Wilson Benesch kündigt den Greenwich Turntable an, ein neues Modell der GMT®-Kollektion, das auf der Audio Show Deluxe vom 21. bis 22. März 2026 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Greenwich bildet den Einstieg in die analoge GMT®-Architektur von Wilson Benesch.
Aufgebaut auf derselben ALPHA–OMEGA-Antriebsplattform, die auch den Prime Meridian und den GMT® One Plattenspieler trägt, bildet der Greenwich die Grundlage für ein fortschrittliches System, in dem sich Struktur-, Dämpfungs- und Isolationssysteme über die gesamte Produktpalette hinweg weiterentwickeln. Der GMT® One Plattenspieler wurde auf der High End München 2024 vorgestellt und etablierte die ALPHA–OMEGA-Plattform als Grundlage der analogen Referenzarchitektur von Wilson Benesch. Es folgte der Prime Meridian Plattenspieler, der diese Architektur durch erweiterte Struktur- und Dämpfungsstrategien ausbaute, dabei jedoch die gleiche Kernantriebstechnologie beibehielt.
Das Herzstück des Greenwich Plattenspielers ist der Wilson Benesch OMEGA Direct Drive, ein zum Patent angemeldeter schlitzloser 15-Zoll-Synchronmotor, der eine umlaufende Radialkraftarchitektur nutzt. Die Motortopologie des OMEGA Drive mit großem Durchmesser liefert einen präzisen, gleichmäßigen elektromagnetischen Fluss und einen perfekt synchronen Antrieb zwischen Stator und Rotor. Es besteht kein Bedarf an komplexer Rückkopplungskompensation. Es handelt sich um ein zweckgebundenes, handgefertigtes Direktantriebssystem mit extremer Leistungsfähigkeit, das speziell für die höchsten Anforderungen an die analoge Wiedergabe entwickelt wurde.
Ein entscheidender Durchbruch des OMEGA Drive ist sein Motor mit extrem niedrigem Drehmoment, der bei einer Grundfrequenz von vier Hertz arbeitet – einem Bereich, der für das menschliche Gehör völlig unhörbar ist. Zum ersten Mal in einem Plattenspieler gibt es ein Antriebssystem, das keinerlei Probleme durch Motorgeräusche aufweist, da diese außergewöhnlich niedrige Betriebsfrequenz weit unterhalb der Hörschwelle, die typischerweise bei etwa 20 Hertz beginnt, und weit entfernt von dem empfindlichsten Bereich der Gleichlaufschwankungen um vier Hertz liegt, der die wahrgenommene Klangqualität verfälschen kann.
Das OMEGA Direct Drive-System arbeitet zudem ohne seitliche Belastungen auf das Lager – eine bedeutende Errungenschaft, die erstmals in der Plattenspieler-Konstruktion perfekte Betriebsbedingungen für ein Gleitlager schafft. Durch die vollständige Beseitigung seitlicher Belastungen ermöglicht das System dem Lager, unter idealen, rein axialen Bedingungen zu arbeiten, wodurch jegliche lagerbedingten Geräusche, Reibung und potenzielle Mikrovibrationen, die andernfalls die Wiedergabe beeinträchtigen könnten, auf ein Minimum reduziert werden. Der OMEGA Drive wird von dem speziellen und ebenso präzisen ALPHA Drive angetrieben: einem hochmodernen, quarzgesteuerten 3-Phasen-Antriebssystem in Class A, das eine akribische Stromregelung und Drehgenauigkeit gewährleistet.
Der Greenwich-Plattenspieler kann mit dem GRAVITON® Ti-Tonarm, dem TESSELLATE Ti-Tonabnehmer, dem R1 Carbon Rack und dem optionalen VTA-Steuerungssystem konfiguriert werden, um ein komplettes Greenwich-System zu schaffen. Durch diese Architektur können Besitzer des Greenwich in die GMT-Plattform einsteigen und sie in Richtung Prime Meridian und schließlich GMT® One weiterentwickeln, während das Kernantriebssystem ALPHA–OMEGA und die zugehörigen Komponenten erhalten bleiben.
Der Greenwich-Plattenspieler kostet in Europa 98.000 Euro. Verfügbar sind Upgrades auf transparenten Plattenteller und Rotor, VTA-Steuerungssystem, R1 Carbon Rack, GRAVITON Ti-Tonarm, TESSELLATE Ti-Tonabnehmer. Die Produktion des Greenwich-Plattenspielers beginnt im April 2026. Die Standardlieferzeit beträgt 12–14 Wochen. Der Greenwich wird erstmals auf der Audio Show Deluxe 2026 öffentlich vorgestellt und kann ab sofort über autorisierte Wilson Benesch-Händler weltweit bestellt werden.
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Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren.
Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren bei mir im Hörraum zu Gast war, schon damals mit über 100.000 Euro in der Preisliste stand und mich klanglich derart beeindruckte, dass mein Kollege Wojciech Pacuła und ich es mit einem der beiden Statement in High Fidelity-Awards der German Edition 2023 auszeichneten. Nachdem man im Audio-Reference-Demo-Studio jedoch die Varèse-Kombination gehört hatte, drängte sich einem – ein wenig überspitzt formuliert – der Eindruck auf, mit dem Vivaldi stimme etwas nicht. Das neue Spitzenmodell war ihm in allen Hifi-Kriterien überlegen – nein, nicht nur kleines bisschen, sondern wirklich sehr deutlich. Vor allem waren es nicht die Einzeldisziplinen, in denen der Varèse – hier und im Folgenden steht diese Bezeichnung für das gesamte Fünferpack – glänzte: Die Musik erklang dank ihm einfach natürlicher, selbstverständlicher und echter.

Auf dem Sofa vor der absoluten High-End-Kette saß ich Anfang Februar natürlich nicht allein: Aber meiner Gattin und dem Kollegen Holger Biermann, die ja beide ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem bestens renommierten und mit Preisen ausgezeichneten Vivaldi gemacht hatten, schienen die klanglichen Verbesserung beim Varèse ebenso wir mir schier unglaublich: Sollte es in der komplexen Kette irgendetwas geben, dass für diesen immensen Unterschied zu Ungunsten des Vivaldi mitverantwortlich war? Darauf angesprochen erzählte der Audio-Reference-Chef Mansour Mamaghani, dass es ihm beim ersten Vergleich der beiden Systeme im Hörraum von dCS genauso gegangen sei. Er lud meine Gattin und mich ein, den Vergleich noch im Februar in aller Ruhe zu wiederholen. Dabei ginge es natürlich nicht um einen Test, sondern lediglich um die Validierung der bei der allgemeinen Präsentation gewonnenen Eindrücke. Den logistisch keinesfalls leicht zu bewerkstelligen Transport der fünf großen Kartons und eine Beschäftigung mit dem Varèse in Gröbenzell – möglichst noch vor der High End in Wien – solle der Besuch keinesfalls ersetzten. Ein Angebot, das ich einfach nicht ausschlagen konnte.

Zur Vorbereitung der zweiten Begegnung mit dem Varèse hatte ich den Inhalt meines als NAS-fungierenden Melcos auf eine externe SSD gespeichert und einige wichtige Test-Tracks vorsichtshalber noch auf einen schnellen USB-Stick kopiert. Doch bevor ich von meinen Höreindrücken berichte, sollte ich einige technische Innovationen des Varèse nennen und kurz die Kette vorstellen, die im Vorführraum von Audio Reference aufgebaut ist. Die Quellen sind wie erwähnt der dCS Vivaldi und der Varèse, die Lautstärkeregelung und Quellenumschaltung übernimmt Dan D'Agostinos bester Vorverstärker, der Relentless Preamplifier, und für Leistung im Überfluss sorgt ein Pärchen von Dan D'Agostino Relentless EPIC 1600. Den Strom in Schall wandeln die Wilson Audio Chronosonic XVX, die nicht limitierten Top-Modelle der amerikanischen Lautsprecher-Manufaktur.
Die Komponenten stehen auf Racks aus der Ultimate Line von Bassocontinuo und sind mit den besten Kabeln von Nordost miteinander verbunden – mit einer Ausnahme: Für die fünf Geräte des Varèse-Systems ließ dCS die Verbindungen von den Spezialisten des Kabel- und Steckerherstellers Lemo nach eigenen Vorgaben entwickeln. Herausgekommen sind dabei die ACTUS-Schnittstellen, wobei das Akronym für Audio Control Timing Universal System steht. Die Kabel bestehen aus sechs Paaren verdrillter Leiter, wobei drei wie bei einer Ethernet-Verbindung für digitale Audio-Signale verwendet werden, während ein Paar, der Control Bus, Steuerungsinformationen überträgt und die beiden übrigen Paare für die Clock-Signale genutzt werden. Es soll in Zukunft auch Verbindungskabel von einigen namhaften High-End-Kabel-Herstellern geben. Die erhalten die dafür notwendigen Lemo-Stecker aber nur, wenn ihre Verbindungen die vorgegebenen Spezifikationen über eine Länge von 30 Metern einhalten.
Dem Takt kommt beim Varèse eine besondere Bedeutung zu, da er hier anders als beim Vivaldi keinen Stereo- sondern zwei Mono-D/A-Wandler in je einem eigenen Gehäuse synchronisieren muss. Die Mono-Lösung verbessert zwar auch das Übersprechen zwischen den Kanälen, wurde aber vor allem gewählt, weil dCS' Entwicklerteam herausgefunden hatte, dass die Referenzspannung beim proprietären dCS-Ring-DAC deshalb minimal variierte, weil die verschiedenen Signale des rechten und linken Kanals das Netzteils unterschiedlich belasten. Statt aber einfach den DAC eines jeden Kanals mit einer eigenen Stromversorgung auszustatten, übernahm man die Architektur der Vivaldi-DACs: Beim Varèse wandeln die beiden in einem Gehäuse untergebrachten Ring-DACs jeweils nur eine Halbwelle des Signals. Die Schaltung arbeitet also symmetrisch. Dadurch kommt man ohne den beim Stereo-DAC nötigen DC-Offset aus und auch Beeinträchtigung des Signals durch HF-Einstreuungen werden eliminiert. Darüber hinaus wurde auch bei der Gestaltung der Gehäuse ein hoher Aufwand betrieben, um von den Schaltungen abgestrahlte Störenergie durch die Mechanik weitestgehend unschädlich zu machen. Das geht soweit, dass sogar die Abstandshalter zwischen den Gehäusen und den Platinen aus einem massive Block gefräst werden.

Auch bei der Struktur der Taktgeber hat sich etwas getan: Die Clock für die Abtastraten der 44,1-Kilohertz-Familie ist spannungsgeregelt, während die für die Vielfachen von 48 Kilohertz über die Temperatur geregelt wird. Beide Clocks arbeiten mit dem 512-Fachen der Grundfrequenz. Zur Vermeidung von Jitter werden in den Geräten auch für die Kontroll-Schaltungen und das Display keine anderen Frequenzen verwendet als solche, die mit den Abtastraten korreliert sind. Es gebe kein Sample-Rate-Converting für einzelne Baugruppen. Das sei auch beim Vivaldi nicht anders gewesen, nur bei dessen Vorstellung noch nicht kommuniziert worden, verriet Alasdair McDonald, der für einige Stunden aus England angereist war, um Mansour Mamaghani in Sachen technische Erklärungen zu unterstützen.

Beim Varèse-System gibt es anders als beim Vivaldi-Trio keinen Upsampler mehr. Die davon übernommenen Aufgaben werden auf den Varèse Core und das Varèse User Interface verteilt. So befindet sich beispielsweise der UPnP-Renderer im User Interface. Der Core beherbergt die Digitalen Signal Prozessoren (DSP). Hier wird unter anderem das Mapping organisiert und das Upsampling vorgenommen. Zudem gibt es hier Steckplätze für zwei Module, die das System zukunftssicher machen sollen. In den Varèse-Komponenten kommen wie auch schon im Lina Netzwerk DAC sogenannte gefaltete Schaltungen zum Einsatz, bei denen die einzelnen Platinen statt mit Steckverbindern mit fest verlöteten flexiblen Leitern verbunden sind. Ich möchte hier dem Test aber nicht allzu weit vorgreifen und allzu viele technische Details des Varèse-Systems erläutern. Aber zumindest einige Besonderheiten von dCS' Topmodell sollten erwähnt werden, damit man sich den dabei betriebenen Aufwand vorstellen kann, der ja letztlich zu den – wie gesagt – unglaublichen klanglichen Leistungen und dem entsprechenden Preis – rund 300.000 Euro – führt.

Nachdem mir Mansour Mamaghani die Fernbedienung für den Relentless Preamplifier und das iPad mit der App für den Vivaldi und den Varèse übergeben hat, streame ich einige bekannte Songs von Qobuz, damit wir uns auf die Kette einhören. Aber schon nach dem dritten Track gewinnt die Neugierde die Überhand: Ich wechsele zum Vivaldi und wir fühlen uns bestätigt: Der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist wirklich deutlich. Bei einem Song kommt der Vivaldi dem Varèse klanglich allerdings ein gutes Stückchen näher, aber keinesfalls zu nahe – was wir uns aber nicht im Mindesten erklären können. Dann verbinde ich die Festplatte mit dem USB-Eingang und warte und warte. Zwar erscheinen in den App bald die Namen einiger Künstler und nur nach und nach auch die einzelnen Alben, nicht aber die einzelnen Tracks. Es war wohl keine so gute Idee, eine 4-Terabyte SSD auszuwählen, zumindest, wenn man wie ich eher zu den ungeduldigeren Charakteren zählt.

Ich probiere es also lieber mit dem USB-Stick und der macht es möglich, nach angemessener Zeit besonders packende Auszüge aus unserer Aufnahme von Schostakowitschs Symphonie Nr. 11 zu hören. Das ist alles sehr gefällig, und auch die Dynamik stimmt, die Anlage spielt auf einem extrem hohen Niveau, jedoch nicht so überwältigend, dass ich befürchte ab sofort keinen Spaß mehr daran zu haben, wenn die Highres-Mitschnitte im heimischen Hörraum zu hören sind. Sollte es daran liegen, dass die Wiedergabe von einem per USB verbundenen Medium bei keinem mir bekannten Streamer ebenso so gut gelingt wie von einem NAS oder Stream? Oder sollte ich einfach aus Angst um die Unversehrtheit der Kette den Pegel zu vorsichtig eingestellt haben? Egal, ich spiele das uns bestens bekannte erste Stück von Carla Bleys Life Goes On von Qobuz an: Schon bei den wenigen ersten Noten des ebenso reduzierten wie rhythmisch packenden Intros wird uns klar, dass wir den Track zuhause so noch nie in dieser Qualität genießen konnten: Der Raum wirkt ein gutes Stück größer als bisher bekannt, der Drive der wenigen Anschläge vermittelt sich noch unmittelbarer: So ansprechend und anregend ist „Life Goes On“ noch nie erklungen. Bisher bleibt festzuhalten: Der Varèse distanziert den Vivaldi klar, aber nicht immer ist der Abstand erschreckend groß. Aus dem Netz gestreamte, sehr vertraute Musik lässt sich mit der Millionen-Anlage im Audio-Reference-Hörraum intensiver erleben als je zuvor.

Nachdem Eintreffen von Alasdair McDonald machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach der Ursache für die mal größeren, mal moderateren Unterschiede zwischen den beiden Wandler-Systemen. Als erstes wechseln wir die beiden ein wenig unterschiedlich langen Ethernet-Kabel, über die die Streamer ihre Inhalte beziehen. Die Klangunterschiede bleiben bestehen. Auch das Umstecken der XLR-Verbindungen zur Vorstufe ändern daran nichts: Weder die Kabel noch die unterschiedlichen Eingänge machen sich im Klangbild bemerkbar – was selbstverständlich auch extrem unwahrscheinlich gewesen wäre. Aber man sollte nichts ausschließen. Danach kontrolliert der dCS-Spezialist noch einmal die Einstellungen in den Menüs. Während ich in meiner Kette bisher immer das Upsampling auf die höchst mögliche DSD-Abtastrate bevorzugt habe, ist hier bei beiden Wandlern ein hoher PCM-Wert eingestellt. Der harmoniere mit der Kette und dem Raum am besten, merkt Alasdair McDonald an.

Hier bevorzugt er auch das Filter 3, das beim Varèse fix eingestellt ist. Beim Vivaldi hat man aber nicht die freie Wahl, wie in dessen Test beschrieben wurde: Einige Filter sind nur bei einer Abtastrate von 44,1 Kilohertz verfügbar. Beim Vivaldi sind die Filter im Upsampler und Wandler also nicht immer die, die man für beide ausgewählt hat. Abhängig vom Programmmaterial können sie sich durchaus unterscheiden. Nun achtet Alasdair McDonald darauf, dass auch in beiden Vivaldi-Komponenten die Filter 3 aktiv sind und durch die Abtastrate des ausgewählten Musikstücks nicht ungewollt verändert werden. In dieser Konfiguration kommt der Vivaldi dem Klang des Varèse am nächsten. Für einen möglichst fairen Vergleich der beiden dCS-Systeme müsste man sich also auf eine Abtastrate von von 44,1 Kilohertz beschränken oder aber sicherstellen, dass am Vivaldi-Streamer und -DAC sowie am Varèse die gleichen Filter aktiv sind – was natürlich bei einer Vorführung vor größerem Publikum, dessen Musikwünsche man erfüllen möchte, beinahe unmöglich ist.

Nach dieser Erkenntnis gibt Alasdair McDonald mir noch einen Crash-Kurs in Sachen Varèse-Technik, bevor er wieder Richtung Flughafen aufbrechen muss. Meiner Gattin, dem inzwischen eingetroffenen Kollegen Achim Schneider und mir bleibt noch ein wenig Zeit, die noble Kette im Hamburger Vorführraum mit einigen unser Lieblingsstücke zu genießen. Hoffentlich klappt es mit der Lieferung dieses absoluten Ausnahme-Wandlers nach Gröbenzell wirklich noch vor der High End!





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Mit der neuen Prestige-Serie erweitert Michi sein Portfolio um zwei Komponenten, die zentrale Konstruktionsprinzipien der Reference-Linie in ein etwas preiswerter positioniertes Segment übertragen. Den Auftakt bilden der Michi Prestige X430 Vollverstärker sowie der Michi Prestige Q430 CD-Spieler.
Die Prestige-Serie greift technische und konstruktive Ansätze auf, die Michi bereits mit der Reference-Serie etabliert hat: leistungsfähige Netzteile, konsequente Trennung empfindlicher Schaltungsbereiche und eine auf niedrige Störpegel ausgelegte Signalarchitektur. Die beiden neuen Modelle richten sich an Hörer, die eine Anlage im gehobenen Segment aufbauen möchten und dabei Wert auf solide Leistungsreserven, flexible Anschlussmöglichkeiten und eine langlebige mechanische Ausführung legen.
Vollverstärker Michi Prestige X430
Der Michi Prestige X430 ist ein integrierter Class-AB-Verstärker mit einer Ausgangsleistung von 210 Watt pro Kanal an 8 Ohm beziehungsweise 340 Watt an 4 Ohm. Die Endstufen arbeiten mit hochstromfähigen Ausgangstransistoren. Die Stromversorgung basiert auf einem üppig dimensionierten und, wie bei Michi üblich, im eigenen Haus gefertigten Ringkerntransformator, dessen Auslegung auf eine ultrastabile Spannungsversorgung selbst bei den anspruchsvollsten dynamischen Lastwechseln abzielt.
Zur digitalen Signalverarbeitung kommt ein ESS SABRE ES9039Q2M DAC zum Einsatz. Unterstützt werden PCM- und DSD-Signale über USB sowie digitale Eingänge über Koaxial- und Toslink-Schnittstellen. Der USB-Eingang ist Roon Tested. Zusätzlich stehen Bluetooth mit aptX HD und AAC, ein HDMI-ARC-Eingang mit CEC-Steuerung, mehrere analoge Hochpegeleingänge sowie ein MM-Phonoeingang zur Verfügung. Zur Systemintegration bietet der X430 zwei Subwoofer-Ausgänge, solide Lautsprecherausgänge und einen 6,35-MIllimeter-Kopfhöreranschluss. Die Bedienung erfolgt über ein großformatiges Farbdisplay, das neben klassischen VU-Metern auch das Frequenzspektrum anzeigt. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und folgt der für Michi typischen klaren, reduzierten Gestaltung mit groß dimensioniertem Lautstärkeregler.
CD-Spieler Michi Prestige Q430
Der Michi Prestige Q430 ist als dedizierter CD-Spieler konzipiert und nutzt ein präzise gelagertes Tray-Laufwerk mit schwingungsreduzierter Konstruktion, um mechanische Einflüsse während des Abspielvorgangs zu minimieren. Die Stromversorgung arbeitet mit mehrstufig geregelten Netzteilen, die elektrische Störungen in den sensiblen Signalpfaden reduzieren. Die Digital-Analog-Wandlung übernimmt ein ESS SABRE ES9028PRO, ein achtkanaliger DAC, der im Q430 im differenziellen Stereo-Modus betrieben wird. Vier DAC-Kanäle für links und rechts arbeiten jeweils parallel, um den Rauschabstand und den Dynamikbereich zu optimieren.
Als Ausgänge stehen unsymmetrische Cinch- und symmetrische XLR-Verbindungen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen koaxialen Digitalausgang für den Betrieb mit externen Wandlern. Ein Farbdisplay zeigt neben grundlegenden Wiedergabeinformationen auch CD-Cover-Grafiken an. Das Gehäuse besteht aus präzise gefrästem Aluminium und entspricht formal der Gestaltung der übrigen Michi-Komponenten.
Der Michi Prestige X430 Vollverstärker wird 5.000 Euro kosten und ab Mitte April 2026 lieferbar sein. Der Michi Prestige Q430 CD-Spieler wird 4.000 Euro Kosten und ab Mitte Juni 2026 lieferbar sein
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Man kann gewiss nicht sagen, dass es hierzulande an Hifi-Messen mangelte. Daher war ich gespannt, ob eine weitere Veranstaltung in München genug Zuspruch beim zahlenden Publikum finden würde. Einerseits tut sich nach dem Umzug der High End nach Wien ja eine Lücke auf, andererseits könnte die Vielzahl der Shows Hersteller und Vertriebe überfordern.
Mit den Kosten für die Ausstellungsfläche allein ist ja nicht getan. Hinzu kommt der Aufwand für Verpflegung, Übernachtungen und Bezahlung der Mitarbeiter sowie den Transport der nicht selten voluminösen und schwergewichtigen Komponenten. Da war es kein Wunder, dass die Zahl der Aussteller bei der Premiere der Hifi-Tage in der bayrischen Landeshauptstadt deutlich geringer war als etwa bei der traditionsreichen norddeutschen Variante in Hamburg vor gerade einmal sechs Wochen. Auch wenn einige bekannte Namen fehlten, zogen die in fünf Sälen und 17 Zimmern präsentierten Marken eine Menge Interessierter an. Am Morgen des ersten Tages stimmten über 400 im Vorverkauf abgesetzte Tickets die Veranstalterin Ivonne Borchert-Lima optimistisch. Am Ende sollen es an beiden Tagen deutlich über 1000 Besucher gewesen sein – etwas mehr als ein Drittel der in Hamburg gezählten. Auch Werner Obst, der nach Veranstaltungsende noch kurz in Gröbenzell vorbeischaute, war mit der Besucherresonanz sehr zufrieden und hatte sich bereits für die abermalige Teilnahme im kommenden Jahr entschieden. Alles bestens also – zumindest wenn man davon absieht, dass auch in der Hifi-Szene in anderthalb Monaten das Rad nicht neu erfunden wird und es nur Weniges gab, was wir Ihnen nicht schon zuvor vorgestellt haben.
Meine Gattin hat dennoch mit der Kamera in jedem Zimmer Impressionen eingefangen, Thomas Heinemann nahm sich die Zeit, hier und da ein wenig länger hinzuhören und ich nutzte die Gelegenheit, mit den Ausstellern zu reden und den ein oder anderen Test zu verabreden. Trotz der recht kleinen Zimmer herrschte insgesamt eine recht entspannte Atmosphäre. Auch wir haben den Besuch der Münchener Hifi-Tage 2027 bereits eingeplant.


















































Das Forum der Analogue Audio Association findet heuer nicht wie in den letzten Jahren im April, sondern im März statt und zwar am kommenden Wochenende. Geblieben ist der Veranstaltungsort, das Van der Valk Hotel in Moers. Das Motto für das inzwischen 37. Analogforum lautet: Analog – pure emotion!
Zu sehen und zu hören gibt es auch 2026 rein analoges Hifi auf dem Stand der aktuellen Technik. Im Vintage Raum der AAA werden daneben auch klassische Hifi-Geräte präsentiert. Die Kette im „Starterzimmer“ soll vor allem jüngere Besucher ansprechen und beweisen, dass man selbst mit einer Investition unter 2.000 Euro ganz hervorragend LPs hören kann. Außerdem kann man im sogenannten „Händlerdorf“ wie üblich neue und Second-Hand-LPs, Masterbandkopien, Phono- und Tuningzubehör, Röhren, Sammlerstücke und gebrauchte Geräte erwerben. Natürlich erklingt Musik nicht nur von der Konserve, sondern auch live: An beiden Tagen spielt Wolfgang Bernreuther mit dem Cellisten Götz Kelling-Urban ein Konzert in der Bar des Hotels. Am Samstagnachmittag hat im Wassermühlensaal die Zed Mitchell Band und am frühen Sonntagnachmittag das Axel Fischbacher Trio mit dem Klarinettisten François de Ribaupierre einen Auftritt. Es finden Live_Aufnahmen der Konzerte und später Hörsessions mit ausgewählten Passagen dieser Mitschnitte auf einer hochwertigen Abhöranlage statt.
Im Valkensaal gibt es an beiden Tagen jeweils sechs Workshops, unter anderen mit Rainer Bergmann, Lothar Brandt und Micha Huber. Während der Veranstaltung wird in diesem Jahr erstmalig der Preis für das Lebenswerk im Bereich analoge Musikwiedergabe und -aufnahme vergeben. Die Preisträger für das Jahr 2026 werden auf dem Analogforum Moers 2026 bekanntgegeben und geehrt.
Den Ausstellungskatalog kann man hier runterladen.
Veranstaltungsort
Van der Valk Hotel, Moers am Niederrhein, Krefelder Str. 169, 47447 Moers
Öffnungszeiten
Sa, 21.03.2026 von 10 bis 18 Uhr,
So, 22.03.2026 von 11 bis 17 Uhr
Eintritt
für zwei Tage: 7,50 Euro pro Person. Für Mitglieder der AAA ist der Eintritt frei!
Anreise
Direkt vor dem Hotel findet man ausreichend, selbstverständlich kostenlose Parkplätze. Die nächste Haltestelle der öffentlichen Verkehrsmittel ist etwa 500 Meter entfernt. Die Ausstellungsräume zum Auf- und Abbau sind hervorragend (teilweise ebenerdig) erreichbar.
Veranstalter
Analogue Audio Association e.V., Karl-Oberbach-Straße 50, D- 41515 Grevenbroich
Der Besuch von Angus Leung, dem Firmenchef von WestminsterLab und Marketing-Beauftragten von Lumin, und Krey Baumgartl vom Deutschland-Vertrieb IAD vor der High ist schon fast zur Tradition geworden. Aber auch zwischen den Messen schauen die beiden glücklicherweise gern mal vorbei. Dieses Mal ging es um den Vollverstärker Omne von WestminsterLab.
Wenn Ihnen der Name des Verstärkers bekannt vorkommen sollte, dürfte es daran liegen, dass hifistatement.net bereits im Februar des vergangenen Jahres über dessen Vorstellung im Hifi-Studio Wisseling in Hamburg kurz vor den Norddeutschen Hifi-Tagen berichtete. Damals hatte der Elektronik-Spezialist aus Hong Kong einen noch nicht spielbereiten Prototypen dabei, um zumindest schon einmal die Mechanik des Gehäuses und die hohe Packungsdichte an Transformatoren und Platinen zu demonstrieren. Das Konzept des Vollverstärkers erschien mir so spannend, dass ich gleich einen Test mit Angus Leung vereinbarte. Allerdings erwies sich der angepeilte Fertigstellungstermin ebenso wie die Kalkulation des Preises als ein wenig zu optimistisch: Der Omne ist jetzt in Silber und Schwarz lieferbar und soll 40.000 Euro kosten.

Zumindest ersteres hat mit dem Hang zur Perfektion seines Entwicklers zu tun. Denn der wollte, wie er es nannte, mit dem Omne nicht nur „das ganze WestminsterLab Erlebnis“ bieten, auch wenn die Stromversorgung aus Platzgründen ein wenig moderater ausfallen musste als beim Trio aus Vor- und zwei Mono-Endstufen und die Kanaltrennung aus dem gleichen Grund um Nuancen weniger hoch sein würde. In den jetzt insgesamt mehr als drei Jahren Entwicklungszeit verabschiedete er sich von den für den Quest zugekauften Kontrollschaltungen, die dort auch für die Lautstärkeregelung, die Eingangswahl, die Anzeige und die Infrarot-Fernbedienungs-Schaltung zuständig waren. In der Vorstufensektion des Omne werden diese Funktionen von WestminsterLab-Eigenentwicklungen übernommen, da Angus Leung davon überzeugt war, dass die zuvor verwendeten Lösungen nicht das volle Potential seiner Verstärkerschaltung erkennen ließen. Auf weitere Details verzichte an dieser Stelle, da ich dem in nicht allzu ferner Zukunft erscheinenden Testbericht von Thomas Heinemann keinesfalls vorgreifen möchte.

Nachdem Angus Leung, Krey Baumgartl und ich rein aus Spaß einige wohlklingende Pretiosen aus vergangenen Zeiten wie das bei Three Blind Mice erschienene Album Blow Up und Crystal Clears Direktschnitt Charlie Byrd – ein gerade frisch eingebautes Brinkmann EMT ti verleitete dazu, in Erinnerungen zu schwelgen – gehört hatten, ging es um den eigentlichen Grund des Besuchs. Vor mehr als einem Jahr hatte ich ja eine WestminsterLab-Vorstufe erstanden, von der ich noch immer restlos überzeugt bin. Ohne Rücksicht auf meine bisherige hohe Zufriedenheit wollte Angus Leung zeigen, dass seine neuste Kreation technisch – und vor allem klanglich – einen Schritt nach vorne gemacht hatte. Wir hörten zweimal ein weiteres audiophiles Schmankerl, und dann nahm der Omne den Platz des Quest im Finite-Elemente-Rack ein. Mit Hilfe der Fernbedienung schaltete Angus Leung im Menü des Vollverstärker die Endstufen ab, so dass der Omne in der recht hochauflösenden Kette lediglich als Vorstufe agierte. Der Unterschied war schon nach den ersten Takten der Scheibe absolut klar: Dank des Omne spielte sich das musikalische Geschehen in größeren und luftigeren Umgebungen ab. Die Wiedergabe wirkte trotz des ein oder anderen Details, das es über die Aufmerksamkeitsgrenze geschafft hatte, noch einen Tick fließender und entspannter. Wirklich beeindruckend. Ich bin gespannt, wie Angus Leung die beim Vollverstärker gemachten Fortschritte zukünftig bei den Einzelkomponenten einfließen lassen wird. Schon aus eigenem Interesse werde ich in dieser Sache am Ball bleiben – und Sie auf dem Laufenden halten.


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Der hoch geschätzte WANDLA wurde für die GoldenSound Edition um drei großartige Funktionen erweitert. Bei der WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 wurden die Funktionen Impact+, Tube Mode und Spatial Enhancement komplett überarbeitet und jeweils mit einer eigenen Ferrum Sweet Spot Tuning-Einstellung versehen!
Impact+ kann nun den Tiefton-Klangcharakter steuern, indem man eine von sieben voreingestellten Einstellungen für Bass und Dynamik auswählt und deren Pegel anpasst. Impact+ verfügte in der ursprünglichen GoldenSound Edition über eine Basis-Regelung und einen zusätzlichen Peak, um einen kräftigeren, realistischeren Klang zu erzielen. Die GoldenSound Edition Gen 2 entwickelt dies weiter und bietet sieben verschiedene Einstellungen: Reference, Ref+, Smooth, Kick+, DD-Comp, DD-Comp+ und Sub-Bass. Anstelle einer einzigen festen Verbesserung lässt sich nun aus diesen Klang-Profilen auswählen – einschließlich einer speziellen Kompensation für dynamische Treiber – und der Gesamtpegel von 10 bis 130 Prozhent regulieren. So kann die Ausgabe perfekt auf das spezifisches Soundsystem, den Kopfhörer oder den Soundtrack abgestimmt werden, wobei die gesamte Bearbeitung mit einer außergewöhnlichen 64-Bit-Präzision erfolgt.
Beim Tube Mode kann man einen Röhrenklang erzielen, indem man eines von fünf beliebten Röhrendesigns auswählt und die Stärke des Effekts einstellt. In der ursprünglichen GoldenSound Edition generierte Tube Mode die angenehmen zweiten Harmonischen. Die GoldenSound Edition Gen 2 fügt zusätzlich auch die Klangcharakteristik von fünf Röhren – EL34, KT88, 300B, 2A3 und 7062 – mit einer Wiedergabe bis zur 7. Harmonischen hinzu. So lässt sich Röhrenklang ohne die damit verbundenen Nachteile wie große und sperrige Komponenten, übermäßige Wärmeentwicklung und natürlich die Kosten für die Röhren erleben. Darüber hinaus kann man die Pegel von 10 bis 200 Prozent einstellen, um die perfekte persönliche Einstellung zu finden.
Beim Spatial Enhancement kann man nun den räumlichen Effekt, den Ausgabemodus – Kopfhörer/Lautsprecher – und die neue Transient Compensation unabhängig voneinander aktivieren, um das Klangbild fein abzustimmen. Das Spatial Enhancement verfügte ursprünglich über zwei Modi, die jeweils auf Lautsprecher und Kopfhörer zugeschnitten waren. Die GoldenSound Edition Gen 2 führt die Transient Compensation, kurz T-Comp, ein. Diese Einstellung optimiert den Algorithmus für das Spatial Enhancement und bietet eine verbesserte Verarbeitung für hochfrequente Transienten, was zu einer wesentlich realistischeren dreidimensionalen Darstellung ohne unerwünschte Verschiebungen des Klangbildes führt, die häufig durch herkömmliches Crossfeed verursacht werden.
Alle drei exklusiven Funktionen wurden in der Version GoldenSound Edition Gen 2 verbessert. Impact+, Tube Mode und Spatial Enhancement sind nach wie vor subtil und effektiv und bieten zusätzlich zu den ursprünglichen Einstellungen sehr viel feinere Anpassungsmöglichkeiten. Neben diesen neuen Funktionen bleiben alle Features des ursprünglichen WANDLA (außer MQA) erhalten, wie das SERCE-DSP-Modul, das symmetrische Design des WANDLA, die proprietäre Verstärkung, optimierte digitale Eingänge, fein abgestimmte D/A-Wandlung, dynamische digitale Filterung, einfache Bedienung über den Touchscreen des WANDLA, die Streaming-Steuerungstechnologie von Ferrum und 4TSD-Spannungserkennungsfunktionen in Kombination mit HYPSOS.
Aktuelle Besitzer der ursprünglichen WANDLA GoldenSound Edition und diejenigen, die bereits das GoldenSound Edition Converting Plugin besitzen, können ein Firmware-Upgrade auf die neue Gen 2 kostenlos herunterladen. Darüber hinaus wird Ferrum kurz nach der Einführung des WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 DAC/PREAMP das WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 Converting Plugin für alle WANDLA-Besitzer für 600 Euro zur Verfügung stellen. Weitere Informationen findet man unter ferrum.audio.
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Herstellerangaben
Ferrum WANDLA GoldenSound Edition Gen 2
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Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
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Den Umzug der High End von München nach Wien haben Ivonne Borchert-Lima und ihr Team zum Anlass genommen, am kommenden Wochenende erstmals die Münchener Hifi-Tage zu veranstalten, und zwar nach dem Vorbild der erfolgreichen norddeutschen Messe in einem Le Méridien-Hotel mit sehr guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Wie in Hamburg sind am Samstag 15, am Sonntag 10 und für beide Tage 20 Euro Eintritt zu entrichten. Für Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung gibt es deutliche Ermäßigungen. Vor allem am Samstag hatten sich die Besucher aus Norddeutschland von erstmal erhobenen Eintritt erfreulicherweise nicht abschrecken lassen: Die Ausstellung in der Hansestadt war ähnlich gut besucht wie in den Jahren zuvor. Noch bequemer als dort haben es alle Interessierten, die mit Bus und Bah anreisen. Das Le Méridien München liegt direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Die Parkplatzsituation dürfte dort ähnlich schwierig sein wie in Hamburg, ein Shuttle zu einem großen, etwas außerhalb liegenden Parkplatz wird nicht angeboten. Die Veranstalter müssen sich auf die neuen Begebenheiten erst einmal einstellen. Daran dürfte es auch liegen, dass Stand Dienstagmittag auf der Website noch kein Raumplan und auch kein Programm einzusehen sind.
Hier die Liste der ausgestellten Marken: 64 Audio, A&L, Aavik, Analysis Audio, Ansuz, AP Elektroakustik, ATE, Audes, AudiaZ, Audiofels, AudioNostrum, Audio Offensive , Audio Performance, Avantgarde Acoustic, Axxess, Bergmann, Boaacoustic, Børresen, Defini, Degritter, Dekoni Audio, Diptyque, Eminent Technology, Esoteric, Gemstone, iFi Audio, INKLANG, Kleeny, Kubala Sosna, Lansche Audio, Lehner & Lehner Audio, Media Möbel München, Miyajima Lab, Nessie Vinylcare, Paragon Acoustic, Planarphase cable, Raidho Acustics, Reed, Rosso Fiorentino, Rowen, Scansonic, Sennheiser, SILENT POUND, SonicThrone® Audio Sessel, Sonox, Soundsmith, SoReal Audio, Staltmanis LAB, SV Audio, Thales, Tsakiridis by Audioplan, Vitus, Voxativ, WB Manufacture, Weiss Engineering, Westend Audio, WOD Audio, Ypsilon Electronics
Für Hifistatement ist die Messe ja praktisch ein Heimspiel. Ich bin gespannt, welcher Kollege Lust hat, dort mal mit mir vorbeizuschauen.
Location
Le Méridien München
Bayerstraße 41
80335 München
Tel. +49 89-24220
Öffnungszeiten
Sa von 10-18 Uhr
So von 10-16 Uhr
Eintrittspreise
Tagesticket Samstag 15,00 €
Tagesticket Sonntag 10,00 €
Zweitage Ticket 20,00 €
Schüler U18 5,00 €
Studenten 5,00 €
Mensch mit Behinderung 5,00 €
Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks.
Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich erst einmal hoch erfreut aber bald darauf sehr verwundert. Denn weltweit gab es keinerlei Informationen zu diesen Jubiläums-Komponenten. Auf der Website des chinesischen Herstellers Spark Electronic Equipment Co., Ltd. tauchen diese Pearl Jubiläums-Geräte nicht einmal auf. Auch fand ich international keinen einzigen Bericht, der über die Neuvorstellungs-Kurzbeschreibung hinausging, so wie sie sich auch auf der Cayin Website hierzulande fand. Das bedeutete also jede Menge Recherche, bei der mich Thomas Deyerling und Stefan Noll, Leiter des Cayin Service, dankenswert unterstützten. Durch unseren umfangreichen Informationsaustausch ist inzwischen die deutschsprachige Cayin Website sehr ergiebig und fast alles Wissenswerte findet sich dort beschrieben.

Die Pearl 30d und Pearl 30c ähneln sich nicht allein optisch sehr, sondern auch von der Technik her. Eine separate Stromversorgung ist jeweils die Basis für ein hochwertiges Gesamtkonzept. Die Gestaltung der Gehäuse strahlt dank der Relief-Oberfläche und den goldenen Applikationen eine besondere Wertigkeit aus, mit der Cayin seine Pearl Komponenten aus dem Sortiment hervorhebt. Cayin Geräte gelten ohnehin als hochwertig verarbeitet, aber dieses noble Design macht nochmal einen Unterschied.

Ein gemeinsames Highlight ist bei beiden Geräte eine aufwändige Master-Clock mit einem beheiztern Quarzoszillator, kurz Oxco. die ihre 10-Megahertz-Taktfrequenz über eine 50-Ohm-BNC-Verbindung auch für andere Komponenten in einer Anlage ausgeben kann. Es macht Sinn, die Master-Clock im Pearl 30d auch für das CD-Laufwerk zu nutzen.

Schauen wir uns erst den D/A Wandler Pearl 30d an: Der überrascht durch seine beiden alternativen Wandler-Architekturen. Neben einem als „Modern“ bezeichneten DAC mit acht ES-9039SPro-Wandlerchips, von denen jeweils vier pro Kanal in Mono geschaltet sind, gibt es optional einen „Classic“ DAC, der mit einem TDA1307 und zwei ebenfalls Mono arbeitenden TDA1547 Chips von Philips als Ein-Bit-DAC einen Retrosound generieren soll, wie es auf der Cayin Website heißt. Mit dem ungewöhnlichen Aufwand von acht Wandlerchips – das ist mir noch nie irgendwo anders begegnet – bei Modern optimiert Cayin die Dynamik, die Rauschfreiheit und den ausgehenden Strom. Die weitere Verarbeitung des Signals geschieht in diskret aufgebauter Class-A-Verstärkung. Beim Classic Konzept werden PCM-Daten über alle drei Chips gewandelt, während DSD über die zwei TDA1574 verarbeitet wird, wonach in jedem Fall eine symmetrische Datenverarbeitung folgt. Man darf nach Belieben am Gerät selber oder per Fernbedienung jederzeit und mit nur kurzer Unterbrechung zwischen den Möglichkeiten Classic und Modern umschalten. Wer da Entscheidungsprobleme hat, kann mit dem Auto-Modus die richtige Wahl auch der Elektronik des 30d überlassen. Die entscheidet sich dann bei den PCM-Sampling-Frequenzen 44,1 und 48 Kilohertz für den Classic Modus, bei allem darüber schaltet sie auf Modern. Bei DSD 64 und DSD128 wählt die Automatik wiederum Classic, bei DSD256 und DSD512 abermals Modern. Angezeigt wird dies im Display nicht.

Beide DAC-Alternativen haben natürlich ihre klangliche Signatur, die man vielleicht nicht von der digitalen Auflösung des Musikfiles abhängig machen sollte, sondern eher den Vorlieben beim Hören anpasst. Das bedeutet dann: selber auswählen, was ich im Laufe des Tests auch stets tat. Der Klangunterschied ist bei weitem nicht so ausgeprägt wie man dies etwa von portablen Cayin HighRes-Playern kennt, wenn die Wahl zwischen Röhre und Transistor gegeben ist. Hier geht es bei vielen Musikstücken um Nuancen. Zurückzuführen dürfte das hohe musikalische Niveau und die bei beiden Wandler-Systemen beeindruckende Klangqualität vor allem auf den beachtlichen Aufwand hinsichtlich der Stromversorgung sein, auch wenn diese für den ESS-Sabre-Wandler und das TDA-Chip-Trio nicht identisch ist. Im physisch separaten Netzteil erfolgt die Stromversorgung durch Transformator, Gleichrichter, Filterschaltung und einigem mehr vollständig isoliert vom eigentlichen D/A-Wandler. Die getrennte technische Architektur für die beiden Wandlertypen beginnt bereits beim Netztransformator. So versorgt den 8-fach ESS-Wandler ein Dual-C Trafo, der dazu den beheizten Quarzoszillator, die Taktplatine, die Logikschaltungen und die zu den ES9039SPRO gehörenden Audio-Schaltungen mit Strom speist. Ein zweiter Doppelt-C Transformator liefert den Strom für TDA1307, TDA1547, Operationsverstärker-ICs, diskrete I/V-Schaltungen und diskrete Verstärkerschaltungen.

Zehn hochwertige 15.000-Mikrofarad-Filterkondensatoren sieben im separaten Netzteil, gefolgt von zehn 10.000-Mikrofarad-Audiofilterkondensatoren von Nichicon. In dem eigentliche D/A-Wandler-Gehäuse sind weitere Baugruppen zur Stromversorgung untergebracht. So auch die extrem linearen Spannungsregler, mit denen auch die Ocxo-Clock versorgt wird. Auch wenn die D/A-Wandlereinheit abgeschaltet ist, wird der Quartz-Oszillator bei einer konstanten Temperatur gehalten. Deshalb ist das Takt-System nach dem Einschalten sofort optimal spielbereit. Bei längerer Nicht-Nutzung ist das separate Netzteil ebenfalls abschaltbar. Selbst dann ist die Ocxo-Clock nach dem Einschalten in 80 Sekunden stabil und es erlischt eine rote LED auf der Gerätefront. Ein hochwertiges 12-poliges Kabel mit einem stoßdämpfenden Schutzmantel aus einer verschachtelten Sandwich-Nylonfaser-Baumwollmischung von Viablue verbindet beide Einheiten. Richtungsunabhängig, an beiden Enden mit dem gleichen Stecker aus der Luftfahrttechnik ausgestattet, erlaubt es eine Aufstellung der Einheiten über- oder nebeneinander, jedoch bitte möglichst nicht direkt aufeinander. Der CD-Spieler 30c besitzt die gleiche Verbindung zu seiner externen Stromversorgung.

Sobald man mit dem Pearl 30d Musik hören möchte, darf man sich für drei digitale Filter für beide DAC-Typen entscheiden. So stehen im Amoled-Display zuerst FIR Filter zur Wahl, gefolgt von IIR Filtern, beides für den Modern DAC, die Sie bitte einzig und allein nach ihrem persönlichen Geschmack aussuchen. Als drittes haben Sie bei Classic die Wahl zwischen einem Filter dritter oder vierter Ordnung. Alle Einstellungen lassen sich jederzeit, auch während des Musikhörens verändern. Wohl deshalb ist die Wahl nur über die Metall-Fernbedienung möglich und nicht am 30d selber. Man muss aber zügig agieren, sonst springt das Display wieder auf die normale Anzeige der PCM- oder DSD-Auflösung um. Bei den Filtern empfinde ich die klanglichen Unterschiede zum als Teil signifikant, teils sogar ausgeprägter als die Modern- und Classic-Alternativen des DAC. Abschließend muss man nur noch zwischen dem normalen und einem etwas lauteren Ausgangspegel, im Display mit „H“ angezeigt, wählen.

Die zwei D/A-Wandler-Alternativen machen es nicht immer leicht, da beide nicht grundlegend unterschiedlich klingen. Classic spielt, vereinfacht formuliert, eine Spur wärmer, modern ein wenig knackiger. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der eine oder andere für bestimmte Musikrichtungen prädestiniert sei. Geschmackssache, meine ich, und entscheide mich in den meisten Fällen für den 1-Bit-Stream-Classic-DAC. Patricia Barber eröffnet nach der Einspielphase mit Companion in CD-Auflösung von der Festplatte des Oladra Musikservers die Hörsessions. Was schnell bei allen Songs auffällt, ist die enorme Präzision und Klarheit. Dies bringt eine bis dahin nicht erlebte Sprachverständlichkeit mit sich. Die Songs wirken deutlich spannender als je zuvor. Der Pearl 30d spielt ausgewogen, ich möchte sagen unerwartet unprätentiös. Aufgrund seines Äußeren, seines schwarz-goldenen mit Holz edel dekoriertem Outfits hatte ich so etwas wie Opulenz im Klang erwartet. Und in gewisser Weise vermittelt er die auch, aber anders als von mir unterstellt: Der Cayin Pearl 30d musiziert absolut nicht bombastisch oder in irgendeiner Art überzeichnend. Jedoch beeindruckt er schon bei diesem ersten Album mit einer frappierenden Analytik und Authentizität. Der berühmt-berüchtigte zarte Schleier über der Klangbühne existiert nicht mehr. Zwar hatte ich den zuvor mit meinem Setup nicht bemerkt, jetzt klingt es allerdings noch befreiter und luftiger, gleichzeitig energiegeladen in den unteren Tonlagen. Instrumente und Gesang werden standfest fokussiert; großartig stabil stehen sie in räumlicher Tiefe und Breite geordnet. Dabei ist der Klangraum scharf umrissen. Kein Instrument gerät auch nur ansatzweise und in irgendeiner Tonlage diffus. Die Musik spielt erheblich weiter vorne als ich es von meinem HoloAudio kenne, und zwar hintereinander, nebeneinander konturiert auf der Bühne gestaffelt und mit eigener Aura für jedes Instrument. Im Vergleich klingt der HoloAudio nicht viel weniger räumlich, aber er packt alles weiter nach hinten und hält mich weit mehr vom musikalischen Geschehen entfernt. Gleichzeitig zeichnet der Cayin aber nicht aufdringlich. denn auch nach vorne gibt es eine klare Linie zur imaginären Bühne. Diese Darbietung des Pearl 30d macht das Zuhören ebenso angenehm leicht wie ungemein spannend. Hinzu kommen die nun unverschleierten, faszinierend authentischen Klangfarben, die Bassdrum aus der Tiefe des Raumes, ebenso atemberaubend wie die mal schneidenden, aber nicht schmerzenden Töne der Orgel. Mit dem Cayin erfuhr ich Patricia Barbers Companion tatsächlich neu.

Beim Album The Afro-Eurasian Eclipes von Duke Ellington und seinem Orchester von 1971 fand ich die Raumakustik bei der Einführungs-Rede des Bandleaders wegen der feinen Auflösung interessant. Der Cayin zeichnet das Studio-Echo sehr präzise und glaubwürdig und lässt den Hörer hier auf diese besondere Weise an der Darbietung teilhaben. Dies ist nicht unbedingt eine audiophile Einspielung. Aber Swing und Drive vermittelt der Cayin in exzellenter Weise, so dass ruhig sitzen zu bleiben, schwer fällt. Diese Aufnahme ist tendenziell eher schlank bis hell. Ich schalte bei „Didjeridoo“ vom Classic-Mode auf den Modern-DAC mit den acht ESS Wandlern. Jetzt klingt das Stück noch ein bisschen dynamischer, was sich vor allem beim Klavier bemerkbar macht. Trotz der nach meinem Gusto nicht perfekten tonalen Balance dieser Aufnahme bleiben die Bläser auch hier „smooth“ und blechern. Der Classic Mode scheint mir den Drive der Musik eine Spur besser zu vermitteln, dafür spielt der Modern mit leicht mehr Dynamik und etwas unmittelbarer. Beides gut, aber halt leicht anders. Beides packend und schön, eigentlich kein Grund sich zu entscheiden, weil beides Spaß macht.

Ich wähle als nächstes Fairy Tales von Regula Mühlemann und den Chaarts Chamber Artists von Qobuz in 96/24 im Classic Mode. „Rusalka“, das erste Stück, beginnt mit feiner, zarter Instrumentierung, bevor der Gesang einsetzt. Dieses Zarte vermittelt der Cayin in besonders schöner Art und verleiht den Instrumenten Klangkörper und Raum. Was ich beeindruckend finde: Der Cayin macht dieses Musikstück nicht spektakulärer als es ist. Hier habe ich schon manche Überzeichnung bei der Stimme erlebt. Die Darbietung ist wunderschön klar und ausgewogen mit tollen Klangfarben, einfach schön. Bei den folgenden Liedern fällt immer wieder auf, wie energisch und leichtfüßig sich die tiefen Streicher aus der Tiefe des Raumes einbringen. Die unaufdringliche und unspektakuläre, ja fantastische Analytik des Cayin lässt jedes einzelne Instrument glänzen und in seinen glaubwürdigen Klangfarben strahlen. Und das Tolle: Er verbindet dies alles mit geordneter Räumlichkeit zu einem perfekten ganzheitlichen Bühnenbild, wo alle Klänge homogen eingebunden sind und ein bestaunenswertes Klanggemälde bilden. Hier sind Authentizität und Pracht ideal miteinander verknüpft.

Ich will mich nun komplexerer, großorchestraler Musik widmen und wähle Prokofievs Romeo and Juliet mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Vasily Petrenko in der originalen Aufnahme-Auflösung DXD, Flac-verpackt von der Oladra Festplatte. Das klingt bei den ersten Takten in Akt 1 etwas lichter und feiner als ich es von meinem HoloAudio kenne. Sehr schnell erschließen sich dank der überlegenen Auflösung und Raumdarstellung mehr Details als gekannt. Diese gesteigerte Vielfalt macht das Hinhören wieder spannender und bietet weit mehr Vergnügen. Die Feindynamik im Orchester ist exorbitant und emotional geradezu mitreißend. Wie die Violinen beispielsweise bei „The Fight“ durch den Raum fegen, ist unglaublich packend. Der Cayin besitzt eine Souveränität, die ihn jedwede Dynamik, sei sie fein oder ausgeprägt, mit überlegener Energie verarbeiten lässt. Ich vermute, dieses Können verdanken wir seiner aufwändigen externen Stromversorgung. Dabei klingt es nie aufdringlich oder schneidend, was bei fein aufgelösten Streichern an anderer Stelle schnell mal passiert. Egal, wo im groß gezeichneten Orchester ein Instrument spielt, der Cayin Pearl 30d gibt ihm Raum und Freiheit, zeichnet es wie angenagelt und verbindet wieder alles harmonisch miteinander. Er zeigt in der Raumtiefe oder am Rand keine Schwächen. Jeder Ton erhält seine Wertigkeit. Diese Fähigkeiten kenne ich sonst nur vom weit mehr als zehntausend Euro teureren Lampizator DAC meines Freundes.

Nun kombiniere ich den Pearl 30d mit dem CD-Transport 30c, und zwar mit einem Habst DIII über die AES/EBU Schnittstellen. Etliche andere wie S/PDIF per Cinch oder BNC, optisch ST Glasfaser oder Toslink und I2S wären weitere Möglichkeiten zur Verbindung der beiden Geräte. Die Verbindung der 10-Megahertz-Clock vom DAC zum CD-Laufwerk lasse ich erst einmal weg. Ich wähle in beiden Geräten die interne gleichwertige Ocxo-Clock. Das Philip-CD-Pro2-Top-Lader-Laufwerk befindet sich unter einem massiven Aluminium-Deckel mit üppigem Griff. So lässt sich diese schwere Abdeckung sicher handhaben. Darunter befindet sich der zum Laufwerk gehörende Magnetpuck, der die CD auf der Spindel arretiert. Ist der Alu-Deckel mit Hilfe seiner ebenfalls magnetischen Arretierung wieder aufgelegt, wird die CD eingelesen, was mit „READ TOC“ – das steht für „lese table of content, also Inhaltsverzeichnis – im Display angezeigt wird. Die in den technischen Daten angegebene CD-Spielzeit darf gerne deutlich überschritten werden. Dies verifizierte ich unter anderem mit Beethovens Neunter mit Bernard Haitink und dem London Symphony Orchestra: Die Spielzeit 68:10 absolvierte der 30c anstandslos und versetzte mich vielmehr mit seinen klanglichen Fähigkeiten in Erstaunen, die vor allem wegen der grandiosen Transparenz und feinen Dynamik faszinierten. Um die mächtige Abdeckung des Philips Laufwerkes ist ein Glasring eingelassen, unter dem im eingeschalteten Zustand vier weiße Lichtringe eine plastische Tiefe suggerieren. Das macht Eindruck und unterstreicht den optisch opulenten Auftritt des Cayin Pearl. Dezent sind diese Jubiläums-Geräte nicht, sondern gediegen gestaltete Technik. Vor dem Musikhören gilt es, eine Wahl zu treffen, nämlich ob der 30c im OS-Modus mit Oversampling arbeiten soll oder als NOS mit Non-Oversampling. In der Praxis bedeutet dies bei OS eine Konvertierung von 44,1 Kilohertz / 16-Bit PCM zu 192 Kilohertz / 24-Bit. Ich persönlich favorisiere bis auf wenige Ausnahmen NOS. Auch dies lässt sich, wie beim 30d die digitalen Filter, bequem während des Hörens über die auch hier zum Lieferumfang gehörende System-Fernbedienung umschalten.

Haben Sie alle ihre CDs bereits auf einen Musikserver gerippt und sich dann von ihnen getrennt? Das wäre schade. Ich lege Løsrivelse von Kari Bremnes in das Laufwerk – ein kleines Ritual mit dem schweren Deckel und dem Magnet-Puck. Auf diesem Album, das ich als AIFF-Rip von meiner CD auf der Festplatte im Oladra habe, singt Kari Bremnes Edvard Munchs Texte zu fünfzehn seiner Gemälde. Ich wähle sein bekanntestes Werk, den Schrei, auf Norwegisch „Skrik“. Mit dem Pearl 30c erschließt sich ein wohltuendes, farbenprächtiges Klangbild, wo auf den ersten Eindruck nochmal alles auf einem höheren Level spielt als von meinem doppelt so teuren Musikserver mit Roon. Vor allem der Gesang klingt fraulicher und noch realitätsnäher als vom Musikserver. Die Darstellung des Klangbildes ist überwältigend und gewinnt dabei noch an Tiefe. So schön und nuanciert klang dies Album zuvor nie. Bislang hat der Antipodes Oladra alles übertroffen, was sich hier mit ihm anzulegen versuchte, und sein Können wird auch weiterhin für Highres Files und Streaming von Qobuz gebraucht. Hinsichtlich Musikalität hat der Cayin Pearl Transport bei diesem Album von Kari Bremnes jedoch die Nase weit vorn. Da muss ich sofort die Fähigkeiten des 30c in Verbindung mit meinem HoloAudio DAC prüfen. Das ist dann erwartungsgemäß doch ein Schritt in Richtung Langeweile und zeigt auf, wie exzellent der Cayin D/A-Wandler musiziert. Trotzdem bringt der Pearl 30c auch hier seinen klanglichen Charme und seine Stärken ein, kann sich aber nicht ganz so grandios entfalten wie am Pearl 30d. Also wieder zurück und weiter gehört. Ich greife zur Symphony No. 5 von Gustav Mahler, und zwar der Einspielung von Decca 1970 mit Sir Georg Solti und dem Chicago Symphony Orchestra. Der dritte Satz erklingt beschwingt im Walzertakt. Die einzelnen Instrumentengruppen setzen mit dem Cayin CD-Spieler wunderschön im Raum weit nach vorn und hinten aufgefächert ihre Klänge wie Farbtupfer, fein nuanciert und herrlich authentisch. Ich habe das Gefühl, mich ganz nah hinter dem Dirigentenpult zu befinden. Ein fantastischer Genuss, wie die Klangfarbenpracht sich ausbreitet, mal sensibel, mal heftiger dynamisch abgestuft – ein großartiges Ohrenkino. Diese CD befindet sich in AIFF auf der Festplatte des Oladra. der Vergleich ist erschreckend. Die großartige räumliche Tiefe des Cayin 30c halbiert sich fast, weil vor den Lautsprechern nichts mehr los ist. Aber schlimmer noch ist das Fehlen an Klangfarben und Transparenz.

Ich mag es kaum glauben und spiele jetzt zuerst vom Antipodes Oladra das Piano Quartet op.47 von Robert Schumann, mit dem Auryn Quartet eingespielt bei Tacet. Beim Wechsel vom Antipodes-Server zum Cayin-CD-Transport habe ich sofort das Gefühl, nun statt in der zwanzigsten Reihe in der vierten des Konzertsaals zu sitzen, und erlebe Schumanns Musik noch viel schöner und emotional ergreifender. Die Streicher musizieren plastischer mit schmeichelhaftem Schmelz, der Flügel klingt größer, echter und auch länger nach. Der Unterschied zwischen diesen Darbietungen ist enorm zugunsten des nur halb so teuren Cayin Pearl 30c. Wie konnte ich diese Einspielung bislang nur als trocken und etwas hart einstufen? Dies zeigt sich tendenziell wieder, sobald ich vom subjektiv favorisierten Classic auf Modern umschalte – sehr interessant. Jetzt möchte ich mit dem als Fim-UHD-CD vorliegenden Telarc Album The Very Tall Band noch herausfinden, welchen Unterschied es macht, wenn ich Pearl Transport und Pearl DAC jeweils mit ihrer eigenen 10-Megahertz-Oxco-Clock takten lasse, statt dass der DAC dem Transport über die 50-Ohm-Clock-Verbindung mit einem simplen RG58 BNC-Kabel seinen Takt vorgibt. Beim Ellington-Klassiker „Caravan“ spielte Karriem Riggins die Drums mit der Taktung durch den DAC unüberhörbar knackiger und packender, ohne dass dabei die Echtheit der Klangfarben leidet. Der Beifall des Publikums geriet ebenso wie Oscar Petersons Piano, Ray Brons Bass und Milt Jacksons Vibrafon noch konturierter und befreiter. Irgendwie schien die Very Tall Band einen Tick schneller zu spielen. Eindeutig ein Vorteil, denn es ist unüberhörbar, dass sich dabei noch mehr Akkuratesse einstellte.
Unabhängig davon, ob mit gegenseitiger oder eigener 10-Meegahertz-Masterclock ist die musikalische Überlegenheit gegenüber einem der besten Musikserver geradezu erschütternd und der einzige Wermutstropfen bei den beiden Cayins ist neben dem zu ihrem Erwerb nötigen Geld ihr Platzbedarf. Mit dem Cayin Pearl 30c ist die CD kein Auslaufmodell, sondern haushoch überlegen, selbst dann, wenn diesem Transport nicht der Pearl 30d zur Seite steht. Denn auch am HoloAudio war der Klanggewinn signifikant und weckt Begehrlichkeiten.


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Gehört mit
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|---|---|
| Musik-Server/Player | Antipodes Oladra G4 mit Roon |
| Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| CD-Laufwerk | Primare DVD-30 |
| Digital/Analog-wandler | HoloAudio May Ketsuné Edition |
| Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
| Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
| Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
| Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
| Zubehör | Audioquest Dragon 48 HDMI, Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Elementa Advance und, Alzirr XLR, Silversmith Fidelium Speaker und QED Genesis Silver Spiral mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, IsoAcoustic Broze, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Herstellerangaben
Cayin Pearl 30d
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|---|---|
| Geräteart | Digital/Analog-Wandler mit separater Stromversorgungs-Einheit |
| Ausgangsspannung | unsymmetrisch Cinch: 2,3Vrms (Standard); 4,6Vrms (high level) |
| Frequenzgang Modern DAC | unsymmetrisch Cinch: 20Hz - 20kHz ( +/ 0,1dB; Fs=192kHz ); symmetrisch XLR: 20Hz - 50kHz ( +/ 0,2dB; Fs=192kHz ) |
| Frequenzgang Classic DAC | Cinch und XLR: 20Hz - 20kHz ( +/ 0,2dB; Fs=44,1kHz ) |
| THD (A-bewertet) | Cinch Modern DAC: 0,0007%; XLR Modern DAC: 0,0005%; Cinch Classic DAC: 0,001%; XLR Classic DAC: 0,0007% |
| Rauschabstand (A-bewertet) | Cinch Modern DAC: 126dB; XLR Modern DAC: 127dB; Cinch Classic DAC: 110dB; XLR Classic DAC: 110dB |
| Dynamikumfang (A-bewertet) | Cinch Modern DAC: 125dB; XLR Modern DAC: 126dB; Cinch Classic DAC: 107dB; XLR Classic DAC: 107dB |
| ACR (A-bewertet) | Cinch Modern DAC: -116dB; XLR Modern DAC: -117dB; Cinch Classic DAC: -105dB; XLR Classic DAC: -106dB |
| USB-B Eingang | PCM 16 bis 32 Bit, 44,1 bis 768kHz; DSD64 bis DSD512 nativ; DSD64 bis DSD256 DoP |
| I2S HDMI Eingang | PCM 16 bis 32 Bit, 44,1 bis 768kHz; DSD64 bis DSD512 |
| S/PDIF Eingänge koaxial und optisch | PCM 16 bis 32 Bit, 44,1 bis 192kHz |
| AES/EBU Eingang | PCM 16 bis 32 Bit, 44,1 bis 192kHz |
| Clock Eingang | BNC, 50 Ohm, 10MHz |
| Clock Ausgang | BNC, 50 Ohm,10MHz oder andere per Fernbedienung wählbare Frequenzen |
| Maximale Leistungsaufnahme | 130 Watt |
| Abmessungen B x H x T | D/A-Wandler 430 x 135 x 350 mm |
| Netzteil | 430 x 130 x 350 mm |
| Gewicht D/A-Wandler | 16 kg |
| Netzteil | 23 kg |
| Preis | 16.998 Euro |
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Herstellerangaben
Cayin Pearl 30c
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|---|---|
| Geräteart | CD-Transport mit separater Stromversorgungs-Einheit |
| Untertütztes Dic-Format | CD und CD-R |
| Durchmesser | 120 / 80 mm |
| Spieldauer | ungefähr 60 Minuten / 20 Minuten |
| Digitale Audio Ausgänge | Sampling Rate Non-Oversampling (NOS) 44,1 Khz, 16-bit; Sampling Rate Oversampling (OS) 192 Khz, 24-bit |
| Koaxialer Ausgang | 0.5Vp-p bei 75Ω |
| AES/EBU Ausgang | 4.5Vp-p bei 110Ω |
| Reference-Clock Eingang | Taktfrequenz 10 MHz, BNC, Impedanz 50 Ohm |
| Clock Ausgang | BNC, Impedanz 50 Ohm; 10 MHz oder andere im Menü wählbare Frequenzen |
| Maximale Leistungsaufnahme | 60 Watt |
| Abmessungen B x H x T | Netzteil 430 x 130 x 350 mm; CD-Player 430 x 160 x 350 mm |
| Gewicht | Netzteil 23 kg; CD-Player 22 kg |
| Preis | 14.898 Euro |
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Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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|---|---|
| Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
| Telefon | +49 6174 9554412 |
| Fax | +49 6174 9554424 |
| info@cayin.com | |
| Web | www.cayin.de |
Technical Audio Devices Laboratories, Inc. (TAD) kündigen ihren ersten integrierten Vollverstärker an. Der TAD-A1000 ergänzt die von vielen Musikliebhabern geschätzte Evolution-Serie des Herstellers und ist ab sofort bei qualifizierten Vertriebspartnern erhältlich.
Es gibt Geräte, die eine Kategorie definieren – und solche, die sie neu denken. Mit dem A1000 präsentiert Technical Audio Devices Laboratories erstmals in seiner Geschichte einen integrierten Verstärker. Ein Schritt, der bei einem Hersteller wie TAD keineswegs selbstverständlich ist. Schließlich steht der Name der japanischen Manufaktur seit Jahrzehnten für kompromisslose High-End-Elektronik in Form separater Vor- und Endverstärker sowie Lautsprecher-Systemen der Referenzklasse. Der neue Verstärker A1000 vereint nun erstmals diese Technologien in einem einzigen Gerät – ohne die Grundprinzipien der Marke aufzugeben. Im Gegenteil: Der A1000 versteht sich als konsequente Verdichtung der TAD-Ingenieursphilosophie. Sein Ziel ist klar formuliert: Musik so wiederzugeben, wie sie von den Künstlern gedacht ist.
„Mit dem A1000 öffnet TAD ein neues Kapitel seiner Produktgeschichte“, erklärt Jürgen Timm, Business Consultant bei Technical Audio Devices Laboratories. „Der Verstärker richtet sich an Musikliebhaber, die die klangliche DNA der Marke schätzen, jedoch eine kompaktere Lösung bevorzugen als eine separate Vor-/Endstufenkombination. Gleichzeitig bleibt der Anspruch unverändert hoch: Der A1000 soll nicht nur ein Einstieg sein, sondern ein vollwertiger Vertreter der TAD-Philosophie. Oder anders formuliert: ein integrierter Verstärker, der zeigt, wie viel High-End in einem einzigen Gerät stecken kann.“
„The Artistic Intent, Intact.“ – kaum ein Satz beschreibt die Arbeit von TAD präziser. Die Idee dahinter ist ebenso schlicht wie anspruchsvoll: Ein Audiogerät darf dem Musiksignal nichts hinzufügen und nichts entziehen. Dies gilt in der professionellen Studio-Umgebung beim Mastering ebenso wie bei der Musikreproduktion im Wohnzimmer des Musik-Connaisseurs. Dieser Ansatz bestimmt auch die Entwicklung des A1000. Statt eines klassischen Vollverstärkers entstand in den letzten beiden Jahren ein System, das die Kerntechnologien der TAD- Elektronikarchitektur integriert: die hochpräzise Vorverstärkersektion mit Current-Feedback-Schaltung und Widerstandsleiter-Lautstärkeregelung sowie eine leistungsstarke Class-D-Endstufe. Das Ergebnis ist ein integrierter Verstärker, der weniger als Kompromisslösung verstanden werden möchte – sondern als eigenständige Interpretation des TAD-Konzepts.
Ein zentrales Merkmal der Konstruktion ist die kompromisslose Symmetrie des gesamten Systems. Der A1000 arbeitet mit einer Bridge-Tied-Load-Topologie, bei der pro Kanal zwei vollständig unabhängige Verstärker im Gegentakt arbeiten. Dadurch bleiben positive und negative Signalanteile exakt spiegelbildlich – eine Voraussetzung für präzise Kontrolle der Lautsprechermembranen. Doch TAD belässt es nicht bei der Schaltung. Auch mechanisch folgt der Verstärker dem Prinzip der perfekten Balance: Netzteil, Schaltungen und Signalwege sind spiegelbildlich angeordnet, sogar Leiterbahnen und Kabellängen wurden auf identische Verhältnisse optimiert. Das Ziel ist eine möglichst unverfälschte Signalführung – frei von Asymmetrien, die sich klanglich bemerkbar machen könnten.
Mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit erhielt die Stromversorgung. Im Inneren arbeitet ein leistungsstarker Ringkerntransformator mit linear geregelter Stromversorgung, der eine besonders reine Energieversorgung sicherstellt. Durch die direkte Verbindung der Transformatorwicklungen mit der Stromversorgungsschaltung werden Kontaktstellen minimiert – ein Detail, wodurch Übergangswiderstände reduziert und die Klangqualität verbessert werden. Diese stabile Basis ist Voraussetzung für die dynamischen Fähigkeiten des Verstärkers. Mit 250 Watt pro Kanal an vier Ohm steht mehr als genug Leistung zur Verfügung, um auch anspruchsvolle Lautsprecher souverän zu kontrollieren - selbst bei komplexen Lasten.
Die Vorstufe des A1000 greift auf Technologien zurück, die ursprünglich für TADs Reference Series entwickelt wurden. Herzstück ist ein einstufiger Current-Feedback-Verstärker (Strom-Gegenkopplung),dessen FET-Transistoren in Handarbeit einzeln vermessen und als komplementäre Paare selektiert werden. Dieses Verfahren garantiert eine möglichst exakte Übereinstimmung der positiven und negativen Signalhälften und sorgt für eine außergewöhnliche Stabilität im Klangbild. Die Lautstärkeregelung erfolgt über eine elektronisch geschaltete Widerstandsleiter – eine Lösung, die nicht nur extrem präzise arbeitet, sondern auch bei geringen Pegeln die volle klangliche Integrität erhält. Der A1000 nutzt eine Vielzahl speziell entwickelter Bauteile. Dazu gehören nichtmagnetische Widerstände und Kondensatoren, vergoldete OFC-Leiter sowie großzügig dimensionierte Siebkondensatoren mit 33.000 Mikrofarad Kapazität in der Stromversorgung.
Die mechanische Konstruktion des A1000 folgt derselben kompromisslosen Logik. Innerhalb des Gehäuses sind die einzelnen Baugruppen in vier voneinander getrennte Kammern aufgeteilt. Vorstufe, Endstufe, Stromversorgung und Steuerung werden dadurch effektiv voneinander abgeschirmt. Auch externe Einflüsse wurden berücksichtigt: Drei speziell entwickelte Füße mit integrierten Spikes entkoppeln das Gehäuse mechanisch vom Untergrund und reduzieren effektiv Vibrationen, die empfindliche Audioschaltungen beeinflussen könnten.
All diese konstruktiven Maßnahmen verfolgen letztlich ein Ziel – eine Wiedergabe, die Kontrolle und Natürlichkeit miteinander verbindet. Der A1000 kombiniert die hohe Effizienz und Geschwindigkeit moderner Class-D-Technologie mit der tonalen Neutralität und Feinauflösung klassischer High-End-Verstärker. Seine Klangsignatur ist geprägt von Stabilität, Klarheit und dynamischer Souveränität. Transparenz und Raumdarstellung stehen ebenso im Mittelpunkt wie eine präzise Basskontrolle und die Fähigkeit, selbst komplexe musikalische Strukturen mühelos zu ordnen.
Der Vollverstärker TAD-A1000 ist ab sofort bei ausgewählten, qualifizierten Fachhandelspartnern zum Preis von 26.000 Euro verfügbar. TAD empfiehlt als Spielpartner den SACD/CD-Spieler TAD-D1000TX und als ideale Ergänzung Lautsprecher der Evolution-Serie wie die TAD-E1AX oder kompakte Monitore wie die TAD-CE1TX oder TAD-ME1TX.
Jürgen Timm
Technical Audio Devices Laboratories, Inc.
contact@tad-europe.com
www.technicalaudiodevices.com
iFi audio präsentiert mit dem iDSD PHANTOM ein neues Referenz-System, das über ein Jahrzehnt audiotechnischer Entwicklungen in einem einzigen, hochintegrierten System vereint. Der iDSD PHANTOM umfasst einen Referenz-D/A-Wandler, einen Ultra-Res-Netzwerk-Streamer, einen Vorverstärker und einen leistungsstarken Kopfhörerverstärker.
Der iDSD PHANTOM bietet native Unterstützung für PCM bis 768 Kilohertz und DSD bis DSD512 mit DSD2048-Remastering, eine überarbeitete Streaming-Engine für unter anderem Qobuz Connect, Tidal & Spotify Connect, AirPlay 2, drei wählbare Ausgangstopologien (Solid-State, Tube, Tube+) sowie umfangreiche Klang- und Raum-Bearbeitungsoptionen wie K2HD, XBass Pro und XSpace Pro. Ziel ist eine musikalisch natürliche Wiedergabe mit höchster Detailtreue und großer Leistungsreserve für Kopfhörer und Aktivlautsprecher.
Technische Highlights und Funktionen
Der iDSD PHANTOM ist als Herzstück von Heiminstallationen konzipiert: Er streamt hochauflösende Quellen, spielt Medien von NAS/externen Laufwerken, treibt anspruchsvolle Kopfhörer mühelos an und bietet flexible Line-Ausgänge für Hifi- oder Pro-Setups. Klangliche Feinheiten (K2HD, DSD-Remastering, XBass/XSpace) ermöglichen sowohl technische Präzision als auch musikalische Emotionalität.
Verfügbarkeit und Preis: Der iFi iDSD PHANTOM ist ab sofort bei WOD Audio und ausgewählten Fachhändlern für 4.700 Euro erhältlich. Die Deutschlandpremiere des iDSD PHANTOM findet am 14. und 15. März auf den Münchner Hifitagen statt.
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Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
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| Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
| Telefon | +49 6187 900077 |
| info@wodaudio.de | |
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Rega präsentiert den AOS MC einen kompromisslosen, voll einstellbaren Moving-Coil-Phono-Vorverstärker – entwickelt auf Basis des Aura Reference MC. Das kompakte Aluminiumgehäuse im Rega-Halbformat verbirgt eine rein analoge Hochleistungsschaltung, die MC-Tonabnehmer mit außergewöhnlicher Klarheit, Dynamik und Raumabbildung unterstützt.
Der AOS ist ein kompromisslos entwickelter, vollständig einstellbarer Moving Coil Vorverstärker, dessen Schaltungsdesign stark auf dem Aura Reference MC-Phonoteil basiert. Untergebracht in einem maßgefertigten Rega-Gehäuse im halben Standardformat liefert der AOS außergewöhnliche Definition und mehr Realismus bei allen Aufnahmen und lässt Vinylschallplatten lebendig werden.
Entwickelt für eine breite Palette von Moving Coil Tonabnehmern, bietet er reichlich Verstärkung für MC Tonabnehmer mit niedriger Ausgangsspannung sowie hervorragende Möglichkeiten zur Anpassung der Last – und ist damit der perfekte Partner für jeden Moving Coil Tonabnehmer.
Der AOS ist ein rein analoger Verstärker ohne digitale Steuerschaltungen. Das vollständig aus Aluminium gefertigte Gehäuse schirmt die interne Schaltung gegenüber Störsignalen (RFI) ab. Die Rega-Entwickler haben bewusst auf unnötige Bauteile oder Schaltungen verzichtet, die den Signalweg beeinträchtigen könnten. Der AOS integriert zahlreiche innovative Designideen, darunter eine selbstjustierende Servo-Regelung, die Schwankungen der Umgebungs oder Betriebstemperatur ausgleicht.
Der AOS nutzt parallel geschaltete, rauscharm arbeitende FETs (Field Effect Transistors), die als Verbundpaar konfiguriert sind. Die Verwendung von FET Transistoren stellt sicher, dass kein Bias-Strom durch die Tonabnehmerspule fließt und die empfindliche magnetische Geometrie des Tonabnehmers nicht beeinflusst wird. Der MC Eingang ermöglicht die Auswahl von Widerstandslasten zwischen 70 und 400 Ohm sowie Kapazitätslasten zwischen 1000 und 4300 Picofarad. Die Eingangsempfindlichkeit kann über die Rückseite um sechs Dezibel verändert werden
Die erste Stufe ist ein symmetrischer, komplementärer Class-A-Verstärker, der Linear-Systems-Ultra-Low-Noise-FET-Transistoren verwendet. Da Dank der Nutzung von FET-Transistoren kein Bias-Strom durch die Tonabnehmerspule fließt, kommt die Eingangs-schaltung ohne Koppelkondensatoren zwischen dem Tonabnehmerausgang und den FET-Eingangstransistoren aus, was klangschädigende Einflüsse vermeidet.
Die komplementären Ultra-Low-Noise-FET-Transistoren werden sorgfältig selektiert und abgeglichen, um eineoptimale Performance zu gewährleisten. Diese Stufe treibt den passiven Hochfrequenzteil der RIAA-Entzerrung. Die zweite Stufe ist ein symmetrischer Class-A-Differenzverstärker mit einer Treiberstufe in Basisschaltung; diese dient auch als aktiver Verstärker im Tieffrequenzteil der RIAA-Entzerrung.
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Vertrieb
TAD Audiovertrieb GmbH
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| Anschrift | Hallwanger Strasse 14 83209 Prien am Chiemsee |
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Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers.
Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb, der jemals in einem Laufwerk zur Anwendung kam, in Rotation versetzt wird, war der Grund dafür, dass ich der technischen Beschreibung so viel Platz eingeräumt habe. Darüber hinaus sollte klar werden, dass Craig Milnes und sein Team alle vermeintlichen Gewissheiten in Sachen Schallplattenreproduktion von Grund auf hinterfragten und eigene wissenschaftlich fundierte Lösungen entwickelten – ohne Rücksicht auf die daraus resultierenden Kosten.

Das trifft natürlich auch auf den Tonarm zu, der in der firmeneigenen Terminologie GRAVITON®Ti Armwand heißt und trotz vieler Innovationen recht vertraut wirkt. Das liegt gewiss daran, dass eine der beiden ersten Wilson-Benesch-Komponenten der A.C.T.-One-Tonarm war. Der wurde auch schon zu Beginn der 90-er Jahre aus einem Kohlefaser-Verbundwerkstoff gefertigt – ein absolutes Novum im Hifi- und High-End-Bereich. Schon damals hatte man durch Messungen und Hörtests herausgefunden, dass die Faserausrichtung, die Materialdämpfung und die Geometrie der Struktur die Resonanzkontrolle und die Energieübertragung in hohem Maße beeinflussten. Der Arm aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff besaß in seiner endgültigen Form ein enorm günstiges Verhältnis von Steifigkeit zu Masse verbunden mit hervorragenden Dämpfungseigenschaften.
Von September 2017 bis August 2021 nahm Wilson Benesch dann mit 16 weiteren Herstellern, Universitäten und Forschungsinstituten aus sieben Ländern am EU finanzierten SSUCHY.Projekt – „Sustainable Structural and Multifunctional Biocomposites from Hybrid Natural Fibres and bio-based polymers“ oder „Nachhaltige strukturelle und multifunktionale Biokomposite aus hybriden Naturfasern und biobasierten Polymeren“ – teil. Dabei lieferte das Femto-Institut in Besançon Erkenntnisse auf molekularer Ebene zum Resonanzverhalten von Verbundwerkstoffen, aus denen sich für den A.C.T. One ergab, dass die hyperbolische Kurve des Arms die optimale Geometrie darstellt: Sie bietet keine Materialredundanz und wird mit zunehmender Entfernung vom Drehpunkt im Durchmesser immer kleiner. Die 0/90-Grad-Faserausrichtung im Carbonfaser-Gewebe sorgt zudem für maximale Torsionssteifigkeit und vergrößert auch die Oberfläche. Dadurch wird die Länge der Fasern erhöht und damit auch der Weg, den die abzuleitende Energie zurücklegen muss. Dabei trifft sie auf nahezu unzählige im 90-Grad-Winkel angeordnete Fasern. An den Kreuzungspunkten wird diese Energie gedämpft und kann abgeleitet werden. So garantiert die Ausrichtung der Fasern im rechten Winkel eine sehr gute Dämpfung. Schließlich vermeidet die einteilige Konstruktion aus Tonarmrohr und Headshell Unstetigkeiten in der technischen Struktur, die etwa bei einem abnehmbaren, verschraubten Headshell entstehen können. Diese Unstetigkeiten bilden eine reflektierende Grenze für die über das Tonarmrohr abzuleitende Energie.
Es gab also keinen Grund, das bisher bewährte Tonarmrohr nicht zum Ausgangspunkt für die Entwicklung GRAVITON®Ti Armwand zu machen. Es wurde durch eine Graphen-Epoxidmatrix zusätzlich verstärkt und durch die Zugabe von unidirektionaler Karbonfaser und einem Rohacell-Sandwich-Abschnitt verbessert. Dazu kamen noch Bio-Composite-Dämpfungsschichten, die im SSUCHY-Projekt entwickelt wurden. Wilson Benesch kann jeden Aspekt der Konstruktion und Fertigung intern kontrollieren: die Erstellung eigener Formen, das Aufbringen von Kohlefaser von Hand und die Durchführung des Vakuum-Harztransfer-Verfahrens (VRTM), bei dem trockene Kohlefasern in eine Präzisionsform gelegt und anschließend unter Vakuumdruck mit Harz getränkt werden. Das dadurch erreichbare günstige Verhältnis von Fasern zu Harz führt zu stabileren, leichteren und homogeneren Strukturen als herkömmliche Laminierverfahren.
Für die Gegengewicht- und Drehpunktstruktur für das Tonarmrohr aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff wählte Wilson Benesch Titan als Material, da es Festigkeit, Steifigkeit und Dämpfungseigenschaften in für diese Anwendung idealer Weise verbindet. Titanpulver wird durch selektives Lasersintern in die gewünschte Form gebracht: Sie soll der spiralförmigen Struktur des Kohlefaser-Rohrs folgen, damit an der Schnittstelle keine Energie reflektiert wird und zum Tonabnehmer zurückläuft. Vor allem oberhalb der Höhe der Abtastnadel darf das Titan-Teil keine überflüssige Masse besitzen, um Torkelbewegungen des Arm auszuschließen. Das selektive Lasersintern ermöglicht nicht nur die ungewöhnliche äußere Form der Gegengewichts- und Lagereinheit, sondern auch eine nicht homogene innere Struktur: Während das Titan an der Oberfläche der Einheit die übliche Kristallgitterstruktur aufweist, gibt es im Inneren auch Sektionen aus Titanpulver, das – einem Sandsack ähnlich – für eine hohe Dämpfung sorgt. Außerdem wird das Resonanzverhalten der Konstruktion durch die feinen sechseckigen Tesselate-Strukturen, die man schon beim Wilson-Benesch-Tonabnehmer entdecken konnte, optimiert.

Das Lager des GRAVITON® Ti Armwand ist ein Einpunktlager mit einem Stabilisierungssystem, dessen Form mit Hilfe künstlicher Intelligenz optimiert wurde und in dessen Inneren sich ebenfalls Tesselate-Strukturen und nicht gesintertes Titanpulver zur Bedämpfung befinden. In der Lagerschale liegen drei Kugeln: zwei sehr fein polierte aus Zirkonium und eine aus einem nicht näher spezifizierten Hybridmaterial, das einerseits für Dämpfung und andererseits dank seiner Leitfähigkeit für die elektrische Erdung des Arms sorgt. Da zu starre Metallkontakte schwingen, während zu stark gedämpfte Kontakte die Auflösung beeinträchtigen, kommt es bei den drei Kugeln auf das richtige Verhältnis von Kontaktsteifigkeit zu Schwingungsdämpfung an. Die Lagerschale sitzt auf einer Achse, die von einem EcoGrip-Hydraulikfutter gehalten und von einem piezoelektrisch angetriebenen Mechanismus bewegt werden kann. Dadurch sind nach dem automatischen Lösen des Hydraulikfutters Höhenänderungen der Lagerschale und damit des Arm möglich. Der lineare Piezo-Aktuator bewegt sich in Schritten von einem Nanometer, was natürlich für die Justage des vertikalen Abtastwinkels (VTA) viel zu fein ist. Wilson Beneschs PIEZO VTA System lässt sich über die WB GMT® Control APP vom Hörplatz aus über ein zum Lieferumfang des Prime Meridian Systems gehörendes Smart Phone bedienen und erlaubt Höhenveränderungen von einem Mikrometer – was immer noch um Größenordnungen präziser ist als das, was per Hand oder Feingewindeschrauben bei üblichen Tonarmen möglich ist.

Da selbst Einstellungen im Mikrometer-Bereich nicht unbedingt praxisgerecht sind, findet sich in der App eine Art Schieberegler, mit der man die Größe der Schritte für die Höheneinstellung vorwählen kann: sehr komfortabel und durchdacht. Die App erlaubt es darüber hinaus, den Motor des Laufwerks zu starten und zu stoppen sowie den Tonarmlift zu bedienen. Was sich zuerst nach einer unnötigen Spielerei anhört, möchte man aber bald nicht mehr missen: Selbst in meinem relativ kleinen Hörraum ist es ausgesprochen angenehm, den Arm erst dann abzusenken, wenn man sich entspannt im Sessel niedergelassen hat. Noch einmal kurz zurück zum PIEZO VTA System: Den Arm nach Augenmaß parallel zum Plattenteller auszurichten, ist wegen seiner hyperbolischen Form überaus schwierig. Durch die Herstellung in einer zweiteiligen Form besitzt der GRAVITON®Ti Armwand in der Mitte aber einen fast unsichtbaren Grat, dank dessen es möglich ist, ihn mit Hilfe eines Kreuzlinsen-Lasers waagerecht zu justieren. An dieser Einstellung habe ich dann nichts mehr geändert, da die Geometrie nur in exakt dieser Position stimmt. Würde man etwa aus klanglichen Gründen den VTA ändern wollen und den Arm hinten ein wenig höher stellen, änderte sich auch die effektive Länge und aufgrund dessen müsste auch der Kröpfungswinkel verändert werden. Das gilt natürlich nicht nur für den GRAVITON®Ti Armwand, sondern auch für jeden anderen Tonarm. Dennoch macht die fernsteuerbare Höheneinstellung Sinn. In der aktuellen, während des Aufenthalts des Prime Meridian Systems in meinem Hörraum noch nicht verfügbaren App gibt es verschiedene Presets, die man beispielsweise Schallplatten unterschiedlichen Gewichts respektive verschiedener Dicke zuordnen kann. Einstellungen für einen zweiten oder dritten GRAVITON®Ti Armwand mit perfekt justiertem Tonabnehmer sind natürlich auch denkbar.

Wie die Weiterentwicklung der App zeigt, ist Wilson Benesch beständig dabei, das GMT® One und das Prime Meridian System zu optimieren. Gegenüber den frühen Varianten hat sich auch beim sogenannten STAGE One System etwas getan: Anfangs befand sich in einem kleinen Gehäuse in der Form eines Flügels, das von einer an der Rückseite des Laufwerks befestigten Plexiglas-Platte so montiert ist, dass es sich direkt über dem Lagerpunkt des Tonarms befindet, ein Step-Up-Transformator mit einem Übersetzungsverhältnis von 1 zu 10. Der bereitete die Ausgangsspannung des Tonabnehmers für den Weg zur Phonostufe auf. Darauf verzichtet man nun, nicht aber auf das „Piano“ – und das aus gutem Grund: Auf dessen Unterseite befindet sich nämlich eine Buchse, das Gegenstück zum Stecker der Kabel, die den Tonarm exakt an seinem Drehpunkt verlassen. Die sehr flexiblen Leitungen werden also nicht wie bei anderen Tonarmen gebogen oder in einer Schlaufe geführt, sondern führen nur senkrecht nach oben.
Zudem bewegt sich der Arm beim Abspielen einer LP aufgrund seiner Länge nur über einen kleineren Winkel als etwa ein Neun-Zoll-Arm. Deshalb üben die Kabel so gut wie keine Kräfte auf den Tonarm und in der Folge auf die Aufhängung des Nadelträgers aus. Der kann daher auch sehr geringen Rillenauslenkungen leichter folgen und mehr Detailinformationen auslesen. Kein Wunder also, dass Craig Milnes dem Tonarmkabel eine wichtige Rolle in Sachen Feinauflösung zuspricht. An der Rückseite des „Pianos“ finden sich ganz nach Kundenwunsch Cinch- oder XLR-Buchsen. Auch eine durchgehende Verkabelung von der Steckverbindung über dem Arm bis zur Phonostufe ist möglich. Seit kurzem bietet Wilson Benesch den Arm übrigens auch als GRAVITON®Ti Tonearm zur Verwendung auf Laufwerken anderer Hersteller an, und zwar ohne die Höhenverstellung per Fernbedienung, aber natürlich mit einer Variante der STAGE One Kabelführung. Ich will nicht ausschließen, dass ich ihn auch einmal auf meinem LaGrange ausprobiere – sobald eine Basis für das Brinkmann-Laufwerk konstruiert wurde.
Als Wilson Benesch das Prime Meridian System nach der High End des vergangenen Jahres anlieferte, war im Headshell des GRAVITON®Ti Armwand ein TESSELLATE Ti-S montiert, das mittlere Modell in der Hierarchie der drei Wilson-Benesch-Tonabnehmer. Regelmäßigen hifistatement-Lesern dürfte es durch den Bericht über eine Vorab-Version und den Test der Serienversion bestens bekannt sein. Deshalb werde ich es an dieser Stelle nicht noch einmal in aller Ausführlichkeit vorstellen: Ich verweise auf die beiden oben genannten Artikel, nenne noch einmal die wichtigsten Konstruktionsdetails und widme mich ausführlich der mechanischen Schnittstelle des Tonabnehmers mit dem Tonarm.

Das TESSELLATE Ti-S besitzt einen Nadelträger aus Saphir, der aber nur ein Teil des Hybrid-Nadelträger-Designs ist. Als erster Hersteller überhaupt umgibt Wilson Benesch den Saphir-Stab mit einem unidirektionalen Karbonfaser-Dämpfungsring. Ein solcher findet sich auch auf den Boron- respektive Diamant-Nadelträgern der beiden anderen TESSELLATE-Tonabnehmer. Der Dämpfungsring ist asymmetrisch um den Nadelträger herum angebracht und, obwohl er dessen Masse so gut wie nicht erhöht, sorgt er dennoch für eine erhebliche Dämpfung: Schwingungsenergie auf dem Nadelträger wird unterdrückt, bevor sie in den Generator zurückgeführt werden kann. Dank der Kombination aus Steifigkeit und Dämpfung soll der Hybrid-Nadelträger eine beispiellose Abtastgenauigkeit bieten, aus der reduzierte Verzerrungen und eine außergewöhnliche Wiedergabe feiner musikalischer Details resultieren.

Wie bei allen Wilson-Benesch-Produkten legt man auch beim Gehäuse des TESSELLATE Ti-S besonderen Wert auf eine hohe Steifigkeit, geringe Masse und eine gute Resonanzkontrolle. Daher konstruierte man ein Gehäuse ohne gerade parallele Flächen mit einer Tessellate-Gitter-Struktur, das durch selektives Lasersintern von Titan-Pulver hergestellt wird. Bei der Ausbildung der inneren Strukturen orientierte man sich wie auch bei den Titan-Teilen des Tonarms an biomimetischen Prinzipien, nach denen etwa auch die Knochen eines Staren ausgebildet werden. Durch die Tessellate-Gitter-Strukturen der Seiten entsteht ein halboffnes Gehäuse, das den Klang deutlich weniger beeinflusst als ein geschlossenes. Die Oberfläche des Gehäuses, die den Kontakt zum Headshell herstellt, ist ebenfalls als Gitterstruktur angelegt. Da auch vermeintlich plane Flächen nicht hundertprozentig eben sind, wird der Kontakt nur an verschiedenen mikroskopisch kleinen Stellen hergestellt: Die Verbindung sollte im Idealfall mechanisch stabil und dabei akustisch bedämpft sein, sie ist es hier jedoch nicht, so dass reflektierte Resonanzenergie zurück zum Generator des Tonabnehmers gelangen kann. Bei der Montage des Tonabnehmers wird daher auf das Headshell eine dünne Schicht viskoelastischen Klebstoffs aufgebracht, der beim Anziehen der Montageschrauben in das sechseckige Gitter fließt und präzise geformte Polymer-Kissen bildet. Dadurch wird erstens anstelle von mikroskopisch kleinen Berührungspunkten eine große durchgehende Kontaktfläche gebildet. Zweitens wandelt das viskoelastische Material Schwingungsenergie an der Schnittstelle in Wärme um, so dass sie nicht zum Tonabnehmer zurückreflektiert wird. Drittens verhalten sich Tonabnehmer und Headshell nach dem Aushärten des Klebstoffs wie ein einziges Gebilde: Mikrobewegungen zwischen beiden finden nicht mehr statt.

Doch damit nicht genug: Das Tonabnehmersystem wird nicht wie üblich nur mit zwei Inbusschrauben plus Unterlegscheiben im Headshell verschraubt. Statt der beiden letzteren liefert Wilson Benesch eine sogenannte Finne mit. Das ist ein Titanbogen mit einer Tessellate-Gitter-Struktur, der natürlich auch mittels selektivem Lasersintern hergestellt wird, um eine maximale Steifigkeit bei minimaler Masse zu erreichen. Die breite Basis des Gebildes verteilt die Klemmkräfte gleichmäßig auf die Schnittstelle zwischen Tonabnehmer und Tonarm. Wilson Benesch sieht die Finne nicht einfach nur als eine Befestigungskomponente, sondern als integralen Bestandteil des Resonanzkontroll-Systems. Auch wenn man im White Paper – unter anderem – noch so einiges über die besonderen Eigenschaften und die Poissonzahl von Kork lernen kann, will ich es mit den bisher geschilderten technische Besonderheiten des Prime Meridian System gut sein lassen. Es sollte klar geworden sein, dass man sich mit allen Aspekten der Schallplattenwiedergabe intensiv auseinandergesetzt hat und eine Unmenge innovativer Lösungen entwickelt hat. Das Wilson-Benesch-System unterscheidet sich von allen Plattenspielern, die bisher in meinem Hörraum zu Gast waren.

Gleich nach dem Aufbau des Plattenspielers, noch in Anwesenheit von Christina, Craig und Luke Milnes hatte ich aus alter Gewohnheit Art Farmer und Jim Halls Big Blues aufgelegt und war mir nach den ersten Takten sicher, dass ich mit dem Prime Meridian System jede Menge Spaß haben würde. Dabei hatte ich noch nicht einmal im Hörsessel Platz genommen. Dennoch zog mich die Transientenwiedergabe sofort in ihren Bann, der Wilson Benesch spielte rhythmisch auf den Punkt, tonal gab es keine Auffälligkeiten und selbst beim Hören eher so nebenbei fielen die Fülle an Details und die präzise Durchzeichnung des musikalischen Geschehens auf. Andererseits deutete sich aber auch schon an, dass die Beschreibung des Klangs nicht einfach werden würde: Mit der lapidarem Aussage, so gut wie mit dem Prime Meridia System habe ich meine LPs noch nie gehört, würden Sie sich gewiss nicht zufrieden geben. Ich verschob die Lösung des Problems erst einmal, verzichtete darauf, bekannte Testscheiben aufzulegen und benutzte die Hightech-Maschine ausschließlich für den abendlichen Musikgenuss gemeinsam mit meiner Gattin.
Aber auch dabei lässt sich das Bewertungssystem im Hintergrund nicht völlig abschalten – selbst dann nicht, wenn eine Platte auf dem Teller liegt, die uns schon Mitte der 80-er Jahre begeisterte: musikalisch, klanglich nicht unbedingt. Ja, Sie vermuten richtig, dass darauf ein Kontrabass eine wichtige Rolle einnimmt, und zwar der von Eddy Gomez, der Music For Flute And Double Bass Ende 1978 mit Jeremy Steig eingespielt hat. Die CMP-Scheibe liegt mir derart am Herzen, dass ich schon seit einiger Zeit eine zweite, nagelneue im Regal stehen habe, nur für den Fall, dass dem seit über 40 Jahren gespielten Exemplar mal etwas zustößt.

Die rhythmisch und harmonisch pointierten Zwiegespräche der so gegensätzlichen Instrumente, an denen sich dank Studiotechnik auch weitere Stimmen beteiligen, machen den Reiz der Platte aus. Der Einsatz einer Vielzahl von Effekten wie Oktave Divider, Mutron Bi-Phase, Echoplex und Ring Modulator für die Flöten sorgt zwar für Abwechselung, verleiht dem Klang aber meist auch etwas Unorganisches. Eddie Gomez' Bässe, darunter ein 5/8-Modell, wurden über einen Tonabnehmer abgenommen. Als sich der Wilson Benesch der Scheibe annimmt, gibt es plötzlich hier und da eine zusätzliche Mikroinformation zu entdecken, der Klang der Flöte wird nicht von den Effekten maskiert, da der Instrumentenklang und die darüber liegenden Effektschichten einfach besser differenziert werden, und selbst der nicht ideal aufgenommene Bass-Sound wirkt realistischer und erdverbundener. So fein aufgelöst und dabei emotional ansprechend habe ich die Scheibe in über 40 Jahren nicht gehört. Daran haben natürlich auch die Transienten ihren Anteil, die jetzt denen eines live gespielten, akustischen Instruments enorm nahekommen. Die Interaktion von Flöte und Bass mit dem virtuellen Raum konnte man zuvor ebenfalls nicht so deutlich wahrnehmen. Ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, dass ich die LP noch nie so intensiv erlebt habe wie mit dem Prime Meridian System.

Natürlich war ich nach den ersten ausgesprochen positiven Erfahrungen mit dem Wilson Benesch neugierig, was er denn aus den bekannten Testscheiben noch Unerhörtes zutage fördert. Die Antwort ist einfach: mehr Information. Mal ist es ein Griffgeräusch, mal ein bisschen mehr Luft, die ein Instrument umgibt, mal eine länger nachvollziehbare Hall-Fahne, mal ein wenig mehr Tiefe der Bühne – und all das, ohne jemals auch nur ansatzweise kühl oder analytisch zu klingen. Das Prime Meridian System bindet die klanglichen Feinheiten perfekt in den musikalischen Fluss ein: Sie sind präsent, wenn man kritisch zuhört, drängen sich aber keinesfalls in den Fokus, wenn man sich vorrangig den musikalischen Inhalten widmen möchte: einfach perfekt! Ich werde es Ihnen und mir aber ersparen, die genannten Neuentdeckungen jeweils einer der immer wieder gespielten Test-Scheiben zuzuordnen. Es gibt schlicht keine Scheibe, bei der der Wilson Benesch nicht ein bisschen mehr zu bieten hatte als alle anderen Plattenspieler, die in meinem Hörraum standen.

Keine Scheibe? Doch eine gab es: Jonas Hellborgs Elegant Punk. Nein, dem Prime Meridian fehlte es keineswegs an Energie und Präzision im Tiefbass. Das fast schon subsonische „Drone“ erklang – wie inzwischen schon erwartet – druckvoller und besser definiert als je. Doch das sehr schnelle „It's The Pits, Slight Return“, das ich häufiger als Slap-Bass-Gewitter beschrieben habe, schien, so zumindest mein erster Eindruck, ein wenig an Dramatik eingebüßt zu haben. Das Stück hatte ich wilder, überschäumender in Erinnerung. Beim zweiten Hören wurde mir dann klar, warum: Die flotte Folge von Impulsen mit abrupten Stopps kam einfach sauberer rüber: Da gab es kein Nachschwingen, kein Verschmieren von Sound-Ereignissen. Der Wilson Benesch ließ sich von der geballten tieffrequenten Wucht nicht im Mindesten aus der Ruhe bringen und fügte dem Bass-Gebrodel keinerlei Artefakte hinzu: Präzision statt Aufgeregtheit.

Im Freundes- und Bekanntenkreis hatte sich bald herumgesprochen, welcher Über-Plattenspieler bei mir im Hörraum zu Gast war. Da die Besucher oft eigene Scheiben mitgebracht hatten, durfte – oder musste – ich doch häufiger über meinen musikalischen Tellerrand schauen. So kam auch Krey Baumgartl vom deutschen Wilson-Benesch-Vertrieb vorbei. Er hatte die seltene deutsche Ausgabe des Vierfach-Albums Minimum – Maximum von Kraftwerk dabei und wollte gern „Radioaktivität“ hören. Das war so gar nicht mein Fall, bis die – elektronische? – Bass Drum und dann die tieffrequenten Synthie-Sounds einsetzten. So viel Druck im Tiefton-Bereich von einer Schallplatte war ich in meinem Hörraum einfach nicht gewohnt. Es war nicht nur die hohe Energiedichte, sondern auch die Exaktheit der Wiedergabe: Die Bässe wirkten wie in Marmor gemeißelt! Und dennoch verdeckten sie das übrige Frequenzspektrum nicht. Die elektronisch erzeugten Hallräume waren jederzeit genau so klar wahrzunehmen wie die vielen dekorativen Elektro-Sounds. Ich war von Kraftwerk und Wilson Benesch dermaßen beeindruckt, dass gleich bei Discogs nachgeschaut habe, ob dort eines der Vierfach-Alben verfügbar ist. Ist es, aber zu einem prohibitiven Preis, zumindest wenn man bedenkt, dass der Wilson Benesch in nicht allzu ferner Zukunft wieder abgeholt wird. Das bedauere nicht nur ich, sondern auch ein Freund und dezidierter Led-Zeppelin-Fan, der Reissues der ersten drei Alben mitgebracht hatte. Ich überließ seiner Gattin und ihm für einige Zeit die Sessel im Hörraum. Als ich auch einmal kurz reinhören wollte, lief gerade „Bring It On Home“ vom Album Led Zeppelin II, das ich auch recht gut kenne. Obwohl ich recht weit von Sweet Spot entfernt stand, bin ich mir hundertprozentig sicher, den Elektrobass noch nie so präsent, energiegeladen und treibend gehört zu haben: einfach fantastisch.

Es wird langsam langweilig zu schreiben, welche Scheiben mit dem Prime Meridien System mehr zu bieten haben als mit allen anderen Plattenspielern, die ich in der Vergangenheit in meinem Hörraum stehen hatte. Das zu lesen dürfte auch nicht spannender sein – und deshalb beende ich hier die Klangbeschreibung.
PS: Kleiner Spoiler: Am Freitag wird Wilson Benesch ein drittes Laufwerk aus der GMT® Collection vorstellen, den Greenwich, das bisher kleinste Modell.

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Gehört mit
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|---|---|
| Plattenspieler | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith |
| Tonarm | Einstein The Tonearm 12“ und 9“, Thiele TA01, AMG 12JT |
| Tonabnehmer | Einstein The Pickup, Lyra Etna, DS Audio W3 |
| Phonostufe | Einstein The Turntable's Choice, WestminsterLab DS-Audio-Phono-Einschub |
| Vorverstärker | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen 05 SSE, T5 SSE Kabel Goebel High End Lacorde Statemen |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon XLR, ForceLines, Swiss Cables, Ansuz Mainz D2, Siltech |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Degritter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME |
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Herstellerangaben
Wilson Benesch Prime Meridian System
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|---|---|
| OMEGA Drive | |
| Beschreibung | kernloser, schlitzloser, 3-phasiger Direktantrieb-Synchron-Motor mit 15-Zoll-Durchmesser, ohne Zahnradspiel und ohne Drehmomentwelligkeit, mit 21 Spulen, zum Patent angemeldet. Das zeitlich gemittelte Drehmoment beträgt 0,718Nm bei 1,2A RMS und einer Nenndrehzahl von 33,3 U/min. Der RMS-Wert der Drehmomentwelligkeit beträgt 0,001342Nm. Die Drehmomentwelligkeit umfasst alle Komponenten (wie Rastmoment, Stromkommutierung und Luftspalt-Flux-Harmonische) |
ALPHA-Antrieb |
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| Beschreibung | computergesteuerte, hochpräzise Sinuswellen mit Quarzreferenz; 3 superlineare Class-A-Verstärker; Computergesteuerte Fernsteuerungssysteme |
| Upgrade-Option | Der mit dem Prime Meridian System gelieferte ALPHA Drive kann um das computergesteuertes pneumatisches Selbstnivellierungs-System für das LeVeL-Isolationssystem im GMT® One System erweitert werden. Standardmäßig im GMT® One System enthalten. |
| Drehzahlbereich | 33,3, 45 und 78 U/min |
| Steuerung | über die spezielle Smart Device WB Control APP in Schritten von 0,01 vollständig einstellbar |
| Gleichlaufschwankungen | nicht messbar |
GRAVITON® Ti Armwand |
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| Beschreibung | Das kinematische Lager bietet eine 3-Punkt-Lagerung, die plastische Verformungen verhindert und optimale Hertzsche Kräfte gewährleistet, um die Energieübertragung durch zwei verschiedene Materialien sicherzustellen. Das Lager ist so konstruiert, dass der Graviton® Armwand in weniger als einer Minute ausgetauscht werden kann. Kürzestmöglicher Ausgangsdraht, um Signalverfälschungen zu vermeiden. |
| Interne Verkabelung | Silber-/Teflondraht |
| Effektive Länge | 304,8mm |
| Montageabstand | 291,6mm |
| Kröpfungswinkel | 18° |
| Überhang | 13,2mm |
| Effektive Tonarmmasse | 14g |
| Tonabnehmer-Gewichtsbereich | alle möglich |
TESSELLATE Ti-S |
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| Nadelträger | Saphir Nadelträger mit einem unidirektionalen Kohlefaser-Dämpfungsring |
| Diamantschliff | Micro Ridge |
| Verrundung | 5x80µm |
| Vertikaler Abtastwinkel | 20° |
| Spule | Spule auf quadratischem Rein-Eisen-Träger |
| Gewicht | 17,1g |
| Tonabnehmergehäuse | Additiv gefertigte SLS-3D-Titanstruktur mit mosaikartiger halboffener Geometrie |
| Ausgangsspannung | 0,32mV @ 3.54CM/S |
| Innenwiderstand | 6 Ohms |
| Frequenzgang | 20-30,000Hz ±1dB |
| Kanaltrennung | besser als 35dB bei 1KHz |
| Kanalgleichheit | besser als 0,5dB |
| Abtastfähigkeit | 80µm bei 315Hz und optimaler Auflagekraft |
| Nadelnachgiebigkeit | 15µM/mN |
| Empf. Abschlusswiderstand | 100-330 Ohms |
| Empf. Auflagekraft | 1,0-1,4g |
| Optimale Auflagekraft | 1,35g |
| Empf. Tonarmmasse | Medium |
| Optimale Betriebstemperatur | 23° |
| Einspielzeit | 30 Stunden |
| Preis | 12.000 Euro |
STAGE One |
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| Beschreibung | MC-zu-MM-Step-up-Transformatorausgang und Direkt-Ausgangsoption in unmittelbarer Nähe, auch ohne Transformator erhältlich |
R1 Rack |
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| Beschreibung | bietet einen optimalen Standort für alle Alpha Drive- und Omega Drive-Systeme, ermöglicht die vollständige Verdeckung aller Energiesysteme |
WB GMT® Control APP |
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| Beschreibung | bietet eine grafische Benutzeroberfläche für die vollständige Fernsteuerung aller kritischen Aspekte des Systems, einschließlich VTA (genau bis 1 µm), Start/Stopp, Geschwindigkeit und Anheben/Absenken des Tonarmlifts |
Router & LAN Router |
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| Beschreibung | im Lieferumfang enthalten, vorkonfiguriert mit WLAN-Verbindung zum Smart Device, auf dem die WB Control APP vorinstalliert ist, keine Verbindung zum Internet |
Oberflächenoptionen |
Das GMT® One-System kann mit Akzenten in Polished Silver oder Polished Gold ausgestattet werden, passend zu den Oberflächen des GRAVITON® Ti Armwand und des TESSELLATE Ti Cartridge. Individuelle Oberflächenoptionen für Komponenten können auf die vier Kappen auf der Glasplatte des Plattentellers, die Plattentellergewichte am Rand des Plattentellers und die Metallkomponenten für die Oberfläche des R1-Racks angewendet werden. |
| Preise | 215.000 Euro (Prime Meridian Turntable), der Preis gilt nur für Bestellung vor dem 1. Juni 2026, danach wird er 240.000 Euro betragen 32.000 Euro (GRAVITON® Ti Tonearm (Matt Titanium)) 10.700 Euro (TESSELLATE Ti-S Cartridge (Matt Titanium)) 23.000 Euro (R1 Carbon Rack (3 Ebenen)) |
| Gesamtgewicht des Systems | 369,5kg |
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Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
| Telefon | 02161/61783-0 |
| Web | www.iad-audio.de |
| hifi@iad-gmbh.de | |
Die neuen einzigartigen SOUND LAB® Elektrostaten sind ab soforgt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu haben. Den Vertrieb haben die Analog-Spezialisten von acoustical systems übernommen, die mit den Flächenstrahlern ihr Portfolio von High-End-Laufwerken, -Tonarmen und -Tonabnehmern ergänzen

Neue und einzigartige Elektrostaten? Ja, genau! Das Teams um Dr. Roger West, der seine Elektrostaten seit 1978 beständig weiterentwickelt, hat in den vergangenen fünf Jahren die SOUND LAB® Elektrostaten dramatisch verbessert: höherer Wirkungsgrad, linearer Bass-Frequenzgang bis hinunter zu 22 Hertz, kein Netzanschluss mehr. Die neuen SOUND LAB® Elektrostaten werden wie konventionelle Lautsprecher einfach mit dem Lautsprecher-Kabel mit den Endstufen verbunden. Das ist alles. Ein separater Netzanschluss, um die Versorgungsspannung zu erzeugen, ist ebenso wenig notwendig wie eine Frequenzweiche: Die SOUND LAB® Elektrostaten sind einfach der schnellste und feinstauflösende Breitband-Lautsprecher der Welt: ein Hörerlebnis über Lautsprecher, das im High-End-Bereich keine Konkurrenz hat. Bei uns in der Vorführung sind die SOUND LAB® Elektrostaten mit den allerbesten Verstärkern – Transistor und Röhren, Push-pull und Single-Ended – zu hören. Als Quellen dienen die besten Analog-Laufwerke – APOLYT und A*STELLAR mit Titan GC und AXIOM Tonarmen – und über Telefunken M10/M15 und Studer A80/C37 Röhren- und Transistor-Bandmaschinen abgespielte Masterbänder.

Bei uns ist zu erleben, dass High-End-Audio seine vielen Versprechungen doch auch einmal erfüllen kann… Bei Interesse solle man einen exklusiven, individuellen Hörtermin – gerne mit eigener Musikauswahl und gegebenenfalls auch mit einzelnen eigenen Komponenten – in unserem Demo-Studio mit wohnraum-naher Atmosphäre vereinbaren. Viele Audio-Hersteller versuchen den Aufnahmeraum ins Wohnzimmer zu holen. SOUND LAB® Elektrostaten machen etwas ganz anderes: Sie versetzen den Zuhörer in den Konzertsaal. Unmöglich? Wir demonstrieren sehr gerne, dass es geht.
Wie hifistatement.net den letzten Evolutionsschritt erlebt hat, ist hier nachzulesen. Ein Youtube Video zum Thema findet man hier.
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Hersteller
Acoustical Systems
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|---|---|
| Anschrift | Axinia Schäfer Am Büchele 2 86928 Hofstetten |
| info@acoustical-systems.com | |
| Web | www.acoustical-systems.de |