Dienstag, 13 März 2018 00:54

Meters Music Bluetooth-Kopfhörer OV-1 B

Der bereits seit Herbst 2017 erhältliche Meters OV-1 ist jetzt auch als Bluetooth-Version verfügbar. Meters Music setzt hierbei auf den AptX-HD-Standard zur Signalübertragung, der klanglich mit dem Niveau der kabelgebundenen Version mithalten soll. Natürlich ist auch ein Betrieb am mitgelieferten Kabel ganz ohne Bluetooth möglich
 
Mit dem OV-1 B lässt sich Musik so erleben, wie es professionelle Musiker bevorzugen - und kann dabei auch noch stylisch aussehen. Der faltbare Reisekopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung besitzt an der Außenseite der Treiber analoge VU-Meter, die voll funktionsfähig sind. Sie finden sich in dieser Form auch in den berühmten Bassgitarrenverstärkern von Ashdown Engineering, der Mutterfirma von Meters Music. 

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Das Kopfband des OV-1 B sowie die ohrumschließen Polster sind aus hautfreundlichem Kunstleder gefertigt, die Halterung der Ohrmuscheln bestehen aus Vollmetall. Durch die Verwendung von Metall im Inneren des Kopfbandes kann der Anpressdruck der Ohrpolster durch einfaches Aufbiegen reduziert werden.

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Im OV-1 B befindet sich ein fest verbauter Akku, der im Bluetooth-Betrieb mit aktiver Geräuschunterdrückung circa 10 Stunden hält. Wer über das beiliegende Kopfhörerkabel hört und die Geräuschunterdrückung nutzt kommt auf etwa 18 Stunden Dauerbetrieb. Bei durchschnittlichem Gebrauch hat der Akku eine voraussichtliche Lebenserwartung von 10 Jahren. 

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Mit den Schiebeschaltern auf den Ohrmuscheln des OV-1 B lassen sich die Betriebsmodi auswählen. Man kann zwischen Bluetooth mit und ohne Geräuschunterdrückung und kabelgebundenem Klang mit und ohne Geräuschunterdrückung wählen. Das Active Noise Cancelling ist mit 82 Prozent Unterdrückung sehr effizient.

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Im Lieferumfang des OV-1 B sind ein USB-Ladekabel, ein Anschlusskabel mit integriertem Mikrofon zur Verwendung mit Android-Mobiltelefonen inklusive eines Adapters für große Klinke-Anschlüsse und eine Transporttasche mit Reißverschluss enthalten.

Herstellerangaben
Meters Music Bluetooth-Kopfhörer OV-1 B
Typ geschlossen, dynamisch, geräuschreduzierend
Treiber 40 mm Kalotte, integriertes Mikrofon zur Geräuschunterdrückung
Belastbarkeit 1000 mW
Impedanz 32 Ohm bei 1 kHz
Empfindlichkeit 94 dB / mW
Frequenzgang 20 Hz - 20 kHz
Kabel 1,2 m
Stecker 3,5 mm vergoldet, mit Adapter auf 6,3 mm Klinke
USB-Ladekabel 0,65 m
Gewicht 380 g
Ausführungen Black, Tan, Rose
Preis 350 Euro

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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Freitag, 09 März 2018 01:01

Audioquest Beetle

geschrieben von

Der Name des Audioquest erinnert an den gleichnamigen, zeitlosen Automobilklassiker. Während der mit Sicherheit auch bei Ihnen erinnerungsträchtige Namensvetter aus der Automobilbranche das Tor zu Reiseabenteuern aufstieß, bietet der erschwingliche, vielseitig einsetzbare Audioquest Beetle den Einstieg in die Welt der DACs.

In der Vergangenheit wurden an dieser Stelle bereits die sehr erfolgreichen DragonFlyDACs getestet, nun folgt der große Bruder in Käferform für den Heimgebrauch. Eine Anspielung auf Kafkas Gregor Samsa verkneife ich mir – zu spät. Im Gegensatz zum monströsen Gregor ist der Beetle etwas kleiner als handtellergroß, schwarz, unauffällig, auf der Rückseite ausgestattet mit je einer micro-USB-, Toslinkeingangs- und einer 3,5-Millimeter-Klinkenausgangsbuchse. Auf der Vorderseite ist eine Status-LED eingelassen. Neben dem gravierten Käfer-Logo und dem Audioquest-Schriftzug auf der Oberseite und vier kleinen Gummifüßchen auf der Unterseite gibt es nicht mehr zu sehen, das ist auch gut so, denn schließlich geht es ums Hören. Dennoch ist der Beetle optisch gelungen, hat weder scharfe Kanten noch unschöne Spaltmaße und muss sich auf dem Schreibtisch oder dem HiFi-Möbel nicht unbedingt verstecken. Übrigens weckt er durch seine Formgebung tatsächlich Erinnerungen an einen Käfer, auch an den gleichnamigen Automobilklassiker. Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät selbst noch ein analoges linear geregeltes Netzteil, falls der DAC nicht über USB mit Strom versorgt wird und eine leider nur in Englisch vorliegende Bedienungsanleitung.

Audioquest lieferte uns den Beetle mit USB- und NF-Kabeln der Einsteigerklasse, sie gehören aber nicht zum Lieferumfang des Wandlers
Audioquest lieferte uns den Beetle mit USB- und NF-Kabeln der Einsteigerklasse, sie gehören aber nicht zum Lieferumfang des Wandlers

Für den Datentransfer über USB und Bluetooth kommt Streamlength, eine asynchrone Übertragungstechnik von Wavelength Audio, zum Einsatz, das Ergebnis der bereits etablierten Zusammenarbeit Audioquests mit Gordon Rankin. Dabei übernimmt nicht der Computer die Taktung des übertragenen Signals, sondern der DAC selbst, somit wird Jitter effektiv reduziert. Die maximale Abtastrate liegt bei 96 Kilohertz, die Bit-Tiefe bei 24 Bit. Das Herzstück des Beetles ist der inzwischen bestens bekannte Digital/Analog-Wandler-Chip ESS Sabre ES9010. Der hochwertigste Wandler, der sich bisher in meinem Besitz befindet, ist hingegen der AKM AK4490EN. Er werkelt in meinem mobilen High-Res-Player FiiO X5 III, der mich unterwegs gemeinsam mit den fantastischen Vision Ears VE6 X2 dauerhaft begleitet. Auch zu Hause ist der FiiO, noch vor dem PC, mein meist genutzter Zuspieler. Sowohl der ESS- als auch der AKM-Chip sind hochwertig und im Hi-Fi Bereich weit verbreitet. Wie stark sich die Soundsignatur der Chips in zwei Geräten mit unterschiedlichen Konzepten – der Beetle hauptsächlich als Upgrade für heimische Zuspieler gedacht, der FiiO die preiswerte Allzweckwaffe für Unterwegs – unterscheiden, wird sich im Hörvergleich zeigen.

Der Beetle bezieht seine Signale nicht nur über die Micro-USB-Buchse und den TosLink-Anschluss, sondern auch per Bluetooth
Der Beetle bezieht seine Signale nicht nur über die Micro-USB-Buchse und den TosLink-Anschluss, sondern auch per Bluetooth


Wahnsinnig neugierig auf den Klang des DACs, möchte ich den Beetle zu allererst per USB füttern. Der Anschluss an den PC per USB ist denkbar unkompliziert, ich nutze dazu das Audioquest Pearl USB-Kabel. Mein Windows 7 erkennt den Beetle sofort als Audioschnittstelle „Lautsprecher“, wie den Audioeinstellungen in der Systemsteuerung zu entnehmen ist. Hier gilt es noch ein paar Konfigurationen vorzunehmen: ich setze den Beetle als Standardgerät, deaktiviere in den Eigenschaften sämtliche Erweiterungen und stelle die Samplerate respektive Samplingtiefe ein. Zur Auswahl stehen 44,1 Kilohertz, 48 Kilohertz oder 96 Kilohertz (unter Windows 7), ab Windows 8 werden auch 88,2 Kilohertz bei jeweils 24 Bit unterstützt. Je nach Quelle sollte man sich für das entsprechende Format entscheiden. Für Daten mit größerer oder nicht unterstützter Samplingrate empfiehlt es sich, ganze Teiler in den Voreinstellungen zu wählen. Analog zur getroffenen Auswahl gibt die Status-LED in vier verschiedenen Farben eine optische Rückmeldung. Das ganze Prozedere ist in der Bedienungsanleitung nebst einem kurzen Infotext zu Samplingrate und -tiefe ausführlich beschrieben. Durch die intuitive Handhabung benötigt man die Anleitung nicht, die Hintergrundinformationen sind mitunter dennoch interessant, sofern man denn des Englischen mächtig ist. Zu guter Letzt stellt der Beetle erfolgreich seine Verbindungswilligkeit auch auf einem geliehenen Windows-10-Rechner unter Beweis. Da ich privat aktuell am liebsten noch Windows 7 nutze, werde ich die Hörtests auf diesem Betriebssystem durchführen.

Nebenbei bemerkt bewahrt einen der Beetle nicht vor etwaigen Masseschleifen, die bei einigen PC-Netzteilen durchaus auftreten können. Meistens sind diese nur bei hohen Pegeln der an den DAC angeschlossenen Verstärker auffällig. Bei stationären Rechnern bleibt einem zum Glück noch die Möglichkeit, den Beetle über Lichtleiterkabel per S/PDIF zu verbinden und somit das Problem zu umgehen. Bei Laptops ist mitunter nicht immer eine Toslink-Buchse verfügbar. Im Fall meines ThinkPads T410 gibt es bei angeschlossenem Netzteil ein minimales Störgeräusch auf den Lautsprechern, ohne Netzteil natürlich keines. Für den aufstrebenden High-End-Aspiranten sind dies schon erschwerende Umstände, die einen am perfekten Klanggenuss hindern.

Die Farbe der LED signalisiert, welche Abtastrate das verarbeitete Signal hat
Die Farbe der LED signalisiert, welche Abtastrate das verarbeitete Signal hat

Endlich fehlt nur noch die Verbindung per Audioquest Tower Miniklinke-Cinch-Kabel zum Verstärker. Traditionell dauert die Suche nach dem ersten geeigneten Song aus der Musikbibliothek etwas länger. Letztendlich entscheide ich mich für „Fuga Hirundinum“ aus der Birds Requiem Suite des ebenfalls Birds Requiem betitelten Albums von Dhafer Youssef, als CD-Rip im FLAC-Format. Ein wunderschönes, sphärisches Stück, das auf den richtigen Komponenten geradezu aufblüht, vor allem wenn im Mittelteil der Bass über das auf der Oud gespielte, von zarten Klavierläufen begleite, Leitmotiv improvisiert. Oud, das Paradeinstrument des tunesischen Bandleaders, ist das orientalische Äquivalent zur Laute.

Die Musikauswahl scheint dem Beetle zu gefallen, nach den ersten Klängen wird klar, dass er für seine Preisklasse sehr offen zu spielen vermag. Die Trennung der Instrumente ist eindrucksvoll, gleichzeitig musizieren sie sehr homogen miteinander. Der Kontrabass klingt knackig und direkt, die Oud erhält einen runden, warmen Charakter mit viel Körper, die Anschläge des Klaviers einen wohlausgewogenen Hochtonanteil mit leichtem Glanz.


Der direkte Vergleich zum FiiO drängt sich geradezu auf. Schnell umstecken, Pegel anpassen und Song nochmal starten, diesmal direkt vom FiiO über die hauseigene Music App. Im Direktvergleich spielt der portable Player im Tieftonbereich etwas wärmer, um nicht zu sagen fetter, dafür etwas weniger tief, trocken und präzise. Die Tiefmitten haben ebenfalls eine leichte Färbung und die Höhen sind nicht ganz so brillant wie beim Beetle. Diese Eindrücke sind allerdings nur Nuancen, denn was wirklich auffällt, ist die schönere Detailauflösung des Beetle. Auch die Tiefenstaffelung der Instrumente gefällt mir beim Käfer besser. Hinsichtlich der Dynamik bewegen sich beide Geräte auf einem sehr ähnlichen Niveau.

Das Netzteil des Beetle ist kein Schaltnetzteil, sondern rein analog
Das Netzteil des Beetle ist kein Schaltnetzteil, sondern rein analog

Der Eindruck bestätigt sich auch beim nächsten, ebenfalls als CD-Rip im FLAC-Format vorliegenden, Song „Is My Love Enough?“ der White Lies vom Album Friends. Die Synth-Sounds zu Beginn des Stückes erhalten viel Raum, die Stimme hebt sich elegant ab, der verwendetet Reverb glänzt schön nach. Im Allgemeinen scheinen sich die Instrumente besser von den Lautsprechern zu lösen als mit dem FiiO. Besonders zu erwähnen ist die wirklich exzellente Detailauflösung des recht weit in den Vordergrund gemischten Hi-Hats, das dem Song den richtigen Biss gibt, ohne aufdringlich zu werden.

Jetzt will ich es wissen und verpasse dem kleinen Insekt die volle Dröhnung mit dem epischen Albumfinale The Holographic Principle – A Profound Understanding Of Reality der niederländischen Symphonic Metal Band Epica von ihrem letzten Studioalbum The Holographic Principle als High-Res Download in 96/24. Genretypisch wird hier alles geboten: Nebst E-Gitarren, E-Bass und Schlagzeug finden sich Klavier, Chor und Orchester – echt und nicht aus der Samplekonserve – ergänzt durch die Mezzosopranistin Simone Simons und Mark Jansen, zuständig für den rauen Gesang. Zugegeben, diese Art Musik – insbesondere Marks Gesang – muss man mögen, aber musikalisch ist das ganze durchaus anspruchsvoll, zumal sehr komprimiert gemischt eine echte Herausforderung der anderen Art an die Wiedergabekette. Komprimiert klingt nach audiophilen Maßstäben vordergründig ziemlich unschön, aber ein derartig facettenreiches Album so kompakt zu mastern, das bedarf in meinen Augen allerdings einiger Expertise. Die exakte Reproduktion der Aufnahme, ohne dass Instrumente komplett im Metal-Bombast untergehen, ist nicht unbedingt eine leichte Aufgabe für die Kette. Es zeigt sich dasselbe Bild respektive derselbe Klangeindruck wie bisher. Zunächst von einem Männerchor mit Streicherunterstützung eröffnet, wird die Komposition schnell durch Klavier, Bass und Schlagzeug ergänzt und auch, wenn das erste Mal die volle Besetzung einsetzt, hilft das breite Stereopanorama, die präzise Auflösung und die gute Tiefenstaffelung des Beetles dem Mix ungemein. Vor allem die Stimmen gehen nicht unter und werden schön herausgearbeitet. Klar geht all das noch hochwertiger und auch der Rest meiner Hi-Fi Ausstattung ist bei weitem nicht High-End. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es hier um eine Investition von etwa 200 Euro geht und gerade in dieser Preisklasse ist es schwierig bis unmöglich, einen ernstzunehmenden Mitbewerber zu finden. Denn zum wirklich sehr gefälligen Klang gesellen sich noch einige weitere Zuspielmöglichkeiten.


Audioquest hält das Tower NF- und das Pearl USB-Kabel für geeignete Spielpartner des Beetle
Audioquest hält das Tower NF- und das Pearl USB-Kabel für geeignete Spielpartner des Beetle

Für mich nicht sonderlich interessant ist die Bluetooth-Unterstützung. Seit jeher bin ich es gewohnt, für gute Soundqualität Kabel zu legen, was bei mir in den meisten Fällen sogar schneller gelingt als die Suche und Verbindung über den Bluetooth-Manager am Smartphone oder anderen Geräten. Wenn man beim Musikhören gerne umherläuft und dabei unbedingt seinen Zuspieler in der Tasche haben möchte, ist die kabellose Verbindung natürlich hilfreich. Um sich mit einem zweiten Gerät einzuloggen, muss die Verbindung mit dem ersten Gerät zunächst getrennt werden, ansonsten kommt der Beetle schon mal durcheinander. Der verwendete Chip unterstützt Bluetooth 4.0 A2DP 2.6. Die versprochene Update-Fähigkeit suche ich in der, von Audioquest zur Verfügung gestellten Desktop Device Manager App, vergeblich. Einen anderen Gerätenamen kann ich dort auch nicht vergeben. Theoretisch möglich ist eine maximale Datenrate von 384 Kilobit pro Sekunde bei 48 Kilohertz. Für ein unkomprimiertes 24-Bit-PCM codiertes Signal bei einer Abtastung von 48 Kilohertz wäre jedoch eine Bandbreite von 2.304 Kilobit pro Sekunde notwendig. Anhand dieses einfachen Exempels darf sich jeder seinen Teil denken und entscheiden, ob er der komprimierenden Bluetooth-Verbindung eine Chance geben möchte oder nicht.

Bei einer weiteren Verbindungsart muss nochmal der FiiO zum Vergleich herhalten, da der Beetle auch via OTG-Adapter mit dem Smartphone verbunden werden kann und sich somit in direkte Konkurrenz zum portablen Player begibt. Zugegeben, für die mobile Nutzung ist der Beetle dann doch etwas zu groß. Der Spezialist für diesen Zweck ist ohnehin der DragonFlyDAC aus selbem Hause, dennoch konnte ich nicht widerstehen, meinem Smartphone, zumindest probeweise, dieses genial simple Soundupgrade zu gönnen.

Der Beetle wird mit einer Bedienungsanleitung in Englisch geliefert.
Der Beetle wird mit einer Bedienungsanleitung in Englisch geliefert.

Audioquest empfiehlt die USB-Audio-Player-PRO-App von eXtream Software Development, ich habe mich für den Onkyo-HF-Player entschieden. Auch diese App unterstützt den Beetle, erkennt ihn zwar erst beim zweiten Anlauf und führt zu einem überraschenden Lautstärkesprung, dafür funktioniert die Verbindung danach stabil.


Mit meinen Vision Ears V6 X2 kann ich mich nochmal vom bisher gemachten Klangeindruck überzeugen. Der hörbare Unterschied fällt in dieser Kombination geringer aus und diesmal gefällt mir der etwas kompaktere, wenn auch minimal schlechter auflösende Klang des FiiO an den In-Ears besser, obwohl das Grundrauschen an der Smartphone/DAC-Kombi etwas geringer ausfällt. Massiv stört mich die wenig fein abgestufte Lautstärkeregelung des Android Devices, allerdings gibt es nichts, was man mit einer entsprechenden App aus dem Playstore nicht hinbiegen könnte. Auf der anderen Seite bin ich kein großer Fan solcher hingefrickelten Lösungen, denn derartige Apps überschreiben die 15 Lautstärkeschritte von Android und warnen teilweise explizit davor, dass Android die gesetzten Lautstärken unter Umständen wiederum überraschend überschreiben könnte. Mit etwaigen Lautstärkesprüngen möchte ich mir nicht meine In-Ears zerschießen und schon gar nicht meine Ohren. Um das Smartphone aber zum hochwertigen Zuspieler an der Hi-Fi Kette zu machen, ist Audioquests Beetle hingegen der Clou! Auch wenn man den Klang seines Fernsehers, Blu-Ray-Players, der Spielekonsole, praktisch allem, was einen S/PDIF-Ausgang besitzt, aufwerten möchte, ist der Beetle zur Stelle. Darüber hinaus gewinnen viele Geräte durch den Bluetooth-Chip an Konnektivität.

STATEMENT

Am liebsten möchte ich den kleinen Krabbler gar nicht wieder abgeben. Aufwartend mit einem offenen Klangbild, erstaunlicher Feinauflösung und einem sehr natürlich anmutenden Frequenzverlauf, hat es mir der Beetle angetan. Er sei jedem empfohlen, der einen soliden DAC ohne viel Schnickschnack zu einem fairen Preis sucht.
Gehört mit
Computer ThinkPad T410, Intel i5-560M @ 2,66GHz, 8GB, Windows 7 Professional SP1 (foobar2000)
Smartphone Motorola X 2nd Gen, 32GB, Android 6.0 (Onkyo HF Player)
High-Res Player FiiO X5 III (FiiO Music App)
In-Ears Vision Ears VE6 X2
Vollverstärker Pioneer A-878
Lautsprecher Magnat Quantum 807
Kabel Audioquest USB & OptiLink Pearl, Audioquest Tower
Herstellerangaben
Audioquest Beetle
Optischer Eingang 24 bit/96 kHz
Asynchrones Bluetooth upgradefähige Software
Asynchroner USB-Eingang 24 bit/96 kHz
Analoger Ausgang 3,5 mm
Sonstiges Mikrocontroller der Mikrochip-MX-Serie
ESS9010 DAC (Minimalphasenfilterung)
Bitperfekte digitale 64-Bit-Lautstärkeregelung (nur USB und Bluetooth)
Ausgabespannung 1,35 V
Preis 200 Euro

Vertrieb
AudioQuest BV
Anschrift Hoge Bergen 10
4704RH Roosendaal
Niederlande
Telefon 0800 181 5284 (kostenlos)
E-Mail rdrees@audioquest.nl
Web www.audioquest.nl

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Donnerstag, 08 März 2018 07:47

AUDEZE LCD-2 classic

Als AUDEZE 2008/9 den LCD-2 vorstellte, war die kalifornische Firma ein wichtiger Impulsgeber für die bis heute anhaltende, rasante Entwicklung im Kopfhörermarkt. Zahlreiche Patente und Neuentwicklungen beweisen, dass das Thema Musikgenuss mit Kopfhörern noch lange nicht ausgereizt ist.

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Nun – nach fast 10 Jahren – gibt es mit dem AUDEZE LCD-2 classic eine moderne Neuauflage des damaligen Trendsetters mit ähnlicher Klangsignatur, aber fertigungstechnisch auf heutigem Niveau. Ihm fehlen, wie dem damaligen Modell, die Fazor-Elemente. Das Holz ist einem Rahmen aus schwarzem Spezial-Nylon in identischer Formgebung – insbesondere an den Audiobuchsen – gewichen. Das neue Kopfband und die insgesamt leichtere, sehr gut sitzende Konstruktion sowie der Preis, machen den AUDEZE LCD-2 classic zu einem potentiellen Favoriten im professionellen wie privaten Umfeld.

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Als Sonderserie fehlt dem LCD-2 classic der Transportkoffer im Lieferumfang. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 900 Euro. Der LCD-2 classic kann ab sofort über die audioNEXT Handelspartner bezogen werden. Die Lieferung erfolgt solange der Vorrat reicht.

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Herstellerangaben
AUDEZE LCD-2 classic
Stil ohrumschließend, offene Bauart
Transducer-Typ magnetostatisch
Magnetische Struktur proprietäre Magnetanordnung
Magnettyp Neodym N50
Membrantyp ultra-dünne Folie
Membrandurchmesser 106 mm
Maximale Belastbarkeit 15W
Maximaler Schalldruckpegel >130dB
Frequenzbereich 10 Hz - 50 kHz
Klirrfaktor < 0,1 % bei 100 dB
Impedanz 70 Ohm
Empfindlichkeit 101 dB/1mW
Leistungsbedarf > 100mW

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Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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Dienstag, 06 März 2018 06:34

HIFIMAN Sundara

Für die Benennung des Sundara hat sich das Unternehmen HIFIMAN wie schon beim Flaggschiff Susvara des Sanskrit bedient. Dort steht das Wort für „Anmut“ oder auch „Schönheit“ – Begriffe, die hervorragend zur Klangqualität des neuen Kopfhörermodells passen.

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Firmenchef Dr. Fang Bian setzt bei seinem neuen Magnetostaten auf Membranen, die gegenüber dem Erfolgsmodell HE-400 noch einmal um 80 Prozent dünner sind. Damit erreicht er eine gelungene Kombination aus Detailfülle und Samtigkeit. Die Treiber arbeiten im Bereich von 6 bis zu 75.000 Hertz. Gleichzeitig ist es gelungen, den Kennschalldruckpegel auf 94 Dezibel zu steigern. Mit einer stabilen Impedanz von 37 Ohm kann der Sundara jetzt problemlos mit dem Telefon oder mobilen Musikspieler der Wahl kombiniert werden.

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Eine neue Kopfband-Konstruktion sorgt für guten Komfort. Die Ohrmuschel selbst und auch deren Halterung sind nun nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus Aluminium. Trotzdem konnte das Gewicht bei nur 372 Gramm gehalten werden. Die Anschlusskabel bleiben abnehmbar und sind mit 3,5-Millimeter-Klinke-Steckern auf der Hörerseite versehen. Die Länge von 1,5 Meter ist für den mobilen und Schreibtischeinsatz gewählt. Ein Adapter zur Verwendung an Kopfhörerausgängen mit großer Klinke liegt bei.

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Bei den neuen Ohrpolstern hat sich HIFIMAN am Vorbild des HE1000 V2 orientiert und diese sind nun auf der dem Ohr zugewandten Seite mit Polyester bestückt um auch lange Hörsessions entspannt zu genießen. Das Kopfband selber und der Außenteil der Ohrpolster sind aus Kunstleder gefertigt. Wem ältere HIFIMAN-Modelle schlichtweg zu groß waren, der wird sich über die neue Kopfband-Konstruktion mit erweitertem Einstellbereich freuen.

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Herstellerangaben
HIFIMAN Sundara
Frequenzgang 6 Hz bis 75 kHz
Impedanz 37 Ω
Kennschalldruck 94 dB/W/m
Gewicht ohne Kabel ca. 372 g
Lieferung in Aufbewahrungskarton
Preis 500 Euro

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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Montag, 05 März 2018 01:01

Audia Flight FLS1 und FLS4

geschrieben von

„Audia Flights sind auf dem Weg mit Schenker …“ Spätestens bei dieser Nachricht hätte mir klar sein müssen, dass der Begriff „klein“ sehr relativ sein kann. Aber als mir Anfang des Jahres die kleine, brandneue Vor-/Endstufenkombination FLS1 und FLS4 zum Test avisiert wurde, hatte ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht.

Die endgültige Gewissheit kam dann beim Verladen der Geräte in mein Auto und dem anschließenden Transport in meinen Hörraum. Eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen, haben sich doch meine Kollegen bei Hifistatement in jüngster Zeit mehrmals mit den Geräten der italienischen Nobelschmiede Audia Flight beschäftigt und von dem dort üblichen, außerordentlich hohen Materialeinsatz berichtet. Audia Flight bietet aktuell drei Produktlinien an. Am unteren Ende rangiert die kleine Serie Flight 3, die derzeit nur aus dem Vollverstärker FL3S mit bescheidenen 16,5 Kilogramm Lebendgewicht besteht. Unter dem Namen Strumento firmieren die großen Modelle von Audia Flight. Groß im wahrsten Sinne des Wortes, bringt doch schon die Hochpegelvorstufe Strumento No. 1 satte 28 Kilogramm auf die Waage, die dazugehörige Stereo-Endstufe wiegt dezente 90 Kilogramm und die Mono-Endstufe kommt mit satten 95 Kilogramm daher, natürlich pro Gerät! Knapp unterhalb der Strumento-Linie ist nun die neue FLS-Reihe platziert, die aktuell aus dem Vorverstärker FLS1, der Stereo-Endstufe FLS4 sowie dem Vollverstärker FLS10 besteht und die bisherige Classic-Serie mit Ausnahme der Phono-Vorstufe ersetzt.

Die kleine Vor- und Endstufe mit dem Audia Flight typischen, markanten Design
Die kleine Vor- und Endstufe mit dem Audia Flight typischen, markanten Design

Gerade für ihre Strumento-Serie haben die Entwickler von Audia Flight durchweg hervorragende Kritiken erhalten. Was ist da naheliegender, als den Versuch zu starten, die musikalischen Qualitäten der Top-Geräte zu einem erschwinglicheren Preis zu erreichen – also im Idealfall aus den „Strumentos“ kleine "Strumentinos" zu machen. Hört sich in der Theorie leichter an, als es praktisch tatsächlich ist und erfordert unterschiedliche Maßnahmen bei Vor- und Endstufe.

Als Tester ist man natürlich versucht, nach den Stellen zu suchen, an denen vermeintlich oder tatsächlich gespart wurde. Doch das ist bei den beiden FLS gar nicht so einfach. Bereits auf den ersten Blick ist zu erkennen, wie eng – zumindest optisch – die Verwandtschaft zwischen den Vorstufen FLS1 und Strumento No. 1 sowie den Stereo-Endstufen FLS4 und Strumento No. 4 ist. Wie bei den Strumento-Verstärkern werden die FLS-Chassis aus hochwertigen Aluminiumteilen gefertigt, die nach dem Bearbeiten noch aufwändig manuell poliert werden. Die massive Front enthält die Audia-typische, geschwungene Öffnung, in der das große Display sitzt und auf dem in blauer Schrift alle Betriebszustände gut lesbar angezeigt werden. Ein Unterschied zu den Top-Geräten ist an dieser Stelle nicht auszumachen. Also geht die Suche weiter.


Die FLS1 besitzt einen äußerst leistungsfähigen Kopfhörerausgang, der auch mit schwierigen Fällen zurechtkommt
Die FLS1 besitzt einen äußerst leistungsfähigen Kopfhörerausgang, der auch mit schwierigen Fällen zurechtkommt

Ein erster, nicht klang-relevanter Unterschied ist bei den Ein- und Ausgängen der Vorstufen zu erkennen. Die FLS1 hat drei unsymmetrische RCA- und zwei symmetrische XLR- Eingänge, während die große Vorstufe fünf symmetrische XLR- Eingänge bietet, von denen zwei auf RCA unsymmetrisch umgeschaltet werden können. Bei beiden Geräten wiederum kann jeder Eingang individuell benannt und um +/- 6 Dezibel im Pegel angepasst werden. Das ist wirklich praktisch, wenn unterschiedlich laute Quellen verwendet werden. Nicht verwendete Eingänge lassen sich bei der FLS1 sogar komplett abschalten. Ausgangsseitig gibt es bei der FLS1 einen RCA- und einen XLR-Vorstufenausgang, die beide gleichzeitig benutzt werden können. Auf den weiteren XLR-Ausgang der großen Vorstufe wurde verzichtet. Des Weiteren steht ein RCA-Tape-Out zu Verfügung. Einen großen Teil des Platzes auf der Rückwand nehmen zwei Abdeckplatten ein, hinter denen sich Steckplätze für Erweiterungskarten befinden. Eine Phono-Platine für MM- und MC-Tonabnehmer und eine D/A-Wandler-Platine sind laut Vertrieb in Arbeit. Wer möchte, kann seine Vorstufe somit später noch aufrüsten.

Klare und übersichtliche Anordnung der Bedienungselemente bei der Vorstufe
Klare und übersichtliche Anordnung der Bedienungselemente bei der Vorstufe

Wie die große Strumento No. 1 setzt auch die FLS1 auf mehrere getrennte Stromversorgungen in Form von großzügig dimensionierten Ringkerntransformatoren, die von den übrigen Schaltungsteilen abgekapselt sind. Alle Schaltungen sind vollständig diskret und symmetrisch im Doppel-Mono-Aufbau ausgeführt. Der auffälligste Unterschied zur großen Strumento ist der Verzicht auf eine Lautstärkeregelung mit relaisgeschalteten Einzelwiderständen. Stattdessen kommt in der FLS1 eine IC-basierte Lösung mit einem integrierten Baustein aus der Edelserie Muses des Chip-Spezialisten New Japan Radio zum Einsatz. In der Strumento No. 1 ist zwar ebenfalls zusätzlich eine elektronische Lautstärkeregelung vorhanden, wird dort aber nur für schnelle Lautstärkeänderungen verwendet und anschließend wieder aus dem Signalweg geschaltet. Eine Sparmaßnahme kann ich in der Verwendung des Muses Chips allerdings nicht so richtig erkennen, da dieser Baustein extrem hochwertig ist und auch in anderen Top-Vorverstärkern dieser Welt für die Pegelregelung eingesetzt wird. Die damit realisierte Lautstärkeregelung hat eine Spreizung von insgesamt 100 dB, die mit einer Auflösung von 0,5 Dezibel arbeitet und gleichzeitig die Balance-Einstellung übernimmt. Der damit einhergehende Bedienungskomfort ist bestechend. Nach Betätigen des Ausschaltknopfes wird die eingestellte Lautstärkeposition gespeichert und dann die Lautstärkereglung schrittweise heruntergefahren, so dass keine Geräusche des Ausschaltvorgangs an angeschlossene Endstufen und Lautsprecher weitergegeben werden. Beim Einschalten fährt die Lautstärke dann wieder sukzessive auf jene Einstellungen hoch, die beim Ausschalten gespeichert wurden. Mit der beiliegenden, natürlich massiven Aluminium-Fernbedienung können alle Funktionen des Geräts bequem vom Hörplatz aus gesteuert werden.

Mit der soliden Aluminium-Fernbedienung lassen sich alle Funktionen der Vorstufe steuern
Mit der soliden Aluminium-Fernbedienung lassen sich alle Funktionen der Vorstufe steuern


Ein Feature haben die Entwickler der FLS1 spendiert, das die große Strumento No. 1 nicht besitzt: einen Kopfhörerausgang. Dieser Ausgang kann nicht nur zwischen High Gain und Low Gain umgeschaltet werden, sondern er liefert, wenn es sein muss, satte zwölf Watt an acht Ohm! Damit sollte auch der stromhungrigste Kopfhörer zur Höchstleistung angetrieben werden können.

Fünf Eingänge, zwei davon symmetrisch, zwei Ausgänge, einmal symmetrisch und einmal unsymmetrisch, und zusätzlich ein unsymmetrischer REC Out; die RCA- und XLR-Caps stammen aus dem Zubehörprogramm von Sieveking
Fünf Eingänge, zwei davon symmetrisch, zwei Ausgänge, einmal symmetrisch und einmal unsymmetrisch, und zusätzlich ein unsymmetrischer REC Out; die RCA- und XLR-Caps stammen aus dem Zubehörprogramm von Sieveking

Kostentreiber bei einer Endstufe sind in erster Linie die verfügbare Ausgangsleistung, der verwendete Betriebsmodus der Ausgangsstufe – Class A, AB, B oder D – und daraus abgeleitet die Größe der Kühlkörper und des Netzteils. Die Ausgangsleistung der FLS4 steht mit 200 Watt an acht Ohm und 380 Watt an vier Ohm der größeren Schwester kaum nach. Allerdings dürfte der reine Class-A-Betrieb nicht ganz so weit gehen wie bei der Strumento No. 4 mit ihren immerhin 25 Watt. Dementsprechend fällt bei der FLS4 alles etwas kleiner aus, aber das Konzept ist das Gleiche: konsequenter Doppel-Monoaufbau, wobei jede Endstufe voll-symmetrisch ausgeführt ist.

Die Endstufe mit dem großen blauen Display
Die Endstufe mit dem großen blauen Display

Das Herz einer jeden Endstufe ist zweifelsohne das Netzteil. Bei der FLS4 ist das ein vergossener und doppelt geschirmter Zwei-Kilowatt-Ringkerntrafo mit getrennten Spannungsabgriffen für den linken und rechten Kanal. Für die Ausgangsstufe erfolgt die anschließende Siebung mit einer Gesamtkapazität von 288.000 Mikrofarad, aufgebaut aus 16 Kondensatoren mit niedrigem Scheinwiderstand und einer Kapazität von je 18 000 Mikrofarad. Die Ausgangsstufe besteht aus insgesamt 32 Leistungstransistoren. Das Schaltungs-Design der Kleinsignalstufe für die Spannungsverstärkung ist nach dem Transimpedanz-Konzept mit lokaler Stromgegenkopplung aufgebaut und arbeitet vollständig im Class-A-Betrieb. Die gesamte Schaltung ist in ein kleines Metallgehäuse eingebaut und komplett mit Epoxidharz vergossen. Damit soll dieser empfindliche Schaltungsteil thermisch stabilisiert und von äußeren Einflüssen abgeschirmt werden. Für diesen Schaltungsteil stehen nochmal weitere Siebkapazitäten von insgesamt 18.000 Mikrofarad zur Verfügung. Daran anschließend werden die Versorgungen für die Eingangs- und Treiberstufe zusätzlich noch getrennt voneinander elektronisch stabilisiert.


Das Anschlussfeld der Endstufe mit RCA- und XLR-Eingängen, einem XLR-Ausgang für das Durchschleifen des Signals zu einer weiteren Endstufe und soliden Bi-Wiring-Terminals für den Anschluss der Lautsprecher
Das Anschlussfeld der Endstufe mit RCA- und XLR-Eingängen, einem XLR-Ausgang für das Durchschleifen des Signals zu einer weiteren Endstufe und soliden Bi-Wiring-Terminals für den Anschluss der Lautsprecher

Die gesamte Endstufe wird von einem Mikroprozessor gesteuert und überwacht. Im Signalweg selbst befindet sich keine Sicherung. Der Prozessor regelt die Einschaltstromverzögerung und lässt das Gerät sanft hochfahren. Die Endstufe erreicht nach etwa zwanzig Minuten ihre typische Betriebstemperatur und ist dann auch klanglich voll da. Es spricht für die Konsequenz der Entwickler, dass auch diese Schaltungsteile von einem eigenen Netzteil mit einem kleinen Zusatz-Trafo mit 15 Watt versorgt werden, um jede Störung der Audioschaltkreise auszuschließen. Insgesamt finden sich zwölf Stromversorgungen in der FLS4. Damit sollen die einzelnen Schaltungsteile vollständig entkoppelt und gegenseitige Beeinflussung vermieden werden. Der bei der Stromversorgung getriebene Aufwand spricht für sich.

Klassischer, vollsymmetrischer Doppel-Monoaufbau der Endstufe mit dem gewaltigen Ringkerntrafo in der Mitte
Klassischer, vollsymmetrischer Doppel-Monoaufbau der Endstufe mit dem gewaltigen Ringkerntrafo in der Mitte

Die FLS4 lässt sich sowohl per RCA- als auch per XLR-Kabel ansteuern. Wer möchte, kann bei symmetrischem Betrieb die Endstufen auch problemlos für Bi-Amping verwenden, da zusätzlich noch XLR-Ausgänge zu Verfügung stehen und das Vorstufen-Signal so einfach zu einer weiteren Endstufe durchgeschleift werden kann. Ein doppeltes Set an Lautsprecherterminals erlaubt einfaches Bi-Wiring. Jede Endstufe ist vollständig symmetrisch aufgebaut, weshalb die Minus-Terminals niemals zusätzlich geerdet werden dürfen. Mehr noch als die Vorstufe FLS1 ist die Endstufe für mein Empfinden eine nahezu identische kleine Schwester der großen Strumento No. 4.

Die Eingangssektion der Endstufe mit den vergossenen Modulen
Die Eingangssektion der Endstufe mit den vergossenen Modulen


Für den Hörtest habe ich zunächst nur die Endstufe in meine Anlage eingebaut und mit meinem Jota-System verbunden, bei dem die beiden Säulen im Tief-Mitteltonbereich ohne irgendeine Begrenzung nach unten betrieben werden. Bei der Wahl des Netzkabels habe ich der Erfahrung von Jan Sieveking vertraut und das mitgelieferte, 1,5 Meter lange Cardas Clear Power verwendet. Als Vorverstärker habe ich meine Omtec Anturion an die unsymmetrischen Eingänge der FLS4 angeschlossen. Meine Befürchtung, dass die FLS4 nur bei symmetrischer Ansteuerung ihr volles Leistungspotential würde ausspielen können, erwies sich in der Praxis als unbegründet.

Die Kondensatoren für den Leistungsteil sitzen direkt bei den Ausgangstransistoren
Die Kondensatoren für den Leistungsteil sitzen direkt bei den Ausgangstransistoren

Bereits nach wenigen Takten des Pop-Albums Rumors von Fleetwood Mac (Fleetwood Mac: Rumors 24bit/96kHz) wird klar, wie gut die FLS4 meine Jotas im Tief-Mitteltonbereich im Griff haben. Gerade dieser Bereich ist bei den Jotas zwar sehr sauber und exakt, aber prinzipbedingt auch recht schlank. Und genau in diesem Bereich gibt die Endstufe meinen Jotas mehr Fülle, ohne dass das zu Lasten von Präzision und Schnelligkeit geht. Auf Dee Dee Bridgewaters Album Memphis...Yes, I'm Ready grooven Jackie Clark am Bass und James „Bishop“ Sexton am Schlagzeug mit einem ordentlichen Schuss Funk durch meinen Hörraum. Ich bin erstaunt, was da mit der FLS4 in punkto Kraft und Dynamik geht. Das Schöne daran ist: Die FLS4 ist kein Muskelprotz, der vor Kraft kaum laufen kann, sondern sie versteht es, gerade auch mit ihrer Feinauflösung und Geschmeidigkeit zu überzeugen. So gelingt der FLS4 die Abbildung von Orchester und Sologitarre im „Quintetto No. 4 in Re Maggiore „Fandango“ per Corda e Chitarra, (G. 448) von Luigi Boccherini (Luigi Boccherini: Fandango, Sinfonie & La Musica Notturna Di Madrid: Le Concert Des Nations, Jordi Savall) wirklich hervorragend und macht das Wechselspiel zwischen Solist und Orchester in den feinsten Nuancen hörbar.

Auf dem großen Ringkerntrafo sitzt Huckepack die separate Spannungsversorgung für die Non-Audio-Schaltungsteile
Auf dem großen Ringkerntrafo sitzt Huckepack die separate Spannungsversorgung für die Non-Audio-Schaltungsteile

Nach diesem gelungen Auftritt war ich auf die Vorstufe FLS1 im Zusammenspiel mit der FLS4 gespannt. Auf der Netzseite kam ein weiteres Cardas Clear Power zum Einsatz und die Verbindung zwischen Vor- und Endstufe erfolgte nun vollsymmetrisch über das ganz hervorragende CARDAS Clear interconnect rev 1, ebenfalls eine Empfehlung von Jan Sieveking. Von einer guten Vorstufe erwarte ich, dass sich damit das Klangbild vollständig von den Lautsprechern löst. Dabei ist für mich nicht die räumliche Tiefe allein wichtig, sondern noch mehr die Art und Weise, wie die Musik gerade auch direkt hinter den Lautsprechern wiedergegeben wird und die Lautsprecher dabei völlig zu verschwinden scheinen. Ein zugegebener Maßen hoher Anspruch.


Die Vorstufe von innen: voll-diskreter Aufbau mit vergossenen Schaltungsmodulen
Die Vorstufe von innen: voll-diskreter Aufbau mit vergossenen Schaltungsmodulen

In meinem gerne verwendeten Teststück, dem „Intermezzo from Goyescas“ von Enrique Granados mit dem New Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Rafael Frübeck des Burgos (Decca Legacy Volume One - FIM UHD), zeigt sich die FLS1 sofort von ihrer besten Seite. Klangfarbenstark, rhythmisch und dynamisch kraftvoll, aber stets mit der gewissen Portion Feingeist, die das Stück so eindrucksvoll macht. Genauso, wie ich es mir wünsche, löst sich das Klangbild in beindruckender Weise von den Lautsprechern. Das Orchester bleibt zu jeder Zeit klar gestaffelt und dennoch unglaublich geschlossen, wobei kleinste Details hörbar werden. Die Streichereinsätze haben eine Strahlkraft und Intensität, die einfach ergreifend ist. Hinzu kommt ein musikalischer Fluss in der Wiedergabe, der mir richtig imponiert. So muss es sein!

Die Ringkerntrafos sind gekapselt, um Einstreuungen in die empfindlichen Schaltungsteile zu vermeiden
Die Ringkerntrafos sind gekapselt, um Einstreuungen in die empfindlichen Schaltungsteile zu vermeiden

Hören wir als nächstes in Soltis Venice, das seit kurzem als exzellentes Reissue von Analogue Productions auch als SACD (Solti & Orchestra Of The Royal Opera House, Covent Garden: VENICE - CAPC 23130 SA) erhältlich ist. Die Originalaufnahme hat unter Sammlern ob ihrer klanglichen Qualitäten und nicht zuletzt auch wegen der ratternden U-Bahn im vierten Stück Legendenstatus. Der Klang der Streicher im „Vorspiel zum ersten Akt von La Traviata“ ist mit den beiden Audio Flights einfach hinreißend: herrlich rund und voll ohne jegliche Härte mit einer Kraft und Intensität, die man in dieser Form nicht oft zu hören bekommt.

Die Siebkondensatoren des Netzteils werden mechanisch beruhigt und gleichzeitig vor Einstreuungen abgeschirmt
Die Siebkondensatoren des Netzteils werden mechanisch beruhigt und gleichzeitig vor Einstreuungen abgeschirmt


Genauso mitreißend gelingt die Wiedergabe des Stücks „Tanz der Stunden“ von Ponchielli, eine Balletteinlage aus dem dritten Akt der Oper La Gioconda. In einem fein abgestimmten Farbenspiel melodischer und instrumentaler Einfälle charakterisiert und illustriert Ponchielli hier die Stunden des Tages und das unaufhaltsame Verrinnen der Zeit. Das Stück beginnt im pianissimo mit der Morgendämmerung, schwillt kräftig an zur Mittagszeit, erliegt der Abenddämmerung bis schließlich die Stunden der Nacht in einem brillanten Finale wieder von den Tagesstunden vertrieben werden. Auch hier löst sich das Klangbild zu jeder Zeit, ganz gleich ob an den lauten oder leisen Stellen, in bestechender Weise von den Lautsprechern. Am meisten beeindruckt mich aber, mit welcher inneren Kraft und Intensität die beiden Audia Flights im furiosen Finale zu Werke gehen. Hier können FLS1 und FLS4 zusammen ihre exquisiten dynamischen Fähigkeiten voll ausspielen. Damit entsteht bei mir subjektiv der Eindruck, dass das Gespann einfach lauter spielt als ich es sonst gewohnt bin.

STATEMENT

Obwohl in der internen Familienhierarchie von Audia Flight nur die „Kleinen“, kommen Vorstufe FLS1 und Endstufe FLS4 klanglich zusammen ganz groß raus. Exzellente Verarbeitungsqualität und große Vielseitigkeit runden den ungemein positiven Eindruck ab.
Gehört mit
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows 10 mit AudiophileOptimizer 2.0, G-Technology 4 TB G| USB-C Laufwerk mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil, Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2012R2 mit AudiophileOptimizer 2.0, JPLAY USB Card, HDPLEX 200W Linear-Netzteil
Software MinimServer, JPlay 6.2, Roon
Reclocker 2 x Mutec MC 3+ USB kaskadiert
D/A-Wandler PS Audio DirectStream DAC, M2Tech Young
Plattenspieler Platine Verdier
Tonarm Souther TRIBEAM
Tonabnehmer Clearaudio Veritas
Vorstufe Phono Erno Borbely
Vorstufe Erno Borbely, Omtec Anturion
Endstufe Omtec CA 25
Lautsprecher Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1
Kabel Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable
Herstellerangaben
FLS1 Vorverstärker
Eingänge 3 Paar unsymmetrisch RCA, 2 Paar symmetrisch XLR
Ausgänge 1 Paar unsymmetrisch RCA, 1 Paar symmetrisch XLR, 1 Paar unsymmetrisch RCA – Tape out
Verstärkung -90 dB bis +10 dB
Leistungsaufnahme 50 W (Maximum), Stand-by < 1 W
Gewicht 11 kg
Abmessungen 450 x 120 x 380 mm (BxHxT)
Preis 6.000 Euro
Herstellerangaben
FLS4 Stereo-Endstufe
Eingänge 1 Paar unsymmetrisch RCA, 1 Paar symmetrisch XLR
Ausgangsleistung 200 W an 8 Ω, 380 W an 4 Ω
Verstärkung 29 dB
Leistungsaufnahme 820 W (Maximum), Leerlauf ohne Signal 170 W, Stand-by < 1 W
Gewicht 34 kg
Abmessungen 450 x 177 x 440 mm (BxHxT)
Preis 7.500 Euro

Hersteller
AUDIA FLIGHT
Anschrift Via Alfio Flores, 7
00053 Civitavecchia (RM)
Italien
Telefon +39 0766 561403
E-Mail info@audia.it
Web www.audia.it
Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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Dienstag, 04 März 2008 22:05

AUDIA FLIGHT

geschrieben von
Hersteller
AUDIA FLIGHT
Anschrift Via Alfio Flores, 7
00053 Civitavecchia (RM)
Italien
Telefon +39 0766 561403
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Freitag, 02 März 2018 08:34

Zehn Jahre Bergmann Audio

geschrieben von

Gut, dass Bergmann Audio eine Firma und keine Person ist. Denn andernfalls wäre es wenig charmant zuzugeben, dass ich die Nachricht vom zehnjährigen Jubiläum nicht recht glauben wollte: Ich hielt die Dänische Manufaktur für deutlich älter, nämlich dank ihrer technisch eigenständigen Konstruktionen für schon seit Jahrzehnten erfolgreich in der Analog-Szene etabliert.

Nun, Bergmann Audio ist international erfolgreich, die Laufwerke und Tonarme zeichnen sich teils durch nirgendwo sonst zu findende, intelligente technische Details aus – nur in einem Punkt lag ich mit meiner Einschätzung daneben: Die Firma wurde, wie ich in Hobro erfuhr, erst vor knapp zehn Jahren gegründet: Die Geburtstagsfeier wird im Herbst stattfinden. Inzwischen ist es auch korrekt zu behaupten, dass Bergmann Audio nicht eine Person ist, auch wenn Johnnie Bergmann Rasmussen die ersten Plattenspieler ganz allein entwickelte und baute. Nach der Markteinführung des Sindre stieg Eva Seiberg in das Unternehmen ein. Weitere Mitarbeiter sind nicht hinzugekommen, was nicht unwesentlich damit zusammenhängt, dass Johnnie B. jeden Schritt in Entwicklung und Fertigung hundertprozentig kontrollieren möchte. Marketing und alles Finanzielle überlasst er gern seiner Frau.

Eva Seiberg und Johnnie Bergmann scheinen von der anhaltenden Begeisterung des Autors für den Sleipner überrascht
Eva Seiberg und Johnnie Bergmann scheinen von der anhaltenden Begeisterung des Autors für den Sleipner überrascht

Eva Seiberg war zuvor über 20 Jahre als Fashion Designerin tätig. Ihr Büro mit vier Mitarbeitern war unabhängig und entwarf Mode für verschiedene Hersteller. Nach langen Jahren der Beschäftigung mit Sportswear war sie allerdings gelangweilt und hatte einfach keine Lust mehr, beispielsweise schon wieder eine Skijacke zu entwerfen, wie sie erzählte. Es war für sie Zeit, bei Bergmann Audio einzusteigen – allerdings nicht als Designerin. Für den sachlichen, reduzierten und funktionalen optischen Auftritt der edlen Analog-Gerätschaften sei ausschließlich ihr Mann zuständig. Wie schon im Bericht über den Sleipner (https://www.hifistatement.net/tests/item/1125-bergmann-audio-sleipner) – für mich noch immer eines der drei, vier bestklingenden Laufwerke, die je in meinem Hörraum zu Gast waren – kurz erwähnt, begann Johnnie Bergmanns Beschäftigung mit Hifi bereits im Kindesalter, und zwar als er beim Besuch einen Freundes die Stereo-Anlage von dessen Vater entdeckte, die sich in den Punkten Detailauflösung, Lebendigkeit und imaginäre Bühne von allem unterschied, was er bisher an Hifi gehört hatte. Der Plattenspieler war ein Strathclyde STD 305, die Elektronik stammte von Luxman, die Lautsprecher von B&O.

Nicht alle Teile seiner auch formal sehr ansprechenden Laufwerke und Tonarme gefielen Johnnie B. gleich in der ersten Ausführung. Auf Nachfrage zeigte er gerne seine Sammlung von Design-Variationen
Nicht alle Teile seiner auch formal sehr ansprechenden Laufwerke und Tonarme gefielen Johnnie B. gleich in der ersten Ausführung. Auf Nachfrage zeigte er gerne seine Sammlung von Design-Variationen


Nach seiner Ausbildung zum Maschinenbauingenieur hatte er dann 1987 seinen ersten Full-Time-Job und investierte beinahe das gesamte verdiente Geld in seine erste Anlage mit NAD-Verstärker, Dali-Lautsprechern und einem Micro Seiki DDX 1500. Später benutzte er dann auch einen Linn Sondek und mal einen Axis. „In seiner Wohnung hatte er eine Super-Anlage, aber anfangs so gut wie keine Möbel“, merkt Eva Seiberg zu dieser Lebensphase mit einem Augenzwinkern an. Johnnie Bergmann lenkt den Blick aber schnell wieder auf seine Entwicklungen: Er sei schon damals von der Überlegenheit von Luftlagern für Plattenteller und Tonarm überzeugt gewesen und habe bereit 1988 erste Entwürfe für das Lager des Sleipner gezeichnet. Sein Vorbild sei damals der Forsell Air Reference gewesen.

Auch von Bauteil-Varianten, die es nicht in die Serienproduktion geschafft haben, trennt man sich hier nicht so schnell
Auch von Bauteil-Varianten, die es nicht in die Serienproduktion geschafft haben, trennt man sich hier nicht so schnell

Parallel zu seiner hauptberuflichen Tätigkeit in einer Firma für die Herstellung von Werkzeugen begann Johnnie Bergmann dann in seiner Freizeit mit der Entwicklung und Fertigung seines ersten Plattenspielers. Wie auch noch lange Zeit danach fertigte er für die erste Serie von zehn Sindres nahezu alle benötigten Teile auf einer rein mechanischen Fräse und einer ebensolchen Drehbank – reine Hand- und Kopfarbeit. Im Herbst 2008 war die Kleinserie dann komplett und ihr Erbauer hoffte, sie innerhalb eines Jahres verkaufen zu können – aber diese Planung erwies sich schnell als falsch: Nachdem ein dänisches Webmagazin den Sindre vorgestellt hatte, wurden innerhalb von ein, zwei Wochen drei Exemplare verkauft, und nur einen Tag nach der Veröffentlichung des Artikels meldete sich ein Norwegischer Vertrieb, der den Sindre in sein Portfolio aufnehmen nehmen wollte und gleich ein Laufwerk bestellte. Mit diesem Vertrieb arbeitet Bergmann Audio übrigens noch heute zusammen. Kurz nach dem Norwegischen Vertrieb nahm auch einer aus Hongkong mit den Dänen Kontakt auf. Um es kurz zu machen: Die Startphase von Bergmann Audio gestaltete sich so positiv, dass Eva Seiberg und Johnnie Bergmann ein halbes Jahr nach der Präsentation des Sindre ihre bisherigen Jobs aufgaben und den Sprung in die Selbstständigkeit wagten, was sie bis heute nicht bereut haben.

Werner Obst vertreibt Bergmann Audio seit 2010: Er kennt sein Vertriebsprodukt bis ins Detail
Werner Obst vertreibt Bergmann Audio seit 2010: Er kennt sein Vertriebsprodukt bis ins Detail

Recht schnell erweiterte Bergmann Audio sein Programm auf drei Modelle: Zum Sindre kamen noch der Magne und der Sleipner hinzu. Und der ist etwas ganz Besonderes, denn hier kommt der Teller ohne Achse aus und hat keinen mechanischen Kontakt zum feststehenden Teil des Gerätes – zumindest wenn wenn man sich für die Variante entscheidet, bei der die Schallplatte von einem Gewicht auf den Teller gedrückt und nicht von einem Vakuum an diesen angesaugt wird. Bei der Vakuum-Version befindet sich zwischen dem feststehenden Lagerblock mit seinen Luftaustrittsöffnungen und dem Teller eine Gummidichtung. Während es bei allen mir bekannten luftgelagerten Laufwerken eine Achse ist, die von Druckluft umströmt wird und den Teller horizontal stabilisiert, sitzt beim Sleipner der im Querschnitt wie eine umgedrehtes „U“ geformte Teller über dem Lagerblock, dem oben und seitlich rundum Luft entströmt. Dabei sorgt ein höherer Luftdruck an der dem Motor gegenüberliegenden Seite dafür, dass der Teller trotz des Zuges durch den Antriebsriemen perfekt zentriert über dem Lagerblock schwebt. Da müssen die Luftmengen schon sehr exakt eingestellt werden, wenn dieses Lager perfekt funktionieren und seine Vorzüge klanglich zur Geltung bringen soll. Wie aber der oben erwähnte Test zeigte, klappt das ganz vorzüglich, wenn man sich auf die im Werk eingestellten Werte verlässt. Während der – leider viel zu kurzen – Testphase musste ich jedenfalls nichts daran ändern.


Es geht nicht um eine Home-Story. Wir wurden eingeladen, weil Johnnie Bergmann hier seine Entwicklungen klanglich beurteilt
Es geht nicht um eine Home-Story. Wir wurden eingeladen, weil Johnnie Bergmann hier seine Entwicklungen klanglich beurteilt

Nach einer recht beschaulichen, knapp vierstündigen Autofahrt vom Hamburger Flughafen Richtung Norden erreichten Werner Obst, der schon seit 2010 die Produkte von Bergmann Audio in Deutschland vertreibt, und ich das Industriegebiet von Hobro. Der Plattenspielerhersteller nutzt hier einen sehr weitläufigen Flachbau mit zwei großen Hallen – eine dient als Lager für Rohmaterial und einige, wenige fertige Produkte, in der anderen findet die Metallbearbeitung statt. Es schließt sich ein weiterer großer Raum an, von dem das Fertigteillager und die Büros von Eva Seiberg und Johnnie Bergmann abgeteilt wurden. Auf der – beträchtlichen – verbleibenden Fläche stehen eine Reihe von Tischen zur Montage von Armen, Laufwerken und Kompressoren. Auch wenn es in einem Seitentrakt mit niedrigeren Decken unter anderem eine Küche mit ausreichend Sitzgelegenheiten gibt, setzten wir uns nach einer kurzen Begrüßung zum Kaffee mit der Bergmann-Audio-Belegschaft, also Eva Seiberg und Johnnie Bergmann, um einen der Montage-Tische.

Hier demonstrierte der Hausherr die erste Version seines neuen Tangentialtonarms – ohne Luftlager
Hier demonstrierte der Hausherr die erste Version seines neuen Tangentialtonarms – ohne Luftlager

Bei der zwanglosen Plauderei über die Firma erfahre ich dann – wie oben erwähnt – voller Erstaunen, dass das Unternehmen in diesem Jahr erst seit Zehnjähriges feiert. Noch erstaunter oder – oder soll ich sagen: entsetzter? – bin ich als, einer der beiden wie beiläufig erwähnt, dass der Sleipner aktuell nicht mehr gefertigt wird. Es gebe noch ein oder zwei Exemplare. Aber dann sei Schluss. Auch wenn ich außer diesem Modell kein anderes von Bergmann Audio getestet habe, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass es das mit dem besten Preis/Klang-Verhältnis ist – oder muss ich schreiben war? Es konnte klanglich locker gegen etwa doppelt so teure Boliden aus der Luftlager-Fraktion bestehen. Auch Werner Obst würde es begrüßen, wenn das bisher in Deutschland meistverkaufte Modell weiterhin produziert würde. Aber Johnnie B. beschäftigt sich gerade intensiv mit einem neuen Modell am anderen Ende der Produktpalette. Eva Seiberg ergänzt, dass sich ihre Vertriebe nahezu geschlossen ein erschwingliches Einstiegsmodell gewünscht hätten, was auch Werner Obst bestätigt.

Der neue Arm soll Teil des bisher erschwinglichsten Bergmann-Plattenspielers werden. Noch ist er auf dem Gelder montiert, der bis zu vier Tonarmen Platz bietet
Der neue Arm soll Teil des bisher erschwinglichsten Bergmann-Plattenspielers werden. Noch ist er auf dem Gelder montiert, der bis zu vier Tonarmen Platz bietet


Johnnie B. erklärt, dass es keine technische Schwierigkeit sei, ein gut klingendes, kostengünstiges Laufwerk zu bauen. Da der anvisierte Preisrahmen – momentan geht man von etwa 5000 Euro aus – für den „kleinen“ Bergmann keinen Raum für einen Kompressor lasse, müsse er aber folglich auch beim Tonarm ohne ein Luftlager auskommen. Aber in seiner Musikanlage zuhause funktioniere sein erster Tangentialtonarm ohne Druckluft schon sehr zuverlässig. Was liegt also näher, als sich diesen einmal anzuhören und anzusehen? Dabei darf man „naheliegend“ durchaus auch geographisch verstehen, denn das private Domizil und die Firma sind gerade mal ein paar Minuten mit dem Auto entfernt. Wenn Eva Seiberg und Johnnie B. sich ihre Zeit mal unterschiedlich einteilen, kann einer das Auto nehmen, während der andere die Strecke auch zu Fuß in überschaubarer Zeit zurücklegen kann.

Für den Test verwendet Johnnie B. einen Tonabnehmer von Dynavector
Für den Test verwendet Johnnie B. einen Tonabnehmer von Dynavector

Der recht hochauflösenden Kette im heimischen Wohnzimmer merkt man hier und da noch an, dass sie nicht über Jahre auf den Raum hin feingetunt wurde. Eva Seiberg und Johnnie B. leben erst seit etwa einem Jahr in diesem Haus. Aber ob mit oder ohne Feintuning: Ohne Vergleich kann ich die Qualitäten des neuen Arms natürlich in einer auch ansonsten nicht vertrauten Anlagen nur schwer beurteilen, aber der Tangentialarm folgt auch bei leicht exzentrischen Scheiben sicher der Rille. Und am gesamten klanglichen Ergebnis gibt es nichts auszusetzen. Man darf also gespannt sein, was Bergmann Audio bei der High End präsentieren wird. Während wir noch den ein oder anderen Song hören, frage ich die beiden nach ihrem Musikgeschmack: Als Lieblingsgenre nennt Johnnie B. Progressive Rock und erwähnt Bands wie Genesis, Jethro Tull, Pink Floyd und Rush. Später, aber vorrangig für die Entwicklung kamen noch Klassik und Jazz hinzu. Eva Seiberg erzählt, dass sie beide kürzlich erst ein Drei-LP-Album mit der Musik von Carmen wirklich begeistert gehört hätte. Ansonsten teile sie den Musikgeschmack ihres Mannes, Jethro Tull einmal ausgenommen. Der Abend klang dann in einem gemütlichen Restaurant am Hafen von Hobro am Ende des Mariager Fjords aus.

Fast schon eine Revolution bei Bergmann Audio: Kugel- statt Luftlager für die horizontale Bewegung
Fast schon eine Revolution bei Bergmann Audio: Kugel- statt Luftlager für die horizontale Bewegung

Am nächsten Morgen trafen wir uns dann wieder in der Produktionsstätte und begannen einen kleinen Rundgang. Im Lager mit den Rohmaterialien berichtete Johnnie B., dass er anfangs „Aircraft Grade“-Aluminium verwendet habe, das aber immer wieder Probleme beim Galvanisieren gemacht habe. Nun verwende er eine weniger steife Legierung, wodurch er eine bessere Oberflächenqualität erreiche. Klanglich seien zwischen den Materialvarianten keine Unterschiede zu hören gewesen. Auch die Menge des Material mache einen Unterschiede: Anfangs habe er etwa die Teller aus einen Block von 310 Millimetern gedreht, was selbst beim weicheren Material hin und wieder zu leicht „wolkigen“ Oberflächen geführt habe. Seitdem er nun von größeren Rohlingen zehn Millimeter zusätzlich abdreht, sei das Problem nicht mehr aufgetreten. Die Erklärung: Beim Erkalten des Aluminiums würden sich Materialunreinheiten im Rand konzentrieren – und der würde ja nun abgedreht. Hier führten mehr Materialeinsatz und längere Bearbeitungszeiten zu besserer Oberflächenqualität. Aber dass Johnnie B. jeden Entstehungsschritt seiner Produkte selbst kritisch begleitet, hatte ich ja schon erwähnt.


Die Form der Räder und der Führungsschiene macht ein spezielles vertikales Lager verzichtbar. Aber die Serienversion wird sich wohl stark von dieser unterscheiden
Die Form der Räder und der Führungsschiene macht ein spezielles vertikales Lager verzichtbar. Aber die Serienversion wird sich wohl stark von dieser unterscheiden

Allerdings wird die Kontrolle jedes Fertigungsschritts mit zunehmenden Stückzahlen nicht gerade leichter. In letzter Zeit fertigte Bergmann Audio bis zu 80 Plattenspieler im Jahr. Da stieß Johnnie B. mit seinen konventionellen Fräs- und Drehmaschinen an eine Grenze, der wohl auch die Produktion des aufwändigen Sleipner zum Opfer gefallen ist. Wollte man die benötigten Stückzahlen bewältigen und die Qualität halten oder sogar noch steigern, waren größere Veränderungen nötig: Vor etwa einem Jahr verließen Eva Seiberg und ihr Mann dann den Ort Karup, mieteten die jetzige Produktionsstätte in Hobro, leasten CND gesteuerte Fräs- und Drehmaschinen und bezogen ihr neues privates Domizil. Natürlich trennte sich Johhny B. nicht von seinen manuell betriebenen Maschinen, aber dazu besteht auch nicht die geringste Notwendigkeit: In der Fabrik in Hobro hat man Platz im Überfluss. Dank der modernen Produktionsmittel hat Johnnie B. jetzt auch wieder ausreichend Zeit für neue Entwicklungen, wie etwa den angekündigten „kleinen“ Plattenspieler.

In der ersten Halle lagern die rohen Aluminium-Profile…
In der ersten Halle lagern die rohen Aluminium-Profile…

Wie Werner Obst mir auf der Hinfahrt verraten hatte, denkt Johnnie B. seit langem auch über ein noch aufwändigeres Modell nach. Dass er dies tut, bestätigte er auf Nachfrage dann auch bereitwillig. Was er plane, war ihm allerdings nicht zu entlocken. Ebenso uneindeutig blieb er, als es um eine mögliche Wiederauflage des Sleipner ging. Dank des modernen Maschinenparks würde eine solche den Firmenchef ja nicht über Gebühr belasten. Auch wenn jetzt nicht Weihnachten ist: Auf meinem analogen Wunschzettel steht ein Sleipner 2 ganz oben. Dann fehlte nur noch die Möglichkeit, darauf mehr als einen Tonarm zu montieren! Aber lassen wir uns überraschen. Vielleicht erfahren wir auf der High End schon mehr. Bis dahin werde ich mir die Zeit mit der Beschäftigung mit dem neuen Topmodell bei den Tonarmen vertreiben: Nächste Woche geht ein Odin von Hobro auf die Reise nach Gröbenzell. Bergmann Audio wird in Hifistatement auch in Zukunft ein spannendes Thema bleiben!

…und zwar nicht wenige
…und zwar nicht wenige


Für Teller und Chassis verwendet Johnnie B. massive Aluminium-Blöcke
Für Teller und Chassis verwendet Johnnie B. massive Aluminium-Blöcke

In dieser Halle werden die Metallteile bearbeitet
In dieser Halle werden die Metallteile bearbeitet

Im Zentrum des Maschinenparks stehen die CNC-Drehmaschine und…
Im Zentrum des Maschinenparks stehen die CNC-Drehmaschine und…

…die 3-Achsen-CNC-Maschine von Mircocut
…die 3-Achsen-CNC-Maschine von Mircocut

Johnnie Bergmann programmiert die Maschine direkt am Bedienpanel
Johnnie Bergmann programmiert die Maschine direkt am Bedienpanel


Programm und fertiges Bauteil
Programm und fertiges Bauteil

Im ersten Arbeitsgang wird das Ausgangsmaterial vermessen
Im ersten Arbeitsgang wird das Ausgangsmaterial vermessen

In diesem Fach lagern von Bergmann konstruierte Vorrichtungen, mit deren Hilfe das Rohmaterial in der CNC-Maschine fixiert werden kann
In diesem Fach lagern von Bergmann konstruierte Vorrichtungen, mit deren Hilfe das Rohmaterial in der CNC-Maschine fixiert werden kann

Auf diesem Teller werden per Vakuum die Kunststoffplatten gehalten, aus den die Plattentellerauflagen gefertigt werden
Auf diesem Teller werden per Vakuum die Kunststoffplatten gehalten, aus den die Plattentellerauflagen gefertigt werden

Eva Seiberg und Werner Obst diskutieren die Bearbeitung der Plattentellerauflage
Eva Seiberg und Werner Obst diskutieren die Bearbeitung der Plattentellerauflage


Eine klassische Drehbank, die Johnnie B. bei der Produktion von Laufwerken und Tonarmen lange Jahre lang treue Dienste leistete
Eine klassische Drehbank, die Johnnie B. bei der Produktion von Laufwerken und Tonarmen lange Jahre lang treue Dienste leistete

Auch diese Fräsmaschine ohne CNC-Unterstützung wurde lange Zeit in der Produktion eingesetzt
Auch diese Fräsmaschine ohne CNC-Unterstützung wurde lange Zeit in der Produktion eingesetzt

Das Chassis eines Gelder im Rohzustand
Das Chassis eines Gelder im Rohzustand

Die CNC-Maschinen legen die Fertigung von Kleinserien nahe
Die CNC-Maschinen legen die Fertigung von Kleinserien nahe

Vor dem Weg in die Galvanik: Bauteile mit Hinweisen für die Oberflächenbearbeitung
Vor dem Weg in die Galvanik: Bauteile mit Hinweisen für die Oberflächenbearbeitung


Das Fertigteile-Lager befindet sich…
Das Fertigteile-Lager befindet sich…

…hinter dieser Trennwand mit dem Bild eines Tonarms und Zitaten aus Testberichten
…hinter dieser Trennwand mit dem Bild eines Tonarms und Zitaten aus Testberichten

In den Regalen in Johnnie B.s Büro lagern elektronische Bauteile für die Pumpen und Motoren
In den Regalen in Johnnie B.s Büro lagern elektronische Bauteile für die Pumpen und Motoren

Die fertigt bestückten Platinen stammen von einem Zulieferer
Die fertigt bestückten Platinen stammen von einem Zulieferer

Auch administrative Aufgaben können offensichtlich Spaß machen
Auch administrative Aufgaben können offensichtlich Spaß machen


Tonarmteile vor der Montage
Tonarmteile vor der Montage

Ein Tonarm in ansprechender Verpackung
Ein Tonarm in ansprechender Verpackung

Die Fertigung von Kompressoren
Die Fertigung von Kompressoren

Kein Firmenbericht ohne das Foto der Belegschaft mit Firmenlogo
Kein Firmenbericht ohne das Foto der Belegschaft mit Firmenlogo

Weitere Informationen

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Freitag, 02 März 2018 00:17

Litauen: Land, Lieder und Lautsprecher

geschrieben von

Produkt-Launch einmal anders: Die neue AudioSolutions Vantage 5th Anniversary Edition wird im Rahmen einer litauischen Kultur-Matinee am 17. März 2018 bei Max Schlundt in Berlin vorgestellt.

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Am 17. März 2018 lädt Genuin Audio, der deutsche Vertrieb des litauischen Herstellers AudioSolutions, zu einem außergewöhnlichen Event beim Berliner Fachhändler Max Schlundt Kultur Technik. Im Zentrum der Matinee steht die Präsentation der Vantage 5th Anniversary Edition der aufstrebenden Lautsprecherfirma aus Litauen. Diese Serie markiert nicht nur die Top-Position innerhalb des eigenen Portfolios von AudioSolutions. Vielmehr stellt der Hersteller sich selbstbewusst der internationalen Konkurrenz im Wettbewerb der absolut kompromisslosen High-End-Lautsprecher. Und scheut sich dabei nicht, in der visuellen Wirkung ein unverwechselbares Statement abzugeben.

Diese Veranstaltung möchte aber nicht nur eine besondere Lautsprecher-Reihe präsentieren, sondern auch über das Land Litauen und die Firma AudioSolutions informieren. Handelsattaché Daina Lipps von der litauischen Botschaft stellt das baltische Land vor, während AudioSolutions-Inhaber Gediminas Gaidelis über sein erfolgreiches Unternehmen referiert. Selbstverständlich wird auch typische Musik aus Litauen zu hören sein.

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Am 17. März 2018 besteht von 11-14 Uhr die einmalige Möglichkeit, herausragende Lautsprecher in einem interessanten und anspruchsvollen Umfeld kennenzulernen.

Information
Veranstaltungsort Max Schlundt Kultur Technik
Kantstraße 17 (im stilwerk)
D-10623 Berlin
Telefon +49 30 31515340
Web www.maxschlundt.de

Vertrieb
Genuin Audio Vertrieb
Anschrift Thomas Wendt
Byhlener Straße 1
03044 Cottbus
Telefon +49 355 38377808
Fax +49 355 38377809
E-Mail thomas.wendt@mac.com
Web www.genuin-audio.de

Weitere Informationen

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Mittwoch, 28 Februar 2018 00:05

Hörzone übernimmt RME Vertrieb

Zum 01.01.2018 hat die Firma „Hörzone“ in München den Vertrieb der beiden RME Produkte ADI-2 Pro und ADI-2 DAC für den spezialisierten HiFi Handel übernommen.

Die Hörzone wurde 2002 mit dem Ziel der Vermarktung aktiver Lautsprecher gegründet. Im Laufe der Jahre entwickelten sich aus dem reinen Endkundenhandel weitere, naheliegende Geschäftsfelder wie Raumakustik und Elektronik, die mittelbar mit dem Produktbereich zusammenhängen. 2009 entdeckte die Hörzone den portugiesischen Raumakustikherstellers Vicoustic und führten den Hersteller in Deutschland sehr erfolgreich ein. Im Distributionsprogramm befinden sich weiterhin die Akustikhersteller Artnovion, Sonitus sowie die Lautsprecherhersteller BagEnd und Adam Audio. Mit den beiden neuen Produkten von RME hat man einen der renommiertesten Hersteller der Branche ins Programm nehmen können.

Mit dem ADI-2 Pro stellte RME im Jubiläumsjahr einen AD/DA-Wandler der Referenzklasse vor, der USB-2.0-DAC, USB-2.0-Interface und hochwertigen Kopfhörerverstärker vereint. Mit seinem praxisnahen Design, seinen exzellenten technischen Eigenschaften, seinen durchdachten Funktionen und seiner kristallklaren, transparenten Signalführung ist er das perfekte Werkzeug für Mastering- und Messanwendungen sowie für audiophile Anwender. Der Preis: knapp 1600 Euro

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Der ADI-2 DAC bietet eine verbesserte SteadyClock, eine auf Perfektion getrimmte analoge Schaltung, eine Fernbedienung, einen Extreme-Power-Kopfhörerausgang, und zusätzlich einen speziellen IEM-Ausgang. Er hat all die Besonderheite,n die den ADI-2 Pro berühmt gemacht haben, allen voran seinen vollkommen transparenten Klang und die aufwändige DSP-Verarbeitung mit Bass, Treble, Loudness, parametrischem 5-Band-EQ, Crossfeed und vielem mehr. Mit seiner vereinfachten Bedienung und seinem atemberaubenden Design der ADI-2 DAC das ideale Herzstück für den Hörer zu Haus bis hin zur Referenz-Wiedergabe im Studio. Sein Preis: knapp 1000 Euro

Vertrieb
Hörzone GmbH
Anschrift Reinhard Weidinger
Balanstr. 34
81669 München
Telefon +49 89 7211006
E-Mail info@hoerzone.de
Web www.hoerzone.de

Weitere Informationen

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Mittwoch, 27 Februar 2008 00:05

Hörzone GmbH

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