Donnerstag, 09 Oktober 2008 00:53

Thorens GmbH

geschrieben von
Hersteller
Thorens GmbH
Anschrift Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
E-Mail info@thorens.com
Web www.thorens.com
Dienstag, 09 Oktober 2018 00:39

Thorens präsentiert zwei neue Plattenspieler

Thorens startet mit dem Beginn der Saison eine Produktoffensive. Auf den Westdeutschen Hifi-Tage wurden mit dem TD 201 und TD 202 zwei neue Modelle für fortgeschrittene Einsteiger vorgestellt.

Die beiden Modelle kommen vorkonfiguriert mit Tonabnehmer und eingebautem, abschaltbaren Phonovorstärker für MM-Systeme für den Direktanschluss an Hochpegeleingänge von Verstärkern oder Receivern. Der TD 202 besitzt zusätzlich noch einen USB-Ausgang mit vorgeschaltetem Analog/Digital-Wandler, um die abgespielte Schallplatte direkt zu digitalisieren und am Computer aufzunehmen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-10-09_thorens_Thorens-TD201.jpg

Der TD 201 richtet sich an engagierte Einsteiger, die einen robusten, einfach zu bedienenden und sofort betriebsfertigen Plattenspieler suchen. Der TD 201 verfügt über einen laufruhigen Motor mit Riemenantrieb sowie einem Plattenteller aus massivem Aluminiumguss. Der neue TP71 Tonarm verfügt zudem über eine abnehmbare Head Shell mit Bajonettverschluss. Für die gewünschte Plug-and-Play-Fähigkeit sind sowohl ein AT 3600 Tonabnehmer und ein Phono-MM-Vorverstärker vorhanden, so dass das Gerät direkt an einen beliebigen Verstärker angeschlossen werden kann, ohne einen Phonoeingang zu benötigen. Der TD 201 ist ab Ende November in hochglanz schwarz für 450 Euro verfügbar.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-10-09_thorens_Thorens-TD202.jpg

Der TD 202 rundet die neue Serie manueller Plug-and-Play-Plattenspieler nach oben ab. Neben einer massiven Zarge kommt er wie sein „kleiner“ Bruder mit vorinstalliertem Tonabnehmer, in diesem Falle einem bewährten AT 95 E, und mit einem passenden Phonovorverstärker. Im Unterschied zum TD 201 ist ein Analog/Digital-Wandler eingebaut, der die Möglichkeit bietet, das Gerät per USB mit einem Computer zu verbinden und die abgespielte Schallplatte aufzuzeichnen. Eine passende Software ist kostenlos von verschiedenen Anbietern im Internet verfügbar. Ab November ist der TD 202 in hochglanz schwarz zu einem Preis von 600 Euro im Handel erhältlich.

Hersteller
Thorens GmbH
Anschrift Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
E-Mail info@thorens.com
Web www.thorens.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-10-09_thorens
Montag, 08 Oktober 2018 00:01

RME ADI-2 Pro FS Black Edition

Mit dem ADI-2 Pro stellt RME einen AD/DA-Wandler der Referenzklasse vor. Er vereint mehrere Geräte in einem und bietet eine einfache, in den meisten Fällen automatisierte Bedienung. Das Gerät besitzt ein beeindruckendes Verhältnis von Größe zu Funktionen, exzellente technische Daten und zwei leistungsstarke Kopfhörerausgänge.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-10-08_rme_Black-edition.jpg

Die auf 500 Geräte limitierte „Black Edition“ besitzt eine schwarze Frontplatte und verzichtet auf eine Rack-Befestigung. RMEs Jubiläums Referenz AD/DA-Wandler ist:

  • ein High-End AD/DA-Konverter in professioneller Studio-Qualität
  • ein 2-facher Kopfhörerverstärker in wahrer High-End-Qualität
  • ein USB-DAC wie kein anderer: der flexibelste und leistungsfähigste
  • ein High-End-AD/DA Frontend und Kopfhörerverstärker für iPad / iPhone
  • ein Multi-Formatkonverter (AES, SPDIF, ADAT) mit Abhörfunktion
  • ein DSD-Aufnahme- und Wiedergabe-Wandler
  • ein AD/DA-Frontend für Audio Messungen mit bis zu 768 kHz Samplefrequenz

Als der aktuell flexibelste Konverter auf dem Markt bietet der ADI-2 Pro symmetrische/unsymmetrische analoge Ein- und Ausgänge, doppelte Extreme-Power-Kopfhörerausgänge, SteadyClock FS, vierstufige Hardware Ein- und Ausgangs-Pegelumschaltung, DSP-basierte Signalverarbeitung, Betrieb mit externer Speisung, Class Compliant USB-Kompatibilität, Samplefrequenzen bis zu 768 kHz, sowie DSD-Aufnahme und Direct-DSD-Wiedergabe (256 / 11,2 MHz).

Der ADI-2 Pro FS Black Edition kostet 1.599 Euro und ist ab Ende Oktober verfügbar.

Vertrieb
Hörzone GmbH
Anschrift Reinhard Weidinger
Balanstr. 34
81669 München
Telefon +49 89 7211006
E-Mail info@hoerzone.de
Web www.hoerzone.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-10-08_rme
Freitag, 05 Oktober 2018 00:01

JIB Boaacoustic Kupfer Palladium und Neutron

geschrieben von

JIB Germanys Kabelserie Boaacoustic ist in der Redaktion für hervorragende Verarbeitung und höchste Klangqualität inzwischen bestens bekannt und beliebt. Umso mehr freut es mich, ein Set bestehend aus einem Cinch- und einem Lautsprecherkabel aus der Kupfer Serie zu testen.

