Montag, 11 April 2022 07:48

Transrotor TRA 9 s

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Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass ich hier den TRA 9 vorstellte. Transrotors erste Tonarm-Entwicklung nach fast 50 Jahren intensiver Beschäftigung mit Laufwerken überzeugte derart, dass wir sie gleich mit einem STATEMENT in High Fidelity-Award auszeichneten. Nun stellen die Bergisch-Gladbacher Analogspezialisten den TRA 9 s vor.

Als ich damals Vater und Sohn Räke an ihrem Firmensitz besuchte und sie mir zusammen mit Lars Hornung, der ebenfalls einen beträchtlichen Anteil an der Entstehung des TRA 9 hatte, ihre Kreation vorstellten, war schon klar, dass sie damit den Grundstock für einen Tonarm-Baukasten geschaffen hatten: Die „9“ im Namen ließ vermuten, dass Arme in anderen Längen als die 9-Zoll-Variante folgen würden. Darauf werden wir aber noch ein Weilchen warten müssen, wie die Präsentation der s-Version jetzt klar machte. Die günstigste, mattschwarze Ausführung des TRA 9 kostet inzwischen 4.900 Euro, so dass zwischen diesem und Transrotors modifizierten Rega-Armen qualitativ – und preislich –eine recht große Lücke klafft. Die schließt nun zum Teil der TRA 9 s, der 1.150 Euro günstiger ist als das große Modell. Am reichhaltigen Zubehör wurde schon mal so gut wie nicht gespart: Im gleichen robusten Transportkoffer befindet sich unter anderem weiterhin eine aufwendig gefertigte Lehre für den Abstand von der Mittelachse zum Montagepunkt des Tonarms, ein Parallelogramm zur waagerechten Justierung des Arms und zur Einstellung des Azimut sowie eine elektrische Tonarmwaage. Lediglich die Spitzzange zum Montieren der Systemstecker wurde durch eine Pinzette ersetzt. Auch die beiden Armaufnahmen gehören immer noch zum Lieferumfang: eine runde, für die nur eine große Bohrung sowie drei Gewinde in einem Lochkranz auf dem Laufwerk notwendig sind, und die andere zur Montage auf einem Langloch, das für die früher von Transrotor in Deutschland vertriebenen Arme so charakteristisch war.

Das Tonarmkabel ist fest mit dem Arm verbunden, so gibt es weniger Übergangswiderstände
Das Tonarmkabel ist fest mit dem Arm verbunden, so gibt es weniger Übergangswiderstände

Die augenfälligsten Unterschiede zwischen den beiden Transrotor-Armen sind erstens das Armrohr, das bei der s-Version aus einen Stück mit konstantem Durchmesser besteht, während es beim „großen“ Arm zur Resonanzminderung aus zwei Abschnitten besteht, wobei einer konisch zuläuft. Der Lagerblock wurde dem Rohr entsprechend angepasst und sieht ein wenig anders aus, ist aber ähnlich massiv wie beim zuerst vorgestellten Arm. Zweitens wurde das Gegengewicht des neuen Modells weniger aufwendig gestaltet, ist aber natürlich dennoch dank verschiedener Zusatzringe so an die Masse des Tonabnehmers anpassbar, dass es sich immer recht nah am Lagerpunkt justieren lässt. Drittens ist das Kabel vom Arm zur Phonostufe nun fest montiert, was ja Übergangswiderstände durch die Stecker vermeidet und daher kein Nachteil sein muss. Transrotor setzt auf hochwertige van-den-Hul-Kabel, beim s-Arm ist es das M.C. D-502 statt des D-501. Das war es dann auch schon mit den Sparmaßnahmen: Bei beiden Armen wird die Antiskating-Kraft magnetisch erzeugt und über eine Schraube eingestellt. In den Bohrungen der Armaufnahmen befindet sich in beiden Fällen eine geschlitzte Kunststoffhülse, die mit zwei Inbusschrauben an den Arm gedrückt wird. Diese gewährleisten eine Resonanzunterbrechung zwischen Arm und Basis, und zudem wird der Armschaft bei der Höheneinstellung nicht durch die Schrauben beschädigt. Keine Angst, ich werde jetzt nicht en détail wiederholen, was ich schon im Artikel über den TRA 9 geschrieben habe.

Die Antiskating-Kraft wird magnetisch, das heißt kontaktlos, erzeugt und mit der Schraube eingestellt
Die Antiskating-Kraft wird magnetisch, das heißt kontaktlos, erzeugt und mit der Schraube eingestellt


Allerdings erlaube ich mir, noch einmal zu schildern, welche Sorgfalt man sich bei Transrotor allein bei der Montage der Lager gibt. Um die japanischen Stahllager für die horizontale und die Keramiklager für die vertikale Bewegung, die die Anforderungen – extrem geringe Losbrechkräfte und sehr geringes Spiel – am besten erfüllen sollen, möglichst spielfrei zu bekommen, verspannt man sie gegeneinander. Wie Jochen Räke damals erklärte, säßen die dabei zuerst verwendeten Standardmuttern jedoch nicht in einem exakten 90-Gradwinkel auf der Achse, so dass sie die Lager ungleichmäßigen Kräften aussetzten. Daher drehe man für diese Anwendung Spezialmuttern, die wirklich einen 90-Grad-Winkel mit der Achse bildeten. Aber wenn man diese mit einer zweiten Mutter kontere, würde dabei die zuvor penibel eingestellte Spannung leicht verändert. Daher habe man sich dazu entschlossen, die mit dem gewünschten Druck angezogenen Spezialmuttern mit Siegellack statt einer zweiten Mutter zu sichern. Von soviel Liebe zum Detail und mechanischer Präzision profitiert natürlich auch der TRA 9 s.

Nach dem Lösen der Inbusschraube lässt sich der Azimut manuell verstellen
Nach dem Lösen der Inbusschraube lässt sich der Azimut manuell verstellen

Wenn man den TRA 9 kennt und schon einige Male verschiedene Tonabnehmer darin justiert hat, ist der Aufbau des neuen Modells kein Problem. Ich verwende die Armaufnahme für ein Langloch und fädele das Tonarmkabel durch die seitliche Öffnung der Basis, durch die sonst auch das Kabel mit dem Tonarm-Stecker geführt wird. Das ist problemlos möglich, da das van-den-Hul-D-502 ausreichend flexibel ist. Allerdings wird der Arm bei der Höhenjustage dadurch in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und senkt sich nicht von selbst, wenn man die beiden Gewindestangen für die Höheneinstellung entsprechend herausdreht. Nachdem ich das erkannt hatte, führte ich das Kabel unten statt seitlich aus der Basis heraus und der TRA 9 s ließ sich mithilfe der beiden Gewindestangen genauso komfortabel einstellen wie der Arm mit dem DIN-Stecker und dem separaten Tonarmkabel. Bei der Einstellung des Überhangs mit der Dennesen-Schablone, bei der der Drehpunkt des Arm ein wichtiger Bezugspunkt ist, offenbarte sich dann noch eine kleine Änderung gegenüber dem TRA 9: Bei diesem wird der Punkt durch das Aufsetzen einer aus dem 3-D-Drucker stammenden Kunststoffbrücke mit entsprechender Vertiefung auf den massiven Lagerblock markiert. Beim s-Modell gibt es eine kleine Vertiefung direkt im Lagerblock: die einfachere und vielleicht sogar noch präzisere Lösung.

Bei der Azimut-Einstellung und der waagerechten Ausrichtung des Arms hilft diese Lehre
Bei der Azimut-Einstellung und der waagerechten Ausrichtung des Arms hilft diese Lehre

Auch wenn Transrotors Tamino, das übrigens von MY Sonic Lab gefertigt wird, noch immer einer meiner Lieblingstonabnehmer ist und sich im TRA 9 nahezu ebenso wohlfühlte wie in Einsteins The Tonearm 12“, verzichte ich darauf, es in die s-Version zu montieren: Wer sich diesen Traum-Tonabnehmer zum fünfstelligen Preis leistet, wird gewiss Transrotors bisher besten Tonarm dazu wählen. Wie schon im Bericht über den TRA 09 erwähnt, braucht man sich dann über den Preisunterschied zwischen Abtaster und Arm keine Gedanken zu machen: Der TRA 9 ist dem Tamino ein wirklich adäquater Spielpartner. Für das s-Modell habe ich Einsteins The Pickup ausgewählt. Dass diese beiden hervorragend harmonieren, zeigt sich schon bei der ersten Platte, die auf dem Teller des Brinkmann LaGrange liegt: Art Farmer und Jim Halls Big Blues. Erstaunlich, mit wie viel Druck die Bass Drum erklingt, wie dynamisch die Trompete einsetzt und wie viel Luft die Instrumente umgibt – obwohl das Tonarmkabel noch gar keine Betriebsstunden sammeln konnte.


Zur Höheneinstellung dienen diese beiden Gewindestangen
Zur Höheneinstellung dienen diese beiden Gewindestangen

So 20, 25 Plattenseiten später höre ich dann wieder ein wenig genauer hin, da ich einige lange nicht beachtete ECM-Alben von John Surman zum Einspielen herausgesucht habe. Des Saxophon, Bassklarinette und Synthesizer spielenden Engländers Duo-Album mit Jack DeJohnette, The Amazing Adventures Of Simon Simon, betört mit einer luftigen Abbildung und vollen, strahlenden Klangfarben, nicht zuletzt weil der Schlagzeuger auf einem der Titel auch ein Fender Rhodes einsetzt. „The Pilgrims Way“ versetzt den Zuhörer in einen riesigen imaginären Raum. Grund dafür ist die ECM-typische Unsitte, Perkussionsinstrumente – meist Becken, hier aber Congas – ganz extrem auf den rechten und linken Kanal mixen zu lassen. John Surmans Saxophon erklingt plastisch zwischen den Trommeln: nicht realitätsnah, aber nett spektakulär. Das erste Stück des Solo-Albums Upon Reflection beginnt mit einer beständig repetierten kurzen Synthy-Melodie auf der rechten Seite, die aber von links ganz leicht widerhallt. Dann setzt links das Baritonsaxophon ein, wieder rechts kommt die Bassklarinette hinzu, ein weiteres Saxophon füllt die Mitte und Keyboard-Linien verdichten das Klangbild weiter. Dank der feinen und präzise Auflösung von Arm und System lässt sich das Spiel auf jedem einzelnen der Instrumente leicht verfolgen. Die teils heftigen Einsätze der Blasinstrumente verströmen jede Menge Energie, kippen aber nie ins Aggressive: So wird die Scheibe aus dem Jahr 1979 zum Genuss. Das gilt auch ganz besonders für „Beyond A Shadow“, wo das Sopransaxophon über extrem tiefen, aber bestens definierten Synthy-Flächen und dunklen Bläser-Sounds brilliert: wirklich beeindruckend!

Die Scheibe hinten am Gegengewicht kann herausgeschraubt werden und, wenn das Gewicht des Tonabnehmers dies erfordert, gegen eine leichtere oder schwerere ausgetauscht werden. Ziel ist es, dass sich das Gegengewicht nah am Lager befindet
Die Scheibe hinten am Gegengewicht kann herausgeschraubt werden und, wenn das Gewicht des Tonabnehmers dies erfordert, gegen eine leichtere oder schwerere ausgetauscht werden. Ziel ist es, dass sich das Gegengewicht nah am Lager befindet

Schon mit Big Blues und den Surman-Alben macht der TRA 9 s klar, dass er der enormen Spielfreude von Einsteins The Pickup nicht im mindesten im Wege steht. Erfreulicherweise fügt er dem Klang hier auch keine eigene Färbung hinzu. Tiefbassfähigkeit und eine sehr gute Durchzeichnung stehen ebenfalls schon jetzt außer Frage. Aber ich sollte dem Arm noch einige Stündchen Zeit geben, um dann noch einmal genau hinzuhören. Doch auch jetzt ist das Classic-Records-Reissue von Richard Strauss' Also sprach Zarathustra in der Einspielung des Chicago Symphony Orchestra unter Fritz Reiner mal wieder eine Freude: Die extrem tiefen Töne der Orgel habe ich noch nie so druckvoll und definiert gehört – woran gewiss auch die Børresen 05 SSE ihren Anteil haben dürften –, die Pauken und die Blechbläser setzen darüber dynamische Akzente und vermitteln eine Vorstellung von der Größe des Aufnahmeraumes. Anders als bei der Wiedergabe von der Festplatte bleibt es diesmal aber nicht beim Anspielen der spektakulären Eingangssequenz: Die erste Plattenseite lasse ich bis zum Schluss durchlaufen. Brinkmann, Transotor und Einstein entlocken der Scheibe einfach das gewisse Etwas, das das Interesse an der Musik wachhält.

Diese Tonarmwaage gehört zum Lieferumfang
Diese Tonarmwaage gehört zum Lieferumfang


Beim Einspielen der Kabel des TRA 9 hatte ich Karl Seglems Album Nordic Balm auf Ozella Music, entdeckt, es dann aber nicht mehr gespielt, was sich jetzt ändert: Über die im Tieftonbereich alles andere als zurückhaltenden Børresen kommen die Bass Drum und Sigurd Holes Viersaiter so fett rüber, dass es nur deshalb nicht zu viel des Guten wird, weil Einsteins Pickup und Transrotors s-Klasse die Bässe bestens definiert und sehr sauber reproduzieren. So kann man sich von recht hohen niederfrequenten Wellen umspülen lassen und dennoch Andreas Ulvos dynamischen Piano-Linien leicht folgen oder Karl Seglems melodiöses Spiel genießen, das auch in schnelleren Stücken wie „Eldblome“ stets seinen warmen Ton ohne Schärfe und Rauigkeiten behält. Beim leicht euphonischen Mastering dürften wohl einschmeichelnde, volle Klangfarben und eine recht dichte Atmosphäre gegenüber einer ausladenden Raumillusion den Vorzug bekommen haben: ein Sound, zum Dahinschmelzen!

Mit diesem Werkzeug lässt sich der Abstand vom Tellermittelpunkt zur Bohrung für den Arm einstellen. Für die Achse des LaGrange ist eine der Plexiglas-Buchsen aber zu eng toleriert
Mit diesem Werkzeug lässt sich der Abstand vom Tellermittelpunkt zur Bohrung für den Arm einstellen. Für die Achse des LaGrange ist eine der Plexiglas-Buchsen aber zu eng toleriert

Bisher hatte ich vergessen zu erwähnen, dass sich der TRA 9 mit und ohne s in puncto effektive Masse so gut wie nicht unterscheiden, weshalb ich davon ausgehen kann, dass auch der neue – zumindest wenn es um die Resonanzfrequenz geht – mit den Tonabnehmern harmoniert, die ich im Test des ersten Transrotor-Arm ausprobiert habe. Deswegen werde ich jetzt noch das Lyra Etna in den TRA 9 s einbauen. Danach hat es dann gemeinsam mit dem TRA 9 noch einen kurzen Auftritt. Für den anstehenden Vergleich mache ich es mir leicht und lege Keith Jarretts Standards, Vol. 1 auf – und bin völlig baff: Ich habe in letzter Zeit häufig das HiRes-File gehört. Aber der Lebendigkeit, Detailfülle und Feinzeichnung, mit der einen die schon etwas mitgenommene Scheibe, Etna, TRA 9 s und der analoge Rest hier verwöhnen, kommt die Datei allerhöchstens nahe, wenn in der digitalen Kette wirklich alles auf den Punkt spielt und – um einen ketzerischen Gedanken nicht zu verschweigen – auch der Waversa WLAN-Isolator-EXT-Reference mit von der Partie ist, für den eine etwas größere Investition nötig ist als für den TRA 9 s. Nein, nein, ich werde die unsägliche Analog-Digital-Diskussion nicht neu beleben …

Der Arm wird in einem schmucken Koffer geliefert
Der Arm wird in einem schmucken Koffer geliefert

Ich höre lieber noch dreimal Dick Schorys „Buck Dance“, freue mich über eine tiefe und breite Bühne, jede Menge Spielfreude, eine tolle Basswiedergabe und ein farbiges Klangbild und mache mich dann daran, das Etna aus dem s-Modell aus- und in den TRA 9 einzubauen. Obwohl das bei einiger Sorgfalt schon ein wenig dauert, ist das Ergebnis eindeutig: Die beiden Arme unterscheiden sich klanglich nur in Nuancen – zugunsten des Neuners ohne s. Hier genießt man noch eine minimal tiefere Bühne, einen Tick mehr Dynamik und einen schwärzeren Hintergrund. Bisher bleibt die firmeninterne Hierarchie gewahrt. Aber da ist ja noch Keith Jarretts „God Bless The Child“: Und hier fallen mir eindeutige Aussagen schon schwerer. Ich meine, die Intensität einzelner Anschläge variiert hier noch ausgeprägter, dynamische Kontraste werden noch ein klein wenig stärker herausgearbeitet. Was den Groove und die Spielfreude des Trios angeht, tun die beiden Arme sich aber rein gar nichts!


Auch beim TRA 9 s hat Transrotor nicht an Zubehör gespart
Auch beim TRA 9 s hat Transrotor nicht an Zubehör gespart

STATEMENT

Wie nach dem Erstlingswerk und bei der jahrzehntelangen Analog-Erfahrung Transrotors nicht anders zu erwarten, überzeugt auch der TRA 9 s auf ganzer Linie. Erst im direkten Vergleich kann der TRA 9 seinen höheren Preis klanglich rechtfertigen. Oder anders formuliert: Ohne den Vergleich wird man auch mit dem TRA 9 s wunschlos glücklich!
Gehört mit
Laufwerk Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Einstein The Tonearm 12“
Tonabnehmer Transrotor Tamino, Einstein The Pickup, Lyra Etna
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorstufe Audio Exklusive P7
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen 05 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Audioquest Dragon ZERO und XLR, Forcelines, Ansuz Mainz D2
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME
Herstellerangaben
Transrotor TRA 9 s
Effektive Länge 232,8mm, circa 9“
Tonarmdistanz Mitte Teller bis Tonarmdrehpunkt 215mm
Überhang 17,8mm
Kröpfung 23,66º
Nullpunkt Innen 66mm
Nullpunkt Außen 121mm
Effektive Masse 18g (mittelschwer)
Anschlusskabel fest verdrahtet, Länge ca.130cm, van den Hul M.C. D 502
Lieferumfang Tonarm
2 Montagebasen
4 Inbusschlüssel
2 Höhenjustierschrauben
Elektrische Tonarmwaage
Parallelogramm zu waagerechten Justierung
Lehre für den Abstand, Mittelachse Tonarm
Stahlmaß 30cm
Pinzette zum Montieren der Systemstecker
2 Ergänzungsgewichte für Gegengewicht
diverse Schrauben
Preise 3750 Euro Ausführung schwarz matt

Hersteller/Vertrieb
Räke HIFI Vertrieb GmbH
Anschrift Irlenfelder Weg 43
51467 Bergisch Gladbach
Telefon +49 2202 31046
E-Mail transrotorhifi@t-online.de
Web www.transrotor.de

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass ich hier den TRA 9 vorstellte. Transrotors erste Tonarm-Entwicklung nach fast 50 Jahren intensiver Beschäftigung mit Laufwerken überzeugte derart, dass wir sie gleich mit einem STATEMENT in High Fidelity-Award auszeichneten. Nun stellen die Bergisch-Gladbacher Analogspezialisten den TRA 9 s vor.

Im Herbst letzten Jahres beschäftigten wir uns eingehend mit Waversas USB-, LAN- und S/PDIF-Filtern EXT-1. Letzteren probierte Roland Dietl in seiner Anlage, ich widmete mich den beiden übrigen, und die brachten so deutliche Verbesserungen, dass ich zwei LAN-Filter erwarb. Nun stellt Waversa die EXT-Reference Versionen vor.

Beim letzten Mal fanden im Artikel nur die USB- und LAN-Filter Erwähnung, da die S/PDIF-Version in gleicher Weise überzeugte. Nun haben Roland Dietl und ich uns die USB- und LAN-Varianten geteilt und berichten unabhängig voneinander darüber. Doch bevor der Kollege seine Erfahrungen mit dem EXT-Reference beschreibt und kurz erklärt, warum die Isolation eines D/A-Wandlers von den vorgeschalteten Komponenten sinnvoll ist, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, was Dr. Collin Shin, der – wenig auskunftsfreudige – Entwickler des Isolators Stefan Harms, dem Waversa-Produktmanager beim deutschen Vertrieb ATR - Audio Trade, über den Isolator mitteilte: „Die interne Struktur des EXT-Reference unterscheidet sich vollkommen von der des EXT-1. Der EXT-Reference ist kein Filter, verhindert aber, dass Störungen zur angeschlossenen Komponente gelangen. Der EXT-Reference ist zehnmal leistungsfähiger als der EXT-1. Die Technologie beruht auf der Grundlage modernster Quantenphysik. Wir haben mehr als 100 Prototypen entwickelt, von denen einige von CCTV – China Central Television – verwendet werden, um das Rauschen von Kamera-Sensoren und das Pixelrauschen des Fernsehers zu reduzieren.“

Der Waversa WLAN-Isolator-EXT-Reference besitzt ein aus dem Vollen gefrästes Gehäuse
Der Waversa WLAN-Isolator-EXT-Reference besitzt ein aus dem Vollen gefrästes Gehäuse

Roland Dietl äußert sich zum Glück sehr viel konkreter: Machen wir uns nichts vor: Wer seine Musiksammlung digital verwaltet, hat einen Computer in seiner Anlage und das gilt auch dann, wenn die Geräte HiFi-gerecht hübsch verpackt sind und/oder beschönigend als Streamer, Bridge, Transporter oder ähnliches bezeichnet werden. Computer sind allesamt mehr oder weniger große Dreckschleudern, die ein breites Spektrum an hochfrequenten Störungen erzeugen. Ein besonderes Augenmerk sollte deshalb auf die Entkopplung der Computer-Seite vom hochempfindlichen Audio-Bereich gelegt werden. Doch gerade die im Heimbereich gängigste Verbindung über USB kann dazu erst einmal nicht allzu viel beitragen. In den Spezifikationen dieser Schnittstelle ist eine Störentkopplung der miteinander verbundenen Geräte grundsätzlich nicht vorgesehen. Hinzu kommt, dass USB selbst – was vielleicht weniger bekannt ist – ebenfalls mit einem eigenen leistungsfähigen Prozessor arbeitet, der an dieser Stelle weitere Störgeräusche erzeugen kann.

Auf der Rückseite sind zwei Buchsen zu finden. Ein- und Ausgang sind nicht definiert
Auf der Rückseite sind zwei Buchsen zu finden. Ein- und Ausgang sind nicht definiert


Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter verwunderlich, dass auf dem Markt eine Fülle unterschiedlichster Geräte zur Optimierung der USB-Strecke zu finden sind. Viele Lösungen beschränken sich allerdings darauf, den gerade jeweils aktuellsten XMOS-Chip-Satz mit einer mehr oder wenig aufwändig konzipierten Stromversorgung zu kombinieren. Einfallsreiche Ansätze sind rar gesät. Und genau an dieser Stelle kommt der Waversa USB Reference ins Spiel. Eine innovative, rein passive Lösung, die zur Resonanzdämpfung in ein massives, aus dem Vollen gefrästes Aluminiumgehäuse verpackt ist. Einmal USB rein, einmal USB raus – mehr Anschlüsse gibt es nicht. Ein Netzteil ist nicht erforderlich, was ich als sehr angenehm empfinde. Beigepackt sind ein etwa 20 Zentimeter langes USB-Kabel sowie ein mit „USB Reclock Gender“ bezeichnetes Adapter-Stück. Weil der Waversa USB Reference „nur“ eine passive Komponente ist, werden auch keine speziellen Treiber benötigt, sondern der Computer „sieht“ durch ihn hindurch direkt den angeschlossenen DAC. Das hat seine Vorteile, denn welche Digital-Formate und Sampling-Raten verarbeitet werden können, wird so grundsätzlich durch den angeschlossenen DAC bestimmt. Für den Hörtest habe ich den Waversa USB Reference zwischen meinen PS Audio DirectStream DAC und meinen Renderer auf Basis eines LattePanda Alpha 864s mit Volumio eingeschleift. Der Renderer wird von einem HDPLEX 200W Linear-Netzteil mit Spannung versorgt und bezieht die Musik über ein eigenes LAN-Netzwerk von meinem bewährten Windows-Server.

Was mir bereits nach den ersten Takten auffällt: Der Klang über den Waversa USB Reference ist außerordentlich musikalisch, rund und räumlich. Im „Concierto Andaluz for 4 Guitars and Orchestra“ von Joaquin Rodrigo mit dem berühmten Romero-Quartett und dem Orchester Academy of St. Martin in the Fields unter der Leitung von Neville Marriner (Joaquin Rodrigo: Complete Concertos for Guitar and Harp – Philips Classics) spielen die vier Gitarristen wie aus einem Guss mit atemberaubendem Tempo und kongenial begleitet vom großartigen Orchester. Mit dem Waversa USB Reference haben die Streichereinsätze die notwendige Brillanz, jedoch ohne jeden Anflug von (digitaler) Schärfe oder gar Härte. Die Gitarren besitzen Volumen, klingen wunderbar nach Holz und nicht wie billige „Zigarrenkistchen“. Die räumliche Wiedergabe ist von ausgezeichneter Breite und Tiefe, wobei die im Orchester weiter hinten sitzenden Instrumente gerade im Zusammenspiel mit den Solisten überaus klar zu verorten sind und nicht diffus in einem imaginären Raum verschwimmen. Gerade ein tiefer, aber diffuser Raumeindruck ist für mich im Digital-Bereich inzwischen immer ein sicheres Indiz für unerwünschte Störgeräusche.

Überraschend und überragend sind für mich die Dynamik und Energie in der Wiedergabe. In der exzellenten Aufnahme des „Streichquartetts Op. 76, No. 5, Finale“ von Joseph Haydn (The Nordic Sound - 2L audiophile reference recordings - 24/192) sprüht das Engegård Quartet ja nur so vor Spielfreude. Doch mit dem Waversa USB Reference scheinen die Solisten jetzt noch virtuoser, kraftvoller und jeden einzelnen Ton mit mehr Nachdruck zu spielen, als das ohnehin der Fall ist. Nicht erwartet hätte ich, dass sich diese Dynamik und Energie in einem auffallend straffen und druckvollen Tieftonbereich fortsetzen. In „What's On?“ eröffnet Stilgoe zusammen mit dem Bassisten Tom Farmer und dem Schlagzeuger Ben Reynolds einen rockigen Streifzug durch seine Jugend als Kinobesucher, der zum Mitwippen regelrecht einlädt (Joe Stilgoe: Songs On Film: The Sequel – Linn Records, 24/96).

STATEMENT 1

Der Waversa USB Reference ist aufgrund seiner großartigen Musikalität zweifellos eine der besten Möglichkeiten zur Optimierung der USB-Verbindung.

Das beigepackte Kabel ist deutlich vertrauenserweckender als das dem EXT-1 beigelegte
Das beigepackte Kabel ist deutlich vertrauenserweckender als das dem EXT-1 beigelegte

Soweit der Kollege. Leider sind Rauschen und HF-Einstreuungen bei LAN-Verbindungen mindesten ein ebenso wichtiges Thema wie bei USB: Obwohl Signale aus dem „schmutzigen“ Internet mit seinen Erdungsproblemen in meiner Kette erst nach einer Lichtwellenleiter-Strecke – sprich: einer vollständigen galvanischen Trennung – über ein Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme, bei dem höchster Wert auf ableitende Erdungspfade und Filterung gelegt wurde, zum Auralic-Aries-G2.1-Streamer gelangen, brachte ein Waversa-WLAN-Isolator-EXT-1 vor dessen Ethernet-Eingang eine derartige klangliche Verbesserung, dass ich mich nicht wieder von ihm trennen konnte. Doch damit nicht genug: Ich habe gleich zwei EXT-1 gekauft, da der zweite direkt vor dem ersten ADOT-Medienkonverter, der kurz nach dem Router aus dem elektrischen ein optisches Signal macht, einen ebenso positiven Einfluss hatte. Es scheint so, als könne man gar nicht genug filtern oder – Dr. Collin Shins Anmerkung, der EXT-Reference sei kein Filter, berücksichtigend – die Störungen auf andere Weise minimieren.


Ich weiß nicht, ob der EXT-Reference seinen Job zehnmal effektiver erledigt als der EXT-1, aber dass er es überhaupt tut, ist absolut unstrittig und schon nach nicht einmal einer Minute klar: Bei Ravi Shankars „West Eats Meat“ werden die Tablas beim Intro ein Stückchen größer abgebildet und noch besser differenziert, sie erklingen auf einer breiteren und tieferen imaginären Bühne. Der später einsetzende E-Bass groovt noch packender, die Pauken kommen aus der Tiefe des Raumes und besitzen dennoch mehr Wucht. Zudem spricht mich der Song rhythmisch einfach mehr an. Der EXT-Reference macht den Musikgenuss noch intensiver – und das, obwohl ich ihm nicht nur wegen des Verweises auf die Quantenphysik mit großer Skepsis begegnet bin. Auf den ersten Blick – und bei dem muss es bleiben, wenn man den Waversa nicht beschädigen will – scheint sich zudem im Gehäuse vor allen massives Aluminium zu befinden – kein Wunder, dass meine Erwartungen nicht besonders hoch waren. Aber ein kurzer Vergleich mit dem EXT-1 wischt alle Bedenken und Zweifel hinweg.

Ob sich unter dem Aluminium auf der rechten Seite in einer Art Tasche noch Bauelemente befinden, lässt sich ohne Zerstörungen nicht ergründen
Ob sich unter dem Aluminium auf der rechten Seite in einer Art Tasche noch Bauelemente befinden, lässt sich ohne Zerstörungen nicht ergründen

Den „Infernal Dance“ aus der Firebird Suite mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons genieße ich mit dem EXT-Reference und höre ihn dann noch einmal mit dem EXT-1: Die Dynamik beeindruckt auch weiterhin, der bei der Aufnahme eingefangene Raum scheint nun allerdings etwas kleiner, die Klangfarben eine Spur matter. Der Wiedergabe fehlt ein wenig das Strahlende. Der Wechsel zum EXT-1 wirkt auf mich etwas ernüchternd, die Begeisterung für die fantastische Einspielung nimmt einfach ab – wenn man sie zuvor mit dem EXT-Reference erleben durfte.

STATEMENT 2

Für das segensreiche Wirken des Waversa WLAN-Isolator-EXT-Reference gibt es keine schlüssige technische Erklärung, er ist alles andere als günstig – aber wenn man seinen Einfluss auf eine hochauflösende Kette einmal erfahren hat, möchte man ihn nicht mehr missen. Nicht auszudenken, auf welches Niveau zwei dieser Wunderkistchen die digitale Wiedergabe bringen könnten. Das sollte aber nur ausprobieren, wer anschließend die nötige Investition nicht scheut!

PS: Die verschiedenen Varianten des Isolators EXT-Reference sind bisher nur auf Bestellung lieferbar.

Gehört mit (Roland Dietl)
Computer Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2012R2 und 2019 mit AudiophileOptimizer 3.0, JPLAY USB Card, HDPLEX 400W ATX Linear-Netzteil und HDPLEX 200W Linear-Netzteil LattePanda Alpha 864s mit Intel 8th m3--8100y und Volumio mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil
Software JRiver Media Center 24, JPLAY 6.2, MinimServer, JPLAY Femto, JPLAY femtoServer, Roon Server, Volumio
LAN Switch SOtM sNH-10G i
10-MHz-Clock SOtM SCLK-OCX10
D/A-Wandler PS Audio DirectStream DAC
Vorstufe Erno Borbely, Omtec Anturion
Endstufe Omtec CA 25
Lautsprecher Audioplan Kontrapunkt IV, 2 Velodyne Subwoofer DD-10+
Kabel und Zubehör Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable, SOtM dBCL-BNC, Audioquest Niagara 5000
Gehört mit (Dirk Sommer)
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme
Vorstufe Audio Exklusive P7
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Børresen 05 SSE
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Swiss Cables, Audioquest Dragon NF und LS, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Supreme und Mainz D2 (2x)
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Waversa Isolator-EXT-1 (2x), ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME
Herstellerangaben
Waversa WLAN-Isolator-Ext-Reference
Anschlüsse 2 x USB
Abmessungen (B/H/T) 150/37/180mm
Lieferumfang USB-Isolator, kurzes USB-Kabel, USB Reclock Gender
Gewicht 3kg
Preis 4.000 Euro
Herstellerangaben
Waversa WLAN-Isolator-Ext-Reference
Anschlüsse 2 x LAN
Abmessungen (B/H/T) 150/37/180mm
Lieferumfang LAN-Isolator, kurzes LAN-Kabel
Gewicht 3kg
Preis 4.000 Euro

Vertrieb
ATR - Audio Trade
Anschrift Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Schenkendorfstraße 29
D-45472 Mülheim an der Ruhr
Telefon +49 208 882660
E-Mail email@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/22-04-07_waversa
  • Social Introtext Im Herbst letzten Jahres beschäftigten wir uns eingehend mit Waversas USB-, LAN- und S/PDIF-Filtern EXT-1. Letzteren probierte Roland Dietl in seiner Anlage, ich widmete mich den beiden übrigen, und die brachten so deutliche Verbesserungen, dass ich zwei LAN-Filter erwarb. Nun stellt Waversa die EXT-Reference Versionen vor.

Melco Audio hat ein Audio-Switch auf den Markt gebracht, das erstmalig über ein separates, hochleistungsfähiges Linearnetzteil verfügt. Auch wurde die Hauptplatine gegenüber dem Melco Swich S100 überarbeitet Damit soll das S10 die ultimative Klangqualität für Audio-Netzwerksysteme ermöglichten.

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Das neue High-End-Netzwerk-Switch besteht aus einer Steuereinheit und einem externen Netzteil, so dass die sensiblen datenführenden Bereiche des Geräts von der Stromversorgung getrennt sind. Die Zwei-Boxen-Lösung entspricht dem des kürzlich eingeführten Flaggschiffs der digitalen Musikbibliothek, dem N10/2. Die Head Unit des S10 basiert auf dem erfolgreichen S100 Netzwerk-Switch von Melco, das übrigens mit dem Statement in Hifi Fidelity ausgezeichnet wurde, und profitiert von einem stark verbesserten Energiemanagement. Das Gehäuse der Steuereinheit wurde durch den Einsatz von hochwertigem Aluminium signifikant optimiert, das die Stabilität und die Isolierung der signalführenden Elektronik erhöht. Ein robustes, abgeschirmtes Stahlgehäuse bietet zusätzliche mechanische Festigkeit.

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Die Anschlüsse auf der Rückseite umfassen wie beim S100 RJ45-Ethernet-Ports für unterschiedliche Geschwindigkeit: 4 mal 100 MB und 4 mal 1 GB. Die letztgenannten sind für einen Roon-Core-Prozessor gedacht, der einen hohen Datenverkehr erzeugt. Darüberhinaus sind zwei 1-GB-SFP-Ports (Small Form Factor) für direkte Glasfaser-verbindungen zu entsprechend ausgestatteten Geräten vorhanden.

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Ein großer Ringkerntransformator bildet den Hauptteil des S10-Netzteils und ist auf einem soliden Sockel mit Spezialisolatoren des japanischen Unternehmens TAOC montiert. Zu den weiteren Merkmalen gehören hochwertige Neutrik-Steckverbinder am Ausgang sowie ein hochwertiges Gleichstromverbindungskabel von Oyaide aus Tokio.

Die wichtigsten Merkmale des Melco S10 sind:

  • Separater linearer Ringkerntransformator in einem getrenntem Vollaluminium-Gehäuse (wie bei den Musikservern- und Streamern N10)
  • Weiterentwickelte Hauptplatine
  • Vollaluminium-Gehäuse auf einem stabilen Stahlchassis verbaut für verbesserte Stabilität und Isolierung
  • Verbessertes Energie-Management für hohe Klangqualität

Das S10-Netzwerk-Switch wird ab Mitte April 2022 in Schwarz oder Silber zu einem Preis von knapp 6.000 Euro erhältlich sein.

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

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Dienstag, 05 April 2022 08:14

Cayin CS-6PH

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Bereits seit mehr als 25 Jahren entwickelt Cayin Röhrenverstärker. Jetzt bringen die Chinesen mit dem CS-6PH einen brandneuen Phono-Vorverstärker auf den Markt, der neben aufwendigen Röhrenschaltungen für MM und MC und vielfältigen Einstellmöglichkeiten sogar über eine mit Glaskolben realisierte Spannungsgleichrichtung verfügt.

Ich hatte mich vor der Lieferung des Geräts noch gar nicht näher mit dessen Details beschäftigt und wusste eigentlich nur, dass es sich um eine brandneue Röhren-Phonovorstufe von Cayin handelte, nicht einmal eine Preisindikation hatte ich im Kopf. So war ich bereits beim Auspacken des Geräts positiv überrascht, als ich ein für diese Geräteklasse wuchtiges Gerät in Händen hielt, das immerhin über elf Kilogramm wog und annähernd über die Grundfläche eines DIN A3 Blattes verfügte. Das hatte ich nicht erwartet! Nach dem Entfernen des obligatorischen Schutzgitters wollte ich das Röhrenensemble in Augenschein nehmen, aber nix da. Gleich sechs mit Bajonettverschluss gesicherte Abschirmhülsen zum Schutz vor Mikrofonieeffekten verdeckten mir den Blick auf die Objekte meines Interesses. Aber wozu denn gleich sechs kleine Glaskolben? Ich hob mir die Beantwortung dieser Frage für später auf und verzichtete zunächst darauf, die kleinen Schutzhülsen sofort abzuziehen. Denn am linken Rand des Röhrenaltars saßen zwei weitere, größere Röhren ohne Abdeckung, nämlich die RCA 22DE4, zwei Gleichrichterröhren zur Spannungsgleichrichtung für die Minimierung von Restwelligkeiten, die auch heute noch günstig als New Old Stock Ware verfügbar sind.

Den hervorragend gefertigten Cayin CS-6PH gibt es wahlweise mit schwarzer oder silberner Frontplatte
Den hervorragend gefertigten Cayin CS-6PH gibt es wahlweise mit schwarzer oder silberner Frontplatte

 

Jetzt hatte ich wirklich Blut geleckt, denn eine kanalgetrennte Röhrengleichrichtung ließ schon mal auf einen hohen Aufwand in der Netzteilsektion schließen. Tatsächlich setzt Cayin hier selbst entwickelte EI-Leistungstransformatoren ein. Überhaupt war der haptische Eindruck hervorragend: Dicke Bleche, nichts wackelte, nichts klapperte, das Gehäuse war verwindungssteif, es gab keine scharfen Kanten, erstklassige Verarbeitungsqualität! Spätestens jetzt war meine Neugier zu groß geworden und ich entfernte die kleinen Bajonetthülsen von den anderen Röhren. Nun erschienen drei Röhrenpärchen, nämlich jeweils 12AT7 (ECC81), 12AX7 (ECC83) und 6922 (ECC88), allesamt kleine Doppeltrioden, die in hochwertigen Keramiksockeln steckten und nicht wie so oft zu beobachten etwa in billigen Ausführungen aus Kunststoff. Im Inneren erfolgt der Aufbau mithilfe separater, blitzsauber gefertigter Platinen für die einzelnen Sektionen und Baugruppen.

Die Einstellmöglichkeiten für die korrekten Anpassungen insbesondere von MC-Tonabnehmern finden sich allesamt auf der Vorderseite des Geräts
Die Einstellmöglichkeiten für die korrekten Anpassungen insbesondere von MC-Tonabnehmern finden sich allesamt auf der Vorderseite des Geräts


Die 6922 stammt aus neuer Fertigung von Electro Harmonix und kümmert sich um die MC-Verstärkung. Das ist bemerkenswert, denn viele Hersteller scheuen die Umsetzung einer aktiven Verstärkerstufe für die schwachen MC-Signale und setzen hier standardmäßig zum Beispiel kleine Übertrager ein, die das Signal einfach auf MM-Niveau hieven. Nicht so Cayin, die Chinesen gehen den mutigen, aufwendigen Weg, das verdient wirklich Anerkennung. Die zwei 12AX7 von JJ Electronics sind für die MM-Verstärkung beziehungsweise die RIAA-Entzerrung zuständig und die beiden 12AT7 von Electro Harmonix bilden die Ausgangsstufe. Insbesondere bei diesen drei Doppeltrioden-Pärchen eröffnet sich eine Spielwiese für Tube Roller, die womöglich über eigene New Old Stock Gläser dieser Röhrentypen verfügen und munter ausprobieren, ob sich klanglich noch etwas herauskitzeln lässt. Natürlich konnte ich es nicht sein lassen und kramte in meinem Fundus nach diversen alten Glaskolben. Schließlich stöpselte ich unter anderem alte ECC81 von Amperex, CV492 (ECC83) von Tungsram, JAN 12AX7WA von GE beziehungsweise ECC83 von Siemens und Amperex ein – alles Röhren, die ich eigentlich für meinen Almarro liegen habe. Die spätere Klangbeschreibung bezieht sich zwar ausschließlich auf das Setup mit den von Cayin ausgelieferten Röhren, aber an dieser Stelle sei mir schon einmal der Hinweis erlaubt, dass das Gerät so gut ist und über so viel Klasse verfügt, dass Klanggourmets den Einsatz guter NOS-Röhren unbedingt goutieren werden und dieses schlummernde Potenzial werden heben wollen.

Das Schmankerl der Netzteilsektion sind die beiden Gleichrichterröhren des Typs 22ED4, hier in Form von New Old Stock Röhren von RCA
Das Schmankerl der Netzteilsektion sind die beiden Gleichrichterröhren des Typs 22ED4, hier in Form von New Old Stock Röhren von RCA

Alle wesentlichen Bedienelemente befinden sich auf der wahlweise in Schwarz oder Silber erhältlichen Frontblende. Per Knopfdruck wird zwischen MM- und MC-Tonabnehmer ausgewählt. Der Verstärkungsfaktor liegt bei standardmäßigen 40 Dezibel für magnetische Tonabnehmer. Für unempfindlichere Tondosen mit bewegten Spulen erlaubt ein weiterer Druckschalter die Wahl zwischen praxisgerechten 57, 61 oder 65 dB. Ergänzend befindet sich auf der rechten Seite der Front ein größerer Drehschalter für die Wahl der passenden Impedanz für MC-Tonabnehmer. Hier hat man die Auswahl zwischen 47, 100, 200, 470 oder 1000 Ohm, was für alle MC-Lebenslagen passen dürfte. Ergänzend gibt es noch einen Rumpelschalter auf der Vorderseite, der zum Beispiel bei verwellten Platten ein probates Mittel darstellen kann, per Tiefpassfilter potenziell zu hohen Membranauslenkungen der Tieftöner vorzubeugen. Alle elektronischen Schalter merken sich beim Ausschalten des Geräts übrigens die letzten Einstellungen, so müssen diese bei der nächsten Hörsession nicht wieder neu vorgenommen werden. Das alles ist sehr komfortabel für Musikhörer, die auch mal schnell zwischen unterschiedlichen Tonabnehmern wechseln wollen: Ein Aufschrauben des Gehäuses zum fummeligen Umschalten und Anpassen der korrekten Werte für den verwendeten Tonabnehmer per Mäuseklavier ist hier nicht notwendig. Nur mal so nebenbei bemerkt: Dies wäre ein komfortseitig perfektes Gerät gerade für den Alltag von HiFi-Redakteuren!

Die kleinen Doppeltriodenpärchen 12AT7 (EH, Ausgangsstufe), 12AX7 (JJ, MM-Sektion) und 6922 (EH, MC-Sektion) sind zum Schutz vor Mikrofonieeffekten mit kleinen Blechhülsen geschützt
Die kleinen Doppeltriodenpärchen 12AT7 (EH, Ausgangsstufe), 12AX7 (JJ, MM-Sektion) und 6922 (EH, MC-Sektion) sind zum Schutz vor Mikrofonieeffekten mit kleinen Blechhülsen geschützt

Ausgangsseitig stellt der CS-6PH in Richtung Verstärker sowohl einen symmetrischen als auch einen unsymmetrischen Anschluss bereit, vom Plattenspieler kommend geht es allerdings nur unsymmetrisch per Cinch-Stecker in die Phonostufe hinein, und zwar separat für MM und MC. Ach ja, der liebe Preis: Cayin ruft für seinen CS-6PH Phono-Vorverstärker 2.500 Euro auf, was mir angesichts des technisch Gebotenen schon fast günstig erscheint. Für vergleichbaren Fertigungsaufwand und Materialeinsatz müsste man für ein Gerät aus europäischer Produktion gewiss ein doppelt so hohes Preisschild erwarten, wenn man denn damit auskäme.


Nach dem Einschalten gewährte ich dem Cayin zunächst eine volle Stunde zum Aufwärmen und Akklimatisieren, bis ich denn die ersten Platten auflegte. Normalerweise sind die Röhren ja nach circa zwanzig Minuten sowieso voll da, allerdings handelte es sich bei meinem Gerät um ein fabrikfrisches Teil, das ohnehin noch nicht eingespielt war. Das „Einbrennen“ nagelneuer Geräte ist für mich übrigens ein immer wieder spannender Effekt: Ich finde es faszinierend, wie Geräte von Stunde zu Stunde spürbar klanglich zulegen und ihren akustischen Grauschleier nach und nach ablegen. So verhielt es sich auch mit Cayins CS-6PH. Nach gut einer Woche und ungefähr dreißig Betriebsstunden konnte ich schließlich keine signifikanten Veränderungen mehr feststellen und der Charakter der Phonovorstufe offenbarte sich vollends. Ein wesentliches Merkmal war für mich das kräftige und stabile Tieftonfundament, auf dem alles aufbaute. Basstöne kamen gleichwohl wuchtig, aber auf eine fast musikalische, spielerisch anmutende Weise federnd daher, dabei eher schnell als von abgrundtiefer Schwärze geprägt. Hier möchte ich einen technischen Grund nennen und erklären, dass ich ganz klar das stabile, offenkundig astrein ausgelegte Netzteil im Verdacht habe, für diese außergewöhnliche Tieftonperformance verantwortlich zu sein. Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich etliche kultige 12“-Scheiben der Electronic-Helden Depeche Mode aus längst vergessen geglaubten Plattenregalecken herauszog. „Precious“ (Mute Records, 2005) oder „Shake the Disease“ (Mute Records, 1985) kamen mit richtig schön fetten Bässen daher, das war schon regelrecht süchtig machend und der Lautstärkepegel häufig nahe der Schmerzgrenze… Wow!

Für MC-Tonabnehmer stehen fünf praxisgerechte Werte zur Einstellung der richtigen Impedanz zur Verfügung
Für MC-Tonabnehmer stehen fünf praxisgerechte Werte zur Einstellung der richtigen Impedanz zur Verfügung

Aber es ging natürlich auch feinsinniger und das Hochtonspektrum sowie der für den Stimmenbereich so wichtige Mittelton standen den untersten Oktaven in nichts nach. Wenn die viel zu früh verstorbene Sängerin der Cranberries, Dolores O´Riordan, „Ode to my Family“ (No Need to Argue, Island Records, 1994) oder „Linger“ (12“, Island Records, 1993) sang, war das von Herz öffnender Feinsinnigkeit geprägt. Subtilste Nuancen und Sibilanten ihrer Stimme wurde wie auf dem Präsentierteller herausgearbeitet, zwar nicht euphonisch, aber weit entfernt von harter Analytik.

In Europa obligatorisch ist die Abdeckhaube, die allzu neugierige Kinderhände oder Tierpfoten vor den heißen Röhren und das Gerät vor etwaigen Beschädigungen schützt
In Europa obligatorisch ist die Abdeckhaube, die allzu neugierige Kinderhände oder Tierpfoten vor den heißen Röhren und das Gerät vor etwaigen Beschädigungen schützt

Überhaupt erschien mir die CS-6PH ungemein akribisch und detailversessen zu sein. Sehr genau schälte sie feinste und auch leise, eher im Hintergrund befindliche, subtil ausschwingende Töne heraus. Das gelang wohl auch deshalb so gut, weil das Gerät völlig frei von Störgeräuschen und Artefakten agierte, was für eine blitzsaubere schaltungstechnische Auslegung spricht. Auch ohne Signal bei komplett aufgedrehtem Pegelregler war das wahrnehmbare Grundrauschen auf außerordentlich niedrigem Niveau. Hauptsächlich hörte ich mit dem MM-Tonabnehmer Pro-Ject Pick it PRO, der ja von Haus aus mit dem Debut PRO ausgeliefert wird und auch unter dem Namen Ortofon 2M Silver bekannt ist. Aber natürlich probierte ich auch eine MC-Tondose aus, und zwar das Ortofon Quintet Red, um dem MC-Zweig des Cayin auf den Zahn zu fühlen. Und auch hier zeigte sich das erfreulich niedrige Rauschniveau der Phonostufe. Für das Quintet Red war ein Verstärkungsfaktor von 57 dB völlig ausreichend, bei 61 oder 65 dB nahm das Rauschniveau minimal zu.

Für MM- und MC-Tonabnehmer stehen jeweils ein asymmetrischer RCA-Eingang zur Verfügung, ausgangsseitig verbandelt der Cayin die Phonovorstufe optional asymmetrisch via RCA- oder symmetrisch via XLR-Stecker mit einem Verstärker
Für MM- und MC-Tonabnehmer stehen jeweils ein asymmetrischer RCA-Eingang zur Verfügung, ausgangsseitig verbandelt der Cayin die Phonovorstufe optional asymmetrisch via RCA- oder symmetrisch via XLR-Stecker mit einem Verstärker


Das klangliche Farbniveau über das gesamte Hörspektrum ließ sich in meiner Wahrnehmung eher auf der silbrigen, denn auch der gülden-warmen Seite ansiedeln. Allerdings möchte ich nochmals klar betonen, dass diese Phonovorstufe keine kühle Analytikerin ist, sondern all die subtilen Details in den Dienst der Musik stellt. Rhythmisch sauber und spielerisch leicht geht sie zu Werke, wie sich auch bei „All I want is you“ von U2 zeigte (Rattle and Hum, Island Records, 1988). Dieses grandiose Stück aus U2s Joshua-Tree-Phase war von einer ungemein intensiven inneren Spannung geprägt und gleichzeitig erschien es mir so lässig dahinzugleiten, wie ich es selten vorher gehört habe.

Die hochwertige Fertigung des Cayin CS-6PH setzt sich auch im Inneren mit der Fertigung der einzelnen Baugruppen auf separaten Platinen fort
Die hochwertige Fertigung des Cayin CS-6PH setzt sich auch im Inneren mit der Fertigung der einzelnen Baugruppen auf separaten Platinen fort

STATEMENT

Die Cayin CS-6PH ist eine Komponente wie gemacht für Vinylliebhaber, die zusammen mit ihrer Plattensammlung wieder auf musikalische Entdeckungsreise gehen wollen. Diese Röhren-Phonovorstufe ist sehr komfortabel, flexibel und praxisgerecht in den Optionen zur Anpassung sowohl von MM- als auch MC-Tonabnehmern, wobei das Preisschild die klanglichen Meriten Lügen straft. Wer klanglich mehr will, müsste schon richtig tief ins Portemonnaie greifen und hebt lieber das volle Potenzial durch den Einsatz von NOS Röhren. Vinyl-Herz, was willst Du mehr?
Gehört mit
Vollverstärker Almarro A205A MkII
Plattenspieler Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO
Tonabnehmer Pro-Ject Pick it PRO, Ortofon Quintet Red
Lautsprecher Dynamikks! Model 12
Zubehör Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject Connect-it RCA-E
Möbel Hi-Fi Racks Ltd
Herstellerangaben
Cayin CS-6PH
Geräteart Phono-Vorverstärker
Ausgangsspannung MM: 200mV (20V max.)
MC: 200mV (20V max.)
Verstärkungsfaktor MM: 40dB
MC: 57dB/61dB/65dB
Klirrfaktor (THD) MM: 0,05% (1kHz)
MC: 0,1% (1kHz)
Fremdspannungsabstand MM: 85dB (A-Gewichtung)
MC: 70dB (A-Gewichtung)
Eingänge 2 x RCA (MM, MC)
Eingangsimpedanz MM: 47kOhm
MC: 47/100/200/470/1000Ohm
Eingangsempfindlichkeit (RMS) MM: 2,5mV (200mV, 1kHz)
MC: 0,12mV-0,25mV (200mV, 1kHz)
Eingangskapazität MM: 47pF/100pF
MC: 56pF
Ausgänge 1 x RCA, 1x XLR
Ausgangsimpedanz 800Ohm (RCA)
600Ohm (XLR, symmetrisch)
Röhrenbestückung 2x Electro-Harmonix 6922EH/ECC88
2x JJ 12AX7/ECC83S
2x Electro-Harmonix 12AT7EH/ECC81
2x RCA 22DE4
Gehäusefarbe schwarz
Frontblende Silber oder Schwarz
Abmessungen (B x T x H) 360mm x 310mm x 177mm
Gewicht 11,5kg
Maximale Leistungsaufnahme 62W
Preis 2500 Euro

Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
Anschrift An der Kreuzheck 8
61479 Glashütten-Schloßborn
Telefon +49 6174 9554412
Fax +49 6174 9554424
E-Mail info@cayin.com
Web www.cayin.de

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Bereits seit mehr als 25 Jahren entwickelt Cayin Röhrenverstärker. Jetzt bringen die Chinesen mit dem CS-6PH einen brandneuen Phono-Vorverstärker auf den Markt, der neben aufwendigen Röhrenschaltungen für MM und MC und vielfältigen Einstellmöglichkeiten sogar über eine mit Glaskolben realisierte Spannungsgleichrichtung verfügt.

Die Aspen FR30 genannten Schallwandler entspringen einem Traumprojekt des berühmten Infinity-Entwicklers und Genesis-Gründers Arnie Nudell zusammen mit dem PS-Audio-CEO und Genesis-Mitbegründer Paul McGowan.

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Arnie Nudell äußerte vor einigen Jahren gegenüber seinem Freund Paul McGowan den Wunsch, mit den heutigen technologischen Möglichkeiten nochmals einen Lautsprecher entwickeln zu wollen. Paul bot ihm hocherfreut die Verwirklichung seiner Ideen an. Paul wusste dass hier etwas Besonderes entstehen würde. Leider verstarb Arnie Nudell im Verlauf der Realisierung seines Lebenstraumes. Bei der Aspen FR 30 handelt es sich um eine Hybridkonstruktion: Das Bassabteil zieren vier eigenentwickelte Acht-Zoll-Basstreiber. Anstatt auf eine Bassreflex-Konstruktion verlässt sich Chris Brunhaver, der das Werk Arnie Nudells vollendete, auf jeweils vier ebenfalls eigenentwickelte Zehn-Zoll-Passivmembranen. Den „Kopf“ zieren an der Front jeweils ein Bändchen Mittel-Hochtöner und ein Super-Hochtöner. Ein weiterer davon ist auch auf der Rückseite verbaut. Er kann in Trennfrequenz und Pegel eingestellt werden, um der Aufstellung des Lautsprechers in Wandnähe oder größerem Abstand Rechnung zu tragen. Auch diese Chassis der Aspen FR 30 sind PS-Audio-Eigenkonstruktionen.

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Die sorgfältige Entwicklung dieses Superlautsprechers dauert mehr als fünf Jahre, und das Designteam der Aspen FR 30 verfügt zusammen über mehr als 100 Jahre an Entwicklungserfahrung im Lautsprecherbau. Durch diese Erfahrung wurde ein Lautsprecher geschaffen, der seinesgleichen sucht. Wie auch bei den PS-Audio-Vorstufen und -Endstufen scheint es in der Natur von Paul McGowan und PS Audio zu liegen, altbewährte Techniken und neue Konzepte durch innovative Ideen zu Produkten mit besonderen Vorzügen zu verschmelzen: sei es die Hochzeit „alter“ Röhrentechnologie mit neuesten Class-D-Endstufen-Konzepten oder jetzt die wunderbaren Mittel-Hochton- und Hochton-Bändchen-Technologie à la Infinity / Genesis mit den Bass-Treibern und Passivmembranen.

Dieser Lautsprecher legt die Messlatte für die emotionale Musikwiedergabe ein ganz gehöriges Stück weiter nach oben: höchste Musikalität, feinste Hochtonverästlungen, korrekte Raumausleuchtung, präzise Darstellung der Größenverhältnisse, faszinierende Klangfarbenpracht in Harmonie mit – wenn erforderlich – brachial zu nennenden Bässen. Die Fähigkeiten mit einem Wort zu beschrieben fällt nicht schwer: atemberaubend.

Herstellerangaben
ASPEN FR 30
  • Farboptionen: Perlweiß, Zobelschwarz
  • Gehäusetyp: zweiteilig
  • oberes Gehäuse: mit planarem Magnet-Mittel-Hochtöner mit 10“-Teonex-Membran und 2 Planar-Magnet-Super-Hochtönern mit 2,5"-Teonex-Membran
  • unteres Gehäuse: mit 4 8“-Tieftönern und 4 seitlich abstrahlenden 10"-Passivradiatoren
  • Übernahmefrequenzen: 400 Hz, 2500 Hz
  • Empfindlichkeit: 87dB bei 2,83V und einem Meter
  • Nennimpedanz: 4 Ohm (3,2 Ohm Mindestimpedanz)
  • Empfohlene Verstärkerleistung: 100-600W
  • Frequenzgang: 28Hz-20kHz
  • Abmessungen (H/B/T): 154/41/65cm mit Sockel (26 cm Breite ohne Sockel)
  • Nettogewicht: 104,5kg
  • Preis: 37.000 Euro

Vertrieb
HiFi2Die4
Anschrift Austrasse 9
73575 Leinzell
Telefon +49 (0) 7175 909032
E-Mail hifi2die4@gmx.de
Web www.hifi2die4.de

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Freitag, 01 April 2022 09:32

Sendy Audio Apollo

geschrieben von

Seit einiger Zeit präferiere ich magnetostatische Kopfhörer, deren große Membranen Bässe fast körperlich erfahrbar machen. Erst war es der spektakuläre Sound amerikanischer Prägung, doch dann entdeckte ich im letzten Jahr Sendy Audios tonal ausgewogene Schallwandler. Nun stellen die Chinesischen Kopfhörerspezialisten ein neues Einstiegsmodell vor.

Der Apollo ist mit einem Preis von 550 Euro noch knapp 20 Prozent günstiger als der Aiva, verfügt aber schon über die „Quad-Former Technology“, die bisher dem Topmodell Peacock vorbehalten war. Wie bei allen Magnetostaten bewegt sich auch beim Apollo eine mit Leiterbahnen, die der Schwingspule in Lautsprecherchassis entsprechen, bedruckte Membran zwischen zwei Magnet-Anordnungen. Bei der „Quad-Former Technology“ gibt es auf der Membran aber mehr als eine Spule: Auf jeder Seite der Membran sind zwei Spulen aufgebracht, wobei die beiden Spulen einer Seite die Fläche besser abdecken sollen, als das mit einer möglich wäre. Dadurch wird eine möglichst gleichförmige Bewegung der Membran auf der gesamten Fläche erreicht. Das Kompositmaterial der Membran weist laut Produktinformation besonders im Stimmbereich eine hohe innere Dämpfung auf und ermögliche eine tiefe Basswiedergabe. Dank des ultra dünnen und festen Basismaterials, das für die Hochtonwiedergabe entscheidend sei, soll sich der Frequenzgang bis 40 Kilohertz ausdehnen. Während die Treiber beim Aiva und Peacock in einen Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium und Zebranoholz montiert sind, erwähnt Sendy Audio bei der Beschreibung des Apollo lediglich Rosenholz als Gehäusematerial. Das wurde natürlich auch hier mit einer CNC-Maschine in Form gebracht, geschliffen und poliert und anschließend mit hochglänzendem Klarlack versiegelt.

Bei der patentierten Quad-Former Technology befinden sich auf jeder Seite der Membran zwei Spulen, um die Membran über ihre gesamte Fläche gleichmäßig zum Schwingen anzuregen
Bei der patentierten Quad-Former Technology befinden sich auf jeder Seite der Membran zwei Spulen, um die Membran über ihre gesamte Fläche gleichmäßig zum Schwingen anzuregen

Der akustischen Feinabstimmung des Treibers dienen die beiden silbernen und schwarzen durchbrochenen Stahlgitter, die den Holzring nach außen abschließen und der Membranbewegung einen definierten Widerstand entgegensetzen. Auch hier orientiert sich der Apollo eher am Peacock als am Aiva. Das Design der beiden Gitter soll Assoziationen an die Sonne wecken, weswegen der Kopfhörer nach dem dafür zuständigen lateinischen Gott benannt wurde. Das Kopfband des Apollo ist aus Ziegenleder gefertigt. Die schüsselförmigen Ohrpolster hingegen sind mit einem Material mit hohem Proteinanteil umgebenen. Die Form sorgt dafür, dass auch große Ohren völlig umschlossen werden, obwohl die Treiber des Apollo nur einen Durchmesser von 68 Millimetern besitzen. Zu Orientierung: Beim Peacock sind es 88 Millimeter. Das rund zwei Meter lange Anschlusskabel besteht aus 6N-OCC-Kupfer und endet auf der einen Seite in einem 4,4-Millimeter-Pentaconn-Stecker, auf der anderen in zwei 3,5-Millimeter-Klinkensteckern. Auch wenn es nur ein nebensächliches Detail ist: Mir gefällt es, dass die Steckergehäuse in schlichtem Schwarz gehalten sind. Beim Aiva waren die silbernen Stecker noch mit schwarzen Linien dekoriert. Ja, grundsätzlich wünschte ich mir von allen Modelle einen schlichteren, am besten tiefschwarzen Auftritt: So machten die Sendy Audios auch bei Anwendungen im professionellen Umfeld ein gute Figur.

Der Treiber des Apollo hat einen Durchmesser von 68 Millimetern. Die abnehmbarem, schüsselförmigen Ohrpolster sorgen dafür, dass er auch auf größeren Ohren bequem sitzt
Der Treiber des Apollo hat einen Durchmesser von 68 Millimetern. Die abnehmbarem, schüsselförmigen Ohrpolster sorgen dafür, dass er auch auf größeren Ohren bequem sitzt

Aber wenn der Apollo etwa in Sachen Wirkungsgrad anders als beispielsweise der fantastische, aber enorm leistungshungrige Dan Clark Audio Stealth keine Auffälligkeiten zeigt, braucht er sich nicht mit Mischpulten oder mehrkanaligen, digitalen Aufnahmegerätschaften abzugeben. Sein erster Partner ist Audioquests Dragonfly Cobalt, wirklich kein Leistungswunder, bezieht er er sein Energie doch aus dem angeschlossenen Datenlieferanten, in diesem Falle einem iPhone 13 Pro, auf dem die Onkyo-HF-PLayer-App die Musikdaten verwaltet. Den Anschluss des Apollo an den Cobalt ermöglich der zum Lieferumfang des Kopfhörers gehörende Pentaconn-auf-3,5-Millimeter-Stereoklinke-Adapter. Die erste Überraschung erlebe ich, als ich den Apollo aufsetze: Die großen Polster liegen so angenehm am Kopf, dass selbst das Tragen einer Brille komfortabel möglich ist. Das Kopfband übt nur einen minimalen Druck aus: Der Apollo ist der leichteste Magnetostat, den ich gehört habe. Sein Gewicht liegt unter 400 Gramm und damit auch unter dem des Stealth.


Die Transport-Box kennt man schon vom Sendy Audio Aiva und Peacock
Die Transport-Box kennt man schon vom Sendy Audio Aiva und Peacock

Um es Dragonfly und Apollo nicht allzu leicht zu machen, beginne ich nicht mit einer bis zum letzten Dezibel ausgesteuerten Rockproduktion, sondern mit Arild Andersens If You Look Far Enough, das wie alle ECM-Alben einen großen Dynamikumfang und damit auch eine Menge leiserer Passagen aufweist. Beim sich auch im Pegel langsam steigernden „If You Look“ habe ich die Lautstärke zuerst auf etwa 90 Prozent aufgedreht, musste sie aber schon bald zurücknehmen. Aber nicht der recht gute Wirkungsgrad des Apollo ist die zweite Überraschung, sondern der enorme Druck im Bass, hier bei den in der zweiten Hälfte des Stückes einsetzenden Pauken. Im Hochtonbereich gibt sich der Apollo ebenfalls nicht unbedingt zurückhaltend und auch bei Impulsen lässt er nichts anbrennen. Da habe ich gleich mal einen recht stark komprimierten und bei unausgewogenen Ketten oder Kopfhörern schon mal leicht aggressiv klingenden Song Van Morrisons angespielt: Beim Apollo ist erfreulicherweise kein Anflug von Härte oder Rauigkeit zu entdecken. Vor weiteren Einschätzungen der Abstimmung des Einstiegsmodells von Sendy Audio höre ich es aber erst einmal an leistungsstärkeren Kopfhörer/Wandler-Kombinationen.

Als erstes wäre da Chord Electronics' MOJO, der mit einem MacBook Pro verbunden ist, auf dem Audirvana 3.5.46 die Musik-Files von der angeschlossenen USB-Festplatte bereitstellt. Auch wenn das Speichermedium gewiss keine audiophile Lösung ist, kommen die vielfältigen metallischen Perkussionsinstrumente nun deutlich feiner differenziert rüber. Die Pauken erklingen druckvoll und satt, sind aber keinesfalls überbetont. Auch bei Van Morrisons „Whatever Happened To PJ Proby“ macht die MOJO-Apollo-Kombination richtig Spaß: Der Song fließt geschmeidig dahin, ist eingängig, die produktionsbedingt geringen dynamischen Abstufungen stören nicht im geringsten. Da lasse ich auch das nächste Stück noch weiterlaufen. Bei „The Beauty Of The Days Gone By“ gefallen die warmen Klangfarben der opulenten Instrumentierung, die Basslinie rückt aber minimal stärker in den Vordergrund als etwa beim Peacock. Den Apollo hat Sendy Audio mehr in Richtung Genuss als Neutralität abgestimmt: ausgesprochen angenehm, wenn man ihn nicht gerade bei Aufnahmen oder zum Testen von DAC/Kopfhörerverstärker-Kombinatonen verwendet!

Die Größe und die Anordnungen der Löcher in den beiden Abdeckungen definieren den rückwärtigen Widerstand, auf den die Membran arbeitet, und damit den Frequenzgang
Die Größe und die Anordnungen der Löcher in den beiden Abdeckungen definieren den rückwärtigen Widerstand, auf den die Membran arbeitet, und damit den Frequenzgang

Beim Test des Peacock habe ich Keith Jarrett und Jack DeJohnettes Ruta And Daitya: wiederentdeckt. „Overture – Communion“, das Duett von Schlagzeug und einem teils mit einem Wah-Wah verfremdeten, verzerrten Fender Rhodes, ist auch über den Apollo ein Hochgenuss. Die Feinzeichnung der Becken etwa gelingt auch beim kleinen Sendy Audio richtig gut – auch wenn ich mich zu erinnern glaube, dass da beim dreifach teureren Peacock noch ein wenig mehr geht. Das bestätigt dann auch ein kurzer Vergleich. Dennoch: Der Apollo überzeugt auch hier auf ganzer Linie. Jetzt wird der Kopfhörer wieder mit Chord Electronics' HUGO 2, samt 2go mit seiner 512-Gigabyte-microSD-Karte verbunden. An dieser mobilen Streamer/Wandler/Kopfhörerverstärker-Kombination hatte sich der Apollo auch schon einige Tage lang eingespielt, bevor ich ihn das erste Mal hörte. Und daran fühlt er sich hörbar noch deutlich wohler als am MOJO: Weil es so schön war, steht noch einmal „Overture – Communion“ vom Album Ruta And Daitya auf dem Programm. Der inzwischen wieder vertraute Titel macht schnell deutlich, dass der Apollo in Sachen Auflösung, Offenheit und Feinzeichnung noch mehr zu bieten hat, als er am MOJO zeigen konnte. Vom HUGO angetrieben erreicht der Klang des Apollo in etwa das Niveau, auf dem sich der Peacock in Kombination mit dem MOJO bewegte. Der Apollo reagiert recht sensibel auf die Qualität seiner Zuspieler.

Üblicherweise müsste er nun in Verbindung mit dem symmetrischen Ausgang des Phonitor x zeigen, was er mit allerbester Elektronik zu bieten hat, aber ein Pentaconn-auf-4er-XLR-Stecker gehört leider nicht zum Lieferumfang des Apollo. Den entsprechenden Adapter und das Kabel des Peacock sowie ein zweites habe ich umgelötet, so dass ich nun ein Kabel mit 6,3-Millimeter-Klinke und eines mit 4-pol XLR-Stecker zur Verfügung habe. Die beiden passen aber nicht zu den Anschlüssen des Apollo: Wie beim Aiva befinden sich hier 3,5-Millimeter-Klinkenbuchsen den Gehäusen. Wenn ich den Apollo symmetrisch ansteuern möchte, komme ich mit dem Phonitor also nicht weiter. Glücklicherweise steht noch der Ferrum ERCO im Hörraum, über dessen symmetrischen Pentoconn-Ausgang ich mich im Test ein wenig mokiert habe – zu Unrecht, wie ich nun eingestehen muss. Denn Dank seiner kann ich nun auch den Apollo an sehr hochwertiger – symmetrischer – Verstärkung hören. Der ERCO wird dabei von einem Ferrum HYPSOS mit Strom versorgt und über ein Audioquest WEL Signature vom SPDIF-Ausgang des Aries G2.1 mit Daten versorgt – ein extrem hochwertiges Umfeld für Sendy Audios Einstiegsmodell. Und das weiß es wirklich zu schätzen: Das Schlagzeug und das verstärkte E-Piano umgibt nun eine Menge Luft. Der musikalische Fluß und die packende Rhythmik begeistern gleichermaßen. Spätestens beim dritten Stück dieses hervorragenden Albums fällt es enorm schwer, sich auf irgendwelche Hifi-Kritierien zu konzentrieren. Aber das liegt nicht allein an den klanglichen Meriten von Apollo und ERCO. Auch die geringe Andruck der weichen Ohrmuscheln und das – für einen Magnetostaten – geringe Gewicht tragen ihren Teil zum Wohlbefinden bei. Mich hat der Apollo schon jetzt völlig für sich eingenommen.


Ein etwa zwei Meter langes Kabel aus 6N-OCC-Kupfer und ein Pentaconn-auf-6,3-Millimeter-Klinke-Adapter gehören zum Lieferumfang
Ein etwa zwei Meter langes Kabel aus 6N-OCC-Kupfer und ein Pentaconn-auf-6,3-Millimeter-Klinke-Adapter gehören zum Lieferumfang

Den Test des Peacock hatte ich vor Monaten mit Wagners Symphonischen Ring in der Interpretation der Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Jonathan Darlington beendet. Und das bietet sich auch hier an, denn bisher habe noch kein großorchestrales Werk kritisch über den Apollo gehört. Gut, über mehrfach teurere Kopfhörer habe ich den „Ritt der Walküren“ schon einmal einen Hauch differenzierter erlebt. Aber der Apollo bringt auch die Fortissimo-Passagen mit reichlich Energie und dabei ohne jegliche Nervosität oder Angestrengtheit rüber. Er bleibt eben immer auf der wohltönenden, klangfarbenkräftigen Seite: ein Kopfhörer zum Schwelgen in Musik, nicht zu ihrer Analyse!

STATEMENT

Der Apollo ist sehr gut verarbeitet und kommt mit allem nötigen Zubehör. Ich kenne keinen anderen Magnetostaten, der sich aufgrund des geringen Gewichts und der durchdachten Kopfbügelkonstruktion so angenehm trägt wie der kleine Sendy Audio. Das Beste aber ist seine tonale Abstimmung, die zu langanhaltendem, ermüdungsfreien Musikgenuss verführt. Ein kleines Preis/Klang-Wunder!
Gehört mit
Smartphone iPhone 13 Pro
Laptop MacBook Pro mit OS
NAS Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil
Streamer Auralic G2.1 mit 2TB SSD
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme
Kopfhörerverstärker mit DAC Ferrum Erco mit Ferrum Hypsos, Chord Electronic MOJO und HUGO 2, Audioquest DragonFly Cobalt
Kopfhörer Audeze EL-8 Titanium, Sendy Audio Peacock
Kabel Audioquest Dragon HC, Tornado (HC), Ansuz Digitalz D-TC Supreme und Mainz D2, Audioquest Cinnamon USB und WEL Signature SPDIF, Habst USB Ultra III
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter
Herstellerangaben
Sendy Audio Apollo
Treiber planarmagnetisch (Magnetostat)
Treibergröße ø 68mm
Frequenzgang 20Hz - 40kHz
Empfindlichkeit 95dB ±3dB
Impedanz 15Ω ±15%
Kabellänge 2m ±0,2m
Anschluss 4,4mm Pentaconn
Gewicht 395g
Preis 550 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/22-04-01_sendy
  • Social Introtext Seit einiger Zeit präferiere ich magnetostatische Kopfhörer, deren große Membranen Bässe fast körperlich erfahrbar machen. Erst war es der spektakuläre Sound amerikanischer Prägung, doch dann entdeckte ich im letzten Jahr Sendy Audios tonal ausgewogene Schallwandler. Nun stellen die Chinesischen Kopfhörerspezialisten ein neues Einstiegsmodell vor.

The mythical creatures first appeared among the power cords. Then we spotted them among the speaker cables, and more recently, my colleague Wolfgang Kemper tracked down a few HDMI cable specimens. Now, Richard Drees, Sales Director for Germany, and Rob Hay, Marketing Director for Europe, released the NF cable variants directly into my listening room.

Probably the Mythical Creatures' first sighting can be dated even more precisely. But it's enough for me to know that Garth Powell, who previously developed power supply technology for Furman, a company with a good reputation in the pro audio field, had moved to Audioquest before the first Mythical Creatures appeared: the Niagara Power Conditioners were his first creations there, followed soon after by the Low-Z power cables, which have no characteristic impedance. These innovations' immensely positive sonic impact led my colleagues and me to award Audioquest's Low-Z/Noise Dissipation power supply technology with one of the first two Statement-in-High-Fidelity awards in November 2019. But the power cords were just the beginning of Audioquest owner Bill Low and Garth Powell's immensely productive collaboration. How the differing views of the pragmatist and the strictly scientifically oriented engineer conflicted at first, for example, on the subject of "directionality of cables," but then a creative solution in the matter of noise dissipation emerged from it, is described by Garth Powell in one part of the interview, he gave to Hifistatement related to the review of his power supply technology.

ThunderBird, FireBird, and Dragon can be recognized by the combination of the braid color and the connector coating
ThunderBird, FireBird, and Dragon can be recognized by the combination of the braid color and the connector coating

In particular, the Low-Z technology led to new approaches in designing the speaker cables ThunderBird, FireBird, and Dragon. The latter, by the way, harmonizes in the bi-wiring variant excellently with my Göbel Epoque Aeon Fine – no wonder that I was very excited about Audioquest's new NF cables and approached them with high expectations. But since Richard Drees and Robert Hay first wanted to hear how the new cables performed in my set up, I had to wait until after their visit to get my impression of the fabulous creatures' performance. And you, too, will have to be patient before you hear anything about the sonic influence of ThunderBird and Co. For now, Garth Powell's white paper on LF cables is on the agenda.

The developer begins by emphasizing how far Audioquest has already come by using Perfect-Surface conductor metals, a balanced triaxial topology, and directionally oriented conductors, as well as the FEP Air Tube dielectric and the patented Dielectric Bias System. A large part of the performance of the cables available to date would also be due to the noise attenuation or shielding provided by multiple layers of conductive carbon and aluminum foils. However, optimizing these different technologies would no longer promise any far-reaching sonic improvements – at least if one tried to verify them with the standard laboratory measurements. Even serious laboratories concentrate on so-called "audio frequencies." One would measure with a frequency sweep with a relatively high signal level at the matched impedance of a test bench (source and load) – without complex, dynamic music signals. In such an environment, almost all cables should behave acceptably. Further, Garth Powell states: "Real-world analog audio circuits virtually never have matched impedance at the source and load, and none of them behave that way at radio frequencies. This is key: In today’s environment, we are besieged with radio-frequency (RF) induced noise. This has always been true, but not to the extent presently experienced, and not to the extent where noise signals can be so very small that capacitive coupling renders basic filter circuits, chips, and components to be increasingly limited in their ability to dissipate enough of this induced noise.”


Copper conductors are used in the ThunderBird, indicated by the copper coating of the connectors
Copper conductors are used in the ThunderBird, indicated by the copper coating of the connectors

“Further, in some applications, these laboratory instruments have become worse at their intended jobs. The Audio Precision, for example, is a fabulous digital test instrument, respected industry-wide for its ability to provide insight into the performance capabilities of many audio circuits and components. However, its design inherently limits its high-frequency sensitivity to well below 500kHz. This is just below the AM radio band! Analog test benches could have been much better in this regard, but most tests were done with both high- and low-frequency filters in place. Why? To get consistent readings, and because almost nothing does well when all the induced noise is shown. ... However, if we wish to make technological strides forwards, we must see, acknowledge, and consider the full extent of the problems in play (warts and all). We must accept that there is simply too much induced noise to fully dissipate. Rather, we will need to both dissipate and drain the noise in the most efficacious way possible — and in the most even, consistent, or linear means possible. … The characteristic impedance (ie, 50, 75, or 110 ohm) of an interconnect cable has to do with the geometric spacing of the topology’s high- to low-signal conductors and their dielectric constant. (It has nothing to do with series resistance, by the way.) These designs go back to broadcast radio and video — specifically, transmission lines. When matched with source and load electrical circuits of the exact same impedance, many inherent losses and distortions are either eliminated or greatly reduced. However, for many reasons that are both practical and directly related to circuit performance, that idea was abandoned by most of the audiophile industry almost from the beginning.

So, would there be any benefit in eliminating (as best we could), the cable’s characteristic impedance? Absolutely! Could it be done? Yes — the issue is markedly reduced by eliminating the cable’s dielectric constant via 100% electrostatic screening. This is a technology that I developed for AudioQuest’s Storm Series of AC power cables as an offshoot of technologies developed for our Niagara Series power products. In those applications, the fundamental issue was minimizing any distortion or compression of transient current. For an analog interconnect, no such issue exists. However, the need for predictable linear behavior is still paramount. In fact, it’s even more vital as the primary audio signal reaches far lower into the noise-floor. ... Through considerable testing and work, we have created a repeatable method for establishing a level of Permanent Molecular Optimization of both the cable contacts and the dielectric, the effects of which no existing system or method could possibly achieve after any length of time. The process optimally stresses the associated materials in a fashion similar to the purposeful run-in of a fine race engine …."
(Excerpted from "AudioQuest Mythical Creature Analog Interconnects – A Technological Leap Forward by Garth Powell | 2-22-2022)

The FireBird has a black/red braid
The FireBird has a black/red braid

Richard Drees and Rob Hay brought also two RCA cables, one of which had been treated according to Garth Powell's process. However, we could not hear the differences since my chain is wired symmetrically. However, in the not too distant future, a treated and an untreated XLR connection should arrive at my house. I will tell you about my experiences with them in a supplement to this article. But let's finally get to the first mythical creature, the ThunderBird. Its conductors are "Perfect-Surface Copper," i.e., high-purity copper with a special surface treatment. As a reference to this material, the surfaces of the special XLR connectors – the three individual signal conductors have to be accommodated in them, after all – are copper-coated, which is also supposed to benefit RF conduction. The two 1.5-meter cables replace the Goebel High End Lacorde Statement between my D/A converter, Chord Electronics' DAVE, and the Audio Exklusiv's Reference line-preamp.


I start with a familiar studio recording – and I am stunned by the virtual stage's ambiance: The tablas seem to resound in a larger, brighter space, and the timpani comes from great depth and yet powerfully. The reproduction seems fresher and more upbeat than usual. I had expected more minor differences between the two high-end cables and am surprised how much more listening pleasure the ThunderBird allows. To rule out the possibility that my test piece happens to be a perfect match for the ThunderBird's sound characteristics, I briefly listen to two excerpts from orchestras recorded in natural acoustics with a few microphones: I do not need to revise my spontaneous enthusiasm in the least. On the contrary, the orchestral recordings, in particular, benefit from the ThunderBird's capabilities. It's incredible how much more minute information the mythical creature elicit from my chain. The best thing is that these do not contribute to an exhausting, analytical playback but more music enjoyment.

Instead of enjoying this excellent cable for a longer time, I just use it to listen to one of the most beautiful current releases: Avishai Cohen's album "Naked Truth." The Qobuz stream spoils me with lyrical melodies and the very finest ECM sound: a delight – not least because of the immensely open and transparent ThunderBird. But since I'm in the cable land of milk and honey right now, I'll concentrate on another well-known test piece and then swap the ThunderBird for the FireBird. Yes, there it is again, this fascinating illusion of space. Now the placement of the instruments on stage is even slightly more precise, and the sound sources are now even more sharply focused. The bass range sounds with a touch more pressure, but these are relatively marginal. What makes the switch from the Firebird back to the Thunderbird difficult or even impossible – once you've had the direct comparison – is the greater rhythmic intensity of the reproduction with the Firebird. You really can't keep your feet still with the appropriate music. Speaking of Firebird, after discovering Mahler's Symphony No. 3 with the Bavarian Radio Symphony Orchestra under Mariss Jansons, I found and downloaded Stravinsky's Le Sacre Du Printemps and the Firebird Suite from Qobuz in search of similarly good-sounding recordings. This recording also benefits from Christoph Stickel's mastering, who was also involved in the Mahler CD. The ballet captures you with its rhythmic suspense. The orchestra seems to perform on an extensive and deep stage. Even if not always entirely catchy,one could completely lose oneself in the euphony – if one would not be suddenly startled by the timpani in the "Infernal Dance": The dynamics of the recording can impress me all around, too, via an adequate system and with the appropriate interconnect cables!

Black braiding and silver-plated connector housings characterize the Dragon
Black braiding and silver-plated connector housings characterize the Dragon

By the way, the signal conductors of the FireBird are made of solid, surface-treated silver. The connector housings are silver-plated to dissipate RF interference. The Dragon is assembled with the same connectors and differs from the FireBird in the noise dissipation: Its highest quality level, reserved for the Dragon, is called "Level 7" by Audioquest. It differs from Level 6 by the conductor used in the shielding, which is also Perfect-Surface Silver in this case. And that makes a difference in terms of sound. With the Dragon, you get a bit more of everything: a slightly more extended stage, even somewhat better imaging, a tad more punch in the low end, and even minimally more powerful timbres. The best part is that these impressive partial aspects create an utterly harmonious whole. Even the spatial presentation, which has never been heard like this before, does not seem gimmicky or overly spectacular. Instead, the Dragon intensifies the perception of musical flow and thus the listener's enjoyment.

Of course, I heard the usual songs like Shostakovich's "Polka" or Keith Jarrett's "God Bless The Child" when switching between FireBird and Dragon. But much more interesting is how the cables behave with quite "normal" music, i.e. music not selected according to audiophile criteria. One of the most exciting discoveries for me – first in the Jazz Podium magazine, then on Qobuz – was the Paris Zyklus of the Rebecca Treschner Tentet. In terms of spatial illusion, the studio production is nothing special – even though the sound is completely detached from the speakers – but musically, it is: exciting, melodic compositions and, due to the instrumentation, rich timbres. The skin of the fat bass drum, the wood of the clarinet, the vibraphone metal, and sometimes the strings of a harp sound incredibly realistic.


But as tempting as that would be, I can't indulge in the musical enjoyment just yet. It is possible that the best is yet to come: Richard Drees and Rob Hay now know my set up and the cables used in it quite well and had therefore also brought a six-meter Dragon for the connection between preamp and power amp. Already in the first seconds after I exchanged the Goebel for the Dragon interconnect, the latter makes clear that it can offer a little more: CODONA's "Malinye" is playing, and quite far to the left, Don Cherry plays the intro on the melodica, and that he does this in an ample studio space with some reverberation is probably familiar to me. With the Dragon in the chain, however, the reverb is traceable well past the center of the stereo base to almost all the way over to the right. These subtle signals might otherwise have been lost in the residual noise. Thanks to the Dragon, they are now audible. A similar effect appears in this piece when playing the cymbals: Their decay is noticeably longer than before. The Dragon reduces the SPL of the noise floor, making room for more detailed information.

The positive and negative conductors of the XLR cable each have their dedicated 72V dielectric bias system
The positive and negative conductors of the XLR cable each have their dedicated 72V dielectric bias system

You might object that such audiophile nitpicking has little to do with music, but I went along with it to avoid having to list again in which hifi disciplines the Dragon brings even more – albeit small – improvements. You and I rightly presuppose those. And I don't want to make it as easy for myself as it was in the relevant publications 30, 40 years ago, when one simply spoke of a curtain being drawn away between musicians and listeners. I will now stop putting into words the great musical experience to which the Dragons contribute a good part. I'd rather revel in Ferenc Snétberger's mellifluous "Empathy" from the album Nomad, which can be a lot of fun even through delicately tuned small systems. With the Dragons in a high-end chain, it becomes an experience not soon to be forgotten: an expedition into wide spaces!

STATEMENT

I would never have imagined that there is still so much room for improvement in interconnects. But Bill Low and Garth Powell surprise me with their Mythical Creatures once again. As usual with Audioquest, higher investment leads to more significant sonic improvements. ThunderBird, FireBird, and Dragon are no exception. You should only try these cables if you are willing to make a substantial investment: State-of-the-Art cables simply come at a price. I don't doubt that you will want to own one of these Mythical Creatures when you hear it.
Listened with
Turntable Brinkmann LaGrange with tube power supply
Tonearm Einstein The Tonearm 12“, Thiele TA01
Cartridge Transrotor Tamino, Lyra Etna
Phono Preamp Einstein The Turntable‘s Choice (symmetrical)
Tape machine Studer A80
NAS Melco N1Z/2EX-H60 with external Audiaz linear power supply, WDMyCloud
Streamer Auralic G2.1 with 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler with Ferrum Hypsos PSU
D/A converter Chord Electronics DAVE with linear power supply
LAN-Switch Ansuz PowerSwitch D-TC Supreme
Preamplifier Audio Exklusive P7
Power amplifier Einstein The Poweramp
Loudspeakers Børresen 05 SSE
Subwoofer Velodyne DD+ 10 (2x)
Cables Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Swiss Cables, Forcelines, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Supreme, and Mainz D2 (2x)
Accessories AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 and 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS wall sockets, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella bases, Acoustic System feet and resonators, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Arya Audio Revopods, Waversa Isolator-EXT-1 (2x), ADOT Medienkonverter (2x) with Keces P3 and SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex Fiber optic cable, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME
Manufacturer's Specifications
Audioquest Thunderbird XLR
Metal Massives PSC+
Geometry ZERO-Tech (no characteristic impedance)
Dielectric FEP Air Tubes
Noise dissipation Level 6: ZERO-Tech + 72-V-DBS + Graphen/Carbon mesh net
Jacket Braid, blue-black
Plug Barrel HF drain copper plated
Plug Contact Hanging-Silver auf Red-Copper
Price (1m) 3,900 euros
Manufacturer's Specifications
Audioquest FireBird XLR
Metal Massives PSS
Geometry ZERO-Tech (no characteristic impedance)
Dielectric FEP Air Tubes
Noise dissipation Level 6: ZERO-Tech + 72-V-DBS + Graphen/Carbon mesh net
Jacket Braid, red-black
Plug Barrel HF drain silver plated
Plug Contact Hanging-Silver auf Red-Copper
Price (1m) 6,900 euros
Manufacturer's Specifications
Audioquest Dragon XLR
Metal Massives PSS
Geometry ZERO-Tech (no characteristic impedance)
Dielectric FEP Air Tubes
Noise dissipation Level 7: PSS-Drains + ZERO-Tech + 72-V-DBS + Graphen/Carbon mesh net
Jacket Braid, black-silver
Plug Barrel HF drain silver plated
Plug Contact Hanging-Silver auf Red-Copper
Price (1m) 11,900 euros
Distribution
AudioQuest BV
Address Hoge Bergen 10
4704RH Roosendaal
The Netherlands
Phone +31 165 54 1404
Email rdrees@audioquest.nl
Web www.audioquest.de

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  • Social Introtext The mythical creatures first appeared among the power cords. Then we spotted them among the speaker cables, and more recently, my colleague Wolfgang Kemper tracked down a few HDMI cable specimens. Now, Richard Drees, Sales Director for Germany, and Rob Hay, Marketing Director for Europe, released the NF cable variants directly into my listening room.
Dienstag, 29 März 2022 01:05

VPI Prime Scout 21

geschrieben von

VPI Industries aus New Jersey stellen mit Ihrem optimierten Model Prime Scout den Übergang aus Ihrer Einsteiger- in die Production-Serie vor. Ob der Plattendreher mit dem findigen Namen nun eher ein „Optimus“ Prime ist oder doch ein Pfadfinder, der sich im Audiodschungel verlaufen hat, gilt es herauszufinden.

Googelt man die Abkürzung VPI ploppen die unterschiedlichsten Antworten auf: Angefangen vom Vapor Phase Inhibitor (einem Isolierungsschutz) über den Verbraucherpreisindex, die Verkehrspolizeiinspektion bis hin zum falsch geschriebenen Kürzel VIP. Da frage ich doch lieber beim deutschen Vertrieb Audio Reference nach und erhalte innerhalb von wenigen Sekunden des Rätsels Lösung: Vinyl Precision Instruments. Doch wer verbirgt sich dahinter? Es begann im Jahre 1976, als der Gründer von VPI, Harry Weisfeld, seinen Namensvetter Harry Pearson, seines Zeichens Entrepreneur von The Absolute Sound, in dessen berüchtigter Villa in Sea Cliff, New York besuchte. Mr. Pearson führte dem anderen Harry eine Schallplattenreinigungsmaschine des englischen Unternehmens Keith Monks vor und er war nach einigen Vorher-Nachher-Demonstration derart begeistert, dass er beschloss, sein Wissen als Ingenieur und Blecharbeiter in die Konstruktion und Entwicklung eigener Zubehörprodukte wie Plattengewichte zu stecken. Nach ausgiebiger Entwicklung stellte Harry Weisfeld den Prototyp seiner Reinigungsmaschine Harry Pearson vor und dieser befand sie auf anhieb besser als die Keith Monks. Getauft wurde der Vinyl-Cleaner auf den Namen HW-16 und wird unter der Bezeichnung HW-16.5 noch immer mit einigen Upgrades produziert.

Hoher Fertigungsstandart in der Klasse bis 5.000 Euro. Das innovative Design integriert perfekt den separaten Motor
Hoher Fertigungsstandart in der Klasse bis 5.000 Euro. Das innovative Design integriert perfekt den separaten Motor

Im Jahr 1980 begann Harry mit seiner Frau Sheila den internationalen Vertrieb ihrer Produkte und 1983 war es soweit, dass das Ehepaar sich Vollzeit ihrer Firma VPI Industries widmen konnte. Der erste Plattenspieler des Unternehmens, der HW-19, wurde über viele Jahre hinweg produziert und mit den Versionen MK.2, 3 und 4 modernisiert. Ein Markenzeichen des HW-19 sowie der nachfolgenden VPI-Produkte ist die Aufrüstbarkeit der einzelnen Modelle. Der Kunde erhält damit die Möglichkeit sein erschwingliches Einsteigerprodukt nach und nach auf die Qualität nahe der Referenzklasse zu optimieren. Nach dem Vormarsch der CD in den 80ern und 90ern Jahren stiegen viele Unternehmen aus dem analogen Sektor aus und richteten Ihre Firmenstrategie auf den digitalen Sektor aus. Doch VPI Industries blieben bei Ihrer Philosophie und somit wuchs stetig der Anteil am damaligen schrumpfenden Markt. Als der Absatz bei Vinyl wieder stieg, wie es in den letzten zehn Jahren der Fall war, war das Unternehmen mit einem bekannten Namen, seiner Geschichte technischer Innovationen und langlebigen, aufrüstbaren Produkten gut positioniert – und das Geschäft boomte.

Sohn Mat stieg im Jahr 2012 nach dem Tod von Mitbegründerin Sheila in das Familienunternehmen ein und feierte bei der CES im selben Jahr seinen Einstand. Kurze Zeit später wurde Mat von seinem Vater zum CEO der Firma ernannt und Harry begab sich in den Ruhestand, was Ihn aber nicht davon abhielt, den massiven 20 Kilogramm schweren Titan zu entwickeln. In den letzten Jahren hat Mat Weisfeld eine ganze Reihe neuer Modelle auf den Markt gebracht und mit dem Avenger, Nomad, Player, Prime und Traveler seinen ganz eigenen Stil entwickelt. Hierzu zählt auch mein Testobjekt der Prime Scout, der sich mit meinem Klassiker den Technics 1210 MK II messen darf.


Der Geschwindigkeitswechel von 45 zu 33 Umdrehungen pro Minute vorzunehmen ist kinderleicht, man bewegt lediglich den Riemen von einer zur anderen Rille des Pulleys auf der Motorachse
Der Geschwindigkeitswechel von 45 zu 33 Umdrehungen pro Minute vorzunehmen ist kinderleicht, man bewegt lediglich den Riemen von einer zur anderen Rille des Pulleys auf der Motorachse

Der Prime Scout 21 kommt in einem unspektakulären Karton, doch sein Innenleben überzeugt mich sofort. Nach dem Öffnen bin ich von den insgesamt sechs genau angepassten Schaumstoff Einlagen stark beeindruckt: Hier wurde bis aufs kleinste Detail an Transportsicherheit gedacht und somit ist selbst bei Versanddienstleistern mit drei Buchstaben ein sicherer und unbeschädigter Erhalt – insofern die Sendung ankommt – gewährleistet. Nachdem ich jedes Puzzleteil in den Weiten unseres Wohnzimmers verteilt habe, mache ich mich daran, die vier Füße an der 48,2 mal 38,1 Zentimeter großen und 3,2 Zentimeter dicken MDF-Platte zu befestigen. Hierbei sticht mir die unterseitige Stahlplatte sofort ins Auge, die in ihrer Mitte mit dem Lager verschraubt ist. Dies bildet hierbei eine absolut feste Einheit und trägt dazu bei, dass keine Resonanzen und kein Biegemoment erzeugt werden. Die Unterseite der Zarge ist im Gegensatz zur schwarzen Oberseite weiß lackiert. Das erinnert mich doch sofort an manche Einlegeböden eines schwedischen Möbelhauses – was aber nicht weiterhin stört, da nach Aufstellung des Plattendrehers dieses schöne Farbspiel dank des Blickwinkel nicht mehr sichtbar ist.

