Montag, 23 Dezember 2019 00:01

Neuer CD-Spieler von Audia Flight

Hat jemand behauptet, es gäbe keine richtig guten CD-Spieler mehr? Audia Flight belehrt uns eines Besseren! Mit dem FLCD Three S ist ab sofort ein Gerät im Fachhandel vertreten, das Liebhaber des guten Klangs erfreuen wird und mit seinem lächelnden Antlitz auch noch gut aussieht.

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Im Geräteinneren agiert eine Einheit der Firma StreamUnlimited aus Österreich. Zwei 32-Bit-Wandler vom Typ 4493EQ des Herstellers Asahi Kasei Microdevices (AKM) aus Japan erlauben flexible Einstellungen und arbeiten mit 256-fachem Oversampling. Nicht weniger als sechs Digitalfilter stehen dem Anwender zur Auswahl. Der FLCD Three S verfügt über eine abschaltbare, digitale Lautstärkeregelung, die es ermöglicht, das Gerät als alleinige Quelle an eine Endstufe oder an Aktivlautsprecher anzuschließen.

Für die separate Stromversorgung der analogen und digitalen Sektionen spendiert Audia Flight dem CD-Spieler zwei Ringkerntrafos. Anders als bei den Geräten der meisten anderen Hersteller wird der Analogausgang der D/A-Wandler tatsächlich von der analogen Stromversorgung gespeist. Die Ausgangssektion ist auf Stromgegenkopplung ausgelegt, vollsymmetrisch und diskret ausgeführt und in vergossenen Modulen realisiert.

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Die XLR- und RCA-Ausgänge können synchron benutzt werden. Optional kann der CD-Spieler mit einem FLCD-Three-S-Input ausgerüstet werden, einem Digitalboard mit fünf Eingängen. Dieses bietet zwei optische Schnittstellen, einen AES/EBU-Eingang, einen Coax-Anschluss und eine USB-Schnittstelle. Der USB-Eingang ist für 32 Bit / 384 Kilohertz und DSD512 ausgelegt und der FLCD Three S damit zukunftstauglich ausgestattet. Die Digitaleingänge können separat benannt und mit unterschiedlichen Upsampling-Frequenzen, Digitalfiltern und für optionalen Dither programmiert werden. Der FLCD Three S wiegt 10 Kilogramm und ist in Schwarz und Silber erhältlich. Eine Fernbedienung aus Aluminium mit Metallknöpfen ist im Lieferumfang enthalten. Der Preis: 2.700 Euro.

Technische Angaben:

  • Frequenzbereich: 0,5 Hz - 20 kHz, ± 0,1 dB
  • Upsampling-Option für Digitaleingänge: 32 Bit, bis 768 kHz
  • Dynamikbereich: 126 dB
  • Gesamte harmonische Verzerrung (THD) + Rauschen: < 0,01%
  • Signal-Rauschabstand (S/N ratio): besser als -113 dB maximale
  • Ausgangsspannung: 2,5 VRMS
  • Ausgangsimpedanz: 200 Ω
  • Digitalausgang: PCM S/PDIF > RCA Coax
  • Stromverbrauch Stand-by: < 0,5 W
  • Stromverbrauch im Betrieb: 30 W
  • Abmessungen: 450 x 110 x 430 mm (B x H x T)
  • Gewicht: 10 kg

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

Weitere Informationen

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Freitag, 20 Dezember 2019 00:01

Bergmann Audio Galder, Magne ST und Odin

geschrieben von

Dass ich die Laufwerke und Tonarme von Bergmann Audio sehr schätze, dürfte hifistatement-Lesern nicht verborgen geblieben sein. Als sich dann in einem Gespräch mit Johnnie Bergmann und Werner Obst, seinem deutschen Vertrieb, herausstellte, dass es bisher keinen Vergleich zwischen Magne und Odin Tonarm gibt, war dieser Test beschlossene Sache.

Grund für die hohe Wertschätzung der dänischen Analog-Spezialitäten ist vor allem die Beschäftigung mit dem Sleipner, der für mich auch heute noch neben dem Continuum Caliburn und dem LumenWhite Mystere zu den drei besten luftgelagerten Laufwerken zählt, die ich je in meinem Hörraum hatte. Das aktuelle Topmodell bei den Tangential-Tonarmen, der Odin, der auch für den Einsatz auf nicht firmeneigenen Laufwerken konzipiert wurde, bewies dann auf meinen LaGrange, dass er einen Platz in der Liga der weltbesten Arme beanspruchen darf. Mindestens ebenso beeindruckend wie die klanglichen Leistungen der Bergmann-Produkte, ist die Art, wie sie entstehen. Bei einem Besuch in Hobro konnte ich mich von der ungeheuren Fertigungstiefe bei Bergmann Audio überzeugen. Johnnie Bergmann Rasmussen kauft Aluminium-Blöcke und -Profile und stellt daraus alle für die Arme und Plattenspieler benötigten Teile her. Das Galvanisieren oder die Pulverbeschichtung übernimmt dann eine darauf spezialisierte Firma. Die Endmontage findet natürlich wieder am Firmensitz statt. Zugekauft werden lediglich die Motoren, die Pumpen für die Kompressoren und die Platinen mit der Steuerungselektronik.

Auf dem Galder lassen sich bis zu vier Tonarme montieren. Mit zwei Tangentialarmen wie dem Magne vorne links und dem Odin auf der klassischen Position ist er aber ebenfalls voll ausgelastet
Auf dem Galder lassen sich bis zu vier Tonarme montieren. Mit zwei Tangentialarmen wie dem Magne vorne links und dem Odin auf der klassischen Position ist er aber ebenfalls voll ausgelastet

Der Galder ist das momentane Top-Modell und bietet die Möglichkeit, bis zu vier Tonarme zu installieren. Die Motorbasis ist vom eigentlichen Chassis getrennt. Der Kompressor für das Tellerlager liefert genug Luft, um auch noch einen von Bergmann Audios Tangential-Tonarmen zu betreiben. Der Teller des Galder wird horizontal durch eine Stahlachse geführt, die in einer Buchse aus einem sehr reibungs- und verschleißarmen Polymer läuft. Der Teller schwebt auf einem dünnen Luftkissen, wodurch das Lager in der Vertikalen entlastet wird. Außerdem soll das Luftkissen eine gute Entkopplung von der Stellfläche bewirken. Der Galder wird ganz nach Kundenwunsche mit einem Plattenauflage-Gewicht oder einer Vakuum-Ansaugung für die Platte geliefert.

Die Beschränkung auf vier Bedienungselemente trägt zum eleganten Design bei, erfordert aber einen Blick in die Bedienungsanleitung
Die Beschränkung auf vier Bedienungselemente trägt zum eleganten Design bei, erfordert aber einen Blick in die Bedienungsanleitung


Das Chassis wird ebenso wie die Motorbasis aus einem vollen Aluminium-Block gefräst. Die Oberflächen sind pulverbeschichtet. Das Chassis ist mit einer zehn Millimeter starken Aluminium-Bodenplatte verschraubt, die auf drei speziellen, höhenverstellbaren Füßen mit je vier Keramikkugeln ruht und auf der auch die Motorbasis Platz findet. Zwischen dieser und der Bodenplatte sind Entkopplungselemente montiert. Auf der Motorbasis befinden sich auch die Bedienungselemente: zwei große Tasten zum Start des Laufwerks mit 33⅓ oder 45 Umdrehungen pro Minute und zwei kleine Taster zur Geschwindigkeits-Feineinstellung. Beim ersten Druck auf eine der großen Tasten startet der Kompressor, beim zweiten dann der Motor, der durch abermaliges Betätigen der entsprechenden Taste gestoppt wird. Nach zwei Minuten schaltet sich der Kompressor dann automatisch aus. Der Kompressor des Galder ist natürlich nicht völlig geräuschlos, aber ebenso wie die der bisher getesteten Bergmann-Komponenten so extrem leise, dass man ihn bedenkenlos im Hörraum unterbringen kann.

Die Motoreinheit besitzt Entkopplungselemente, die den Kontakt zur Basisplatte herstellen
Die Motoreinheit besitzt Entkopplungselemente, die den Kontakt zur Basisplatte herstellen

Der Galder, der im Hörraum steht, ist mit einem System zur Ansaugung der Platte an den Teller ausgestattet. Prinzipiell bin ich keine Freund der Vakuum-Technik. Klanglich ist dagegen nicht das Geringste einzuwenden und einfacher bekommt man leicht verwellte oder schüsselförmig gebogene LPs auch nicht plan auf den Teller. Allerdings muss man bei der Verwendung eines solchen Systems aller penibelste Plattenhygiene walten lassen: Am besten wäscht man die Scheibe vor jedem Abspielen und reinigt auch jedesmal den Plattenteller. Dabei geht es gar nicht um Staukörnchen, die dem Diamanten bei seinem Weg durch die Rille begegnen, sondern um die Seite der Platte, die mit dem Teller in Kontakt kommt. Wird diese durch den Unterdruck auf den Teller gezogen, können etwa vorhandene Staubpartikel in die Oberfläche respektive in die Rille gedrückt werden. Ob und wie stark die Platte dabei beschädigt wird, hängt natürlich davon ab, wie hoch der Anpressdruck ist. Hier hat Johnnie Bergmann das rechte Maß getroffen: Einerseits werden auch recht wellige Scheiben noch sicher angesaugt, andererseits ist der Druck so niedrig, dass das Vakuum zum Plattenwechsel nicht ausgeschaltet werden muss: Man kann den Puck, der das Mittelloch um die Tellerachse luftdicht verschließt, ohne großen Kraftaufwand von der Platte nehmen. Das ganze System wirkt wohlüberlegt.

Die Achse zur horizontalen Führung des Tellers steht fest
Die Achse zur horizontalen Führung des Tellers steht fest

Eigentlich hatte Werner Obst, der den Galder und die beiden Arme nach Gröbenzell brachte, geplant, auch zwei gleiche Tonabnehmer von Miyajima im Gepäck zu haben, so dass man lediglich das Tonarmkabel zwischen Odin und Magne umzustecken brauchte, um die beiden Arme zu vergleichen. Gegen diesen Ansatz spricht aber theoretisch, dass man nicht sicher sein kann, dass die Exemplarstreuung zwischen den beiden Tonabnehmer im Vergleich zu den erwartbar geringen klanglichen Unterschieden zwischen den Bergmann-Armen vernachlässigbar ist, und praktisch, dass eines der beiden Systeme plötzlich dringend für andere vertriebliche Aufgaben benötigt wurde. Also baute Werner Obst den Galder mit den zwei gegenüberliegenden Armen auf, justierte das Saboten L erst im Odin und anschließend im Magne.


In den Teller ist eine Lagerbuchse aus einem sehr reibungs- und verschleißarmen Polymer eingelassen
In den Teller ist eine Lagerbuchse aus einem sehr reibungs- und verschleißarmen Polymer eingelassen

Dort blieb der mir bisher unbekannte Tonabnehmer dann für ein paar Tage, damit ich mich mit seinem Klang vertraut machen konnte. Auch wenn ihn Werner Obst als ein schwer zu handhabendes System bezeichnet, gehört er klanglich zu den extrem umgänglichen Vertretern seiner Spezies: Trotz seiner immensen Detailfreudigkeit und der weit ausgedehnten Raumdarstellung bleibt er auch bei weniger gelungenen Aufnahmen immer auf der angenehmen Seite. Die satten Klangfarben schließen sicher aus, dass das Klangbild trotzt der hohen Auflösung ins Blutleere und (Über-)Analytische kippt. Das Saboten L verbindet eine sehr präzise Durchzeichnung auf's Feinste mit Spielfreude und musikalischem Fluss. Vielleicht sollte ich mich doch einmal eingehender mit dem Portfolio von Miyajima beschäftigen. Doch zurück zu den drei Bergmännern.

Der Puck dichtet den Spalt zwischen Spindel und dem Mittelloch der LP ab und ermöglicht so die Ansaugung der Platte an den Teller
Der Puck dichtet den Spalt zwischen Spindel und dem Mittelloch der LP ab und ermöglicht so die Ansaugung der Platte an den Teller

Auch wenn beide Arme voreingestellt sind, dauert es je eine Weile, bis das System zum ersten mal vom Magne in den Odin wechselt – zumindest, wenn man zuvor noch einmal die Auflagekraft, den VTA und die Einhaltung des tangentialen Weges bei der Abtastung überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Aber auch nach 20 Minuten Stille ist klar, dass sich das Saboten L im drei Gramm schwereren Odin besser aufgehoben fühlt: Nun verwöhnt es mit noch ein wenig Mehr Luftigkeit, Dynamik, einem Hauch mehr Druck im Bass und scheint – subjektiv empfunden – noch einen Tick schneller zu agieren: eine absolut überzeugende Kombination! Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass es den einen oder anderen Tonabnehmer gibt, der mit dem leichteren Magne ST besser harmoniert als mit dem Odin. Auf diesen zu stoßen, wäre allerdings reine Glücksache – und deswegen verzichte auf weitere Tonabnehmer-Montagen im Magne.

Das Gehäuse beherbergt das Netzteil für den Motor und sein Steuerung sowie die Pumpe für das Luftlager und das Vakuum
Das Gehäuse beherbergt das Netzteil für den Motor und sein Steuerung sowie die Pumpe für das Luftlager und das Vakuum


Jetzt kann ich es ja ruhig zugeben: Schon bevor ich gehört habe, dass der Odin klanglich noch ein bisschen mehr zu bieten hat, tendierte ich zu einer klaren Empfehlung für diesen: Die noch solidere Bauform und vor allem die deutliche bequemere Art der Höheneinstellung machen ihn zu meinem Favoriten: Wer in einen Galder mit passendem Arm investiert, dürfte an einer Lösung „für die Ewigkeit“ interessiert sein. Und da macht es keinen Sinn, wegen der vergleichsweise geringen Einsparung bei der Entscheidung für den Magne auf eine Menge Komfort bei der Justage zu verzichten. Schön, dass der Odin nicht nur in Sachen Bedienungsfreundlichkeit, sondern auch beim Klang noch etwas mehr zu bieten hat!

Die Pumpe des Galder liefert genug Luft, um das Tellerlager und einen Tangentialarm zu versorgen. Daher kann man beim Kauf des Odin oder Magne auf einen weiteren Kompressor verzichten. Das spart 2700 respektive 2500 Euro
Die Pumpe des Galder liefert genug Luft, um das Tellerlager und einen Tangentialarm zu versorgen. Daher kann man beim Kauf des Odin oder Magne auf einen weiteren Kompressor verzichten. Das spart 2700 respektive 2500 Euro

Bevor ich einen meiner bekannten Tonabnehmer in den Odin baue, gönne ich mir aber noch einmal eine Plattenseite mit dem Miyajima Saboten L: den vierten und fünften Satz der Symphonie Fantastique mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Georg Solti als Reissue der London Classics Stereo Laboratory Serie. Galder, Odin und Saboten L lassen die Aufnahme von Kenneth Wilkinson zu einem elementaren Ereignis werden: eine einzige Schwelgerei in Raum, Klangfarben und Dynamik. Das Trio entfesselt im Tieftonbereich Urgewalten und verliert dennoch nie die Kontrolle. Die imaginäre Bühne reicht weit in die Tiefe, und Pauken kommen mit beinahe beängstigendem Druck. Ein Hochgenuss!

Das Rohr mit den Luftaustrittsöffnungen, auf dem der Arm läuft, ist beim Odin beidseitig gelagert. Die Höheneinstellung sowie die horizontale Ausrichtung des Rohres wird mit zwei Schrauben vorgenommen
Das Rohr mit den Luftaustrittsöffnungen, auf dem der Arm läuft, ist beim Odin beidseitig gelagert. Die Höheneinstellung sowie die horizontale Ausrichtung des Rohres wird mit zwei Schrauben vorgenommen

Einen solchen bescheren einem die Bergmänner auch, wenn im Odin ein gerade von der Generalüberholung zurückgekommenes und noch nicht eingespieltes Lyra Etna montiert ist und der Teller des Galder Keith Jarretts Standards, Vol. 1 angesaugt hat. Das Trio begeistert mit Spielfreude und Groove, die Wiedergabe strotz vor Details – darunter jede Menge Rauminformationen –, ohne von Melodie oder Rhythmus abzulenken. Mit dem wohlvertrauten System wird es für mich leichter, die klanglichen Meriten der Bergmann-Kombination zu benennen: Sie geht so gut wie gar nicht in das klangliche Endergebnis ein, denn sie fügt der Wiedergabe nur sehr wenige klangliche Artefakte hinzu – weniger habe ich bisher nur beim Continuum samt Cobra Arm und natürlich beim Sleipner gehört.


Beim Magne ist das Rohr mit den Luftaustrittsöffnungen mit einem Lagerblock verbunden. Dessen Höhe wird per Hand ohne die Unterstützung eines Gewindes eingestellt
Beim Magne ist das Rohr mit den Luftaustrittsöffnungen mit einem Lagerblock verbunden. Dessen Höhe wird per Hand ohne die Unterstützung eines Gewindes eingestellt

Abschließend habe ich dann noch die erste Seite von Rameaus Une Symphonie Imaginaire gehört – eine hervorragende Digital-Aufnahme der Deutschen Grammophon, die Clearaudio als LP veröffentlichte. Klangfarben, Raum und vor allem die Schwärze des Hintergrundes machen die Scheibe zu einem Ohrenschmaus. Zur groben Einschätzung dieser bezaubernden Klänge habe ich die Ouvertüre dann noch einmal auf dem Brinkmann LaGrange mit einem Thales Symplicity II gehört, in dem zwar auch ein Lyra, diesmal aber ein Olympos SL montiert ist. Dieses Trio verwöhnt mit noch ein wenig mehr Luft um die einzelnen Instrumentengruppen, präsentiert die Musik aber nicht ganznso fließend wie die Bergmanns samt Etna. Tangentiale Abtastung und die Luftlagerung des Tellers haben eben ihren ganz besonderen Reiz. Ganz nebenbei bemerkt wäre ein Laufwerk mit so wenig Eigenklang und der Möglichkeit, bis zu vier Arme zu installieren, natürlich nicht nur ein klanglicher Hochgenuss, sondern auch ein vielversprechendes Arbeitsgerät…

Statt eines Hebels für den Lift besitzen beide Arme ein Drehrad
Statt eines Hebels für den Lift besitzen beide Arme ein Drehrad

STATEMENT

Der Galder ist eine ideale Basis für die hauseigenen Tangentialtonarme, aber auch eine Empfehlung für alle Drehtonarme: Er ist klanglich absolut unauffällig und ermöglicht es Armen und Systemen, ihre charakteristischen Vorzüge bestens zur Geltung zu bringen. Der Odin übertrifft den Magne nicht nur deutlich, wenn es um die Einfachheit der Justage geht. Das ist eher eine Zugabe für aktive Analog-Fans. Die höhere Investition garantiert hier auch noch mehr Musikgenuss. Galder und Odin bilden klanglich ein Dream-Team.
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Thales Simplicity, Einstein The Tonearm 12
Tonabnehmer Lyra Olympos SL und Etna, Transrotor Tamino
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustics Kawero! Classic, Göbel Epoque Aeon Fine
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest, Swiss Cables
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1000, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Bergmann Audio Galder
Plattenspieler  
Prinzip Luftlager-Design, Vakuum-Ansaugung oder Plattenklemme, bis zu vier Tonarme möglich (linear oder tangential), Ausgang für luftgelagerten Tonarm
Chassis Aluminium Druckguss
Teller/Lager Aluminium-Teller schwebt auf Luft, 3-mm-Acryl-Matte, zentriert durch eine Stahl-Achse in einem Polymer-Lager mit niedriger Reibung
Tellergewicht 11,8kg
Füße höhenverstellbar, Aluminium/Ceraball-Konstruktion
Abmessungen (B/H/T) 480/365/190cm
Gesamtgewicht 38kg

Motorbasis
 
Motor tachogeregelt mit hochpräzisem Feedback-Kontroll-System, 33 und 45

Luftversorgung
 
Kompressor leiser, sauberer, trockener und gleich mäßiger Luftstrom
Staubfilter auswechselbar, für Reinigung und Austausch leicht zugänglich
Abmessungen (T/B/H) 465/225/235mm
Gewicht 15,6kg
Preis 15.000 Euro, Vakuumsystem 3275 Euro, Zusatzbasis 180 Euro
Herstellerangaben
Tonarm Odin
Prinzip Tangential-Tonarm mit Luftlager
Armrohr Aluminium und Carbon, innenbedämpft
Gegengewicht entkoppelt
Einstellungen Vertikaler Abtastwinkel, Überhang, Azimut, Auflagekraft
Verkabelung hochwertige Kupferlitze
Clips Gold-beschichtetes Kupfer
Anschluss DIN
Effektive Masse 14g
Gewicht 1.180g inklusive Montageplatte
Montageplatte Aluminium
Abmessungen (H/B/T) 70/265/290mm

Kompressor
 
Besonderheiten sehr leiser, sauberer, trockener und gleichmäßiger Luftfluss, austauschbarer Staubfilter
Abmessungen (H/B/T) 135/155/330mm
Gewicht 5,7kg
Preis 8.000 Euro, 5.300 Euro ohne Kompressor
Herstellerangaben
Tonarm Magne
Prinzip Tangential-Tonarm mit Luftlager
Armrohr Aluminium und Carbon, innenbedämpft
Gegengewicht entkoppelt
Einstellungen Vertikaler Abtastwinkel, Überhang, Azimut, Auflagekraft
Verkabelung hochwertige Kupferlitze
Clips Gold-beschichtetes Kupfer
Anschluss DIN
Effektive Masse 11g
Gewicht 1.2g inklusive Montageplatte
Montageplatte Aluminium
Abmessungen (H/B/T) 20/90/151mm

Kompressor
 
Besonderheiten leiser, sauberer, trockener und gleichmäßiger Luftfluss, austauschbarer Staubfilter
Abmessungen (H/B/T) 135/155/330mm
Gewicht 5,7kg
Preis 6.000 Euro, 3.500 Euro ohne Kompressor
Herstellerangaben
Miyajima Saboten L
Prinzip MC-Stereo-Tonabnehmer mit „Cross Ring“-Methode
Impedanz 16 Ohm
Ausgangsspannung ca. 0,23 mV
Frequenzbereich 20 Hz bis 32 kHz
Auflagekraft 3,0g
Nadel Line Contact
Nachgiebigkeit ca. 8 x 10-6 cm/dyne bei 10 Hz
Gewicht ca. 9,5g
Korpus kamerunischen Ebenholz
Preis 5280 Euro

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

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  • Social Introtext Dass ich die Laufwerke und Tonarme von Bergmann Audio sehr schätze, dürfte hifistatement-Lesern nicht verborgen geblieben sein. Als sich dann in einem Gespräch mit Johnnie Bergmann und Werner Obst, seinem deutschen Vertrieb, herausstellte, dass es bisher keinen Vergleich zwischen Magne und Odin Tonarm gibt, war dieser Test beschlossene Sache.

Wir feiern 2020 den 250sten Geburtstag eines musikalischen Genies: Im Dezember 1770 wurde Ludwig van Beethoven geboren. Er gilt als der meistgespielte klassische Komponist der Welt und als einer der wichtigsten Botschafter der europäischen Kultur. Seine Werke zählen zum kulturellen Erbe der Menschheit.

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Grund genug für EternalArts, das Beethoven-Jahr mit einem Zimmerkonzert in den audiophilen Räumen mit einer festlichen Matinée zu eröffnen und für den 12. Januar 2020 um 12.00 Uhr (Einlass 11.30 Uhr) herzlich in die EternalArts Studios, Wietzendiek 1, 30657 Hannover-Isernhagen einzuladen. EternalArts Chef Dr. Burkhardt Schwäbe hat vor dieser Veranstaltung ein außergewöhnliches Klavier-Talent entdeckt und für das Konzert gewinnen können: Der junge chinesische Pianist Xingyu Lu wird Beethovens Klavierwerk auf eine eindrucksvolle Art und Weise zu Gehör bringen und die Zuhörer so in das Beethoven-Jahr begleiten.

Die Veranstaltung verbindet mit dem kulturellen Aspekt allerdings auch ein gesellschaftliches Anliegen, weil EternalArts die Förderung der Schwächsten in unserer Gesellschaft unterstützen möchte. Der hannoverschen Urban-Stiftung soll für ihr Kinderschutzhaus Mattisburg und dessen Arbeit mit gewaltgeschädigten und traumatisierten Kindern ein Beitrag zukommen. Neben der finanziellen Unterstützung durch die Sponsoren wird diese Konzertreihe aber nur möglich, indem ein Kostenbeitrag in Höhe von 30 Euro für Künstlergage, Pausen-Catering und Spende von den Gästen erbeten wird. Da die Räumlichkeiten nur 40 Gästen die Möglichkeit der Teilnahme bieten, bittet Dr. Schwäbe um Anmeldung und Abholung der Karten bis zum 3. Januar. Eine Zusendung per Post ist ebenfalls möglich.

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Xingyu Lu wurde 1999 in China geboren und begann das Klavierspielen im Alter von vier Jahren. Bereits mit neun Jahren wurde er für ein Frühstudium am Central Conservatory of Music in Peking bei Prof. Chen Manchun und Prof. Zhou Guangren aufgenommen. Während des dortigen Studiums erlangte er von 2009 bis 2012 jedes Semester ein Stipendium, um seine Ausbildung fortzusetzen. 2012 erhielt er außerdem ein Stipendium für ein Studium in den USA. Zur Zeit absolviert er das Bachelorstudium bei Prof. Bernd Goetzke an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Im Laufe seines Studiums trat Xingyu in vielen Recitals, Konzerten und auf Festivals in China, den USA und Europa auf, in Konzertsälen wie der Konzerthalle der ‚Verbotenen Stadt‘ in Peking, dem Oriental Art Center in Shanghai und dem Grand Theatre in Shandong, China, dem Sendesaal des NDR in Hannover, der Thessaloniki Konzerthalle (Megaron) in Thessaloniki, der Sundin Musikhalle in Minnesota, USA, der Monumentalhalle in Brescia, Italien, und vielen andere Konzertsälen. Er musizierte auch zusammen mit der Nationalphilharmonie der Ukraine, dem Staatlichen Sinfonieorchester Thessaloniki, der Südwestdeutschen Philharmonie und der „Mihail Jora“-Philharmonie in Bacau. Xingyu wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der 1. Preis beim Zhou Guangren Young Pianist Award 2011, der 3. Preis bei der Gina Bachauer Junior International Piano Competition 2013, der 1. Preis bei der Yamaha Music Scholarship Competition 2014, der 2. Preis bei der Giorgos Thymis International Piano Competition und der 1. Preis bei der Città di Cantù International Piano and Orchestra Competition. Zudem wurde 2017 er Preisträger des internationalen Ferruccio-Busoni-Klavierwettbewerbs.

Hersteller
EternalArts Audio Laboratorium
Anschrift Wietzendiek 1 + 15
30657 Hannover-Isernhagen
Telefon +49 511 56375007
E-Mail gateway@audioclassica.de
Web www.audioclassica.de

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Montag, 16 Dezember 2019 00:01

Dynamique Audio Shadow 2

geschrieben von

Von Dynamique Audio erhielt unsere Redaktion ein Set aus zwei Netzkabeln, einer Cinch-Verbindung und einem Paar Lautsprecherkabel zum Test, alles aus der Dynamique Shadow 2 Linie. Der Material-Mix dieser Kabel ist hochwertig und lässt auf ein beachtliches klangliches Niveau hoffen.

Dynamique Audio ist im englischen Brighton ansässig und mit dem umfangreichen Kabel-Sortiment in den USA und vielen Ländern Asiens am Markt etabliert. Für Europa finden sich auf der Dynamique Audio Ltd.-Website keine Vertriebspartner, da Dynamique seine Kabel direkt an den Endverbraucher liefert und somit Handelsspannen einspart. Wer die Kabel erst in aller Ruhe zuhause probieren möchte, dem gibt man dafür dafür 30 Tage Zeit, also doppelt so lange, wie es das EU-Fernabsatzgesetz vorsieht. Dynamique Audio gewährt dem Erstbesitzer, der online ab Werk bestellt, eine Garantie von zehn Jahren auf Herstellungsfehler. Jedenfalls scheinen die Kabel von Dynamique Audio aktuell durchaus preisgünstig, wenn man einen Blick auf die verwendeten Materialien wirft und auch Preise der Mitbewerber kennt. Schön ist zudem, dass Dynamique Audio ein komplettes Angebot aller für Audio erdenklichen Typen und Ausführungen anbietet und somit Phonokabel, Digitalkabel, symmetrische und Cinch-Leitungen und anderes in bis zu sechs verschiedenen Qualitätsstufen erhältlich sind. Die Shadow 2-Linie liegt im oberen preislichen Mittelfeld. Dank der Vielfalt ist es möglich, eine Anlage im gewünschten Preisrahmen komplett mit Dynamique auszustatten. Diese Idee der ganzheitlichen Verkabelung aus einer Hand halte ich in den meisten Fällen für eine sehr gute Lösung. Eine musikalisch erfreuliche Erfahrung machte ich vor einigen Monaten mit der kompletten Netzverkabelung meiner Anlage mit Audioquest. Seit dem spielt diese auf einem weit höheren Niveau. Alle zuvor getätigten Versuche mit verschiedenen Kabeln waren nicht oder nur partiell zielführend. Der Austausch einzelner Netzkabel kann durchaus Erfolg bringen, ist aber kaum vorhersehbar und von individuellen Gegebenheiten bestimmt. Damit sind wir schon mitten im Klang-Thema. Eines der mir zur Verfügung stehenden Dynamique Shadow 2 Netzkabel habe ich an meinem Audio-gd Vorverstärker installiert und somit die Audioquest-Gesamtheit durchbrochen. Das Shadow 2 Power Cable zeigte durchaus erfreuliche Charakterzüge, jedoch geriet die tonale Balance in meiner Anlage aus dem Gleichgewicht. Bei meinem Freund, ebenfalls Besitzer der gleichen Audio-gd Vorstufe, ging mit dem Shadow 2, wenn ich das mal so sagen darf, die Sonne auf. Es schien, als könnten erst jetzt seine Brinkmann-Monos, die wie der Rest der Audio-Kette mit günstigen Supra-Kabeln an einer soliden, einfachen Netzleiste angeschlossen waren, ihre ganze Klangpracht entfalten. So unterschiedlich kann die Wirkung eines einzigen Kabels am gleichen Gerät sein. Im Fall meines Freundes hat auch eine Vielzahl anderer an seinem Vorverstärker ausprobierter Netzkabel nicht annähernd für so viel Musikalität seiner gesamten Anlage gesorgt, wie sie das Shadow 2 bewirkte.

Das massige Anti-Resonanz-Element ist im Cinch-Kabel besonders gewichtig
Das massige Anti-Resonanz-Element ist im Cinch-Kabel besonders gewichtig

Ähnlich verhielt es sich mit meiner Anlage, wo ich versuchsweise das Cinch-Kabel zur Spectral-Hochton-Endstufe, mein In-akustik 1302, gegen das Shadow 2 Silberkabel wechselte. Wieder zeigten sich positive Merkmale, vor allem der Glanz in den Höhen gefiel mir. Hier hätte das Shadow 2 durchaus verbleiben können, da die Tonalität sich zwar leicht änderte, jedoch nicht aus dem Gleichgewicht geriet. Das gleiche erlebte ich mit dem Lautsprecherkabel von Dynamique. Das neueste Album des Cécile Verny Quartet Of Moons and Dreams erfreute mit dem Shadow 2 Speaker Cable an der Spectral mit klanglicher Ausgewogenheit, wobei besonders der klare und farbig fein nuancierte Nachhall der Schlagzeug-Becken imponierte. Alle drei Shadow 2 hatten in meiner Anlage, wo sie nur an einzelner Stelle zum Zuge kamen, etwas gemeinsam. Sie brachten zusätzlich Licht ins Spiel, zeichneten transparent zarte Strukturen in den hohen Tonlagen. Stimmen wurden ein klein wenig schlanker. Über alles schien mir die Darbietung etwas straffer, ein wenig dynamischer und in erfreulicher Weise etwas direkter. Wirklich Aufschluss über die klanglichen Fähigkeiten der Dynamique Shadow 2 sollte dann aber meine zweite Anlage bringen, wo die fünf Kabel einen höheren Anteil am Gesamten haben. Aber zuerst ein wenig über die technischen Aspekte und den Aufbau der Shadow 2.

Der Masse- und Minus-Leiter im Cinch-Kabel hat im hier roten Kunststoff einen schmalen, bewusst massearmen Kontakt
Der Masse- und Minus-Leiter im Cinch-Kabel hat im hier roten Kunststoff einen schmalen, bewusst massearmen Kontakt


Dynamique Audio konstruiert und fertigt seine Kabel selbst und benutzt, bis auf wenige Ausnahmen, keine Kabel, die von anderen Herstellern nach Dynamique-Spezifikationen zugeliefert werden. So ist eine kontinuierliche Qualitätskontrolle und gleichbleibende Fertigungsgüte gewährleistet. Alle Dynamique Audio Verbindungen werden mit verwandtem Klangcharakter entwickelt. Steigt man in der Produkt-Hirachie von einem preiswerten Einsteiger-Kabel auf ein teureres, höherwertiges auf, erhält man die gleiche Tonalität, bekommt aber einen Zugewinn an Detailauflösung und Klarheit, so die Aussage von Dynamique Audio. Die tonale Ausrichtung bleibt stets gleich, so dass sich keine Veränderungen ins Dunkle oder Hellere ergeben sollen. Alle Kabel sind auf der Website von Dynamique Audio in ihrem technischen Aufbau weitgehend beschrieben. Hier gibt man sich nicht geheimnisvoll. Designs, die allein einer optischen oder haptischen Aufwertung dienen, sind bei Dynamique Audio nach eigener Aussage nicht zu finden. Bei der Konstruktion wird jedoch neben dem Klang sehr wohl Wert auf eine gute Handhabung gelegt. Alle Dynamique-Leitungen sind sehr flexibel. Reines Silber oder versilbertes, hochreines Kupfer ist das überwiegend verwendete Leiter-Material. Um zu vermeiden, dass die Silberleiter unmusikalisch hell klingen und partiell überbetonen, werden Reinheit, Geometrie, Leiterstärke und Dialektrika miteinander in Einklang gebracht und aufeinander abgestimmt. Die Versilberung der Kupferleiter ist mindestens 100 Mikrometer dick. Man ist in Brighton davon überzeugt, dass mit hochwertigem Silber beste Detailtreue, Dynamik und Musikalität realisierbar sind. Überwiegend und bevorzugt verwendet man keine Litzen-Leiter, sondern Massivleiter. Die Teflon-Umhüllung wird im Fertigungsprozess erst übergezogen, nachdem die Leiter schonend chemisch von Verschmutzungen befreit wurden. Die Teflon-Isolierung der Shadow 2-Linie ist eine übergroße Röhre, sodass der Leiter im idealen Isolator, nämlich der Luft, beinahe schwebt. Auch mechanische Material-Resonanzen sollen durch die Lufthülle vermieden werden. Die unterschiedlichen Leiter-Geometrien in einem Kabelstrang werden so gestaltet, dass bestmögliche Ergebnisse im Hinblick auf Radiofrequenz- und elektromagnetische Unterdrückung erreicht werden. Bei verschiedenen Kabeln sind Resonanzdämpfer-Elemente integriert und äußerlich deutlich sichtbar. Bei unseren Testkabeln ist dies beim Strom- und beim Cinch-Kabel der Fall. Die Lautsprecherkabel haben kleinere, nicht ganz so aufwändige Elemente in der Weiche, wo die Leitung sich in Plus und Minus teilt und somit zwei Stück pro Kabel. Diese Dämpfer sollen mikrofonischen Verzerrungen im Kabel entgegenwirken. Zwar ließe sich eine ähnliche Resonanzunterdrückung auch mit Baumwoll-Füllungen zwischen den Leitern erzielen, nachteilig wäre jedoch deren Wirkung als dielektrische Schicht, denkt man bei Dynamique Audio. Der Dynamique-Resonanzdämpfer ist ein aus massivem Aluminium CNC-gefräster Block, der poliert und eloxiert wird. Entscheidend für seine Wirksamkeit sei seine Befestigung am Kabel mit einem Vibrationen und Resonanzen absorbierenden Elastomer-Klebstoff. Von besonderer Bedeutung sei die Auffüllung dieser Dämpfer mit elektromagnetische Interferenzen schluckenden Füllungen, einer Mixtur, die von Dynamique Audio eigens erforscht wurde. Sie ist eine Mischung aus Nichteisen-Materialien. Durch diesen Aufbau des Resonanz-Dämpfers sollen die grundlegenden elektrischen Parameter unbeeinflusst bleiben, jedoch das Hochfrequenz-Rauschen effektiv absorbiert werden.

Die Lautsprecherkabel Shadow 2 besitzen jeweils in den Weichen Resonanzdämpfer aus Metall und Carbon-Fiber
Die Lautsprecherkabel Shadow 2 besitzen jeweils in den Weichen Resonanzdämpfer aus Metall und Carbon-Fiber

Die meisten der bei Dynamique Audio verwendeten Stecker sind Eigenentwicklungen. Es werden aber auch Stecker von WBT, Neutrik und Wattgate verbaut. Das Shadow 2 Cinchkabel ist mit Steckern bestückt, die den Minuspol massearm, nur durch einen schmalen Gold-Kontakt im Kunststoff leiten. Dies kennen wir von WBT nextgen und es dient der Vermeidung von Verwirbelungen in einer zu großen Kontakt-Masse, wie sie bei üblichen Cinchsteckern auftreten können. Laufrichtungen der Kabel werden bei Dynamique nur in wenigen Fällen gekennzeichnet. Sie wird lediglich angegeben, wenn die Abschirmung nur an einem Ende des Kabels mit einem Cinch-Stecker verbunden ist. Ansonsten ist man der Auffassung, dass sich ein Kabel selber im Laufe der Benutzung in eine Richtung einspielen wird. Wird die Richtung zwischenzeitlich vertauscht, könne es zu Klangeinbußen kommen, jedoch spiele sich das Kabel dann erneut ein. Eine Einspielzeit benötigen die Leitungen jedoch schon, und zwar aufgrund des Silbers länger als übliche Kupferkabel. 50 bis 75 Stunden bei Signal- und 100 bis 150 Stunden bei Lautsprecher- und Strom-Kabeln seien ausreichend, um eine anfängliche, leichte tonale Unausgewogenheit zu eliminieren. Weiteres Einspielen stabilisiere die erreichte Qualität. Zu den ausgesuchten, unterschiedlichen verwendeten Leitergeometrien vertritt man bei Dynamique die Auffassung, das deren jeweiligen abweichenden elektrischen Eigenschaften sich positiv ergänzen und zu einer stimmigen Klangbalance führen sollen. Gleichförmige Leiter hingegen würden ihre Eigenschafte ins Negative addieren. Diese Technologie wird in den mittleren und hochwertigen Signal- und Lautsprecherkabeln angewandt, zu denen auch die Shadow 2 gehören. Bei Lautsprecher-Leitungen werden neuerdings auch Multicore-Leiter eingesetzt, eine Mischung aus Solid-Core und Litze. Dies bringe noch einmal einen zusätzlichen Klangvorteil. Auch das Shadow 2 ist so aufgebaut.

Hochwertige Stecker, überwiegend aus eigener Fertigung, sind bei Dynamique Audio wichtiger Bestandteil eines jeden Kabels
Hochwertige Stecker, überwiegend aus eigener Fertigung, sind bei Dynamique Audio wichtiger Bestandteil eines jeden Kabels

Das Test-Setup meiner Anlage sah folgendermaßen aus: Die Air-Tight-Monoendstufen erhielten jeweils ein Shadow 2 Netzkabel. Das Shadow-2-Cinch-Kabel verband die Antelope-DAC-Vorstufe und die Air Tights. Das Lautsprecherkabel war ebenfalls im Spiel. Ich habe den Kabeln einige Einspielzeit gegönnt. Was ich in dieser Konfiguration zu hören bekam, war ein ungewohnt schönes Klangbild. Denn die Tiefe des Raumes und die Leichtigkeit und Offenheit hatte ich so noch nicht an den Epsilon-Bändchen-Lautsprechern gehört. Die Musik war klar strukturiert. Im ersten Satz von Camille Saint-Saëns Orgel-Symphonie mit Charles Munch können Streicher und Bläsersatz schon mal untypisch aggressiv klingen, wenn Präsenz oder Höhen zu ausgeprägt sind. Nicht so mit den Shadow 2 Silber-Kabeln. Weich war das Klangbild anderseits auch nicht gezeichnet, vielmehr klar und präzise. Hier war entspanntes Zuhören ein vergnügliches Erlebnis. Beim Austausch nur der Cinch-Verbindung zwischen Vor- und Endstufe gegen mein etatmäßiges In-akustik-NF-1302 wurde das Klangbild runder und verlor an Glanz. Das Shadow 2 hatte vergleichsweise eine leicht strengere Diktion, was in Abhängigkeit von Musikart und Aufnahme stets zu mehr Licht, aber keinerlei Schatten führte. Der positive Effekt der Shadow-2-Verkabelung insgesamt geriet noch deutlich ausgeprägter, als ich die Anlage statt über meine Mudra-Trenntrafo-Netzleiste über den sündhaft kostspieligen PS-Audio-P20-Netzstrom-Regenerator anschloss, der just zum Test eingetroffen war. Der Spaß kostet mit Analysis Plus Stromkabel zur Wandsteckdose an die 16.000 Euro und beweist leider einmal mehr: Geld klingt. Doch das nur am Rande. Auch die Mudra-Leiste ließ die klare, räumliche und filigrane Klangqualität der Shadow 2 nicht nur durch, sondern den Wunsch aufkommen, das gesamte Setup mit Shadow 2 Netzkabeln zu bestücken. Aber die Zuleitung zur Max-Leiste und auch das Steckernetzteil vom Antelope mussten sich mit dem preisgünstigen Mudra-Kabel begnügen. Der Primare CD-Player hingegen profitierte von den Klangfarben, die das Audioquest Hurricane Source zu generieren pflegt. Über all dies ist das Hören mit den Dynamique Shadow 2 ein Genuss, weil der musikalische Fluss stimmt, der Rhythmus den Zuhörer mitnimmt und die Dynamik vor allem im Feinen immer wieder überrascht. Dabei registrierte ich stets mit Freude, wie homogen die Musik auf der imaginären Bühne dargestellt wird. Das musikalische Ganze wird nicht zerpflückt, aber wunderschön analysiert, und mit Leichtigkeit kann man den Tonfolgen der Instrumente nachspüren. Auch im Tieftonbereich spielt das Shadow-2-Dreierset exzellent. Da ist wirklich gar nichts eingedickt und dennoch kommen Drums, E-Bässe, Orgel und andere tiefe Lagen imposant mächtig, vor allem aber mit klarer Zeichnung. Kari Bremnes Album Løsrivelse mit Vertonungen der Gedichte von Edward Munch zu fünfzehn seiner Gemälde ist ein Beispiel für eindrucksvolle Raumtiefe, aus der teils abgrundtiefe Bässe, erzeugt von Schlagwerk oder von Saiten, sich plastisch im Raum ausbreiten.


Top verarbeitet trägt jedes Shadow-2-Kabel zum klanglichen Mehrwert bei
Top verarbeitet trägt jedes Shadow-2-Kabel zum klanglichen Mehrwert bei

Weiter geht´s. Ich lasse das NF-1302 im Spiel, weil ich mich Schritt für Schritt wieder meiner üblichen Verkabelung nähern möchte, und tausche nun das Shadow-2-Speaker-Cable gegen mein QED-Silver-Spiral. Das führt zu einem regelrechten Zusammenbruch in Sachen Dynamik, Weiträumigkeit und Grandezza. Von Langeweile zu sprechen, ist zwar übertrieben, aber in diese Richtung geht es, nachdem das Shadow-2-Speaker-Cable nicht mehr mit im Spiel ist. Deutlich wahrnehmbar ist dies beim Album Roots Revisited von Marceo Parker (Minor Music 801015). Da fehlt die klangfarbenstarke Attacke vor allem von Saxophon, Posaune und Orgel. Die Musik reißt mich nicht mehr in der Weise mit, wie es zuvor unvermeidbar war. Etwas weniger ausgeprägt erfahre ich die gleiche dynamische Zurückhaltung und Blässe in den Klangfarben auch beim Album The Afro Eurasian Eclypse von Duke Ellington von 1975. Schon bei der witzigen Rede des Maestros zu Beginn spürt man den enger gewordenen Raum. Also muss das Shadow-2-Speaker wieder ins Spiel, bevor ich die Netzkabel von Dynamique Audio gegen meine Mudra wechsele. Auch durch das Fehlen der Shadow-2-Power geht mitreißender Schwung im Vortrag verloren. Die Klangfarben sind jetzt eindeutig stumpfer. Je länger man hört, desto deutlicher fällt die Zurückhaltung als Defizit auf. Auch wenn es nicht schlecht klingt, ist das Großartige und Begeisternde zu einem Gutteil auf der Strecke geblieben. Ich möchte jetzt wissen, ob das Shadow-2-Cinch da was retten kann und integriere es anstelle des 1302. Ja, es kann, zumindest in Hinsicht auf Dynamik und Punch legt die Musik wieder etwas zu. Der Hörspaß, den die Shadow-Netzkabel an den Mono-Röhren-Endstufen machten, wird aber nicht erreicht. Ich versuche nun das Netzkabel am CD-Player, wo das wesentlich teurere Hurricane bislang sehr gut seinen Dienst verrichtete. Der Charakter, der alle drei Shadow 2 auszeichnet, ist klar zu vernehmen. Die Musik ertönt präzise, etwas schlanker, mit ansprechendem Drive und erfreulich viel Pep. Das gefällt mir, dennoch möchte ich diesen Wechsel eher als Geschmackssache bewerten. Das Audioquest glänzt durch mehr Fülle, was ebenso gefallen kann.

Jedem Kabel von Dynamique Audio liegt ein manuell ausgefülltes Zertifikat bei
Jedem Kabel von Dynamique Audio liegt ein manuell ausgefülltes Zertifikat bei

So ergibt sich für mich das nicht wirklich überraschende Ergebnis, dass es am besten klingt, sobald die gesamte Anlage im Rahmen des Verfügbaren mit Shadow 2 verkabelt ist. Vor allem das Netz- und das Lautsprecherkabel haben es mir angetan. Beim Cinch-Kabel hängt es sicher auch vom Klangcharakter der gesamten Kette ab, ob seine Straffheit und Präzision in den hohen Tonlagen das gewisse Etwas an Glanz mitbringt oder ob es seiner nicht bedarf. Die Kabel von Dynamique Audio haben ihren Charakter: Sie klingen erfreulich dynamisch, sehr schön und durchsichtig und gestalten die Musik lebendig. Neben den klanglichen Meriten verdient zudem ihre mechanische Flexibilität lobende Erwähnung. Diese dürfte in der Praxis oft sehr bedeutsam sein: Im Gegensatz zu sehr vielen Top-Kabeln haben wir es hier nicht mit steifen Schläuchen, sondern mit gut verlegbaren, einwandfrei verarbeiteten Verbindungen zu tun. Man sollte sie probieren, selbst wenn der Brexit den Zugriff künftig etwas erschweren sollte. Ich möchte jedenfalls gern weitere Dynamique Kabel kennenlernen.

STATEMENT

Zu fairen Preisen im Direktvertrieb bietet Dynamique Audio ein umfassendes Portfolio an Audio-Kabeln aller Art. Die hier getesteten Shadow 2 versprechen Hörspaß und dürften so manche Anlage auf ein besseres Niveau steigern. Ihr straffes, nuanciertes Klangbild ist farbenprächtig und von packender, mitreißender Dynamik.
Gehört mit
DA-Wandler-Vorverstärker Antelope Zodiac plus
CD-Player Primare DVD 30
Endstufe Air Tight ATM-3
Lautsprecher Analysis Audio Epsylon
Strom PS Audio P20
Zubehör JIB Boaacoustic Krypton AES/EBU, DH-Labs Silver Sonic oder Sommer Carbokab AES/EBU, In-akustik Black&White NF-1302, QED Genesis Silver Spiral, Mudra Akustik Max Netzleiste und Netzkabel, Audioquest Hurricane Source Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, Raum-Absorber von mbakustik und Browne Akustik
Möbel Audio Exklusiv d.C.d. Basis; Ikea Lack
Herstellerangaben
Dynamique Shadow 2 Netzkabel
Conductors Pure silver (4N), Silver-plated OFC (7N)
Insulation PTFE Teflon super air-spaced
Construction Helical Array, Distributed Gauge
Damping 1 x resonance filter
Terminations Dynamique gold over copper IEC, US & EU
Preise 1 m - 600 £
1,5 m - 680 £
2 m - 760 £
2,5 m - 840 £
3 m - 920 £
Herstellerangaben
Dynamique Shadow 2 Analogue Interconnect RCA oder XLR
Conductors Pure Silver (4N) solid-core
Gauge 6 x 24 AWG
Insulation PTFE Teflon air-spaced
Construction Helical array, triple-balanced
Damping 1 x resonance filter per channel
Terminations Dynamique low-mass RCA
Stereo-Paarpreise 1 m - 575 £
1,5 m - 665 £
2 m - 755 £
2,5 m - 845 £
3 m - 935 £
Herstellerangaben
Dynamique Shadow 2 Lautsprecherkabel
Conductors 2 x 18 AWG Silver-plated OFC (7N) solid-core, 2 x 22/3 AWG Silver-plated OFC (7N) multicore, 2 x 20 AWG Pure silver (4N) solid-core
Gauge 11 AWG per channel equivalent
Insulation PTFE Teflon, air-spaced
Construction Counter-balanced helical twist, Distributed gauge
Damping 2 x resonance dampers per channel (metal & carbon-fiber)
Terminations Dynamique low-mass banana plug (gold over phosphor bronze, PTFE Teflon), Dynamique low-mass spade plug (gold over pure copper, PTFE Teflon) oder gemischt
Stereo-Paarpreise 2 m - 795 £
2,5 m - 910 £
3 m - 1025 £
4 m - 1255 £
5 m - 1485 £

Hersteller/Vertrieb
Dynamique Audio Ltd
Anschrift Vantage Point
New England Road
Brighton, East Sussex, BN1 4GW
E-Mail info@dynamiqueaudio.com
Web www.dynamiqueaudio.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/19-12-16_dynamique
  • Social Introtext Von Dynamique Audio erhielt unsere Redaktion ein Set aus zwei Netzkabeln, einer Cinch-Verbindung und einem Paar Lautsprecherkabel zum Test, alles aus der Dynamique Shadow 2 Linie. Der Material-Mix dieser Kabel ist hochwertig und lässt auf ein beachtliches klangliches Niveau hoffen.
Dienstag, 15 Dezember 2009 22:31

Dynamique Audio Ltd

geschrieben von
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Dienstag, 15 Dezember 2009 22:28

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Freitag, 13 Dezember 2019 01:33

Hiby R6 Pro

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Wir bewegen uns in eine neue, mobile HiFi-Welt, ob wir das nun mögen oder nicht, es wird sich nicht mehr ändern lassen. Ich weiß, Prognosen sind immer mit Vorsicht zu genießen, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. (Mark Twain)

Apple ist an allem Schuld, der iPod hat die ganze Chose ins Rollen gebracht. Kennt den eigentlich noch jemand? Damit konnte man früher unterwegs Musik hören mit den dazu gelieferten weißen Ohrhörern. Gibt es nicht mehr, dafür aber etwas viel Besseres: den digitalen Audio Player, der sogar Hi-Res Formate abspielen kann. Heute geht es um den DAP Hiby R6 Pro. Schon wieder ein Asiate, wird sich so manch einer denken! Nun ist es mittlerweile so geworden, dass eigentlich alle Geräte in den asiatischen Ländern entwickelt und gebaut werden. Einzig und allein fällt mir da die Chord Mojo-Poly Kombination ein, die zumindest in die Richtung Digitaler Audio Player geht.

Der chinesische Hersteller Haibei ist hierzulande wohl weniger bekannt, die Firma ist aber seit über 10 Jahren im Geschäft, in erster Linie als OEM Zulieferer für andere bekannte Marken. Mit der dabei gesammelten Erfahrung entschloss man sich, unter dem Namen Hiby ein eigenes Produkt zu entwickeln. Das Vorgängermodell, der Hiby R6 wurde 2017 vorgestellt und nun durch die Pro-Version ergänzt. Eines der Hauptprobleme beim alten R6 war der relativ hohe Ausgangswiderstand von zehn Ohm. Dieser kann bei einigen hochempfindlichen Ohrhörern zu Verfärbungen führen. Mit nunmehr 0,24 Ohm (unsymmetrisch) beim Pro-Modell dürfte es keine Probleme mehr geben.

Mit seinem handlichen Format passt der Hiby in jede Hosentasche
Mit seinem handlichen Format passt der Hiby in jede Hosentasche

Das Gehäuse ist aus Edelstahl gefertigt, hat etwa die Größe einer Packung Skatkarten und trägt damit zu dem etwas höheren Gewicht bei, allerdings mit 285 Gramm bei weitem kein Schwergewicht. Alles macht einen tadellos verarbeiteten Eindruck. Zum Schutz für den DAP wird eine durchsichtige Silikon Hülle mitgeliefert. Rechts oben findet man den ins Gehäuse eingelassenen konkaven Einschaltknopf. Dieser enthält zudem eine mehrfarbige LED, die neben Play, Laden, auch noch während des Betriebs die verschiedenen Hi-Res Formate anzeigt. Im 44,1-Kilohertz-Format beispielsweise leuchtet sie blau, bei DSD weiß. Geht die Akkukapazität dem Ende zu, wechselt sie auf rot. Darunter drei weitere Tipp-Tasten für Pause, Vorwärts und Zurück. Auf der linken Seite befinden sich zwei konkave Tipp-Tasten für die Lautstärkeregulierung (+/-). Diese lässt sich damit auch im Dunkeln und bei abgeschaltetem Monitor einstellen. Sofern man im Dunkeln die Tasten findet. Betätigt man nun einen der Knöpfe lässt sich die Lautstärke auch auf dem Touchscreen mit Hilfe einer Wischbewegung regulieren. Aber Vorsicht, das kann rasend schnell ins Auge gehen. Äh, ins Ohr. Der interne Speicher mit 32 Gigabyte ist nun nicht unbedingt der Wahnsinn, wie üblich lässt sich der Speicherplatz mit Hilfe einer Micro-SD-Karte erweitern. Die Kapazität nach oben hin ist unbegrenzt, so dass mit einer der neuen Ein Terabyte-Karten erst einmal Ruhe sein sollte.


Die Wandlung übernehmen zwei ESS-ES9028Q2M-Chips. Diese Q2M-Version ist für den mobilen Bereich gedacht und benötigt etwa fünfmal weniger Strom als die Acht-Kanal-Pro-Version. Das Gerät kann DSD bis DSD256 und PCM bis 384 Kilohertz und 32 Bit decodieren. Anschließend dienen vier MUSES 8920 J-Fet Operationsverstärker des japanischen Herstellers New Japan Radio als I/V Converter, die Leistungsverstärkung und den Lowpassfilter übernehmen zwei SSM 6322 Chips von Analog Devices. Damit erreicht der R6 Pro eine Ausgangsleistung von 235 Milliwatt an 32 Ohm unsymmetrisch und 750 Milliwatt am symmetrischen Ausgang. Das sind schon ganz beachtliche Werte. Der Ausgangswiderstand wurde auf 0,24 Ohm (unsymmetrisch) und 0,28 Ohm (symmetrisch) reduziert. Mit dem relativ großen Akku von 4000 Milliamperestunden sollte der R6 Pro laut Hersteller im unsymmetrischen Betrieb zwölf Stunden und symmetrisch betrieben noch acht Stunden durchhalten. Über die Qualcomm 3.0 Schnellladefunktion lässt sich der Akku in 60 Minuten auf 70 Prozent aufladen, für eine Vollladung benötigt er 150 Minuten.

Beim Demo-Modell waren bereits einige Titel vorinstalliert, wenn man eigene Songs laden möchte, benötigt man einen Windows Rechner. Oder eine Mikro SD Karte
Beim Demo-Modell waren bereits einige Titel vorinstalliert, wenn man eigene Songs laden möchte, benötigt man einen Windows Rechner. Oder eine Mikro SD Karte

Der R6 Pro läuft auf Android Basis, hier in der Version Android 8.1. Mit Hilfe der sogenannten Direct-Transport-Audio-Technologie umgeht Hiby die Android-eigene Sample Rate Konvertierung und gewährleistet damit ein bit-genaues Ausgangssignal. Das gilt übrigens auch für Streaming-Apps wie Tidal und Konsorten. Der R6 Pro unterstützt alle gängigen Hi-Res Formate, aber natürlich auch MP3. Eine Aufzählung erspare ich ihnen an dieser Stelle. Eine Bluetooth Funktion ist natürlich ebenfalls vorhanden. Im R6 Pro ist die Übertragung mittels aptX, aptX HD, LDAC (24 Bit und 96 Kilohertz) und HWA auch hoch aufgelöst möglich. HWA ist übrigens ein von Hiby entwickeltes Format. Für den Betrieb damit wäre allerdings ein spezieller Bluetooth Kopfhörerverstärker wie beispielsweise der Hiby W5 erforderlich. Die Haupt-Musik-App auf dem R6 Pro ist die Hiby Music App, man kann aber über das vorinstallierte Googleplay auf Apps von Drittanbietern wie beispielsweise Tidal oder Qobuz zugreifen. Oder auch Musik von Radiosendern hören. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis wir mit den Dingern auch telefonieren können.

Für den koaxialen Digitalausgang wird ein passendes Kabel mitgeliefert
Für den koaxialen Digitalausgang wird ein passendes Kabel mitgeliefert

Ein Nachteil für Apple-Besitzer ergibt sich jedoch aus der Androidkonfiguration: Der Mac erkennt den Hiby nicht – oder will ihn nicht erkennen. Um trotzdem Daten auf den internen Speicher zu spielen, existiert eine Datei im Internet, mit der dies ermöglicht wird. Habe ich jedoch nicht ausprobiert. Bei dem Monitor handelt es sich um einen 4.2-Zoll- großen Touchscreen mit einer Auflösung von 768 mal 1280 Punkten. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens auf Eingaben ist hervorragend, dank des Qualcomm-Snapdragon-425-Prozessors und drei Gigabyte RAM-Speicher. Das Scrollen läuft flüssig, wie bei einem modernen Handy. Was ja auch kein Wunder ist, die Android-Basis stammt schließlich aus dem Handy Bereich und ist millionenfach bewährt.


Wie allgemein üblich kann man einzelne Tracks über die Rubrik Titel, Album, Künstler oder Genre abrufen. Die Rubrik Komponisten fehlt allerdings. Auch eine Wiedergabeliste kann man sich zusammenstellen. Das alles funktioniert rasend schnell, auch die Cover werden blitzschnell geladen. Wobei die Anwahl eines Künstlers zunächst etwas umständlich erscheint, hier werden nämlich sämtliche Tracks in gemischter Form angezeigt und nicht einzelne Alben. Aber nach Betätigen eines Icons werden die Alben sortiert angezeigt. Zu dem Icon gelangt übrigens man nur über trial and error; in dem eher spartanischen Manual sind nur die überlebensnotwendigen Dinge aufgeführt. Beim Scrollen erscheint am rechten Rand ein alphabetisches Register, mit dem man einzelne Buchstaben direkt anwählen kann. Hat man nun einen Titel ausgewählt, so erscheint nicht nur das Cover, sondern man kann über das Anwählen eines Icon mit drei kleinen Punkten – nein, keine drei schwarzen Punkte auf gelbem Untergrund – weitere Informationen abrufen. Ist das Gerät an WLAN angeschlossen, so kann man beispielsweise Liedertexte oder auch fehlende Cover abrufen. Apropos WLAN, der R6 Pro kann neben dem 2,5-Gigahertz-Band auch das 5.Gigahertz-Band verarbeiten.

Der Einschaltknopf zeigt über eine mehrfarbige LED auch das Datenformat an
Der Einschaltknopf zeigt über eine mehrfarbige LED auch das Datenformat an

Wie bei allen modernen Digitalen Audio Playern dieser Preisklasse üblich existieren hier ebenfalls Möglichkeiten, den Klang zu verbiegen. Neben einem Zehn-Band-Equalizer gibt es noch eine Spielwiese namens MSEB, mit der man beispielsweise unter dem Begriff Basserweiterung zwischen tief und leicht wählen kann. Hier gibt es zehn Regler, die an unterschiedlichen Stellen eingreifen. Nix für HiFi Puristen. Über den USB-C Ausgang lässt sich der R6 Pro auch hervorragend als Transport verwenden, beispielsweise als Zulieferer für den Hugo 2. Es ist interessanterweise nicht egal, aus welcher Quelle die digitalen Daten kommen, der Transport hat einen starken Einfluss auf den Sound. Beispielsweise liegen zwischen einem iPhone und dem R6 Pro Welten. Aber auch mit einem Cayin N8 als Transport klingt es anders als mit dem R6 Pro. An Kopfhörerausgängen bietet der Hiby zum einen den unsymmetrischen 3,5-Millimeter-Standardausgang, sowie einen symmetrischen 4,4-Millimeter-Ausgang an. Dabei handelt es sich um einen neuen Standard der Japanischen Electronics and Information Technology Industries Association (JEITA), der speziell für mobile Geräte entwickelt wurde. Man verspricht sich davon eine bessere Klangqualität gegenüber dem 2,5-Millimeter-Anschluss.

Vergessen wir einmal alles oben gesagte und kommen zum wesentlichen Teil: Wie klingt das Ding denn eigentlich? Hierzu muss wieder gesagt werden, dass das Klangergebnis vom Synergieeffekt zwischen DAP und In-Ear abhängig ist. Der unten beschriebene Sound ist letztlich das Ergebnis, das ich mit meinen speziellen In-Ears höre. Ach ja, eingespielt habe ich das Gerät auch ausgiebig. 100 Stunden sind hier Minimum. Fangen wir erst einmal mit dem unsymmetrischen 3,5-Millimeter-Ausgang an. Gehört wurde mit dem Vision Ears Erlkönig, Empire Ears Legend X, Vision Ears VE8, oBravo Cupid und dem betagten Shure SE 500. Der Ärmste muss, sozusagen außer Konkurrenz, immer mal ran. Der erste Eindruck ist sehr vielversprechend: Was da aus dem etwas übergewichtigem „Handy“ herauskommt ist schon beeindruckend und klingt sehr erwachsen.

Eine Schutzhülle aus Silikon wird ebenfalls mitgeliefert
Eine Schutzhülle aus Silikon wird ebenfalls mitgeliefert


Der Hochtonbereich erscheint sanfter, ein bisschen zahmer, ohne Härten und ohne diesen artifiziellen, technischen Aspekt, der manchmal anzutreffen ist. Trotzdem bleibt eine hohe Durchzeichnung. Hörer, die empfindlich auf Härten im Hochtonbereich reagieren, sollten sich den R6 Pro einmal anhören. Aus der Mitte kommt die Musik. Sagt man. Hier klingt der Mitteltonbereich sehr neutral und detailliert. Wie der Hochton ein Tick auf der wärmeren Seite, was aber Stimmen sehr natürlich und mit dem nötigen Volumen erscheinen lässt. Ohne dass das Ganze ins süßliche, romantische abdriftet. Gut zu hören bei alten Aufnahmen mit Jimmy Hendrix oder Deep Purple, hier wird nichts romantisch, der R6 Pro langt hier schon richtig hin. Alles andere wäre ja auch geschäftsschädigend. Hervorragend ist die Wiedergabe von akustischen Saiteninstrumenten wie beispielsweise Laute, Oud oder Flamenco-Gitarre. Bei geeigneter Aufnahme und geschlossenen Augen kann man sich den Musiker samt Instrument sehr gut vorstellen. Dieser sitzt nun unmittelbar vor einem, bei einem Konzert wären das dann die teuersten Plätze.

Der Bass geht sehr tief mit einem eher organischen, analogen Sound. Allerdings ist der Bassbereich stark abhängig vom angeschlossenen In-Ear. Mit dem sehr basskräftigen und mit zwei großen dynamischen Treibern ausgestattete Legend X fehlt mitunter etwas die Kontrolle. Hier hat der Chord Hugo 2beispielsweise alles im Griff. Mit BA-Treibern sieht die Sache gleich wieder ganz anders aus. Durch die kürzere Ausschwingzeit dieser Treiber kommt der Bass jetzt sehr kompakt und tight. Trotzdem bleibt ein Kontrabass sehr körperhaft mit natürlichem, akustischen Ton und sehr feinen Nuancen.

Sämtliche technischen Angaben zu einem Track können abgerufen werden
Sämtliche technischen Angaben zu einem Track können abgerufen werden

Für den symmetrischen 4,4-Millimeter Anschluss benötige ich einen Adapter, weil keiner meiner Hörer über einen Pentaconn-Stecker nach JEITA-Standard verfügt. Zunächst einmal muss man etwas leiser drehen, weil der Pegel etwas höher ist. Mit diesem Ausgang bekommt die Musik mehr Wumms im Bass- und Mittenbereich. Nicht unbedingt überraschend. Aber auch die Dynamik hat deutlich zugelegt. Ein großer Kontrabass wird noch glaubwürdiger dargestellt. Wobei der akustische Ton dieses Instruments sehr natürlich wiedergegeben wird. Generell erhalten die Instrumente etwas mehr Volumen. Auch große Symphonieorchester profitieren bei lauten und komplexen Passagen von dieser Schaltungsart. Die Bühne bekommt in dieser Betriebsart etwas mehr Tiefe.

Allerdings wird der Klang im Vergleich zum unsymmetrischen Betrieb etwas gröber. Bei Instrumenten, wie beispielsweise einer Laute, die nicht so sehr auf Grobdynamik angewiesen ist, klingt das Instrument unsymmetrisch etwas feiner, zumindest über den Erlkönig gehört. Dieser kann natürlich eine fulminante Auflösung bieten. Auch erscheint der Single-Ended-Betrieb hier etwas transparenter, ob das nun an dem beiliegenden Pentaconn-Adapter liegt kann ich nicht sagen. Ich habe überwiegend mit dem SE-Ausgang gehört, aber das ist natürlich Geschmackssache, es wird sicher viele Hörer geben, die den symmetrischen Ausgang bevorzugen. Zudem ist dies auch von dem eingesetzten In-Ear abhängig, der oBravo Cupid beispielsweise profitiert eindeutig vom symmetrischen Anschluss.


Auf jeden Fall ist der 3,5-Millimeter-Ausgang der neutralere von beiden und spielt auch etwas emotionaler. Insgesamt eine hervorragende Leistung des R6 Pro, der mit einem geeigneten Ohrhörer ein tolles Klangbild abliefert. Wobei geeignet sich natürlich auf den eigenen Geschmack bezieht und auf das Zusammenspiel In-Ear-DAP. Es ist schon erstaunlich, zu welch hohem klanglichen Niveau die heutigen Digitalen Audio Player fähig sind. Wer nun glaubt, nur weil das Ding so aussieht wie ein Handy, dann klingt das auch so, der hat noch nie einen guten DAP gehört. Der R6 Pro lässt jedes Smartphone alt aussehen.

Ein Equalizer darf natürlich nicht fehlen. Die Frequenzbänder oberhalb von ein Kilohertz werden auf der nächsten Seite angezeigt
Ein Equalizer darf natürlich nicht fehlen. Die Frequenzbänder oberhalb von ein Kilohertz werden auf der nächsten Seite angezeigt

Abschließend lässt sich sagen, es handelt sich um einen weitgehend neutralen DAP, aber nicht auf der analytisch, klinischen Seite, sondern mit wärmeren Klangfarben. Damit klingt der R6 Pro weniger aggressiv, etwas entspannter, weniger digital. Bei den Klangfarben könnte ich mir schon noch etwas mehr vorstellen, aber wollen wir einmal die Kirche im Dorf lassen, in dieser Preisklasse wohl eher nicht. Der R6 Pro bietet eine sehr gute Auflösung, der Applaus in einem Konzertsaal wird sehr natürlich wiedergegeben. Das ist offensichtlich gar nicht so einfach; manchmal klingt das, als würden die Zuhörer Holzscheite aneinander klopfen. Die Bühne ist mehr breit als hoch und nicht sehr tief. Die Musiker werden allerdings sehr gut voneinander getrennt. Auch werden Unterschiede zu hochauflösenden Formaten sehr deutlich dargestellt. Zudem vermittelt der Hiby ein sehr gutes Gefühl von Pace, Rhythm and Timing. Ok, da haben wir wieder den vom Naim-Marketing in die Welt gesetzten Begriff, mit dem kein Musiker im Zusammenhang mit HiFi etwas anfangen kann. Und die müssten es eigentlich wissen. Gemeint ist wahrscheinlich das Zusammenspiel der Musiker. Hat aber mit HiFi nichts zu tun. Deshalb sagen wir einfach, die Musik wird sehr lebendig und packend wiedergegeben, mit allen rhythmischen Feinheiten.

STATEMENT

Ein Top-Player in seinem Preissegment. Wer hier mehr will, muss erheblich tiefer in die Tasche greifen. Und damit ist noch immer nicht gewährleistet, dass das Ergebnis auch überzeugend besser wird.
Gehört mit
Digitallaufwerk Ayon CDT
D/A Wandler Borbely Audio
Laufwerk Apolyt
Tonarm Triplanar
Tonabnehmer Clearaudio Goldmund, Van den Hul Grashopper
Vorstufe Thomas Mayer 10Y
Endstufe Thomas Mayer 211SE Elrog
Lautsprecher Wolf von Langa, Ancient Audio Studio Oslo
Kabel Audio Consulting Reference RCA, Swisscables Reference NF und LS, Auditorium23 LS, Swisscables Reference und Reference Plus Netz, VertexAQ Jaya Netzfilter, VertexAQ Taga Verteilerdose, VertexAQ Roraima Netzkabel, Audioquest Diamond Digitalkabel
Mobiles Hifi Chord Hugo2, Astell&Kern SP2000, Audioquest Dragonfly, Vision Ears Erlkönig, Empire Ears Legend X, oBravo Cupid
Zubehör LeadingEdge Gerätebasis, LeadingEdge Minipaneele
Herstellerangaben
Hiby R6 Pro
Digitaler Wandler 2x ES 90282QM
CPU Snapdragon 425 SoC
I/V 4x Muses 8920
Ausgangsverstärker 2x SSM6322
Unterstützte Formate DSD (DSF, DFF,DIFF), SACD-ISO, FLAC, ALAC, AIFF, WAV, APE, WMA, WMA Lossless, MP3, AAC, OGG
Ausgangsleistung 245mW, unsymmetrisch, 32 Ohm, 750mW, symmetrisch. 32 Ohm
Speicher intern 32 GB, + >512 GB mit Micro SD Karte
Ausgänge 3,5mm-Klinke, 4,4mm-Pentaconn, 3,5mm Klinke Line out
Bluetooth LDAC, apt X, apt X HD, HWA
Akku-Kapazität 4000mAh
Abmessungen (L/B/H) 119,8/66,9/15,7 mm
Gewicht 285g
Preis 900 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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  • Social Introtext Wir bewegen uns in eine neue, mobile HiFi-Welt, ob wir das nun mögen oder nicht, es wird sich nicht mehr ändern lassen. Ich weiß, Prognosen sind immer mit Vorsicht zu genießen, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. (Mark Twain)
Mittwoch, 11 Dezember 2019 09:12

Cambridge Audio Trade-In-Programm

Aus alt mach neu: An der Referenzserie Edge und des Ausnahme-Plattenspielers Alva TT von Cambridge Audio interessierte Kunden können jetzt beim Kauf der genannten Audio-Geräte sparen, wenn sie ihre alten Hi-Fi-Komponenten in Zahlung geben.

Teilnehmende Cambridge Audio Fachhändler gewähren für begrenzte Zeit bis zu 20 Prozent Preisnachlass bei Inzahlungnahme von Hi-Fi-Altlasten zukünftiger Edge und Alva TT Besitzer. Die Aktion ist gültig bis einschließlich 31. Januar 2020. Der nächstgelegene Cambridge Audio Fachhändler lässt sich einfach über die Fachhändler-Suche auf der Website des britischen Unternehmens finden.

Mit der Edge-Serie haben die Entwickler von Cambridge Audio dem „Great British Sound“ anlässlich des 50. Firmenjubiläums ein Denkmal gesetzt. Das Ergebnis: unverwechselbarer Klang, bei dem nichts hinzugefügt und nichts weggelassen wird, kombiniert mit einer progressiven und zugleich zeitlosen Formensprache. Der Edge A vereint hohe Leistungsreserven mit einem auf die wesentlichen Bauteile reduzierten Vollverstärkerdesign. Mit der Vor-/Endstufen-Kombination aus Edge NQ und Edge W lässt sich nahezu jeder Lautsprecher auf dem Markt mühelos antreiben. Hörern des High-End-Bundles eröffnet sich dank des integrierten, firmeneigenen StreamMagic-Moduls die volle Welt des Musikstreamings mit bis zu 384 Kilohertz und 32 Bit.

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Der Alva TT von Cambridge Audio bringt neuen Schwung in das Thema Vinyl und befördert das schwarze Gold ins digitale Zeitalter. Dank der Integration des hochauflösenden Bluetooth®-Standards aptX™ HD gelangt der Klang drahtlos zu jedem passenden Empfängergerät. Zusammen mit einem Tonabnehmer aus eigener Entwicklung und einem verlässlichen Direktantrieb bringt der Alva TT alles mit, um direkt mit dem Erlebnis Vinyl loszulegen. Der Plattenspieler wird mit vormontiertem Tonarm ausgeliefert und ist mit nur wenigen Handgriffen einsatzbereit.

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Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 5.000 Euro für den Edge A, 4.000 Euro für den Edge NQ und 3.000 Euro für den Edge W. Der Alva TT ist für 1.700 Euro erhältlich.

Hersteller/Vertrieb
Cambridge Audio Deutschland 
Anschift Alter Wandrahm 15 
20457 Hamburg 
Telefon +49 40 94792800
Web www.cambridgeaudio.com/deu/de
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Weitere Informationen

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Dienstag, 10 Dezember 2019 00:01

Pro-Ject CD Box RS2 T

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Pro-Ject offeriert mit der CD Box RS2 T ein reines CD-Laufwerk für den Anschluss an einen hochwertigen, externen DA-Wandler. Im „Streaming-Zeitalter“ ist dieses Angebot an einen eher kleinen Kundenkreis gerichtet. Lohnt solch eine Investition aus klanglicher Sicht?

Die Zielgruppe für die CD Box RS2 T ist eindeutig der anspruchsvolle Musikfreund, der über eine CD-Sammlung verfügt, die er nicht auf ein Speichermedium rippen oder konvertieren möchte, um sie dann per USB oder über das Netzwerk an seinen D/A-Wandler weiterzuleiten. Allein schon die Preisstellung mit 2500 Euro für die Pro-Ject-CD-Box-RS2-T spricht den Besitzer eines qualitativ erstklassigen D/A-Wandlers an. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis der Hifi-Anlagen-Besitzer umhöre, sind da einige, die die CD aus klanglichen Gründen gegenüber der Alternativ-Version als Datei in originaler Auflösung, im Wav- oder AIFF-Format oder auch als Flac verpackt, vorziehen. Das Klangbild sei lebendiger, ist dann die stets zu vernehmende Beschreibung des Vorzuges der CD. Als physisches Medium bietet sie darüber hinaus auch den Vorteil, etwas in den Händen zu haben und eventuell ein Booklet zu lesen zu können, wenn dieses nicht in kaum lesbaren, kleinen Lettern gedruckt ist. Allerdings gibt es in den Software-Audio-Playern auch komfortablen Zugang zu Informationen. Roon ist da sicher ein herausragendes Beispiel.

Im Laufe meines Testredakteur-Lebens habe ich erfahren, dass die Qualität eines Musik-Files sehr stark vom Speichermedium und auch dessen Software-Konfiguration abhängt. So erlebe ich über Windows10 mit dem aktuellen Audirvana Plus gegenüber der Alternative mit meinem in die Jahre gekommenen Apple MacMini mit El Capitan und ebenfalls Audirvana Plus einen deutlichen musikalischen Mehrwert, seitdem auf dem Windows-Rechner AudiophileOptimizer 3.0 installiert ist. Dies bringt einen Klanggewinn dank besserer Auflösung und Feinzeichnung und beschert mehr Vergnügen an der Musik. Auch die Wiedergabe während des Tests des auch mechanisch imposant gefertigten Streaming-Servers Antipodes EX hat mich beeindruckt. Was ich damit sagen will: Klangliche Unterschiede darf man genauso, und zwar abhängig vom sinnvollen Aufwand, bei Computer-Hifi, CD-Spieler und sogar beim puristischen CD-Transport erwarten.

Die mechanische Qualität des CD-Laufwerkes ist bekanntlich von erheblicher Bedeutung für das musikalische Ergebnis. Es geht um das möglichst perfekte Auslesen der CD, so dass im Idealfall keine Fehlerkorrektur in das Audio-Signal eingreifen muss, die zu neuen, anderen Störungen im Datenstrom führen kann. Im Hause Pro-Ject in Wien ist das Wissen darum selbstverständlich. Ehemals entwickelte nämlich Philips in der österreichischen Hauptstadt seine hervorragenden Audio-CD-Laufwerke. Aus diesem Team rekrutierte sich die Kreativ-Abteilung von StreamUnlimited. Dazu gehörte auch Mastermind Michael Jirousek, der, so kann man bei Pro-Ject erfahren, das Laufwerk in der CD Box RS2 T maßgeblich mitgestaltete.

Viel Stellfläche benötigt Pro-Jects Top-Lader-CD-Spieler nicht
Viel Stellfläche benötigt Pro-Jects Top-Lader-CD-Spieler nicht


Dieses reine Audio-CD-Laufwerk wurde auf der Basis des StreamUnlimited CD-Pro-8 Top-Laders in Verbindung mit dem Servosystem CD-84 entwickelt. Das Laufwerk-Gehäuse selber ist aus einem massiven Aluminium-Block gefräst. Der Blue-Tiger-CD8-4-Servo ist hierbei im Alu-Block integriert. Durch einen ausgeklügelten Materialmix aus Aluminium und Elementen aus reinem Karbon sowie einer neuen Aufhänge-Mechanik und Vibrationsdämpfern auf dem steifen Kohlefaser-Chassis ist die Player-Einheit sehr stabil und gleichzeitig mechanisch wirksam isoliert. Pro-Ject spricht in diesem Zusammenhang von einem Gravitations-Design mit zentralem Massepunkt. Ein Aluminium-Magnet-Puck klemmt die CD im Spielbetrieb fest auf das Laufwerk. Auf der Website des Herstellers ist der Aufbau des Laufwerkes recht ausführlich beschrieben und auch anschaulich bebildert.

Die kleine Fernbedienung aus Aluminium bietet sinnvollen Komfort
Die kleine Fernbedienung aus Aluminium bietet sinnvollen Komfort

Werfen wir erst einmal einen Blick auf das Gerät, das im funktionalen Design mit klaren, harten Linien und Kanten dank geringer Abmessungen zur Aufstellung nur wenig Platz benötigt. Auf der Front nimmt das Display den größten Raum ein. Im Spielbetrieb kann man hier die Titelnummer, die Zeit und, falls in den Metadaten der CD vorhanden, auch den Titel des jeweiligen Musikstückes in Laufschrift lesen. Links davon befindet sich der kleine aber solide Kippschalter, mit dem das Gerät eingeschaltet wird. Mit der beiliegenden Fernbedienung lässt sich die CD-Box in der On-Position des Kippschalters ins Standby versetzen. Das externe Schaltnetzteil besitzt einen Euro-Anschluss, so dass sich das mitgelieferte Netzkabel problemlos gegen ein höherwertiges – in meiner Kette ein Audioquest NRG – austauschen lässt. Rechts vom Display befinden sich vier Taster für die Basis-Steuerung: Start, Stopp, Pause, Vor und Zurück. Mehr gibt es am Gerät nicht. Denn den eigentlichen Bedienungskomfort liefert die hübsche kleine Fernbedienung aus Aluminium. Mit ihr kann das Display in zehn Helligkeitsstufen eingestellt werden. Auch ist weiße Schrift vor schwarzem Hintergrund oder andersherum wählbar. Beim Abspielen einer CD ist der Deckel des Gerätes zu schließen. Ein Mikroschalter aktiviert dadurch den Einlesevorgang. Der erwähnte Puck muss nicht zwingend aufliegen, sollte es aber wegen der beruhigenden Arretierung der CD. Rückseitig wartet Pro-Jects große CD-Box mit vier Ausgängen auf. Das sind SPDIF-koaxial-Cinch, optisches Toslink und das symmetrische AES/EBU. Eine weitere Schnittstelle ist mit I2S beschriftet und als HDMI-Buchse ausgeführt. Dieser Anschluss ist entgegen meiner Hoffnung nicht kompatibel mit meinem PS-Audio DirectStream-DAC, der seinerseits zwei solcher Eingänge besitzt. Nach Auskunft von Pro-Ject in Wien ist aktuell hier einzig die Pro-Ject-Pre-Box-RS2-Digital anschließbar, die dann auch mit einem Masterclock-Signal den Wandler der Pre Box synchron taktet. I2S ist halt nicht genormt und somit das Zusammenspiel von fremden Fabrikaten schon wegen der Kontaktbelegung ungewiss.

Ein Blick auf das federnd aufgehängte, neu entwickelte Laufwerk
Ein Blick auf das federnd aufgehängte, neu entwickelte Laufwerk

Deshalb lasse ich I2S außer Acht und stelle für diesen Test folgende drei Fragen: Wie klingt der Pro-Ject RS2 T im Vergleich zu meinem Wadia-Laufwerk? Wie bewährt er sich im Vergleich mit gerippten Computer-Files unter Windows 10 Pro mit AudiophileOptimizer und Audirvana Plus? Ist mit dem Reclocker Mutec MC-3+ Smart Clock USB auch hier noch eine Verbesserung möglich? Als erstes schließe ich den RS2 T zum Vergleich mit dem Wadia Transport, der mit einem Philips CDM-1-Laufwerk auch nicht schlecht ausgestattet ist, an den Mutec Reclocker an. Denn der Wadia profitiert eindeutig von der Regeneration durch den Mutec und begegnete dem Pro-Ject somit auf höherem Niveau. Die Fairness gebietet daher, den Österreicher ebenfalls an den Mutec anzuschließen. Später klären wir dann den Einfluss des Mutec auf die CD-Box. Der Unterschied ist in dieser Konfiguration recht ausgeprägt. Der Wadia sieht dabei bezüglich seines klanglichen Gesamteindrucks und seiner Tonalität durchaus gut aus. Dennoch zeigt ihm der Pro-Ject seine Grenzen. Als Beispiel nehme ich das Album Memory Lane des Cécil Verny Quartets: Die CD-Box klingt wie von Schlacke und Schleier befreit, präzise, klar, konturiert und artikuliert. Irgendwie scheint es, als ließe man helles Tageslicht in den Hörraum fluten. Aus dieser Exaktheit resultiert dann auch der Eindruck von gesteigerter Feindynamik und zusätzlicher Tiefe im Raum. Trotz der Fähigkeit, das Klangbild sozusagen pixelgenau zu malen, überzieht diese analytische Wiedergabe nicht ins Lästige. Die Klangfarben und die Größenzeichnung von Cécil Vernys Stimme, die Ihrer Background-Sänger sowie die Instrumente – Kontrabass, Drums, Percussion, Piano, Keyboard – klingen glaubhaft realistisch und gefallen auch wegen der Offenheit und der Luft, die sie umgibt. Die Leichtigkeit in der Zeichnung geht einher mit dem rhythmisch packendem Fluss der Jazz-Live-Darbietung. Weitere CDs bestätigten diesen Eindruck in gleicher Weise, mal mehr, mal weniger ausgeprägt.


Der Blick von oben ins Innere erklärt den Aufbau des RS2 T
Der Blick von oben ins Innere erklärt den Aufbau des RS2 T

Nun gilt es, den Einfluss des Mutec-Reclockers zu verifizieren Das Klavier-Konzert Nr. 1 von Ludwig van Beethoven, interpretiert von Ronald Brautigam und dem Norköping Symphony Orchestra, sollte da Aufschluss bringen. Zum Vergleich wurde der Pro-Ject per symmetrischer Verbindung direkt an den DA-Wandler angeschlossen. Zusätzlich lieferte er den Datenstrom vom koaxialen SPDIF-Ausgang an den Mutec zur Aufarbeitung. Theoretisch wäre die symmetrische Kabelverbindung direkt an den Wandler etwas höherwertiger. Dennoch konnte der Mutec die Musikalität noch leicht steigern, indem er den Streichern zusätzlich Schmelz und den Instrumenten einen wärmeren, angenehmen Charakter verlieh. Es klang so authentischer. Überrascht hat das nicht. Warum sollte das Reclocking des Mutec nicht auch auf hohem Niveau zu noch mehr Musikalität führen? Im Testbericht von Roland Dietl lässt sich lesen, dass sogar ein kaskadierter zweiter Mutec noch einmal den Klang verbessert. Auch die AES/EBU-Verkabelung zwischen Pro-Ject und D/A-Wandler sollte nicht unterschätzt werden. Denn als ich das DH-Labs Silver Sonic zum D/A-Wandler gegen ein Boaacoustic Krypton wechselte, geriet Beethovens Werk noch eindrucksvoller. Das Orchester musizierte noch homogener und die Klangfarben waren minimal prächtiger als mittels des Mutec. Die Pro-Ject CD-Box spielt jetzt auf einem Niveau, wie ich CD ewig lange bei mir zuhause nicht erlebt habe.

Das Netzteil ist nicht abschaltbar. Der Netzschalter am Gerät schaltet nur die CD-Box selber aus
Das Netzteil ist nicht abschaltbar. Der Netzschalter am Gerät schaltet nur die CD-Box selber aus

Bleibt noch die spannendste Frage zu beantworten: Wie schlägt sich die Pro-Ject-CD-Box im Wettstreit mit Windows 10 und AudiophileOptimizer 3.0 samt Audirvana plus? Um gerechte Verhältnisse bei der Verkabelung zu schaffen, schließe ich die RS2 T wieder mit dem Silver Sonic-Kabel an den Mutec an und verbinde diesen mit dem D/A-Wandler mittels des Boaacoustic Krypton. Der Rechner wird per Audioquest Diamond USB mit dem Mutek verknüpft. So profitieren beide Quellen von der für meine Anlage stimmigen, wärmeren Zeichnung des Boaacoustic-Kabels. Der klangliche Unterschied fällt auch jetzt wieder zugunsten der Pro-Ject-CD-Box aus, wenn auch nicht ganz so eindeutig. Nehmen wir Telarcs Aufnahme der Carmina Burana mit Robert Shaw, und zwar den vierten Teil „The Court of Love“. Die wurde seinerzeit in CD-Auflösung per dB-Poweramp mittels eines Plextor-Laufwerks von mir ins AIFF-Format konvertiert. Das Computer-Setup tönt wärmer, jedoch vergleichsweise verhangen. Die Streicher, Holzbläser und das Klavier zu Beginn zeichnet der Pro-Ject konturierter und umgibt sie und auch die folgende Triangel und den Knabenchor mit etwas mehr Raum. Mir gefällt das besser, weil das Klangbild klarer wirkt und etwas mehr Licht und Raum im Spiel sind. Jennifer Warnes´ Album The Well offenbarte dann die Stärken des Pro-Ject noch überzeugender als Carl Orffs Carmina Burana: Die Genauigkeit und Konturenschärfe sind die Stärken der CD Box. Offenheit und Präzision sind ihr positives Merkmal, gepaart mit musikalischem Fluss und jeglicher Abwesenheit von unerquicklichen Artefakten.

Der Blick auf die Rückseite: Da gibt’s eigentlich keine Fragen. Die I2S-Schnttsteller ist nur mit Pro-Ject-Geräten kompatibel
Der Blick auf die Rückseite: Da gibt’s eigentlich keine Fragen. Die I2S-Schnttsteller ist nur mit Pro-Ject-Geräten kompatibel


Es gibt noch eine Option zur klanglichen Aufwertung des RS2 T. Wer, wie ich, das Schaltnetzteil skeptisch betrachtet, kann es mit einem der beiden Pro-Ject-Linear-Netzeile versuchen. Laut Ingo Trebing vom deutschen Vertrieb ATR - Audio Trade gewinnt die CD Box dadurch noch einmal deutlich. Die Power Box RS Uni 1-way kostet 450 Euro. Besitzt man mehrere Pro-Ject-RS-Komponenten, kann die Version 4-way mit vier Strom-Ausgängen für 650 Euro interessant sein. Mal sehen, vielleicht machen wir dazu noch einen ergänzenden Bericht.

STATEMENT

Die CD hat als Medium zweifelsfrei ihre Existenzberechtigung. Die Pro-Ject CD-Box RS2 T beweist dies überzeugend. Den Vergleich mit hochwertiger Computer-Reproduktion braucht sie sicher nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Was der Pro-Ject klanglich bietet, ist bei dem aufgerufenen Preis mehr als angemessen.
Gehört mit
Digital-Analog-Wandler PS-Audio DirectStream-DAC mit Snowmass 3.0
Reclocker Mutec MC-3+ Smart Clock USB
CD-Transport Wadia WT-3200
Computer Dell i7 mit Windows 10 Pro, AudiophileOptimizer 3.0, Audirvana Plus
Vorverstärker Audio-gd Master 9
Endstufe für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100
Equalizer für den Bass: LA Audio EQ231G
Lautsprecher Triangle Grand Concert
Zubehör Audioquest Diamond USB, In-akustik Black&White NF-1302, JIB Boaacoustic Krypton AES/EBU, PAD Alzirr XLR, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral LS mit Enacom LS, Shunyata Andromeda LS mit Enacom LS, DH-Labs Silver Sonic AES/EBU und SPDIF, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC. Source und NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von mbakustik und Browne Akustik
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis
Herstellerangaben
Pro-Ject CD Box RS2 T
Unterstützt CD, CD-R, CD-RW (finalized) and Hybrid-SACD
Digitalausgänge 1 x balanced (AES/EBU) XLR, 1 x koaxial SPDIF (RCA), 1 x optisch (TOSlink®), 1 x HDMI I2S + Master Clock
Externes Netzteil 20V/3000mA DC; 100 - 240V, 50/60Hz
Optionales Netzteil Power Box RS Uni 1-way oder 4-way
Stromverbrauch 600mA DC, < 0,5W im Standby
Ersatzbatterien für Fernbedienung 1 x CR2032 / 3V oder 1 x CR2025 / 3V
Maße B 206 x H 78 x T 200 ( T 210 mit Buchsen) mm
Gewicht 3 kg ohne Netzteil
Ausführungen Silber, Schwarz
Preis 2495 Euro

Vertrieb
ATR - Audio Trade
Anschrift Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Schenkendorfstraße 29
D-45472 Mülheim an der Ruhr
Telefon +49 208 882660
E-Mail email@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/19-12-10_pro-ject
  • Social Introtext Pro-Ject offeriert mit der CD Box RS2 T ein reines CD-Laufwerk für den Anschluss an einen hochwertigen, externen DA-Wandler. Im „Streaming-Zeitalter“ ist dieses Angebot an einen eher kleinen Kundenkreis gerichtet. Lohnt solch eine Investition aus klanglicher Sicht?

Technical Audio Devices Laboratories, Inc. (TAD) haben ihre besten Endstufen entscheidend weiterentwickelt: Die Monoendstufen TAD-M700 und die Stereo-Version TAD-M700S lösen ab Januar 2020 ihre Vorgänger M600 ab und perfektionieren deren Performance mit zahlreichen Neuerungen.

„Die beiden Endstufen TAD-M700 und TAD-M700S sind raumgreifend, groß und schwer. Sie stellen aber eine Kombination aus Genauigkeit, Leistung und Musikalität bereit, die bislang so nicht möglich war – und auf die sich Musikliebhaber und Toningenieure weltweit als gemeinsamen Standard einigen können“, sagt Jürgen Timm, Marketing Director Europe bei Technical Audio Devices Laboratories, Inc. zu den neuen Verstärker-Flaggschiffen.

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Die M700-Modelle basieren wie ihre Vorgänger auf einer patentierten Schaltung, die mit großem Aufwand letztlich extreme Einfachheit ermöglicht: einen extrem geradlinigen Signalweg mit einem Minimum an separaten Verstärkungsstufen und klangschädlichen Korrekturmaßnahmen. Die Spannungsverstärkung benötigt nur eine einzige Gain-Stufe, mit entsprechend minimierten Auswirkungen auf das Musiksignal. Umgesetzt wird die TAD-Schaltung mit sehr hochwertigen Bauteilen, die häufig speziell für die Ansprüche des japanischen Unternehmens angefertigt werden mussten. Die beiden 1,4-kVA-Trafos etwa werden für eine besonders innige Kopplung zwischen Primär- und Sekundärwicklung Lage um Lage manuell aufgebaut. Die vier Netzteil-Siebkondensatoren mit jeweils 33.000 Mikrofarad Kapazität gibt es so nur bei TAD, ebenso die nichtmagnetischen Emitter-Widerstände der Endtransistoren sowie zahlreiche andere Zutaten.

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Wichtig für die Anwender der bisherigen M600, zu denen neben audiophilen Musikliebhabern auch zahlreiche prominente Tonstudios gehören: Abstimmung, technische Arbeitsweise und Kompatibilität bleiben grundsätzlich erhalten. Ein 700er Modell kann also seinen Vorgänger ersetzen und all seine klanglichen Vorteile ausspielen, ohne jedoch die subtile Balance etwa eines Mastering-Abhörsystems zu gefährden. Die TAD-M700 stellen für jede Halbwelle vom Ein- bis zum Ausgang eine perfekt symmetrische Verarbeitung sicher, mit separaten Netztransformatoren, handselektierten Feldeffekt-Transistoren, absolut spiegelbildlichen Platinen-Layouts und Verdrahtungs-Schemata. So wird garantiert, dass positive wie negative Auslenkungen des Musiksignals in perfekter Balance an den Schwingspulen des angeschlossenen Lautsprechers ankommen. Als mechanische Grundlage für elektronische Höchstleistungen besitzen die TAD-M700 und TAD- M700S Chassis aus massivem Alu-Guss, die gegenüber ihren gusseisernen Vorgängern in der 600er- Serie nicht nur merklich leichter, sondern auch signifikant resonanzärmer ausfallen und wegen der besseren Leitfähigkeit des Aluminiums eine noch bessere Schirmwirkung aufweisen. Die Formgebung des Chassis wurde überarbeitet, um die strukturelle Festigkeit zu erhöhen und den Schwerpunkt zu senken – selbst höchste Schallpegel perlen an den pro Stück fast 75 Kilogramm schweren TAD-M700 ab wie am sprichwörtlichen Fels in der Brandung.

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Die zahlreichen Detailverbesserungen und ihre um 40 Prozent auf nunmehr insgesamt 2,8 kVA vergrößerten Trafos führen nicht nur zu noch unverfälschterem Klang, sondern erhöhen auch die Leistung der TAD-M700 auf 700 Watt pro Kanal an vier Ohm sowie auf exakt die Hälfte dieses Werts an acht Ohm. Die Stereoendstufe TAD-M700S produziert 175 Watt an acht und 350 Watt an vier Ohm bei nahezu identischer klanglicher Abstimmung und ist nicht nur wegen ihres geringeren Preises attraktiv, sondern eignet sich auch perfekt für Bi-Amping-Konzepte sowohl in passiver als auch aktiver Konfiguration.
Die TAD-M700 Mono-Endstufen sind ab Januar 2020 bei ausgewählten, qualifizierten Fachhandelspartnern zum Paarpreis von 90.000 Euro erhältlich. Die Stereo-Endstufe TAD-M700S wird ebenfalls ab Januar 2020 zum Stückpreis von 56.000 Euro verfügbar sein. Sie stellen die ideale Ergänzung zum Referenz-Lautsprecher TAD-R1TX dar.

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Jürgen Timm,
Marketing Director Europe Technical Audio Devices Laboratories, Inc.
juergen.timm@tad-europe.com
Tel. +49 (0) 173 512 9958
www.tad-europe.com

Weitere Informationen

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