Ich würde mich als Mensch mit einer ausgesprochenen Kabelliebe bezeichnen. Dies hat seinen Ursprung allerdings eher in meinem hauptberuflichen Kontext. Nach einer erfolgreichen Theatervorstellung oder einem gelungenen Konzert in Ruhe das auf der Bühne entstandene Kabelchaos zu beseitigen und jedes Kabel sauber aufzuschießen, hat einen meditativen Charakter. Für mich ein schönes Ritual, um nach dem Stress des Tages wieder etwas zu entspannen. Außerdem läuft ohne ordentlich zusammengelegte und -geklettete Kabel wirklich gar nichts. Jeder, der mal eben schnell ein Kabel aus einem nicht sauber sortierten und gewickelten Haufen ziehen möchte, weiß wovon ich rede – Kabelsalat par excellence. Nebenbei bemerkt ist mir relativ egal, ob es nun Kabel oder Leitungen heißt. Wie dem auch sei, in der Bühnenwelt der elektrische-Energie-transportierenden Verbindungen geht es in erster Linie darum, dass die Kabel robust, langlebig und vor allem überhaupt erst mal in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Es gibt ein paar große Marken, die jedem in der Branche bekannt sind und quasi als anerkannter Standard gelten. Die Qualität des Leitermaterials ist weniger bedeutend, das Aussehen für den Bühnenalltag möglichst un- oder auffällig gestaltet, und in vielen Fällen wird sogar selbst auf passende Längen konfektioniert, so entscheidet das eigene Lötkönnen über die Haltbarkeit und Fertigungsqualität. Die Frage nach Kabelklang gibt es nicht. Kein Kabel klingt vordergründig schlecht, außer es ist kaputt. Im Bühnenalltag gibt es viel wichtigere Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen, wie beispielsweise die Auswahl und Positionierung der Mikrofone oder die Erfahrung und das Können des Tontechnikers im Umgang mit Equalizern, Kompressoren, Effektgeräten und dergleichen.

Sowohl das Palladium als auch das Neutron sind extrem solide und hochwertig verarbeitet
Sowohl das Palladium als auch das Neutron sind extrem solide und hochwertig verarbeitet

In der HiFi-Welt sieht das allerdings etwas anders aus. Man kann sich viel mehr Zeit nehmen, testen, vergleichen und mit verschiedensten Kabelkombinationen experimentieren. Es geht nicht darum, überhaupt ein Kabel in der Stereokette zu verbauen, sondern möglichst genau DAS Kabel. Es muss zum Gesamtkonzept passen: sowohl klanglich, als auch optisch, die Verarbeitungsqualität soll etwas hermachen und auch der Preis spielt eine entscheidende Rolle. Es macht keinen Sinn, ein Kabel zu verwenden, das ein Vielfaches der anderen Komponenten kostet. Als Startpunkt gibt es sehr gute preisgünstige Kabel. Für Cinch-Verbindungen verwende ich beispielsweise gerne Cordial, eine Entlehnung aus dem Bühnenalltag, da überzeugende Verarbeitungsqualität bei ausreichend linearer Übertragung geboten wird. Im Lautsprecherbereich kommt meine Preis-/Leistungsreferenz von Sommer Cable: selbstkonfektioniertes SC-Orbit 240 MKII mit vier Quadratmillimetern Querschnitt. Doch ab einer gewissen Qualität des Rests der Stereokette möchte man einfach mehr. Genau hier kommt JIB ins Spiel. Die vergleichsweise junge Kabelmanufaktur nahe Berlin greift auf über Jahre perfektionierte Arbeitsprozesse ihrer Partner in Japan und der eigenen Kollegen in der internationalen Fertigung zurück. Hervorragende Grundvoraussetzungen für die Vollendung in Handarbeit der Boaacoustic-High-End-Kabel in Deutschland.

In diesem massiven Y-Stück teilen sich die beiden Leiter des Lautsprecherkabels
In diesem massiven Y-Stück teilen sich die beiden Leiter des Lautsprecherkabels


Für meinen Test höre ich zwei Kabel aus der Kupfer-Serie. Mal abgesehen davon, dass die Preisgestaltung der Silber-Serie nicht zum Rest meiner Kette passt, bin ich ein Kupferfan und mag seinen tendenziell eher zurückhaltenden Klang. Als Lautsprecherkabel kommt das Neutron (SB-001) mit BFA-Hohlbananas zum Einsatz. Mit 2,5 Metern Länge für 700 Euro stellt es den Einstieg in die Serie dar. Das Neutron gibt es auch noch mit austauschbaren Steckern, da ich jedoch ausschließlich Bananas benötige, kann ich auf diese Variante verzichten. Zwar ist das Konzept genial, allerdings versuche ich, unnötige Übergänge zu vermeiden, wo es nur geht. Der Querschnitt von 2,0702 Quadratmillimetern, respektive 14AWG je Leiter setzt sich aus sechs innen- und sechs außenliegenden Litzen zusammen. Letztere wurden mittels patentiertem OCC-Verfahren zu 99,9999-prozentiger Reinheit getrimmt. Beide Leiter sind bis zur Y-Auflösung gemeinsam und ungeschirmt in einer PVC-Isolierung und einem PVC-Mantel geführt, dessen Außenseite ein Nylongeflecht ziert und schützt. Die Gehäuse der Stecker und der Y-Auflösung sind verchromt und mit Carbonfaser veredelt, die BFA-Bananas zum Korrosionsschutz mit 24 Karat vergoldet.

Als NF-Kabel habe ich mir ein Kabel mit ungewöhnlichem Aufbau empfehlen lassen: Das Palladium (BP-004) in einem Meter Länge für 250 Euro. In seinem Inneren befinden sich zwei Leiter mit einem Querschnitt von 0,3614 Quadratmillimetern (22AWG), doppelt geschirmt durch verzinntes Kupfergeflecht und ableitfähiges PVC. Beide Leiter werden in den verchromten Cinch-Steckern gemeinsam an die vergoldeten Pins aufgelegt und der Querschnitt somit verdoppelt. Abgerundet wird das Konzept durch eine Außenhaut aus Baumwollgeflecht und zwei große Ferritringe zur weiteren Minderung der Störanfälligkeit. Beide Kabel kommen ordentlich aufgewickelt und mit Kabelkletts in Form gehalten in einer edlen Verpackung mit einer kurzen Anleitung. Sämtliche Stecker und auch die Y-Aufteilung sind mit dünnen Plastikhülsen vor Kratzern geschützt. Das Gesamtpaket strotzt geradezu vor Qualitätsanmutung und macht allein schon beim Auspacken Freude.

Die Pfeile auf den Cinch-Steckern kennzeichnen die Laufrichtung der Kabel
Die Pfeile auf den Cinch-Steckern kennzeichnen die Laufrichtung der Kabel

Zunächst möchte ich nur ein Boaacoustic Kabel in mein System einbringen und verbinde die beiden Palladiums mit dem Mytek Liberty DAC und meiner NAD C 275BEE Endstufe. Als Lautsprecherkabel nutze ich weiterhin meine Preis-/Leistungs-Referenz. Dass es sich um Cinchstecker mit Schraubklemmfunktion handelt, habe ich natürlich im Eifer des Gefechts übersehen und mich gewundert, weshalb ich die Stecker einfach nicht auf die Buchsen bekomme. Also erst aufschrauben, dann stecken, dann zuschrauben. So befestigt halten die Stecker wirklich bombenfest, beruhigend in einer Festverkabelung. Für mich, der viel probiert und umsteckt, etwas umständlich.

Zwei Ferritringe sorgen für besonders geringe Störanfälligkeit
Zwei Ferritringe sorgen für besonders geringe Störanfälligkeit

Als ersten Song wähle ich St. Paul and the Broken Bones „Let it be so“ vom Album Half the City in 88,2/24 FLAC. Ein melancholischer Bläsersatz, wabernde Hammond-Sounds und zurückhaltende rhythmische Begleitung in der Strophe, wandeln sich im Refrain zu bluesig stampfender Perfektion. Schon das einleitende Bläser-Intro scheint so zart und gleichzeitig energisch auf, dass ich mich auf die dynamische Achterbahnfahrt freue, die mich im Verlauf des Stücks erwartet. Denn tatsächlich lebt das Palladium die Lautstärkeunterschiede zwischen Strophe und Refrain fein und geschmackvoll aus, selbst wenn die achtköpfige Besetzung richtig loslegt, bleibt die Wiedergabe entspannt und angenehm. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn mein sonst oft eingesetztes Cordial würde spätestens jetzt anstrengend und leicht schneidend wirken. Ganz so, als würde das Palladium eine Spur Lieblichkeit und doch gleichzeitig eine spritzige, energische Komponente hinzufügen. Alles erscheint frischer, spielfreudiger und lebendiger. Doch etwas mehr ins Detail. Welche Veränderungen kann ich exakt benennen und wie ordne ich den Gesamtklang des Kabels ein?


Angefangen im tiefsten Frequenzkeller wirkt das Palladium aufgeräumt und leicht zurückgenommen, was dem E-Bass im gehörten Song einen trockenen Charakter verleiht und zu einer friedlichen Koexistenz mit der Bass Drum führt. Die beiden Instrumente vermischen sich gerade im richtigen Maß und verfügen immer noch über genügend Rundheit und Druck, denn an den richtigen Stellen ist durchaus genügend tieffrequente Energie vorhanden. Ebenfalls aufgeräumter klingt der Bereich der Tiefmitten. Pauls Stimme hat etwas weniger Fülle als gewohnt, erhält im Gegenzug dafür eine bisher unbekannte durchdringende Präsenz – was sich durch leichte Betonung des höheren mittleren Frequenzbereichs erklären lässt. Diese Abstimmung führt zu einer etwas räumlicheren Wahrnehmung, da bei der Mischung verwendete Halleffekte prominenter zu Tage treten. Das Tastensolo im späteren Verlauf profitiert gleichermaßen von dieser Eigenschaft und wirkt etwas flächiger. Auch im Hochtonbereich tut sich etwas: Becken erhalten mehr Schimmer, ihre Klangfarben werden noch stärker herausgearbeitet, hauptsächlich nimmt jedoch ihr Attack deutlich zu. Alles in allem spielt das Palladium sehr prägnant und differenziert, betont den räumlichen Charakter einer Aufnahme und bringt einen guten Schuss Klangpersönlichkeit mit. Ein Kabel, das für Abwechslung in der Stereokette sorgt, denn meiner Meinung nach ist seine Stärke weniger eine möglichst lineare Wiedergabe, sondern eher das Angebot einer möglichst spannenden und klangfarbenfrohen Alternative zum Experimentieren.

Die BFA-Hohlbananas erlauben ein sehr schnelles Umverkabeln
Die BFA-Hohlbananas erlauben ein sehr schnelles Umverkabeln

Auch bei John Williams Score zum siebten Teil der Star-Wars-Saga The Force Awakens in PCM 192/24 ist das Hörerlebnis anders als gewohnt. Die gefühlte Größe des Orchestersaales nimmt zwar nicht merklich zu, jedoch wird der Klang weniger diffus und einzelne Instrumentengruppen treten klarer umrissen hervor. Die Kontrabässe spielen gleichzeitig druckvoller und straffer. Dynamikunterschiede wirken stärker und nachdrücklicher. Es ist an der Zeit, das Neutron-Lautsprecherkabel aus der Versenkung, vielmehr der samtausgeschlagenen Edelverpackung, zu heben und zu verkabeln. Die Hohlbananas sind eine Wohltat, da ich sonst gewohnt bin, gefühlte vier Quadratmeter blanke Litze in die Anschlussterminals der Endstufe und der Lautsprecher zu würgen. Wo das NF-Palladium lebhaft und spezifisch zu Werke geht, bleibt das Neutron extrem ausgewogen und natürlich. Dabei belebt es die Treiber meiner Lautsprecher geradezu, so spielen sie impulsfreudiger und scheinbar absolut unbeschwert, vor allem der Hochtöner scheint wie von einer Last befreit. Zusammengefasst erzeugt das Neutron vor allem zwei Dinge: Klangrealismus und uneingeschränkte Hörfreude. Das Orchester klingt fantastisch authentisch mit sehr viel Tiefe und wahrnehmbarer Rauminformation. Der Konzertsaal wirkt extrem plastisch und greifbar. Alle Instrumente sind bis ins kleinste dynamische und klangcharakteristische Detail durchgezeichnet. Besonders die Streicher erhalten genau die warme, organische Qualität, die ich in meiner Kette bisher so manches Mal vermisst habe. Paukenschläge verfügen über eine unerwartete Wucht und Tiefgang bei gleichzeitiger Präzision und Anschlagdynamik. Soloinstrumente sind noch klarer im Stereopanorama zu lokalisieren, obwohl das Neutron ihnen viel mehr Ausdehnung und Raum beschert. Diese Kombination aus großzügiger Räumlichkeit bei gleichzeitiger Lokalisationsschärfe ist ein echtes Erlebnis und dem hervorragenden Zusammenspiel der Cinch- und Lautsprecherkabel zuzuschreiben. Zwei scheinbare Antagonisten, deren Aufeinandertreffen zu einer überraschenden und sehr überzeugenden Symbiose führt.

