Mittwoch, 18 Juli 2018 02:37

Audiofast vertreibt MUTEC in Polen

Polens führender High-End Vertrieb Audiofast ist ab sofort der offizielle Vertriebspartner für MUTECs HiFi-Produkte wie den MC-3+ Smart Clock USB und den REF 10 Referenztaktgenerator. Die Vertriebsvereinbarung wurde auf der vergangenen High End in München geschlossen, wo MUTEC bereits das dritte Jahr in Folge ausgestellt hat.

Mit einem breitaufgestellten Portfolio von herausragenden HiFi-Marken und zahlreichen Händlern in Polen ist Audiofast der idealer Vertriebspartner, um MUTECs Produkte im geschäftigen osteuropäischen High-End-Markt bekannt zu machen. Als exklusiver Vertrieb für Premium-Marken wie dCS, MBS Technology und Aurender hat sich das Team von Audiofast ohne Zweifel zu hochwertigstem Audio-Equipment bekannt und verfügt über die notwendige Erfahrung, um die „MUTEC-Story” den polnischen Kunden näher zu bringen.

V.l.n.r.: Audiofasts Verkaufsleiter Piotr Stachowski und Geschäftsführer Jaroslaw Orszanski mit MUTECs Geschäftsführer Christian Peters am Messestand auf der High End 2018
V.l.n.r.: Audiofasts Verkaufsleiter Piotr Stachowski und Geschäftsführer Jaroslaw Orszanski mit MUTECs Geschäftsführer Christian Peters am Messestand auf der High End 2018

Mit sofortiger Wirksamkeit vertreibt Audiofast nun alle High-End-Produkte von MUTEC, wie das Empyreal-Class-Aushängeschild REF 10, das MC-1.2 USB-Interface und den MC-3+ Smart Clock USB. Letzterer kombiniert auf einzigartige Weise MUTECs proprietären REVIVE Re-Clocking-Prozess mit einem USB-Isolator-Interface und der 1G-Clock-Technologie, welche sich bereits seit vielen Jahren bei namhaften Mastering-Toningenieuren wie Maor Appelbaum und Dave Kutch (The Mastering Palace, New York) etabliert hat. Der REF 10 Referenztaktgenerator auf der anderen Seite hat sich dank seines einzigartig niedrigen Phasenrauschens, seiner Kompatibilität und seiner fantastischen Klangqualität schnell als der branchenführende 10-MHz-Taktgenerator etabliert.

„Wir hätten uns keinen besseren Vertriebspartner für den polnischen Markt als Audiofast vorstellen können“, kommentiert Christian Peters, Geschäftsführer von MUTEC. „Als wir Jaroslaw Orszanski und Piotr Stachowski auf der vergangenen High End Messe in München persönlich kennengelernt haben, wurde schnell klar, dass sie die gleiche Leidenschaft und Fachkompetenz für High-End-Audio mit uns teilen. Unser REF 10-Referenztaktgenerator ist eine exzellente Ergänzung für dCS-Produkte wie die Vivaldi- und Rossini-Taktgeneratoren und ich bin überzeugt, dass diese von vielen Kunden sehr geschätzt werden wird.”

„Ich freue mich enorm über die Vertriebspartnerschaft mit so einer technologisch fortschrittlichen Firma wie MUTEC. Bereits zu Beginn der Gespräche mit Christian Peters war klar, dass wir die gleichen Werte in Bezug auf HiFi-Equipment teilen. Ich bin mir sicher, dass diese Vertriebsvereinbarung eine lange andauernde, erfolgreiche Zusammenarbeit hervorbringen wird, die für beide Firmen einen Schritt nach Vorne bedeutet. Wir werden alles dafür tun, um dies in die Realität umzusetzen” sagt Jaroslaw Orszanski, Geschäftsführer von Audiofast.

Hersteller
MUTEC Gesellschaft für Systementwicklung und Komponentenvertrieb mbH
Anschrift Siekeweg 6/8
12309 Berlin
Telefon +49 30 7468800
Fax +49 30 74688099
E-Mail contact@mutec-net.com
Web www.mutec-net.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-07-18_mutec
Mittwoch, 16 Juli 2008 20:17

PR Müllers

geschrieben von
Vertrieb
PR Müllers
Anschrift Christoph Müllers
Leuther Straße 13a
47638 Straelen
Telefon +49 2839 5683130
Mobil +49 172 2113333
E-Mail info@prmuellers.de
Web www.prmuellers.de
Dienstag, 17 Juli 2018 00:01

Audirvana Plus für Windows 10

Audirvana Plus, der weltweit erfolgreiche Software-HiFi-Player, steht endlich auch PC-Anwendern zur Verfügung – mit neuer Bedienoberfläche. Der audiophile Musik-Player für Windows 10 ist ab sofort erhältlich.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-17_audirvana_Audirvana_1.jpg

Audirvana, Entwickler des HiFi-Audio-Players Audirvana Plus, stellen heute die lang erwartete, Windows 10-kompatible PC-Version des bisher nur für Mac-Rechner verfügbaren Referenz-Audio-Players vor. Die neue Software soll Audirvana Plus einem noch breiteren Anwenderkreis zugänglich machen. Das von Damien Plisson entwickelte Audirvana Plus wird von Anwendern und Audio-Spezialisten weltweit hoch geschätzt und hatte sich in der Mac-Community als iTunes-Alternative mit deutlich besserem Sound schnell einen Namen als Referenz-Player gemacht. „Nachdem wir Windows einige Jahre lang vernachlässigt hatten, habe ich dieses Betriebssystem mit großer Freude wiederentdeckt und dieses neue Produkt herausgebracht. Das Entwicklungsziel ist dasselbe wie bei der Mac-Version: immer die bestmögliche Klangqualität“, erklärt Plisson.

Bei Audirvana Plus kommen zwei spezielle Verfahren zum Einsatz, die den Computer in einen Highend-HiFi-Player verwandeln:

  • Die Signalverarbeitung auf kürzestem Wege gewährleistet eine erstklassige Audioqualität ohne Rauschen oder andere elektromagnetische Störungen – und damit einen absolut reinen Klang.
  • Die erforderlichen digitalen Verarbeitungsschritte erfolgen vor der Analogwandlung mit sehr hochwertigen Algorithmen, die denen herkömmlicher Digital/Analog-Wandler deutlich überlegen sind und ein perfektes HiFi-Signal liefern.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-17_audirvana_Audirvana_2.jpg

Audirvana Plus für Windows 10 besitzt die gleichen Eigenschaften wie Audirvana Plus 3.2 für Mac und bietet PC-Anwendern darüber hinaus eine neue, besonders intuitiv und flüssig bedienbare Software-Oberfläche. Audirvana Plus für Windows 10 verfügt über sämtliche neuen Features:

  • Neue Filterfunktion „View by Artists“ (Sortieren nach Interpret), zusätzlich zur Track- und Album-Darstellung
  • Direkte Auswahl des Audiogeräts im Übersichtsfenster
  • Umfassend überarbeitete Suchfunktion
  • Neuer Mini-Player

Audirvana Plus für Windows 10 bietet zwei Wiedergabe-Modi: ASIO und WASAPI. Weitere Features:

  • Wiedergabe aller gängigen Audiodateien einschließlich hochauflösender Audioformate wie FLAC, WAV, AIFF, DSD und des neuen MQA-Formats
  • Streaming-Service-Integration für Qobuz, Tidal HiFi und HRA-Streaming
  • Kompatibel mit allen Netzwerk-Playern nach UPnP/DLNA-Standard

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-17_audirvana_Audirvana_3.jpg

Hersteller
Audirvana
Web audirvana.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-07-17_audirvana
Montag, 16 Juli 2018 02:03

Auralic Leo GX Premium

geschrieben von

Als digital affiner Audiophiler hat man gelernt, wie entscheidend eine stabile Zeitbasis für die Wiedergabe von CDs und Files sein kann. Im Gehäuse des Leo findet aber nicht nur eine hochpräzise Clock Platz, sondern deren zwei. Dennoch dürfte Auralics Leo ein Vergnügen für wenige Glückliche bleiben. Und das liegt nicht vorrangig an seinem Preis.

In seinem Artikel über Mutecs klanglich voll überzeugende REF 10, eine Clock die leider nur bei Wandlern oder Re-Clockern mit Zehn-Megahertz-Eingang eingesetzt werden kann, hat Roland Dietl den Unterschied zwischen einem Referenztaktgenerator wie dem Mutec und einer Word-Clock klar herausgearbeitet: In Verbindung mit dem ersten werden auf Basis des Zehn-Megahertz-Signals mit Hilfe digitaler Frequenz-Synthese im Wandler die von ihm benötigten Frequenzen – Vielfache der beiden Abtastraten 44,1 und 48 Kilohertz – erzeugt. Der Word-Clock-Eingang hingegen, den man heute noch etwas häufiger findet als den für zehn Megahertz, fordert exakt die Taktraten, mit denen auch das Musiksignal abgetastet wurde. Die werden dann im Wandler oder Re-Clocker multipliziert, um die Frequenzen zu erhalten, derer er bedarf. Der Kollege nannte als Beispiel einen als Delta-Sigma-Wandler arbeitenden, 512-fach überabtastenden DAC-Chip, der Zeitbasen von 22,5792 Megahertz für auf 44,1 Kilohertz und einem Vielfachen davon basierenden CDs und Files oder 24,5760 Megahertz für solche aus der 48 Kilohertz-Familie nutzt.

