessert: Mit neuen Treibern, Frequenzweichen und einer Innenverkabelung, die auf Klipschorn-Technik basieren, und dem Premium Heritage Design gehen die Entwickler keine Kompromisse ein.

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Der klassisch aufgebaute Drei-Wege-Lautsprecher ist mit einer Höhe von unter einem Meter relativ kompakt, überzeugt aber mit einem großen Klangauftritt sowie technischer Finesse. Auf der Schallwand findet man ein 12-Zoll-Tieftöner sowie einen Mittel- und einen Hochtöner mit Hornvorsatz, die mit neuen Titan- und Polyimid-Treibern für eine gleichmäßige und kraftvolle Wiedergabe sorgen. Dabei ist das speziell abgestimmte Tractrix®-Horn an das legendäre Klipschorn angelehnt und mit der patentierten Mumps-Technologie von Klipsch ausgestattet. Diese sorgt mit einer verbesserten Geometrie des Horns für gleichmäßigen Klang im gesamten Hörbereich und beugt Verzerrungen vor. Für eine effiziente Unterstützung der Tieftonwiedergabe befindet sich zusätzlich ein 15-Zoll-Passivradiator auf der Gehäuserückseite.

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Mit einer Tiefe von lediglich 33 Zentimetern kommt der Forte IV mit wenig Platz zurecht und bietet gleichzeitig einen raumfüllenden, dynamischen Klang. Neben den aktuellen Treibern und passenden Hornvorsätzen hat Klipsch nichts unversucht gelassen, um den Lautsprecher weiter zu verbessern: So wurde gegenüber dem Vorgängermodell die Verkabelung komplett überarbeitet und mit erstklassigen Komponenten ausgeführt. Unverfälschter Klang mit bester Effizienz steht weiterhin im Fokus. Dabei orientiert sich der neue Aufbau mit resonanzarmem Gehäuse und besten Frequenzweichen am klassischen Drei-Wege-Design, wie es von der Lautsprecherlegende Klipschorn bekannt ist. Das stabile Anschlussfeld des Forte IV nimmt auch große Kabelquerschnitte auf, während die Polklemmen auch Bi-Wiring oder Bi-Amping ermöglichen.

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Klipsch fertigt den Forte IV wie alle Produkte der Heritage Premium Audio Serie in präziser Handarbeit und aus hochwertigen Materialien in den USA. So werden die Bauteile der exklusiven Lautsprecher im beschaulichen Städtchen Hope mit viel Liebe zum Detail zusammengebaut. Anschließend werden sie mit exklusiven Echtholzfurnieren versehen, wobei die einzelnen Furnierblätter genau aufeinander abgestimmt sind. Nach dem präzisen Anordnen ergibt sich so ein so ein Spiegelbild an der Verbindungsstelle – wie beim Umblättern eines Buches. Bevor die Lautsprecher das Werk verlassen, machen fortlaufende Seriennummern und die Signatur der zuständigen Mitarbeiter diese zu einem einzigartigen Produkt. Klipsch ist bei dieser Art der Fertigung kein unbeschriebenes Blatt, sondern kann auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen und zählt zu den Pionieren im Lautsprecherbau. Seit 75 Jahren ist das Unternehmen untrennbar mit dem Gründer Paul W. Klipsch und der Manufakturfertigung verbunden – Heritage Design ist dabei eine wichtige Konstante.

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Der Forte IV ist ab April für einen Stückpreis von 2.800 Euro über ein exklusives Netzwerk von Klipsch Heritage Händlern verfügbar. Es stehen die vier Gehäuseausführungen American Walnut, Natural Cherry, Satin Black Ash und Distressed Oak zur Wahl. Weitere Informationen gibt’s von der Fachhändlern der Region oder vom Vertrieb.

Vertrieb
Osiris Audio AG
Anschrift Borsigstraße 32
65205 Wiesbaden
Telefon +49 6122 727600
E-Mail shop@osirisaudio.de
Web osirisaudio.de

Weitere Informationen

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Die Zahl derer, die Musik gerne über einen Kopfhörer genießen, ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und erfreut sich großer Beliebtheit. In vielen Audioquellen und Verstärkern findet man zwar oft die Möglichkeit, Kopfhörer anzuschließen, jedoch bleibt man klanglich meist hinter dem zurück, was der Kopfhörer leisten mag.

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Um das Maximum aus Ihrem Kopfhörer zu holen, haben wir bei Vincent einen komplett neuen Kopfhörerverstärker entwickelt: den KHV-200. Federführend bei der Entwicklung war wie schon zum Beispiel bei den Modellen SV-237MK, SV-737 oder SA-T7 Dipl.-Ing. Frank Blöhbaum. Die technischen Parameter von Kopfhörern variieren enorm. So reicht die Impedanz qualitativ hochwertiger Kopfhörer von 16 Ohm bis 600 Ohm. Bei gleichem Wirkungsgrad – gleichlaute Wiedergabe bei gleicher zugeführter Leistung – bedeutet eine geringe Impedanz einen größeren Strom- und geringeren Spannungsbedarf. Bei einem Kopfhörer mit relativ großer Impedanz von zum Beispiel 300 oder 600 Ohm ist es umgekehrt: zu dessen harmonischer Ansteuerung muss der Kopfhörerverstärker eine vergleichsweise hohe Spannung und dafür einen geringeren Strom liefern. Mobile Endgeräte wie Mobiltelefone und Tablets liefern zum Beispiel nur geringe Ausgangsspannungen, weshalb Kopfhörer mit höheren Impedanzen an solchen Geräten häufig zu leise sind.

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Der Kopfhörerverstärker KHV-200 wurde so ausgelegt, dass er nahezu alle verfügbaren Kopfhörer mit höchster Klangqualität ansteuern kann. Anpassungen hierfür können mittels eines Gain-Schalters vorgenommen werden. Neben einem üblichen 6,3-Millimeter Klinkenanschluss verfügt das Gerät zusätzlich über einen 4-poligen XLR-Anschuss. Somit können auch hochwertigste Kopfhörer am KHV-200 betrieben werden.

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Herstellerangaben
Vincent KHV-200
  • Übertragungsbereich: 20 Hz - 20 kHz (±0,1dB)
  • Klirrfaktor: < 0,01% (1 kHz; 0,1 W; 32 Ohm)
  • Signal Rauschabstand: > 95 dB
  • Eingangsimpedanz: 33 kOhm
  • Max. Eingangsspannung: 4 Veff
  • Nenn-Verstärkung Kopfhörerverstärker: -2,66 dB (Low Gain), 13,64 dB (High Gain)
  • Nenn-Verstärkung Vorverstärkerausgang: Low Gain: -11,06 dB, High Gain: 5,13 dB
  • Nenn-Verstärkung Recordausgang: 0 dB
  • Eingänge: 2 x Cinch Hochpegeleingang stereo
  • Ausgänge: 1 x Cinch stereo (PRE OUT), 1 x Cinch stereo (REC OUT), 1 x Kopfhörer 6,3 mm Klinkenbuchse, 1 x Kopfhörer XLR 4-polig
  • Netzanschluss: 230 V / 50 Hz und 115 V / 50/60 Hz umschaltbar
  • Maße (B x H x T): 210 x 85 x 277 mm
  • Gewicht: 3,6 kg
  • Farbe: schwarz/silber
  • Röhren: 2 x E180F/6SCH9P, 1 x ECC82

Vertrieb
Sintron Vertriebs GmbH
Anschrift Christian Fröhling
Südring 14
76473 Iffezheim
Telefon +49 7229 182931
E-Mail info@sintron.de
Web sintron.de

Weitere Informationen

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Dienstag, 30 März 2021 00:01

Qobuz mit Sonos in 24-Bit kompatibel

Qobuz, der französische Musikstreaming- und Download-Anbieter, ist jetzt der erste Musikdienst, dessen 24-Bit-Hi-Res-Audio-Streaming-Service auf Sonos angeboten wird. Qobuz-Kunden können ab sofort Musik in Studioqualität auf ihren Sonos-Speakern hören – und das ganz einfach durch drücken der Play-Taste in der Sonos-App.

„Da Menschen ein immer größeres Interesse an einer besseren Soundqualität haben, war Qobuz schon immer bestrebt, Musik als Hörerlebnis in höchster Klangqualität einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Durch die Zusammenarbeit mit Sonos bieten wir nun vielen weiteren Millionen Menschen die Möglichkeit, eine Verbesserung der Klangqualität in Hi-Res-Audio zu erleben“, sagt Dan Mackta, Geschäftsführer von Qobuz USA. 

„Unsere offene Plattform ermöglicht unseren Geschäftspartnern das Beste aus ihren gesammelten Erfahrungen unkompliziert in das Sonos-System einzubringen und so nahtlos an unsere gemeinsamen Kunden weiterzugeben“, sagt Ryan Richards, Produktmarketing-Direktor bei Sonos. „Qobuz ist ein Vorreiter auf dem Gebiet des Musikstreamings in Hi-Res-Qualität und wir freuen uns darauf, dass unsere Kunden ihre Musik mit der Klarheit, Tiefe und dem raumfüllenden Klang von Sonos genießen können.“

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Im Jahr 2013 war Qobuz der erste Musikdienst, der 16-Bit-FLAC-Streaming auf Sonos anbot. Jetzt erweitert das französische Unternehmen den Zugang zu Hi-Res-Streaming auf Sonos durch die Einführung von 24-Bit-Streaming, das mit den meisten Produkten der Sonos-S2-Plattform kompatibel ist, die eine Audioqualität von bis zu 48 Kilohertz und 24-Bit unterstützen. Diese neue Integration baut auf Qobuz' kontinuierlicher Erweiterung von Hardware-Partnerschaften auf, einschließlich der Hinzufügung von Hi-Res-kompatibler Hardware auf der Android-Plattform vor einigen Jahren.

Qobuz hat sich schon immer au den audiophilen Markt und die Bedürfnisse anspruchsvoller Musikliebhaber fokussiert und bietet Musikfans weltweit den Zugang zu einem einzigartigen Angebot: das Streamen und Herunterladen von Musik in Hi-Res-Qualität, ein Katalog mit mehr als 70 Millionen Titeln und eine außergewöhnliche Auswahl an exklusiven redaktionellen Inhalten, die von einem Expertenteam verfasst werden. Durch die Premium-Streaming-Funktion von Qobuz auf den Sonos-Speakern erweitert sich dieses exklusive Angebot erneut und ermöglicht einem breiten Publikum an Musikliebhabern das beste Hörerlebnis in höchster Klangqualität.

Qobuz 24-Bit- respektive Hi-Res-Streaming ist auf Sonos-Speakern in Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz, Großbritannien und den Vereinigten Staaten verfügbar.

Weitere Informationen: www.qobuz.com

Weitere Informationen

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Montag, 29 März 2021 00:01

HiBy R6 2020

geschrieben von

Der R6 wird erwachsen. Schon die Vorgänger boten ungewöhnlich viele Features. „Der Neue“ allerdings macht das Gesamtpaket perfekt. AudioNEXT und Audiodomain führen ihn als R6 2020. Der Titel R6 2021 würde ihm besser stehen. Erstens war 2020 ein wenig optimales Jahr und zweitens wird der neue R6 auch 2021 noch einer der Top-Player bleiben.

Der R6 Pro wurde vor inzwischen über einem Jahr vom Kollegen Jürgen Saile besprochen. Der R6 Pro und der normale, noch ältere, R6 sind sich recht ähnlich. Hauptsächlich der Audioschaltkreis und die Anschlüsse unterscheiden die beiden Modelle. Gehäuse, Prozessor und sonstige Ausstattung sind identisch. Der neue R6 2020 erhält hingegen einen aktualisierten Audioschaltkreis und viele weitere Neuerungen. Nicht nur für mich als Nutzer des alten R6 – ohne Pro – ist der neue R6 ein großer Sprung, sondern auch dem R6 Pro ist er um einiges voraus.

Die Diode wechselt je nach abgespieltem Format die Farbe
Die Diode wechselt je nach abgespieltem Format die Farbe

Was hat sich also beim Schritt von R6 und R6 Pro zum R6 2020 getan? Als wohl auffälligstes Merkmal wurde dem R6 2020 das Design des HiBy-Flaggschiffs R8 spendiert. Die Unterschiede im Inneren des Gehäuses stechen weniger hervor, aber sind im alltäglichen Betrieb nicht unwichtig. Als Wandler wählte HiBy den ES9038Q2M aus der aktuellen Modellreihe von ESS. Nach wie vor kommt für jeden Kanal ein eigener Wandler mit zwei zusammengeschalteten Kanälen zum Einsatz. Der R6 kann dank dieser neuen Wandler jetzt auch DSD512 und 768 Kilohertz bei 32 Bit verarbeiten. Der Vorverstärkerschaltkreis OPA1612 stammt aus dem alten R6, der Kopfhörerverstärkerschaltkreis SSM6322 aus dem R6 Pro. Insgesamt werden gleich vier OPAmp- und zwei Kopfhörerverstärker-Chips für einen symmetrischen Aufbau eingesetzt. Die Android-Version wurde auf Android 9 erneuert. Der Arbeitsspeicher ist von 3 auf 4 Gigabyte, der Akku von 4000 auf 4500 Milliamperestunden, der interne Speicher von 32 auf 64 Gigabyte und das Display von 4,2 auf 5 Zoll angewachsen. Statt Bluetooth 4.2 ist Version 5.0 an Bord und statt USB 2.0 verfügt der neue R6 endlich über USB 3.1. Schlussendlich ist mit dem Snapdragon 660 auch ein schnelleres Ein-Chip System verbaut, das mit dem Kryo 260 über acht Prozessorkerne verfügt. Der Lieferumfang umfasst neben der schlichten, aber hochwertigen und eleganten Verpackung den Player selbst, ein USB-Ladekabel und ein USB auf S/PDIF Adapterkabel.

Ein USB-C auf USB-A Kabel zum Aufladen des Players und ein USB-C auf S/PDIF-Kabel werden mitgeliefert
Ein USB-C auf USB-A Kabel zum Aufladen des Players und ein USB-C auf S/PDIF-Kabel werden mitgeliefert


Schlüsseln wir das Ganze einmal auf: Der neue Prozessor und größere Arbeitsspeicher machen sich durchaus positiv bemerkbar. Mein R6 benötigt hier und da schon mal eine kleine Gedenksekunde, das neue Modell navigiert deutlich flüssiger. Das größere und besser auflösende Display macht die Bedienung angenehmer und verleiht dem Player eine noch größere Wertigkeit. Mit einem Kartenslot für Micro-SD-Karten, die inzwischen mit einer Kapazität von bis zu einem Terabayte erhältlich sind, mag die Vergrößerung des internen Speichers fast obsolet erscheinen, für mich ist jedoch auch dies ein Mehrwert. Nicht weil ich mehrere hundert Apps installieren möchten, sondern weil ich Streaming- Dienste wie TIDAL inzwischen deutlich mehr nutze. Somit lege ich eine ganze Menge Offline-Alben von TIDAL auf dem internen Speicher ab. Die zusätzliche Speicherkarte bleibt meiner „normalen“ Musiksammlung vorbehalten. So bleibt alles schön sortiert und es gibt kein Chaos. Ich kann die SD-Karte zum Bespielen auch mal eben schnell entfernen und meine TIDAL-Datenbank bleibt trotzdem intakt. Obwohl ein Entfernen der Speicherkarte eigentlich nicht mehr nötig ist. Die USB 3.1-Schnittstelle stellt keinen Flaschenhals beim Beschreiben der Speicherkarte mehr dar und dies kann getrost im Gerät erfolgen. Android 9 ist zwar vergleichsweise alt, aber der Konkurrenz trotzdem voraus. Gerade da HiBy es versteht, Android selbst größtenteils unangetastet laufen zu lassen und hauptsächlich audioseitig einzugreifen. Der wenig veränderten Android-Version kann nicht nur einfacher ein Update verpasst werden, sondern das Zusammenspiel mit verschiedensten Apps aus dem Playstore funktioniert uneingeschränkt und problemlos – auch und vor allem auf Audio-Ebene. Dass beispielsweise TIDAL MQA 16-fach, also mit bis zu 768 Kilohertz, auf einem mobilen Android-Gerät entpacken kann, ist schon beeindruckend. HiBy umgeht wie üblich die Samplingraten-Limitierung von Android und kann so alle Samplingraten nativ abspielen. Während des Testzeitraums kam übrigens direkt ein Update raus. Der Lautstärkeregler lief etwas stockelig und nicht jeder Rasterklick wurde als solcher erkannt. Dieses Problem hat das Update behoben. Außerdem ist es jetzt möglich, in Androids Dropdown-Menü das Display dauerhaft um 180 Grad zu drehen. Man kann sich also aussuchen, ob man den Lautstärkeregler oben und die Anschlüsse unten oder vice versa betreiben möchte. Im Vergleich zu meinem alten R6 fällt auch das WLAN-Modul im Player deutlich leistungsstärker aus. Es verbindet sich bei Aktivierung immer innerhalb weniger Sekunden mit meinem Heimnetzwerk bei konstant besserem Empfang. Bei meinem alten R6 hat dies auch mal bis zu 30 Sekunden gedauert. Die Bluetooth-Schnittstelle habe ich zur Audiowiedergabe zwar nicht genutzt, aber auch sie unterstützt mit UAT, LDAC, aptX, aptX HD, AAC und SBC viele verschiedene Standards.

Hier wird gerade eine MQA-Datei 16-fach entfaltet, wie die Samplingrate am oberen rechten Bildschirmrand beweist
Hier wird gerade eine MQA-Datei 16-fach entfaltet, wie die Samplingrate am oberen rechten Bildschirmrand beweist

Trotz all dieser Verbesserungen gibt es für mich zwei kleine Kritikpunkte. Leider wird keine Hülle mehr mitgeliefert. Eine hübsche Kunstlederhülle war auch bei den älteren Modellen nur als Zubehör erhältlich, aber diese wurden wenigstens mit einer Plastikhülle ausgeliefert. Zwar ist das Aluminiumgehäuse extrem robust, aber nur mit einer Hülle lassen sich Kratzer effektiv vermeiden. Außerdem ist der Lautstärkeregler nicht mein Fall. Optisch und haptisch macht er einiges her. In der alltäglichen Bedienung sind die schlichten Tasten meines alten R6 nach meinem Empfinden jedoch funktionaler. Der neue Regler ist nämlich kein analoges Potentiometer, sondern ein Encoder. Er sendet bei Betätigung mit jedem Rasterklick einfach nur einen Befehl an die softwareseitige, einhundertstufige Lautstärkeregelung. Halte ich den Player in der Hand, tippe ich den Encoder meist eh nur einmal kurz an, um die Lautstärkeanzeige auf dem Display zu öffnen. Diese ist kein kleiner Dialog am Bildschirmrand mit friemeligem Regler wie sonst von Android bekannt, sondern das gesamte Display dient zur Einstellung der Lautstärke durch vertikales Wischen. In der Praxis geht die Einstellung der Lautstärke so zuverlässig und vor allem viel schneller von der Hand als das Durchklicken eines gerasterten Dreh-Encoders. Auch in der Tasche macht es für mich keinen Unterschied, ob ich blind einen Dreh-Encoder oder die zwei Knöpfe meines alten R6 suchen muss. Knöpfe sind sogar noch praktischer, da sie bei einem dünnen Stoff der Tasche sogar durch den Stoff hindurch bedient werden können. Ich persönlich würde mir für den R6 2020 wünschen, dass der Lautstärkeregler durch Knöpfe ersetzt würde und eine hochwertige Hülle beiläge.

Das große Display mit einer guten Farbwiedergabe bedient sich sehr fließend. Trotz seiner Größe wirkt der Player nicht unangenehm klobig
Das große Display mit einer guten Farbwiedergabe bedient sich sehr fließend. Trotz seiner Größe wirkt der Player nicht unangenehm klobig


Bisher habe ich noch kein einziges Wort über die Klangqualität des R6 verloren. Aber bei einem Gerät, das durch den Alltag begleiten soll, spielt die Funktionalität für mich eine gleichermaßen entscheidende Rolle. Zu Hause im Wohn- oder besser gesagt HiFi-Zimmer stört es mich nicht, wenn ein Gerät besondere Aufmerksamkeit, ein Umstecken oder eine spezielle Einschaltroutine benötigt. Bei einem DAP muss es für mich aber schnell, funktional und unkompliziert gehen. Ein Feature, dass in diesem Zusammenhang nicht vernachlässigt werden darf, ist der HiBy-Link. Installiert man auf seinem Smartphone auch die HiBy-Musikapp, die Standard-Musikapp des R6, kann man beide Geräte miteinander über Bluetooth oder, wenn vorhanden, ein WLAN-Netzwerk verknüpfen. Dazu konfiguriere ich in der App des jeweiligen Geräts den Player als Server und das Smartphone als Client. Dies ist keine komplizierte Einstellung, sondern ich muss lediglich einen Softwareschalter in der App durch Antippen umlegen. Wenn sich beide Geräte im selben Netzwerk befinden, wird der HiBy-Player vom Smartphone direkt in der HiBy-Musikapp gefunden und kann verbunden werden. Um eine Verbindung über Bluetooth herzustellen, müssen die beiden Geräte zunächst wie gewohnt über Android miteinander verbunden werden. Erst dann kann im Menü der HiByApp auf dem Smartphone der Player als Bluetooth-Verbindung gewählt werden. Hat man beide Geräte miteinander gekoppelt, dient das Smartphone als Fernbedienung für den R6. Man kann die Musikdatenbank durchstöbern, Titel zum Abspielen wählen und natürlich die Lautstärke regeln. Gerade unterwegs ist dies unheimlich praktisch. Aber auch zu Hause, wenn der Player mit einem kurzen Kabel an der Stereoanlage spielt, kann er vom Sofa aus bedient werden. Auf dem R6 2020 läuft diese Remote-Funktion noch besser. Die Meta-Daten der auf dem Player eingelesenen Musikdatenbank werden zur Navigation über Interpret, Album, Genre et cetera direkt auf das Smartphone übertragen. Mit meinem alten R6 war auf dem Smartphone bisher nur eine Navigation über die Ordnerstruktur der Musikdatenbank möglich.

Für den handelsüblichen, in der HiBy-Musikapp verfügbaren Equalizer muss man schon wissen, wie sich welcher Frequenzbereich auf den Klang auswirkt
Für den handelsüblichen, in der HiBy-Musikapp verfügbaren Equalizer muss man schon wissen, wie sich welcher Frequenzbereich auf den Klang auswirkt

Da der ebenfalls von AudioNEXT vertriebene, magnetostatische Kopfhörer SendyAudio Aiva eine lange Zeit für verschiedene Aufgaben bei mir zu Gast war, aber ihm nie ein eigener Artikel spendiert wurde, hat er hier einen kleinen Auftritt. Player und Kopfhörer spielen ohnehin immer in einer Symbiose und sind schwer voneinander trennbar. So finden sich im folgenden Text sowohl Anmerkungen zum Klang des Aiva selbst als auch zu den Eigenheiten des HiByPlayers. Beide passen sehr gut zusammen, denn sie bestechen jeweils durch ihr stimmiges Gesamtpaket. Beim Aiva besteht dieses aus einer spannenden Klangsignatur, extrem hübschem und detailverliebtem Design, ansprechender Verarbeitung und einem sehr fairen Preis. Man merkt an allen Ecken und Kanten, dass der kleine Magnetostat ein Herzensprodukt des Herstellers ist.

Hier musizieren HiBy R6 2020 und SendyAudio Aiva gemeinsam
Hier musizieren HiBy R6 2020 und SendyAudio Aiva gemeinsam

Der aufmerksame Leser dürfte außerdem bemerkt haben, dass mir wiederum das Schlagzeug ein Herzensinstrument ist. Nicht verwunderlich, dass der Hörtest mal wieder mit dem Album eines Schlagzeugers beginnt. Larnell Lewis‘ Relive The Moment enthält sieben Stücke seines Debutalbums In The Moment mit neu eingespielten Drum-Tracks und einer etwas anderen, kompakteren Abmischung. Das ganze Spektakel der Live-Einspielungen im Studio kann auf der Youtube-Seite von Larnell Lewis begutachtet werden. Ob es One-Takes sind, ist natürlich schwer zu sagen, aber bei der geballten Ladung an Spieltalent ist dies durchaus anzunehmen. Der erste Track des Albums „Change Your Mind“ steht dem Aiva sehr gut. Die wuchtige Bass Drum und der extrem tiefe E- plus Synth-Bass bilden das Fundament für die folgende Groove-Explosion. Der Kopfhörer stellt eindrücklich unter Beweis, dass er den Tiefbassbereich abzudecken weiß, ganz unaufgeregt und fast unspektakulär. Einer der Punkte, die ihn mir sympathisch machen, ist, dass er es trotz einer eher mächtigen Abstimmung an beiden Enden des Frequenzspektrums nicht nötig hat, allzu dick aufzutragen. Der HiBy liefert im Bassbereich ein gutes Gleichgewicht zwischen ausreichend Leistung und somit Punch und Präsenz und Kontrolle auf der anderen Seite. Der Synth hat im Mittenbereich trotzdem genug Platz, um seinen mal keifenden, mal fein singenden Charakter auszuleben. Und auch der fuzzige Sound des Gitarrensolos kann sich gut entfalten. Das nächste Stück „No Access?“ ist deutlich jazziger und damit einhergehend ändert sich auch der Spielstil des Schlagzeugers. Auch bei diesem Song geht der Aiva mit. Für einen Kopfhörer der noch gemäßigten Preisklasse sticht das Klavier positiv hervor. Spieldynamik, Klangcharakter und Stereoverteilung sind sehr gut zu erfassen. Der Hochton ist eher präsent denn zurückhaltend, doch es mangelt etwas an Feinzeichnung. Wenigstens schönt der Aiva nicht durch frühzeitigen Pegelabfall. Man kann also sicher sein, kein Detail zu verpassen. Vielen Tracks tut diese leichte Betonung im Hochton gut und verleiht ihnen eine gewisse Spritzigkeit und Lebendigkeit. Es macht sogar Spaß, mal zu merken, dass ein Crash-Becken eben auch wirklich crasht und nicht nur vor sich hin säuselt.


Der spezielle MSEB-Equalizer ist auf Wunsch systemweit aktiv und selbsterklärend
Der spezielle MSEB-Equalizer ist auf Wunsch systemweit aktiv und selbsterklärend

Der R6 betreibt den Aiva in allen Situationen sehr souverän. Ich höre symmetrisch im Low-Gain Modus meist bei einer Lautstärke zwischen 45 und 60 Prozent. Die Charakteristik des HiBy selbst ist dabei sehr kultiviert und ausgewogen. Im Bassbereich minimal zurückhaltend und nicht ganz so füllig und druckvoll spielend wie beispielsweise der vor kurzem von mir getestete iFi Diablo. Die Stärke des HiBy liegt im Mitteltonbereich. Hier agiert er höchst differenziert und gefühlvoll. Statt einem eher vollmundigen Klangbild wird ein zurückhaltender Charakter deutlich. Das macht den Gesamtklang sehr agil und beweglich. Das Bass-Solo im dritten Song „The City Lights“ des Albums wirkt so herrlich luftig und unbeschwert, da die Raumkomponenten besonders detailreich aufgelöst werden. Beim Umstieg auf meinen Sennheiser HD800s merke ich, dass der HiBy mit dem vorher gehörten Magnetostaten im Bassbereich doch etwas zu kämpfen hatte, wahrscheinlich kommt er hier an die Grenzen seiner Stromlieferfähigkeit. Ein höheres Gainsetting schafft etwas Abhilfe. Der HD800s spielt interessanterweise trotz deutlich höherer Impedanz auch im Low-Gain Modus näher an seinem vollen Potential, als der Sendy Aiva es getan hat. Noch mehr Schub im Bassbereich ist dann mobil wirklich nur noch mit einem Leistungsmonster à la iFi Diablo möglich.

Der SD-Slot verfügt über keine Abdeckung mehr. SD-Karten können deutlich schneller gewechselt werden, aber die Schnittstelle ist auch staubanfälliger
Der SD-Slot verfügt über keine Abdeckung mehr. SD-Karten können deutlich schneller gewechselt werden, aber die Schnittstelle ist auch staubanfälliger

Den unsymmetrischen Ausgang teste ich mit meinen Etymotic ER4SR. In dieser Disziplin kann ich den neuen R6 direkt mit meinem alten R6 vergleichen. Das Klangbild ist viel gelöster und deutlich dynamischer, die Bühne größer und tiefer, der alte R6 wird vernichtend geschlagen. Besonders der Hochtonbereich wirkt weniger indifferent und deutlich feiner aufgelöst. Basswellen, bedämpfte obere Mitten oder durch-die-Luft-schneidenden Hochton sucht man beim ER4SR vergebens. Und trotz seiner ebenfalls zurückhaltenden Natur treibt der HiBy R6 den mit nur einem Balanced-Armature-Treiber ausgestatteten Etymotic zu einem der homogensten Klangbilder, die ich jemals aus einem In-Ear gehört habe. Die Geschwindigkeit von Trommeln oder Saitenklängen, die unerreicht schöne Fragilität von Stimmen, kurzum die Kernqualitäten des ER4SR, werden vom R6 beflügelt. Ähnlich verhält es sich mit meinen Vision Ears VE6 X2. Am alten R6 kämpften sie mit der Ausgangsimpedanz des Players und klangen stark ausgebremst. Dieses Problem hat bereits der R6 Pro aus der Welt geschafft und der neue R6 tut es ihm gleich. Hier passt auch mit meinen Vision Ears alles und sie spielen so gut wie an bisher keinem Player derselben Preisklasse. Der Grundsound des HiBy harmoniert ebenfalls sehr gut mit den VE6. Sie reagieren äußerst positiv auf den aufgeräumten Mittenbereich und quittieren ihn mit einer traumhaften Detailauflösung und vor allem einer sehr angenehmen Wiedergabe von Stimmen. Im Bassbereich sind sie, wie so ziemlich jeder andere In-Ear, deutlich druckvoller als die ER4SR abgestimmt. Und obwohl dies, wie bereits festgestellt, nicht die Lieblingsdisziplin des HiBy ist, kommt zu keiner Zeit ein Verlangen nach Mehr auf. Den Multi-Balanced-Armature In-Ear hat der HiBy, trotz unerhört tiefer Impedanz von 20 Ohm, fest im Griff. Die Mini-Treiber brauchen eben nicht ganz so viel Power wie Magnetostaten.

Je nachdem ob ein Kopfhörer oder Verstärker betrieben werden soll, für beide Einsatzzwecke bietet der HiBy angepasste Ausgänge in symmetrischer und unsymmetrischer Ausführung
Je nachdem ob ein Kopfhörer oder Verstärker betrieben werden soll, für beide Einsatzzwecke bietet der HiBy angepasste Ausgänge in symmetrischer und unsymmetrischer Ausführung


An meiner Stereokette schlussendlich spielt der HiBy durchaus nicht ganz außer Konkurrenz, wenn er gegen Server, Reclocker und Wandler antreten muss. Er erreicht natürlich nicht deren Abbildungstiefe und Spielfreude, das Maß an Transparenz und Durchzeichnung kann sich allerdings mehr als hören lassen. Die Vorteile einer Akkuversorgung sind allgegenwärtig, denn in Sachen Impulswiedergabe und Schnelligkeit ist der HiBy meiner Kette dicht auf den Fersen. Es können sowohl der unsymmetrische als auch der symmetrische Ausgang über den Lautstärkeregler des HiBy geregelt werden. Auch die MQA-Wiedergabe aus TIDAL funktioniert reibungslos. S/PDIF wird inzwischen nicht mehr über eine Klinkenbuchse ausgegeben, sondern über den USB-Ausgang. Trotzdem bleibt der Anschluss eines DACs über S/PDIF dem Anschluss per USB klanglich überlegen.

STATEMENT

Der R6 ist einer der besten DAPs, die der Markt aktuell hergibt. Er schwelgt nicht in Superlativen, sondern punktet mit soliden Leistungen in sehr breitgefächerten Disziplinen. Jeder einzelne Teilaspekt überzeugt, sei es die Software, der Klang oder die Verarbeitung, kein Detail wurde vernachlässigt. Ein so vielseitiger und funktionaler Player wie der R6 2020 dürfte vor allem in dieser Preisklasse einmalig sein: Ein unschlagbares Rundum-Sorglos-Paket.
Gehört mit
Computer ThinkPad 470s, Intel i5-6300U @ 2,4GHz, 12GB DDR4-RAM @ 2400MHz, Windows 10 (Roon, foobar2000)
Router & Zubehör Fritzbox 7530, Netgear ProSAFE GS108 (mit Keces P3)
Server Melco N1 AH 60/2
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit ifi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP HiBy R6 (HiBy Music App, BubbleUPnP, TIDAL)
Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 9 (BubbleUPnP, TIDAL, HiBy Musikapp)
Kopfhörerverstärker iFi iDSD Diablo, iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer SendyAudio Aiva, Sennheiser HD 800 s
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match
Kabel Sommer, Intona, Furutech, Audioquest, Belden, Glockenklang/Eupen
Herstellerangaben
HiBy R6 2020
Betriebssystem Android 9.0
Ein-Chip System Snapdragon 660
Prozessorarchitektur Kryo 260 Achtkerner
Prozessorgeschwindigkeit 2.2 GHz
Grafikprozessor Adreno 512
DAC ES9038Q2M x2
WiFi 2.4 GHz, 5 GHz
Bluetooth Bluetooth 5.0
USB USB 3.1
Displaydiagonale 4,97 Zoll
Displayfarben 16,8 Millionen Farben, True Colour
Displaytyp IPS
Displayauflösung 1920x1080 Pixel
Pixeldichte 443 PPI
Touchscreen Multitouch
Arbeitsspeicher 4GB
Interner Speicher 64GB
Externer Speicher bis zu 2 Terabyte mittels eines Micro-SD-Karten Slots
Farboptionen silber, schwarz
Gehäusematerial Aluminiumlegierung
Abmessungen 130x73x15 mm
Gewicht 235g
Stromversorung 5V⎓0.5A / 9V⎓2A
Akkukapazität 4500mAh
Spieldauer 10 Stunden (unsymmetrisch) oder 8,5 Stunden (symmetrisch)
Ladedauer etwa 3 Stunden
Firmware Upgrades OTA (Over-The-Air) Online Updates
Schriftgröße einstellbar
Drittherstellerapps uneingeschränkte Installation
Preis 900 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/21-03-29_hiby
  • Social Introtext Der R6 wird erwachsen. Schon die Vorgänger boten ungewöhnlich viele Features. „Der Neue“ allerdings macht das Gesamtpaket perfekt. AudioNEXT und Audiodomain führen ihn als R6 2020. Der Titel R6 2021 würde ihm besser stehen. Erstens war 2020 ein wenig optimales Jahr und zweitens wird der neue R6 auch 2021 noch einer der Top-Player bleiben.
Freitag, 26 März 2021 08:08

Audioquest Fog Lifters

geschrieben von

With the Fog Lifters, cable specialist Audioquest offers an accessory that almost every music lover can use in their system. The Fog Lifters don't ruin anyone financially. How much sound improvement can you expect from them?

A few years ago, a good friend of mine carefully suspended all the power and signal cable connections of his elaborate system with six mono power amplifiers, all of which were placed on their granite bases on the floor and not in a rack, from the ceiling of the room with acrylic threads so that they would not rest on the carpet. When I visited him afterwards, I was amazed at the undoubtedly enormous gain in sound since my last visit. "What did you change?" was my first question then. "Nothing, I just removed the cables from the floor," he said with a slightly mischievous smile. Musically, this measure was undoubtedly a definite improvement, especially in terms of spatial depth and differentiation. I won't say anything about the visuals at this point, but perhaps you can picture it in your mind's eye. But lifting the cables from the ground also be done in a more beautiful way because the topic is by no means a new one. Some respectable manufacturers offer supports for power and audio cables, often made of acrylic or precious woods, which are supposed to improve the sound thanks to the material alone. So claims the marketing. I do not question the quality of such mostly high-priced solutions here and now.

Audioquest Fog Lifters are designed to decouple any type of conductor from the floor, be it signal or power
Audioquest Fog Lifters are designed to decouple any type of conductor from the floor, be it signal or power

This is where the Audioquest Fog Lifters come in. They are not made of precious wood, but of plastic. They are also not that expensive at 149 euros for eight pieces, if they keep what Audioquest promises. They have a technical advantage over all the upscale alternatives I know: Only a strong acrylic thread contacts the cable. Therefore, the contact surface is minimal, and the theory is implemented in the best possible way. The thread is 12.5 centimeters long and accommodates more than one cable if required.

My previous thoughts about power cables lying on the floor assume that all cables used in our set ups, no matter how elaborately designed and manufactured, are not entirely sealed units. Power cables radiate more or less of their alternating fields to their nearby environment, even when no current is flowing through them. This leads to irregularities, especially when these electric field lines do not form uniformly around the cable. They are reflected, creating an unstable environment, and the cable itself is, therefore, in an irregular aura. Proximity to the signal-carrying cables disturbs them, either when crossing them or running in parallel. It is an unwritten law not to bundle cables for the sake of appearance. On vibrating surfaces such as wooden floors, cables can also experience unwanted excitation due to structure-borne sound or resonance.


When developing the Fog Lifters, Audioquest paid particular attention to interference from high-frequency noise. Since high-frequency interference due to, for example, mobile phones, radio, or Wi-Fi, is deflected by solid materials such as carpets, wood, or stone, it affects bodies with lower energy status (i. e., less mass) such as the cables lying directly on them, more. Even the best jacket and hull do not offer perfect protection. This high-frequency noise causes a capacitive load in the cables, and this also has audible consequences, especially with sensitive audio signal lines.

The cable rests on an acrylic thread, which generates virtually no reflections
The cable rests on an acrylic thread, which generates virtually no reflections

First, I test the effect of the Fog Lifter on my Mudra power cables. Three supports go under the three-meter-long supply cable from the wall socket to the MAX power strip. The other five lift the 1.5-meter-long power cables of the D/A-converter/preamp, CD drive, and the AirTight mono power amps. First, I use the lifters to listen to the Egmont Overture by Ludwig van Beethoven, a Chesky CD with the Royal Philharmonic Orchestra, conducted by Rene Leibowitz. The recording is powerful with imposing low strings on the one hand and delicate textures in the quieter passages on the other hand. After removing the Fog Lifters, I could hear the difference: Not that this accomplished recording wasn't still worth listening to, but some things fell by the wayside: primarily that was the power and presence with which the loud passages had appealed before, especially in the double basses. Without the Audioquest Fog Lifters, the Basses simply came across less powerful. The soundstage was also less open and seemed a bit stocky. So, I quickly put the power cables back on the lifters and got the confirmation: Now the music sounded more powerful and grand again.

If you like, you can take the name Fog Lifters quite literally because they dissolve a kind of fog. This should be audible during the test on my speaker cables even more clearly than I had expected because compared to the power line, relatively weak currents flow here. I placed the three-meter Real cables on four of the Audioquest Lifters each. This time I chose the live album by Nnenna Freelon, namely the interestingly orchestrated piece "Body & Soul." In this track, the powerful electric bass and the Hammond B3 organ are grooving together and build up a formidable foundation for the vocals and the filigree percussion. It sounds quite okay without the Fog Lifters, but I wouldn't have imagined the small Audioquest stands having such a significant impact. Above all, the superior transparency in a more generous space was audible, especially around the subtle instruments and vocals, giving the overall soundstage a more three-dimensional appearance. The delicate transients of the percussion, now more precisely resolved in detail, were also more apparent and more three-dimensional, as well as more stable in the deep of the stage. The music sounded more gripping and immediate, which increased listening pleasure.

Here our photographer has placed the two individual parts of the lift decoratively over an assembled one
Here our photographer has placed the two individual parts of the lift decoratively over an assembled one


Another test with the cables between the CD drive, the converter/preamplifier, and the power amplifiers was technically not possible. The interconnect cables have hardly any contact with surfaces in my setup and do not touch the wooden floor. After the experiences with mains power and loudspeaker cables, a third attempt anyway seems to be rather unnecessary – what we heard leaves no doubt. From my perspective, it's pleasing that Audioquest doesn't go for expensive materials and glamour here but offers a practical solution that largely rids the signal of the "electric fog." You can certainly imagine what the Fog Lifters effected when both the power cables and the speaker cables were lifted off the floor simultaneously.

Even though measurements are usually not a topic at Hifistatement, I would like to describe one I came across during my research that you may be able to try out yourself. All you need is a millivoltmeter with a sensitive AC voltage measuring range. Do not connect the speaker cable to the amplifier and only the positive wire to the speaker terminal. Connect the cable's negative terminal to the positive terminal of the meter and the negative terminal of the meter to the ground of the wall socket. Now, if you raise the cable from the floor to the height of the Fog Lifter (around 15 centimeters), you can read a significant change in AC voltage. Here it was 1 volt to 0.1 volts, a change of ninety percent.

STATEMENT

You should try the Audioquest Fog Lifters in your system. I consider the asking price very fair for the sonic gain and the fun factor that comes with it. The Fog Lifters prove once again what intelligently designed accessories can do.
Listened with
CD-Drive Wadia WT 3200
DAC/Preamp Antelope Zodiac plus
Power amp AirTight ATM-3
Loudspeaker Analysis-Audio Epsylon
Accessories Toslink, Audio-gd NF Cinch, MudraAkustik Max power bar and power cable, Real-Cable HD-TDC LS, AHP pure copper fuse, mbakustik and Browne Akustik sound absorbers, Audio Exklusiv d.C.d. base
Herstellerangaben
Audioquest Fog Lifters
Application For audio and power cables
Dimensions 14 cm wide x 14 cm deep x 15 cm high
Price 150 Euro for 8 pieces
Distribution
AudioQuest BV
Address Hoge Bergen 10
4704RH Roosendaal
The Netherlands
Phone +31 165 54 1404
Email rdrees@audioquest.nl
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  • Social Introtext With the Fog Lifters, cable specialist Audioquest offers an accessory that almost every music lover can use in their system. The Fog Lifters don't ruin anyone financially. How much sound improvement can you expect from them?

Das vom MERASON Wandler DAC-1 abgeleitete „Brudermodell“ frérot ist ein Erfolgsmodell. Wer über dessen Anschaffung nachdenkt, sollte sich beeilen: Der deutsche Vertrieb CM-Audio muss die Preise anpassen, macht zuvor aber noch ein attraktives Angebot. Auch für alle, die schon einen frérot besitzen oder kaufen wollen, gibt es spannende Neuigkeiten.

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Der vor kurzen vorgestellte D/A-Wandler frérot des Schweizer Herstellers Merason hat sich schnell einen Namen und viele Freunde gemacht. So viele Freunde, dass der Hersteller vom Erfolg gar ein wenig überrascht wurde. Um dem Kleinen beim Erwachsenwerden unter die Arme zu greifen, wird es ab Anfang April das Netzteil pow1 als Ergänzung zum frérot geben. Das Klangbild des frérot profitiert durch zusätzliche Ruhe, Homogenität und Räumlichkeit. Hat man einmal mit gehört, will man nicht zurück.

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Der Verkaufspreis des pow1 wird bei 690 Euro liegen und Bestellungen werden bereits entgegengenommen. Ein kleiner Wermutstropfen ist auch zu erwähnen: Die weltweiten Lieferketten sind aufgrund Covid zum einen langsamer und weniger zuverlässig, zudem aber auch noch kostenintensiver, geworden. Als Reaktion auf die Kostensituation hat sich Merason nun gezwungen gesehen, den Preis für den frérot um rund zehn Prozent nach oben zu korrigieren. Der neue Verkaufspreis wird somit zum 01.05.2021 auf 1.100,- EUR festgesetzt. Die gestiegenen Lieferzeiten werden dazu führen, dass der frérot für kurze Zeit nur noch eingeschränkt lieferbar sein wird, volle Lieferfähigkeit wird dann wieder Anfang Mai erwartet. Um all denen, die sich schon seit längerem für den kleinen Schweizer interessieren, aber bislang noch keinen erworben haben, entgegenzukommen, werden Bestellungen zum alten Preis von 999,- EUR noch bis zum 30.04. entgegengenommen und ab Anfang Mai ausgeliefert.

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Dafraud baut seit 2013 den Wandler MERASON DAC 1. Der MERASON frérot ist in Zusammenarbeit mit Niedal Audio Lab entstanden. Niedal Audio Lab wurde 2017 gegründet und entwickelt und produziert hochwertige Wandlermodule für den Einsatz in Aktivlautsprechern, Kopfhörerverstärkern, Vorverstärkern und Vollverstärkern. Beide Gesellschaften wurden von Daniel Frauchiger gegründet.

Vertrieb
CM-Audio - Flöter Technology Service
Ansprechpartner Torsten Fink
Anschrift Adlerstr. 48
41066 Mönchengladbach
Telefon +49 2161 6782451
E-Mail info@cm-audio.net
Web www.cm-audio.net

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Mittwoch, 24 März 2021 11:05

Luxman präsentiert den Tonabnehmer LMC-5

Pünktlich zum 95-jährigen Firmenjubiläum und 40 Jahre nach der Vorstellung seiner legendären Modelle LMC-1 und LMC-2 präsentiert Luxman den Tonabnehmer LMC-5. Eine Entwicklung mit unzähligen Hörtests, die jahrzehntelange Erfahrung der Ingenieure sowie modernste Fertigungsmethoden machen den LMC-5 zu einem Tonabnehmer der Referenzklasse.

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Das LMC-5 ist ein Moving-Coil-System, bei dessen Entwicklung nichts dem Zufall überlassen wurde. Wie bei allen Produkten beließ es Luxman nicht bei theoretischer Entwicklungsarbeit, sondern baute eine Vielzahl von Prototypen, um jedes einzelne Detail akribisch auf beste Klangwiedergabe abzustimmen. Das Moving-Coil-Prinzip – bekannt durch überlegene Detailauflösung und Dynamik – wurde in vielerlei Hinsicht weiter optimiert. Symmetrisch gewickelte Spulen sorgen für maßgeblich verbesserte Kanaltrennung, und der lediglich 30 Mikrometer dicke Spulendraht ist ein Garant für überlegene Schnelligkeit, höchstmögliche Signaltreue und maximale Resonanzfreiheit.

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Das Gehäuse des LMC-5 ist in elegantem dunkelrot lackiert, die klassische Markenfarbe von Luxman wird vom Firmenlogo geziert. Allerdings hat der speziell entwickelte massive Aluminiumblock weit mehr als nur optische Reize zu bieten. Er sorgt dafür, dass der Tonabnehmer trotz seines geringen Gewichts von nur 8,5 Gramm unbeirrt seine Bahnen über die Schallplatte zieht, so dass die Abtasteinheit stets optimale Arbeitsbedingungen hat. Zudem ist das Material nicht magnetisch und beeinflusst die elektromechanische Energieübertragung in keiner Weise. Das Ziel bei der Entwicklung des LMC-5 war, ein Tonabnehmersystem der Referenzklasse zu erschaffen, bei dem es wirklich auf jedes kleinste Detail ankommt. Daher haben die Entwickler von Luxman auch die Gehäuseform des LMC-5 auf maximale Resonanzfreiheit optimiert.

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Der japanische High-End-Hersteller Luxman feiert in diesem Jahr sein 95-jähriges Firmenjubiläum, und diese lange Zeit war unter anderem von einer tiefen Hingabe zum Medium Vinyl geprägt. Die legendären Tonabnehmer LMC-1 und LMC-2 sind wie auch das 1980 erschienene Laufwerk PD-300 mit seiner innovativen Vakuum-Plattenansaugung Meilensteine der Firmengeschichte. Während die 1990er Jahre ganz im Zeichen digitaler Wiedergabemedien standen, erfreut sich der audiophile Klang von Vinyl bereits seit einiger Zeit wieder wachsender Beliebtheit. So ging der Absatz digitaler Tonträger in der letzten Dekade Jahr für Jahr um zirka 10 Prozent zurück, während sich der Verkauf von Schallplatten seit 2010 nahezu verzehnfacht hat. Luxman hat diesen Trend erkannt und brachte mit dem PD-151 wieder ein Laufwerk heraus, das sich zusammen mit den Phonovorstufen E-250 (Transistor) und EQ-500 (Röhre) an die Spitze aktueller Vinyltechnologie setzt. Das neue Tonabnehmersystem LMC-5 komplettiert diese Serie und ermöglicht dem modernen Vinyl-Enthusiasten ein Klangerlebnis der Superlative – mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten aus dem Hause Luxman.

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Das Tonabnehmersystem LMC-5 von Luxman wird in Deutschland von der IAD GmbH aus Korschenbroich vertrieben und ist ab Juni im ausgesuchten Fachhandel verfügbar. Der Preis beträgt 2.300 Euro.

Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
Anschrift Johann-Georg-Halske-Str.11
41352 Korschenbroich
Telefon 02161/61783-0
Web www.iad-audio.de
E-Mail service@iad-gmbh.de

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Dienstag, 23 März 2021 00:01

Børresen 01 Silver Supreme

geschrieben von

Beim Besuch von Aavik / Ansuz / Børresen im August letzten Jahres hatte ich kurz die Gelegenheit, eine 01 im Vergleich mit einer 01 Silver Supreme zu hören. Gern wollte ich diesen Vergleich zu Hause intensivieren – oder gleich eine 05 Silver Supreme testen. Auf letztere muss ich weiter warten, aber nun steht ein Paar Silver Supreme 01 im Hörraum.

Ich will keineswegs unverschämt erscheinen, aber selbst der Umstieg auf einen der – soviel sei schon jetzt verraten – besten und wohl auch kostspieligsten Zweiwege-Lautsprecher des Weltmarkts kann zum falschen Zeitpunkt einem hartem Entzug gleichkommen: Denn gerade erst habe die klanglich segensreichen Auswirkungen des Frequenzbereichs von 15 bis 30 Hertz (wieder) entdeckt und nun muss ich – bei der Børresen bauartbedingt – ohne wirklichen Tiefbass auskommen. Oder sollten die dänischen Edel-Schallwandler doch gerade passend nach Gröbenzell gekommen sein? Denn nach der Beschäftigung mit den beiden Velodyne-Subwoofern verbringen diese noch ein paar Tage bei mir, bevor sie in den Hörraum des Kollegen Roland Dietl umziehen. Und es ist bestimmt reizvoll, die Børresen einmal mit den Velodynes zu hören. Doch dazu später mehr.

Zwischen der Box und der oberen Platte des Fußes befinden sich Ansuz Darkz als Entkopplungselemente
Zwischen der Box und der oberen Platte des Fußes befinden sich Ansuz Darkz als Entkopplungselemente

Da Michael Børresen bei seinen Entwicklungen, sei es bei Ansuz-Kabeln, Aavik-Elektronik oder den nach ihm benannten Lautsprechern, keine Kompromisse eingeht, greift er nicht auf Chassis bekannter und angesehener Hersteller zurück, sondern konstruiert eigene. Der Børresen-Planar-Bändchen-Hochtöner, den man in allem Modellen der 0-Serie findet, ist eine komplette technische Neuentwicklung. Dabei wurden aufwendige Finite-Elemente-Methoden angewandt, um das magnetische Flussfeld zu linearisieren, die Bewegung des Treibers zu erleichtern und eine hohe Effizienz und eine hervorragende Linearität zu gewährleisten. Der Wirkungsgrad des Bändchen-Hochtöners soll außergewöhnliche 94 Dezibel betragen. Er kann ab circa 2,5 Kilohertz eingesetzt werden. Die bewegte Masse ist mit 0,01 Gramm extrem gering. Daher hat er die Fähigkeit, mit hoher Geschwindigkeit zu arbeiten und die feinsten Klangdetails zu erschließen. Die enorme Robustheit dieses Hochtöners erlaubt es ihm, extrem kräftige Transienten zu verarbeiten, ohne dass es zu das Ohr ermüdenden Partialschwingungen kommt. Der Børresen-Hochtöner kommt ohne Übertrager aus.

Beim Testexemplar bestanden die Darkz aus Wolfram. Diese Variante wird es aber nicht serienmäßig geben
Beim Testexemplar bestanden die Darkz aus Wolfram. Diese Variante wird es aber nicht serienmäßig geben


Noch intensiver hat sich Michael Børresen in das Thema Tief/Mitteltöner vertieft: Seiner Meinung nach bringt der seit Erfindung des Lautsprechers quasi unveränderte Aufbau mit Eisen zur Konzentration des Magnetflusses auf den Spalt, in dem sich die Schwingspule bewegt, eine Menge Probleme mit sich, da sich die Parameter – und vor allem die Induktivität – des System mit der Position der Schwingspule verändern. Diese Änderungen verursachten beträchtliche „Eisen-Verzerrungen“. Denen begegnet er mit seinem patentierten, völlig eisenfreien Magnetantrieb, bei dem vier gegenüberliegende Neodym-52-Ringmagnete zum Einsatz kommen, um die Flusslinien über zwei massive, wie Polschuhe wirkende Kupferscheiben zu konzentrieren. Das Børresen-Magnetsystem besitzt eine hohe Flußdichte von 1,1 Tesla. Die massiven Kupferpolringe wirken, wie Michael Børresen ausführt, auch als effektive Kühlkörper, was dem Lautsprechertreiber eine sehr hohe Belastbarkeit verleihe. Die Kupferpolringe reduzierten die Schwingspuleninduktivität auf außergewöhnlich niedrige 0,04 Millihenry. Das seien weniger als zehn Prozent des bei Standardlautsprechern üblichen Wertes. Eine niedrigere Induktion erlaube es dem Treiber, viel schneller und nahezu ohne Verzögerung zu reagieren: Die Wiedergabe werde feiner und detaillierter. Eine geringere Induktion dämpfe auch den Impedanzanstieg über Systemresonanzen: Die Basswiedergabe werde dadurch straffer, besser fokussiert und authentischer.

Die 01 ohne die schwarze Frontplatte mit der Schallführung für den Hochtömer
Die 01 ohne die schwarze Frontplatte mit der Schallführung für den Hochtömer

Die Børresen-Membran besteht aus einem Verbundwerkstoff: aus zwei Schichten sehr dünnen Carbons auf beiden Seiten eines vier Millimeter dicken Nomex-Wabenkerns. Daher zeichnet sie sich durch ein sehr gutes Steifigkeits/Gewichts-Verhältnis aus. Das niedrige Gewicht von nur 5,5 Gramm ermöglicht einen sehr hohen Beschleunigungsfaktor der Treibers, was sowohl eine hervorragende Auflösung als auch eine höhere Effizienz zur Folge hat. Aber selbst bei diesem patentierten High-Tech-Tief/Mitteltöner entdeckte Michael Børresen noch Verbesserungspotential: Die bei seinen Chassis im Vergleich zu herkömmlichen Treibern schon etwa zehnmal geringere Induktivität wurde jetzt noch weiter reduziert, und zwar auf ein neues, beispielloses Minimum: Nun liegt sie etwa zwölfmal niedriger als die herkömmlicher, eisenbasierter Treiber. Da Silber eine sechs bis acht Prozent bessere Leitfähigkeit als Kupfer besitzt, hat man die Kupferpolringe durch bei Børresen in Aarlborg handgefertigte Silberringe ersetzt. Den dafür nötigen, immensen fertigungstechnischen Aufwand finden Sie im Bericht über den Besuch bei Aavik / Ansuz / Børresen ab Seite 7 unten dokumentiert. Zudem unterzieht Børresen nicht nur den Magnetantrieb, sondern auch alle anderen Metallkomponenten der Chassis einer kryogenen Behandlung. Dadurch soll ihre Induktivität um weitere fünf bis acht Prozent reduziert werden und die Musikwiedergabe der 01 einen neuen und unübertroffenen Standard setzen.

Der Planar-Bändchen-Hochtöner ist eine Eigenentwicklung von Børresen. Die Membran soll ein Gewicht von nur 0.01 Gramm haben. Der Wirkungsgrad von 94 Dezibel wird bei der 01 über Metallstreifenwiderstände angepasst
Der Planar-Bändchen-Hochtöner ist eine Eigenentwicklung von Børresen. Die Membran soll ein Gewicht von nur 0.01 Gramm haben. Der Wirkungsgrad von 94 Dezibel wird bei der 01 über Metallstreifenwiderstände angepasst

Wie bei allen Børresen-Lautsprechern so ist auch bei der 01 die Frequenzweiche in einer seriellen Konfiguration aufgebaut. Dadurch sei, so Michael Børresen, der elektrische Strom über den Frequenzweichenbereich phasenstarr. Für die Weiche habe man mit großem Aufwand die besten Bauteile nach dem neuesten Stand der Technik ausgewählt. Bei den Spulen handele es sich um Folientypen, die mit Papierisolation gewickelt und unter Vakuum mit Harz imprägniert wurden, um sie mechanisch extrem fest und stabil zu machen. Als Kondensatoren würden Arrays aus kleinen, militärisch spezifizierten Folien-Typen verwendet. Sie hätten die beste mechanische Stabilität und die geringste Induktion aller auf dem Markt erhältlichen Kondensatoren – und klängen auch noch wunderbar. Zur Anpassung des Bändchen-Hochtöner kämen Metallstreifenwiderstände zum Einsatz, da sie mit Abstand die niedrigsten Rauschwerte hätten und zudem eine sehr geringe thermische Variation aufwiesen.


Die Kammer hinter dem Bändchen-Hochtöner ist durch diese Schallführung ventiliert
Die Kammer hinter dem Bändchen-Hochtöner ist durch diese Schallführung ventiliert

Bilder einiger Besonderheiten der Børresen-Gehäuse wie die ventilierte Kammer für den Hochtöner mit der eleganten, seitlichen Schallführung und die perforierte Platte zur Bedämpfung des davor zu montierenden Tief/Mitteltöners finden Sie im ersten Teil des Firmenberichts auf Seite sechs. Selbstverständlich bieten die dänischen Lautsprecherspezialisten passende Ständer für ihren Zwei-Wege-Monitor an – so die offizielle Bezeichnung der 01. In der oberen Platte des Ständers und im Boden der Box gibt es drei Vertiefungen, in die die Ansuz-Darkz-Füße passen. In der Silver-Supreme-Edition sind die T2 Supreme, die bisher hochwertigste Ausführung der Entkopplungselemente, enthalten. Im beständigen Streben noch Verbesserungen fertigte Ansuz auch eine kleine Anzahl Darkz aus Wolfram, die noch einmal klare klangliche Vorteile haben sollen. Allerdings gestaltete sich die Bearbeitung des Material derartig schwierig, dass sie nicht ins Portfolio aufgenommen werden. Weitaus vielversprechender verliefen die Experimente mit Zirkonium, wie Morton Thyrrested berichtete. Beim Versand der 01 waren Zirkonium-Darkz noch nicht serienmäßig lieferbar, weshalb ich mich über jeweils drei der raren Wolfram-Darks pro Box freuen darf, die den Preis der 01 Silver Supreme aber noch einmal um einige Tausend Euro nach oben treiben dürften.

Der Tief/Mitteltöner besitzt eine Sandwich-Membran: Zwischen zwei dünnen Schichten aus Carbon liegt ein Nomex-Wabenkern. Die steife Membram wiegt lediglich 5,5 Gramm
Der Tief/Mitteltöner besitzt eine Sandwich-Membran: Zwischen zwei dünnen Schichten aus Carbon liegt ein Nomex-Wabenkern. Die steife Membram wiegt lediglich 5,5 Gramm

Der Transport der 01 und ihrer Ständer vom Fotostudio in meinen Hörraum bereitete aufgrund des moderaten Gewichts von Schallwandler und Fuß nicht die geringsten Probleme. Schwierig, ja gerade zu unmöglich war es, für die Verbindung der 01 mit der Endstufe in meinem Fundus ein mechanisch und qualitativ passendes Lautsprecherkabel zu finden: Da wäre zwar immer noch das absolut beeindruckende Audioquest Dragon, aber das harmoniert nur mit Schallwandlern mit Bi-Wiring-Option und Terminals, die Gabelschuhe akzeptieren. Über solche verfügen die 01 aber nicht, weshalb auch das Göbel Lacorde Statement nicht in Frage kommt. Morten Thyrrested, der übrigens fest davon überzeugt ist, dass Bananenstecker Gabelschuhen klanglich weit überlegen sind, schickte dann umgehend ein Ansuz Speakz D2, das zum optimalen Betrieb jedoch niederfrequente Spannungen aus einer Ansuz PowerBox oder einem PowerSwitch benötigt. Glücklicherweise wartete das PowerSwitch D-TC Supreme noch im Lager auf seine Rücksendung. So kommt es zu einem Comeback im Hörraum, allerdings nur in seiner Funktion als niederfrequente Wechselstromquelle.

Der Tief/Mitteltöner in der Silver Supreme Edition: Zwischen den beiden Neodym-52-Ringmagneten liegt der Reinsilberring, der in Aalborg in Handarbeit gefertigt wird
Der Tief/Mitteltöner in der Silver Supreme Edition: Zwischen den beiden Neodym-52-Ringmagneten liegt der Reinsilberring, der in Aalborg in Handarbeit gefertigt wird


Die 01 hatte vor dem Versand schon ein wenig über 80 Stunden Einspielzeit hinter ich gebracht, am neuen Standort mussten sie sich dennoch zusammen mit dem nagelneuen Lautsprecherkabel erst einmal eine längere Zeit akklimatisieren. Aber ich war natürlich viel zu neugierig, um nicht auch schon bei den ersten Tönen hinzuhören. Die Schallwände der Børresen befanden sich in etwa dort, wo auch die der Göbel Epoque Aeon Fine üblicherweise ihren Platz finden. Die Velodyne-Subwoofer, die den Frequenzbereich der Göbel um sehr wirkungsmächtige 15 Hertz nach unten ausdehnen, bleiben natürlich erst einmal außen vor – und das ist deutlich zu hören. Aber es ist ja auch nicht wirklich fair, sich erst von einem Vollbereichs-Lautsprecher samt subsonischer Unterstützung verwöhnen zu lassen und dann direkt zu einer nicht vollständig eingespielten Zweiwege-Konstruktion mit einem 11,5-Zentimeter-Tief/Mitteltöner zu wechseln, wenn diese noch dazu mit einem völlig neuen Lautsprecherkabel angeschlossen ist. Aber in Sachen Betriebsstunden lässt sich bei den 01 und dem Speakz D2 ja noch einiges machen.

Details wie diese Kabelzuführung zeigen, wie präzise bei Børresen gearbeitet wird
Details wie diese Kabelzuführung zeigen, wie präzise bei Børresen gearbeitet wird

Mindestens ebenso ohrenfällig wie der momentane Mangel an Tiefbass ist das hohe Maß an Homogenität und Stimmigkeit, das die Børresen schon jetzt erkennen lassen. Da zieht kein noch so kleiner Frequenzbereich besondere Aufmerksamkeit auf sich. Die 01 spielen schon jetzt wie aus einem Guss. Noch vor etwa einem Jahr wäre ich wegen der geschilderten Eigenschaften der 01 völlig aus dem Häuschen gewesen, aber nach so langer Zeit mit den Göbels, die ja den gesamten Frequenzbereich oberhalb von 160 Hertz mit nur einem Chassis reproduzieren, wirkt die Wiedergabe der Børresen auf mich einfach nur richtig. Dabei schaffen die 01 eine Raumillusion, die bereits jetzt völlig überzeugt, und auch in Sachen Schnelligkeit bleiben keine Wünsche unerfüllt. Dann rücke ich die 01 etwas mehr als 40 Zentimeter in Richtung hintere Wand, so dass der Abstand jetzt noch ein wenig mehr als 60 Zentimeter beträgt. Und dann wird die Box eingespielt, mal direkt nach dem Aufstehen bis kurz vorm Einschlafen, mal 24 Sunden am Stück, wenn auch mit sehr geringem Pegel in den Nachtstunden. Nach vier Tagen erwische ich mich dabei, dass ich mich morgens beim ersten Album sehr entspannt auf ein Jazz-Trio einlassen kann, ohne über die Tieftonwiedergabe nachzudenken. Michael Børresen, den ich angerufen hatte, um mir das ein oder andere technische Detail seiner Schöpfung erklären zu lassen, merkte dann an, dass seine Lautsprecher nach jedem Transport eine gewisse Zeit benötigten, um wieder auf ihr vorher erreichtes Niveau zurückzukehren. Auch nahm er mir die Angst, die 01 durch hohe Lautstärken beschädigen zu können – nicht ganz unwichtig, wenn man wie ich gerne auch mal etwas lauter hört.

Die Drosselspule in der seriell aufgebauten Weiche stammt von Jantzen
Die Drosselspule in der seriell aufgebauten Weiche stammt von Jantzen

Während der folgenden Woche habe ich die 01, wann immer ich im Hörraum war, mit analogen Quellen gehört, um im Wechsel die Verkabelung des Thiele TA01 und ein Soundsmith Strain Gauge einzuspielen, und mich so von meinen wohlbekannten digitalen Test-Files ferngehalten. Ein besonderer Genuss war das Titelstück des Albums Dawn Dance von Steve Eliovsen und Collin Walcott. Das Zusammenspiel zwischen den im Multiplay aufgenommenen akustischen Gitarren und der Perkussion von Becken und Triangel höre ich üblicherweise besonders gern mit den Acapella Violon VI mit ihren Ionen-Hochtönern, die dem Metall eine ungeheure Präsenz und Farbigkeit verleihen. Der Børresen-Bändchen-Hochtöner kommt mit seiner feinen Auflösung und den vielfältigen Klangfarben dem Niveau der Acapellas in den Höhen derart nahe, dass ich nicht mehr daran zweifle, dass er keine weitere Einspielzeit mehr benötigt.


Welche Überraschung, als ich dann Keith Jarretts „God Bless The Child“ vom Album Standards, Vol. 1 anspiele: So voluminös, ja fast schon fett habe ich den Flügel nicht in Erinnerung. Und auch die Bass Drum kommt mit ordentlich Dampf, lässt dafür aber ein wenig Präzision vermissen. Für eine – wenn vielleicht auch noch nicht hundertprozentig – freigespielte 01 ist der durch die Nähe zur Rückwand generierte Bass einfach zu viel des Guten. Zudem gehen in der Tieftonfülle einige Details verloren. Selbst bei Abdullah Ibrahims „Calypso Minor“, das ja auch von der Intensität des Kontrabasses und der Bass Drum lebt, übertreiben die 01 aufgrund ihrer Wandnähe im Tieftonbereich ein wenig. Also wandern die 01 auf die Plätze, auf denen schon eine Vielzahl von Lautsprechern meinen Raum beschallt haben. Bei „Calypso Minor“ kehrt dadurch die gewohnte Feinauflösung und Schnelligkeit zurück. Die Bass Drum und der tiefe Viersaiter besitzen ähnlich viel Druck, wie ich ihn von den Aeon Fine her kenne. Auch bei „God Bless The Child“ gibt es wieder die vertrauten Details zu hören, der Groove geht unter die Haut, nur die Bass Drum scheint ein bisschen weniger voluminös zu sein als beim meinen Standlautsprechern. Bei Ravi Shankars „West Eats Meat“ verhält es sich ähnlich. Den Tablas im Intro fehlt es weder an Schnelligkeit noch an Tieftonenergie, lediglich die Pauken im sich anschließenden Hauptteil kommen mit weniger Macht. Schostakowitschs „Polka“ fasziniert – wie üblich – mit ihrer guten Durchhörbarkeit, der realistischen Raumillusion und den kräftigen Klangfarben.

In der Bassreflex-Öffnung befinden sich diese unkonventionell geformten Diffusoren
In der Bassreflex-Öffnung befinden sich diese unkonventionell geformten Diffusoren

Es ist unglaublich, welche Menge Bassenergie die zierlichen 01 nun selbst relativ freistehend – der Abstand zur Seite beträgt etwa 65 Zentimeter, der zur Rückwand über einen Meter – mit ihrem einen 4,5-Zöller in den Hörraum wuchten. Das hätte ich mir bei der ersten Begegnung mit der Børresen 01 nicht träumen lassen. Um bei der ganzen Begeisterung über die Bassfähigkeit der ebenso zierlichen wie eleganten Zweiwege-Konstruktion keine Zweifel an ihren übrigen Spitzenleistungen aufkommen zu lassen, hier noch einmal ganz explizit: Ich kenne nicht einmal eine Handvoll Lautsprecher, die so homogen und damit frei von technischen Artefakten spielen wie die Børresen. Zudem verschwindet ihr Standort bei entsprechenden Aufnahmen völlig aus dem Klangbild. Dafür sind Positionen von Stimmen und Instrumenten respektive -gruppen auf der imaginären Bühne klar definiert und wirken unverrückbar. Selbst wenn ich die 01 – Michael Børresen beruhigende Worte im Ohr – nun mit höheren Lautstärken fordere, kann ich sie nicht dazu bringen, lästig, nervös oder komprimiert zu klingen. Mir fällt beim besten Willen kein Kritikpunkt ein. Vielleicht komme ich ja deshalb immer wieder auf den Bassbereich zurück, wo mit mehr Membranfläche noch ein wenig mehr möglich wäre.

Wie oben beschrieben, gilt das für Abdullah Ibrahims „Calypso Minor“ so gut wie nicht. Und deswegen kann ich es auch nicht lassen, bevor meine Gattin und ich wie so häufig mit einem Aperitif und einer Neuerwerbung von Qobuz oder einer alten ECM-Scheibe aus dem Plattenregal den Feierabend einläuten, noch einmal kurz das Test-Stück anzuspielen. Da die 01 nun wieder auf der für Lautsprecher üblichen Position im Hörraum und damit exakt auf der Höhe der Subwoofer stehen, und vor allem wegen der nun satten Bass Drum und des druckvollen Kontrabasses, vermutete meine Gattin, ich hätte die Velodynes an die Børresen angepasst und aktiviert: Was wir hörten, waren aber keine Subwoofer, sondern nur zusätzliche zehn Tage Einspielzeit für die 01!

Die Terminals der 01 akzeptieren lediglich Bananenstecker
Die Terminals der 01 akzeptieren lediglich Bananenstecker


Am nächsten Tag habe ich dann einfach mal die Velodyne DD+ 10 eingeschaltet und zwar mit der Einstellung, die für die Aeon Fine gedacht ist. Wie zu erwarten, profitierte davon die Raumdarstellung und in geringerem Maße auch die schon bisher sehr gute Feinzeichnung der Børresen. Aber den Pauken in „West Eat Meat“ fehlte bei dieser Abstimmung auch weiterhin der Druck. Weil ich um die besondere akustische Situation in meinem Hörraum mit der Überhöhung um 40 Hertz weiß, habe ich keinen weitern Versuch mit dem Einmessprogramm AutoEQPlus unternommen. Für die nötige Feinjustage müsste ich wohl Roland Dietl oder Helmut Baumgartner bemühen. Die verfügen über jahrelange Erfahrung mit dem Programm von Velodyne und spezielle Mess-Software. Aber wenn ich die Subwoofer wie geplant in Kürze erwerben werde, habe ich danach ja genug Zeit, meine Fähigkeiten in Sachen Feinabstimmung zu trainieren. Übrigens arbeitet Michael Børresen an einer Subwoofer-Lösung, wobei die Anpassung an die Hauptlautsprecher analog erfolgen soll, um die beim Einsatz DSPs auftretende Latenzzeit zu umgehen. Das Thema Tiefstbass wird uns also auch in Zukunft begleiten.

Für mich ist es übrigens viel spannender, die 01 allein zu hören und mich immer wieder zu wundern, zu welch gigantischen akustischen Leistungen diese so formschönen, kleinen Schallwandler fähig sind. Eine vor Jahrzehnten oft, in letzter Zeit aber nur sehr selten gehörte ECM-Scheibe, die ich inzwischen auch als File besitze, ist Paul Motians Le Voyage: Neben dem vornehmlich in den Klangfarben der Becken schwelgenden Schlagzeuger sind J.F. Jenny-Clark mit seinem volltönenden Kontrabass und Charles Brackeen auf dem Tenor- oder Sopran-Saxophone mit von der Partie. Letzteres habe ich als gerade in den freieren Passagen schon mal ein wenig aggressiv in Erinnerung. Davon kann aber keine Rede sein, wenn die Børresen 01 mit im Spiel sind: Die Saxophone besitzen den typischen Biss, wirken keineswegs weichgespült, aber auch nicht giftig – sondern einfach nur richtig. Üblicherweise höre ich nur den ruhigen „Folk Song For Rosie“ mit den Klangmalereien auf dem Blech, dem gegen Ende abgrundtiefen Bass-Solo und dem meist melodiösen Saxophon. Aber der erste Song kommt so faszinierend rüber, dass ich das gesamte Album genieße. Auf „Abacus“ wird es dann ein wenig wilder: Paul Motian entfacht nun auch auf seinen Trommeln richtig Druck, das aufgeregte Saxophon kommuniziert phasenweise allein mit dem halligen Aufnahmeraum: kein leichter Stoff, aber ungemein spannend. Zwischendurch sind immer mal wieder die mechanischen Geräusche der Klappen zu hören: Da herrscht wirklich kein Mangel an Details. Auch das Schlagzeug mit der satten Bass Drum erklingt in einem großen – wohl virtuellen – Raum. Der Bass hingegen wurde vollkommen „trocken“ aufgenommen. Dennoch zieht mich das Album weiterhin in seinen Bann: „Cabala/Drum Music“ trägt seinen Namen wegen des ausführlichen Drum-Solos zurecht, gefällt aber auch in den Unisono-Passagen von Saxophon und gestrichenem Bass: eine wirklich schöne Wiederentdeckung, die ich natürlich nicht in Zimmerlautstärke genießen kann. Aber die Lautsprecher und ihre Physis geraten immer mehr in Vergessenheit. Es geht schon längst nur noch um die Musik!

Die höhenverstellbaren Füße der Ständer können selbstverständlich auch noch einmal mittels Darkz vom Boden entkoppelt werden
Die höhenverstellbaren Füße der Ständer können selbstverständlich auch noch einmal mittels Darkz vom Boden entkoppelt werden

STATEMENT

Die Børresen 01 Silver Supreme sind mit Abstand die besten, auf einem Ständer zu betreibenden Zweiwege-Lautsprecher, die ich je gehört habe. Und das liegt nicht vorrangig daran, dass die abgestrahlte Tieftonenergie und die möglichen Pegel die Gehäuseabmessungen Lügen zu strafen scheinen. Die 01 bezaubern vielmehr mit einer ungemein kohärenten und homogenen Spielweise – völlig frei von technischen Artefakten. Trotz der Fülle an Rauminformationen und sonstigen Details haftet ihrer Wiedergabe nicht einmal ein Anflug von Rauigkeit, Nervosität oder Lästigkeit an. Wahre Traumlautsprecher!
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Einstein The Tonearme 12“, Thiele TA01, AMG 12JT Turbo
Tonabnehmer Transrotor Tamino, Lyra Etna, Soundsmith Strain Gauge
Phonostufe Einstein The Turntable's Choice (sym)
Tonbandmaschine Studer A80
NAS Melco N1Z/2EX-H60, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Poweradd oder Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch SOtM sNH-10G i mit Keces P8
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorstufe Audio Exklusive P7
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine
Subwoofer Velodyne Digital Drive Plus 10 (2x)
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und Dragon Bi-Wiring, Swiss Cables, SOtM dBCL-BNC
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Arya Audio Revopods, 10Gtec Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter
Herstellerangaben
Børresen 01 Silver Supreme
Frequenzgang 50Hz-50KHz
Wirkungsgrad 86dB/1W
Impedanz >6 Ω
Empfohlene Verstärkerleistung >50W
Hochtöner Børresen Bändchen-Hochtöner
Tiefmitteltöner Patentierter, eisenfreier Børresen Tiefmitteltöner, 11,5cm Durchmesser
Ausführung Nussbaumfunier
Preis 43.000 Euro, Aufpreis für Darks aus Wolfram, 4.600 Euro (Ständer)

Hersteller
BØRRESEN Acoustics
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web borresen-acoustics.com

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