STATEMENT

Das mit interessanter Persönlichkeit auftretende Palladium ist nicht nur hochwertig verarbeitet, sondern auch hochinteressant anzuhören und ein starker Kandidat, um etwas farblos spielende Ketten aufzuwerten. Das durchweg realistisch und gelassen aufspielende Neutron ist der nötige kraftvolle Ruhepol für eine lineare Wiedergabe – und außerdem eine perfekte Ergänzung zum Palladium.
Gehört mit
Computer Intel i7-2600K @ 3,4GHz, 16GB RAM @ 1600MHz, Windows 7 Professional SP1 (Roon, foobar2000)
DAC Mytek Liberty DAC
Endstufe NAD C 275BEE
Lautsprecher Magnat Quantum 807
Kabel Cordial, Sommer, Vovox
Herstellerangaben
Palladium (BP-004)
Signalleiter Kupfer OCC (6N), 22AWG 20/0.10BC+1/0.51BC
Schirmung 2-fach
Ummantelung 8,5 mm schwarzes PVC + Baumwollgewebe
Stecker Cinch (24k-vergoldet)
Gehäuse Vollmetall (verchromt)
Preise 1 Meter, 1 Paar: 250 Euro
1,5 Meter, 1 Paar: 340 Euro
2 Meter, 1 Paar: 430 Euro
weitere Längen auf Anfrage
Herstellerangaben
Neutron BFA (SB-001)
Signalleiter Kupfer OCC (6N) + Baumwollgeflecht, 14AWG 6*28/0.12+6/0.19
Ummantelung 12,8±0,2 mm perlweißes PVC + Nylongewebe
Stecker BFA Lautsprecher Bananas (24k-vergoldet)
Gehäuse Karbonfaserhülse
Preise 2,5 Meter, 1 Paar: 700 Euro
3 Meter, 1 Paar: 800 Euro
weitere Längen auf Anfrage

Hersteller/Vertrieb
JIB-Germany Technology GmbH
Anschrift Am Großen Rohrpfuhl 25
12355 Berlin
Telefon +49 30 70762768
E-Mail kontakt@jib-germany.de 
Web www.jib-germany.de 

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/18-10-05_jib
Samstag, 04 Oktober 2008 00:43

M.A.D. Anja Hobbs

geschrieben von
Vertrieb
M.A.D. Anja Hobbs
Anschrift Hardenberger Strasse 71
42549 Velbert
Telefon +49 2051 4177600
E-Mail info@acoustic-energy.de
Donnerstag, 04 Oktober 2018 00:26

Acoustic Energys THE WHITE ONE kommt

Bald ist es so weit! Wegen unzähligen Testerfolge und -auszeichnungen kommt die AE 100 von ACOUSTIC ENERGY in Satin Weiß in limitierter Sonderedition. Kompakte Lautsprecher in Weiß stehen bei vielen Hifi-Begeisterten sehr hoch im Kurs. Und wenn Sie dann noch so gut aussehen, gibt es keinen Grund nicht zuzugreifen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-10-04_ae_100-white.jpg

„So klein wie möglich, so groß wie nötig“ lautete die Devise bei der Entwicklung der THE WHITE ONE. So verfügt dieser kompakte Monitor über einen 10,2-Zentimeter-Tiefmitteltöner mit extrem starken Antrieb, der durch eine rückseitige, speziell geformte Bassreflexöffnung unterstützt wird. Beim beschichteten 28-Millimeter-Gewebehochtöner kommt die von Acoustic Energy entwickelte Wise Dispersion Technology zum Einsatz – eine Weiterentwicklung der DXT-Linse aus der Reference-Serie. Die Treiber verrichten Ihre Arbeit in einem 18-Millimeter-starken MDF-Gehäuse.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-10-04_ae_content.jpg

Wer eine weiße Kompakte, die klanglich auf einem höheren Level spielt, sein Eigen nennen möchte, sollte zügig bei den über 40 Fachhändlern in Deutschland, Österreich & Luxemburg zugreifen.

THE WHITE ONE - Limited Edition. Verfügbar ab Oktober 2018, für 350 Euro / Paar UVW. Mehr Infos über Acoustic Energy unter www.acoustic-energy.de.

Vertrieb
M.A.D. Anja Hobbs
Anschrift Hardenberger Strasse 71
42549 Velbert
Telefon +49 2051 4177600
E-Mail info@acoustic-energy.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-10-04_ae
Dienstag, 02 Oktober 2018 01:29

Messerundgang Westdeutsche HiFi Tage – Teil II

geschrieben von

Mit dem Öffnen der Türen füllten sich auch am Sonntag die Hallen der Bonner Nobelherberge trotz Sonnenschein und milden Temperaturen abermals sehr schnell. Ruckzuck wurden die Fahrstühle besetzt um in die oberen Etagen zu gelangen oder das umfangreiche Langspielplatten-Angebot im Erdgeschoss zu inspizieren

Einige Stunden später langweilten sich die freundlichen Damen im Eingangsbereich, die jedem Besucher mit einen Programm nebst Tragetasche versorgten, ein wenig. Das schöne Wetter kühlte ab der Mittagszeit den Besucherstrom etwas ab. Ein Umstand, den die zahlreichen Besucher im Haus sicher goutierten, ergab sich doch so die Chance, einen guten Platz in einer der Vorführungen zu ergattern. Und praktisch überall lohnte die Einkehr, denn die Qualität des Gebotenen war ebenso hoch, wie die Vielfältigkeit des Angebotes. Mein schönstes Erlebnis: eine Besucherin die versunken und selig lächelnd der fabelhaften Musik lauschte. Leider verbietet es der Datenschutz, das dazugehörige schöne Bild hier zu veröffentlichen.

