Montag, 30 Oktober 2017 00:01

IsoTek Evo3 Genesis One

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Jeder Audiophile weiß, dass die Klangqualität seiner Kette nicht unwesentlich von der Sauberkeit der Energie abhängt, mit der sie betrieben wird. Leider sind die Ergebnisse von Tests nicht eins zu eins auf die heimische Kette übertragbar, dafür sind die Gegebenheiten regional zu unterschiedlich. Im breit gefächerten Angebot von IsoTek dürfte es aber für jedes Problem eine Lösung geben.

Schließlich beschäftigt sich Keith Martin seit nun fast 20 Jahren mit Produkten zur Verbesserung der Stromversorgung von Hifi-Anlagen. Um präzise zu sein: Der studierte Industriedesigner gründete die Firma vor 17 Jahren im englischen Winchester. Dort werden die IsoTek-Komponenten auch heute noch entwickelt. Gefertigt wird inzwischen in der Slowakei, die Finanzen verwaltet eine Dependance in der Schweiz. IsoTek exportiert momentan in über 45 Länder und stattet mit seinen Produkten nicht nur HiFi- und Musikliebhaber aus, sondern auch eine ganze Reihe von Aufnahme- und Mastering-Studios. Momentan reicht das Portfolio vom Netzkabel Initium für knapp 80 Euro bis zum Genesis Regenerator aus der Ultimate Serie für beinahe 18000 Euro. Dabei gibt IsoTek sehr konkrete Empfehlung dazu, welche Produkte für Anlagen in welchen Preisregionen noch sinnvoll erscheinen.

Der IsoTek zeigt die Verunreinigung des Netzstroms in Prozent an
Der IsoTek zeigt die Verunreinigung des Netzstroms in Prozent an

Bei der Verbesserung der Netzqualität gibt es verschiedene Stufen: Es beginnt mit der nahezu verlustfreien Energieversorgung durch Netzkabel aus möglichst reinen Materialien und mit großen Querschnitten sowie Kontakten mit geringen Übergangswiderständen bei Steckern und Netzleisten und geht über passive Filter bis zu Netzregeneratoren oder -generatoren. Bei ersteren wird wie etwa bei PS-Audios P5 die Wellenform der Netzspannung mit einem idealen Sinus verglichen, das Differenzsignal erzeugt, entsprechend verstärkt und zur Netzspannung hinzuaddiert, so dass diese sich fast vollständig dem Ideal annähert. Der Vorteil dieser Schaltung ist, dass lediglich das Differenzsignal generiert werden muss, der Regenerator also viel weniger Leistung bereitstellen muss, als wenn er die gesamte Energie für den Sinus erzeugen müsste. Genau das tun aber Netzgeneratoren: Sie richten die verschmutzte Netzspannung gleich und eine Endstufe verstärkt dann die perfekte Sinusschwingung aus einem hochpräzisen Frequenzgenerator zu sauberem Wechselstrom. Die Komponenten der Anlage können also nur die Energie verbrauchen, die die Endstufe des Netzgenerators bereitzustellen vermag – womit die Arbeitsweise des Evo3 Genesis One bereits beschrieben wäre. Der Evo3 liefert 100 Watt frisch generierten Strom aus einem Hypex-Electronics-UcD250LP-Modul, das von einen kräftigen, linearen Netzteil gespeist wird. Dem Ausgang des Class-D-Verstärkers ist noch ein Ringkerntrafo als Ausgangsübertrager sowie ein Filternetzwerk nachgeschaltet. Danach folgt dann eine einzige Steckdose für den Verbraucher. Intern ist der Evo3 mit massivem versilberten PCOCC-Kupferleitern mit FEP-Mantel und virtuellem Luft-Dielektrikum verkabelt. Sein Display gibt Aufschluss über Aus- und Eingangspannung, die Frequenz und die Verunreinigung des ankommenden Stroms und die minimalen Verzerrungen sowie die Leistungsabgabe am Ausgang. Der Genesis One ist auch ohne die Anzeige erhältlich, was seinen Preis dann um 20 Prozent auf 2000 Euro senkt. In beiden Varianten ist ein IsoTek Premier Netzkabel im Lieferumfang enthalten. Das Konzept des Evo3 überzeugt ebenso wie seine Umsetzung.

Die Spikes und Füße gehören zum Lieferumgang und sollten benutzt werden, um die nötige Frischluftzufuhr für den Evo3 zu garantieren. Die drei Tasten erlauben die Wahl des im Display angezeigten Wertes
Die Spikes und Füße gehören zum Lieferumgang und sollten benutzt werden, um die nötige Frischluftzufuhr für den Evo3 zu garantieren. Die drei Tasten erlauben die Wahl des im Display angezeigten Wertes


Der Netzgenerator kommt in einem bestens verarbeiteten langen, schmalen Gehäuse und findet leicht neben der Anlage Platz. Und dennoch ist seine Integration in meine Kette gar nicht so einfach. Die wird nämlich von drei nebeneinander liegenden Steckdosen gespeist: Eine versorgt über eine Sun-Leiste die Endstufen, die zweite über ein älteres Sonic-Line-Filter alle Digitalkomponenten, und die dritte ist mit dem PS Audio P5 verbunden, der den Strom für die Analogkomponenten aufbereitet. Zu allem Überfluss habe ich vor Jahren einmal bei einer Optimierungsaktion die drei Stecker mit ein wenig Würth Karosserie-Dichtband am Übergang zu den Steckdosen vor Vibrationen geschützt, was eindeutig hörbar war. Wenn ich den Evo3 nicht über ein Verlängerungskabel mit einer weiter entfernten Steckdose verbinden will, bleibt mir nichts anderes übrig, als die klebrige Masse zumindest vom Stecker des Sonic-Line-Filters zu entfernen, um eine Dose freizumachen. An diese kann ich dann den Genesis One parallel zu den Endstufen und zum PS Audio anschließen und ausprobieren, wie die ein oder andere Analog-Komponente auf den Netzgenerator reagiert.

Die Neutrik-Buchse erlaubt es, mehrere Evo3 zusammenzuschalten, so dass nur ein Netzkabel benötigt wird
Die Neutrik-Buchse erlaubt es, mehrere Evo3 zusammenzuschalten, so dass nur ein Netzkabel benötigt wird

Ich beginne mal mit der Phonostufe, der symmetrischen Variante von Einsteins The Turntable's Choice. Um ohne Verteiler mit nur einem Ausgang des P5 auszukommen, hatte ich schon vor Jahren die beiden Kabel der kanalgetrennten Netzteile in einem Stecker zusammengeführt. Das macht den Wechsel zum Evo3, der ja – wie erwähnt – ebenfalls nur eine Steckdose zum Anschluss bieten, sehr einfach. Ebenso leicht ist es, die Wirkung des IsoTek wahrzunehmen, der, wie sein Display verrät, gerade mal 25 Watt an die Einsteins liefert: Das Klangbild besitzt dank des IsoTek einfach mehr Schwärze, der Hintergrund ist ruhiger. Daher kommen Impulse ansatzlos und noch beeindruckender rüber. Die Abbildung gerät ein wenig größer, der imaginäre Raum besitzt ein Stückchen mehr Tiefe. Was aber noch wichtiger ist als die Vorteile in den genannten Disziplinen: Die Wiedergabe wirkt lebendiger, mitreißender und subjektiv lauter. Man fühlt sich dem Live-Erlebnis ein bisschen näher. Sehr beeindruckend! Denn die Ausgangssituation für diesen Vergleich war nicht einfach nur Strom aus der Steckdose für die Phonoentzerrer. Sie wurden ja schon von einer ihnen allein vorbehaltenen Gruppe des PS Audio Netzregenerators versorgt, bevor der Evo3 zum Einsatz kam.

Ein Isotek Premier gehört ebenfalls zum Lieferumgang des Evo3
Ein Isotek Premier gehört ebenfalls zum Lieferumgang des Evo3

Die Verbesserungen beim Phonoentzerrer ermutigen mich, es auch einmal mit der Vorstufe auszuprobieren. Aber Einsteins The Preamp ist einfach zu gierig: Er verlangt mehr Strom, als der IsoTek zu liefern vermag. Der gibt sich in diesem Falle stur und zeigt nur „E 2“ an: Überlastung. Dann probiere ich es eben mit dem Brinkmann LaGrange. Der Plattenspieler wird während der Sommermonate nur über sein Transistornetzteil versorgt. Das reichlich Wärme abstrahlende Röhrennetzteil kommt nur im Winter und für den Test dann später an die Reihe. Die transistorisierte Stromversorgung liefert übrigens nicht nur die Energie für den Motor, sondern auch die für die Lagerheizung – auch wenn die Röhren die Spannung für den Antrieb regeln. Aber soweit sind wir ja noch nicht.


Wenn das Transistornetzteil seine 35 Watt statt aus dem PS Audio P5 vom IsoTek bezieht, erlebt man ähnliche klanglich Verbesserungen wie zuvor bei der Phonostufe, was hier aber für mich schwerer erklärlich ist: Schließlich wird ja nur der Motor mit saubererem Strom versorgt und der ist ja noch einmal über den Riemen vom Plattenteller entkoppelt. Aber wie dem auch sei: Der Evo3 verhilft den LaGrange zu einer größeren Abbildung, die Tiefe der imaginären Bühne nimmt zu, und die Musiker scheinen ein paar Beats pro Minute schneller und rhythmisch noch akzentuierter zu spielen: Die Platten machen so einfach noch mehr Spaß!

Im Inneren des Evo3 Genesis One wird kein Platz verschenkt
Im Inneren des Evo3 Genesis One wird kein Platz verschenkt

Inzwischen ist es draußen ja schon wieder ein wenig kühler geworden, so dass es nicht schaden kann, das Röhrennetzteil für den LaGrange wieder in Betrieb zu nehmen, und zwar zuerst wie üblich in Verbindung mit dem P5. Die Verbesserungen durch das Rönt sind qualitativ und quantitativ etwa gleich gleich groß wie die oben beschriebenen durch den IsoTek vor dem Transistornetzteil. Wenn das Röhrennetzteil dann seinen Strom vom IsoTek bezieht, gibt es einen ganz leichten Zugewinn an Offenheit und Lebendigkeit. Im Tiefton-Bereich tut sich allerdings mehr: Der Evo3 verleiht der Wiedergabe merklich mehr Druck. Insgesamt sind die Verbesserungen durch den IsoTek vor dem Transistornetzteil aber größer als vor der Röhrenstromversorgung, die ja letztendlich auch nichts anderes ist als eine spezielle Stromaufbereitung für den Plattenspielermotor.

Der Netztrafo und die Siebelkos des analogen Netzteils
Der Netztrafo und die Siebelkos des analogen Netzteils

Natürlich möchte ich auch wissen, wie die Digitalkomponenten auf den IsoTek reagieren. Da mit dem Wiederanschluss des Sonic-Line-Netzfilters alle drei Steckdosen belegt sind, bleiben für die Experimente mit dem IsoTek nur eher ungewöhnliche Anschlussvarianten, die es dem Netzgenerator aber gewiss nicht einfacher machen dürften, sich zu profilieren: Als erstes soll er die Versorgung des Chord-DAVE-Wandlers übernehmen, wobei ich den IsoTek zwischen dem Sonic Line und dem DAC einschleife: Der DAVE konsumiert moderate 29 Watt und lässt dank des Evo3 bei Keith Jarretts Köln Concert noch das ein oder andere Knarzen des Klavierhockers mehr hören. Auch die Anschläge waren in dichten Passagen besser zu differenzieren und erklangen dynamisch feiner abgestuft. Allein letzteres würde für mich die Investition in den IsoTek rechtfertigen! Bei großen Räumen wie dem Refektorium des Klosters in Noirlac auf Le Concert Des Parfumes bringt der IsoTek in puncto Ausdehnung zwar kein Vorteile, sorgt mit seinem enormen Druck im Tiefbass für eine etwas gefälligere tonale Balance.


Das Hypex-Endstufen-Modul und rechts im Anschnitt der Ausgangsübertrager
Das Hypex-Endstufen-Modul und rechts im Anschnitt der Ausgangsübertrager

Dann schaue ich noch einmal kurz, wieviel Watt der Melco N1ZH/2 komsumiert, denn vielleicht klappt es ja, alle Digital-Komponenten statt über das Sonic-Line-Filter mit seinen drei Gruppen allein über den IsoTek zu versorgen. Leider nicht: Der IsoTek bleibt beim Einschaltversuch bei seinem ablehnenden „E 2“. Abschließend schalte ich den Evo3 dann noch zwischen das Sonic-Line-Filter und die Streaming Bridge von Auralic: Der Aries Femto wird von einem Sbooster-Linear-Netzteil gespeist und auch dieses profitiert hörbar vom IsoTek, so bei Van Morrisons „Whatever Happened To PJ Proby?“ vom Album Down The Road. Die Vielzahl der Instrumente wird besser voneinander differenziert und der recht „giftige“ Sound der Mischung wirkt ein wenig geschmeidiger. Was will man mehr? Am liebsten wären mir für meine Kette nicht nur ein, sondern mindestens ein halbes Dutzend Evo3 – und dann noch ein oder zwei mit doppelter oder dreifacher Leistung…

STATEMENT

Ich habe es dem IsoTek wirklich nicht leicht gemacht, denn ich habe ihn nie im Vergleich mit Strom direkt aus dem Netz gehört: Die Analog-Komponenten wurden vorher mit vom PS Audio P5 aufbereiteter Energie versorgt. Und über den Evo3 Genesis One klang es trotzdem deutlich besser. Auch bei den Digital-Komponenten brachte der IsoTek Verbesserungen, obwohl dieser zuvor mit Strom aus einem passiven Filter gespeist wurde. In jedem Anwendungsfall konnte der Evo3 in meiner Kette voll überzeugen. Selbst Schuld, wer ihn nicht daheim ausprobiert – und damit höchstwahrscheinlich jede Menge Potential seiner Anlage verschenkt!
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Thales Simplicity, Acoustical Systems Aquilar
Tonabnehmer Lyra Etna und Olympos, Transrotor JR Tamino
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Network Enhanced Transport Rockna Wavedream NET
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
D/A-Wandler Chord DAVE, Rockna Wavedream Signature
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp, Ayon Epsilon
Lautsprecher LumenWhite DiamondLight, Stenheim Alumine Five
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Diamond und Carbon, Cardas Audio Clear Network
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus, Room Tuning Disks, Tuning Tips und TU-666M, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
IsoTek Evo3 Genesis One
Anzahl der Steckdose 1+ Link-Buchse
Leistung des Sinusgenerators 100W
Netzeingang 10A IEC C14
Netzspannnung 100 bis 240V modellabhängig
Netzfrequenz 50 bis 60Hz modellabhängig
Abmessungen (H/B/T) 75/25/470mm
Gewicht (verpackt) 10kg
Preis 2500 Euro inklusive Premier Kabel

Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
Anschrift Am Brambusch 22
44536 Lünen
Telefon +49 231 9860285
E-Mail info@mkidc.eu
Web www.idc-klaassen.com

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Donnerstag, 26 Oktober 2017 23:20

Mytek stellt Version „+“ des Brooklyn vor

Es ist nur ein wenig länger als 18 Monate her, dass wir Ihnen den sehr guten, in Kombination mit einem analogen Netzteil für seinen Preis sogar verboten guten Mytek Brooklyn DAC vorstellten. Nun haben Michal Jurewicz und Marcin Hamerla den Wandler überarbeitet und den neusten Chipsatz implementiert

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Der Brooklyn DAC+ wird knapp 2200 Euro kosten und arbeitet mit den neuen ESS Sabre 9028PRO Chips. Laut Pressemeldung wurden nicht nur die Wandler-Sektion, sondern auch die Analog-Schaltungen und das Netzteil überarbeitet. Dadurch soll vor allem die Lautstärkeregelung noch transparenter geworden sein. Die Stromversorgung verfüge nun über mehr Leistung, die Kanaltrennung habe zugenommen und der Kopfhörerverstärker fordere nun selbst reine Head-Amps heraus. Resultat all dieser Verbesserungen sei die nun noch überzeugendere Wiedergabe von PCM- DSD- und MQA-Dateien sowie der Signale von MM- und MC-Tonabnehmern.

  • neuer State-Of-The-Art-Chipsatz (Sabre 9028PRO DA) mit mehr Digitalfiltern
  • überarbeitete Analogsektion mit besser getrennten Signalwegen für die beiden Kanäle
  • sehr transparente Lautstärkeregelung
  • optimierte Clock-Schaltung
  • überarbeiteter Kopfhörerverstärker

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Ein frühes Exemplar wird in den nächsten Tagen in Gröbenzell erwartet: Roland Dietl freut sich schon auf den Vergleich mit dem Vorgänger.

Mehr Informationen unter www.mytekdigital.com.

Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
Anschrift Aleje Jerozolimskie 475
05-800 Pruszków
Poland
Telefon +48 22 823 7238
E-Mail europe@mytekdigital.com

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Donnerstag, 26 Oktober 2017 00:01

Analog Forum Krefeld 2017 – Teil 2

geschrieben von

Für diesen zweiten Teil meines Berichtes über das diesjährige Krefelder Analog Forum habe ich mir einige Fotos aufgehoben, die besonders seltene Geräte zeigen.

Wie ich kurz vor meiner Abreise am Sonntagnachmittag erfahren konnte, dürfte die Besucherzahl ungefähr identisch gewesen sein mit der des Vorjahres. Das ist zwar nicht das amtliche Endergebnis, aber auch deshalb nicht ganz so wichtig, weil die Veranstaltung allen Teilnehmern, Besuchern wie Ausstellern Spaß gemacht zu haben schien. Die gute Stimmung an beiden Tagen ist Beweis dafür. Auch konnte mein Jahresbedarf an Lakritz kostenlos gedeckt werden, weil allerorts Gefäße mit schwarzen und farbigen Lakritz-Schnecken standen, in die man halt im Vorbeigehen so hineingreifen konnte. Ohne dabei Rückschlüsse auf farbiges Vinyl ziehen zu wollen, favorisiere ich klar die klassischen schwarzen. Aufmerksame und fleißige AAA-Menschen kümmerten sich um die vielen Details, die zum Gelingen beitrugen, und mit ihrer Hilfe fand man auch stets was man suchte. Darum gebührt den freundlichen Mitarbeitern und dem gesamten Team der Analogue Audio Assoziation auch in diesem Jahr wieder ein herzliches Dankeschön.

 

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Dienstag, 24 Oktober 2017 22:38

Europa-Premiere des AUDEZE LCD-MX4

Der amerikanischen Kopfhörer-Spezialist AUDEZE präsentiert den für Tonmeister entwickelten LCD-MX4 auf der CanJam-Europe, die in diesem Jahr nicht wie bisher in Essen, sondern am 4. und 5. in Berlin stattfindet

Berlin ist die Hauptstadt der Musikbranche mit einer kreativen und schillernden Musikszene und die CanJam Europe ist die führende Messe für Kopfhörer auf dem Kontinent. So liegt es nahe, dass der kalifornische Spezialist für magnetotstatische Kopfhörer neben den im High-End-Audio und Pro-Bereich bereits profilierten Modellen, den jüngsten Sproß der Entwicklung, den AUDEZE LCD-MX4, auf der fünften CanJam Europe im nhow-Hotel Berlin präsentiert.

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Der LCD-MX4 wurde für alle Producer und Mastering-Ingenieure entwickelt, die AUDEZE Kopfhörer für ihre Projekte einsetzen. Durch die Verwendung von Magnesium, Kohlefaser und Fluxor-Magneten ist er 30 Prozent leichter als andere LCD-Modelle. Mit den neuen Memory Foam-Ohrpolstern ist er ein extrem komfortabler Kopfhörer, der perfekt für lange Hör-/Mastering-Sessions geeignet ist.

Der LCD-MX4 ist die Idealkombination aus LCD-X und LCD-4. Er hat die leichtgängige Membran und Leiterbahn des LCD-X, kombiniert mit der 1,5 Tesla Magnetkraft des LCD-4. Für Produzenten und Toningenieure hat er eine Klangbühne, die den Klang des Studios simuliert sowie eine sehr hohe Empfindlichkeit, um von nahezu jedem Mischpult oder Audio-Interface angesteuert werden zu können.

Die unverbindliche Preisempfehlung für den AUDEZE LCD-MX4 beträgt 3600 Euro. Er ist voraussichtlich ab Mitte November 2017 lieferbar.

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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Montag, 23 Oktober 2017 20:03

Analog Forum Krefeld 2017 – Teil 1

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Besucht man mehrere Jahre hintereinander das Analog Forum im Krefelder Mercure Hotel, fühlt man sich dortsofort heimisch. In diesem Jahr war das Hotel zum zehnten mal Austragungsort der Veranstaltung. Das wurde mit einer üppigen Festtagstorte am zweiten Tag zur nachmittäglichen Kaffeetrinkens-Zeit gebührend gefeiert.

Das Analog Forum zeichnet sich durch eine angenehme familiäre Atmosphäre aus, wie man sie woanders nicht findet. Einer der Aussteller verriet mir, er käme hier nicht her, um Geschäfte zu machen. Für ihn läge die Anziehung im Umgang und Treffen mit Leuten der Szene, im Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Diese entspannte, wenig kommerziell geprägte Stimmung ermöglicht Gespräche, das Wühlen im riesigen Vinyl-Angebot, das Suchen nach kleinen oder großen Optionen zur Verbesserung der Audio-Anlage zuhause. Eine für das Forum nicht wegzudenkende und überaus beliebte Institution sind die vielen Workshops. Da ist das Interesse der Besucher groß und bereits vor dem Ende so eines Workshops sammelte sich vor der Tür stets eine Menschentraube, um einen guten Platz in der nächsten Veranstaltung zu bekommen. Man konnte dabei zu interessanten Themen viel lernen. Hier war auch der gut vorgebildete Besucher nicht fehl am Platz. Nach wie vor treffen die Geräte-Präsentationen der zahlreichen Aussteller und ihre musikalischen Vorführungen auf großes Interesse. Da musste man schon das mehrere Versuche starten, um in einer Präsentation dabei sein zu können. So zum Beispiel bei Martina Schöner, wo es schon mal etwas dauerte, bis man Musik zu hören bekam, dafür aber eine sehr rege Kommunikation zwischen ihr und dem Publikum über die von ihr gezeigten Produkte bestand. Das war äußerst unterhaltsam und die Teilnehmer verweilten gerne lange.

Wenn's nicht sofort klappte mit dem Hörplatz in der Wunschvorstellung, gab es immer genug spannende Alternativen. Schlechte Vorführungen habe ich nicht erlebt. Aber es gab auch herausragende. Im vergangenen Jahr habe ich über einige besonders gelungene mit einer kurzen Beschreibung meines Klangeindrucks berichtet. Dieselben Leute zeigten auch in diesem Jahr wieder bemerkenswert gute Darbietungen. Dazu gehören für mich neben dem guten Ton auch die angemessene Lautstärke und die interessante Musikauswahl. Nur als Beispiel möchte ich heuer die Show von Thomas Fast erwähnen, der in lockerer Atmosphäre mit gekonnt ausgesuchten Musik-Titeln immer wieder spannende Vergleiche inszenierte. Die Art und Weise unterscheidet sich von Jahr zu Jahr, so dass es stets von neuem spannend ist, dabei zu sein. In diesem Jahr ging es um den Vergleich mehrerer Lyra Tonabnehmer und der klanglichen Auswirkung eines erstklassigen symmetrischen Phono-Preamps alternativ zu einem Step-up-Trafo am MM-Phono-Eingang. Viele andere Präsentationen waren gleichermaßen hörenswert. Anregungen für ein weiteres audiophiles Lebensjahr bekam man genug und so darf man sich schon heute auf den nächsten Besuch bei der Analogue-Audio-Association-Familie freuen.

 

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Montag, 23 Oktober 2017 00:01

XTZ übernimmt Vertrieb für IOTAVX

Ab sofort ist die Seite HifiPilot als die offizielle deutsche Vertretung der britischen Hifi-Marke IOTAVX online. Betreiber der Website ist die Berthold Daubner und Jens Hörmann GbR, die Ihnen als Deutschlandvertrieb der XTZ-Lautsprecher bekannt sein dürfte

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Aufgrund des nahezu unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses ist die Marke in der Szene bereits vielen ein Begriff. Bislang steht mit der AVXP1 eine 7-Kanal-Class-AB-Endstufe mit 170W (7 Kanäle, gemessen an 4 Ohm) zur Verfügung. Mit über 30 Kilogramm Gewicht ist die AVXP1 ein richtiger Bolide, das zeigt sich zudem in der Leistungsaufaufnahme von 1300W. Für kurzfristige Impulse stehen Kondensatoren mit einer Kapazität von 90.000 Mikrofarad zur Verfügung. Die Endstufe kann sowohl mit XLR- als auch Cinch-Kabeln angeschlossen werden. Zum Schluss das wichtigste und wohl unglaubliche: die unverbindliche Preisempfehlung von 1199 Euro.

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Es werden zudem bald weitere Hifi- und Heimkino-Produkte folgen, im Dezember 2017 beispielsweise mit der AVX1 eine 7-Kanal Vorstufe. Sämtliche Informationen zur IOTAVX AVXP1 finden sich hier.

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Vertrieb
XTZ-Deutschland
Anschrift Neudorfstr. 19
76316 Malsch
Telefon +49 7246 9131483
E-Mail kontakt@xtz-deutschland.de
Web www.xtz-deutschland.de

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Freitag, 20 Oktober 2017 00:01

Chord BLU MkII, Teil 2

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Ein Filter mit einer Million Taps zu realisieren, ist genauso unmöglich, wie zu sagen, ich reise mal eben zu Alpha Centauri und bin am Nachmittag zurück, glaubte Rob Watts. Für den Chord BLU MkII programmierte er nun ein solches Filter. Aber für die Tagesreise ins All hat er noch keine Lösung.

Deshalb traf ich ihn dann auch nicht auf besagtem Planeten, sondern im Pump House in Maidstone. Am liebsten hätte ich mir ja schon vor der Beschäftigung mit seinem famosen BLU MkII, einem als CD-Laufwerk verkleideten, einzigartigen Up-Scaler, dessen technische Besonderheiten erklären lassen. Da es so gut wie unmöglich war, in Rob Watts' Terminkalender Platz für einen Abstecher nach Gröbenzell zu finden, besuchte ich ihn zusammen mit G8-&-Friends-Geschäftsführer Olaf Adam, der sich in Deutschland um den Vertrieb von Chord kümmert, am Sitz der Elektronik- und Digital-Spezialisten. Firmenchef John Franks hatte das Gebäude eines alten Pumpwerks 1997 erworben und komplett für seine damals noch junge Firma renovieren lassen. Als ich ein Jahr später das damals vor allem für seinen Endstufen im professionellen Bereich bekannte Unternehmen besuchte, waren dort acht Mitarbeiter beschäftigt. Inzwischen sind es 35! Dabei werden die Platinen von Subunternehmern bestückt und auch die aus dem Vollen gearbeiteten Gehäuse stammen von britischen Zulieferern. Nur die Endmontage und Prüfung der Geräte findet nach wie vor in Handarbeit im Pump House statt. Die Fertigung des sehr erfolgreichen Mojo ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt, denn die hat ein Subunternehmer in der Nachbarschaft komplett übernommen. Aber auch das verhindert nicht, dass beim Hugo 2 und beim BLU MKII die Anzahl der Aufträge noch immer die der verfügbaren Geräte übersteigt: Es kommt zu – wenn auch moderaten – Lieferzeiten.

Hier ein BLU MkII noch ohne CD-Laufwerk
Hier ein BLU MkII noch ohne CD-Laufwerk

Aber ich war nicht für einen Firmenbericht nach Maidstone gereist – die Bilder in diesem Artikel dürften trotzdem einen recht guten Eindruck des Pump House vermitteln –, sondern um von Rob Watts mehr über seinen in Anspielung auf die Million Taps „M Scaler“ genannten Up-Sampler zu erfahren. Wie im ersten Teil des Artikels nachzulesen war, rechnet dieser sowohl die Signale vom CD-Laufwerk als auch solche, die mit 44,1 Kilohertz oder einem Vielfachen davon am USB-Eingang ankommen, auf bis zu 705,6 Kilohertz hoch – bei 48 Kilohertz oder einem Vielfachen dieses Wertes sind es dann entsprechend 768 Kilohertz. Darüber, dass das Up-Scaling selbst ganz normalen CDs oder 44,1-Kilohertz-Files einen bisher nicht gehörten Live-Charakter entlockt, habe ich bei der klanglichen Beschreibung des BLU MkII ja schon ausgiebig geschwärmt. Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, den Up-Scaler egal, ob mit CD oder über USB selbst einmal zu hören.

Der Xilinx XC7A200T, dessen enorme Rechenleistung ein Filter mit einer Million Taps und ein Up-Scaling auf auf über 700 Kilohertz erst möglich macht, konsumiert signalabhängig bis zu 10 Ampere
Der Xilinx XC7A200T, dessen enorme Rechenleistung ein Filter mit einer Million Taps und ein Up-Scaling auf auf über 700 Kilohertz erst möglich macht, konsumiert signalabhängig bis zu 10 Ampere


Rob Watts hatte eine kurze Power-Point-Präsentation vorbereitet, die er dann ausführlich und mit der ein oder anderen Abschweifung kommentierte. Leider darf ich Ihnen seine ebenso aufschlussreichen wie pointierten Ausführungen – vor allem die zu den technischen Lösungen von Mitbewerbern und die über kommende Projekte – nicht vollständig zugänglich machen. Die freigegebenen Passagen habe ich ein wenig geschnitten und den entsprechenden Seiten der Präsentation zuordnet. Das macht es gewiss leichter, Rob Watts' technisch teils recht komplexen Erläuterungen zu folgen. Er beginnt wie auch schon im – übersetzten und als Text veröffentlichten – Interview zum DAVE mit den für ihn wichtigen Aufgaben eines Wandler, spricht über die Sensibilität unseres Gehörs für die Informationen in Transienten, die Timing-Fehler üblicher Wandler und seine frühen Überlegungen zur digitalen Wiedergabe, bei denen ihm schnell klar wurde, dass erst ein Filter mit einer Million Taps eine zeitlich korrekte Wiedergabe eines Signals von 16 Bit ermöglichen würde. Zu Zeiten, als es nur sehr leistungsschwache Mikroprozessoren gab und FPGAs und DSPs noch nicht erfunden waren, hielt Rob Watts die Realisierung eines Filter mit einer Million Tap – wie erwähnt – für genauso unmöglich wie die Reise zu Alpha Centauri. Für ihn folgte daraus, dass er beim Vinyl bleiben müsse, um Musik wirklich genießen zu können.

Hier findet die Endmontage aller Chord-Electronics-Komponenten – vom MOJO einmal abgesehen – per Hand statt. Unten rechts im Bild: Rob Watts, Chords Digital-Spezialist
Hier findet die Endmontage aller Chord-Electronics-Komponenten – vom MOJO einmal abgesehen – per Hand statt. Unten rechts im Bild: Rob Watts, Chords Digital-Spezialist

Anschließend beschreibt er in der Präsentation wie er dank stetig verbesserter Prozessorleistung in seinen Wandlern die Tap-Länge der Filter immer weiter erhöhte, bis er jetzt mit dem Xilinx XC7A200T erst ein Filter mit einer halben Million Taps realisieren konnte und dann nach der Neukonstruktion der gesamten Architektur des WTA-Filters eines mit einer Million Taps programmieren konnte. Dazu waren eine halbe Million Programmzeilen notwendig, die er ganz allein verfasste. Anschließend spricht er über die galvanische Trennung zwischen dem Up-Scaler im BLU MkII und dem Wandler des DAVE und warum er die beiden nicht in einem gemeinsamen Gehäuse unterbringen will: Der Xilinx konsumiert signalabhängig zwischen zwei und zehn Ampere, und diese wechselnden Stromanforderungen würden die Energieversorgung des DAVE so beeinträchtigen, dass es zu klanglichen Verschlechterungen käme. Deswegen setze er auf getrennte Gehäuse und Stromversorgungen für Up-Scaler und Wandler. Zwischendurch gibt er auch freimütig zu, dass er sich alle gehörten klanglichen Veränderung auch nicht hundertprozentig erklären könnte.

Kunst am Arbeitsplatz: Die offene Holzdachkonstruktion der Werkstatt schmücken mehrere dieser hölzernen Mitarbeiter
Kunst am Arbeitsplatz: Die offene Holzdachkonstruktion der Werkstatt schmücken mehrere dieser hölzernen Mitarbeiter


Zum Schluss die gute Nachricht, die auf den folgenden Teilen des Interviews leider nicht enthalten ist: Ich hatte eigentlich erwartet, dass es nach der Realisierung des Filter mit einer Million Taps bei Chord Electronics eine riesige Party mit Feuerwerk und alle Drum und Dran geben würde, weil Rob Watt sein großes Ziel ja nun erreicht habe und es langsamer angehen lassen könnte – etwa bei der Entwicklung des Analog-Digital-Wandlers Divina. Die Idee mit der Party fand bei John Franks, dem Marketing-Chef Colin Pratt und Olaf Adam zwar jede Menge Anklang. Rob Watts hingegen meinte, das Filter mit einer Million Taps wäre in den 80-er Jahren das Ziel gewesen, als er lediglich 16-Bit-Signale auch im Zeitbereich richtig wiedergeben wollte. Bei 24 Bit seinen hingegen 250 Millionen Taps erstrebenswert. Rigoros ausschließen, dass so ein Filter jemals möglich sein könnte, will er aber heute nicht mehr – und deswegen könne er es auch nicht langsamer angehen lassen! Es bleibt spannend.

PS: Für Tonaufzeichnungen im Pump House gilt übrigens das Gleich wie für solche in meinem Hörraum: Nur echt, wenn man hin und wieder einen Zug im Hintergrund hört.

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Time DomainHören Sie Rob Watts' Auführungen zum Thema:
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WTA M ScalerHören Sie Rob Watts' Auführungen zum Thema:

In der ersten Etage des Pump House ist nur ein Teil der Mitarbeiter der Verwaltung und des Marketings untergebracht
In der ersten Etage des Pump House ist nur ein Teil der Mitarbeiter der Verwaltung und des Marketings untergebracht

Diese schmucke mechanische Uhr zeigte auch schon bei meinem ersten Besuch im Jahre 1998 die Zeit an
Diese schmucke mechanische Uhr zeigte auch schon bei meinem ersten Besuch im Jahre 1998 die Zeit an

Der offizielle Eingang, der weit weniger genutzt wird als der am Firmenparkplatz
Der offizielle Eingang, der weit weniger genutzt wird als der am Firmenparkplatz


Backstein-Architektur mit Firmenlogo
Backstein-Architektur mit Firmenlogo

Die blaue Metallgusskonstruktion in der oberen Etage des Pump House, die jetzt als Hör- und Besprechungsraum genutzt wird, diente der Befestigung der Wasserpumpe
Die blaue Metallgusskonstruktion in der oberen Etage des Pump House, die jetzt als Hör- und Besprechungsraum genutzt wird, diente der Befestigung der Wasserpumpe

Es spielten die Schallwandler von Wilson Benesch. Der hier nicht sichtbare Plattenspieler stammt vom selben Hersteller
Es spielten die Schallwandler von Wilson Benesch. Der hier nicht sichtbare Plattenspieler stammt vom selben Hersteller

Blick aus dem Fenster der Hörraums: Flussidyll
Blick aus dem Fenster der Hörraums: Flussidyll

Herstellerangaben
Chord Electronics BLU MkII
Gehäuse präzisiongefrästes Choral-Aluminium-Gehäuse, Design von John Franks
Auflösung bei CDs 44,1 bis 705,6kHz, vom Nutzer wählbar
Anschlussmöglichkeit (Eingang) 1 x USB-Eingang (44,1, 48, 88,2, 96, 176,4, 192, 352,8, 384, 705,6 und 768kHz), 1 x BNC S/PDIF (44,1-384kHz, upsampled)
Anschlussmöglichkeit (Ausgang) 1 x einfach AES (44,1 und 88,2kHz), 1 x Doppel-AES (88,2 und 176,4kHz), 1 x einfach BNC (88,2, 176 und 352,8kHz), 1 x Doppel-BNC (176,4, 352,8 und 705,6kHz)
Chipsatz Chord Electronics' kundenspezifisch programmierter Xilinx XC7A200T FPGA
Filterlänge 1015808 Taps (16FS filter)
FPGA Leistungsaufnahme 10A
Frequenzgang 0-20kHz, ±0,0000001dB
Restwelligkeit im Durchlassbereich ±0,0000002dB (0-20kHz)
Sperrbereich-Unterdrückung -135dB
Gesamte Harmonische Verzerrungen und Rauschen -144
Rauschen 2,6 µV, A-bewertet ohne messbare Modulation des Grundrauschen
Fremdspannungsabstand 126dB A-bewertet
Netzteil 90-240V Wechselstrom
Leistungsaufnahme 30W
Gewicht 7kg
Abmessungen (B/H/T) 333,5/98,5/142mm
Preis 10500 Euro

Vertrieb
G8 & friends GmbH – High Quality Distribution
Anschrift Schwelmer Str. 8
40235 Düsseldorf
Telefon +49 211 97176091
Fax +49 211 97176091
E-Mail info@g8friends.de
Web www.g8friends.de

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Donnerstag, 19 Oktober 2017 00:01

Sennheiser: Weiterentwicklung eines Meisterwerks

Der neue In-Ear-Ohrhörer IE 800 S soll eine verbesserte Akustik in einem aufgefrischten Design bieten.

Mit der neuen Generation der bahnbrechenden IE 800 Ohrkanalhörer definiert Sennheiser mobilen audiophilen Klang neu. Die verbesserte Akustik des neuen IE 800 S überzeugt mit brillanten Höhen und einer hochpräzisen Basswiedergabe. Die Memory-Schaum-Ohradapter von Comply™ sorgen für maßgeschneiderten Tragekomfort, während die große Kabelauswahl selbst anspruchsvollste Nutzer überzeugt. Auch das Design des in Deutschland entwickelten und gefertigten Ohrkanalhörers wurde überarbeitet und mit einem zeitgemäßen mattschwarzen Finish versehen.

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„Die Zukunft der Audioindustrie zu gestalten – das ist unsere Vision. Und das bedeutet auch, immer weiter zu streben“, erklärt Manuel Ricke, Product Manager Audiophile bei Sennheiser. „Der IE 800 hat bei seiner Einführung als echter High-End In-Ear-Hörer neue Standards gesetzt. Mit dem neuen IE 800 S heben wir dieses Prinzip jetzt auf ein ganz neues Level.“

Die neuen Ohrkanal-Kopfhörer bieten ein klares und naturgetreues Hörerlebnis, das Nutzer überall genießen können. Ausgestattet mit einer weiterentwickelten Version des eigens von Sennheiser entwickelten Extra-Wide-Band-Wandlers (XWB) setzt der IE 800 S neue Maßstäbe für verzerrungsfreien In-Ear-Sound. Sennheisers 7-Millimeter-Wandler erzeugen ein außergewöhnlich detailreiches und lebensechtes Klangbild.

Im neuen Modell ist zudem Sennheisers patentiertes Zwei-Kammer-Absorber-System (D2CA) verbaut, das den sogenannten ‚Maskierungseffekt‘ neutralisiert. Dieses akustische Phänomen entsteht, da das menschliche Ohr hochfrequente Töne bei niedriger Lautstärke nicht wahrnehmen kann, wenn zeitgleich lautere Töne in einem tieferen Frequenzbereich auftreten. Das Absorber-System nimmt die Energie dieser überlagernden Resonanzen auf und verhindert unerwünschte Pegelspitzen, sod ass selbst feinste Klangnuancen wieder hörbar werden.

Zusätzlich zum Standardkabel mit einem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker liegen dem neuen IE 800 S ein Kabel mit 4,4-Millimeter-Pentaconn-Stecker und ein symmetrisches Kabel mit 2,5-Millimeter-Stecker bei. Das macht es für Nutzer noch leichter, den besten Klang aus ihrem Audio-Equipment herauszuholen.

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Der neue IE 800 S bietet ein subtil aufgefrischtes Design mit einem Finish in mattem Schwarz, das das hochwertige, kratzresistente Keramikgehäuse veredelt. Die viskoelastischen Memory-Schaum-Ohradapter von Comply™, die im Lieferumfang enthalten sind, sorgen für einen optimalen Sitz des IE 800 S im Ohrkanal und damit für hohen Tragekomfort und eine bestmögliche Dämpfung von Umgebungsgeräuschen. Dadurch können Nutzer jedes musikalische Detail genießen – auch in lauten Umgebungen. Ein hochwertiges Lederetui zur Aufbewahrung des Hörers ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Der IE 800 S ist ab Oktober zum PreisP von 999 Euro erhältlich.

Hersteller
Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
Anschrift Am Labor 1
30900 Wedemark
Telefon +49 5130 6000
E-Mail contact@sennheiser.com

Weitere Informationen

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Montag, 16 Oktober 2017 20:07

Analog Forum Krefeld 2017

geschrieben von

Schon ein wenig eher als gewohnt, nämlich am vorletzten Wochenende dieses Monats, konkret am Samstag, dem 21.10., und Sonntag, dem 22.10., findet das Analog Forum 2017 statt. Es ist nun insgesamt das 31. Mal und die zehnte Ausstellung in Krefeld, wieder an der bewährten Adresse:

Mercure Tagungs- und Landhotel
47802 Krefeld – Traar
Elfrather Weg 5 – Am Golfplatz
richtig und wichtig für das Navi: An der Elfrather Mühle

Der Veranstalter bietet einen Shuttle-Service zwischen den Parkplätzen und dem Hotel an. Am Samstag ist bei kostenlosem Eintritt geöffnet von 10 Uhr bis 18 Uhr, am Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr.

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In diesem Jahr steht das Analog-Forum unter dem Motto „It´s time for Analog!“ In einer lange Ausstellerliste werden mehr als 140 Marken präsentieren. Wie immer, werden zahlreiche Workshops die Messe ergänzen. Es wird Musikvorführungen und einen Tonträgervergleich analog vs. digital geben, mehrere Workshops zu den Themen Hörraum-Tuning, eine Vorstellung des legendären japanischen Musiklabels TBM, einen Workshop bei dem das Publikum live eine Aufnahme mastert, einen DJ-Workshop und last but not least ist auch Wally Malewicz wieder dabei und erläutert die Justage von Tonabnehmern und Tonarmen. Neu ist im Untergeschoss ein „Händlerdorf“ mit Angeboten von Sammlerstücken, Geräten und LPs aus zweiter Hand, Röhren und Zubehör. Selbstverständlich wird Hifistatement über dieses Event wieder zeitnah berichten.

Folgende Firmen haben sich für die Veranstaltung angekündigt:

  • Acapella
  • A.H. Kunze - Vinyl
  • AHP – Audiophile Hifi-Produkte mit AHP-Audiophile Hifi-Produkte, Highendnovum, SSC-String Suspension Concept, SID-Sound Improvement Disc, Rothwell Audio und KR-Audio Röhren
  • Air Tight
  • analogetontraeger
  • Andy´s Vinyl Paradies
  • ASR Audiosysteme Friedrich Schäfer
  • audioconcept Klaus Herrmann mit Holborne, Plinius und PMC
  • Audioplan
  • Audioquest
  • Audiospecials
  • Audiotrade
  • Audition 6 mit Horn Audiophiles, IKON Akustik, Kelinac, Rossner + Sohn und Violectric
  • AVID
  • Axiss Europe mit Acoustic Masterpiece, Air Tight, Koetsu, Phasemation, Sutherland und Takatsuki
  • Benedictus Hifi mit TAD Labs Tokyo, Tonbandmaschinen und Schallplatten
  • bFly.audio mit bFly-audio, Little Fwend, FLUX-Hifi und PLiXiR
  • Blumenhofer-Acoustics
  • Brieden-Verlag
  • B&T hifi vertrieb mit den Marken Audio Magic Productions, Davis Acoustics, Edwards Audio, Flashpower, Heed Audio, Shakti Innovations, Shun Mook, Spendor, Talk Electronics und van den Hul
  • Clearaudio
  • Daluso
  • darklab mit den Marken darklab, Recording the Masters und SEPEA
  • DeInformer
  • Dodocus Design
  • DOS Hifi
  • DRAABE Technologies
  • Dr. Feickert Analogue
  • ELAC
  • EternalArts mit EternalArts, Transrotor, EMT, BAssocontinuo und Ferrograph
  • Euphonic Architect
  • fastaudio mit fastaudio, Acoustic System, Wolf von Langa, Primary Control und Jadis
  • Fenn Music Service
  • Frame Your Records
  • Friends-of-Audio mit MastersounD, ICHOS, DIAPASON und CanEVER AUDIO
  • Funk
  • Genuin Audio
  • Halfspeed Krefeld
  • Heed
  • Hemiolia
  • HiFi-Zeile Worpswede
  • Hörzone mit den Marken Artnovion und Sonitus
  • holz-akustik mit holz-akustik, Phasemation und Soundsmith
  • Hr. Loos
  • IAD (Quad)
  • IDC Klaassen mit Bluehorizon und QED
  • Input Audio mit Transformer, Audible Illusions, Croft, Harbeth und Wand
  • ISOTek
  • James Carter/ursa major
  • KlangwellenManufaktur mit den Marken KlangwellenManufaktur, Lyra, Plinius und pure audio
  • Klughörner
  • LaMusika
  • Lautsprung mit den Marken Lautsprung, DS-Audio, AMG, Exposure, MoFi, Grado und Hana
  • LEN Hifi mit Audioplan, Lab12 Röhrenelektronik, Zyx, StSt, J!Sikora, Lovan, Horns, Neukomm, Kuzma, Active Sound und Tonträger Audio
  • Levin Design
  • MalValve
  • Martina Schöner mit den Marken Garrard, Loricraft Audio, L´Art du Son, Suesskindaudio, Joachim Gerhard, RDC, Clearlight Audio, Mundorf und Origin Live
  • Mbakustik
  • MHW-Audio
  • MINT
  • Musikelectronic Geithain
  • Musikkammer
  • Oracle Records
  • Phonobar mit Bonnec, Brakemeier, Copulare, Dolphin, DOXA, Klaas, Montegiro, Simply Music, stst und Vidocq
  • Reed mit den Marken Reed, Audio-Technica und Refelctor-Audio
  • roger schult german audio lab
  • Röhrenschmiede Krefeld
  • Schallquelle – Schwingungstechnik mit Mundus NaturSchallWandler, Hoellstern, Ballfinger und Empire
  • schick Liebenthal
  • Schubert Akustik-Design mit Schubert Akustik-Design, Jelco, Nagaoka und Ortofon
  • Silent Wire
  • Soulines
  • Sperling Audio mit Sperling Audio, Valvet, Silberstatic und Blue Amp
  • SPL
  • Stereokonzept
  • STS Digital
  • SWS-audio
  • Thomas Strasmann mit CARSEQUENCE
  • ToneTool mit ToneTool, STUdo, Steinmusic, Dereneville, Soundsmith, Audia Flight, Cardas und Verity Audio
  • Tonzonen Records
  • Tube Audio Professional
  • Valeur Audio
  • Voigt Audiosysteme mit Audio Note
  • Walter Kircher Hifi mit Chisto, Glanz, Symposium Acoustics und Tune Audio
  • WSS-Kabel mit Acoustic Solid
  • Zapletal Akustik

Weitere Informationen zu den Workshops und dem vielseitigen Drumherum finden sich auf der Website der Analogue Audio Association.

Weitere Informationen

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Montag, 16 Oktober 2017 01:33

XTZ Divine Alpha

geschrieben von

XTZ sagt, dass das Topmodell Divine Alpha High End in seiner schönsten Form sei. Ein wahrhaft hoher Anspruch. Wir machen den Fakten- und Hörcheck.

Nach dem Test des zweitgrößten XTZ Divine Modells 100.33 vor einem guten Jahr hat Berthold Daubner, der Geschäftsführer von XTZ Deutschland, ein Versprechen eingelöst. Auf der letztjährigen High End, wo die Divine Alpha erstmals vorgestellt wurde, hatte er mir nämlich versprochen, dass ich auch das Topmodell testen dürfe sobald es serienreif verfügbar sei. Genau das ist jetzt der Fall. Als die beiden Lautsprecher dann verpackt vor meiner Haustüre angeliefert wurden, war ich schon überrascht wie groß die beiden Pakete waren. Auch bei der sicheren Verpackung wird nichts dem Zufall überlassen.

Stattliche Erscheinung: Die XTZ Divine Alpha ist gekommen, um zu bleiben
Stattliche Erscheinung: Die XTZ Divine Alpha ist gekommen, um zu bleiben

Wer von unseren Lesern XTZ noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass die XTZ-Komponenten in Schweden entwickelt und ausschließlich im Direktvertrieb angeboten werden. Das senkt natürlich den Preis deutlich und schafft in Kombination mit hochwertigen Bauteilen ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis. Eine Hörsession beim Fachhändler vor Ort ist dadurch natürlich nicht möglich. Mit dem seit Kurzen eingeführten Probehören bei ausgewählten XTZ-Besitzern in ganz Deutschland geht XTZ ganz unkonventionelle Wege. Daneben kann man die schwedischen Lautsprecher auch im XTZ-Showroom in Malsch (Kreis Karlsruhe) auf Herz und Nieren prüfen und hören – oder dem Urteil von Hifistatement vertrauen.

Einer der beiden SEAS-Tieftöner, die XTZ zusammen mit der norwegischen Lautsprechermanufaktur entwickelte
Einer der beiden SEAS-Tieftöner, die XTZ zusammen mit der norwegischen Lautsprechermanufaktur entwickelte

Als die beiden Divine Alpha Lautsprecher in meinem Hörraum standen, musste ich zumindest schon mal konzedieren, dass der Werbespruch „High End in seiner schönsten Form“ zumindest bei der Optik völlig zutrifft. Die Mühe, die über 70 Kilogramm schweren Schallwandler in die optimale Position zu bringen, hat sich gelohnt. Das Topmodell erfreut das Auge mit betörenden Rundungen und steht mit den integrierten Aluspikes absolut felsenfest im Raum. Bei diesen Spikes habe ich allerdings einen kleinen Kritikpunkt, was des Handling angeht. Bei dem doch ziemlich schweren Lautsprecher würde ich mir wünschen, dass die Spikes, die auf die mitgelieferten Aluplatten gestellt werden, zum Aufstellen nicht ausgefahren sind. Ich habe dort, wo die Lautsprecher bei mir stehen, einen relativ unkritischen Granitboden aber bei Parkett oder Laminat muss man schon sehr aufpassen, um den Boden nicht zu verkratzen. Wenn man das geschafft hat, vermitteln die XTZ Divine Alpha den Eindruck, sie seien gekommen, um zu bleiben. Nicht nur die schiere physische Präsenz, sondern auch alle Innereien und Zutaten sorgen dafür, dass auch sehr anspruchsvolle Highender auf Ihre Kosten kommen.

Der Accuton-Hochtöner C25-6-158 reicht bis 30.000 Hertz
Der Accuton-Hochtöner C25-6-158 reicht bis 30.000 Hertz

Das beginnt schon bei der Auswahl der Chassis: Als Hochtöner verwendet XTZ den C25-6-158 der deutschen Nobelschmiede Accuton, der aus einer ultraharten 25-Millimeter-Keramikmembran in einem 58-Millimeter-Alugehäuse besteht. Die Aufbruchfrequenz der Membran liegt über dem hörbaren Bereich und ist gut bedämpft. Daher sind keine Membranausschnitte erforderlich. Der Titan-Schwingspulenträger und ein doppelter Neodymmagnet garantieren einen niedrigen Energiespeicher, hervorragende Wärmeübertragung und hohe Hubauslenkung für geringe Kompression und extrem geringe Verzerrung.

Auch der Mitteltöner stammt von Accuton. Der C173-6-090 wird in den besten Lautsprechern der Welt verbaut. Eine große Schwingspule mit einem 55 Millimeter großen Schwingspulenträger aus Titan soll für hohe Auflösung und der 120 Millimeter starke Neodym Magnet für äußerst geringe Verzerrungen sorgen. Die Steifigkeit der Spezialkeramik soll ein perfektes Klirrverhalten ermöglichen. Auf der Membran sind zwei schwarze Punkte angebracht, die die Eigenfrequenz der Membran unterdrücken, um für einen linearen Frequenzgang zu sorgen.

XTZ nennt den Accuton-Mitteltöner C173-6-090 das Prunkstück der Divine Alpha
XTZ nennt den Accuton-Mitteltöner C173-6-090 das Prunkstück der Divine Alpha

Gleich zwei 26 Zentimeter große SEAS-Tieftöner übernehmen bei der Divine Alpha den Bassbereich. Hier handelt es sich um eine Eigenentwicklung in Kooperation mit der norwegischen Chassis-Manufaktur. Als Basis diente dabei der Excel-Aluminium-Treiber E0026-08S W26FX001, dessen Membranen aus reinem Aluminium bestehen. Hier paart sich höchste Festigkeit mit geringem Gewicht. Große Belüftungsfenster ober-und unterhalb der Zentrierspinne sorgen für geringeren Luftwiderstand. Auf diese Weise vermeidet man Schallreflexionen und Chassisresonanzen.

Auf den CNC-gefräßten höhenverstellbaren Aluminiumstandfüßen hat die Divine Alpha einen bombensicheren Stand
Auf den CNC-gefräßten höhenverstellbaren Aluminiumstandfüßen hat die Divine Alpha einen bombensicheren Stand

Auch beim Gehäuse wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es besteht aus mehrschichtigem MDF mit einer Stärke von bis zu 90 Millimetern an den Außenwänden, um eine hohe Steifigkeit zu erreichen. Zudem gibt es eine CNC gefräste Aluminiumfront, die alleine schon neun Kilogramm wiegt und passgenau ins Gehäuse versenkt wurde. Eine zusätzliche fest montierte metallene Abdeckung, die auf die Chassis abgestimmt wurde, schützt die einzelnen Lautsprechermembranen.

Die konvexe Form soll dabei stehende Wellen auf ein Minimum reduzieren. Das nach hinten leicht schräge Gehäuse hilft auch, die Laufzeitunterschiede der einzelnen Chassis zu optimieren. Im Gehäuseinneren sorgen mehrere separate Kammern dafür, den Treibern ideale Arbeitsbedingungen zu bieten. Die Weiche besteht im Signalweg aus hochwertigen Mundorf-Komponenten, bei der Verkabelung setzt man auf den schwedischen Premium-Hersteller Supra. Auf der Gehäuserückseite findet man die Öffnungen der beiden Bassreflexrohre, die je nach Raum und den persönlichen Vorlieben mit den mitgelieferten Stopfen verschlossen werden können, um damit ein geschlossenes Gehäuse zu generieren.

Die mitgelieferten Bassstopfen ermöglichen individuelle Anpassungen an den Hörraum und die eigenen Hörpräferenzen
Die mitgelieferten Bassstopfen ermöglichen individuelle Anpassungen an den Hörraum und die eigenen Hörpräferenzen

Weitere Klangregelungen für den Bass- und Hochtonbereich befinden sich via Kippschalter unmittelbar darunter auf dem CNC-gefrästen Aluminiumterminal, das verchromte Flügelmuttern für Bi-Wiring und sogar Tri-Wiring beherbergt. Mit den Kippschaltern lässt sich der Hochtonbereich um drei Dezibel absenken und der Bassbereich um drei Dezibel anheben.

Die äußeren verchromten Flügelmuttern sind zwar aus Messing, aber im Inneren bestehen die Terminals für den Signalweg aus hochreinem Kupfer. Da ich öfter auch Lautsprecherkabel mit Ösenöffnungen verwende, empfinde ich es als vorteilhaft, die Flügelmuttern auch komplett abschrauben zu können. Man kann sogar die passive Frequenzweiche der Divine Alpha komplett umgehen und eine externe Frequenzweiche für Bi- oder auch Tri-Amping verwenden. Der wirklich perfekte Klavierlack rundet die überaus hochwertige Erscheinung positiv ab. Die Qualität der Lackierung unterscheidet sich nicht von deutlich teureren Schallwandlern.

Rückansicht der leicht nach hinten geneigten Box. Bi-und Triwiring sind möglich
Rückansicht der leicht nach hinten geneigten Box. Bi-und Triwiring sind möglich

Hab ich Ihnen jetzt den Mund wässrig gemacht? Von den Bauteilen und dem gebotenen Materialaufwand her müsste die Divine Alpha ja phantastisch klingen. Allerdings sind alleine exzellente Zutaten noch kein Garant für Höchstleistungen, wie ich oft schon leidvoll feststellen musste. Endgültige Klarheit kann da nur der Hörtest bringen. Meine XTZ-Testlautsprecher waren noch nicht eingespielt und so gönnte ich ihnen die dafür empfohlenen 50 bis 100 Stunden. Natürlich habe ich auch vorher schon ein wenig reingehört und die Vorfreude wurde dadurch nur noch gesteigert.

In der Frequenzweiche verwendet XTZ Mundorf-Komponenten im Signalweg. Die Anschlüsse sind so konzipiert, dass man die Weiche bei Verwendung einer externen Frequenzweiche sogar komplett umgehen kann
In der Frequenzweiche verwendet XTZ Mundorf-Komponenten im Signalweg. Die Anschlüsse sind so konzipiert, dass man die Weiche bei Verwendung einer externen Frequenzweiche sogar komplett umgehen kann

Zunächst wollte ich checken, ob ich die Bassstopfen verwenden sollte oder nicht. Mein erster Eindruck war, dass es ohne diese in meinem Hörraum etwas offener klang. Das war allerdings eine sehr subjektive Wahrnehmung, wie ich bei Bella Fleck and the Flecktones „Flight Of The Cosmic Hippo“ vom gleichnamigen Album bald feststellen sollte. Mit den Bassstopfen war der Bassbereich deutlich präziser und auch bis in die tiefsten Lagen hinab sehr konturiert. Dieses Stück legt die Bassqualitäten schonungslos offen und lädt bei guten Lautsprechern gerade dazu ein, sehr laut zu hören, da die Dynamik in keiner Weise begrenzt ist. Die XTZ Divine Alpha bestand diesen Test so gut, dass ich das sehr gut aufgenommene Stück gleich mehrmals und immer lauter hörte.

Mit den oberen Kippschaltern kann der Hochtonbereich um 3 Dezibel gesenkt und der Bassbereich nach Wunsch um 3 Dezibel erhöht werden
Mit den oberen Kippschaltern kann der Hochtonbereich um 3 Dezibel gesenkt und der Bassbereich nach Wunsch um 3 Dezibel erhöht werden

Eine offene Wiedergabe im Mitteltonbereich ist bei Eugene Buffalos „The Same Kind Of Words“ besonders wichtig: Hier transportierte die XTZ Divine Alpha die melancholische Stimmung der Sängerin ganz hervorragend. Der Accuton-Mitteltöner leistete hier ganze Arbeit. Aber auch bei Männerstimmen wie Michael Bubles „Feeling Good“ stimmte das Timbre. Die Dynamiksprünge und das Saxophon meisterte die Divine Alpha mit Bravour. „Feeling Good“ beschreibt genau, wie es einem beim Hören geht. Tiefere Männerstimmen wie bei Mighty Sam McClain „Lonesome Road“ vom Album Give it up to love bringt die Divine Alpha mit der nötigen Schwärze und Nachhaltigkeit. Die bei diesem Stück hart angerissenen Gitarrensaiten kommen überaus schnell und anspringend rüber, während die räumliche Abbildung die Illusion nährt, den Gitarristen unmittelbar vor sich zu haben. Gerade bei diesem Stück ist es für einen Lautsprecher nicht einfach, die Balance in der Wiedergabe der Stimme und der Gitarre zu wahren, damit genau dieser Live-Eindruck entsteht.

Auch bei den höchsten Tönen muss man die Divine Alpha in höchsten Tönen loben: Gezupfte Harfentöne wie bei „Unchain My Harp“ von Rüdiger Oppermann werden in einer selten gehörten Natürlichkeit, Klangfarbentreue und Lebendigkeit wiedergegeben. Auch hier ist die Schnelligkeit faszinierend. Bei der detailreichen Wiedergabe wird nichts verschluckt. Kleinste Schallereignisse sind hörbar und ergeben ob dieser Durchsichtigkeit ein überaus homogenes, räumliches Klangbild.

Wenn man von einer High-End-Komponente begeistert ist, dann bleibt es nicht aus, dass man sich gerne auch einmal ältere Aufnahmen anhört. So geschehen mit der legendären Living-Stereo-Aufnahme von Fritz Reiner mit dem Chicago Symphony Orchestra. Das erste Stück von Also sprach Zarathustra, Opus 30 – 1. Sunrise fordert auch die allerbesten Lautsprecher. Die XTZ Divine Alpha meisterte hier die überaus komplexesten Passagen mit ansatzloser Dynamik. Die räumliche Tiefe begeistert, und auch die Wiedergabe der Trommeln erfolgte mit Druck und Kontur. Niemals hat man den Eindruck, als sei der Lautsprecher überfordert.

Tolle Verarbeitung des selbst entwickelten Lautsprecherterminals: Die verchromten Flügelmuttern werden über einen Zwischenring mit den Kupferterminals verschraubt
Tolle Verarbeitung des selbst entwickelten Lautsprecherterminals: Die verchromten Flügelmuttern werden über einen Zwischenring mit den Kupferterminals verschraubt

Zum Entspannen gönnte ich mir zum Schluss noch Pink Martinis „Tea For Two“ aus dem Album Hey Eugene. Die Stimme der Sängerin steht dabei klar ortbar und mit enormer Präsenz im Raum. Ihre jazzige Interpretation ist eine Ohrenweide und der live-artige Charakter der Wiedergabe verursacht Gänsehaut beim Autors dieser Zeilen. Hat die XTZ Divine Alpha denn keine Schwächen? Ich muss gestehen, dass ich tonal keine erkennen kann. Keine Schwächen können manchmal auch langweilig sein, aber nicht bei der Divine Alpha, die mit einer ungemein stimmigen, offenen Wiedergabe und hoher Dynamik glänzt. Da kommt niemals Langeweile auf. Der Preis der XTZ ist dabei mehr als angemessen: Haptik und Optik sind auf höchstem Niveau. Bei einem anderen Vertriebsmodell müsste man wohl mindestens das Doppelte dafür berappen. Wer sich eine wirkliche Anlage auf Topniveau anschaffen will und mit den Lautsprechern beginnen möchte, sollte die XTZ Divine Alpha unbedingt in Betracht ziehen. Erfahrene HighEnder haben mit diesem Lautsprecher eine echte Alternative zu ihren bestehenden Top- Komponenten.

STATEMENT

Die XTZ Divine Alpha ist eine der preisgünstigsten Möglichkeiten, in den High-End-Lautsprecher-Olymp zu gelangen und dort lange zu verweilen. Mit ihr hat man eine perfekte Basis, um eine wirkliche Topanlage allerhöchster Güte aufzubauen.
Gehört mit
Plattenspieler Le Tallec Stad S
Tonarme Clearaudio Souther, Eminent 1
Tonabnehmer Van den Hul Grashopper
Musikserver Aurender N100
D/A Wandler MYTEK Brooklyn mit Keces Netzteil, Audiobyte Hydra Z USB Bridge und Hydra ZPM Netzteil
Vorverstärker Grandinote Genesi
Endstufen Grandinote Demone Monos
Lautsprecher Wilson Audio MAXX
Kabel Audioquest, HABST, Swiss Cables, Sun Wire Reference
Zubehör Ictra design Rack PROTO und Endstufenbasen, Sun Leiste
Herstellerangaben
XTZ Divine Alpha
Lautsprecher Typ 3-Wege Standlautsprecher
Hochtöner 1 x 25mm Keramik-Kalottenhochtöner
Mitteltöner 1 x 180mm Keramik-Mitteltöner
Tieftöner 2 x 250mm Aluminium-Tieftöner
Frequenzgang 24 – 30.000 Hz
Impedanz 4 – 8 Ohm
Wirkungsgrad 90 dB
Belastbarkeit (Musik/Dauer) 920 W / 460 W
Abdeckung metallisch (fest installiert)
Standfüsse 4 Metallspikes (M8-Gewinde)
Anschlüsse Tri-Wiring / Tri-Amping möglich, verchromt
Einstellmöglichkeiten Bassreflex / Geschlossen (2 Bassreflexrohre), Hochtöner (2-fach anpassbar), Tieftöner (2-fach anpassbar)
Abmessungen (B/H/T) 352(418)/1245/588 mm (mit Füßen)
Gewicht 76 Kg
Farben Schwarz hochglanz
Einspielzeit 50-100 Stunden
Garantie 5 Jahre
Paarpreis 7.800 Euro

Vertrieb
XTZ-Deutschland
Anschrift Neudorfstr. 19
76316 Malsch
Telefon +49 7246 9131483
E-Mail kontakt@xtz-deutschland.de
Web www.xtz-deutschland.de

Weitere Informationen

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