Oben im Display wird angezeigt, dass die Quarze in den beiden Clocks des Leo auf Betriebstemperatur gebracht werden. In etwas mehr als 53 Minuten wird der Vorgang dann abgeschlossen sein
Oben im Display wird angezeigt, dass die Quarze in den beiden Clocks des Leo auf Betriebstemperatur gebracht werden. In etwas mehr als 53 Minuten wird der Vorgang dann abgeschlossen sein

Beim Leo GX entschied sich Auralic-Chef Xuanqian Wang für einen dritten Weg, den er „Direct to DAC“ nennt: Er konstruierte die Clock allein für den neusten Wandler im Auralic-Portfolio, den Vega G2. Dessen DAC-Chip bekommt vom Leo G2 exakt die Frequenzen zur Verfügung gestellt, die er für seine Arbeit braucht. Die Taktraten werden im Vega G2 also weder wie bei Verwendung einer Zehn-Megahertz-Clock in digitaler Frequenz-Synthese erzeugt noch durch Multiplizieren aus dem Word-Clock-Signal gewonnen. Alle Wandler-internen Schaltungen, die mit der Taktung zu tun haben, werden umgangen. Es finden daher keine Umrechnungen des angelieferten Clock-Signals im Wandler mehr statt, was so gut wie alle möglichen Stör- und Fehlerquellen ausschließen und eine besonders exakte Taktung garantieren soll. Xuanqian Wangs sehr konsequente Lösung für die bestmögliche Taktung schließt aber – wie erwähnt – aus, dass der Auralic Leo auch mit Wandlern oder Streamern anderer Firmen kompatibel ist, womit der Kreis potentieller Leo-Kunden auf Vega-G2-Besitzer eingeschränkt wird. Noch einen Schritt konsequenter als eine speziell für den Vega ausgelegte Clock wäre es natürlich, Wandler und Clock in einem Gehäuse unterzubringen. Dabei entstünden jedoch allein schon für die Konstruktion und Fertigung eines neuen, größeren Gehäuses deutlich höhere Kosten als bei der Nutzung je eines Unity-Gehäuses für Clock und Wandler. Auch könnte der Kunde nicht erst in einen DAC investieren und ihn dann später ohne Wertverlust durch die Clock deutlich aufwerten. So gesehen macht die Zweiteilung von Wandler und Clock dann doch Sinn.

Das Taktsignal wird über die MCK-Buchsen vom Leo ausgegeben und vom Vega empfangen. Die LAN-Buchse des Leo erlaubt Software-Updates
Das Taktsignal wird über die MCK-Buchsen vom Leo ausgegeben und vom Vega empfangen. Die LAN-Buchse des Leo erlaubt Software-Updates


Auralic betreibt beim Leo GX Premium folgerichtig einen immensen Aufwand, damit sich der Signaltransport von der Clock zum Wandler-Chip möglichst verlustfrei gestaltet: Ihm liegen zwei von Hand gefertigte und feingetunte 60-Gigahertz-Kabel nach militärischem Luftfahrt-Standard bei, die mit je einem Zertifikat inklusive Messdiagramm geliefert werden. Das Kabel mit den verschraubbaren Spezialsteckern verbindet den Leo GX mit dem Vega G2, das zweite ersetzt die Verbindung zwischen der Eingangsbuche und der Hauptplatine im Inneren des DACs. Aber nicht nur das Taktsignal muss übertragen werden, sondern der Leo muss ja auch wissen, ob er einen auf 44,1 oder 48 Kilohertz basierenden Takt ausgeben muss. Dazu wird zwischen den Lightning-Link-Buchsen von Leo und Vega G2 eine Verbindung per HDMI-Kabel hergestellt. Während der Entwicklung zeigte sich dann, dass der Leo noch präziser arbeitet, wenn das Signal nach der Lightning-Buchse in ein optisches gewandelt wird, so dass Wandler und Clock an dieser Schnittstelle galvanisch getrennt sind.

Hierzulande wird nur die Premium-Version des Leo angeboten. Da gehören die speziellen, handgemachten, feingetunten und messtechnisch kontrollierten 60-Gigahertz-Kabel zum Lieferumfang
Hierzulande wird nur die Premium-Version des Leo angeboten. Da gehören die speziellen, handgemachten, feingetunten und messtechnisch kontrollierten 60-Gigahertz-Kabel zum Lieferumfang

Im Leo GX werden das Clock-Modul mit den beiden Temperatur-kontrollierten Oszillatoren für 90,3168 und 98,3040 Megahertz und die übrige Schaltung von jeweils einem analogen „Purer Power“-Netzteil versorgt. Aus den technischen Daten lässt sich entnehmen, dass die Quarz-Kristalle für die Oszillatoren nach einer speziellen „Stress kompensierten“ Geometrie geschnitten wurden, die der mechanischen und thermischen Stabilität zugutekommen und ein niedriges Phasenrauschen garantieren soll. Natürlich besitzt auch der Leo GX das schon vom Vega G2 und Aries G2 bekannte, aus dem Vollen gefräste Unity-Chassis mit seinen entkoppelnden Füßen, um hochfrequente Strahlungen abzuschirmen und die Schaltung vor mechanischen Schwingungen zu schützen. Xuanqian Wang präsentiert mit dem Leo GX nicht nur eine einzigartige Lösung für die Taktung des Wandler-Chips, sondern scheint auch jedem Detail die gebührende Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Zusammen mit meinen sehr positiven Erfahrungen mit den Aries beider Generationen und dem Vega G2 weckt das natürlich hohe Erwartungen an die „Reference Master Clock“ – denen allerdings allein aufgrund der Preisgestaltung eine gewisse Skepsis entgegensteht: Wenn die Clock deutlich – in der in Deutschland ausschließlich angebotenen Premium-Version mehr als 1.500 Euro – teurer ist als der zu taktende Wandler, müssen die damit zu erzielenden Verbesserungen ja schon immens sein.

Unter dem externen Clock-Kabel ist die ihm entsprechende Innenverkabelung im Vega G2 zu sehen. Die gehört ebenfalls zum Lieferumfang des Leo GX Premium
Unter dem externen Clock-Kabel ist die ihm entsprechende Innenverkabelung im Vega G2 zu sehen. Die gehört ebenfalls zum Lieferumfang des Leo GX Premium

Für den Test des Leo ist ein Vega G2 unverzichtbar. Da sich bei seinem Test herausgestellt hatte, dass er klanglich über sich hinauswächst, wenn er seine Daten nicht per LAN oder USB, sondern per Lightning Link vom Aries G2 bezieht, hatte der deutsche Vertrieb Audionext gleich alle drei Auralics geschickt. Die waren dann auch schnell aufgebaut und verkabelt, wobei ich für den Transport der Musikdaten zwischen den Lightning-Buchsen von Aries und Vega der zweiten Generation das Audioquest Diamond einsetzte, das sich bei der ersten Beschäftigung mit den Auralics gegenüber dem beigepackten HDMI-Kabel als deutlich überlegen erwiesen hatte. Sobald der Leo GX eingeschaltet wird, erscheint oben in seinem Display eine Zeitanzeige, in der von 60 Minuten herunter gezählt wird: Die Heizung für die Quarze arbeitet auf Hochtouren, und der Leo verbraucht doppelt so viel Energie wie im Normalbetrieb. Nach einer Stunde erscheint statt der Minuten- und Sekundenanzeige ein Häkchen, das signalisieren soll, dass der Leo nun mit höchster Präzision zu Werke geht.


Ich habe trotz meiner Neugierde erst einmal auf die üblichen Test-Files verzichtet und ein paar in Vergessenheit geratene Alben angehört – wie etwa Van Morrisons Too Long In Exile, trotz bester Laune Leonard Cohens eher düsteres Popular Problems und Jack DeJohnettes Oneness. Das brachte zwar keine eindeutigen Erkenntnisse, aber neben jeder Menge Spaß auch erste Eindrücke: Beim Bericht über den Aries G2 hatte sich herauskristallisiert, dass er zwar offener, exakter und minimal lebendiger agiert als sein Vorgänger, im Tieftonbereich aber nicht ganz so energiegeladen wirkt. Davon kann beim aktuellen Trio keine Rede mehr sein. Im Zusammenspiel mit Vega G2 und Leo GX ergänzen sich Druck und Präzision aufs Feinste: Da bleiben auch im Bassbereich keine Wünsche mehr unerfüllt. Dass eine Clock auch einen – ausgesprochen positiven – Einfluss auf die Tonalität des Wandlers hat, hätte ich mir nicht träumen lassen. Weniger überrascht hat mich hingegen, dass Auralics Duo durch die Integration des Leo nun noch ein klein wenig detailverliebter und luftiger spielt.

Wie bei allen Geräten mit Unity-Gehäuse ist auch im Leo die Platine hängend im Gehäuse montiert.
Wie bei allen Geräten mit Unity-Gehäuse ist auch im Leo die Platine hängend im Gehäuse montiert.

Jetzt wäre es wohl an der Zeit, die klangliche Leistung des Leo durch den ein oder anderen Vergleich ein wenig genauer einzuordnen. Dazu wähle ich Abdullah Ibrahims „Calypso Minor“ vom Album Sotho Blue und bin von den Klangfarben, der Feinzeichnung, dem Groove und dem bestens konturierten und unerschütterlichen Tieftonfundament schlicht begeistert. Da ist aber noch mehr, das ich als das gewisse Etwas bezeichnen möchte und das die Wiedergabe des Trios von fast allem unterscheidet, was ich von digitalen Formaten gehört habe: eine Mikro-Dynamik bei den Einschwingvorgängen, die der von wirklichen, nicht reproduzierten Instrumenten schon sehr nahe kommt. Ähnliches hatte ich zuvor nur mit dem Chord Electronics DAVE in Kombination mit dem Upscaler im BLU MKII gehört, der jedes Musiksignal auf 705,6 respektive 768 Kilohertz hochrechnet. Da der BLU schon viel zu lange wieder beim Vertrieb ist, lässt sich leider nicht herausfinden, ob Chords oder Auralics so unterschiedlichen Ansätze näher an die Realität heranführen. Aber so intensiv wie mit den beiden Chords und den drei Auralics habe ich Files – in diesem Falle nicht einmal hochaufgelöste, sondern schlicht solche mit 44,1 Kilohertz und16 Bit – bisher nicht in meinem Hörraum erleben dürfen.

Die Platine mit der LAN- und der Lightning-Link-Buchse, nach der das Steuersignal aus dem Vega G2 in ein optisches gewandelt wird, um Wandler und Clock an dieser Stelle galvanisch zu trennen
Die Platine mit der LAN- und der Lightning-Link-Buchse, nach der das Steuersignal aus dem Vega G2 in ein optisches gewandelt wird, um Wandler und Clock an dieser Stelle galvanisch zu trennen

Nachdem ich bei „Calypso Minor“ entdeckt hatte, auf welch extrem hohes Niveau der Leo GX Auralics ja auch zuvor nicht zu verachtendes Duo bringen kann, habe ich Abdullah Ibrahim & Ekayas Album noch einmal ganz genossen und die drei Saxophone, die Flöte, die Posaune und die treibenden Rhythmusgruppe mit einer frappierenden Lebendigkeit und – ja ich traue mich, es so zu formulieren – einem so hohen Maß an Natürlichkeit gehört wie nur bei einer digitalen Quelle zuvor. Außerordentlich beeindruckend, weil groß, plastisch und auch im Bass realistisch, geriet auch die Darstellung des Flügels in „Abide“. Bei aller – absolut berechtigten Schwärmerei – möchte ich aber nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass die Menge Blech, die Ekaya aufbietet, von den Auralics nicht im mindesten weichgespült wird: Wenn die Transienten sich der Realität annähern, plätschert die Musik nicht einfach so im Hintergrund. Man braucht nicht immer noch ein paar Grad am Lautstärkeregler zu drehen, um sich in den Bann der Darbietung ziehen zu lassen. Die verlangt auch schon bei gemäßigtem Pegel nach der Aufmerksamkeit des Hörers. Aber wer sich immer mal wieder Konzerte und nicht nur ausschließlich reproduzierte Musik gönnt, dürfte das ja auch ohne diesen Hinweis wissen.