Fazit: Trotz der etwas geringeren Resonanz und der gesunkenen Ausstellerzahl waren die Westdeutschen HiFi-Tage ein gelungenes Event und ich freue mich darauf, im nächsten Jahr wieder durch die Gänge von Vorführung zu Vorführung zu lustwandeln.

 

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/18-10-02_wdht
Montag, 01 Oktober 2018 23:49

Messerundgang Westdeutsche HiFi-Tage – Teil I

geschrieben von

Wieder einmal ist das Bonner MARITIM Hotel Bühne für das in diesem Jahr bisher größte HiFi-Event im Rheinland, die Westdeutschen HiFi-Tage. Zum neunten Mal öffneten sich am Samstag die Türen für viele HiFi-Enthusiasten die zum Teil hunderte von Kilometern in die ehemalige Bundeshauptstadt anreisten.

Die Erwartung aller auf hoch musikalische und vergnügliche Stunden in der Nobelherberge war spürbar, hatten doch die acht vorangegangen Shows schon bewiesen, wie eindrucksvoll es hier tönen kann. Wie gut sich die Organisatoren von HIFI LINZBACH mit Ihrer Arbeit in der Branche positionieren konnten, bewiesen die randvoll mit audiophilen Leckerbissen gefüllten 60 Hotelzimmer, die elf großen Konferenzräume und etliche Quadratmeter Ausstellungsfläche. Aber, das sei nicht verschwiegen, in diesem Jahr waren es ein paar Räume weniger, die erobert werden wollten. Für diese Entwicklung ursächlich dürfte die in diesem Jahr rasant angestiegene Zahl an HiFi-Messen sein. Dennoch ist die Auswahl an klangvollen Produkten so umfangreich, dass sie in den zwei zur Verfügung stehenden Messetagen kaum komplett erlebt werden kann.

Die Vielfältigkeit der Audio-Branche wird hier zwischen Bad Godesberg und der Bonner Innenstadt trefflichst dargestellt. Branchengrößen wie die Lautsprecherspezialisten ELAC und Dynaudio, die beide (Welt-)Neuheiten am Start hatten, treffen auf viele kleine Manufakturen, die teils wunderbare Exponate im Gepäck hatten. Einträchtig ohne dogmatische Diskussionen wurden die unterschiedlichsten Tonquellen in den Vorführungen eingesetzt, oft auch innerhalb eines SetUps. Wobei der Einsatz von Vinyl kein aufgesetzter Hype mehr ist, sondern gelebte Normalität – wer hätte das vor einigen Jahren gedacht?

Und während überaus fein produzierte Röhrenverstärker gewaltige Hochwirkungsgrad-Schallwandler antreiben, versorgen andernorts winzige Schaltnetzteile Komponenten, die in eine Handfläche passen. Einen kleinen Einblick hinter die Türen der Vorführräume der Westdeutschen HiFi-Tage 2018 vermitteln die anliegenden Bilder. Zeitnah folgt dann der zweite Teil.

 

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/18-10-01_wdht
Freitag, 28 September 2018 00:02

artistic fidelity isolator und USB-Audio-Interface

geschrieben von

Vor kurzem hat sich Dirk Sommer ausführlich mit dem arfi-dac2xt von artistic fidelity beschäftigt und ihn als Überraschung des Jahres bezeichnet. Ein Alleinstellungsmerkmal dieses Gerätes ist das „arfi-optical“-Konzept. Grund genug für mich, sich mit dem externen USB-Modul zum Anschluss beliebiger Digitalquellen im Zusammenspiel mit dem afi, einem reinen Digitalinterface, noch einmal ausführlich zu beschäftigen.

Will man seine Musiksammlung digital verwalten und speichern, kommt man ohne einen Computer in irgendeiner Form nicht aus. Aus klanglicher Sicht ist so ein Rechenknecht in aller Regel eine nicht gerade optimale Lösung. Moderne Computer sind mit ihrem auf hohe Rechenleistung gezüchtetem Innenleben wahre Dreckschleudern, die ein breites Spektrum an hochfrequenten Störungen erzeugen. Ein besonderes Augenmerk sollte deshalb auf die Entkopplung der Computer-Seite vom hochempfindlichen Audio-Bereich gerichtet werden.

Oben das schwarze USB-LWL-Modul, unten der afi und vorne obenauf die Adapter-Box von RJ 45 auf XLR
Oben das schwarze USB-LWL-Modul, unten der afi und vorne obenauf die Adapter-Box von RJ 45 auf XLR

Doch gerade die im Heimbereich inzwischen gängigste Verbindung von Audio-Geräten über USB mit einem Computer kann dazu erst einmal nicht allzu viel beitragen. In den Spezifikationen dieser Schnittstelle ist eine galvanische Trennung zur Störentkopplung der miteinander verbundenen Geräte grundsätzlich nicht vorgesehen. Das ist nicht weiter verwunderlich, war doch die ursprüngliche Zielsetzung bei der Konzeption dieser Schnittstelle, verschiedene Peripherie-Geräte, wie Maus, Tastatur, externe Speichermedien oder Drucker, möglichst einfach mit einem Computer zu verbinden. Ohne zusätzliche Maßnahmen werden über USB also alle im Computer generierten Störungen mehr oder weniger ungehindert an das angeschlossene Audio-Gerät übertragen. Eine zusätzliche galvanische Trennung ist prinzipiell eine gute Basis, aber nicht zwingend alleine ausreichend. Je nach Beschaffenheit des verwendeten Koppelelementes wirkt die physikalische Trennung beider Seiten nämlich nicht perfekt und meist auch nur in einem bestimmten Frequenzbereich.


Vor diesem Hintergrund ist es der Ansatz von artistic fidelity, alle aus dem Computer kommenden HF-Störungen möglichst vollständig aus der Audiosignalverarbeitung herauszuhalten und dem angeschlossenen DAC ein perfekt getaktetes Signal zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck hat Ralf Koschnicke das „arfi-optical“-Konzept entwickelt. Kurz zusammengefasst basiert diese Technologie auf zwei Säulen, nämlich der optischen Übertragung von Daten per Lichtwellenleiter und der vom Audio-Datenstrom getrennten Taktführung einschließlich Re-Clocking. Wie das im Einzelnen funktioniert, schauen wir uns jetzt genauer an.

Der Stecker des Duplex-LWL
Der Stecker des Duplex-LWL

Das schwarze USB-LWL-Modul nimmt das vom Computer kommende USB-Signal in Empfang und schickt es im AES3-Format zum afi weiter, wobei die Übertragung optisch über einen Strang des Duplex-Lichtwellenleiters erfolgt. Der notwendige Takt wird über den anderen Strang aus dem afi zugeliefert. Gleichzeitig geht das Taktsignal im afi zu einem unmittelbar benachbarten Re-clocking-Baustein, über den das ankommende AES3-Signal geführt wird. Weil das sendende externe USB-Modul bereits auf dieser Taktinformation läuft, kann der ankommende AES3-Stream auch von genau dieser Taktinformation re-clockt werden. Eine Taktrückgewinnung aus dem AES-Stream findet in diesem Konzept an keiner Stelle statt. Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied zu einer Toslink-Verbindung, die ja bekanntlich ebenfalls optisch arbeitet, bei der aber die so wichtigen Taktinformationen in den Audio-Datenstrom mit eingebettet sind. Den Taktinformationen können HF-Störungen des Computers in Form von Jitter aufgeprägt sein und dieser Jitter lässt sich später nur sehr schwer wieder vollständig entfernen.

Das schwarze USB-LWL-Modul mit USB-Buchse rechts und links daneben die Buchse zum Anschluss einer externen Stromversorgung, die mit dem kleinen Schiebeschalter aktiviert wird
Das schwarze USB-LWL-Modul mit USB-Buchse rechts und links daneben die Buchse zum Anschluss einer externen Stromversorgung, die mit dem kleinen Schiebeschalter aktiviert wird

Das „arfi-optical“-Konzept vereint somit die Vorteile einer optischen Verbindung mit den Vorteilen einer getrennten Taktführung. Die Verbindung über Lichtwellenleiter gewährleistet eine perfekte galvanische Trennung, maximale Unterdrückung von Störungen, verhindert unerwünschte Masseströme, ist immun gegen Störeinstrahlung und strahlt garantiert nicht selbst ab. Die getrennte Taktführung vermeidet die schwierige Taktrückgewinnung aus dem Audio-Stream. Der klanglich relevante Takt wird ausschließlich im afi wirksam und die finale Taktqualität wird vom Re-clocking-Baustein festgelegt. Der Weg über den Lichtleiter liefert nur den Basistakt zum Funktionieren der USB-Schnittstelle und ist klanglich nicht relevant, so dass Jitter an dieser Stelle keine Rolle spielt. Der dritte Lichtwellenleiter ist lediglich für die Übermittlung des Schaltsignals für die Abtastratenfamilien 44,1- oder 48Kilohertz zuständig.


Die Verlagerung der Takterzeugung in den afi und damit an das andere Ende der Übertragungsstrecke hat noch einen weiteren Vorteil. Im afi sitzen die dafür notwendigen Oszillatoren über die optische Verbindung räumlich gut getrennt von der Störquelle Computer und auch von der USB-Schnittstelle selbst. Letztere arbeitet – was vielleicht weniger bekannt ist – ebenfalls mit einem leitungsfähigen Prozessor, der an dieser Stelle wieder hohes Störpotential bedeuten kann. Die optischen Kabel sind standardmäßig in Längen von 2 und 6 Metern erhältlich, so dass der Computer mit dem USB-Modul auch weiter entfernt von der Audio-Elektronik aufgestellt werden und die USB-Verbindung selbst sehr kurz gehalten werden kann. Zu den perfekten Arbeitsbedingungen gehört darüber hinaus das spezielle, gegen hochfrequente Einstreuungen abgedichtete Gehäuse des afi.

Adapter von RJ 45 auf XLR und BNC sowie Adapterkabel von BNC auf Cinch
Adapter von RJ 45 auf XLR und BNC sowie Adapterkabel von BNC auf Cinch

Vom afi geht es zum DAC im AES/EBU Format über den aus dem Netzwerkbereich bekannten Verbindungsstandard RJ 45. Als Steckverbinder kommt hier die robuste Ethercon-Variante mit zusätzlichen Steckerhülsen ähnlich der XLR-Verbindungen zum Einsatz. An dieser Stelle merkt man ganz deutlich, dass die artistic-fidelity-Geräte ihren Ursprung im Profi-Bereich haben. Da allerdings bei den meisten DACs die herkömmlichen XLR-, Cinch- oder BNC-Anschlüsse zu finden sind, gibt es von artistic fidelity ein umfangreiches Sortiment an Adapterkabeln respektive Adapterboxen auf praktisch alle gängigen Formate. Verarbeitet werden Signale im PCM-Format bis 192 Kilohertz. Auf DSD muss man verzichten. Ralf Koschnicke steht diesem Format – wie bereits Dirk Sommer in seinem Bericht erläutert hat, eher ablehnend gegenüber (PDF).

Die Stromversorgung des afi übernimmt in der Grundausstattung ein kleines Schaltnetzteil, das sorgfältig ausgewählt ist und sicher deutlich besser als der Durchschnitt an kleinen Schaltnetzteilen arbeitet. Damit kann man durchaus leben, zumal wenn man diesem Netzteil noch einen zusätzlichen Netzfilter spendiert und die anderen Geräte in der Anlage gut gefiltert hat und wenn man dieses Netzteil vor allem von anderen – insbesondere analogen - Kabeln fernhält. Seit kurzem ist optional das größere Netzteil arfi-psu2 im Metallgehäuse erhältlich, das bei den großen Geräten der xt- und pro-Serie intern als genau diese gekapselte Einheit verbaut ist. Das Gehäuse des Netzteils ist mechanisch wie elektrisch (dichte Schirmung) solide, aber optisch nicht gerade ein Highlight und deshalb dazu gedacht, unauffällig in einem Regal zu verschwinden. Deshalb gehört zum Lieferumfang auch ein deutlich längeres Verbindungskabel als auf unseren Fotos zu sehen ist. Ich persönlich kann mit einer derartigen Lösung sehr gut leben. Im Design zum afi passend und zum Vorzeigen im Regal gibt es schließlich noch das Systemnetzteil arfi-psu für Versorgung von bis zu vier Geräten, das aber deutlich teurer und für meinen Geschmack für einen afi allein dann doch etwas überpowert ist. Das USB-Modul wird im Standard über das USB-Kabel vom angeschlossenen Computer mit Spannung versorgt. Zusätzlich verfügt das Modul über einen kleinen Schiebeschalter, mit dem eine Buchse für den Anschluss einer externen Stromversorgung aktiviert werden kann.

Die Rückseite des afi: links die optischen Eingänge, in der Mitte der Anschluss für die externe Stromversorgung und rechts der RJ 45 Ausgang
Die Rückseite des afi: links die optischen Eingänge, in der Mitte der Anschluss für die externe Stromversorgung und rechts der RJ 45 Ausgang


Nach so viel Technik geht es Ihnen nun bestimmt so, wie es mir ging, und Sie wollen wissen, was der ganze Aufwand in klanglicher Hinsicht überhaupt bringt. Begonnen habe ich meinen Hörtest deshalb ganz bewusst mit meinem Sony Notebook, auf dem die bewährte Konfiguration mit dem über den AudiophileOptimizer getunten Betriebssystem Windows 10 Pro, MinimServer in Verbindung mit JPLAY sowie mit Roon läuft. Die Musik kommt von einem externen G-Technology 4 TB G| USB-C Laufwerk, das wiederum von einem HDPLEX 200W Linear-Netzteil mit Strom versorgt wird. Bewusst deshalb, weil mein Sony Notebook mit den diversen Optimierungsmaßnahmen einerseits sicherlich besser klingt als so manch anderes Gerät von der Stange, aber andererseits mit speziellen Audio-Servern nicht mithalten kann. Die spannende Frage ist, ob das „arfi-optical“-Konzept hieran etwas ändern kann. Die unter Windows obligatorische, aber lästige Installation des entsprechenden Treibers war problemlos und funktionierte auf Anhieb. Ausgangsseitig habe ich den afi über den dafür vorgesehenen Adapter symmetrisch über AES/EBU mit dem entsprechenden Eingang an meinem PS Audio DirectStream DAC verbunden.

Was sofort ins Auge sticht – pardon – zu hören ist: Der Klang über den afi ist außerordentlich musikalisch und rund, da insbesondere den Höhen jede Schärfe fehlt. Das „Concierto Andaluz for 4 Guitars and Orchestra“ von Joaquin Rodrigo ist eine Hommage an die Landschaft und Musik Andalusiens, die vor allem in den charakteristischen Flamenco-Formen Bulerias, Zapateado und Sevillanas zum Vorschein kommt und das von dem berühmten Romero-Quartett selbst in Auftrag gegeben wurde. In der Aufnahme mit dem Orchester Academy of St. Martin in the Fields unter der Leitung von Neville Marriner (Joaquin Rodrigo: Complete Concertos for Guitar and Harp – Philips Classics) spielen die vier Gitarristen wie aus einem Guss mit atemberaubendem Tempo und kongenial begleitet vom großartigen Orchester. Mit dem afi gewinnen die Streichereinsätze an Brillanz ohne jedoch scharf oder hart zu klingen. Das kommt dem Gitarrenklang entgegen und lässt die Virtuosität jedes Solisten für sich noch besser hörbar werden. Zugleich ist die räumliche Wiedergabe von großer Tiefe, wobei die in einem Orchester weiter hinten sitzenden Instrumente jederzeit klar zu verorten sind und sich nicht in einem imaginären Raum verlieren. Die erstaunliche Klarheit der Wiedergabe über den afi kommt jeder Art von Musik entgegen. Bei „The Man Who Sold The World“ in der Interpretation von Claire Martin mit interessanten Jazz- und Tango-Elementen (Linn Records FLAC Studio Master) stehen Sängerin und Begleitinstrumente klar gestaffelt und prägnant im Raum, wobei die Wiedergabe durch ihre Geschlossenheit besticht.

Im ersten Eindruck mag der afi aufgrund der gerade beschriebenen Eigenschaften vielleicht etwas zurückhaltend klingen, aber glauben Sie mir, dieser Eindruck täuscht. Seine besondere Stärke sind gerade die Klangfarben und zwar ganz gleich, ob weich oder hart, hell oder dunkel oder in Zwischenschattierungen. Auf Dee Dee Bridgewaters Album Memphis...Yes, I'm Ready kann man die Sängerin mal glatt, mal düster, mal hart, mal leidenschaftlich hören. Der afi zeichnet jede Stimmung in Dee Dee Bridgewaters Stimme exakt nach, das Schlagzeug kommt knochentrocken und knallhart und die Begleitband steht exakt hinter der Sängerin. Da geht es richtig zur Sache.

Der afi mit dem schwarzen Standardnetzteil und darunter mit dem optionalen Netzteil Arfi-PSU2
Der afi mit dem schwarzen Standardnetzteil und darunter mit dem optionalen Netzteil Arfi-PSU2

Das habe ich so mit meinem Sony Notebook noch nicht gehört. Es besteht für mich kein Zweifel, mit dem afi wird die Wiedergabe auf ein ganz anderes Niveau gehoben. Ist jetzt alles gut – und kann man nun darauf verzichten, der Quelle besondere Aufmerksamkeit zu schenken? Leider nein! Aufgrund der überzeugenden Ergebnisse mit dem Sony Notebook hatte ich aus reiner Neugier beschlossen, den afi auch noch mit meinem selbstgebauten Audio-Server zu verbinden. Dieser Server ist ein reines Studienobjekt, mit dem ich die klanglichen Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen untersuche. Das Gerät arbeitet mit einem XEON-Prozessor, getrennten Festplatten für Betriebssystem und Musik-Dateien sowie einer separaten PCIe-Steckkarte von JPLAY für die USB-Strecke. Alle Baugruppen werden über mehrere separate Linear-Netzteile versorgt. Die Installation gestaltete sich hier recht aufwendig, was allerdings nicht am afi lag, sondern der Tatsache geschuldet ist, dass der Server mit dem Betriebssystem Windows Server 2012R2 im Core Mode ohne grafische Benutzeroberfläche läuft und in diesem Modus die Installation von Treibern überaus mühsam ist.


Sollte ich nur für einen Augenblick erwartet oder erhofft haben, dass mit dem afi keine oder allenfalls nur noch geringe Unterschiede im Vergleich zu meinem Sony Notebook zu hören sein würden, so wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Zugegeben, der Abstand mag vielleicht etwas kleiner sein als sonst, aber Unterschiede sind nach wie vor vorhanden und klar zu hören. Es ist schon erstaunlich, wie viel mehr Feininformationen hier mit dem afi noch freigelegt werden. Hören wir wieder einmal „España“ von Emmanuel Chabrier mit Ataulfo Argenta und dem London Symohony Orchestra (Decca Legacy Volume Two - FIM UHD 90). Die Aufnahme sprüht vor Temperament und lebt von ihrer reichhaltigen Instrumentierung. Mit dem afi wird dieser großartige Detailreichtum in den feinsten Verästelungen brillant heraus gearbeitet, bleibt aber jederzeit fließend und zerfällt vor lauter Details dabei nicht in seine Einzelteile, so dass ein faszinierend geschlossener Gesamteindruck entsteht.

Zum Abschluss noch ein Wort zu den verschiedenen Varianten der Stromversorgung. In allen von mir getesteten Konstellationen führte das externe Netzteil arfi-psu2 zu einem deutlich hörbaren Zugewinn gegenüber dem Standard-Netzteil. Die vorstehend beschriebenen klanglichen Eigenschaften treten damit noch deutlicher in Erscheinung. Der musikalische Fluss verbessert sich, alles wirkt nochmals ruhiger und entspannter. Für den moderaten Aufpreis eine klare Empfehlung meinerseits. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte auch dem USB-Modul eine eigene Stromversorgung gönnen. Wie nicht anders zu erwarten, waren hier die klanglichen Effekte bei meinem Sony Notebook wesentlich größer als bei meinem Audio-Server, bei dem die JPLAY USB-Karte bereits über eine hochwertige eigene Stromversorgung verfügt. Ich habe an dieser Stelle eine Eigenlösung mit einem extrem rauscharmen Spannungsregler verwendet; Dirk Sommer hatte in seinem Test des arfi-dac2xt gute Erfahrungen mit einem schon älteren SBooster-Netzteil aus der ersten Baureihe gemacht. Das Schöne an der modularen Lösung von artistic fidelity ist, dass man sich der endgültigen Ausbaustufe in Schritten annähern kann.

STATEMENT

Das „arfi-optical“-Konzept überzeugt auf der ganzen Linie. Die damit bei Verwendung einer USB-Verbindung zu erzielende klangliche Verbesserung ist mehr als erstaunlich. Eine klare Empfehlung für den afi+USB!
Gehört mit
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows 10 mit AudiophileOptimizer 2.20, G-Technology 4 TB G| USB-C Laufwerk mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil. Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2012R2 mit AudiophileOptimizer 2.20, JPLAY USB Card, HDPLEX 200W Linear-Netzteil
Software MinimServer, JPlay 6.2, Roon
D/A-Wandler PS Audio DirectStream DAC, M2Tech Young
Vorstufe Erno Borbely, Omtec Anturion
Endstufe Omtec CA 25
Lautsprecher Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1
Kabel Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable
Herstellerangaben
artistic fidelity isolator und USB-Audio-Interface
Eingänge (digital) 1 x USB 2.0
Ausgänge (digital) 1 x RJ45 Ethercon AES/EBU
PCM-Formate 16 bit bis 24 bit und alle Samplingraten von 44,1 kHz bis 192,0 kHz
Abmessungen USB Modul 55x35x140 mm (B x H x T)
Gewicht USB Modul 0,2 kg
Abmessungen afi 137x54x181 mm (B x H x T)
Gewicht afi 0,9 kg
Optionen Netzteil arfi-psu2: 290 Euro; 6m LWL statt 2m LWL: 67 Euro; Adapterboxen für RJ45 auf Cinch, BNC oder XLR: 62 Euro
Preis 1.250 Euro

Hersteller
artistic fidelity by Acousense
Ansprechpartner Ralf Koschnicke
Anschrift Eleonorenstraße 5
55597 Wöllstein
Telefon +49 6703 305230
E-Mail info@artistic-fidelity.de
Web www.artistic-fidelity.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/18-09-28_artisticfidelity
Freitag, 26 September 2008 13:01

MRV – Matthias Roth

geschrieben von
Vertrieb
MRV – Matthias Roth
Anschrift Wurzerstrasse 16
53175 Bonn
Telefon +49 228 92394292
E-Mail info@mrvaudio.de
Web www.mrvaudio.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen