Freitag, 21 September 2018 00:21

AHP Klangmodule III G und IV G

Dieser Test war schon seit Jahren geplant, kommt aber dennoch gerade zur rechten Zeit: Denn während der diesjährigen High End hat AHP-Chef Andreas Jungblut das Klangmodul IV G vorgestellt, das dem III G klanglich überlegen sein soll – was ich nicht einfach so glauben muss, sondern auch hören kann.

Es ist nun schon sechs Jahre her, dass ich die AHP-Feinsicherungen in fast allen Komponenten ausprobiert habe. Ich gebe gerne zu, dass ich vor Andreas Jungbluts Besuch recht skeptisch war, nach den Hörvergleichen in meiner Anlage aber alle von außen zugänglichen, serienmäßigen Sicherungen gegen die audiophilen Varianten von AHP getauscht habe. Einige Hifistatement-Autoren experimentierten danach ebenfalls ein wenig und stiegen in der Folge auf die speziellen Sicherungen um: Es dürfte für weniger als 20 Euro pro Komponente wohl nichts anderes geben, das derartige klangliche Verbesserungen bringt. Leider ist das Thema danach bei mir ein wenig in Vergessenheit geraten: So habe ich die ein oder andere Komponente gewechselt, ohne daran zu denken, die neuen Geräte auch mit den hochwertigen Sicherungen auszurüsten. Außerdem sind inzwischen die Feinsicherungen II erhältlich, die gegenüber den getesteten Varianten noch einmal besser sein sollen. Die Bestellliste ist schon geschrieben und in ein paar Wochen dürfte in meiner Kette nicht mehr das kleinste bisschen Wohlklang im Schmelzleiter oder in den Kontaktkappen einer gewöhnlichen Geräte-Sicherung hängen bleiben.

Andreas Jungblut (rechts) und sein Techniker Reinhard Petri haben die Kontrolle über die Stromversorgung meiner Anlage übernommen
Andreas Jungblut (rechts) und sein Techniker Reinhard Petri haben die Kontrolle über die Stromversorgung meiner Anlage übernommen

Da mich AHPs Feinsicherungen völlig überzeugten, nahm ich Andreas Jungbluts Angebot, auch die Klangmodule einmal auszuprobieren, sowie zwei Testexemplare dankend an. Den Einbau sollte man aber unbedingt einem Elektroinstallateur überlassen, wenn man nicht seinen Versicherungsschutz und im schlimmsten Fall Leib und Leben riskieren möchte. Aber ein verantwortungsvoller Repräsentant besagter Zunft folgt nicht einfach audiophilen Wünschen, sondern wird erst einmal prüfen, ob die Klangmodule allen Vorschriften entsprechen. So ging es auch mir. Mein Gegenüber nahm eines der Klangmodule mit und versprach, sich nach der Prüfung aller Formalien zu melden – was er aber nicht tat. Auf einer der immer zahlreicher werdenden Messen traf ich mal wieder Andreas Jungblut und erzählte ihm vom Stand der Dinge. Später schickte er mir dann das Datenblatt mit der IEC-Prüfnummer für seine Module zu, das dann leider bei mir im E-mail-Posteingang liegen blieb, statt den skeptischen Elektriker zu überzeugen. Vor ein paar Wochen beschlossen wir dann aber, Nägel mit Köpfen zu machen: Der AHP-Chef kündigte seinen Besuch in Gröbenzell an – und zwar in Begleitung seines Technikers, der als Elektroinstallateur auch den Austausch des für die Anlage relevanten Sicherungsautomaten gegen ein Klangmodul vornehmen darf. Da Reinhard Petri schon seit Jahrzehnten Musik- und Hifi-Fan ist, war er auch an den klanglichen Veränderungen interessiert, die der Umbau in meiner Anlage bewirken würde, und nahm sich die Zeit, gleich zwei Module in meinem Sicherungskasten zu installieren. So konnten wir erst vom Automaten zur Schmelzsicherung wechseln und danach relativ schnell vom Klangmodul III G zum IV G.

Die bisher im Klangmodul III G verwendeten Sicherungen können auch in der IV-G-Version weiterverwendet werden
Die bisher im Klangmodul III G verwendeten Sicherungen können auch in der IV-G-Version weiterverwendet werden


Das neue Modul bietet neben einer, wie Andreas Jungblut erwähnt, von vielen Kunden gewünschten Auslösungsanzeige einen nochmals reduzierten Übergangswiderstand. Der wird einerseits durch einen höheren Anpressdruck und andererseits durch eine größere Kontaktfläche erreicht: Die Kupferhalterungen werden vor der Vergoldung feiner poliert, so dass danach eine noch glattere Oberfläche entsteht. Damit ich ähnliche Unterschiede hören konnte wie ein Besitzer des Klangsmoduls III G, der auf IV G umsteigt, hatte Reinhard Petri ein bereits eingespieltes Dreier- und ein nagelneues Vierer-Modul in meinen Sicherungskasten gebaut. Aber noch fließt der Strom für meine Anlage über den Sicherungsautomaten.

Ich sollte vielleicht noch vorwegschicken, dass ich bisher mit einer ganz normalen Elektroinstallation ausgekommen bin: Ein Sicherungsautomat war für alle Steckdosen im Wohn- und Arbeitszimmer und damit auch für die darin befindlichen Anlagen zuständig. Die drei einfachen Wandsteckdosen im Arbeitszimmer – eine für Analoges, eine für Digitales und die dritte für die Endstufen – hatte ich schon vor Jahren gegen solche von HMS ausgetauscht und später dann mit einem Ring aus Butylband, der den Übergang vom Stecker zur Dose umgibt, weitgehend gegen Resonanzen immunisiert, was klanglich leicht nachzuvollziehen war. Nicht zuletzt auch deshalb war ich durchaus zufrieden, als wir uns durch dreimaliges Hören eines der bekannten Testsongs den Klang der unveränderten Kette einprägten.

Reinhard Petri ist Elektroinstallateur und darf daher die nötigen Umbauten vornehmen
Reinhard Petri ist Elektroinstallateur und darf daher die nötigen Umbauten vornehmen

Dann ließ Reinhard Petri den Strom statt durch den Sicherungsautomaten durch das Klangmodul III G fließen. Für das Umklemmen hatte er dank der guten Vorbereitung nur ein, zwei Minuten benötigt. Etwas länger dauerte es, bis anschließend die Röhrenvor- und die Hybridendstufe wieder freischalteten und Melco und Aries hochgefahren waren. Aber den Klangunterschied hätte man auch noch bemerkt, wenn zwischen dem Hören der beiden Stromversorgungsvarianten mehr als eine Stunde gelegen hätte: Dank des Klangmoduls geriet die Abbildung größer und deutlich luftiger, das Klangbild war dynamisch interessanter, klarer und detailreicher, aber in einer Disziplin tat sich erfreulicherweise nichts: Tonal blieb alles so stimmig wie zuvor. Dabei waren die Unterschiede in den übrigen Bereichen alles andere als marginal. Das Klangmodul III G hievte die gesamte Anlage noch einmal auf ein höheres Niveau. Dabei ist der dafür nötige finanzielle Einsatz extrem überschaubar: 95 Euro für das Klangmodul III G, knapp 50 Euro für die 14-mal-51-Millimeter-Schmelzsicherung plus die Kosten für den Elektroinstallateur. Eine größere klangliche Verbesserung der gesamten Kette für weniger Geld kann ich mir wirklich nicht vorstellen!

Hier hat er die beiden verschiedenen Klangmodule in meinem Sicherungskasten so eingebaut, dass ein schneller Vergleich möglich ist
Hier hat er die beiden verschiedenen Klangmodule in meinem Sicherungskasten so eingebaut, dass ein schneller Vergleich möglich ist


Wir haben uns dann voller Genuss mit einem weiteren Teststück vertraut gemacht. Für Andreas Jungblut und Reinhard Petri war der Song komplett neu, für mich war neu, wie beeindruckend ihn die Kette inklusive Klangmodul III G nun reproduzierte. Wir hörten die etwas mehr als einminütige Passage dreimal hintereinander. Wenn man schon nach einmaligem Hören eine Veränderung vornimmt, auf einige Details aber erst im zweiten Durchgang aufmerksam wird, führt man diese vermeintlich zusätzlichen Informationen fälschlicherweise auf die Veränderung zurück. Aber einen die Kette fordernden Song zu hören, kann ja auch im dritten Durchgang noch ein Genuss sein. Das Umklemmen des Drahtes von der Dreier- zur Vierer-Variante des Klangmoduls gelang Reinhard Petri noch schneller als der Umbau zuvor – und natürlich war wieder eine Verbesserung wahrzunehmen. Die fiel deutlich geringer aus als die zuvor, unterschied sich qualitativ aber nicht von dieser: Es gab leichte Zugewinne in allen Disziplinen, wobei die tonale Stimmigkeit gewahrt blieb. Selbst wenn man unberücksichtigt lässt, dass in der Einspielphase noch mit weiteren Verbesserungen zu rechnen ist, sind die klanglichen Verbesserungen den Preisunterschied zwischen den beiden Klangmodulen meines Erachtens nach allemal wert. In der bis Jahresende dauernden Einführungsphase beträgt dieser 35 Euro, im nächsten Jahr sind es dann 65 Euro.

Laut Andreas Jungblut ist die Sicherung mit kupfernem Schmelzleiter und kupfernen, vergoldeten Kontaktkappen tonal die neutralste
Laut Andreas Jungblut ist die Sicherung mit kupfernem Schmelzleiter und kupfernen, vergoldeten Kontaktkappen tonal die neutralste

Da die klanglichen Unterschiede zwischen dem Sicherungsautomaten und den beiden verschiedenen Klangmodulen so klar herauszuhören waren, baute Reinhard Petri das III G aus und den Sicherungskasten wieder zusammen. Weitere Vergleiche erübrigten sich. Weil ich rundum zufrieden war, verließ ich mich auch auf Andreas Jungbluts Empfehlung in puncto Schmelzsicherung: Er hatte die Version mit kupfernem Schmelzdraht und massiven Kontaktkappen aus demselben Material ausgewählt, da diese tonal so gut wie keinen Einfluss auf den Klang nehmen – wenn denn die Kupferkappen vergoldet sind. Es gibt noch eine Version mit nicht vergoldeten Kupferkappen, die eine noch ein wenig weiträumigere Abbildung und ein erdigeres Klangbild mit sich bringen sollen. Wer in seiner Kette ein wenig Glanz und Präsenz vermisst, kann zur Sicherung mit silbernem Schmelzdraht und ebensolchen Kontaktkappen greifen.

Vor dem Einbau des Klangmoduls klaffte in der Abdeckung eine Lücke. Diese ist nun durch das Modul und mit Isolierband verschlossen
Vor dem Einbau des Klangmoduls klaffte in der Abdeckung eine Lücke. Diese ist nun durch das Modul und mit Isolierband verschlossen

Statt die beiden übrigen Varianten mit dem von Andreas Jungblut empfohlenen Typ zu vergleichen, der meine Kette ja ein gutes Stück nach vorn gebracht und mich in puncto Netzsicherungen erst einmal rundum glücklich gemacht hat, widmeten wir uns einem weiteren Produkt aus dem Jungblutschen Portfolio: den ebenfalls auf der High End vorgestellten SSC Big Magicpoints, die bisher nur als Prototyp existieren. Da das Artesania-Audio-Exoteryc-Rack ohne Böden auskommt und die unterschiedlichen Harmonix-Füße unter den Lautsprechern auch deren Neigung definieren, können wir die SSCs nur zwischen den Fliesen des Fußbodens und den Füßen von Einsteins The Poweramp ausprobieren. Dort machen sie zumindest in puncto Räumlichkeit den Harmonix BeauTone TU-666M ihren Platz streitig. Auf die Serienversion bin ich jedenfalls schon sehr gespannt: Die ersten Sätze sollen Anfang nächster Woche verfügbar sein. Einer davon wird nach Gröbenzell gehen, die anderen sind dann auf den Westdeutschen Hifi-Tagen in Bonn zu sehen und hören.


Das Klangmodul trägt eine IEC-Nummer und damit für seinen Verwendungszweck zugelassen
Das Klangmodul trägt eine IEC-Nummer und damit für seinen Verwendungszweck zugelassen

STATEMENT

Ich kenne keine andere Tuning-Maßnahme, die für deutlich respektive knapp unter 200 Euro Materialkosten eine größere klangliche Verbesserung bewirkt als die AHP Klangmodule III G oder IV G inklusive einer großen Schmelzsicherung. Und an dieser Einschätzung dürfte sich auch nichts ändern, wenn Sie die Aufwendung für den Elektroinstallateur hinzurechnen. Das Schönste dabei ist, dass die wirklich überschaubare Investition sich auf alle Quellen und die Verstärker gleichzeitig auswirkt. Selbst Schuld, wer sich jetzt nicht gebührend um die Stromversorgung seiner Anlage kümmert!
Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
Server Auralic Aries G2 mit 5GB HDD
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE
LAN-Switch Telegärtner (Japan) M12 Switch Gold
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Thales Simplicity, Einstein The Tonearm 12
Tonabnehmer Lyra Olympos, Transrotor Tamino
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustics Kawero! Classic
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde, Audioquest Diamond
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
AHP Klangmodule III G und IV G
  • Vergoldete Kontakte für ein noch homogeneres und natürlicheres Klangbild
  • Durch die grössere Bauform von Halter und Sicherung sind optimale Kontakte gegeben
  • Vergoldete Sicherungen von 16 - 50 A mit Kupfer-Innenleiter erhältlich
  • Besonders als Audio-optimierte Vorsicherung geeignet
  • Durch standardisierte Abmessungen im normalen Sicherungskasten auf der Hutschiene montierbar
  • Das Gehäuse ist aus hochwertigem Spezialkunststoff, der hohe Temperaturen verkraftet
  • zugelassen nach IEC 60947-3 und VDE 0660-107
  • Abmessungen: Breite x Höhe x Tiefe (in mm) 27 x 90 x 69
  • Gewicht in g: 97
  • Preis: 94 Euro (Klangmodul III G), 130 Euro (Klangmodul IV G, Einführungspreis), 160 Euro (Klangmodul IV G, ab 2019), 50 Euro Sicherung

Vertrieb
Audiophile Hifi-Produkte
Ansprechpartner Andreas Jungblut
Anschrift Bahnhofstraße 24
57555 Brachbach
Telefon +49 2745 9322119
E-Mail info@audiophiles-hifi.de
Web www.audiophiles-hifi.de

Weitere Informationen

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Montag, 17 September 2018 00:01

ifi xDSD

Als ich den xDSD zum ersten Mal sah, kam mir das Konzept eher kryptisch vor. Features wie XBass+ und 3D+ sind bei Produkten von ifi zwar keine Unbekannten, aber ihre Paarung mit einem analogen Lautstärkeregler, Bluetooth und MQA in einem Mini-Gehäuse schien einfach zu viel des Guten. Doch klingen tut der xDSD kein bisschen kryptisch.

Der xDSD versteht sich als Bindeglied zwischen dem eher stationären micro iDSD Black Label und dem portablen nano iDSD Black Label, gehört jedoch einer neuen Serie an, die – Überraschung – auf den Namen x hört. Wie seine Geschwister aus der i-Serie verfügt er über einen Burr-Brown-Wandler: in diesem Fall einen zweikanaligen DSD1793. Vom großen Bruder gelernt, verarbeitet er gewaltige 768 Kilohertz bis 32 Bit als PCM, dementsprechend Zweifach-DXD, DSD512 und schlussendlich, wie bei ifi inzwischen Standard, MQA. Ebenfalls vom micro iDSD abgeschaut sind sowohl die optisch/koaxiale S/PDIF-Schnittstelle als auch die 3D-Matrix- und XBass-Funktionen. Die 3,5-Millimeter Klinkenbuchse hingegen übernimmt der xDSD vom kleinen Bruder nano iDSD und bietet an dieser mit 500 Milliwatt an 16 Ohm etwas mehr Ausgangsleistung. Geeint werden alle drei Modelle durch ihren analogen Lautstärkeregler. Dieser wird im neuen ifi-Wandler allerdings ebenso wie beim Preamp (OV4627) digital durch die Cyberdrive getaufte Technologie überwacht und gesteuert. So wird je nach angeschlossenem Kopfhörer die Leistung dynamisch den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Ein weiteres Novum und Alleinstellungsmerkmal des xDSD ist seine Bluetooth-Fähigkeit und die zusätzliche USB-Schnittstelle, die ausschließlich zum Laden des 2.200 Milliamperestunden fassenden Akkus dient.

Die große Menge an Features kann schon dem Aufdruck der Verpackung entnommen werden
Die große Menge an Features kann schon dem Aufdruck der Verpackung entnommen werden

Von den inneren Werten nun aber zum Äußeren. Der xDSD hat wirklich sehr kompakte Maße und ist minimal dünner als der nano iDSD. Naheliegende Größenvergleiche möchte ich nicht bemühen, ich bin strikter Nichtraucher. Gemeinsam mit dem Smartphone oder DAP kann es in der einen oder anderen Tasche dennoch etwas enger werden. Bei kabelloser Nutzung hingegen passt das Gehäuse entspannt in nahezu jede Hemd-, Hosen,- Jacken und natürlich auch Handtasche. Apropos Gehäuse, es ist wellenförmig, hat vier Plastikfüßchen auf der Unterseite und besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung, deren dunklen Farbton ich gepaart mit ihrem Refexionsverhalten als sehr frisch und modern empfinde. Das weckt die Assoziation an Adamantium, das fiktive Supermetall, das oft in Marvel-Comics anzutreffen ist. Dies könnte erklären, weshalb der xDSD den Buchstaben x im Namen trägt. Seine Oberfläche ist zumindest so perfekt glatt und kantenlos, dass man ihn eigentlich gerne dauerhaft in der Hand halten würde, doch genau das ist das Problem, denn er zieht Fingerabdrücke an. In weiser Voraussicht enthält der Lieferumfang nicht nur verschiedene USB-Adapter und -Kabel, Klettaufkleber und Gummibänder zum Befestigen des Wandlers an Zuspielern, sondern auch eine kleine Mikrofasertasche zum Transportieren und Entfernen der angesammelten Fingerabdrücke.

Der Lieferumfang bietet verschiedene Kabel und Adapter
Der Lieferumfang bietet verschiedene Kabel und Adapter


Wo wir den Wandler schon in Händen halten, werfen wir doch einen Blick auf seine Bedienelemente: Auf der Front findet man nur einen einzigen Knopf zum Durchschalten von 3D+ und XBass+. Zugleich erlaubt er, in den Line-Modus zu springen, in dem die integrierte Lautstärkeregelung umgangen wird. Schaut man näher hin, entpuppt sich die weiße, vom ifi-Logo gezierte Erhebung in der Mitte des Lautstärkereglers als Ein-und Ausschalter. Hält man diesen beim Einschalten etwas länger, springt man zwischen dem kabelgebundenen oder dem Bluetooth-Modus hin und her. Passend zur Auswahl leuchtet der gesamte Schalter entweder grün (kabelgebunden) oder blau (Bluetooth). Hat man den richtigen Modus erwischt, lässt man den Schalter los und der kleine Wandler ist spielbereit, was über die entsprechend farbig leuchtende Input-LED quittiert wird. Die Diode im Ein- bzw. Ausschalter erlischt und deutet so auf Inaktivität des verbauten Verstärkers hin. Wird ein Kopfhörer gespeist, durchläuft sie korrespondierend zur gewählten Lautstärke ein Farbspektrum. Übrig bleibt noch die mit kHz beschriftete LED, die mit verschiedenen Farben über das anliegende Format informiert. Eine Menge Funktionen und Anzeigen konzentriert auf eine kleine Fläche und zwei Knöpfe. Bei der ersten Benutzung mag sich das Konzept nicht unbedingt intuitiv erschließen, allerdings ist alles sehr logisch durchdacht und die optische Rückmeldung macht eine Menge her, hat man das Prinzip einmal verinnerlicht. Sicher, farbwechselnde LEDs sind kein Hexenwerk mehr, dennoch freue ich mich immer über eine sinnvolle Verwendung der selbigen. Die 3,5-Millimeter Klinkenbuchse auf der Frontseite akzeptiert nicht nur handelsübliche dreipolige Klinkenstecker (TRS), sondern auch vierpolige (TRRS). Bei Benutzung der vierpoligen Variante wird die Masse links und rechts bis zu den Treibern der Kopfhörer respektive In-Ears einzeln geführt, bei der dreipoligen Variante immerhin bis zum Stecker. Die hier gewählte vierpolige Ausführung ist in 3,5 Millimetern Größe allerdings eher selten bis gar nicht zu finden. Meist sind Anschlüsse dieser Art in 2,5 oder 4,4 Millimetern anzutreffen, obwohl es doch am naheliegendsten ist, einfach bei 3,5 Millimetern zu bleiben oder zumindest nicht noch kleiner zu bauen. Abgesehen davon, dass es zu Verwechslungen mit vierpoligen Headsets kommen kann – in diesem Fall ist der vierte Ring nämlich mit dem Mikrofon verbunden und stellt keine weitere Masseleitung dar – finde ich die Lösung von ifi, in 3,5 Millimetern zu bauen, sehr praktikabel. Dennoch muss sich, wer das dreifünfer Terminal in TRRS-Konfiguration nutzen möchte, ziemlich sicher erst einmal das passende Kabel konfektionieren lassen.

Auf der Front finden sich der beleuchtete Lautstärkeregler, der Klinkenanschluss und der Wahlschalter für 3D+ und XBass+
Auf der Front finden sich der beleuchtete Lautstärkeregler, der Klinkenanschluss und der Wahlschalter für 3D+ und XBass+

Zurück zum Rest der Bedienelemente und Anschlüsse des Hosentaschenwandlers: Auf der Rückseite befindet sich die für den Datenempfang zuständige USB-Verbindung als Stecker in Typ A-Auslegung, um direkt auf ein OTG-Kabel gesteckt werden zu können. Die ist bereits von vielen anderen ifi-Geräten bekannt. Ebenfalls bekannt ist der kleine Schalter, mit dem zwischen den Filtercharakteristiken Listen und Measure gewählt werden kann. Hinter der Charakteristik Listen verbirgt sich ein sogenannter minimalphasiger Filter. Dieser Filtertyp führt zwar zu frequenzabhängigen Veränderungen im Phasenverlauf des Signals, jedoch kann Pre-Ringing effektiv vermieden wird. Bei der Charakteristik Measure bleibt das durch den Filter geschickte Signal, erkauft durch etwas größeres Pre-Ringing, in Phase. Beide Filter sind digitaler Natur. Wirklich genial ist der zusätzliche Ladeanschluss in Form einer micro-USB-Buchse. Datenleitung und Stromversorgung sind konsequent getrennt und der Akku des Zuspielers wird nicht entladen. Das Akkumanagement kann man dann beruhigt seinem USB-Netzteil oder der Powerbank überlassen, während eine kleine LED unterhalb der Buchse über den Ladezustand informiert. So profitiert man von voller Laufzeit aller Komponenten in der mobilen Stereokette. Unterwegs weniger interessant ist der Betrieb sämtlicher Toslink-Verbindungen am S/PDIF-Eingang, aber mittels mitgelieferten Adapters dennoch möglich. Das passende Adapterkabel für eine Coax-Verbindung liegt leider nicht bei.

Der für die Datenübertragung zuständige USB-Anschluss kann für den Transport mit einer Abdeckung versehen werden
Der für die Datenübertragung zuständige USB-Anschluss kann für den Transport mit einer Abdeckung versehen werden


Meinem DAP FiiO X7 Mark II wurde mit der neuen Firmware 1.0.6 die Fähigkeit zum Audiotransport über die USB-Buchse geschenkt. Gepaart mit dem xDSD ergibt sich die ideale Gelegenheit, der Funktionalität des Updates auf den Zahn zu fühlen und gleichzeitig beide Geräte bezüglich ihrer Klangqualität gegeneinander antreten zu lassen. Dankenswerterweise hat Werner Obst, der Vertriebschef von WOD, mir ein passendes OTG-Kabel von ifi mitgeschickt. Natürlich tut es auch jedes andere On-the-go-Kabel, die ifi-Variante ist meiner Meinung nach allerdings eine sehr lohnende Wahl. Es ist nicht nur hervorragend verarbeitet und ausreichend flexibel, sondern verfügt über sehr robuste Alubuchsen respektive –Stecker, die sich in meinem Alltag bewährt haben. Nachdem ich die Verbindung der USB-A-Eingangsbuchse mit dem Micro-USB-Ausgang meines DAP hergestellt habe, spielen beide sofort anstandslos miteinander. Das Grundrauschen des xDSD an meinen – zugegebenermaßen in dieser Hinsicht auch sehr empfindlichen – Vision Ears VE6 X2 ist minimal lauter als das des FiiOs. Eigentlich sollte die Cyberdrive Technologie dafür sorgen, dass hier Stille herrscht. Tut sie jedoch nicht.

Ein iEMatch-Adapter würde eventuell Abhilfe schaffen, jedoch bin ich aktuell nicht im Besitz desselbigen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als das Grundrauschen mit Lautstärke zu kaschieren. Mit etwa 20 Klicks des hundertstufigen Lautstärkereglers ist dies der Fall und ich erreiche eine sehr zurückhaltende Hörlautstärke, die ich bei längeren Hörsessions gerne nutze, um meine Ohren weniger stark ermüden zu lassen. Für den Hörvergleich erhöhe ich die Lautstärke allerdings nochmals um zehn bis fünfzehn Schritte und nutze die Filtereinstellung Listen. Als ersten Song wähle ich Peter Gabriels „Come talk to me“ als FLAC-Rip der 2002 remasterten Version des Albums Us. Klassisch für Gabriels Arbeiten mit Manu Katché besitzt das Stück einen dynamischen, mit verschiedensten Instrumenten gefüllten Perkussion-Teppich, der verschränkt mit Tony Levins Bassspiel das rhythmische Fundament legt. Der weltmusikalische Einfluss, vertreten durch Sabar, Dudelsack und Duduk ist ebenso unverkennbar wie Gabriels Stimme und ein perfekter Einstieg, um die Musikalität des Wandlers zu beurteilen. Und diese ist enorm groß, die Wiedergabe des xDSD gefällt mir auf Anhieb. Eher nachdrücklich und rund als analytisch und kühl. Speziell im Zusammenspiel der Instrumente herrscht etwas mehr Weichheit als ich es von meinem FiiO gewohnt bin. Ich habe mit dem xDSD weniger das Bedürfnis, die verschiedenen Instrumente bis aufs Kleinste herauszuhören und nachzuverfolgen, da der Gesamtklang bereits überwältigend lebhaft und mitreißend ist. Dennoch ist natürlich auch das Verfolgen eines jeden einzelnen Instruments problemlos möglich. Sei es die perkussive Bassline, die gefühlt noch eine Spur mehr Biss mitgegeben bekommt als über meinen DAP, oder die im Hintergrund größtenteils durchlaufende Triangel, die minimal an Härte verliert und an Präsenz gewinnt. Bei einigen Stücken stürzt jedoch der FiiO-Audioplayer ab. Im Android-Modus über den Onkyo HF Player treten keinerlei Komplikationen auf, auf meinem Smartphone schon gar nicht. Es ist wohl an FiiO, hier nachzubessern.

Noch deutlicher wird die musikalische Tendenz bei einer stürmischen, sehr modernen Interpretation von „Mr. Dowland‘s Midnight“ der Formation Ayreheart um den amerikanischen Lautenisten Ronn McFarlane vom Album Barley Moon, in DXD, also 352,8 Kilohertz PCM bei 24 Bit. Die Instrumente erhalten deutlich mehr Authentizität, ihre Klänge können sich noch freier im Raum entfalten und ihre Dynamik wird feiner herausgearbeitet. Für dieses Stück verbinde ich den Wandler allerdings mit meinem Windows-7-Computer. Um eine Treiberinstallation komme ich aufgrund der hohen unterstützten Bitrate nicht herum. Diese geht dafür schnell von der Hand und der auf ASIO basierende Treiber hat eine minimalistische, aber nützliche grafische Bedienoberfläche. Sie informiert über die aktuelle Abtastrate und lässt einen die ASIO-Buffergröße und den USB-Buffer wählen. Da ich nicht auf niedrige Latenzen angewiesen bin, lasse ich den USB-Buffer in der Einstellung „sicher“ arbeiten. Von sieben Stufen ist sie diejenige mit der zweitgrößten Latenz. Die Buffergröße lasse ich den Treiber automatisch wählen. Mit diesen Einstellungen habe ich keinerlei Dropouts erlebt und kann mir sicher sein, dass der Computer selbst bei riesigen Bitrates genügend Zeit hat, alles in den Zwischenspeicher zu schaufeln.

Mit Klettaufklebern und Gummibändern kann der xDSD mit dem Zuspieler vereint werden
Mit Klettaufklebern und Gummibändern kann der xDSD mit dem Zuspieler vereint werden

Für einen kurzen Test der XBass+-Funktion wechsle ich zu meinen sehr neutral abgestimmten Etymotic ER4SR In-Ears. Aufgrund ihrer deutlich geringen Empfindlichkeit ist das Grundrauschen des xDSD fast nicht mehr wahrnehmbar und, wenn man sich nicht gerade darauf konzentriert, überhaupt nicht mehr auffällig. Die XBass+-Funktion macht, was sie soll, und verleiht dem Bassbereich etwas mehr Fülle. Für mich ein Feature, das ich definitiv nicht benötige. Kopfhörer wähle ich schließlich nach ihrer Abstimmung aus. Wenn es ihnen für meinen Geschmack an Bass mangelt, kaufe ich sie schlicht und ergreifend nicht. Der XBass+ arbeitet zwar sehr geschmackvoll, sogar rein analog, dennoch benötigt ein bereits extrem gut abgestimmter musikalisch spielender Wandler eine derartige Funktion in meinen Augen wirklich nicht. Die 3D-Matrix-Funktion hingegen finde ich sehr interessant. Nicht unbedingt bei In-Ears, denn hier bevorzuge ich harte Panoramen, um alles an Räumlichkeit aus den kleinen Treibern herauszuholen, was geht. Bei Over-Ear-Kopfhörern empfinde ich es als angenehm, auch mal eine Stufe zurückzuschalten und nicht immer die volle Breite des gebotenen Panoramas zu nutzen. Im Roon-Player nutze ich dazu beispielsweise gerne die Crossfeed-Funktion. Von ifi eine leicht ähnlich klingende, nicht-DSP-basierte Variante zur Verfügung gestellt zu bekommen, ist ein echter Mehrwert.


Das moderne Gehäuse glänzt mit einer interessanten Oberfläche und hochwertiger Haptik
Das moderne Gehäuse glänzt mit einer interessanten Oberfläche und hochwertiger Haptik

Für meinen letzten Test verbinde ich den xDSD direkt mit meiner NAD-Endstufe und streame Daten von meinem Smartphone per Bluetooth. Ifi setzt sowohl auf den in der Apple-Welt weit verbreiteten Codec AAC als auch auf den eher in Android-Kreisen anzutreffenden aptX-Codec. Beide komprimieren verlustbehaftet, nutzen die zur Verfügung gestellte Bandbreite jedoch deutlich effektiver als der sonst übliche Standard SBC. Im Gegenzug sind beide Codecs proprietär und müssen von beiden Endgeräten unterstützt werden. Glücklicherweise unterstützen sowohl mein etwas in die Jahre gekommenes Smartphone als auch mein DAP den Standard aptX. Wenn ein Gerät erst einmal mit dem Bluetooth-Chip des Wandlers verbunden ist, wird kein zweites mehr akzeptiert und das verbundene Gerät muss zunächst getrennt werden. Dies funktioniert sehr zuverlässig und schnell. Deutlich besser als ich es von vielen anderen Bluetooth-Geräten kenne! Mein Smartphone markiert den xDSD deutlich als aptX-Gerät, mein DAP zeigt während des Streamings sogar ein großes aptX-Symbol in der Statusleiste. Mit dem Onkyo HF-Player schicke ich den Song „Brain Dance“ der unglaublich technisch spielenden Animals as Leaders von ihrem Album The Madness of Many an den Wandler. Hier wird er ausreichend groß zwischengespeichert und dann auf Femtoebene reclockt, was den xDSD anderen Bluetooth-Wandlern überlegen machen soll. Tatsächlich ist das Ergebnis sehr überzeugend. Zwar bin ich der Meinung, etwas Zeichnung im Hochton, speziell der Becken, zu vermissen und der Bassbereich scheint auch weniger linearer zu klingen als vorher, jedoch ist dies bei einer musikalischen Darbietung dieser Art nicht weiter tragisch. Gemeinsam mit dem analogen Lautstärkeregler des Wandlers nutze ich Bluetooth zum ersten Mal ohne Sorge um unerwartete Lautstärkesprünge. Da ich mitunter minimalistisch eingestellt bin und Endgeräte gerne direkt mit meiner Endstufe verbinde, wären dergleichen überaus fatal. Bei etwa 60 Klicks des Lautstärkereglers erreiche ich eine ausreichende Lautstärke und es ist noch genügend Reserve für Lautstärken, die ich weder meinen Ohren, noch meinen Nachbarn zumuten möchte. Für einen Test durchaus eine interessante Konstellation, aber zu Hause würde ich den Wandler natürlich nie über Bluetooth betreiben wollen. Wenn ich unterwegs bin, mag ich es, das Musikhören zu zelebrieren, so liegen In-Ears und Player in einem eher sperrigen Peli-Case bereit. Bis alles verkabelt und seinen Weg in die Ohren gefunden hat, dauert es immer ein wenig. Besonders dann, wenn auch der ifi-Wandler noch zum Einsatz kommt. Auf einmal wird die Bluetooth-Funktion wirklich interessant. Der Wandler samt Restkabel wird in einer Innentasche verstaut und mein Player dient als kabelloser Zuspieler. Eine sehr komfortable Lösung. Noch interessanter wird es, wenn man keinen DAP besitzt und sein Smartphone auf diese Weise aufwertet. Jeder im Besitz befindliche Kopfhörer erhält (fast) kabellose Freiheit und wird von einer Top-Wandler-Verstärkerkombi betrieben. Hier sehe ich die Stärke der Bluetooth-Schnittstelle.

STATEMENT

Der ifi xDSD ist ein sehr musikalisch spielender Wandler für die Hosentasche, der nicht nur unterwegs ernst genommen werden muss, sondern auch an der heimischen Kette einiges leistet. Mit seiner überzeugenden Bluetooth-Fähigkeit ist er das Schweizer Taschenmesser unter den Digital-Analog-Wandlern. Unbedingt anhören!
Gehört mit
DAP FiiO X7 Mark II mit AM3A (FiiO Music App, Onkyo HF Player)
Smartphone Motorola X 2nd Gen, 32GB, Android 6.0 (Onkyo HF Player)
In-Ears Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR
Computer Intel i7-2600K @ 3,4GHz, 16GB RAM @ 1600MHz, Windows 7Professional SP1 (Roon, foobar2000)
Endstufe NAD C 275BEE
Lautsprecher Magnat Quantum 807
Kabel Sommer, Cordial, ifi OTG
Herstellerangaben
ifi xDSD
DA-Wandler Burr-Brown Multi-Bit DSD1793 Chipsatzes
Clock Femto Precision GMT Clock
Audio Formate USB DSD 512/256/128/64 22.6/12.4/11.2/6.2/5.6/3.1/2.8, PCM 768/384/352.8/192/176.4/96/88.2/48/44.1 kHz, MQA 88.2/96/176.4/192 kHz Filter
Audio Formate S/PDIF PCM 192/176.4/96/88.2/48/44.1 kHz
Verstärker Dual Mono 2 x 500 mW Direct Drive, Koppelkondensator freie Schaltung für höchste Klangtreue
Ausgang 3,5 mm TRRS mit symmetrischer Verkabelung
Dynamikbereich > 113 dB(A)
Verzerrung (@ 1 V / 16 Ω) < 0.005%
Ausgangsimpedanz < = 1 Ω
Lautstärkerregelung -101 dB…0 dB in 1 dB Schritte
Ausgangsspannung > 2,82 V / 500 mW @ 16 Ω, > 3,7 V / 270 mW @ 50 Ω, > 3,8 V / 48 mW @ 300 Ω, > 3,8 V / 24 mW @ 600 Ω
Line-Ausgang 2,1 V @ 0 dBFS (& 0 dB Volume)
Gewicht 127 g
Abmessungen 95(L) x 66(B) x 19(H) mm
Preis 449 Euro

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

Weitere Informationen

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Selten habe ich einen Bericht mit so gemischten Gefühlen begonnen: Der Preis der Füße dürfte zu einer reflexartigen Verdammung des Test in einschlägigen Foren führen – von Autoren, die The Base wohl nie gehört haben. Andererseits haben mich Harmonix-Produkte nie enttäuscht: In diesem Falle wäre es nicht gut, sich an The Base zu gewöhnen, nur um sie bald zurückzuschicken.

Was die nun schon bekannte, fast nicht existente Informationspolitik von Harmonix- und Hijiri-Entwickler Kiuchi-san und in der Folge die von Ed Doggen, dem Inhaber des Vertriebes für alle Combak-Produkte in Deutschland, Österreich und Benelux, anbelangt, fällt mir die Wahl zwischen zwei Haltungen ebenfalls schwer: Soll ich mich grämen, weil ich Ihnen weder Fakten zur Herstellung und noch Erklärungen zur Wirkungsweise unser Testobjekte liefern kann, oder mich ganz pragmatisch darüber freuen, dass ich, ohne mich mit langwierigen technischen Erklärungen aufzuhalten, gleich mit dem Ausprobieren der Füße beginnen kann? Das meiste, was über The Base in Erfahrung zu bringen ist, können Sie mit Zollstock, Waage und einem Blick in Ed Doggens Preisliste auch selbst herausbekommen. Ich kann lediglich ergänzen, dass die TB 0917 nur in limitierter Zahl gefertigt werden, über die – Sie ahnen es – natürlich Stillschweigen bewahrt wird.

Da dem Westfalen – auch wenn er schon lange in Bayern lebt – ja eine gewisse Hartnäckigkeit zu eigen ist, habe ich während der Süddeutschen Hifi-Tage noch einen Versuch unternommen, Ed Doggen ein paar Fakten über Harmonix' The Base zu entlocken: Freundlich lächelnd wies er darauf hin, dass er doch schon bei seinem erstem Besuch in meinem Hörraum erklärte hätte, dass in den Harmonix-Produkten einer Stimmgabel ähnliche Komponenten durch den direkten physischen Kontakt mit Lautsprechern oder Elektronik eine Resonanz-Stimmung bewirkten. Das so geänderte Resonanz-Spektrum führe zu einem authentischeren, schöneren und musikalischeren Klang. Letztlich war ich so schlau wie zuvor.

Wie alle Harmonix-Produkte wird auch The Base in einer aufwändigen Verpackung geliefert
Wie alle Harmonix-Produkte wird auch The Base in einer aufwändigen Verpackung geliefert

Dass ich die Füße in limitierter Auflage dennoch mit recht hohen Erwartung ausprobierte, lag schlicht daran, dass alle bisher in meinem Hörraum eingesetzten Harmonix-Komponenten eine eindeutig positive Klangveränderung bewirkt hatten: Das war bei den BeauTone-666ZX-Gerätefüßen, den Room Tuning Disks, den Ultimate Tuning Tips und auch den für den Test der Kawero!-Lautsprecher verwendeten BeauTone-666M-Füßen so und auch bei der Plattenmatte Tribute TU-800M und der LP-Klemme nicht anders. Ed Doggen empfiehlt, die TB 0917 anstelle der BeauTone 666 oder der 666 Million einzusetzen. Von denen befinden sich vier zwischen den Füßen von Einsteins The Poweramp und dem Fußboden des Hörraums. Je zwei weitere stehen unter den hinteren beiden Still-Point-Füßen der Kawero! Classic. Da die Box deutlich besser klingt, wenn sie leicht nach vorne geneigt wird, habe ich von den vorderen Still-Points die Grundplatten entfernt und an ihrer Stelle je einen Harmonix Real Focus RF-909X Mk2 platziert. Mit den acht für den Test zur Verfügung gestellten TB 0917 kann ich also alle bei mir eingesetzten 666 Million ersetzen – und die hatten bisher unter jeder getesteten Endstufe für noch mehr Raum, Definition und Geschmeidigkeit gesorgt. Deshalb probiere ich The Base auch zuerst unter der Einstein-Endstufe – und zwar anstelle der TU-666M, auch wenn im Infoblatt zu The Base dazu geraten wird, beide zusammen zu verwenden, um noch mehr klangliche Verbesserungen zu erzielen.


Die Basis ziert ein standesgemäßes Typenschild. Die Struktur unter der Lackierung lässt sich nur erahnen
Die Basis ziert ein standesgemäßes Typenschild. Die Struktur unter der Lackierung lässt sich nur erahnen

Durch das Netzwerk strömen die Daten von Stevie Ray Vaughans Klassiker „Tin Pan Alley“, und ich kann fast nicht glauben, was ich höre: The Base machen die Abbildung noch einmal größer, die Instrumente werden auf einer größeren Bühne noch besser voneinander differenziert. Die Wiedergabe wirkt klarer und räumlich besser strukturiert. Die zusätzlichen und detaillierteren Informationen lenken aber kein bisschen vom eher unterschwelligen Groove des Songs ab und lassen ihn auch nicht weniger emotional rüberkommen. Im Gegenteil: Die nun vermeintlich noch dynamischere Spielweise Vaughans macht es schier unmöglich, unbeteiligt zu bleiben. Ich hätte mit ein paar subtilen Verbesserungen gerechnet, nicht aber mit so viele mehr Raum, Klangfarben und Emotionalität! Leider bremst ein Blick auf das Preisschild der TB 0917 die Euphorie ein wenig: 1900 Euro pro Stück. Da frage ich mich schon, ob Einsteins vergleichsweise günstiger The Poweramp der angemessene Spielpartner für die limitierten Harmonix-Füße ist. Andererseits ist eine derartige klangliche Verbesserung nicht gerade ein Indiz für eine Fehlanpassung.

Die Unterseite der Basis ist mit einer Gewebescheibe beklebt, die die Stellfläche schont
Die Unterseite der Basis ist mit einer Gewebescheibe beklebt, die die Stellfläche schont

Ich beende meine Grübeleien und folge dem Vorschlag vom „Beipackzettel“ der TB 0913. Die Kombination von The Base mit den TU-666M eliminiert auch den einzig möglichen Kritikpunkt an den TB 0917: Sie sind nicht höhenverstellbar sind, so dass sich kleine Unebenheiten der Stellfläche nicht bequem ausgleichen lassen. Ich habe gerade zwei, drei Mal die ersten Minuten von Keith Jarretts Köln Concert gehört – so packend und intensiv wie nie zuvor – und positioniere nun die TU-666M zwischen die Füße der Endstufe und die schwarz glänzenden Oberflächen der TB 0917: Die klanglichen Veränderung sind nicht sehr groß, man fühlt sich ein paar Reihen weiter von der Bühne entfernt. Das führt zu einer noch differenzierteren Wahrnehmung des musikalischen Geschehens, nimmt der Wiedergabe aber leider auch ein wenig ihrer Unmittelbarkeit. Da fällt es schwer, sich zwischen mehr Übersichtlichkeit plus stimmigem Fluß und mehr Direktheit mit einem Hauch mehr Dynamik zu entscheiden. Nicht nur, weil mir allein schon vier The Base unter den Füßen der Einstein-Endstufe ein wenig kapriziös erscheinen, verzichte ich im Weiteren auf die TU-666M.

Egal ob bei Patrick Herals „Improvisation“ vom Album Le Concert Des Parfums oder beim Köln Concert: Auch unter den Kawero! sorgen zwei The Base für eine noch beeindruckendere Raumillusion, trotz aller Detailverliebtheit für einen intensiveren musikalischen Fluss, eine noch präziserer Feindynamik und eine faszinierende Stimmigkeit – oder wie ein beim Test anwesender Kollege es ebenso knapp wie treffend formulierte: einfach mehr von allem. Auf diesem Niveau habe ich meine Kette zuvor noch nicht gehört. Wenn ich mich entscheiden müsste, wo ich einen Vierer-Satz der TB 0913 einsetzen würde, entschiede ich mich für die Lautsprecher. Aber ich brauche mich jetzt nicht zu entscheiden, noch habe ich ja acht Basen. Doch der Rückgabetermin rückt näher. Es bleibt nur eine Galgenfrist von ein paar Tagen.


Jeder Basis wird eine dünne Gewebescheibe als Reserve beigelegt
Jeder Basis wird eine dünne Gewebescheibe als Reserve beigelegt

STATEMENT

Wenn Ihre Anlage bereits auf sehr hohem Niveau spielt, Sie aber immer noch mehr wollen, sollten Sie Harmonix' The Base unbedingt ausprobieren, bevor Sie den Austausch einer Komponente in Erwägung ziehen. Wenn Sie Ihre Boxen und auf dem Boden stehenden Endstufen nicht mit den TB 0917 gehört haben, wissen Sie nicht, welches Potential wirklich darin steckt. The Base sind teuer – aber auch klanglich überzeugend!
Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
Server Auralic Aries G2 mit 5GB HDD
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE
LAN-Switch Telegärtner (Japan) M12 Switch Gold
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Thales Simplicity, AMG 12JT Turbo mit AudioMachina V8
Tonabnehmer Lyra Olympos, Transrotor Tamino
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Ayon Epsilon mit KT150, Eintein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustics Kawero! Classic, LumenWhite DiamondLight
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde, Cardas Audio Clear Network
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Harmonix „The Base“ TB 0917 – The Music Platform
Durchmesser 140mm
Dicke 34mm
Gewicht 1,64kg
Belastbarkeit unbeschränkt
Farbe tiefe Holzfarbe, schwarz glänzendes Metall
Preis 1900 Euro pro Stück

Vertrieb
Daluso
Anschrift Ed Doggen
Op den Dijk 30
NL-6102 EX Echt
Telefon +31 611 354725
E-Mail info@daluso.de
Web www.daluso.de

Weitere Informationen

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Donnerstag, 11 September 2008 23:49

NEM - New Enterprise Media GmbH

Vertrieb
NEM - New Enterprise Media GmbH
Anschrift

Römerweg 105
2722 Winzendorf
Austria

Telefon +43 2638 22106
E-Mail office@nem-austria.at
Web distribution.nem-austria.at

Am Wochenende bildeten die ersten Süddeutschen HiFi-Tage in Stuttgart den Auftakt zur herbstlichen Messe-Saison. Die Ausstellung war – wie man das von Ivonne Borchert-Lima und Wolfgang Borchert und den Norddeutschen HiFi-Tagen gewohnt ist – bestens organisiert und auch gut besucht.

Bei dieser Einschätzung stütze ich mich aber allein auf die Eindrücke, die ich am Samstag sammeln konnten. Wie schon in der Messeankündigung erwähnt übertraf die Nachfrage nach Ausstellungszimmern die Anzahl der von den Veranstaltern reservierten Räume: ein toller Vertrauensvorschuss an Ivonne Borchert Lima und ihr Team. Natürlich ließ sich die Besucherzahl der ersten Stuttgarter HiFi-Tage nicht mit der nach über einem Jahrzehnt extrem gut etablierten Hamburger Messe vergleichen. Am späten Nachmittag des ersten Messetages traf ich dennoch ausschließlich auf zufriedene Aussteller, die auch einige Weltpremieren zeigten Der Drei H Vertrieb präsentierte nicht nur die Beta-Version der lange erwarteten Melco-App, sondern auch die neuen Musikserver N100 und N10. Ersterer wird von einem externen Schaltnetzteil versorgt und für rund 2.000 Euro zu haben sein. Der N10 wird von einem Linearnetzteil gespeist, das in einem ähnlich aufwändigen Voll-Aluminium-Gehäuse untergebracht ist, wie der Server selbst. Nicht zuletzt auch wegen der im Vergleich zum Hunderter deutlich aufwändigeren Hauptplatine wird der Preis des N10 bei etwa 7.500 Euro liegen. Er soll gegen Ende Oktober verfügbar sein. Eines der ersten Exemplare geht dann Hifistatement. Falls Drei-H-Chef Mika Dauphin nicht zu optimistisch war, können wir die App schon in etwas drei Wochen vorstellen.

Bei Hifi2Die4 feierte MSBs neues Einstiegsmodell Premiere, das den Analog DAC ablöst, der den Kollegen Wolfgang Kemper ins Schwärmen (hier ein Link zu https://www.hifistatement.net/tests/item/1245-msb-the-analog-dac-mit-analog-power-base) brachte. Der Discrete DAC wird ab 11.450 Euro erhältlich sein und verarbeitet PCM-Dateien mit Abtastraten bis 3072 Kilohertz. Analog/Digital-Wandler, die Dateien mit dieser Frequenz kreieren, sind mir allerdings nicht bekannt. DSD256 per DoP sollen für den Discrete DAC auch kein Problem darstellen: Jedes seiner beiden Wandler-Module enthalte einen Ladder-DAC sowie einen speziellen Wandler für die DSD-Verarbeitung, erläuterte MSB-Europa-Vertriebschef Frank Vermeylen.

Da bis zum Ende des Jahres allein in Deutschland noch fünf Messen anstehen und wir auch noch den ein oder anderen Blick über die Landesgrenzen werfen wollen, wir Sie aber nicht allzu sehr mit Wiederholungen langweilen wollen, habe ich mich entschieden, im Folgenden lediglich eine Vielzahl von unkommentierten Impressionen von den Süddeutschen HiFi-Tagen zu präsentieren.

 

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Freitag, 07 September 2018 00:01

BLOCKAUDIO CUB-Block SE

Neben den BLOCKAUDIO Shelf Block Lautsprecher, die ich bereits testen durfte, stellte die tschechische Firma auf der diesjährigen High End in München erstmals auch den CUB-Block-SE vor. Das Entwicklungsziel war dabei eine Netzversorgung, die die Verteilung von Störungen aller Art eliminieren soll.

In den heutigen Stromversorgungsnetzen kommt es immer häufiger zu Netzstörungen. Nicht lineare Geräte wie zum Bespiel Schaltnetzteile, USV-Anlagen, Frequenzumrichter, elektronische Vorschaltgeräte oder auch zunehmend Wechselrichter von Photovoltaikanlagen „verschmutzen“ die interne Energieversorgung eines Gebäudes und natürlich auch das öffentliche Stromversorgungsnetz. Der Stromverlauf ist dann oft nicht mehr sinusförmig, sondern „verzerrt, eingedrückt“ und mit unterschiedlichsten Frequenzen beaufschlagt. Die reine Grundschwingung von 50 Hertz wird mit harmonischen Oberwellen von beispielsweise 150, 250, 350 und 750 Hertz überlagert. Auch die Power Line Communication-Technologie führt zu den oben beschriebenen Interferenzen.

Vier sogenannte Purified Outputs stehen für empfindlichere Geräte wie Vorverstärker, Streamer, CD Player oder auch D/A Wandler zur Verfügung. Sie sind mit insgesamt drei Ampere abgesichert und verfügen über kaskadierte EMI-Filter
Vier sogenannte Purified Outputs stehen für empfindlichere Geräte wie Vorverstärker, Streamer, CD Player oder auch D/A Wandler zur Verfügung. Sie sind mit insgesamt drei Ampere abgesichert und verfügen über kaskadierte EMI-Filter

In meinem Haus komme ich leider auch nicht ohne Power Line Communication aus und seit kurzem habe ich auch noch eine Photovoltaikanlage. Hier bin ich zwar weitgehend unabhängig von Schwankungen und Schmutz des allgemeinen Stromnetzes, aber der Wechselrichter der Anlage ist ein Störfaktor, meint jedenfalls Jiri Nemec. Auf meine Frage ,was seiner Meinung nach die wesentlichen Eigenschaften eines exzellenten Power Distributors sein sollen, nennt er vier Punkte: Die Qualität der Steckverbindungen, die gesamte mechanische Stabilität, Schutz gegen Netzstörungen und die Abschottung gegen externe mechanische Vibration.

Die hochwertigen Furutech-NCF-Steckdosen sorgen für eine stabile und störungsfreie Verbindung. Alle Ausgangssteckdosen sind zusätzlich mit sogenannten „Damping Clamps“ ausgestattet, um die Stabilität der Furutech Komponenten noch weiter zu erhöhen
Die hochwertigen Furutech-NCF-Steckdosen sorgen für eine stabile und störungsfreie Verbindung. Alle Ausgangssteckdosen sind zusätzlich mit sogenannten „Damping Clamps“ ausgestattet, um die Stabilität der Furutech Komponenten noch weiter zu erhöhen


Beim CUB-Block SE setzt BLOCKAUDIO hochwertigste Rhodium-platinierte Furutech-NCF-Steckdosen ein, um eine stabile und störungsfreie Verbindung zu gewährleisten. Das patentierte Lock System für die AC-Eingangsbuchsen, das den Netzstecker gegen ungewolltes Herausziehen, Bewegungen und Vibrationen schützt sowie die Kontakte gegen Staub und Feuchtigkeit, findet sich auch bei den BLOCKAUDIO Vor- und Endstufen wieder, die Dirk Sommer im Vorjahr als Verstärkerentdeckung des Jahres feierte. Dafür benötigt man allerdings ein Netzkabel mit IEC 60320 C19-Stecker Anschlüssen. In meinem Fundus hatte ich davon leider keines, aber BLOCKAUDIO lieferte mir nachträglich das Mains-Block SE Netzkabel mit einem 20-Ampere-IEC-Ausgangsstecker. Auch hier kommen allerbeste Furutech NFC-Komponenten zum Einsatz wie Alpha Nano-OFC-Leiter mit einem Durchmesser von 3,2 Millimeter. Die Abschirmung besteht aus einen 0,11-Millimeter-OFC-Drahtgefleckt mit einer Außenhülle aus schwarzem Nylongarngeflecht.

Jeweils seitlich angeordnet findet man die ungefilterten Direct-Ausgänge für die Verwendung mit Verstärkern und Endstufen. Sie sind bis 20 Ampere belastbar
Jeweils seitlich angeordnet findet man die ungefilterten Direct-Ausgänge für die Verwendung mit Verstärkern und Endstufen. Sie sind bis 20 Ampere belastbar

Das schwarz eloxierte Aluminium-Gehäuse des CUB-Block macht, was die Haptik betrifft, einen extrem hochwertigen Eindruck. Wie bei den BLOCKAUDIO Vor- und Endstufen sowie den Lautsprechern setzt man bei den Füßen statt auf Spikes auf Stahlkugeln, bei denen Schwingungen auf eine Fläche von zehn mal zehn Millimetern Widia-Werkzeugstahl abgeleitet werden. Unter jedem der höhenverstellbaren Füße befindet sich zudem ein Stück Merino-Filz zur Abschottung externer Vibrationen und zum Schutz der Stellflächen.

Die vier ungefilterten, mit „Direct“ bezeichneten Ausgänge stellen beispielsweise für Verstärker und Endstufen bis 20 Ampere zur Verfügung. Diese Ausgangssteckdosen sind zusätzlich noch mit sogenannten Damping Clamps ausgestattet, um die Stabilität der Furutech Komponenten weiter zu erhöhen. Weitere vier Ausgänge, die „Purified Outputs“ genannt werden, sind mit doppelten EMI-Filtern bestückt und mit insgesamt drei Ampere abgesichert. Diese sollten vornehmlich für empfindlichere Audio-Geräte wie Vorstufen, D/A-Wandler, CD Player, Streamer oder auch Laufwerke zum Einsatz kommen. Ich fragte Jiri Nemec nach weiteren Details zu den EMI-Filtern, aber er ließ sich aus durchaus verständlichen Gründen keine weiteren technischen Details entlocken. Offenbar sind die Filter eine der Ursachen für den potentiellen Klanggewinn. Zur besseren Resonanzdämpfung der Gesamtkonstruktion ist der Innenraum noch mit einer speziellen Vergussmasse gefüllt, was den mechanischen Aufwand auf die Spitze treibt.

Das ist kein Fotoapparat sondern das zum Patent angemeldete Lock System der AC-Eingangsbuchse, das den Netzstecker perfekt fixiert und so auch vor Vibrationen schützt
Das ist kein Fotoapparat sondern das zum Patent angemeldete Lock System der AC-Eingangsbuchse, das den Netzstecker perfekt fixiert und so auch vor Vibrationen schützt


Natürlich profitieren minderwertigere Hifi-Komponenten noch stärker vom Einsatz eines hochwertigen Power Distributors als absolute Topgeräte. Mein HiFi-Equipment verfügt sämtlich über mehr als üppig dimensionierte Netzteile und dennoch hatte ich in der Vergangenheit bereits die Erfahrung gemacht, dass ein Power Distributor auch hier noch einiges an Klanggewinn aus der Anlage herauskitzelt. Für die komplette Anlage hatte ich bis dato aber noch keinen Stromaufbereiter benutzt, sondern ausschließlich für Vorstufe und Quellgeräte. Abweichend von der BLOCKAUDIO-Empfehlung schloss ich die Vorstufe zunächst an einen der Direct Outputs an, letztendlich klang es aber über einen Purified Output in meiner Kette noch etwas besser. Nachdem ich alles verkabelt hatte, gönnte ich der Anlage einen weiteren Tag vor den Hörtests, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass besonders digitale Quellen oftmals empfindlich reagieren, wenn sie vom Netz getrennt werden.

Perfekte, bombensichere Verbindung: Lock System der AC-Eingangsbuchse mit dem Mains-Block SE Netzkabel, das mit besten, rhodinierten NCF-Komponenten von Furutech ausgestattet ist
Perfekte, bombensichere Verbindung: Lock System der AC-Eingangsbuchse mit dem Mains-Block SE Netzkabel, das mit besten, rhodinierten NCF-Komponenten von Furutech ausgestattet ist

Noch bevor ich die ersten Töne hörte, konnte ich bereits eine Verbesserung konstatieren. Wenn man ohne Signal, aber bei voller Lautstärke das Ohr ganz nahe an die Lautsprecher hält, ist nahezu nichts mehr zu hören, wohingegen man ohne den BLOCKAUDIO CUB-Block SE zumindest leichtes Rauschen hören konnte. Offenbar werden Störungen äußerst wirkungsvoll unterdrückt. Doch geht das auf Kosten der Dynamik? Um das herauszufinden, begann ich den eigentlichen Hörtest mit „Keith don’t go“ von Nils Lofgren. Das Gitarrenstück bietet eine enorme Dynamik und sehr kräftige Höhen. Von einer reduzierten Dynamik war nichts zu spüren – im Gegenteil hatte ich den Eindruck, als ob Nils Lofgrens Gitarre förmlich zu explodieren schien. Die Gitarrentöne klangen sehr körperhaft. Feinziselierte Höhen paaren sich mit einem extrem durchsichtigen Klangbild. Ein weiteres dynamisches Stück ist „Dad dere“ in der Fassung von Ricky Lee Jones. Trotz voller Entfaltung der Dynamik bot sich hier der Höreindruck eines ruhigeren, sehr aufgeräumten Klangbilds, was im ersten Moment als Widerspruch erscheint. Unter "ruhiger und aufgeräumter“ verstehe ich hier aber, dass alle Instrumente einen festen Platz einnehmen und dadurch auch die räumliche Abbildung verbessert wird.

Bette Midlers lebhafte Musikdarbietungen haben mir schon immer gut gefallen, besonders der Klassiker „Bei mir bist Du schön“ aus dem Album It’s The Girls in der 24 Bit Version von Qobuz. Die Wiedergabe mit dem CUB-Block-SE würde ich als atmende Lebendigkeit mit einer gehörigen Portion Livehaftigkeit beschreiben.

Ich wechsle das Genre und gönne mir die Session „B4C“ des Schweitzer Schlagzeugers Charlie Antolini aus dem Album Knock Out 2000. Beeindruckend sind dabei die strahlenden Becken und die tiefen Töne der Bassdrum, die mit enormer, ansatzloser Wucht, aber dennoch kontrollier rüberkommen. Extrem tiefe Bässe, Räumlichkeit und eine Fülle von Details entzücken mich auch bei „Jurassic Lunch“ von Eric Kunzels Cincinatti Pops Orchestra vom Album The Great Fantasy Adventure Album. Mit einer derartigen Wucht hat der fiktive Dinosaurier bei mir bislang noch nie sein Mittagessen verspeist. Bei einer Reise in die Vergangenheit zu Bert Kaempferts „Buy buy Blues“ aus dem gleichnamigen Album habe ich im Angesicht der reproduzierten Klangqualität eher das Gefühl, in der Gegenwart zu schwelgen. Die strahlenden Bläser und den extremen aber niemals wummernden Tiefbass habe ich selten so gut gehört. Ein angenehmes Grummeln in der Magengegend verursacht das bekannte Stück „Oxygen“ von Jean Michel Jarre aus Essential Recollection im Qobuz-Streaming: Ein sehr druckvoller Tiefbass ist die Ursache dafür. Die fein aufgelösten Höhen paaren sich dabei mit großer räumlicher Tiefe und Präzision.


Liebe zum Detail: höhenverstellbare Füße auf Stahlkugeln, bei denen Schwingungen auf eine Fläche von zehn mal zehn Millimetern Widia-Werkzeugstahl abgeleitet werden. Filz aus Merino-Wolle schützt die Stellfläche
Liebe zum Detail: höhenverstellbare Füße auf Stahlkugeln, bei denen Schwingungen auf eine Fläche von zehn mal zehn Millimetern Widia-Werkzeugstahl abgeleitet werden. Filz aus Merino-Wolle schützt die Stellfläche

Das Hören mit dem BLOCKAUDIO CUB-Block SE hat Spaß gemacht und brachte in allen Hördimensionen noch das, was wir in Bayern i-Tüpferl nennen, also genau die Details, die zur Vollkommenheit noch fehlen. Oft genügen diese ja, um eine sehr gute Wiedergabe zu einer begeisternden zu machen, weil plötzlich aus einer Konserve echte, mitreißende Musik wird. Deshalb ist die Anschaffung des CUB-Block SE gerade für Audiophile mit einer Topanlage eine Überlegung wert, um das letzte aus den Komponenten herauszukitzeln.

STATEMENT

Der BLOCKAUDIO CUB-Block SE macht Ihre Anlage in allen Hördimensionen noch ein Stück besser und punktet mit einem präzisen, druckvollen Bass, extremer Durchsichtigkeit und glasklaren Höhen sowie perfekter Verarbeitung.
Gehört mit
Plattenspieler Le Tallec Stad S
Tonarme Clearaudio Souther, Eminent 1
Tonabnehmer Van den Hul Grashopper
Musikserver Aurender N100
D/A Wandler MYTEK Brooklyn DAC+ mit Keces 8 Netzteil, Audiobyte Hydra Z USB Bridge und Hydra ZPM Netzteil
Vorverstärker Grandinote Genesi
Endstufen Grandinote Demone Monos
Lautsprecher Wilson Audio MAXX
Kabel Audioquest, HABST, Swiss Cables, Sun Wire Reference
Zubehör Ictra design Rack PROTO und Endstufenbasen, Sun Leiste
Raumakustik Sonitus Leviter Absorber, Creation Baumann Deltacoustic Vorhangstoff, Deckensegel Ova Selecta Grande, Renz VPR 1 Verbundplattenresonator, Basotect Schaumstoffplatten, Vogl Akustikdesignplatten mit Streulochung
Herstellerangaben
CUB-Block SE
  • Innovatives Befestigungssystem für AC-Netzeingang
  • Beste Audio-Grade Furutech NCF-Komponenten
  • 4 gefilterte Steckdosen mit kaskadiertem EMI-Filter, bis zu 3A insgesamt
  • 4 unfiltrierte Hochleistungsfilterausgänge bis 20A
  • Resonanzdämpfungsklemme für alle Ausgangsbuchsen
  • Verstellbare Füße mit integrierten Spikes
  • Gehäuse aus schwarz eloxiertem Aluminium
  • Preis: 3.500 Euro
Herstellerangaben
Mains-Block SE Netzkabel
  • Beste Audio-Grade Furutech NCF-Komponenten
  • α-Nano-OFC-Leiter: 3,2mm
  • Abschirmung: 0,12mm OFC-Drahtgeflecht
  • High-End-20A-IEC-Ausgangsstecker
  • Außenhülle: Schwarzes Nylongarngeflecht
  • Länge: 180cm
  • Preis: 1.700 Euro

Hersteller
BLOCKAUDIO s.r.o.
Anschrift Vodární 1179/1A
779 00 Olomouc
Tschechische Republik
Telefon +420 604 514 282
E-Mail ms@blockaudio.com
Web www.blockaudio.com

Weitere Informationen

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Dienstag, 04 September 2018 08:20

Süddeutsche HiFi-Tage 2018

In diesem Jahr beginnt die herbstliche Messe-Saison früher als sonst. Schuld daran sind Ivonne Borchert-Lima und ihr Vater Wolfgang Borchert, die die Norddeutschen Hifi-Tage etabliert und zur erfolgreichsten regionalen Publikumsmesse hierzulande gemacht haben. Schon jetzt ist klar, dass der Ableger im Süden nicht weniger attraktiv sein wird.

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Auch in Stuttgart entschieden sich die Veranstalter für ein Holiday Inn, und zwar das im Ortsteil Weilimdorf. Und das stößt schon jetzt an seinen Kapazitätsgrenzen: Ivonne Borchert-Lima ist es gelungen, gleich im ersten Anlauf für alle verfügbaren Räume Aussteller zu finden. Hifistatement wäre zwar wie in den beiden letzten Jahren in Hamburg auch in Stuttgart gern mit einem eigenen Zimmer dabei gewesen, war aber leider ein wenig zu spät dran. Das wird uns aber nicht davon abhalten, die Messe am nächsten Wochenende zu besuchen und darüber zu berichten. Bei Planung Ihres Besuches sollten Sie im Hinterkopf haben, dass die Süddeutschen Hifi-Tage anders als die im Norden sonntags lediglich bis 16 Uhr geöffnet sein werden. Los geht es wie immer um 10 Uhr.

Informationen
Süddeutsche HiFi-Tage 2018
Datum 8. - 9. September 2018
Öffnungszeiten samstags 10 - 18 Uhr
sonntags 10 - 16 Uhr
Ort Holiday Inn Stuttgart
Mittlerer Pfad 25-27
70499 Stuttgart
E-mail des Hotels info@histuttgart.de
Website der Veranstalters www.süddeutsche-hifitage.de
Eintritt frei

Abschließend noch die Liste der vertretenen Marken und der Räume, in denen sie zu finden sind:

ABACUS, 27 & 429, A.O.S. Audio Systeme, 409, Abyss Headphones, 38 & 208, ACCUSTIC ARTS, 31, ACOUSTIC MASTERPIECE, 108, Acoustic Solid, 233, Acoustic System, 406, ACTIVAUDIO, 425, Adam Audio, 106, AIR TIGHT, 108, Analysis Plus, 29, Aqua Digital, 38, Arcam, 329 & 330, aria, Botticelli, Artesania, 216, Artnovion,106, ASCENDO, 34, ASR Audiosysteme F. Schaefer, 226, Atacama, 38 & 208, ATC Loudspeaker, Van Gogh, Atelier Karp, 128, Audel, 203, Audia Flight, 32, Audio Offensive, 38 & 208, Audio Physic, Monet & 230, Audio Research, Michelangelo, AUDIO SELECTION, Flur 2, Audio-Analogue, 334, audiolab, 207, AUDIOMAT, 209, Audionet, 315 & 317, Audioplan, 28, AudioQuest, 310, AudioSolutions, 30, Audiospecials, 108 & 332, AudioValve, 205, Audition 6, 321, Audium, 200, Avantgarde Acoustic, Da Vinci & 231, AVID HiFi, Renoir, AVM, Monet, Ayon, 200, Ayre Acoustics, 434,

Bassocontinuo, Michelangelo, Bauer Audio, 406 & 434, beaudioful, 332, BETONart-audio, 211, bFly-audio, Flur 3, B-HiFi, 203, Black Cat Cable, Flur 3, Block Audio, 323, Blue Amp, 406, blue Planet acoustic, 300, Bluesound, Vargas, Boaacoustic, Flur 7, Boenicke Audio, 129, Bohne Audio, 332, Bowers & Wilkins, Botticelli, Brocksieper Audio, 411, Bryston, 208,

C.e.C – international, 128, Cabasse, 336, Cambridge Audio, 132, Canton, Picasso, Cardas, 32, Castle, 207, CH Precision, 215, chario, 331, Chisto, 27, Chord Company, 434 & Flur 5, Chord Electronics , 230, clearaudio, Da Vinci & 34, Clic, 434 & Flur 5, CocktailAudio, 131, Crayon Audio, 234, Creek Audio, 428, Croft Acoustics, 428, Cyrus Audio, 201,

DALI, 236, Daluso, Flur 6, Dan D`Agostino, Michelangelo, Dayens, 407, DeVore, 209, Dieter Geulen Lautsprechermanufaktur, 411, Dr. Feickert Analog, 217 & 319, Duevel, 406 & 408, DynamiKKs! SoundCraftsmen, 426, Dynaudio,Vargas, Dynavector, 217,

EA-listen, 128, EAT, Michelangelo, ELAC, 310, Electrocompaniet, 331, EliAcoustic, 136, EP!C Audio, 225 & 227, Excalibur, 134 & Flur 6,

Fabs-fabulous earphones, Flur 2, fastaudio, 406 & 408, Feliks Audio, 321, Fenn Music, Flur 4, Fezz,406 & 408, Fezz Audio, 200Finite Elemente, 34, Fink Team, Renoir, Fischer & Fischer, 133, Flux-Hifi, Flur 3, Focal, Gauguin, Fonel, 125, Fonica, 221, Furman, 207 Furutech, 136, Fyne Audio, 134 & Flur 6,

Genelec, 325, Geneva Lab, 134 & Flur 6, GigaWatt, 407, Goertz, Michelangelo, Gold Note, 134 & Flur 6, GOLDKABEL, Flur 2, Goldring, Flur 2,Gradient, 433, Graham Audio, 208, Grandinote, 38,

Hafler, 221, Händler KellerHome, 329 & 330, HANNL Vinylcare, Flur 6, Harbeth, 428, Hegel, 329 & 330, Heimkino.de, 207, HiFi Kompetenzzentrum FINK, 206, HI-FI Racks Ltd., 331, HiFi- Studio Ohrenschmaus, 130, HIFIAkademie, 211 HIFIMAN, 32, HiFi-Studio hoerenswert-hifi, 333, HighEnd Masterclass, 34, HIGH-Fidelium, Flur 1, Holborne, 334, Horn Audiophiles, 321, Hornfabrik, 327, hORNS, 28,

ICHOS Schallwandler, 319, Igl Schönwitz Audioconsulting, 128 Ikon Akustik, 321, INKLANG, 431, IOTAVX, 210, Isenberg Audio, 430, ISOSTATIC, 425, IsoTek, Renoir,

J.Sikora, 28, JADIS, 28 & 406 & 408, Jan Allaerts, 430, JERN, 407, JL Audio, Van Gogh, JMR, 209, JPS Labs, 38 & 208,

Keces, 221, KEF, 329 & 330, Keith Monks Audio Works, 430, Kii Audio - Kii Three System Aktivlautsprecher, 204, Kingsound, 203, Kiseki, 38, KlangLoft, 228, klArKUSTIK Audio, 421, KOETSU, 108, KR Audio, 38, K-rak Audio Racks, 430, Krell, Michelangelo, KRONOS, 29,

L Art du Son, 406 & 408, La Rosita / Zardoz, 217, Langer No. 7 ,228, Lansche, 26, Lautsprecher Teufel, 306/308 & 309/311, Lavardin Technologies, 430, leContoure Lautsprecher, 430, levin design, 108, Linnenberg Audio, 28, Little Fwend, Flur 3, Live Act Audio, 229, Loricraft, 406 & 408, Lumin, 207, Luxman, 207, Lyngdorf Audio, 231, Lyra, 406 & 408, Lyravox, 415 & 417,

M&K Sound, Michelangelo, Magnepan, 406 & 408, Magnum Dynalab, 428, Manger Audio, 333, MasterBuilt, 215 Matrix, 221, Melco, 434 & Flur 5, Meridian, Michelangelo, Meters Music, 32, Metrum Acoustics, 407, MFE, 229, Micromega, Michelangelo, Millennium, Michelangelo, mini DSP, 300, MINT-Magazin, Flur 1, Mission, 207, Monitor Audio, Flur 2, MSB Technology, 29, Mudra Akustik, 307, MUSICAL FIDELITY, Miro, Musikelectronic Geithain, 217, Mytek Digital, 321, NAD, Vargas,

Naim, Gauguin, NAT Audio, 38, Neat Acoustics, 201, Nessie Vinylmaster, Flur 6, Neukomm, 26, New Audio Frontiers ,129 & 436, nextgen™, Flur 3, Norma, 28,

O2A, 26, obravo, 221, Odeon Audio, 38 & 436, Omnes Audio, 300, OPERA Audio Consonance, 432, Opera Loudspeakers, 134 & Flur 6, Oracle delphi, 421, ORBID SOUND, 326 & 328, Ortofon, Van Gogh,

PADIS, 136, pearaudio, 223, Perreaux, 30, PHASEMATION, 108, PHONOSOPHIE , Cezanne, PliXiR, Flur 3, PMC Lautsprecher, 334, Podspeakers, 423, Precide SA, 430, Primary Control, 406 & 408, Progressive Audio,136, Pro-Ject, Van Gogh & 336, PS Audio, 29, pure passion, 326,

Q Acoustics, 127, QED, 127, Quad, 207, quadral, 410, Quadraspire, 32, Qualiton (AudioHungary), 203,

Reed, 436, Rega Research,134 & Flur 6, REL, 407, Rike, 406 & 408, RME, Flur 5, roon, Van Gogh & 336, ROTEL, Botticelli, Roterring Möbelmanufaktur, Flur 4, Ruark Audio,126,

SaxxTec, 419, Scan Speak, 409, Scheu Analog, 333, Sieveking Sound, Flur 1, Silent Wire, 202, SilverCom, 307, SILVERCORE, 319, Simon Yorke Designs, 430, Simply Analog, 134 & Flur 6, Sky Audio, 130, SME, Flur 2, SOMBETZKI, 126, Sonitus, Flur 5, Sonus faber, Michelangelo, SORANE, 108, Soulnote, 203, Soundsmith, 231, SPL – Professional Fidelity, 130, STAX, Van Gogh, Stereo, Flur 2, Stereokonzept, 29, straightWire, 221, STS-Digital, Flur 1, StSt, 406 & 408, Sumiko, Michelangelo, Supra Cables, Flur 5, Supravox, 327, Symphonic Line, 36, Symposium Acoustics, 27, Synergistic Research, 29 System Audio, 223,

Tannoy, 134 & Flur 6, TechDAS, 215, Technical Audio Devices Labs (TAD), 226, Tekron, 38, Tellurium Q, 209, Tivoli Audio, Flur 2, Tobian Soundsystems, 228, Totem Acoustic, 219, Trafomatik, 38, Transformer, 428, Transparent, 230 & 231, Transrotor, Flur 2, Trenner & Friedl, 234, TRIANGLE, Miro, Trigon, 433, Trinaudio, 203, Trinnov Audio, 332, Trioden, 229, Tsakiridis, 406 & 408, Tsakiridis Devices, 28, Tune Audio, 27,

UNCOMPRESSED WORLD, 31, Unison Research, 134 & Flur 6,

VAC, 215, Velodyne, Michelangelo, VenusodiO, 232, Verity Audio, 32, VIVA Solista, 421, VOLT, 409, Von Schweikert, 215, Vortex HiFi, 406 & 408, VPI, 209,

Wadia, Michelangelo, Watson’s, 134 & Flur 6, WBT, Flur 3, Wharfedale, 207, Wolf von Langa, 406 & 408, XTZ, 210,

YBA, 219, Yter, Michelangelo

Weitere Informationen

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Dienstag, 02 September 2008 21:08

Albat

Hersteller
Albat
Anschrift Erichsenweg 28
25813 Husum
Telefon +49 4841 5482
E-Mail heikoalbat@t-online.de
Web www.albat-energy.de
Montag, 03 September 2018 00:01

Albat GP.24 Power Cable

Den Menschen hoch im Norden unseres Landes, sagt man gern einen kühlen Kopf nach. Aus dieser Region, aus Husum, stammen die Produkte von Albat, die sich mit der Schulphysik schwerlich oder gar nicht erklären lassen. Was aber ist, wenn man ihre Wirkung wahrnimmt?

Es gibt Menschen, die mögen nicht darüber reden und sich nicht diesbezüglich outen, wenn sie Dinge für sich entdeckt haben, die subjektiv klare Vorteile mit sich bringen, aber Anderen kaum nahezubringen oder gar zu erklären sind. Auch in meinem weiteren Umfeld gibt es jemanden, der sehr gründlich und empirisch arbeitet und dem wissenschaftliche Erklärbarkeit viel bedeutet. Als ich ihn vor einigen Monaten darauf ansprach, dass ich mich mit einem der vielen Tuning-Produkte von Albat, nämlich der Albat GP.24 Power Cable beschäftigte, gestand er mir, dass er selber Albat Produkte in seiner Hifi-Anlage benutze, es aber niemandem erzähle, weil es für Voodoo gehalten werden könne. Auch wäre es praktisch kaum möglich, die Auswirkungen des Albat-Tunings mal eben so beweisen oder vorzuführen. Dies sei in der Langzeit-Wirkung des Tunings begründet. Dass bedeutet, die Wirkung ist nicht mal eben ein- oder ausschaltbar. Auch die Albat GP.24 Power Cable benötigt einige Zeit, um ihre Wirkung aufzubauen. In gleicher Weise dauert es eine nicht genau zu definierende Zeit, bis die Wirkung wieder gänzlich nachgelassen hat, nachdem man die Albat GP.24 Power Cable aus dem Spiel nimmt.

Die Tuning-Card Albat GP.24 Power Cable wird mit dem Netzkabel in Kontakt gebracht und wirkt auf dieses energetisch ein
Die Tuning-Card Albat GP.24 Power Cable wird mit dem Netzkabel in Kontakt gebracht und wirkt auf dieses energetisch ein

Die Albat GP.24 Power Cable hat das Format einer Kredit-Karte, ist schwarz und trägt das Firmenlogo und die Modell-Bezeichnung auf der einen Seite. Das Delfin-Logo und die Web-Adresse findet man umseitig. Ein vorne oder hinten gibt es technisch gesehen nicht. Albat GP.24 Power Cable erschließen sich mir bei der Betrachtung in keiner Weise. Ob es sich um Kunststoff oder irgendein Sandwich oder irgendeinen sonst wie aufgebauten Material-Mix handelt, kann ich nicht erkennen. Die GP.24 Power Cable wurde entwickelt, um positiv auf die Eigenschaften von Stromkabeln zu wirken. Sie soll direkt an einem Geräte-Netzkabel an- oder aufgelegt oder befestigt werden. Ich habe sie zuerst mit Tesafilm, dann mit Gummibändern fixiert. Laut Albat bewirkt die Energie der GP.24 Power Cable auf diese Weise eine klanglich nachvollziehbare Verbesserung. Das tut sie natürlich nicht innerhalb von Sekunden. Somit kann man auch nicht, wie gesagt, die Karte auflegen und wieder entfernen und bei diesem Hin und Her etwas wahrnehmen. Es bedarf schon einiger Zeit Geduld, damit sich die energetische Wirkung aufbauen kann. Ich habe dafür zwei Tage angesetzt. Besagter Bekannter schlug mir einen geeigneten Test-Aufbau vor: Ich bestückte das Netzkabel zum Primare-DVD-30-Player und das Netzkabel zum externen Netzteil des Antelope-Zodiac-Wandler-Vorverstärkers mit je einer Albat-Karte. Zwei gleiche, wirklich gleiche, Netzkabel hielt ich bereit, um sie gegen die mit Albat GP.24 Power Cable formatierten schnell austauschen zu können. Selbstverständlich waren alle Kabel in Sachen Phasenlage überprüft und hatten auch sonst gleiche Bedingungen. Albat empfiehlt, pro Netzkabel eine Karte an beliebiger Stelle einzusetzen. Bei zwei Netzkabeln würde die angestrebte Wirkung vermindert, weil sie auf zwei Stromleiter einwirken müsste. Deshalb habe ich bei der Vergleichs-Anordnung auch darauf geachtet, dass die beiden Kabel, das behandelte und das unbehandelte, sich nicht nahe kamen.

Wer mehr über Albat erfahren möchte findet auf der Karte den Web-Zugang
Wer mehr über Albat erfahren möchte findet auf der Karte den Web-Zugang

Vielleicht interessiert Sie, wie ich überhaupt zu Albat gekommen bin. Zu Beginn des Jahres rief mich an einem Samstagnachmittag ein Leser von Hifistatement an, weil er etwas Spezielles über den von mir getesteten Mano-Highres-Streamer von Magna Hifi erfahren wollte. Irgendwann im Laufe des Gesprächs erzählte der freundliche Mensch aus Bremen, der übrigens keine besonders kostspielige Anlage besaß, dass er mit den Tuning-Cards von Albat unglaublich gute Erfahrungen gemacht habe. Das machte mich neugierig und ich rief gleich am Montag bei Albat in Husum an. Herr Albat war persönlich am Apparat und empfahl mir für den Einstieg in sein Tuning-Portfolio, erst einmal die GP.24 Power Cable zu probieren. Wenige Tage später hatte ich einen Umschlag mit fünf dieser Tuning-Karten in meinem Briefkasten.


Albat ist mit seinen Tuning-Produkten kein Newcomer. Bereits 1989 sorgte Albat in der Motorsport-Szene für Aufsehen. In Hockenheim fuhr ein Formel 1-Rennwagen, der von Albat mit Schwingungen reduzierenden Folienchips ausgestattet war, dank dieser über eine Sekunde je Runde schneller. Ende der 90-er Jahre wurde im Hause Albat mit Quadro-Prog eine Technologie entwickelt, die Materialien gezielt beeinflusst. Die soll die Resonanzen, das Torsionsverhalten, die Stromleitfähigkeit und Reibungswiderstände betreffen und diese optimieren. Albats SM 17 Technologie ist ein Verfahren zur Verbesserung von Körperkontrolle und Reflexen. Albat ist mit seinen Technologien also in vielen Sparten tätig und findet für seine Produkte international Anerkennung. So erhielt Albat den Diapason d´Or Award 2014 für das beste Produkt Hifi-Produkt des Jahres, die Revolution Power Tube. Womit wir wieder bei Hifi wären.

Zu erleben, was mit der Albat Karte klanglich geschieht, ist einen Versuch wert
Zu erleben, was mit der Albat Karte klanglich geschieht, ist einen Versuch wert

Da ich über die GP.24 Power Cable im Grunde nichts weiß, widme ich mich sehr neugierig dem Hörvergleich. Wie oben bereits erklärt, konnte ich überhaupt keine Unterschiede wahrnehmen, sobald ich die Albats nur kurzzeitig an den Netzkabeln anbrachte und beim Wiederholen des selben Musikstückes wieder entfernte. Sehr viel aufschlussreicher war die Erfahrung beim Versuchsaufbau mit den zwei gleichartigen Netzkabeln im Austausch: Sobald ich die beiden mit Albat GP.24 Power Cable formatierten Netzkabel zum D/A-Wandler-Vorverstärker und zum CD-Spieler gegen normale, unbehandelte austauschte, verschlechterte sich die räumliche Staffelung auf der virtuellen Bühne und damit auch die Transparenz in der Musik. Dieser Unterschied war deutlich ausgeprägt. Schon im ersten Versuch mit der Denon-Aufnahme von Mahlers Symphony No.5 war dies bei den den Trauermarsch einleitenden Fanfaren evident. Viel mehr räumliche Tiefe: Die Blechbläser standen ein gutes Stück weiter hinten. Dabei änderte sich nichts an den Klangfarben oder der Tonalität. Ich habe daraufhin nur den CD-Spieler mit dem Albat getunten Kabel versehen, der DAC bekam die normale Netzleitung. So genoss ich mit nur einer Karte an der Tonquelle Frank Zappas letztes Album The Yellow Shark mit gesteigerter Transparenz und Bühnen-Tiefe, sobald Albat im Spiel war. Aus einem relativ plakativen Klangbild ohne Albat erwuchsen Raum und Durchsichtigkeit, sobald nur das Netzkabel des CD-Spielers mit der Karte versehen war. Die Ordnung der Instrumente blieb bestehen, nur rückten sie nach hinten weiter auseinander und erlaubten auf diese Weise ein besseres Erkennen und Verfolgen. Als ich dann auch den Wandler-Vorverstärker mit Albat ausstattete, verstärkte sich dieser positive Effekt noch einmal unüberhörbar. Durch die so gewonnene gesteigerte Staffelung auf der virtuellen Bühne erhöhte sich abermals die Transparenz. Das Klanggeschehen ward noch leichter zu analysieren. Vielleicht war die Tonalität nun einen Hauch schlanker, was ich aber darauf zurückführe, dass die Musik sozusagen aus einer gewissen Eingedicktheit gelöst wurde. Diesen schrittweisen Vergleich vollzog ich noch einmal mit dem Album Duets, und zwar gleich mit dem ersten Stück „Stardust“, wo Rob Wasserman mit seinem Kontrabass Aaron Neville von den Neville Brothers begleitet. Hier gefällt wieder der Gewinn in der räumlichen Staffelung. Die Background-Vokals lösen sich und treten ein Stück weit in den Hintergrund. Das überzeugt durch die Vision der Authentizität. Auch wenn sich die Albat GP.24 für Nicht-Spezialisten wohl kaum erklären lassen, ist die Wirkung in meiner Kette überzeugend. Man muss ja nicht alles im Leben verstehen, um damit glücklich zu werden. Mit meiner Frau bin ich ja auch glücklich verheiratet.

Weil ich gerne Rad fahre, habe ich mir von Herrn Albat eine relativ preisgünstige Tuning-Maßnahme für mein Fahrrad mitschicken lassen. Nach den unerwartet positiven Erfahrungen mit der GP.24 Power Cable bin ich sehr gespannt, was die Albat Bike Chip Sportive auslöst.

STATEMENT

Lassen wir es einfach dabei bewenden, dass es ist, wie es ist. Ein Netzkabel-Tuning mit Albat GP.24 Power Cable bringt in meiner Anlage eine unbestreitbare Verbesserung in Sachen Raumabbildung und Transparenz.
Gehört mit
DA-Wandler-Vorverstärker Antelope Zodiac plus
CD-Player Primare DVD 30
Endstufe NAD 2200 PE
Lautsprecher Analysis Audio Epsylon
Zubehör JIB Boaacoustic SPDIF Silver Carbon, DH-Labs Silversonic SPDIF, In-akustik Black&White NF-1302, Audio-gd NF Cinch, QED Genesis Silver Spiral LS, Real-Cable HD-TDC, AHP Reinkupfer-Sicherungen, Raum-Absorber von mbakustik und Browne Akustik
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Audio Exklusiv d.C.d. Basis
Herstellerangaben
Albat GP.24 Power Cable
Preis 199 Euro

Hersteller
Albat
Anschrift Erichsenweg 28
25813 Husum
Telefon +49 4841 5482
E-Mail heikoalbat@t-online.de
Web www.albat-energy.de

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In der letzten Woche hatten Roland Dietl und ich das Vergnügen, Chord Electronics Digital-Spezialisten Rob Watt in meinem Hörraum begrüßen und zwei seiner neusten Kreation hören zu können, den Hugo M-Scaler und den Hugo TT 2, der mehr ist als eine Wandler/Kopfhörer-Kombination: ein Ausblick.

Ich gebe gern zu, dass ich in Sachen Hifi-Komponenten in den letzten Jahren deutlich gelassener geworden bin: Es kommt immer seltener vor, dass ich der Ankunft eines Testgerätes entgegenfiebere. Aber seit der Beschäftigung mit Chord Electronics' BLU MKII habe ich vor allem den darin enthaltenen M-Scaler beim Vergleich meines DAVE mit Wandlern von extrem hoher Qualität wie dem Playback Designs MPS-8 oder dem Auralic Vega G2 in Verbindung mit dem Aries G2 und der Leo-GX-Premium-Clock schmerzlich vermisst. Denn nur in dieser Kombination kann Rob Watts' Wandler wirklich zeigen, zu welchen klanglichen Höchstleistungen er fähig ist. Ohne den M-Scaler ruft er leider nur einen Teil seines riesigen Potentials ab.

Mister „One Million Taps“ Rob Watts mit seinem klanglichen grandiosen, aber ansonsten eher unscheinbaren M-Scaler
Mister „One Million Taps“ Rob Watts mit seinem klanglichen grandiosen, aber ansonsten eher unscheinbaren M-Scaler

Dem nahezu unwiderstehlichen Haben-Müssen-Impuls stand nach dem Test des BLU aber sein nicht unbeträchtlicher Preis entgegen, der ja auch durch das aufwändige Gehäuse und das – für mich persönlich uninteressante – CD-Laufwerk begründet ist. Da blieb nur zu hoffen, dass Chord sich möglichst schnell dazu durchringen würde, den Upscaler auch separat anzubieten. Anfang August war es dann offiziell: Wie wir in unser News-Sektion berichteten, offeriert Chord Electronics nun den Hugo M-Scaler als sogenanntes Stand-Alone-Gerät, und zwar im Format des während der High End vorgestellten Hugo TT 2 und mit einem externen Netzteil.

Der M-Scaler mit den Chord-Electronics-üblichen verspielten Anzeige- und Bedienungskugeln. Da noch keine Signal anliegt, fehlen die Farben
Der M-Scaler mit den Chord-Electronics-üblichen verspielten Anzeige- und Bedienungskugeln. Da noch keine Signal anliegt, fehlen die Farben


Letzte Woche war es dann endlich soweit: Rob Watts kam in Begleitung von Helmut Oltersdorf, dem neuen Geschäftsführers des deutschen Chord Electronics' Vertriebs G8 & friends, nach Gröbenzell und hatte sowohl den TT 2 als auch den Hugo M-Scaler im Gepäck. Aktuell sind die beiden Geräte noch nicht lieferbar – und deshalb blieb nicht allzu viel Zeit, um zu überprüfen, ob der Hugo M-Scaler den DAVE ebenso beflügelt wie zuvor der im BLU integrierte: Schon in der ersten Minute nach dem Umschalten war klar, dass auch der Hugo aus dem sehr guten DAVE einen absoluten Weltklasse-Wandler macht. Wie schon beim BLU beschrieben, hat der DAVE in Kombination mit dem M-Scaler in jeder Hifi-Disziplin noch ein wenig mehr zu bieten. Aber das ist es nicht, das Rob Watts Duo zu etwas ganz Besonderen macht: Die beiden Chords nähern den Klang von aufgezeichneten Instrumenten einfach mehr an den von wirklichen an als alle anderen mir bekannten Wandler. Gerade Einschwingvorgänge geben M-Scaler und DAVE beinahe wie live wieder. Im Zeitbereich scheint Rob Watts Filter mit der Länge von einer Million Taps wirklich Einzigartiges zu bewirken. Ich glaube nicht, dass ich langfristig auf den M-Scaler verzichten kann.

Der M-Scaler bezieht seine Versorgungsspannung von 12 Volt aus dem Poweradd Pilot Pro mit einer Kapazität von 32.000 Milliamperestunden. Der gehört aber nicht zum Lieferumfang
Der M-Scaler bezieht seine Versorgungsspannung von 12 Volt aus dem Poweradd Pilot Pro mit einer Kapazität von 32.000 Milliamperestunden. Der gehört aber nicht zum Lieferumfang

Rob Watts bestätigte den Eindruck, dass es klanglich keine Unterschiede zwischen dem M-Scaler im BLU und dem Hugo gibt, mit einem einleuchtenden Argument: Es wäre für ihn schlicht ein viel zu großer Aufwand, einen weiteren Upscaler zu programmieren. Hugo und BLU unterschieden sich – vom CD-Laufwerk einmal abgesehen – nur durch das Gehäuse und das beim Hugo ausgelagerte Netzteil, das Rob Watts aber leider zuhause vergessen hatte. Wir haben den Hugo M-Scaler dann mit Strom aus dem Poweradd Pilot Pro gehört, einem Energiespeicher, den Rob Watts benutzt, um den Upscaler auf Reisen unabhängig vom Stromnetz nutzen zu können. Das muss ja kein Nachteil sein. Auch wenn es mich noch so reizt, demnächst wieder länger den M-Scaler mit dem DAVE zu hören, wird es keinen Test dieser Kombination in Hifistatment geben: Das wäre über weite Strecken ja nur eine Aufguss des Berichts über den BLU.

Rob Watts und Roland Dietl verkabeln die beiden Chords und den Leistungsausgang des TT 2 mit den Kawero!, Table-Top-Lautsprechern der etwas voluminöseren Art
Rob Watts und Roland Dietl verkabeln die beiden Chords und den Leistungsausgang des TT 2 mit den Kawero!, Table-Top-Lautsprechern der etwas voluminöseren Art

Außerdem hat die Beschäftigung mit dem HUGO 2 beim Kollegen Roland Dietl eine gewisse Begehrlichkeit in Richtung Chord Electronics geweckt. Deswegen haben wir geplant, dass er sich des Hugo TT 2 samt M-Scaler annehmen wird. Rob Watts demonstrierte ihm aber nicht nur, auf welches Niveau der Hugo M-Scaler auch den TT 2 zu bringen vermag, sondern auch, was diesen von seinem Vorgänger unterscheidet: eine Endstufe, die single-ended acht und im Push-Pull-Betrieb 16 Watt zur Verfügung stellt. Leider akzeptieren die Adapter, mit deren Hilfe man Lautsprecher an den Hugo TT 2 anschließen kann, nur Bananen-Stecker. Das einzige Kabel in meinem Fundus, das diese Anforderung erfüllt, verwende ich bei Aufnahmen für die Verbindung der Amphion Monitore mit der Bryston-2B-LP-Endstufe.


Der M-Scaler (rechts) erstrahlt nun ein wenig farbiger, der TT 2 übernimmt die Wandlung und treibt mit seiner Ausgangsstufe hier mal keine Kopfhörer, sondern Schallwandler, die nicht gerade zur Hochwirkungsgrad-Liga zählen
Der M-Scaler (rechts) erstrahlt nun ein wenig farbiger, der TT 2 übernimmt die Wandlung und treibt mit seiner Ausgangsstufe hier mal keine Kopfhörer, sondern Schallwandler, die nicht gerade zur Hochwirkungsgrad-Liga zählen

Zwischen diesem und dem Göbel High End Lacorde Statement, das üblicherweise die Signale zur Kawero! transportiert, liegen natürlich beträchtliche Qualitätsunterschiede. Dennoch konnte der TT 2 bei gehobener Zimmerlautstärke mit einem sehr klar strukturierten, fein durchgezeichneten Klangbild überzeugen. Aber ich will dem Test Roland Dietls nicht vorgreifen. Sein Outsider Jota Satelliten-System sollte übrigens noch besser mit der Leistung des Hugo zurechtkommen, da es mit einem aktiven Bass arbeitet. Sobald der Hugo M-Scaler und der TT 2 verfügbar sind, erfahren Sie mehr.

Wenn der Schein nicht trügt, hätten Roland Dietl und Helmut Oltersdorf (rechts) wohl gerne noch ein paar Dezibel mehr gehabt, während es Rob Watts gefällt
Wenn der Schein nicht trügt, hätten Roland Dietl und Helmut Oltersdorf (rechts) wohl gerne noch ein paar Dezibel mehr gehabt, während es Rob Watts gefällt

Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
Server Auralic Aries G2 mit 5GB HDD
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE, Auralic Vega G2
Clock Auralic Leo GX Premium
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustic Kawero! Classic
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swisscables Reference Plus, Goebel High End Lacorde Statement, Habst Ultra III, Audioquest Diamond und Carbon, Cardas Audio Clear Network, Transparent Cables
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus, Room Tuning Disks, Tuning Tips und TU-666M, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Hugo M-Scaler
  • FPGA-Chip XILINX XC7A200T mit 740 DSP-Kernen
  • WTA-Filter mit 1.015.808 Taps
  • Upscaling bis 768 kHz (DualData BNC; S/PDIF bis 384 kHz, TOSLink bis 192 kHz)
  • Eingangssignale bis 384 kHz/DSD256 (über USB)
  • Unibody-Gehäuse aus Aluminium-Vollmaterial (235 x 40,5 x 236 mm; 2,5 kg)
  • Vollständig in Großbritannien entwickelt und gefertigt

Vertrieb
G8 & friends GmbH
Anschrift Werner Möhring
Ferdinand-Poggel-Str. 17
59065 Hamm
Telefon +49 5254 660188
E-Mail info@g8friends.de
Web www.g8friends.de

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