Dann habe ich doch noch einige der einschlägigen Test-Files angeklickt und zwischendurch immer mal wieder auf meine aktuelle Digital-Kette – Melco N1ZH/2, Aries Femto und Chord DAVE – umgeschaltet. Bei „God Bless The Child“ vom Album Standards, Vol. 1 nehmen sich die beiden Kombinationen rhythmisch nichts: Beide grooven unwiderstehlich. Der Bass ist bei Melco und Co. minimal fetter, beim Auralic-Trio etwas trockener und sonorer. Seine Hochtonauflösung bei der recht kritisch aufgenommenen Hi-Hat wirkt feiner und tonal stimmiger, eben weniger vordergründig. Imaginäre oder reale Räume gefallen mir – gewohnheitsbedingt? – bei meiner Kette mindesten so gut bei den drei Auralics, die allerdings bei Schostakowitschs „Polka“ mit strahlenderen und realistischeren Klangfarben für sich einnehmen. Man könnte fast geneigt sein, von Unterschieden im Geschmacksbereich zu sprechen: Beide Kombinationen erreichen ein extrem hohes Niveau. Wenn da nur nicht die Einschwingvorgänge wären, die sich mit Sotho Blue besonders gut beurteilen lassen: Die bringen Aries und Vega einfach realistischer und glaubwürdiger rüber als der DAVE – wenn der Auralic DAC vom Leo GX getaktet wird. Ohne den M-Scaler im BLU MKII kommt der DAVE da nicht ganz dran.

Von der Schaltung der beiden Clocks erkennt man nichts, sie sind in diesem wohltemperierten Kästchen verborgen
Von der Schaltung der beiden Clocks erkennt man nichts, sie sind in diesem wohltemperierten Kästchen verborgen

Nach meinen bisherigen Höreindrücken kann ich es Ihnen und mir ersparen, den Vega G2 noch mal zum Vergleich ohne den Leo GX zu hören: Dessen immens positive Wirkung ist eindeutig. Wenn ich mich erst heute dazu entschließen würde, eine hochkarätige digitale Quelle in meine Anlage zu integrieren, finge ich wohl mit dem Streaming-DAC Vega G2 an. Der kann dann schon Daten aus dem Computer oder von einem einfachen netzwerkgebundenen Speicher sehr gut wiedergaben. Dazu wäre später ein Aries G2 mit interner Festplatte und einem hochwertigen HDMI-Kabel die ideale Ergänzung. Die Investition in einen Leo GX Premium macht dann schließlich aus einer extrem hochwertigen Digital-Quelle High End reinsten Wassers.

STATEMENT

Der Auralic Vega G2 ist ein sehr guter Wandler mit stimmigen Preis/Leistungs-Verhältnis. Außergewöhnlich gut wird dieses jedoch, wenn er seine Daten per Lightning Link vom Aries G2 bezieht. Der technisch einzigartige Leo GX macht das Duo dann zu einem der besten Digital-Systeme überhaupt, das in allen üblichen Disziplinen voll überzeugt. Dank Xuanqian Wangs innovativem Konzept besitzt Auralics Trio darüber hinaus fast einzigartige Fähigkeiten bei der Wiedergabe von Transienten: ein klanglicher Hochgenuss!
Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
Streamer Auralic Aries G2 mit 5-TB-HDD
D/A-Wandler Auralic Vega Chord Electronics DAVE
LAN-Switch Telegärtner Japan M12 Switch Gold
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustic Kawero! Classis
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swisscables Reference Plus, Goebel High End Lacorde, Habst Ultra III, Audioquest Diamond und Carbon, Transparent Cables
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus, Room Tuning Disks, Tuning Tips und TU-666M, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Auralic LEO GX Premium
Clock Frequenzen 90,3168MHz (44,1kHz), 98,3040MHz (48KHZ)
Ausgangsspannung 3,3V CMOS, Direct-to-DAC Design
Allan Varianz 2 x 10-12 (1 Sekunde)
Jitter Äquivalent 500 mal geringer als bei einer 82fs Femto-Clock
Äquivalentes Phasenrauschen -110dBC/Hz @ 1Hz, Referenz Frequenz 10MHz
Abtastraten PCM 44,1KHz - 384KHz, DSD64 - DSD256
Clock Rubidium Atom Clock als Referenz, Temperatur-kontrollierter Oszillator mit Stress kompensierend geschnittenem Kristall
Netzteile zwei interne, analoge Purer-Power-Netzeteile, rauscharmes (10µV) Design für Audio-Schaltungen
Störgeräusch Unterdrückung Optische Isolation zwischen Clock- und Kontrollschaltung, Unity-Gehäuse zur Hochfrequenz-Schirmung
System-Steuerung Automatische Abtastraten-Umschaltung über Lightning Link vom G2 DAC
Leistungsaufnahme 15W Betrieb, 30W Aufwärmphase
Abmessungen (B/T/H) 34/32/8cm
Gewicht 8,1kg
Preis 7900 Euro (mit speziellen Clock-Kabeln)

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/18-07-16_auralic
Samstag, 14 Juli 2018 01:31

Digitale Audio Systeme HD-Player Model 2

geschrieben von

How was that again with CD-Players? Unpack, connect, switch on, insert disk and off you go … no cumbersome computer configuration, no irritating software and driver installation, no hassle with network settings, software updates and all that stuff. Let’s be honest: most of us just want to enjoy music as best as possible. Digital Audio Systems or “DAS” for short, promises exactly that with their HD-Player Model 2.

HD-Payer Model 2 sporting retro design
HD-Payer Model 2 sporting retro design

That player is designed as a fully integrated digital playback device, uniting server and DAC. It does not require a local area network and is supposed to be ready to play as soon as connected to an amplifier. Even a casual glance makes clear – before any music playback – that this is something new and different. Personally, I am reminded of a tape deck from the analogue era: on the left the high-res display with the transport keys underneath, just where the cassette bay and the transport keys used to be. On the right are the traditional VU-meters. The vintage character is emphasized by the (optional) wooden side panels. The player can be operated either via the keys on the device itself – as was normal in times gone by – or completely up to date, via a mobile device like a tablet or smart phone. For the latter the player offers a WiFi access point, so that no other network access is required. Of course, the player can also be integrated into a home network, if that is preferred. The easiest way to transfer music files to the internal storage drives is from an external USB device via the automatic USB file transfer. Alternatively, data files can also be copied from a PC through a local area network connection.

The easily readable display in the Now-Playing view
The easily readable display in the Now-Playing view

To put the thing to the test: For a first quick listening, I choose the USB route to transfer music and connect the HD-Player Model 2 via symmetrical cables to my Audio Flight preamp FLS1. Since I don’t want to lose any time, I operate the Player – totally old fashioned - with the front keys. I am playing the album Masterpiece of Folklore Music (XRCD24-NT001) by and with Mario Suzuki. The Japanese is considered an exceptional talent of folk guitar playing. The music was produced completely in the analogue domain with a reel-to-reel machine at 76 cm/s and only subsequently transferred to digital. And now I am coming straight out with it: I almost fell off my chair hearing the first sounds.


In this view, the display show the system settings
In this view, the display show the system settings

The guitars sound so natural and realistic, with body and space and perfect timing, as I am only used to from my Platine Verdier but not from a digital device. The transparency of the presentation is equally impressive. The 1st movement from the „Symphony Nr. 1“ by Sergei Profiev with the Scottish Chamber Orchestra (Scottish Chamber Orchestra, Prokofiev: Symphony No. 1; Violin Concerto No. 2; Five Melodies for Solo Violin & Strings) and their quite chamber-music-like interpretation has been captured perfectly with precise focus and large 3-dimensionality. The bassoons, which at the beginning play side by side with the strings, come across with greater clarity and focus than I am used to. What I am hearing here is absolutely first class. My review could actually end at this point.

The VU-meters
The VU-meters

But you would probably like to read more about it and learn which factors led to this amazing result. I was wandering: what is it that Alexej C. Ogorek - the brain behind DAS - has done, to achieve such wonderful sound. I have talked to him at length about it. He told me that from the beginning, it was his ambition to save the sound of vinyl into the digital age. The playback of digitized vinyl records through available HiFi-equipment proved unsatisfactory. No adequate solution was commercially unavailable. Which is why, he decided to develop the appropriate playback equipment himself. The goal was to develop a device, which would be “as simple in handling as a CD-player, as graphically rich in communication as a computer and as natural and analogue in sound quality as a high-end turn table”. A very ambitious goal indeed – and one which took him several years to realize.

The keys on the Player’s front allow full control of the HD-Player Model 2
The keys on the Player’s front allow full control of the HD-Player Model 2


When designing the HD-Player Model 2, Alexej C. Ogorek was focussing on three things: a solid mechanical construction, a clean power supply and galvanic insulation of functional units. Nothing new necessarily, but implemented with impeccable consistency. Mechanically, the housing is designed from massive aluminium and steel plates with separate chambers for each functional unit to minimize vibration and electromagnetic interference. The power supply is similarly carefully thought out, with three toroidal transformers for the analogue section (one each for the left and right channel DACs as well as one for the Digital Interface Board) on the upper floor and two further transformers, one for the headphone amp and one the mainboard, on the lower floor.

The back side: top left two digital outputs, next to it the analogue outputs (XLR and RCA); below ethernet and USB-connectors; top right: slot for additional hard drive
The back side: top left two digital outputs, next to it the analogue outputs (XLR and RCA); below ethernet and USB-connectors; top right: slot for additional hard drive

Yes, you have read correctly: The HD-Player Model 2 is discreetly controlled by a computer mainboard. The operating system is a proprietary Linux distribution exclusively optimized for audio playback. The user interface is also a proprietary development, which according to Alexej C. Ogorek took two years to develop. The system supports all known digital formats incl. PCM with a bit depth from 16 to 24 bits and sample rates from 44,1 to 192,0 kHz as well as DSD from 64x to 256x. The operating system is stored on a separate SSD for maximum performance. For music files there is a standard 4 TB of storage space available. The music storage can be extended with further memory modules in the slot at the back of the Player.

Removing the top plate reveals the elaborate chamber system
Removing the top plate reveals the elaborate chamber system

From the motherboard, the signal path leads via USB connection to a D2D board on the Digital Interface Board. Here the signal gets re-clocked and transferred to the dual mono DAC boards for analogue conversion and to the Digital Interface Board for conversion to AES/EBU and SPDIF digital output. The DAC boards are supplied by Metrum Acoustics and the D2D board by M2Tech.


The top floor with the protective shields removed: in the middle the two mono DAC boards; above the Digital Interface Board; on the left the 3 toroidal transformers and on the right the hard disks
The top floor with the protective shields removed: in the middle the two mono DAC boards; above the Digital Interface Board; on the left the 3 toroidal transformers and on the right the hard disks

The layout of the digital-to-analogue conversion is completely dual mono to optimize channel separation and signal-to-noise ratio. The conversion technology used is special in that none of the common oversampling and delta sigma converters from manufacturers like AKM, Crystal, Texas Instruments, Wolfson or Sabre are used. Instead Alexej C. Ogorek uses non-oversampling R-2R ladder DACs without digital filters based on chips with industrial/medical provenance. The exact chip type cannot be gauged, since the labels have been removed. In contrast to the frequently used delta sigma chips, which oversample the PCM signal, modulate and filter it, the NOS DAC chips skip these latter steps. NOS DACs neither oversample the signal nor do they digitally filter it, thus minimizing the signal path. In order to protect downstream equipment from high frequency noise, the NOS DACs just apply a mild, first order 70kHz analogue filter at the output stage.

For sound insulation purposes, the hard disks are housed in separate aluminium chambers
For sound insulation purposes, the hard disks are housed in separate aluminium chambers

A possible drawback of the employed DAC technology should not go unmentioned: Since NOS DACs cannot normally process the DSD format natively, the HD-Player Model 2 converts DSD files into 24bit and 176.4 kHz PCM for playback. This however, does not pose much of a problem, since the conversion from DSD to PCM is a practically lossless process – in contrast to the conversion from PCM to DSD. A similar conversion is, by the way, also at the heart of every delta sigma converter during PCM playback.

High-quality Lundahl transformers for the RCA output
High-quality Lundahl transformers for the RCA output


A possible drawback of the employed DAC technology should not go unmentioned: Since NOS DACs cannot normally process the DSD format natively, the HD-Player Model 2 converts DSD files into 24bit and 176.4 kHz PCM for playback. This however, does not pose much of a problem, since the conversion from DSD to PCM is a practically lossless process – in contrast to the conversion from PCM to DSD. A similar conversion is, by the way, also at the heart of every delta sigma converter during PCM playback.

One of the mono DAC boards
One of the mono DAC boards

Since the selected R-2R NOS converter chips feature integrated I/V-conversion, there is no need for an external output stage. The eight converter chips per channel produce sufficient power to drive any downstream equipment, so that the signal path is kept to an absolute minimum. From the DAC boards the signal path leads back to the Digital Interface Board. Since the eight converter chips operate in full dual-differential mode, they produce a real symmetrical output signal for the XLR connectors. For the RCA connectors the signal gets unbalanced by two high grade Lundahl transformers LL1588 on the Interface Board.

The basement floor: top left the headphone amplifier; below the mainboard of the server; bottom left the WLAN module shielded with copper; top right the video converter boards for the front displays
The basement floor: top left the headphone amplifier; below the mainboard of the server; bottom left the WLAN module shielded with copper; top right the video converter boards for the front displays

Just as with the hardware, Alexej C. Ogorek placed high demands on the controlling software. He therefore developed the entire software from scratch according to his stringent requirements. Aside from the usual standard functions of music playback interfaces, he put special importance on a smooth and efficient user flow as well as on a high quality graphical presentation. It would go beyond the scope of this review to describe all its possibilities and functions.


The board of the class-A headphone amplifier
The board of the class-A headphone amplifier

But I should like to emphasize the possibility to display not just front but also back cover art as well as the partic-ularly nice display of liner notes. These are the small booklets, which normally accompany CDs and nowadays also album downloads, which are however normally so small as to be hard to read. Now on a large tablet, you can beautifully view and read this additional material while listing to your music, just as you would the cover art of an LP. And there it is again: the context of the analogue era, but in a modern digital form. The user interface is a browser app which runs platform independently in full screen mode in Safari or Chrome. I very much liked the app in day-to-day use. Coming back to the sound quality of the Model 2: how do I find out what drives it? Is it the server or the DAC or both and wherein exactly lies the difference to most other digital playback devices out there? Questions over questions?

Album view on the iPad
Album view on the iPad

Since the internal DAC is not accessible for external sources, I choose the opposite way and connect the server with my PS Audio DSD DAC via the AES/EBU digital output. For comparision I set up my Sony notebook con-nected to the PS Audio DAC via my two cascaded Mutecs and switch between the Model 2 server and the Sony notebook setup. The Sony is configured with Windows10 Pro optimized with AudiophileOptimizer, MinimServer in connection with JPLAY and ROON.

Front cover view on the iPad
Front cover view on the iPad


The music files are stored on an external G-Technology 4 TB G| USB-C drive, powered by a HDPLEX 200W linear power supply. The PS Audio is symmetrically connected to the Audia Flight FLS1 preamp, which in turn is symmetrically connected to the Audio Flight FLS4 power amp. I am not actually surprised that the sound characteristics described above are also immediately apparent over the PS Audio. That is all grist to my mill. I never tire of emphasizing that a serious digital chain has to start right at the beginning at the server and not just at the DAC. This realization gets corroborated in direct comparison to my Sony notebook. The two cascaded Mutecs can rectify certain things but by far not everything. I can pinpoint the main differences in two important characteristics of the HD-Player:

Back cover view on the iPad
Back cover view on the iPad

Firstly, there is this supreme tonal balance. Let’s listen to the 1. Movement from the „Divertimento K. 136“ by W. A. Mozart with the Academy of St. Martin In The Fields under Neville Marriner (Decca Legacy Volume Four - FIM UHD). The recording engineer captured the sound of the strings brilliantly, which does not mean that they always sound round and mellifluous. The HD-Player 2 manages to sound just right, incredibly natural and stress free, without any hint of harshness. That is a real humdinger.

Liner notes view on the iPad
Liner notes view on the iPad

Over the Sony notebook the strings have a certain brilliance, which at first glance does not sound unpleasant, but strikes me as rather unnatural in direct comparison. I would characterize it as faux “digital brilliance”, which has probably more to do with computer artefacts. That reminds me of a recent elaborate comparison with a CD player in my playback chain. Connected via its tuned S/PDIF output to the PS Audio DAC, the CD player was tonally much closer to the HD-Player 2 than to the Sony notebook. Who was it that claimed, ripped CDs played back via a computer always sounded better than via a classical CD player connected to a good DAC?


Details of the WLAN module and its extra shielding
Details of the WLAN module and its extra shielding

Secondly, there is a significant difference in special representation. With this I don’t mean the absolute depth of the image, which even appears a little larger over the Sony notebook. But here as well, this strikes me as unnatural – not to say, almost hollow - in direct comparison to the HD-Player 2. This effect is obviously closely connected to the precision in the representation of individual instruments. Through the HD-Player 2 the sound stage moves slightly forwards and appears a lot more focussed. At the same time for me the spatial impression improves. A contradiction? Not necessarily, because the individual instruments appear much more precisely ordered in space. For instance, in the pianissimo beginning of the ouverture to “L'Italiana in Algeri” by G. Rossini (Solti & Orchestra Of The Royal Opera House, Covent Garden: VENICE - CAPC 23130 SA) the flute remains really a flute and does not suddenly morph, in terms of its dimensions, into a tuba. Equally, in „Intermezzo from Goyescas“ by Enrique Granados with the New Philharmonia Orchestra under Rafael Frübeck de Burgos (Decca Legacy Volume One - FIM UHD), the wind instruments do not vaguely come from the background, but are clearly delineated as regards their size and their position in space, which lends clarity and precision to the spatial representation.

The heat from the CPU gets silently dissipated via heat pipes to the heatsink at the side
The heat from the CPU gets silently dissipated via heat pipes to the heatsink at the side


The internal DAC of the HD-Player 2 is in perfect harmony with the sonic qualities of the server. With its obviously excellent timing, the DAC delivers an absolutely realistic flow and unity to the music. Let’s listen finally to the Symphony No. 94 by Joseph Haydn in the very fine interpretation of the Philharmonica Hungarica under Antal Dorati (Haydn Symphonies No. 94 and 100 - Antal Dorati The Philharmonia Hungarica - HDTT 24/176). The symphony is famous for the surprise fortissimo attack of the entire orchestra in the second movement. The HD-Player 2 presents this event with enormous inner force and vitality. The further development of the movement is quite lively, continuously underpinned by a solid bass. Tonality, dynamics and special representation are first class. At the same time, I am totally impressed with the way the sound breaks away from the speakers and just stands in my room. Now you can probably empathise, how difficult it was for me to return the HD-Player 2.

STATEMENT

With its HD-Player Model 2, DAS has created a new device category: Server and DAC in one unit at the highest level of audio quality. As simple in operation as a CD player, but with all the convenience of a modern streamer. A very strong recommendation!
Listened with
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows 10 with AudiophileOptimizer 2.0, G-Technology 4 TB G| USB-C drive with HDPLEX 200W linear power supply
Software MinimServer, JPlay 6.2, Roon
Reclocker 2 x Mutec MC 3+ USB cascaded
D/A-Converter PS Audio DirectStream DAC, M2Tech Young
Turntable Platine Verdier
Tone arm Souther TRIBEAM
Pickup Clearaudio Veritas
Phono Preamp Erno Borbely
Preamp AUDIA FLIGHT FLS 1, Erno Borbely, Omtec Anturion
Power Amp AUDIA FLIGHT FLS 4, Omtec CA 25
Speakers Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1
Cables Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable
Manufacturer's Specifications
Digitale Audio Systeme HD-Player Model 2
Audio formats Ogg Vorbis, FLAC, Opus, APE, WavPack, MP2, MP3, ALAC, MP4/AAC, MOD, Musepack, wave files, Dff, Dsf etc.
PCM formats 16 bit to 24 bit and all sampling rates from 44,1 kHz to 192,0 kHz
DSD formats DSD 64x to DSD 256x via PCM conversion to 24bit /176,4 kHz
Speicher 4 TB extendable
Outputs (analog) Stereo RCA, output voltage max. 2,0 Vrms, output impedance 40 Ohm/Stereo XLR, output voltage max. 4,0 Vrms, output impedance 80 Ohm/ 1 Headphone jack 6,3mm, output voltage max. 6,0 Vrms at 600 Ohm and 2,0 Vrms at 33 Ohm
Outputs (digital) AES/EBU (XLR), S/PDIF (RCA)
Inputs (digital) 2x USB 2.0, 1x Ethernet
Weight 20 kg
Dimensions 430 x 140 x 360 mm (B x H x D)
Price 13.000 Euro
Manufacturer
Digitale Audio Systeme
Phone +43 18907030 
Email office@digital-audio-systems.com 
Web www.digital-audio-systems.com

Weitere Informationen

  • Flags
    Deutsch English|
  • Imagefolder tests/18-04-09_das
Donnerstag, 12 Juli 2018 00:37

Chord Company mit Lifetime Warranty!

Die hohen Qualitätsstandards der Chord Company – vom Design bis hin zur Produktion – sind per se ein absoluter Garant für eine lange Lebensdauer und konstante zuverlässige Leistung. Deshalb gewährt die Chord Company eine lebenslange Garantie auf alle Produkte.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-12_chord_the-cord-company.jpg

Weil Chord zu 100 Prozent von seinen Produkten überzeugt ist, ist es nur folgerichtig, dass die Kabelschmiede jetzt für alle Produkte eine lebenslange Garantie anbietet, sollte es dennoch einmal zu Defekten kommen. Abgedeckt sind Material- und Verarbeitungsschäden während der zu erwarteten Lebensdauer. Für die Chord-Händler ist die Abwicklung unkompliziert. Sie müssen lediglich die schadhaften Kabel an DREI H schicken. Wir übernehmen den Versand an Chord und nach erfolgter Reparatur die Rücksendung an die Händler. Natürlich kostenfrei.

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Stormsweg 8
22085 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 177 6170123

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-07-12_chord

Ab 2014 wurde die Tonabnehmerproduktion von EMT schrittweise von der HiFiction AG übernommen und in einem zeitaufwändigen Prozess von Lahr im Schwarzwald nach Winterthur in der Schweiz transferiert. Dabei konnten Fachwissen, Werkzeuge und Vorrichtungen vom jungen Schweizer Team übernommen werden.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-11_emt_EMT-JSD-VM.jpg

Ab dem 1. Juli 2018 übernimmt die HiFiction AG das gesamte EMT-Tonabnehmer-Geschäft inklusive Entwicklung, Produktion, Reparaturen und weltweitem Vertrieb. Das traditionelle Tondosen-Geschäft für den EU-Markt wird weiterhin von EMT-Studiotechnik in Mahlberg betreut.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-11_emt_EMT-Portfolio.jpg

DieHiFiction AG (Winterthur, Schweiz) wurde 2008 von Micha Huber gegründet und ist bekannt für die Produktion der Thales Tonarme und Plattenspieler. Hochwertige Musikwiedergabe ist unsere Leidenschaft, und wir sind überzeugt, dass die analoge Technologie dem Wesen der Musik am ehesten entspricht.

Die Tonabnehmer werden von unseren exakten Mitarbeiterinnen und Uhrmachern in Handarbeit hergestellt. Auch wenn wir mit modernsten Konstruktions- und Produktionsmitteln arbeiten, so sind doch persönliche Hörerfahrung und Handwerkskunst der wahre Grund für die Qualität und Musikalität unserer Tonabnehmer.

www.emt-tontechnik.ch
www.hifiction.ch

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-07-11_emt
Dienstag, 10 Juli 2018 00:14

Dual CS 526 Halb-Automatik

Der Dual CS 526 ist ein semi-automatischer Plattenspieler mit elektronischer Endabschaltung und hat von seinem großen Bruder, dem CS 550, das massive Holzchassis – jedoch in schwarzer Ausführung –, Motoreinheit und Lager geerbt. Auch der Tonarm hat sich bereits bewährt: Es kommt der Arm des CS 505-4 zum Einsatz.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-10_dual_CS_526_1.jpg

Der kardanisch gelagerte Tonarm des CS 526 besitzt eine masselose Auflagekrafteinstellung durch eine hochpräzise Torsionsfeder, einen verwindungssteifen Tonkopf aus Carbon-Fibre-Composite mit Halb-Zoll-Systembefestigung, justierbares Antiskating und einen viskositätsbedämpften Tonarmlift.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-10_dual_CS_526_2.jpg

Die Massivholz-Konsole wurde schwingungsbedämpft und hat eine Dicke von 28 Millimetern. Der Alu-Profil-Plattenteller verfügt über eine speziell gehärtete und geschliffene Sieben-Millimeter-Tellerachse und wird über einen geschliffenen Flachriemen von einem DC-Motor mit elektronischer Drehzahlregelung angetrieben. Auf dem Teller liegt ein antistatischer Filzbelag. Ausliefert wird der CS 256 mit dem Moving-Magnet-Tonabnehmer Ortofon OM 10.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_18-07-10_dual_CS_526_3.jpg

Herstellerangaben
Dual CS 526
Drehzahl U/min 33/45
Gleichlaufschwankungen 0,06%
Rumpel-Fremdspannungsabstand 48dB
Rumpel-Geräuschspannungsabstand 72dB
Tonabnehmersytem Orotofon OM 10
Übertragungsbereich 22 Hz - 22 kHz
Anschlüsse 1 x RCA Stereobuchse, 1 x Erdungsbuchse
Abmessungen 440x112x370 mm
Gewicht 6,7kg
Farbe Schwarz
Spannungsversorgung 12 V DC

Vertrieb
Sintron Vertriebs GmbH
Anschrift Christian Fröhling
Südring 14
76473 Iffezheim
Telefon +49 7229 182931
E-Mail info@sintron.de
Web sintron.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/18-07-10_dual
Montag, 09 Juli 2018 00:13

Bergmann Audio Odin

geschrieben von

Der Odin ist derzeit das Flaggschiff der luftgelagerten Bergmann-Audio-Tonarme. Firmenchef Johnnie Bergmann konstruierte ihn nicht speziell für einen seiner Plattenspieler, sondern als universell einsetzbaren Arm auch für Laufwerke anderer Hersteller.

Dass ein Exemplar des Odin auf den Weg zu Hifistatement gebracht werden sollte, hatten Johnnie Bergmann, Werner Obst, der Bergmann-Analogtechnik schon beinahe seit der Markteinführung in Deutschland vertreibt, und ich bereits beim Besuch in der Fertigungsstätte im dänischen Hobro verabredet. Dann klappte es aber nicht mehr vor der High End, der zumindest bei mir noch ein wenig Urlaub folgte. Aber auch nach dem Erhalt des Arms ging noch einige Zeit ins Land, bevor ich den ersten Tonabnehmer montieren konnte. Die mitgelieferte Schablone, mit deren Hilfe sich die Position der Gewinde für die beiden M6-Schrauben anzeichnen lässt, war bei dieser frühen Version des Odin noch für Bergmann-Laufwerke oder solche mit einem Plattentellerdurchmesser von 300 Millimetern ausgelegt. Inzwischen arbeitet Johnnie Bergmann an einer universellen Lösung. Ich bekam innerhalb kurzer Zeit eine für den LaGrange modifizierte Version der Schablone. Erst als ich mit dieser eine meiner Wechselbasen für die Montage vorbereiten wollte, fiel mir auf, dass ein auf der für 9-Zoll-Arme vorgesehen Position aufgebauter, nach hinten links ragender Tangential-Tonarm sich mit einem langen, auf der 12-Zoll-Position installierten Arm ins Gehege kommen würde.

Der Odin auf einer Basis des Konstant
Der Odin auf einer Basis des Konstant

Auf einen zweiten Arm wollte ich allerdings nicht verzichten. Schließlich kristallisierten sich zwei Lösungen heraus: Zum einen lässt sich die für extra lange Arm wie den Ortofon 309 konstruierte und für den Test des Einstein Tonarms modifizierte, exzentrisch aufgebaute Basis so zum Teller hin drehen, dass der Odin auf der 12-Zoll-Position montiert und ein kurzer Arm auf der 9-Zoll-Position genutzt werden kann. Möchte man neben dem Odin jedoch einen langen Arm verwenden – momentan begeistert mich die Kombination von Einsteins The Tonearm und dem Transrotor Tamino –, muss man das an einen Bumerang erinnernde Chassis des LaGrande von der Bodenplatte mit der Lagerheizung losschrauben, um 180 Grad drehen und wieder anschrauben. Obwohl dazu auch die Anschlüsse für die Heizung ab- und wieder anzulöten sind, habe ich mich für diese Variante entschieden. Vorsichtshalber hatte ich aber beide erwähnten Tonarmenbasen bei AMG in der Oberpfalz mit den nötigen Gewinden versehen lassen.

Das Führungsrohr mit den Luftauslässen
Das Führungsrohr mit den Luftauslässen


Wie ich schon im Bericht über den Besuch bei Johnnie Bergmann und Eva Seiberg wohl mehrfach erwähnte, kann ich nur schwer verstehen, dass Bergmann Audio den großartigen Sleipner – für mich immer noch einer der besten zwei, drei Plattenspieler, die ich je in meinen Hörraum standen – nicht weiter produziert. Damit fiel leider auch das bisherige Tonarm-Topmodell aus dem Programm. An dessen Stelle soll nur der neue „Reference-Tonearm“, wie Johnnie B. ihn nennt, treten. Im Unterschied zum Sleipner-Arm soll der Odin – wie erwähnt – auch mit Laufwerken anderer Hersteller kompatibel und daher auch ohne Bergmann-Laufwerk erhältlich sein. In diesem Fall liegt sein Preis aber ein gutes Stück höher, da der Odin dann ja nicht mit der Druckluft des Laufwerkes versorgte werden kann, sondern mit einem eigenen Kompressor geliefert werden muss.

Beim Odin wird das Führungsrohr auch am Ende fixiert. Links davon der Mechanismus zur Höheneinstellung
Beim Odin wird das Führungsrohr auch am Ende fixiert. Links davon der Mechanismus zur Höheneinstellung

Wie Johnnie B. in einer E-mail mitteilte, ging es ihm beim Odin darum, die Stabilität und Festigkeit des Luftlager- sowie des Tonarmrohres weiter zu verbessern. Daher entschied er sich, das Lagerrohr mit den Luftaustrittsöffnungen nicht wie sonst bei seinen Konstruktionen üblich nur auf einer, sondern auf beiden Seiten zu verankern. Auch die Struktur des Tonarmrohrs wurde optimiert: Die Kombination zweier Carbon-Rohre mit einer dazwischen liegenden Dämpfungsschicht soll eine hohe Steifigkeit mit perfekter Resonanzkontrolle verbinden. Das Headshell wird nun aus einem Alublock heraus gefräst und mit dem Carbon-Rohr verklebt. Auch die Verbindung zwischen dem Tonarmrohr und seiner auf dem Luftpolster schwebenden Lagerbuchse soll nun noch stabiler sein als bei allen bisherigen Bergmann-Modellen.

Die Verbindung der Buchse, die auf dem Luftpolster schwebt, mit dem Tonarm wurde möglichst resonanzarm gestaltet
Die Verbindung der Buchse, die auf dem Luftpolster schwebt, mit dem Tonarm wurde möglichst resonanzarm gestaltet

Alle diese Maßnahmen führen, so Johnnie B., zu einem satteren und dynamischeren Klang als dem des minimal feingeistigeren des Magne-Tonarms. In Sachen dreidimensionaler Abbildung soll der Odin dem Magne aber keinesfalls nachstehen – was wir aber nicht einfach so ungeprüft hinnehmen: Mit Werner Obst ist bereits der Test eines Galder-Laufwerks, auf dem bis zu vier Arme montiert werden können, mit Magne- und Odin-Arm für die nicht allzu ferne Zukunft fest verabredet. Der Odin ist mit sehr flexibler Kupferlitze durchgängig, das heißt von den Clips für die Tonabnehmer-Pins bis zur DIN-Anschlussbuchse auf der Rückseite des Arms, verkabelt. Das Gegengewicht ist durch drei Gummi-Einlagen vom Armrohr entkoppelt. Der Schlauch für die Druckluftversorgung erlaubt es, den Kompressor einige Meter weit vom Arm entfernt aufzustellen und arbeitete so extrem leise, dass er zu keiner Zeit störend in Erscheinung trat.


Das Level Board: Die eingelegte Stahlstange sorgt dafür, dass sich der darauf montierte Arm nur längs verschieben lässt. Er dient ebenfalls der horizontalen Ausrichtung des Arms
Das Level Board: Die eingelegte Stahlstange sorgt dafür, dass sich der darauf montierte Arm nur längs verschieben lässt. Er dient ebenfalls der horizontalen Ausrichtung des Arms

Sind die beiden Gewinde für die Montage erst einmal im vorgegebenen Abstand auf einem Armboard oder einer Basis fertiggestellt, geht der Aufbau des Odin relativ leicht von der Hand. Zuerst wird die „Level Board“ genannte Aluminium-Platte mit Bohrungen, Gewinden, einer Vertiefung für eine Stahlstange und einer Stahlkugel mit dem Untergrund verschraubt. Danach wird die Stahlstange in ihre Position gelegt und anschließend der Tonarm aufgesetzt und mit zwei Schrauben gesichert. Dank der Langlöcher in der Grundplatte des Tonarms lässt sich dieser von der Stahlstange geführt in Längsrichtung verschieben. So kann später die Nadel des Tonabnehmers mithilfe der Schablone auf die Gerade zur tangentialen Abtastung justiert werden. Da die Stahlstange dicker ist, als die Führungen in Level Board und Grundplatte des Arms tief sind, lässt sich die Grundplatte minimal um die Stange kippen und damit der gesamte Arm in der Horizontalen ausrichten. Sobald der Tonabnehmer im Headshell montiert, die Auflagekraft eingestellt und die Höhe des Lagerrohrs mit den Luftaustrittsöffnungen justiert wurde, braucht man den Arm gegenüber dem dem Level Board nur noch so weit verschieben, dass der Tonarm keinen Überhang hat. Beim Festziehen der Schrauben der Grundplatte ist jedoch darauf zu achten, dass Arm wieder exakt horizontal steht. Aber das hört sich komplizierter an als es in Realität ist. Der Arm ist gut durchdacht, so dass schon der Aufbau Freude macht.

Nach dem Lösen dieser Schrauben lässt sich der Arm so verschieben, dass der Tonabnehmer ohne Fehlspurwinkel über die Platte geführt wird. Sie dienen auch der horizontalen Ausrichtung
Nach dem Lösen dieser Schrauben lässt sich der Arm so verschieben, dass der Tonabnehmer ohne Fehlspurwinkel über die Platte geführt wird. Sie dienen auch der horizontalen Ausrichtung

Als erstes montiere ich das Lyra Etna (hier ein Link zu ) in den Odin, vorrangig, um die Tonarmverkabelung einzuspielen. Da es beim Clearaudio/Souther und selbst bei Kuzmas Airline immer mal wieder vorkam, dass die Nadel die Rille verließ, griff ich nicht zu irgendwelchen audiophilen Schätzen, sondern zu lange nicht gehörten Scheiben, die einfach Spaß versprachen wie etwa I Giganti Del Jazz 13 mit Milt Buckner. Diese LP des italienischen Billig-Labels ist musikalisch und klanglich ein Glücksfall – was man leider nicht von allen Scheiben der Serie sagen kann. Bei der magischen 13 jedenfalls scheinen Milt Buckner an der Hammond, Buddy Tate am Tenorsax und Wallace Bishop am Schlagzeug um die Wette zu grooven, immer wieder mal verbal vom Organisten angefeuert. Auf „When I'm Blue“ ist der Rhythmus trotz des mittleren Tempos einfach unwiderstehlich, die Hammond wimmert, flüstert, schreit und klackert, und die fette Bass-Drum stünde auch mancher High-End-Produktion gut zu Gesicht. Bei „You Have Changed“ umschmeichelt das Tenorsax mit seinem satten, warmen Ton den Zuhörer – zum Dahinschmelzen!

Das aus dem Vollen gefräste Headshell wird mit Zwei-Komponenten-Kleber mit dem doppelwandigen Carbon-Rohr verbunden.
Das aus dem Vollen gefräste Headshell wird mit Zwei-Komponenten-Kleber mit dem doppelwandigen Carbon-Rohr verbunden.


Und weil's so schön war, bleibe ich gleich bei Milt Buckner: Auf Rockin' Hammond, einem 1956 für Capitol aufgenommenen Album, ist der Organist auf einigen Stücken gleichzeitig auf Hammond und Flügel zu hören, und der Toningenieur spielt auch mal ein bisschen mit dem Hall. Bei „The Beast“ und dem „One O'Clock Jump“ kommt der Sound des Flügels ähnlich hart und direkt wie Jahrzehnte später bei den berühmt-berüchtigten, von „Tee“ Fujii produzierten Three-Blind-Mice-Aufnahmen rüber. Die Musik ist nicht unbedingt innovativ, swingt aber mit Macht und macht einfach nur gute Laune. Dazu tragen auch das satt goldene Strahlen der Farben, die stabile Abbildung der Instrumente, die Offenheit der Wiedergabe und das weitgehende Fehlen technischer Artefakte im Klangbild bei. Dass das Etna vehement zu Sache geht und in puncto Drive nichts anbrennen lässt, ist bekannt und wird auch vom Odin bestätigt. Aber so geschmeidig und warm wie bei diesen beiden Scheiben hatte ich das Lyra nicht in Erinnerung.

Dieser Knopf mit der exzentrisch daran befestigten Stange dient als Tonarmlift
Dieser Knopf mit der exzentrisch daran befestigten Stange dient als Tonarmlift

Wie auch schon der Sleipner-Arm lässt sich auch der Odin durch nichts aus der Ruhe bringen: weder durch Staublagerungen noch durch Scheiben mit exzentrischem Mittelloch – von mir einmal abgesehen: Bei einem Track verlor die Abbildung plötzlich an Stabilität, die Nadel sprang eine Umdrehung zurück. Der Grund war, wie gesagt, ich – oder ein wenig freundlicher formuliert: mein Bedienungsfehler. Ich hatte den Lift, der nicht über einen Hebel, sondern über einen Drehknopf betätigt wird, nur soweit herunter gedreht, dass die Nadel mit der Rille in Kontakt kam, nicht aber bis zum unteren Anschlag. Nachdem ich es mir angewöhnt hatte, den Lift vollständig abzusenken, gab es keine besonderen Vorkommnisse mehr.

Das Gegengewicht wird durch drei Gummieinlagen entkoppelt
Das Gegengewicht wird durch drei Gummieinlagen entkoppelt

Nach der dreitägigen Einspielphase musste der Arm dann den LaGrange in Richtung Fotostudio verlassen. Da die Position der Basis auf dem Laufwerk durch die beiden Gewinde zur Montage des Level Boards definiert ist, muss ich beim erneuten Aufbau des Arms Nadelposition, Auflagekraft – das Gewicht wurde für eine Foto entfernt – und horizontale Ausrichtung neu einstellen. Da habe ich mich dann entschlossen, gleich einen neuen Tonabnehmer einzubauen und zwar das Lyra Titan i, das ich beim Test des Keces Ephono „wiederentdeckt“ hatte und das vor etwas mehr als fünf Jahren so gut mit dem Sleipner harmonierte. Der Odin legte die Unterschiede zwischen den beiden Lyras schnell offen: Das Etna ist noch einen Tick sauberer, offener und auch noch ein wenig agiler, rhythmisch anspringender. Obwohl es mich in dieser Disziplin im Odin positiv überraschte, reicht es aber doch nicht ganz an die Klangfarbenfülle des Titan i heran. Toll, wie deutlich der Odin die Unterschiede zwischen den Lyras zur Geltung bringt – und dass er beide zu klanglichen Spitzenleistungen treibt, ohne selbst in Erscheinung zu treten!


Der Anschluss für den Kompressor und darunter die DIN-Buchse für die Signalübertragung
Der Anschluss für den Kompressor und darunter die DIN-Buchse für die Signalübertragung

Nicht dass ich es bei der Schwärmerei über Klangfarben vergesse: Die einschlägigen Testscheiben zeigen, dass der Odin auch ich Sachen Raumdarstellung keine Wünsche offen lässt. Hier ist er den besten Drehtonarmen mindestens ebenbürtig, kommt aber, wenn mich die Erinnerung nicht trügt, an die fantastische Leistung des Sleipner in dieser Disziplin nicht heran. Aber der Odin ist ja – anders als der Sleipner-Arm damals – nicht auf einem Laufwerk mit Luftlager montiert. Da bin ich schon auf den Bergmann Audio Gander gespannt.

Der Kompressor ist erfreulicherweise unscheinbar: optisch und akustisch
Der Kompressor ist erfreulicherweise unscheinbar: optisch und akustisch

Da das Titan i wieder in den Breuer-Arm auf dem Brinkmann Avance in Wohnzimmer zurück soll, der Odin bis zum Eintreffen des Gander aber in meinem Hörraum bleiben dürfte, komme ich wohl nicht umhin, einen weiteren Tonabnehmer in den Bergmann-Arm einzubauen: Es kann ja nicht schaden, sich bei diesem Test nicht ausschließlich auf Erfahrungen mit Lyra-Systemen zu verlassen. Das Brinkmann EMT ti ist etwas schwerer als das Lyra, baut höher und hat eine höhere Ausgangsspannung, unterscheidet sich also grundlegend vom Titan i – und harmoniert trotzdem hervorragend mit dem Odin. Hier ist nicht der geringste Anflug von Nervosität zu entdecken, der bei schlechten Aufnahmen hin und wieder in einem Brinkmann-, Breuer- oder kurzen AMG-Arm auftreten kann. Dennoch nimmt der Odin der EMT-Variante nichts ihrer rhythmischen Attraktivität. Auch der Bass kommt mit ordentlich Schub. Das Klangbild wirkt aber stabiler und einen Hauch aufgeräumter als gewohnt.

Die massive Bauweise sorgt für eine geringe Geräuschentwicklung
Die massive Bauweise sorgt für eine geringe Geräuschentwicklung


Ich würde mich nie dazu versteigen zu behaupten, ich könnte die über den Plattenradius durch den wechselnden Fehlspurwinkel schwankenden Verzerrungen hören. Nein, ich bin immer noch der Überzeugung, dass es keinen Sinn macht, Konstruktionsmerkmale einer Komponente mit ihrem Klang in Beziehung zu setzen. Aber der Odin macht eine Menge sehr richtig, indem er der Musik fast kein technisch bedingten Artefakte hinzufügt. Und dabei ist die tangentiale Abtastung, der recht lange Tonarm, die nicht umbeträchtliche effektive Masse von 14 Gramm und die Sorgfalt, mit der Johnnie Bergmann bei seiner Kreation auf eine strikte Resonanzkontrolle achtet, gewiss sehr hilfreich.

Weitere schalldämmende Maßnahmen finden sich im Inneren des Kompressors
Weitere schalldämmende Maßnahmen finden sich im Inneren des Kompressors

STATEMENT

Der Odin tritt klanglich so gut wie nicht in Erscheinung, er fügt der Musik keine eigene Färbung hinzu und lässt die Charaktere unterschiedlicher Tonabnehmer klar zutage treten. Dabei besitzt er eine Souveränität, die an schwerere Japanische Analog-Klassiker erinnert. Bergmanns „Reference Tonearm“ ist hervorragend verarbeitet und von jedem halbwegs erfahrenen Analog-Fan spätestens beim zweiten Tonabnehmerwechsel problemlos einzustellen. Mit dem Odin hat Johnnie B. einen universell einsetzbaren, tangential abtastenden Tonarm geschaffen, der ohne Allüren daher kommt und absolut alltagstauglich ist. Trotz seiner rundum funktionalen Gestaltung: Klanglich ist der Odin ein Hochkaräter!
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Einstein The Tonearm 12
Tonabnehmer Lyra Etna und Titan i, Brinkmann EMT ti, Transrotor Tamino
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustics Kawero! Classic
Kabel Precision Interface Technology, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde,
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Bergmann Audio Odin
Tonarm  
Prinzip Tangential-Tonarm mit Luftlager
Armrohr Aluminium und Carbon, innenbedämpft
Gegengewicht entkoppelt
Einstellungen Vertikaler Abtastwinkel, Überhang, Azimut, Auflagekraft
Verkabelung hochwertige Kupferlitze
Clips Gold-beschichtetes Kupfer
Anschluss DIN
Effektive Masse 14g
Gewicht 1.180g inklusive Montageplatte
Montageplatte Aluminium
Abmessungen (H/B/T) 70/265/290mm

Kompressor
 
Besonderheiten sehr leiser, sauberer, trockener und gleichmäßiger Luftfluss, austauschbarer Staubfilter
Abmessungen (H/B/T) 135/155/330mm (H x W x L)
Gewicht 5,7kg

Preis

8.000 Euro

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/18-07-09_bergmann
Freitag, 06 Juli 2018 01:34

Celebrating 10 Years of Bergmann Audio

geschrieben von

Bergmann Audio is a company and not an individual—and that's a good thing. Otherwise it would not have been very charming to admit that I did not quite believe the news about their tenth anniversary. For me, the Danish manufacturer appeared to be much older, basically due to their technically independent designs seeming to have successfully established themselves in the analogue sector for decades.

Well, Bergmann Audio is being internationally successful. The turntables and tonearms are characterized by intelligently engineered technical details that aren't to be found anywhere else—but, in one point I've gone wrong with my assessment. The company, as I was informed during my visit to their headquarters in Hobro, was founded almost ten years ago:  The birthday celebration will take place in autumn this year. In the meanwhile, it happened to be also correct to say that Bergmann Audio is not an individual, even if Johnnie Bergmann Rasmussen developed and built the first turntables all by himself. After launching the Sindre to the market, Eva Seiberg joined the company. Other employees have not been added since then, which is quite significant as Johnnie B. wants to have a one hundred percent control over every step in the fields of development and manufacturing. Marketing and all financial matters he likes to leave to his wife.

Eva Seiberg and Johnnie Bergmann seem surprised by the author's sustained enthusiasm for the Sleipner
Eva Seiberg and Johnnie Bergmann seem surprised by the author's sustained enthusiasm for the Sleipner

Eva Seiberg previously worked as a fashion designer for more than 20 years. Her independent design studio with four employees used to design fashion for different manufacturers. After years of employing herself with sportswear, she got bored and just didn't feel like designing just another ski jacket for the market, she recounted. At that point it was about time for her to join Bergmann Audio – but not as a designer. It's her husband that exclusively accounts for the sober, minimalistic and functional visual appearance of all that noble analogue gear. As already mentioned briefly in the review on the Sleipner—for me, still one of the three or four best sounding turntables that ever found way into my listening room—Johnnie Bergmann first approached hi-fi way back in his childhood days, when, while visiting a friend, he discovered the stereo system of his friend's father, which differed from everything he had ever heard before in hi-fi in terms of detail resolution, liveliness, and spatial imaging. The turntable happened to be a Strathclyde STD 305, the amplification came from Luxman, the speakers were from B&O.

Not all parts of his formally very appealing turntables and tonearms find Johnnie B's approval in the first run. Upon request, he likes to also show his collection of the different design variations
Not all parts of his formally very appealing turntables and tonearms find Johnnie B's approval in the first run. Upon request, he likes to also show his collection of the different design variations


After educating as a mechanical engineer, he got his first full-time job in 1987, and invested almost all the money he had been earning in his first audio system, comprising an NAD amplifier, Dali speakers, and a Micro Seiki DDX 1500. Later on, he also used a Linn Sondek and occasionally also an Axis. "In his apartment, he had a super stereo, but initially almost no furniture," Eva Seiberg states with a twinkle in her eyes about that phase in his life. Johnnie Bergmann, however, quickly redirects our attention to his developments: At that time he already got convinced of the superiority of air bearings for turntables and tonearms, and way back in 1988 he started to draw his first drafts for the bearing of the Sleipner. His reference then had been the Forsell Air Reference.

The different variants of components, which didn't make it into serial production, hardly become obsolete
The different variants of components, which didn't make it into serial production, hardly become obsolete

In parallel to his main occupation in a company for tool manufacturing, Johnnie Bergmann started developing and producing his first turntable during his leisure time. And for a long time to come, as well as later for the first series of ten Sindres, he crafted almost all the necessary parts on purely mechanical milling and lathe machines—by merely using his hands and brains. In the fall of 2008, the small-lot series got completed, and its builder hoped to sell it within a year—but this planning quickly proved wrong. After a Danish web magazine had presented the Sindre, within one or two weeks three turntables got sold, and just a day after the article had been published, a Norwegian distributor, who wanted to add the Sindre to his portfolio, immediately ordered a turntable. (Incidentally, Bergmann Audio is still working with this distribution company up to the present.) Shortly afterwards, the Norwegian distributor, and also one from Hong Kong, contacted the Danish couple. To make it short: The initial phase of Bergmann Audio developed so positively that half a year after the Sindre had been presented to the public, Eva Seiberg and Johnnie Bergmann gave up their previous jobs and took the chance on their move into self-employment, a decision that they haven't repented of.

Werner Obst has been selling Bergmann Audio since 2010: he knows his sales product down to the last detail
Werner Obst has been selling Bergmann Audio since 2010: he knows his sales product down to the last detail

Bergmann Audio quickly extended its portfolio to three models: To the Sindre have since been added the Magne and the Sleipner. And the last happens to be something very special, because here the platter spares a spindle, and therefore avoids any mechanical contact to the non-moving part of the turntable—at least if you decide on the model in which the record is pressed by a weight to the platter, instead of being held in place by a vacuum. In the vacuum version a rubber seal is located between the fixed bearing block with its air outlet apertures and the platter. While all other air-bearing turntables known to me use a spindle that is surrounded by compressed air, thus stabilizing the platter horizontally, the Sleipner features a platter shaped in its cross-section like an inverted "U" and rotating above the bearing block with the air emerging from its top section and laterally all-round. A higher air pressure on the opposite side of the motor ensures that the platter hovers perfectly centered above the bearing block, despite the driving belt exerting its tractive forces on the platter. The air volume therefore has to be adjusted very precisely to allow the bearing to work perfectly and to accentuate the sonic advantages of this principle. As the aforementioned review showed, this turned out to work very well, especially if one relies upon the factory settings. During the testing period, which unfortunately happened to be much too short, there didn't appear any reason at all to change it.