Die Plattenklemme wird durch einfaches Festziehen auf dem Tellerachsen-Gewinde befestigt. Zur Schonung der Label dreht sich die Delrinscheibe nicht mit
Die Plattenklemme wird durch einfaches Festziehen auf dem Tellerachsen-Gewinde befestigt. Zur Schonung der Label dreht sich die Delrinscheibe nicht mit

Bei der aktuellen Version des Prime Scout gibt es im Gegensatz zum Vorgänger vier neue, höhenverstellbare Füße aus Aluminium mit zusätzlicher Gummidämpfung. Im Gegensatz zu den alten Tatzen in konischer Form ist hier eine leichtere Aufstellung gegeben und die neuen Treterchen tragen mit ihrer im Durchmesser von über einen Zentimeter größeren Auflagefläche zur besseren Isolation bei. Die Ausrichtung der vier Füße stellt kein Problem dar und nach wenigen Minuten steht das Chassis plan. Der fast fünf Kilogramm schwere Plattenteller ist aus 6061 Aluminium gefertigt, das im Flugzeugbau verwendet wird und mit seiner Feinheit eine andere Schwingungsausbreitung aufweist als normales Aluminium. Zur weiteren Dämpfung ist die Unterseite mit einer Schicht von PEEK (hochtemperaturbeständiger thermoplastischer Kunststoff) überzogen. Fest verbunden ist die Lagerbuchse aus grafitbeschichtetem Messing, die sich spielerisch leicht auf die Edelstahlachse des Lagers setzen lässt. Die Achse besitzt einen Härtegrad von 60 Rockwell, was in etwa dem Härtegrad eines hochwertigen Kochmessers entspricht. Es wird empfohlen, einmal im Jahr das edle und wohl auch über Jahrzehnte haltbare Lager mit etwas Teflon-Fett einzuschmieren.

Als Zubehör dabei ist eine Standard-Filzmatte mit VPI Logo, zusätzlich habe ich von Audio Reference eine Carbon Matte erhalten. Darüber hinaus gibt es eine hervorragend verarbeitete Plattenklemme aus Edelstahl und Delrin. Die Kombination aus dem perfekt gefertigten Teller in Kombination mit Matte, Schallplatte und Klemme führt dazu, dass so gut wie keine Eigenresonanzen mehr auftreten können, die den Klang negativ beeinflussen. Der Teller wird angetrieben von einem separaten Motor, der keine Vibrationen an den Plattenspieler weitergeben kann. Ein Anschlusskabel für den Motor suche ich vergebens: Dann gehe ich mal an meinen Zubehörschrank und entscheide mich für das Netzkabel Supra LoRad 2.5 MK II.


Die gelabelte Filzmatte und die Plattenklemme aus Edelstahl und Delrin tragen dazu bei, dass kaum Resonanzen weitergegeben werden
Die gelabelte Filzmatte und die Plattenklemme aus Edelstahl und Delrin tragen dazu bei, dass kaum Resonanzen weitergegeben werden

Einen kleinen Geheimtipp finde ich in der Bedienungsanleitung: Hier wird für eine bessere Isolation empfohlen, den Motor auf ein Mouse Pad zu stellen. Da ich aber seit Jahren meine Maus stets kraftvoll über das blanke Furnier meines Schreibtisches schrammen lasse, entscheide ich mich, diesen Tipp zu ignorieren. Klanglich habe ich die besten Erfahrungen gemacht, wenn ich den Motor mit der etwas geringerer Riemenspannung nicht zu weit vom Chassis positioniert habe. Es empfiehlt sich hier, ein wenig herumzuprobieren. Beim Anschalter des Motors hätte ich mir etwas mehr Ästhetik und keinen Klingelknopf eines 70-er Jahre Hauses gewünscht, doch hier geht Funktionalität über Design. Einen Geschwindigkeitswechel von 45 zu 33 Umdrehungen pro Minute vorzunehmen ist kinderleicht, man bewegt lediglich den Riemen von einer zur anderen Rille des Pulleys auf der Motorachse.

Kommen wir nun zum Tonarm JMW-9. Der einpunktgelagerte Neun-Zoll-Tonarm ist der seit Jahrzehnten bewährte Standarttonarm bei VPI. Die neueste Version kommt mit einteiliger Lagerglocke, Antiskating und praktischer Rändelschraube zur Sicherung des Gegengewichts. Das Headshell ist aus Alu – kleine Schrauben zur Befestigung des Tonabnehmers befinden sich im Lieferumfang. Das Tonarmrohr besteht aus einem dünnwandigen Stahl und geht beinahe nahtlos in die Alu-Lagerglocke mit den Gegen- und Balancegewichte über. Der Lift funktioniert leicht und flüssig, und die verriegelte Armablage erweist sich im Gegensatz zu der meines Technics als top verarbeitet. Die Armbasis wird von einer höhenverstellbaren Stahlfassung gehalten. Die Spitze aus Wolframcarbid bildet einen Teil des eigentlichen Lagers. Der andere Teil besteht aus einer konkaven Lagerschale aus Stahl mit circa fünf Millimetern Durchmesser.

Dank der einfach zu befestigenden und höhenverstellbaren Füße ist das Chassis des VPI blitzschnell ausgerichtet
Dank der einfach zu befestigenden und höhenverstellbaren Füße ist das Chassis des VPI blitzschnell ausgerichtet

Zur Einstellung des Tonarms sowie des Headshells ist absolute Nervenstärke und gute Laune gefragt. Zur Unterstützung beinhaltet das Lieferset eine digitale Tonarmwage, eine Stahlschablone und ein kleines Aluröhrchen, das perfekt in die Ausfräsung der Headshellnut passt, für die Ausrichtung des Azimuts. Nach gefühlten Stunden der Fummelei und immer wiederkehrender Neuausrichtung fühle ich dazu verleitet dem VPI ein paar Flugstunden vom Balkon unserer Wohnung im vierten Stock zu gewähren, schließlich erinnert das Design der Zarge des Prime Scout ein wenig an eine Flugdrohne. Um meine vor Anspannung zitternden Hände ein wenig zu beruhigen, beschließe ich, mein Heil in der Gesellschaft des ein oder anderen Cuba Libre zu suchen. Danach läuft die Installation und Ausrichtung meines Gegners dann doch noch nach Plan. Ist der Tonarm erst einmal mal perfekt eingestellt, sind die letzten Irritationen schnell vergessen. Einzeln kostet der JMW-9 übrigens rund 1.600 Euro, er ist aber im Preis von 4350 Euro für den Prime Scout 21 enthalten. Ein Upgrade auf den geräuschärmeren Arm mit konischen Armrohr aus dem 3D-Drucker ist möglich. Dieser schlägt allein mit etwa 2.800 Euro zu Buche. Wer sich also einen einfachen Tonabnehmerwechsel ermöglichen möchte, greift einfach tief in seinen Geldbeutel und erwirbt für jeden Tonabnehmer einen weiteren Tonarm.


Auffallend: Ausfräsung am Headshell als Platzhalter für das Azimut-Aluröhrchen
Auffallend: Ausfräsung am Headshell als Platzhalter für das Azimut-Aluröhrchen

Nach der Berg- und Talfahrt der Einrichtung freue ich mich, ein paar meiner Plattenschätzchen herauszukramen. Als Tonabnehmer verwende ich zuerst das MC-System The Frog von van den Hul, das etwa die Hälfte des Players kostet. Dann lass ich das holländische Fröschlein mal auf Peter Gabriels 1986 veröffentlichtes Werk So los: Schon beim ersten Track „Red Rain“ fällt mir die unglaubliche Tiefe und Breite des Raums auf, die die Kombination aus van den Hul und Prime suggeriert. Sofort bringe ich meine Speaker zum Glühen, um auch einen Eindruck bei höherer Lautstärke zu erhalten. Mir schlägt der „Sledgehammer“ entgegen, das Wohnzimmer fängt an zu vibrieren, doch der Prime Scout bleibt stoisch ruhig und verrichtet seine Arbeit. Der Diamant zieht seine Bahne durch die Rille und der Arm, der nur auf der nahezu unzerstörbaren Spitze aus Wolframcarbid ruht, bleibt er absolut stabil. Ja hier ist höchste Ingenieurskunst perfekt umgesetzt worden.

Der Einpunktarm JMW-9 wird seit Jahrzehnten gebaut und stetig verbessert. Die neueste Version beinhaltet die einteilige Lagerglocke, Antiskating und eine Rändelschraube zur Sicherung des Gegengewichts
Der Einpunktarm JMW-9 wird seit Jahrzehnten gebaut und stetig verbessert. Die neueste Version beinhaltet die einteilige Lagerglocke, Antiskating und eine Rändelschraube zur Sicherung des Gegengewichts

Als mir der VPI von Max Merk von Audio Reference überreicht wurde, lieh er mir als kleines Goodie noch seine Lieblingsplatte Time Out vom Dave Brubeck Quartet und meinte gönnerisch „als kleiner Geheimtipp“: Was für ein kleiner listiger Fuchs! Da mir „Take Five“ nicht nur zum Hals, sondern auch zu den Ohren heraushängt, ich dieses allseits geschätzte Werk aber respektiere, lasse ich den Tonarm des Prime Scout auch darüber gleiten. Vor allem bei „Kathys Waltz“ bringt die Ausgewogenheit des Plattenspielers zum Vorschein. Die von Besen geküsste Snare harmoniert perfekt mit den Pianoklängen und ich fühle mich, als wäre ich in einem verrauchten Jazz-Klub der 60er Jahre. Mein in die Jahre gekommener Technics kann hierbei nicht nur preislich, sondern auch tonal leider nicht mithalten.

Über einen Rundbogen führt das Tonarmkabel von der Lagerglocke zum Anschlussterminal, wo es mit einem Steckverbinder des Schweizer Herstellers LEMO angeschlossen wird
Über einen Rundbogen führt das Tonarmkabel von der Lagerglocke zum Anschlussterminal, wo es mit einem Steckverbinder des Schweizer Herstellers LEMO angeschlossen wird


Das Antiskating benutze ich in der Combo mit dem MC-System von van den Hul bewusst nicht. Die Meinung, dass es bei einem einpunktgelagerten Tonarm überflüssig ist, teile ich mit den Herren Weisfeld. Der Tonarm klingt ohne einfach besser. Der Grund hierin ist zum einen der sehr feine Schliff des FROG-Diamantens zum anderen eine weitere findige Konstruktion des VPI: Über einen Rundbogen führt das Tonarmkabel von der Lagerglocke zum Anschlussterminal, wo es mit einem Steckverbinder des Schweizer Herstellers LEMO angeschlossen wird. Die Rückstellkraft des Kabelbogens reiche, so Mat Weisfeld, um die entgegengerichtete Skatingkraft unschädlich zu machen.

Der Einpunktarm bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Ein Upgrade auf den geräuschärmeren Arm mit konischen Armrohr aus dem 3D-Drucker ist möglich
Der Einpunktarm bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Ein Upgrade auf den geräuschärmeren Arm mit konischen Armrohr aus dem 3D-Drucker ist möglich

Da ich ein Freund von MM-Systeme mit austauschbarem Nadeleinschub bin, wechsele ich den FROG gegen meinem Standart-Tonabnehmer Ortofon Blue, und bei der zweiten Installation geht alles schon etwas leichter von Hand. Ich suche mir den brandneuen Longplayer 4 von SLASH feat. Myles Kennedy & the Conspirators heraus und erfreue mich der etwas härteren Gitarrenriffs. Das live eingespielte Album donnert mir entgegen und ich traue mich, den Lautstärkeregler meines geliebten Denons ein wenig aufzureißen. Die Talkbox bei „C‘est la vie“ geht direkt in meinen Bewegungsapparat, und ich kann mich vor Emotionen kaum auf meinem Hörplatz halten. Die Ausgewogenheit des VPI ist auch bei Freunden der härteren Gitarrenklänge eindeutig zu hören. Jedes Gitarrensolo wird klar differenziert übertragen, die Drums donnern durch meinen Hörraum – und meine Lebenskameradin stürmt das Zimmer und fragt mich, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Ich antworte mit „ich weiß nicht, aber jetzt wären sie sowieso raus Schrank gefallen!“

Hochwertiges Zubehör mit inbegriffen: Mit der metallenen Justierschablone wird die Ausrichtung des Tonabnehmers zum Selbstläufer
Hochwertiges Zubehör mit inbegriffen: Mit der metallenen Justierschablone wird die Ausrichtung des Tonabnehmers zum Selbstläufer

Mich interessiert vor allem noch eines: Klingt der VPI auch mit einem etwas älteren Tonabnehmer und einer in die Jahre gekommenen Platte immer noch gut? – Die Antwort ist ein klares Ja. Ich schraube mein Audio Technica AT 95 E in das Headshell und drehe jedes Schräubchen am Tonarm, bis alles wieder sitzt wie es sein sollte. Dabei ziehe ich eine Single von Giuseppe Verdis „Chor der Gefangenen“ aus meiner Vinyl-Ecke und bin überrascht, was der Prime Scout mit seiner Ausgewogenheit hier noch herausholen kann. Hierbei probiere ich zudem das Antiskating aus und sehe doch einen Nutzen darin. Das Antiskating verhilft den Tonabnehmern der unteren Preisklasse zu deutlich mehr Dynamik.


Die präzise digitale Tonarmwaage ist als weiteres Goodie im Lieferumfang enthalten
Die präzise digitale Tonarmwaage ist als weiteres Goodie im Lieferumfang enthalten

Nach diesem kleinen Experiment hole ich wieder das van den Hul hervor, befestigte es erneut im Headshell und freue mich über die Klänge von Hans Zimmers The Classics. „Mombasa“ interpretiert von 2CELLOS fliegt durch mein Wohnzimmer und ich tauche in eine sphärische Traumwelt ein. „Time“ mit seiner traurigen und melancholischen Tonfolge berührt mich sehr – hier zeigt der Player aus New Jersey sein wahres Können. Unbedingt ausprobieren!

Das Lager sollte einmal im Jahr mit etwas Teflon-Fett gepflegt werden
Das Lager sollte einmal im Jahr mit etwas Teflon-Fett gepflegt werden

STATEMENT

VPI hievt seinen Scout auf das nächste Level und nennt ihn jetzt zurecht Prime Scout. Absolute Laufruhe und hoher Fertigungsstandart machen den Scout zum Optimus der Klasse bis 5.000 Euro. Ein Garant für jahrzehntelanges Musikhören auf höchstem Niveau.
Gehört mit
Phonostufe NAD PP
Vollverstärker DENON PMA-535 R
Plattenspieler Technics 1210-SL MKII
Tonabnehmer Ortofon Blue MM, Audio Technica AT 95 E, van den Hul The Frog
Lautsprecher Aperion Audio Verus III Grand Bookshelf
Kabel/Zubehör Chord Company Clearway Series: Speaker Kabel, Stereo RCA Kabel, in-akustik 00404007, Mogami 2313, Supra LoRad 2.5 MK II Netzkabel, Nobsound Speaker Selector Switch
Herstellerangaben
VPI Prime Scout 21
Geräteart Riemengetriebener, nicht gefederter Plattenspieler mit einpunktgelagertem Tonarm
Geschwindigkeiten 33,33 und 45 U/min
Antrieb 300 U/min, 24-poliger AC-Motor in einem separaten Stahlgehäuse
Lager 60 Rockwell einsatzgehärtete Welle, graphitimprägnierte Messingbuchse, PEEK-Schubscheibe
Plattenteller 6110 Aluminium
Gewicht Plattenteller ca. 4,8 kg
Gleichlaufschwankung weniger als 0,04 %
Rumpelabstand >78dB
Chassis Vinylummanteltes MDF mit Stahlplatte
Nenndrehzahl ± 0,08 % maximale Abweichung
Hochlaufzeit circa 5 Sekunden
Abmessungen Basisplatte 48,2 x 21,6 x 38,1 cm (B x H xT)
Gewicht 14,5 kg
Preis 4.350 Euro
Herstellerangaben
JMW-9 Metal Unipivot
Geräteart einpunktgelagerter Tonarm
Farbe Silber / Schwarz
Abstat Drehpunkt zur Spindel 223 mm
Effektive Länge 240,7 mm
Effektive Masse 10,2 Gramm
Überhang 17,7 mm
Kröpfungswinkel 22,85 Grad
Durchschnittliche Verzerrung 0.36%
Preis 1.600 Euro

Vertrieb
Audio Reference GmbH
Anschrift Alsterkrugchaussee 435
22335 HAMBURG
Telefon +49 40 53320359
Fax +49 40 53320459
Web audio-reference.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/22-03-29_vpi
  • Social Introtext VPI Industries aus New Jersey stellen mit Ihrem optimierten Model Prime Scout den Übergang aus Ihrer Einsteiger- in die Production-Serie vor. Ob der Plattendreher mit dem findigen Namen nun eher ein „Optimus“ Prime ist oder doch ein Pfadfinder, der sich im Audiodschungel verlaufen hat, gilt es herauszufinden.
Montag, 28 März 2022 00:01

Cayin N8ii: HiRes-Musik to go

Cayin präsentiert mit dem N8ii einen mobilen HiRes-Player für die anspruchsvollste Musikwiedergabe on the go und auf Reisen. Neben der kompromisslosen Ausstattung und Klangabstimmung, glänzt diese mobile HiRes-Maschine durch eine Röhren-Ausgangsstufe, sowie durch erstmalig in einem portablen HiRes-Produkt eingesetzte ROHM-BD34301EKV-Chips.

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Der N8ii HiRes-Player begeistert mit mobilem Sound in bisher kaum erreichter Klangqualität. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der von Cayin konsequent verfolgte Einsatz hochwertigster Röhrentechnik. Herausragend ist hier vor allem die Röhren-Ausgangsstufe. In ihr arbeiten zwei sparsame, extrem kompakte Nutube-Röhren 6P1 vom Musikinstrumentenbauer Korg. Angesteuert werden beide Röhren von zwei ROHM-BD34301EKV-Chipsätzen, die im N8ii Weltpremiere in einem portablen High End-Produkt feiern. Um das Leistungsmaximum zu erreichen, wird jeder Chip hier im Monomodus betrieben. Zwei Tiefpass-Antialiasing-Filter (PCM-Modus) und drei DSD-Filter stehen zur Feinabstimmung der Klangsignatur zur Verfügung. Die beiden KORG-Nutube-6P1-Röhren werden in einem vollständig symmetrischen Schaltkreis eingesetzt. Dieser wiederum sorgt mit einer Ausgangsleistung von bis zu 1200mW an16Ω für den von Cayin bekannten natürlichen und warmen Klang.

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Die Klangsignatur lässt sich aber auch frei bestimmen. Sie haben die Wahl zwischen Class-A-Modus oder Class-B-Modus. Die gewünschte Abstimmung wählen Sie über das Pulldown-Menü. So lässt sich der Sound ganz einfach an die verwenden Kopfhörer oder den eigenen Musikgeschmack anpassen. Der Class-A-Modus steht für geringe Verzerrung bei zugleich optimalen Wiedergabebedingungen. Der Klang lässt sich als seidig weich, warm und voll beschreiben. Ideal für Musik mit vielen Details, Schmelz und anspruchsvoller Makro-Dynamik. Bevorzugen Sie die druckvollere, punchigere Wiedergabe, wählen Sie den Class-B-Modus. Dieser zeichnet sich durch eine höhere Effizienz und Dynamik aus. Jetzt spielt der N8ii sauber, straff und kernig: die ideale Wahl für Musikstücke mit hohem Dynamikumfang.

Der N8ii punktet mit einer HiRes-Fähigkeit bis PCM 768 und DSD512. Digitale Daten werden per USB-C oder Mini-HDMI (I2S) zugeliefert. Hinzu kommen Bluetooth-Streaming bis 192 Kilohertz/24 Bit, symmetrische (4,4mm) und unsymmetrische (3,5mm) Kopfhörer-Ausgänge und eine analoge Audio-Schnittstelle, dank derer der N8ii auch als HiRes-DAC in nahezu jedes HiFi-System integriert werden kann. Der Home-Button des Cayin-HiRes-Spezialisten informiert darüber, welche Datenrate gerade anliegt, indem er in verschiedenen Farben leuchtet. Darüber hinaus lässt sich der N8ii auch als hochwertige analoge Quelle für Aktivlautsprecher und tragbare/Desktop-Verstärker einsetzen.

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Für die eigene Musiksammlung stellt der N8ii einen internen Speicherplatz von 128 Gigabyte bereit. Dank des seitlich eingelassenen Slots kann dieser mittels einer optional erhältlichen TF-Card auf bis zu 1 TB erweitert werden. Selbstverständlich lässt sich der Cain HiRes-Player aber auch in das heimische WLAN integrieren, was ihn dann dazu befähigt, Musik von freigegebenen Speichern oder von Online-Musikdiensten wie Tidal, Qobuz oder Spotify zu streamen. Darüber hinaus ist der Röhren-HiRes-Player aber auch in der Lage, Musik direkt über angeschlossene USB-Massenspeicher wiederzugeben. Der fest integrierte 10.000mAh-Akku verspricht überdies eine durchgängige Musikwiedergabe von bis zu 11 Stunden (unsymmetrisch) bzw. 10 Stunden (symmetrisch). So lässt sich selbst der Flug an die Ostküste der USA oder die Zugfahrt von Hamburg nach Wien durchgängig musikalisch begleiten.

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Alle Informationen zur gerade wiedergegebenen Musik inklusive Cover-Darstellung, zu Batteriestand, Lautstärke, zur anliegenden Datenrate und zu allen weiteren wichtigen Informationen lassen sich über den 5 Zoll messende AMOLED-Touch-Bildschirm ablesen. Wichtige Befehle wie Play, Pause, Skip und das schnelle Vorspulen werden hier mit nur einem Fingertipp in Auftrag gegeben. Alternativ sind diese Einstellungen aber auch über die bündig in die Seitenwange des N8ii eingelassenen Buttons möglich. Die Lautstärkeregelung erfolgt bequem über den goldfarbenen Drehregler in der Gehäuseoberseite. Dieser ist vom Gehäuse so eingefasst, dass eine ungewollte Änderung des Pegels fast unmöglich ist. Eine weitere Besonderheit: Der CNC-gefertigte Aluminium-Body verfügt über eine isolierte, vollständig gedämpfte Kammer für die Einbindung der Nutube-Röhren. Eine flexible Platine minimiert die Übertragung von Stößen auf und von der Hauptplatine. Um Mikrofonie-Effekte zu eliminieren verfügt der Cayin darüber hinaus über eine exklusiv entwickelte Vorrichtung zur Dämpfung mechanischer Erschütterungen.

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Zum Lieferumfang des Cayin N8ii gehört auch umfangreiches Zubehör. Neben einem hochwertigen USB-C-Kabel liegen dem HiRes-Player zudem je ein 4,4mm-auf 2,5mm- und 3,5mm-auf-2,5mm-Klinkenadapter bei. Dazu kommt eine Echtleder-Hülle, die den N8ii unterwegs vor Kratzern und unschönen Fingerabdrücken schützt. Ein transparenter Schutz für das Display, eine Bedienungsanleitung und zwei Hi-Res-Sticker runden das Zubehörpaket ab. Neue Firmware-Versionen sind zudem kostenlos über diesen Link verfügbar: https://cayin.com/downloads/

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Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 3.680 Euro. Bis zum 19.04.2022 ist der N8ii im Cayin-Shop zum Einführungspreis von 3.500 Euro zu haben.

Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
Anschrift An der Kreuzheck 8
61479 Glashütten-Schloßborn
Telefon +49 6174 9554412
Fax +49 6174 9554424
E-Mail info@cayin.com
Web www.cayin.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/22-03-28_cayin
Freitag, 25 März 2022 01:36

Wie wird das Analoge digital – 2.0

geschrieben von

Das Thema beschäftigt mich und die Kollegen nun schon eine Weile. Vor etwas mehr als zwei Jahren gab es dazu zwei Downloads – allerdings nur im DSD-Format. Dann wurden diese Dateien zu allem Überfluss auch noch auf dem Server beschädigt. Da von Leserseite aber immer mal wieder Nachfragen dazu kommen, gibt es hier neue Files und diesmal auch in PCM.

Die Frage in der Überschrift treibt uns aber schon viel länger um: Um zu klären, wie groß der Einfluss des verwendeten A/D-Wandlers auf die Qualität eines Files ist, produzierte ich als ersten Schritt drei Varianten ein und desselben Songs zum Download, die mit Wandlern aus recht unterschiedlichen Preisklassen vom selben Mastertape erstellt wurden. 2019 berichtete Roland Dietl dann über die aktuelle Version des Audiophile Optimizers und kurz darauf über die Kombination des neuen Optimizers mit Windows Server. Die Wiedergabe von Audio-Dateien profitierte ganz beträchtlich von dieser Betriebssystemvariante.

Von unten nach oben: der Mytek-A/D-Wandler, der aktive Neumann-Pegelsteller, der Tascam 3000 und das Notebook mit der Sonoma-Software
Von unten nach oben: der Mytek-A/D-Wandler, der aktive Neumann-Pegelsteller, der Tascam 3000 und das Notebook mit der Sonoma-Software

Um irgendeine Windows-Variante kam ich nicht herum, als ich Ihnen einen Song von Michel Godards Album Soyeusement in drei verschiedenen DSD-Formaten zum kostenlosen Download anbieten wollte: Damals übernahm Playback Designs' Pinot die A/D-Wandlung. Aus dem von ihm erzeugten Datenstrom macht das ebenfalls von den amerikanisch/deutschen Digitalspezialisten bereitgestellte Programm Sonoma dann ein File. Wie mir Bert Gerlach, einer der Entwickler, mitteilte, läuft sein Programm ausschließlich auf Windows-Rechnern. Da hilft weder Boot Camp noch Parallels auf einem Mac.

Bei PCM-Aufnahmen wird das Signal aus dem Mytek nicht nur zum Computer, sondern auch zum Tascam geschickt, um dessen Peak-Hold-Funktion nutzen zu können
Bei PCM-Aufnahmen wird das Signal aus dem Mytek nicht nur zum Computer, sondern auch zum Tascam geschickt, um dessen Peak-Hold-Funktion nutzen zu können

Zuerst nutzte ich das kleine Programm nur auf meinem extra für diese Anwendung erworbenen Notebook mit i7-Prozessor unter Windows 10, doch dann spielte unser Digital-Audio-Spezialist Roland Dietl auf einer speziellen Partition auch Windows Server auf. In Kombination mit dem Audiophile Optimizer sind dann, wie ein Blick auf die aktiven Tasks zeigt, mehr als 50 Prozent weniger Programme im Hintergrund als bei Windows 10 aktiv – was klanglich doch auch der Generierung von Musik-Files zugute kommen sollte. Gedacht, getan: Zur Demonstration in unserem Raum bei den letzen Norddeutschen Hifi-Tagen digitalisierte ich dann einen Song von Soyeusement: „Villa Erba“. Bei der ersten Variante wurde das Notebook über sein Schaltnetzteil gespeist und Sonoma lief unter Windows. Die zweite Version unterschied sich in Sachen Stromversorgung nicht, das Aufnahmeprogramm arbeitete nun aber unter Windows Server mit dem Audiophile Optimizer. Der war auch bei der dritten Aufnahme mit von der Partie, die Energie kam nun aber nicht aus einem Schaltnetzteil, sondern aus einem PowerAdd mit 23.000 Milliampere-Stunden. Um es dem Notebook nicht zu leicht zu machen, entschied ich mich für DSD-Files mit 11,3 Megahertz.

Für die Aufzeichnung der Dreier-Varianten wurde das Zenbook von diesem PowerAdd gespeist
Für die Aufzeichnung der Dreier-Varianten wurde das Zenbook von diesem PowerAdd gespeist

Über das Profi-Equipment in unserem Vorführraum konnte ich einige subtile, aber im High-End-Bereich keinesfalls zu vernachlässigende Unterschiede zwischen den drei Varianten wahrnehmen. Unsere Besucher/Leser bewerteten die Differenzen übrigens sehr unterschiedlich: Das reichte von „minimal anders, aber nicht eindeutig zu beschreiben“ bis zu „klarer, als ich mir vorstellen konnte“. Den größten Eindruck machten die Unterschiede übrigens auf einen zuerst sehr skeptischen Kollegen aus dem Pro-Bereich mit eigenem Studio.

Das Sonoma-Programm ermöglicht auch die Einstellung der Samplerate des Mytek Brooklyn ADC
Das Sonoma-Programm ermöglicht auch die Einstellung der Samplerate des Mytek Brooklyn ADC

Die – wie erwähnt – inzwischen beschädigten Versionen von „Villa Erba“ hatte ich mit Playback Designs' Pinot erstellt, der inzwischen wieder beim Hersteller ist. Für die hier herunterladbaren Stücke wandelte ich „Pane Caiente“, ebenfalls vom Album Soyeusement, direkt vom Mastertape mit einem Mytek Brooklyn ADC, der von einen einem SBooster MKII mit zwölf Volt Gleichstrom versorgt wird, in einen Datenstrom. Aus dem erstellte das Asus Zenbook mit Windows 10 respektive Windows Server die entsprechenden Files. Für die dritte Variante übernahm dann ein Akku die Speisung des Notebooks. Sie haben die Wahl zwischen jeweils drei Versionen in PCM mit 192 Kilohertz, DSD mit 2,8 Megahertz und 11,3 Megahertz. Viel Spaß beim Vergleichen!

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PS: Immer mal wieder werden wir gefragt, ob man die Musik-Dateien nur auf dem Computer anhören oder doch auf der eigenen Festplatte speichern könne. Natürlich ist letzteres möglich. Hier erst einmal eine kleine Bedienungsanleitung für Mac-User: Führen Sie einen sogenannten Sekundärklick durch, je nach Trackpad-Einstellungen durch Tippen mit einem Finger unten rechts auf das Trackpad oder an beliebiger Stelle durch Tippen mit zwei Fingern. Bei der Magic Mouse kann man den Sekundärklick mit Druck auf die rechte (Standardeinstellung) oder linke Maus-Hälfte ausführen. Daraufhin erscheint ein Auswahlfenster, in dem man „Verknüpfte Datei laden‟ oder „Verknüpfte Datei laden unter‟ anklickt. Schon wird die gewünschte Datei heruntergeladen.

Wie es unter Windows funktioniert, hat Wolfgang Kemper für Sie notiert: Mit der rechten Maustaste das Download-Symbol anklicken und „Ziel speichern unter...‟ auswählen. Dann erscheint das Fenster, in dem Sie den Speicherort bestimmen können. Dort den „Speichern‟-Button anklicken und schon läuft´s.

Weitere Informationen

  • Imagefolder downloads/22-03-25_digital
  • Social Introtext Das Thema beschäftigt mich und die Kollegen nun schon eine Weile. Vor etwas mehr als zwei Jahren gab es dazu zwei Downloads – allerdings nur im DSD-Format. Dann wurden diese Dateien zu allem Überfluss auch noch auf dem Server beschädigt. Da von Leserseite aber immer mal wieder Nachfragen dazu kommen, gibt es hier neue Files und diesmal auch in PCM.

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