It's not about a social visit to their home. We got invited because Johnnie Bergmann sonically evaluates his designs here
It's not about a social visit to their home. We got invited because Johnnie Bergmann sonically evaluates his designs here

After a rather quiet, almost four-hour drive from Hamburg airport to the north, Werner Obst, who has been selling the Bergmann Audio products in Germany since 2010, and I finally reached the industrial area of ​​Hobro. Here the turntable manufacturer uses very spacious low-rise premises with two large halls—one serving as a warehouse for the raw materials and a few of the finished products, the other hosting the metalworking section. Attached to that we found another large space, from which the finished parts warehouse and the offices of Eva Seiberg and Johnnie Bergmann had been divided. On the remaining—and considerably larger—area, several working tables served for the assembly of tonearms, turntables and compressors. Even though there was a kitchen space with plenty of seating in the lower-ceiled side wing of the building, we nevertheless took a seat at one of the assembly tables after a brief welcome coffee with the Bergmann Audio staff—in person, Eva Seiberg and Johnnie Bergmann.

Here, our host showcased the first version of his new linear tracking tonearm – but, without air bearing this time
Here, our host showcased the first version of his new linear tracking tonearm – but, without air bearing this time

During our quite informal chat about the company, I wondered—as already mentioned above—that the company will be celebrating only its tenth anniversary this year. All the more astonished—or should I say: horrified?—I was, as one of our two hosts almost coincidentally mentioned that the Sleipner is currently no longer made. There are still one or two of them available. Soon the model will become history. Even though I had not tested any other Bergmann Audio turntable except this particular model, I am firmly convinced that this one offers the best value for money in terms of sound quality—or should I say, "offered"? Sonically, it easily performed on par with twice as expensive representatives of the air bearing species. But, also Werner Obst would have liked to see the best-selling model in Germany being continued in production. But Johnnie B. is intensively taking care of a new model at the other end of the price scope. However, in addition Eva Seiberg stated that their distributors had been asking for an affordable entry-level model, a fact that also Werner Obst openly confirmed.

The new tonearm is going to be an integral part of the most affordable Bergmann turntable to date. Here we see it still mounted on the Gelder, which offers the possibility to mount up to four tonearms
The new tonearm is going to be an integral part of the most affordable Bergmann turntable to date. Here we see it still mounted on the Gelder, which offers the possibility to mount up to four tonearms


Johnnie B. set out that designing a good-sounding, inexpensive turntable is not a technical obstacle. Since the targeted price range—currently the retail price is being estimated to lie around 5000 euros—left no room for a compressor to give breath to the "little" Bergmann, the new turntable project is obliged to get along with a tonearm lacking an air bearing as well. However, at home in his audio system, his first linear tracking tonearm operating without compressed air is proving to be very reliable. So what could therefore be more obvious than giving a listen and also a closer look to it? And, "obvious" is to be understood here in the very meaning of the word, as the private home is only a few driving minutes within sight of the company. In case Eva Seiberg and Johnnie B. have to organize their working time differently, one can take the car, while the other can do the distance in reasonable time by foot.

Johnnie B. is using a cartridge from Dynavector for testing purposes
Johnnie B. is using a cartridge from Dynavector for testing purposes

Although the audio system in the living room performed on quite a high-resolution level, it nevertheless let you feel that it hadn't been fine-tuned to the room over the years. Eva Seiberg and Johnnie B. have only been living in this house for about a year now. But with or without fine tuning, and without having any comparison, I hardly could evaluate the merits of the new tonearm in this somewhat unfamiliar system. But it was clear that the linear tracker proved to correctly follow the groove even with slightly eccentric records. And, regarding the overall sonic aspect, there was nothing to complain about. Therefore, we will be curious to know what Bergmann Audio is going to show at the High End. While listening to one more track or two, I asked both of them about their tastes in music: Johnnie B. recalls progressive rock his favourite genre and mentions bands like Genesis, Jethro Tull, Pink Floyd and Rush. Later on he added classical music and jazz, but primarily to assist him during his developments. Eva Seiberg told me that recently she and Johnnie had truly enjoyed a 3-LP album with the music of Carmen. Apart from that, she shares the musical taste of her husband, except for… Jethro Tull. The evening then came to an end in a cosy restaurant at the Hobro harbour, located at the end of the Mariager fjord.

Almost a revolution at Bergmann Audio: ball bearings instead of air bearings to ensure trouble-free horizontal movement
Almost a revolution at Bergmann Audio: ball bearings instead of air bearings to ensure trouble-free horizontal movement

The next morning we again met in the manufactory and started a little walk-around. In the warehouse where the raw materials were being stored, Johnnie B. told us that he initially used "aircraft grade" aluminum, but then continued having problems with it during the galvanizing process. Now he is using a less rigid alloy, which allows for a better surface quality. Sonically, there were no differences to be heard between the two materials, he reported. And in addition, the amount of source material did also make a difference:  Initially, he got the platters machined from a block of 310 millimeter diameter, which now and then led to slightly "cloudy" surfaces, even when using the softer material. Since they now are turned from blanks with a diameter ten millimeters larger, the problem disappeared. And here it is why: While the aluminum cools down in temperature, material impurities normally concentrate in the fringe—which simply is machined away now. In this case a higher percentage of source material and longer processing times led to a better surface quality. Johnnie B. critically accompanies every stage in the development of his products, but that I did already mention.


The shape of the wheels and the guide rail make a special vertical bearing indispensable. The serial version will probably differ significantly from this prototype
The shape of the wheels and the guide rail make a special vertical bearing indispensable. The serial version will probably differ significantly from this prototype

However, with increasing quantities it turns difficult to keep the control of each manufacturing step on the accustomed level, and that doesn't really make things easier. Bergmann Audio has recently been producing up to 80 turntables a year. Johnnie B's conventional milling and lathe machinery came to reach the limit, which probably ended in killing the production of the elaborately made Sleipner. The intention to manage the required quantities by maintaining or even increasing the quality, finally led to major changes: ​​ About a year ago, Eva Seiberg and her husband left the town of Karup, rented the current production facilities in Hobro, leased CNC-controlled milling and lathe machines, and moved into a new private domicile. Of course, Johnny B. did not break up with his hand-operated machines, and that's because there isn't the slightest need:  the factory in Hobro offers plenty of space. Thanks to these modern means of production, Johnnie B. now has sufficient time again to take care of new developments, such as the proposed "small" turntable.

The building's first hall accommodates the raw aluminum profiles…
The building's first hall accommodates the raw aluminum profiles…

As Werner Obst had already told me on the way to Hobro, for quite a while now Johnnie B. has been thinking about a model that's even more sophisticated. This he willingly confirmed after being asked about it. However, where his plans are going to take him, he did not disclose at all. He remained equally ambiguous when we addressed a possible reissue of the Sleipner. Thanks to the modern machinery around, this surely wouldn't encumber him as the company's CEO too badly. Even if Christmas isn't round the corner, a Sleipner Mk2 already has conquered the top of my analogue wish list, accompanied, of course, by the possibility of mounting more than one tonearm to it! But let's see what happens. Maybe we'll hear more about it at the forthcoming High End show in Munich. Until then, I'll divert myself with the new top-of-the-range tonearm model:  Next week it is expected to have an Odin shipped from Hobro to Gröbenzell. However, Bergmann Audio will remain an exciting topic in Hifistatement also in the future, period!

b_850_0_16777215_10_images_content_boulevard_18-03-02_bergmann_IMG_1535.jpg


For platter and chassis, Johnnie B. uses blocks of solid aluminum
For platter and chassis, Johnnie B. uses blocks of solid aluminum

In this hall, the metal parts are being processed
In this hall, the metal parts are being processed

The very heart of the machinery: a CNC lathe and…
The very heart of the machinery: a CNC lathe and…

…the 3-axis CNC machine from Microcut
…the 3-axis CNC machine from Microcut

Johnnie Bergmann executes the programming of the machine directly at the operation panel
Johnnie Bergmann executes the programming of the machine directly at the operation panel


CNC programme and finished component
CNC programme and finished component

In the first step, the source material is gauged
In the first step, the source material is gauged

This shelf carries several devices designed by Bergmann, that are used to get the source materials fixed in the CNC machine
This shelf carries several devices designed by Bergmann, that are used to get the source materials fixed in the CNC machine

This platter holds by means of a vacuum those plastic plates, from which the turntable mats are manufactured
This platter holds by means of a vacuum those plastic plates, from which the turntable mats are manufactured

Eva Seiberg and Werner Obst discuss the machining of the turntable mats
Eva Seiberg and Werner Obst discuss the machining of the turntable mats


A classic lathe that has been serving Johnnie B. faithfully in the production of turntables and tonearms for many years
A classic lathe that has been serving Johnnie B. faithfully in the production of turntables and tonearms for many years

This classic milling machine without CNC support has also been used for a long time in production
This classic milling machine without CNC support has also been used for a long time in production

The chassis of a Gelder in its original raw state
The chassis of a Gelder in its original raw state

The CNC machines imply a small-scale serial production
The CNC machines imply a small-scale serial production

Before leaving the factory for the galvanizing process: components carrying individual instructions for surface treatment
Before leaving the factory for the galvanizing process: components carrying individual instructions for surface treatment


The warehouse for finished goods…
The warehouse for finished goods…

…is located behind this partition wall, showing an illustration of a tonearm and excerpts from reviews
…is located behind this partition wall, showing an illustration of a tonearm and excerpts from reviews

The shelves in Johnnie B.'s office are used for the storage of electronic components for pumps and motors
The shelves in Johnnie B.'s office are used for the storage of electronic components for pumps and motors

The equipped PCB's are supplied by an external company
The equipped PCB's are supplied by an external company

Administrative tasks can obviously be fun
Administrative tasks can obviously be fun


Tonearm parts before assembly
Tonearm parts before assembly

A tonearm housed in an attractive packaging
A tonearm housed in an attractive packaging

The production of compressors
The production of compressors

There can be no report about an audio company without depicting the staff flanked by the company logo!
There can be no report about an audio company without depicting the staff flanked by the company logo!

Weitere Informationen

  • Flags
    Deutsch English|
  • Imagefolder boulevard/18-03-02_bergmann
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen