Donnerstag, 05 Januar 2012 01:00

PS Audio Power Plant P5

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Es gibt Komponenten, die schon bei ihrer ersten Erwähnung eine gewisse Nervosität verursachen – und dazu zählt für mich das Power Plant 5. Ich lebe und höre nämlich schon Jahre glücklich und zufrieden mit einem Power Plant Premier. Da sorgt allein die Ankündigung, dass PS Audio etwas vermeintlich besseres auf den Markt bringt, für Unruhe!
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Der Touchscreen des Power Plant P5 zeigt den Sinus, der an den Ausgängen anliegt
Der Touchscreen des Power Plant P5 zeigt den Sinus, der an den Ausgängen anliegt

Das Power Plant Premier war bisher – von dem kurzen Gastspiel eines nicht gerade preisgünstigen Accuphase P1210 einmal abgesehen – der einzige Stromaufbereiter, der in meiner Kette auch den Brinkmann-Mono-Endstufen zu besserem Klang verholfen hat. Da gab es nicht einmal einen Anflug von Dynamikbegrenzung, dafür aber mehr Raum, Offenheit und Geschmeidigkeit. Gegenüber audiophil auch nur halbwegs Interessierten braucht man ja gewiss nicht mehr zu betonen, dass eine saubere Netzversorgung auch allen übrigen Geräten zu klanglichen Bestleistungen verhilft.. Eine Diskussion über Sinn und Zweck einer solchen kann ich mir an dieser Stelle also getrost schenken. Doch bevor ich zu den Unterschieden zwischen dem Premier und der Numero 5 komme, erlauben Sie mir eine kurze Abschweifung darüber, warum ich so sehr an ersterem hänge.

Das hat natürlich zuerst und vor allem damit zu tun, dass das Premier meine Anlage klanglich noch einmal ein ganzes Stück nach vorne brachte – aber eben nicht nur diese. Ich habe mich bei der Produktion der schwarzen Scheiben von sommelier du son, meiner und meiner Gattin kleinen Plattenfirma, nämlich nicht gescheut, das PPP auch im professionellen Umfeld einzusetzen – wohlwissend, dass man in diesen Kreisen allein durch die Erwähnung solcher mit dem Generalverdachts des Voodoos belegter Geräte jegliche Glaubwürdigkeit verspielen kann. Zum meinem Glück erwies sich Thorsten Scheffner, Inhaber und Betreiber des Organic Music Studios, in dem wir unsere erste LP schneiden ließen, meinen audiophilen Anwandlungen gegenüber aber sehr zugänglich: Wir überspielten ein und denselben Song auf dieselbe Lackfolie: einmal wie üblich und ein zweites Mal, nachdem wir alle elektrischen Verbraucher inklusive der Zuspielmaschine, eine Telefunken M15, über das PPP angeschlossen hatten. Lediglich die mächtigen Schneideverstärker waren direkt mit der Trafo-symmetrierten Stromversorgung des Studios verbunden, an der auch das PPP hing.

Diese Wellenform zeigt den Unterschied zwischen dem verzerrten Eingangssignal und dem perfekten Sinus an den Steckdosen des P5
Diese Wellenform zeigt den Unterschied zwischen dem verzerrten Eingangssignal und dem perfekten Sinus an den Steckdosen des P5

Die Lackfolie habe ich dann einigen Kollegen und Analogspezialisten wie Micha Huber, dem Konstrukteur des Thales Tonarms, vorgespielt und sie anschließend um eine Bewertung gebeten, ohne dass sie wussten, auf welche Art die jeweilige Version zustande gekommen war. Das Ergebnis war eindeutig: Alle bevorzugten den Song, bei dessen Schnitt das PPP beteiligt war. Seitdem ist ein solches nicht nur fester Bestandteil von Thorsten Scheffners Schneideanlage. Auch an meinem PPP sind die Gussteile zur Montage in 19-Zoll-Racks fest montiert, und immer, wenn eine Aufnahme unseres Labels ansteht, darf das Premier aus dem heimischen Pagode-Rack ins Flightcase umziehen und mit auf die Reise. Beim Gewicht des analogen Equipments fallen die zusätzlichen 25 Kilogramm mehr fast nicht auf, und wenn doch, werden sie von der Gewissheit aufgewogen, in allen Situationen beste Arbeitsbedingungen für Mischpult und Bandmaschinen geschaffen zu haben. Winkel zur Rackmontage sind beim Power Plant P5 leider nicht vorgesehen.


Und damit sind wir wieder beim Thema. Der P5 arbeitet nach demselben Prinzip wie der PPP: Um einen günstigen Wirkungsgrad zu erzielen und den Bauteileaufwand nicht zu dem ausufern zu lassen, der für Endstufen mit Leistungen im Kilowatt-Bereich notwendig ist, setzt PS Audio auf eine patentierte Schaltung, die einen größeren Teil der gelieferten Netzspannung verwendet, ihn aber auf intelligente Art so ergänzt, dass an den Steckdosen ein idealer Sinus zur Verfügung steht. Die vier Ausgänge des P5 – leider einer weniger als bei seinem Vorgänger – sind jeweils mit einer passiven Filterung versehen, so dass Rückwirkungen aus angeschlossenen Geräten über das Netz andere mit dem P5 verbundene Komponenten nicht beeinträchtigen können. Anders als beim PPP hat man nun beim Fünfer die Möglichkeit, den Ausgängen über den Touchscreen individuelle Namen zuzuordnen. Auch die Ausgangsspannung des PS Audio lässt sich per Menu und Screen wählen, damit etwa Hifi-Oldies mit 220 statt 230 Volt versorgt werden.

So ideale Bedingungen gibt es wohl nur im Fotostudio: In meinen Hörraum sank die Verzerrung im Ausgang nie unter 0,3 Prozent. Die Ausgansspannung näherte sich kurz nach dem Einschalten allerdings bis auf 0,2 Volt den vorgegebenen 230 Volt an
So ideale Bedingungen gibt es wohl nur im Fotostudio: In meinen Hörraum sank die Verzerrung im Ausgang nie unter 0,3 Prozent. Die Ausgansspannung näherte sich kurz nach dem Einschalten allerdings bis auf 0,2 Volt den vorgegebenen 230 Volt an

Software Updates empfängt das P5 über eine SD-Karte oder eine Ethernet-Schnittstelle. Wenn das Power Plant mit dem Internet verbunden ist, kann man die einzelnen Ausgänge aus der Ferne kontrollieren und auch ein- oder ausschalten. Natürlich kann das P5 so programmiert werden, dass es die Anlage Schritt für Schritt hochfährt: Zur gewünschten Stunde ist dann die gesamte Anlage auf Betriebstemperatur. Sollten zum Einschalten einiger Geräte Triggerspannungen oder Infrarotsignale nötig sein, so ist dies auch kein Problem, das P5 liefert alles, was die Komponenten brauchen.

So schön und nützlich all diese Spielereien seien mögen, wichtiger erscheint mir, was PS Audio getan hat, um der Anlage noch bessere Arbeitsbedingungen zu verschaffen: DAS P5 besitzt laut Produktinformation eine zehnmal geringere Impedanz als das PPP, das die Impedanz des Netzes immerhin auch schon um den Faktor zehn reduzierte. Der niedrige Innenwiderstand soll die Bereitstellung von Energie für die angeschlossenen Geräte deutlich beschleunigen. Zudem wurde eine Schaltung implementiert, die sämtliche Gleichstromanteile eliminiert und damit dem akustischen Brummen von Netztrafos entgegenwirkt. Auch wurde die Speicherkapazität des P5 vergrößert, so dass beispielsweise spontane Leistungsanforderungen von Endstufen nun noch souveräner erfüllt werden können. Das Bedeutendste aber dürfte sein, dass die Verzerrungen auf der Netzspannung nun noch effektiver vermindert werden.

Die vier Steckdosen des P5 lassen sich über den Touchscreen ein- und ausschalten. Auch weitere Einstellungen sind hier verfügbar
Die vier Steckdosen des P5 lassen sich über den Touchscreen ein- und ausschalten. Auch weitere Einstellungen sind hier verfügbar

Den genannten Effekt sehe ich bestätigt, gleich nachdem ich das P5 im Pagode-Rack eine Ebene über das Premier platziert und ans Netz angeschlossen habe. Bei letzterem sieht man beim Hin- und Herschalten der Anzeigen im Display, dass der mit etwa zwei Prozent Verzerrungen belastete Netzstrom den PS Audio mit 0,6 Prozent Verunreinigungen wieder verlässt. Der Touchscreen des P5 hingegen, der in der Scope-Einstellung auch einen Blick auf die Wellenform des Netz-Sinus erlaubt, weist neben den Verzerrungen des Netzstroms, den aktuellen Ein- und Ausgangsspannungen sowie der abgegebenen Leistung eine restliche Verunreinigung von lediglich 0,4 Prozent aus. Die Werte lassen also auf noch einmal verbesserte klangliche Leistungen aller am P5 angeschlossenen Geräte hoffen.


Leider bietet der komplett in den USA gefertigte P5 eine Steckdose weniger als sein Vorgänger. Dafür sind hier aber ein SD-Card-Slot und ein Ethernet-Anschluss zur Kommunikation über das Internet integriert
Leider bietet der komplett in den USA gefertigte P5 eine Steckdose weniger als sein Vorgänger. Dafür sind hier aber ein SD-Card-Slot und ein Ethernet-Anschluss zur Kommunikation über das Internet integriert

Das vergleichende Hören gestaltet sich aber leider nicht ganz so einfach, denn bisher hatte ich alle fünf Steckdosen des PPP belegt: Zwei versorgten die beiden Einstein Phonoentzerrer, die dritte die Marconi Vorstufe, die vierte den Audioplan Powerstar und die fünfte über eine Sun-Leiste die Brinkmann-Monos. Der Audioplan Powerstar verteilt den Strom an die Heizung und das Röhrennetzteil des LaGrange-Laufwerks sowie an die ein oder andere Bandmaschine. Wadia-Laufwerk, verschiedene Wandler und iMac beziehen ihre Energie aus einem passiven Netzfilter eines längst nicht mehr am Markt vertretenen Herstellers – vor allem, um die Analog-Komponenten vor hochfrequenten Takten über die Netzleitung zu schützen. Und deshalb werde ich den P5 mit analogen Quellen ausprobieren. Ich komme also nicht darum herum, die beiden Netzkabel für die Entzerrervorverstärker von Einstein in einen Stecker zu pfriemeln, um mit den nur vier Steckdosen des neuen Power Plant auszukommen. Anschließend ist es nur noch eine Sache von Minuten, zwischen den beiden Power Plants zu wechseln, wobei man aber darauf achten sollte, den Stecker der Netzzuleitung zu drehen, damit die Phase an den Steckdosen der beiden Netztgeneratoren gleich bleibt, und die Endstufen mal mit der von vorne betrachtet ganz linken – beim PPP – oder rechten – beim P5 – Dose zu verbinden, da diese jeweils für „High Current‟, also Geräte mit hohem Strombedarf ausgelegt sind.

Los geht es dann mit „Southpark And Richard‟ von Richard Davis‘ Album Persia My Dear (DIW-8015). Der Song fasziniert mit seinen schnellen Unisono-Linien von Piano und Bass, und die Bass-Drum macht im Frequenzkeller gehörig Druck. Da möchte man nicht meinen, dass das Ganze noch ein wenig besser geht – tut es aber, wenn der P5 die Stromaufbereitung übernimmt: Die Wiedergabe wirkt ein wenig offener, luftiger, subjektiv empfunden sogar etwas schnelle und besser differenziert, aber der nun ein bisschen größere Raum fühlt sich dafür einen Hauch kühler an. Insgesamt bringt der P5 etwas mehr Information und die Impulse mit zusätzlichen Druck.

Die Lüfter waren während des Betriebes in meinem Hörraum nicht aktiv – oder einfach nicht zu hören
Die Lüfter waren während des Betriebes in meinem Hörraum nicht aktiv – oder einfach nicht zu hören

Auch bei großorchestralen Werken bleiben die Unterschiede zwischen den beiden Power Plants tendenziell dieselben: „Asturias‟ aus Albéniz Suite Espagnola (Reissue der Decca SXL 6355) erklingt eine Spur behäbiger, aber auch eine Nuance farbenstärker, wenn statt des P5 das PPP Dienst tut. Das „neue‟ sorgte allerdings wieder für eine detailliertere und spritzigere Spielweise. Hört man eine Scheibe erst mit dem PPP und wechselt dann zum P5, könnte man meinen, hier ginge es um Geschmacksfragen und die Spur mehr Wärme mit ihren minimal satteren Klangfarben könnte die größere Lebendigkeit und die zusätzlichen Details wie die präziseren Rauminformationen beim P5 aufwiegen. Beginnt man jedoch mit dem P5, um dann dieselbe Platte noch einmal mit dem PPP zu hören, wirkt dessen Abbildung minimal verhangen. Hier tritt der Informationsverlust beim PPP doch recht deutlich zu Tage. Ich favorisiere ganz eindeutig die Spielweise meiner Anlage mit dem Power Plant P5. Allerdings sei noch einmal daran erinnert, dass ich hier die klanglichen Leistungen meiner Kette mit einem sehr guten Netzgenerator mit denen mit einem noch besseren Generator vergleiche. Es stehen sich also zwei Systeme auf sehr hohem Niveau gegenüber, weshalb die Unterschiede zwar deutlich nachvollziehbar, aber keineswegs krass ausfallen. Auch ohne mich selbst zu kasteien und meine Anlage nach Jahren wieder ganz zu ohne Power Plant zu hören, kann ich Ihnen versichern, dass der klangliche Unterschied zwischen einer Kette mit und ohne Netzgenerator sehr viel größer ist, als der zwischen einer Anlage mit dem P5 und einer, die von seinem Vorgänger mit Strom versorgt wird.


An beiden Seiten des Lüftungsschachtes mit den Ventilatoren sitzen acht Leistungstransistoren. Kurzzeitig kann der P5 1500 Watt bereitstellen. Mir gelang es auch bei lautem Hören nicht, ihn auch nur zu 40 Prozent auszulasten
An beiden Seiten des Lüftungsschachtes mit den Ventilatoren sitzen acht Leistungstransistoren. Kurzzeitig kann der P5 1500 Watt bereitstellen. Mir gelang es auch bei lautem Hören nicht, ihn auch nur zu 40 Prozent auszulasten

Mehr zum Vergnügen denn zum Erkenntnisgewinn höre ich noch einen Testklassiker aus den 80-er Jahren: „Manha De Caravla‟ aus dem Three Blind Mice-Album Black Orpheus (tbm2563) mit gestrichenem und gezupftem Bass, Cello und herrlich angezerrtem Fender Rhodes sowie treibenden Drums. Neben einem minimal größeren, vor allem höheren Raum fasziniert beim P5 die flüssigere und dennoch rhythmisch intensivere Melodieführung des Cellos, die den Song emotional stärker unter die Haut gehen lässt. Das bessere P5 ist des guten PPP Feind.

STATEMENT

Schon seit Jahren ist das PS Audio PPP in meiner Kette für höchsten Musikgenuss unverzichtbar. Und das neue P5 kann einiges sogar noch ein gutes Stück besser. Wenn Sie Ihren Komponenten das Optimum entlocken wollen, sollten Sie also in einen Netzgenerator investieren, zumal diese Ausgabe selbst beim Wechsel der gesamten Kette ihren Wert behält. Perfektionisten, die nicht auf den Euro achten müssen, greifen zum P5, Sparfüchse hingegen sehen sich nach einem gebrauchten Power Plant Premier um.
GEHÖRT MIT
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Brinkmann 12.1, Kuzma 4Point
Tonabnehmer Brinkmann EMT ti, Lyra Olympos
Phonostufe Einstein The Turntable’s Choice symmetrisch
Bandmaschine Studer A80
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
D/A-Wandler M2Tech Young und Palmer, Prototyp
Vorverstärker Brinkmann Marconi
Endstufe Brinkmann Monos
Lautsprecher LumenWhite DiamondLight Monitors
Kabel Precision Interface Technology,  HMS Gran Finale Jubilee, Audioplan Powercord S, CharismaTech
Zubehör PS Audio Power Plant Premier, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus

 

VERTRIEBSANGABEN
Stromlieferfähigkeit 1200 Watt permanent, 1500 Watt kurzfristig
Ausgangsnetzspannung 200 – 280 Volt
Ausgangsnetzfrequenz 50 Hz
Verzerrung (THD + N) unter 0,5 %
Eingangsspannung 230 Volt
Eingangsfrequenz 50 Hz
Leerlauf Stromverbrauch < 20 Watt eingeschaltet (ohne angeschlossene Komponenten)
Stromverbrauch max. 800 Watt
Maße (B/H/T) 43/10/36 cm
Gewicht 24 kg
Preis 4350 Euro

 

HERSTELLER
PS Audio International
Anschrift 4826 Sterling Drive

Boulder, CO 80301
Telefon +1 720 4068946
E-Mail customerservice@psaudio.com
Internet www.psaudio.com

 

VERTRIEB
HiFi2Die4
Anschrift Austrasse 9
73575 Leinzell
Telefon 07175 909032
E-Mail hifi2die4@gmx.de
Internet www.hifi2die4.de

Weitere Informationen

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Als kleines Präsent des Birdlands, von Helmut Kargerer, Helmut Nieberle, Hifistatement und sommelier du son gibt es hier eine „Stille Nacht‟ ohne Sentiment, dafür aber mit jeder Menge Power, Groove und Esprit: die für mich momentan schönste der unzähligen Versionen.


Seventeenth Download From Birdland: Kagerer und Nieberles Weihnachtskonzert
Seventeenth Download From Birdland: Kagerer und Nieberles Weihnachtskonzert
Doch zuerst ein kleiner Hinweis für alle, die unserer Zählung zu recht mit Skepsis begegnen – beim Download Ralph Lalamas war mir ein Fehler unterlaufen, auf den mich aber unsere aufmerksamen Leser hinwiesen, so dass er schnell berichtigt werden konnte – und den 16. Download vermissen: Als Numero 16 rechne ich Kagerer und Nieberles Interpretation von „Oh Tannenbaum‟ aus dem Weihnachtskonzert 2010, das wir in unserer Advent-Aktion zum Download bereitstellten. Auf unsere Frage erhielten wir dankenswerterweise eine Reihe aufschlussreicher Zuschriften. Die glücklichen Gewinner heißen übrigens

Maes Marcel, Peter Müller und Brigitte Wahl


und werden ihre sommelier du son-LP im neunen Jahr erhalten. Doch nun zurück zum Weihnachtskonzert diesen Jahres, das unser Rezensent und Fotograf Christian Wurm so erlebte:

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Kagerer - Nieberle


Beim jährlichen Konzert der beiden Spitzengitarristen Helmut Kagerer und Helmut Nieberle herrschte dieses Mal großer Bahnhof. So wurde das Konzert von Dirk Sommer (HiFi-Statement) mit audiophilen Spulengeräten analog mitgeschnitten und außerdem vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet

Allein schon diese Tatsache spricht für die Klasse der beiden Gitarristen aus Regensburg. Wie immer war deren Zusammenspiel wie aus einem Guss, wobei sie sich während der einzelnen Stücke ständig in Melodie- und Rhythmusarbeit abwechselten.

Ihr Repertoire scheint nahezu unerschöpflich zu sein, wurde doch auch bei diesem Konzert im Vergleich zum Vorjahr ein anderes Programm geboten. Einzelne Stücke herauszuheben, fällt schwer, überzeugen sie doch allesamt in ihren Interpretationen und Ausführungen. Als Beispiele seien hier nur einige Songs erwähnt, wie „Waltz For Sonny“ mit rasanten, teils synchronen oder gegenläufigen Melodielinien, das großartige „Double Deal“ von West Montgomery oder auch das ansteckende „Mambo Inn“ von Mario Bauza, bei dem Nieberle auf seiner siebensaitigen Gitarre nicht nur die Rhythmusarbeit sondern zwischendurch auch die Bassläufe übernahm.

Beim zweiten Set nach der Pause gab es dann auch noch eine Premiere, trugen die Protagonisten doch einige Stücke auf ihren akustischen Klassikgitarren vor; darunter den mit einem gewissen Augenzwinkern versehenen Walzer „Malvasia“ (For Fritz) und die Bossa Nova „Minha“.

Nachdem jeder der beiden noch ein Solostück vortrug, glänzten Sie zum Abschluss des offiziellen Konzertes im Duo noch einmal mit dem swingenden „Meteor“. Und als Zugabe gab es dann noch einmal eine kleine Überraschung; dieses Mal eben nicht ihre bekannte Interpretation von „Oh Tannenbaum“ sondern „Stille Nacht“, dargeboten als astreiner Blues. So (schön) hat man diesen Weihnachtsklassiker auch noch nicht gehört.

Hinweis: Einen kleinen Ausschnitt des Konzertes kann man heute (19.12.2011) in der Abendschau des bayerischen Fernsehens zwischen 18 und 18.40 Uhr sehen. Außerdem ist eine Publizierung auf Vinylschallplatte geplant.

Christian Wurm


Helmut Nieberle mit seiner Siebensaitigen: Roger Borys baute dieses Modell im Jahre 1987 in New York speziell für den Regensburger Gitarristen
Helmut Nieberle mit seiner Siebensaitigen: Roger Borys baute dieses Modell im Jahre 1987 in New York speziell für den Regensburger Gitarristen

Wenn Sie schell genug sind, können Sie auch noch einen Blick auf das Konzert und die Aufnahmesituation werfen: Das Bayerische Fernsehen hat den Beitrag ins Internet gestellt, wo er mindesten eine Woche lang verfügbar sein soll:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/schwaben-und-altbayern-aktuell/wolf-schallplatte-vinyl100.html


Doch nun zur Aufnahme respektive Ihren Kommentaren zu der des letzten Jahres: Die Ein-Punkt-Stereo- und die Multimikrofon-Aufnahme erhielten annähernd die gleiche Zahl von Stimmen, was einige Schreiber aber bereits vorausgesehen hatten. Einer von ihnen hatte sogar vorgeschlagen zu würfeln, mit welcher Technik wir heuer aufnehmen sollen. Dem Zufall wollten wir es aber dann doch nicht überlassen.

Helmut Kagerer mit seiner D‘Angelico aus dem Jahre 1948
Helmut Kagerer mit seiner D‘Angelico aus dem Jahre 1948

Wir haben schließlich versucht, das Beste aus beiden Varianten zu kombinieren und sowohl jeder Gitarre und jedem Verstärker ein Mikrofon spendiert – je ein Neumann KM140 und ein TML 49 – und noch zusätzlich zwei Kleinmembranmikros in den Raum gerichtet. Wie‘s klingt? Überzeugen Sie sich selbst:

 
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Kagerer / Nieberle
Silent Night
16 bit / 44,1 kHz
ca. 49,4 mb (wav)
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Kagerer / Nieberle
Silent Night
24 bit / 96 kHz
ca. 161,2 mb (wav)

Weitere Informationen

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Dienstag, 20 Dezember 2011 01:00

Channel D Pure Music Computer Music Player

geschrieben von
Als ich zum ersten Mal von den vermeintlichen klanglichen Vorteilen spezieller Aufnahme- und Wiedergabe-Software hörte, war ich, wie ich zugeben muss, ausgesprochen skeptisch. Dennoch habe ich den Pure Music Player ausprobiert.


introIch sehe mich in keiner Weise als Software-Experten und noch viel weniger als jemanden, der die Tricks für Coding-Software oder zum Schreiben von Treibern für populäre Peripherie-Geräte kennen würde. Aber sollten ein paar – in diesem Fall meinetwegen auch eine ganze Reihe von – Programmzeilen und Befehlen die zu erreichende Klangqualität der Musik bestimmen, die auf heimischen oder Studio-Computern wiedergegeben wird? Das ist ja nicht so, als würde man Widerstände, Kondensatoren oder MOSFets in einem Verstärker tauschen: Diese Unterschiede kann ich hören und, wie es scheint, auch verstehen.

Pure Music dockt oben an iTunes an. Bei der integrierten Level-Anzeige ist die Dynamic Range-Funktion eingeschaltet. Alles zwischen 18 und 21 ist gut. Aber meist wird man sehen, wie stark die dynamische Bandbreite beim Mastering limitiert wurde
Pure Music dockt oben an iTunes an. Bei der integrierten Level-Anzeige ist die Dynamic Range-Funktion eingeschaltet. Alles zwischen 18 und 21 ist gut. Aber meist wird man sehen, wie stark die dynamische Bandbreite beim Mastering limitiert wurde

Bis jetzt war iTunes – und in den ersten Jahren der letzten Dekade der Windows Media Player – für mich die Software der Wahl, wenn ich Musik von meinem Computer hören wollte. Zu Recht könnte man sagen: Was soll einem daran nicht gefallen? Cleveres Musik-Management, leichte und schnelle Erstellung von Playlists, Verwendbarkeit auf allen Betriebssystemen und eine generell einfache Bedienung haben iTunes für fast alle iPod/Pad/Phone-Nutzer an die erste Stelle katapultiert. Zu unterstellen, eine Zusatz-Software würde bessere klangliche Ergebnisse bringen als iTunes, erscheint da als Vertrauensbruch, besonders wenn man sich einige Foren-Beiträge auf so populären Seiten wie Engadget, Gizmodo Hydrogen Audio et cetera ansieht, die sich darüber und andere Behauptungen von Audiophilen lustig machen.

In diesem Fenster kann man die lückenlose Wiedergabe und die Hybrid Memory Funktion anwählen, die die Wiedergabe deutlich verbessert
In diesem Fenster kann man die lückenlose Wiedergabe und die Hybrid Memory Funktion anwählen, die die Wiedergabe deutlich verbessert
Dennoch: Es sieht so aus, dass es bestimmte – ich wage es zu sagen, wohlwissend, dass dieser Begriff in unserer Zeit sehr unscharf definiert ist – wissenschaftliche Gründe für ein verbessertes Leistungsspektrum gibt: bessere, das heißt präzisere mathematische Berechnungen, ein besseres generelles Software-Design et cetera. Das alles führt technisch zu einer überlegenen Wiedergabe Ihrer Lieblings-Audio-Dateien. Dadurch, dass Pure Music von Channel D es auch erlaubt, Plug-Ins nach Industriestandard zu verwenden, um die Musikausgabe weiter zu beeinflussen, wie zum Beispiel Raumakustik-Korrekturen und Bassmanagement, bietet es die Möglichkeit, das Musikwiedergabesystem in starkem Maße aufzuwerten. Selbstverständlich habe ich mich auch mit diesen Aspekten des Konzepts beschäftigt. Aber dieser erste Artikel konzentriert sich nur auf Pure Music allein. In nicht allzu ferner Zeit werde ich auch über die klanglichen Meriten einiger zusätzlicher Audio-Plug-Ins berichten.

Pure Music ist genau so einfach wie jede andere OSX Software zu installieren: Einmal heruntergeladen, kurz in den Programme-Ordner kopieren, gefolgt von einem Doppelklick, und schon läuft es. Einfacher geht‘s nicht. Sobald das Programm gestartet wurde, hat man die Option, Pure Music im „simple‟ oder „advanced mode‟ zu betreiben, der mehr Möglichkeiten bietet, das Programm Ihren eigenen Vorlieben entsprechend anzupassen. Für Anfänger ist alles ganz einfach: Auf „simple‟ zeigen, anklicken und – voila – schon geht‘s los. Wenn Sie aus unerfindlichen Gründen – nehmen wir mal an, Sie sind ein Audiophiler – kreativ sein und echt daran arbeiten möchten, sich alle Magie zu erschließen, die Pure Music bietet, dann können Sie sehr tief in die Software einsteigen und eine Menge unterschiedlicher Parameter ändern und optimieren.

Pure Music funktioniert gänzlich anders als die übrigen Computer Music Player, denn obwohl es de facto als Musik-Dekodierungs- und -Wiedergabe-Software arbeitet, bleibt iTunes die aktuelle Oberfläche oder – technisch gesehen – das Graphic User Interface. Und daher darf man das beste aus zwei Welten erwarten: Überlegene klangliche Leistungen und die Möglichkeit, iTunes für das Musik-Management, die Erstellung von Playlists und so weiter zu verwenden. Und das ist wie gesagt definitiv meine Lieblingsart, meine beständig wachsende Musik-Bibliothek zu verwalten, die momentan aus über 950 Alben besteht, die alle in AIFF lossless Dateien umgewandelt wurden, und zwar mit einem Programm, das ausschließlich unter Windows läuft und als Poikosoft Easy CD Extractor bekannt ist. Natürlich habe ich andere Musik-Management-Software ausprobiert, aber irgendwie lande ich immer wieder bei iTunes.

Als kleines zusätzliches Schmankerl ist Pure Music voll mit Apples Remote App kompatibel, die es erlaubt, mit iPhone, iPod Touch oder iPad die iTunes Musik-Biblithothek aus der Ferne zu bedienen – eine, wie ich finde, ausgesprochen clevere Art mit seiner Musik umzugehen. Zudem verbessert Pure Music standardmäßig die Qualität von mp3-, AAC- oder anderer verlustbehaftet komprimierter Dateien und steigert so auch den Genuss Ihres Lieblings-Internet-Streams. Das ist mir gerade, wenn ich mal mp3s in guter Qualität oder AAC-Streams aus dem Netz höre, ein sehr willkommenes Feature.


Ohne all zu weit in die spezielleren Möglichkeiten und Einstellungen von Pure Music einzusteigen, was den Umfang dieses Tests sprengen würde, möchte ich doch einen wichtigen Punkt ein wenig näher beleuchten. Ich empfehle nachdrücklich, in der Standardeinstellung „memory playback‟ zu aktivieren. Dies stellt sicher, dass jede Musikdatei ausschließlich aus dem Arbeitsspeicher des Computers abgespielt wird, und nicht von der rotierenden Festplatte oder einem Solid State Drive – wobei es fraglich bleibt, was den Unterschied zwischen der Wiedergabe aus dem Arbeitsspeicher und dem Solid State Drive bewirkt. Ich hörte jedenfalls sofort eine fraglos bessere Wiedergabe, sobald „memory playback‟ gewählt war. Es gibt also keinen Grund, es wieder auszuschalten.

Kommen wir auf den Punkt: Ganz egal welchen Track ich auch auswählte, Pure Music brachte immer den gewünschten Erfolg: Es klang klar und deutlich besser als iTunes allein. Der übliche Mix aus Euro-Pop, Ambient und Electronica (Kraftwerk, Yello, Trentmøller, Tosca) profitierte vor allem vom einer überlegenen Bass-Definition und -Artikulation, während im Klassik-Genre die größere, klarer skizzierte Bühne ebenso wie eine lebendigere, packendere Dynamik erfreute – selbst wenn sich das wie eines dieser wohlbekannten lahmen Urteile im Stil von „Vertrauen Sie mir, es klingt einfach besser‟ anhören mag.

Dieses Fenster erlaubt es einem, die Sampling Rate und das Ausgabegerät zu wählen – wenn man mehrere davon angeschlossen hat. Auch die Sampling Rate für die DSD-Wiedergabe wird angezeigt
Dieses Fenster erlaubt es einem, die Sampling Rate und das Ausgabegerät zu wählen – wenn man mehrere davon angeschlossen hat. Auch die Sampling Rate für die DSD-Wiedergabe wird angezeigt

Bei einigen Tracks waren die Verbesserungen recht drastisch, so zum Beispiel beim Soundtrack von American Beauty, der für mich Referenzqualität besitzt: Hier fließen unterirdische Sythi-Bass-Linien und die großen Leinwände für Thomas Newmans kompositorische Ideen weiten sich zu musikalischen Gobelins. Der dritte Track beginnt mit einem sensationellen, in den Magen drückenden Tiefbass – wenn der Rest der Kette ihn denn reproduzieren kann –, den man eher fühlen als hören kann. Im direkten Vergleich mit der Wiedergabe über iTunes allein bringt Pure Music mehr Tiefe, Druck und Kraft und eröffnet einem den Blick in tiefere Schichten auf einer vermeintlich größeren Leinwand.

Auf der Website von Channel D, der Firma, die Pure Music progammiert, findet man Schlagworte wie „optional real-time 64bit upsampling", „adjustable dithered volume control" – aber ich bin, wie gesagt, kein Software-Entwickler. Dennoch kann ich sagen, was auch immer Pure Channel D da zusammenbraut, funktioniert und es funktioniert verdammt gut. Eine weitere prima Eigenschaft von Pure Music stellt die Möglichkeit dar, High Resolution Files mit unveränderter Auflösung aus iTunes abzuspielen. Und das schließt wohlgemerkt die Fähigkeit ein, neben PCM- auch DSD-Dateien wiederzugeben. Und von dieser hohen Datenrate darf man mit Fug und Recht noch bessere klangliche Ergebnisse erwarten, auch wenn meines Erachtens momentan noch zu wenig Musik in diesem überlegenen Datenformat angeboten wird, um jetzt schon größere Investitionen in Equipment zur Wiedergabe von High-Resolution-Files zu rechtfertigen. Eingedenk der Tatsache, dass Pure Music eine reine Software-Lösung ist, darf man Updates in Scharen erwarten. Verbunden mit Updates des Betriebssystem iOS baut Channel D beständig neue Features ein – was bei einer Hardware-Lösung schlicht unmöglich wäre.

Diese Bildschirmfoto zeigt das typische Single-Album-iTunes-Fenster während der Wiedergabe. Pure Music ist lediglich im Hintergrund sichtbar
Diese Bildschirmfoto zeigt das typische Single-Album-iTunes-Fenster während der Wiedergabe. Pure Music ist lediglich im Hintergrund sichtbar

STATEMENT

Auch mit Blick auf die praktisch garantierten Updates ist Pure Music die Gans, die goldene Eier legt, ein Geschenk, das sich selbst erneuert. Gerade jetzt, wo eine immer größere Zahl von Computern als Music Server eingesetzt wird, ist Pure Music klanglich ganz vorne mit dabei. Und das Beste von allem: Der Preis ist wirklich günstig. Pure Music muss man haben.
HERSTELLERANGABEN
Gerätebezeichnung
Computer MacBook 2 Ghz, 4 GB, OSX 10.6, iTunes 10.5.1
D/A Wandler Playback Designs MPS-5
USB-Konverter Sonicweld USB / SPDIF Diverter 24/96
Vollverstärker Brinkmann Integrated
Lautsprecher Zu Audio Definition Mk II.
Kabel Kubala-Sosna Emotion (komplette Kette)

 

HERSTELLERANGABEN
Channel D Pure Music Computer Music Player (v 1.83)
Betriebssystem Mac OS X
max. Sample Rate 384 kHz
Demoversion 15 Tage gratis
Preis 129 $ (ca. 99 Euro)


Bezugsadresse: www.channld.com

Weitere Informationen

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Klangbibliothek.

How Deep Is The Ocean

Tonabnehmer Allnic Audio The Puritas
Tonarm Kuzman 4Point mit durchgehender Verkabelung
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm)
Musik „How Deep Is The Ocean“
Downloadgröße 115,9 mb
 

Klangbibliothek.

Duet

Tonabnehmer Allnic Audio The Puritas
Tonarm Kuzman 4Point mit durchgehender Verkabelung
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm)
Musik „Duet“
Downloadgröße 131,5 mb
 

Klangbibliothek.

Griff

Tonabnehmer Allnic Audio The Puritas
Tonarm Kuzman 4Point mit durchgehender Verkabelung
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm)
Musik „Griff“
Downloadgröße 158,1 mb
 
Mittwoch, 14 Dezember 2011 01:00

Die Klangbibliothek wächst wieder (7)

geschrieben von
So langsam kehrt bei Hifistatement der Alltag ein. Der sieht jedoch ein bisschen anders aus als in allen anderen Print- oder Online-Magazinen: Ich habe wieder mal die Nagra LB angeworfen, um Sie ein wenig an den Höreindrücken der Redaktion teilhaben zu lassen. Erfahren Sie also selbst, warum mich das Allnic The Puritas so fasziniert hat.


Für alle diejenigen, die Hifistatement erst während der letzten beiden Monate kennengelernt haben, sei hier noch einmal kurz zusammengefasst, was unsere Klangbibliothek leisten kann und was nicht – wenn Sie sich denn durchringen, sie zu benutzen. Denn leider erschließen sich die Eigenschaften der in dieser Reihe vorgestellten Komponenten – in erster Linie Tonabnehmer, dann aber auch Tonarme und Phonoentzerrer – nur denjenigen Analogfreunden, die der Digitaltechnik ein wenig aufgeschlossen gegenüberstehen. Zudem sollten Sie über ein möglichst hochwertiges digitales Wiedergabesystem verfügen. Den bisherigen Erfahrungen nach macht es keinen Sinn zu versuchen, beispielsweise die oft subtilen Unterschiede zwischen hochwertigen Tonabnehmern in CD-Qualität aufzunehmen und wiederzugeben. Dazu braucht man Dateien mit mindestens 24 Bit und 96 Kilohertz. Aber auch bei solchen dürfen Sie nicht erwarten, dass Ihnen das Herunterladen und Abspielen der Bespiele eins zu eins vermittelt, was eine der vorgestellten Komponenten in Ihrer Kette zu leisten vermag. Dafür ist der Einfluss der Analog-Digital-Wandler in der Nagra und Ihres digitalen Abspielsystems doch etwas zu groß. Allerdings sollte im Vergleich mit anderen Beispielen aus unserer Bibliothek schon klar werden, in welche Richtung die klangliche Reise mit der vorgestellten Komponente geht. Sie können schon einmal entscheiden, ob sich beispielsweise der Aufwand lohnt, einen Tonabnehmer auszuleihen und in der eigenen Anlage auf Kompatibilität zu prüfen. Außerdem hilft der Vergleich der eigenen Eindrücke mit den Schilderungen eines Autors, mehr über dessen Hörgewohnheiten in Erfahrung zu bringen, denn in Zukunft sollen selbstverständlich auch die Tonabnehmer, die Kollegen testen, nach dem Fotografieren zumindest für unsere drei Referenzstücke auf meinem Plattenspieler landen. Bis auch diese Prozedur Redaktionsalltag ist, wird es aber wohl noch ein wenig dauern.

Die Klangbibliothek wächst wieder (7)
Die Klangbibliothek wächst wieder (7)

Ich hatte auch schon einmal erwogen, die Klangbeispiele gleich zusammen mit dem – oder, da man sich in diesem Medium verpflichtet fühlt, möglichst täglich etwas Neues zu präsentieren, zumindest direkt nach dem – Test zu veröffentlichen. In diesem Falle kam aber zuerst unser Advent-Aktion dazwischen, und auch die übrigen Verzögerungen haben sich schließlich als positiv herausgestellt: In der Zwischenzeit habe ich das Puritas nämlich noch etliche Stunden rein zum Genuss gehört. Nachdem die Justage der Dämpfung wie beschrieben für jede Menge zusätzliche Raumillusion gesorgt hatte, habe ich dann wieder ein paar Millimeter davon für ein noch klangfarbenstärkeres Klangbild eingetauscht, in dem ich von dem zuvor gewählten Abschlusswiderstand von 300 Ohm doch wieder auf 150 Ohm zurückgewechselt bin.

Da das Puritas besonders mit der Dämpfung des Kuzma 4Point zur Hochform aufläuft, habe ich diesmal auf einen Umbau in den SME V-Tonarm verzichtet. Auch so finden Sie in unserer Bibliothek drei Songs zum Vergleich, die sich lediglich in einem Punkt von den hier neu hinzugefügten unterscheiden: In den Beispielen sieben bis neun ist das Lyra Olympos zu hören – ein würdiger Herausforderer für das Allnic.

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Sagen Sie uns, welcher von zwei Downloads Ihnen besser gefällt und gewinnen Sie eine von drei sommelier du son-LPs.


Wie sich inzwischen herumgesprochen haben dürfte, betreiben meine Gattin und ich – zuerst lediglich als Hobby, aber nun mit zunehmend mehr Engagement – ein Schallplattenlabel: sommelier du son. Das führte unter anderem dazu, dass wir für Edel:Kultur eine LP produziert haben, auf der Joo Kraus und seine Band Tales In Tones mit Stücken zu hören sind, die zuvor auf ihren letzten beiden erfolgreichen CDs, Songs From Neverland und Painted Pop veröffentlicht wurden. Einen Vorgeschmack auf die LP, die in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erscheinen soll, bot das Bayerische Fernsehen mit einem Beitrag in seinem Medienmagazin Einblicke. Hier geht‘s zum Video.

intro
Helmut Kagerer
Am kommenden Freitag werden wir wie im letzten Jahr zum Jahresabschluss im Birdland in Neuburg an der Donau Deutschland spannendstes Gitarren-Duo analog aufnehmen: Helmut Kagerer und Helmut Nieberle. Vor zwölf Monaten hatten wir das Konzert der beiden zumindest digital gleich zweifach mitgeschnitten. Einmal waren vier Mikrofone im Einsatz, jeweils ein Großmembran-Röhren-Mikro vor dem Verstärker und je eine Kleinmembrane vor der Gitarre. Das andere Mal hat ein einzelnes Stereomikrofon das gesamte musikalische Geschehen, viel Raum und ein wenig Publikum eingefangen. Die beiden Helmuts, meine Frau und ich haben viel diskutiert und sind doch zu keinem Ergebnis gekommen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Was liegt also näher, als erfahrene Audiophile um ihre Meinung zu bitten? Nämlich Sie, unsere Leser.

Helmut Nieberle
Helmut Nieberle
Um möglichst vielen von Ihnen die Möglichkeit zu geben mitzumachen, bieten wir den Song in den Varianten Multi-Mikrofonie und Einpunkt-Stereo lediglich in CD-Qualität an. Hören Sie also bitte genau hin und schreiben Sie uns (redaktion@hifistatement.net) mit einer kurzen Begründung, ob Sie Version A oder B bevorzugen. Bitte vergessen Sie Ihre Anschrift nicht – diese ist übrigens der Grund dafür, über unsere E-mail-Adresse und nicht öffentlich über das Kommentar-System zu kommunizieren –, da wir unter allen Einsendern drei sommelier du son-LPs verlosen: Goodbye Pork Pie Hat, eine Scheibe, die das letzte gemeinsame Konzert von Charlie Mariano und Dieter Ilg dokumentiert. Der Rechtsweg  ist bei der Verlosung wie üblich ausgeschlossen.

Am besten nehmen Sie sich am kommenden Freitagabend, dem 16. Dezember ein wenig Zeit, reisen in die im Winter besonders idyllische Renaissance-Altstadt und verbringen den Abend im Jazz-Club im Keller der alten Hofapotheke. Vor allzu viel vorweihnachtlicher Sentimentalität brauchen Sie sich nicht zu fürchten: Auch wenn wir hier aus gegebenem Anlass ein Weihnachtslied ausgesucht haben, wird das völlig neu erabeitete Programm von Helmut Kagerer und Helmut Nieberle in der Hauptsache fein swingende und groovende Jazz-Standards umfassen. Unter www.birdland.de oder 08431/41233 können Sie Karten und Plätze reservieren. Es würde uns freuen, Sie zu treffen.

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Kagerer/Nieberle
Oh Tannenbaum
Version A
16 bit / 44,1 kHz
ca. 34,3 mb (wav)
 
b_300_0_16777215_10_images_content_downloads_10-12-24_nieberle_downloadbutton_16-44.png
Kagerer/Nieberle
Oh Tannenbaum
Version B
16 bit / 44,1 kHz
ca. 35,6 mb (wav)
 

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Donnerstag, 08 Dezember 2011 01:00

Allnic Audio The Puritas

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Wirklich grundlegend neue Konzepte bei Moving-Coil-Tonabnehmern sind ausgesprochen selten. Der koreanische Hersteller Allnic Audio, der sich bisher mit Röhrenelektronik einen Namen gemacht hatte, stellte vor einer Zeit jedoch mit dem Verito-Z einen Abtaster vor, dessen Konstruktion sich eng an der eines Schneidekopfes orientiert. Ihm folgt nun das noch edlere The Puritas.


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Allnic Audio The Puritas
Die Spulen und Magnete für die beiden Kanäle sind in einem Winkel von 45 Grad zur Senkrechten montiert. Die räumliche Trennung ermöglich gute Werte beim Übersprechen
Die Spulen und Magnete für die beiden Kanäle sind in einem Winkel von 45 Grad zur Senkrechten montiert. Die räumliche Trennung ermöglich gute Werte beim Übersprechen
Ortofon beansprucht, mit dem SPU das erste MC-System gefertigt zu haben, Joseph Grado will derjenige gewesen sein, der diese Konstruktion erdachte – auch wenn seine Tonabnehmer nach dem Moving-Iron-Prinzip arbeiten. Wie dem auch sei: Seit der Einführung der Stereoschallplatte treffen wir meist auf ein und dieselbe Bauform bei Moving-Coil-Abtastern. Auf einem Nadelträger, an dessen einem Ende ein Diamant befestigt ist, der den Auslenkungen der Schallplattenrille folgt, sitzt ein Spulenträger – ein quadratisches oder kreuzförmiges Plättchen, auf den der Draht für die Spulen der beiden Stereokanäle gewickelt wird. Das Plättchen besteht entweder aus Weicheisen, einem hochpermeablen Material, das für eine weitaus höhere Ausgangsspannung sorgt, als die Spulen allein im selben Magnetfeld generieren könnten, oder aus einem Kunststoff oder gar Rubin. Die letztere Variante – wie man sie beispielsweise im Benz Ruby findet – soll ein besonders reines Signal liefern. Der Spulenträger mit seinen Wicklungen liegt dann auf einem Dämpfungsgummi auf, der zusammen mit dem Spanndraht am anderen Ende des Nadelträgers bewirkt, dass die Spulen samt Träger nach der Auslenkung durch die Rille in ihre Nulllage zurückkehren.

Beim Allnic sind die Spulen weiter von der Dämpfung entfernt als bei der klassischen MC-Bauform. Daraus resultieren größere Auslenkungen, die zu einem exakteren Signal führen sollen.
Beim Allnic sind die Spulen weiter von der Dämpfung entfernt als bei der klassischen MC-Bauform. Daraus resultieren größere Auslenkungen, die zu einem exakteren Signal führen sollen.

In den meisten Systemen befindet sich ein Permanentmagnet ein gutes Stück oberhalb des Nadelträgers, und zwei sogenannte Joche vor und hinter dem Spulenträger fokussieren das Magnetfeld für den Generator. Van den Hul bietet eine Variante mit einem den Nadelträger umgebenden Ringmagneten hinter den Spulen an, und Transfiguration setzt einen deutlich größeren, geschlitzten Ringmagneten ein, in dessen Spalt sich der Spulenträger bewegt. Aber selbst von den beiden letztgenannten Spezialfällen abgesehen bietet die – nennen wir sie einmal – klassische Bauform des Moving-Coil-Systems die Möglichkeit zu ungezählten Varianten. Das beginnt beim Material und dem Durchmesser des Spulendrahts und der Anzahl der Windungen, die auf den – wie schon erwähnt – aus verschiedensten Materialien zu fertigenden Spulenträger aufgebracht werden, und führt über Nadelträger aus Aluminium- oder Boron-Röhrchen oder -stäbchen und unterschiedliche Magnetmaterialien bis zum Spanndraht aus Metall oder Kunststoff. Und den Einfluss von verschiedenen Dämpfungsgummis hat nicht nur Benz-Chef Abert Lukaschek lange untersucht. Ortofon unterhält sogar eine eigene Gummifabrikation. Wie unter anderem Koestu mit seinen Halbedelsteinen oder Ortofon mit dem Selective Laser Melting beweisen, geht auch die Struktur des Gehäuses mit in den Klang ein. Aber das ändert nichts daran, dass fast alle angebotenen MC-Tonabnehmer Varianten ein und derselben Bauform sind.


Einen eigenen Weg geht seit Jahren Clearaudio mit seinen Moving-Coils, bei denen die Spulen sowie die entsprechenden Magnetsysteme drehpunktsymmetrisch zum Lagerpunkt angeordnet sind. Hier werden die benötigten Rückstellkräfte allein durch das Lagergummi erzeugt, die patentierte Konstruktion kommt ohne Spanndraht aus. Die Spulen sitzen hier auf keinem speziellen Träger, sondern werden direkt auf den Nadelträger aus Boron gewickelt.

Sobald das System mit der Platte in Kontakt kommt, werden die Spulen durch die Auflagekraft ins Zentrum der Ringmagneten gedrückt
Sobald das System mit der Platte in Kontakt kommt, werden die Spulen durch die Auflagekraft ins Zentrum der Ringmagneten gedrückt

Doch egal, ob die klassische oder die Clearaudio-Variante: Die Abtaster unterscheiden sich strukturell doch sehr erheblich von der Apparatur, mit der die Musik in Rille gelangt, dem Schneidekopf. Hier arbeiten als Antrieb zwei Spulen in einem Magnetfeld, die in  einem Winkel von 90 – oder von der Senkrechten aus gesehen – zweimal 45 Grad angeordnet sind. Die Bewegung der beiden Spulen wird über sogenannte Treibstangen auf den Schneidarm übertragen, dem beim Abstastsystem der Nadelträger entspricht. Im Scheidarm ist der auswechselbare, weil verschleißanfällige Schneidstichel – meist aus Rubin gefertigt – befestigt. Dabei ist der Abstand vom Angriffspunkt der beiden Treibstangen zum Stichel extrem kurz. Die Magneten und Spulen für die beiden Kanäle hingegen sind räumlich recht weit voneinander entfernt.

Allnic näherte sich nun erstmals mit seinem Tonabnehmer Verito dem Aufbau eines Schneidekopfes an. Auf den Nadelträger ist hier nicht wie üblich ein quadratischer oder kreuzförmiger Spulenträger montiert, sondern ein im rechten Winkel gebogenes Röhrchen aus Polycarbonat, dessen beiden Seiten in einem Winkel von 45 Grad zur Senkrechten stehen. Auf die Enden des Röhrchens sind die Spulen für den rechten und linken Kanal gewickelt. Sie tauchen jeweils in einen recht tiefen Ringmagnet ein. Während bei den MCs klassischer Bauart der Spulenträger relativ weit von der Diamantnadel entfernt, dafür aber sehr nah beim Lagerpunkt sitzt, weshalb die Spulen von den Auslenkungen der Platte auch nur über geringe Distanzen bewegt werden, platziert Allnik sein spulentragendes, gewinkeltes Röhrchen etwas weiter vom Lager entfernt, näher zur Nadel. Daraus resultieren dann größere Auslenkungen der Spulen durch den Nadelträger. Die längeren Wege führten – so Allnic in der Produktinformation – zu einer detaillierteren Wiedergabe. Die Verschiebung der Spulen in Richtung Nadelspitze sei möglich geworden, da das Polycarbonat-Röhrchen samt Wicklungen deutlich leichter sei als ein Weicheisenplättchen. Schade, dass Allnic die bewegte Masse seiner Konstruktion nicht beziffert. Lediglich das Gewicht der aus einem hochreinen Kupferdraht mit einem Durchmesser vom 16 Mikron gewickelten Spulen war in Erfahrung zu bringen: Eine jede soll 800 Mikrogramm auf die Waage bringen. Als Spanndraht verwendet Allnic nach eigenen Angaben eine rostfreie Pianosaite.

Beim Allnic Tonabnehmer ist der Abstand von der Nadel bis zu dem Punkt, an dem das Polycarbonat Röhrchen am Nadelträger montiert ist, deutlich größer als Abstand vom Schneidestichel zum Ansatzpunkt der Treibstangen am Schneidarm beim Schneidekopf
Beim Allnic Tonabnehmer ist der Abstand von der Nadel bis zu dem Punkt, an dem das Polycarbonat Röhrchen am Nadelträger montiert ist, deutlich größer als Abstand vom Schneidestichel zum Ansatzpunkt der Treibstangen am Schneidarm beim Schneidekopf

Der Aufbau des Puritas unterscheidet sich nicht vom dem des Verito, allerdings weist es eine minimal höhere Nadelnachgiebigkeit und einen geringeren Innenwiderstand auf. Das Spitzenmodell wurde statt mit einem Aluminium-Nadelträger mit einem solchen aus Boron ausgestattet und die Nadel des Puritas wurde mit einem MicroRidge-Schliff versehen, während das Vertito mit einem elliptischen Diamant vorlieb nehmen musste.


Bei der Übergabe des Systems versicherte mir Peter Schmitz, Inhaber des deutschen Allnic-Vertriebes, dass ich vom Puritas eine Abtastfähigkeit von 50 Mikron erwarten dürfte, was mich dann doch eher irritierte als begeisterte. Die Zeiten, in denen ich glaubte, mit meiner aktuellen Arm-System-Kombination eine Esther-LP oder ersatzweise mindestens 100 Mikron verzerrungsfrei abtasten zu müssen, sind glücklicherweise über 30 Jahre vorbei. Aber so 60, 70 Mikron dürfen es auch heutzutage gerne noch sein. Ich entschied mich also für einen Tonarm der eher gewichtigeren Gattung, den Kuzma 4Point – und darin tastete das Puritas nach einer einfachen Antiskating-Einstellung 70 Mikron sauber ab, bevor es anfing zu verzerren. Zumindest an der Papierform des Allnic gibt es nichts auszusetzen.

Der erste Eindruck täuscht: Die bewegte Masse ist beim Puritas nach Herstellerangaben äußert gering – und die ausgesprochen dynamische Wiedergabe unterstreicht diese Behauptung akustisch
Der erste Eindruck täuscht: Die bewegte Masse ist beim Puritas nach Herstellerangaben äußert gering – und die ausgesprochen dynamische Wiedergabe unterstreicht diese Behauptung akustisch

Um ein System nach längerer Ruhepause – das Puritas war, bevor ich es bekam, schon bestens eingespielt – wieder an seine Arbeit zu gewöhnen, lasse ich sehr gern Art Farmer und Jim Halls Big Blues (CTI 7083) laufen: Die LP kann sich gewiss nicht mit dem Prädikat audiophil schmücken – dazu fehlt es einfach an ein wenig mehr Druck im Bass –, die klangfarbenstarke Melange aus Flügelhorn, Gitarre, Vibraphon, Bass und Schlagzeug macht wohlbekannte Songs wie „Whisper Not‟ jedoch zu einem Hochgenuss: Die Melodien fließen, teils recht heftige Einsätze des Blechs und der Gitarre verhindern aber, dass alles nur voller Wohlklang dahin plätschert. Und das Puritas lässt die Musik strömen, perlen und den Zuhörer mitreißen, obwohl dieser ja eigentlich nur mit halben Ohr hinhören  und vorrangig dem Tonabnehmer ein wenig Bewegung verschaffen wollte. Ganz spontan fühlte ich mich an das Continuum-Laufwerk mit dem Cobra-Tonarm erinnert: Die Kombination und zu mehr als 50 Prozent auch der Arm allein auf dem Brinkmann LaGrange vermochten Musik von der Platte auf eine unheimlich geschmeidige und stimmige Art zu reproduzieren, die alle Aspekte der mechanischen Abtastung vergessen machte und der Wiedergabe eines guten Tonbandes auf einer Studiomaschine nicht unähnlich war. Verstehen Sie mich nicht falsch: Das Puritas hebt LaGrange und Kuzma nicht in solche Sphären, dass man nicht mehr vom australischen Über-100000-Euro-Laufwerk träumen möchte, es scheint – zumindest dem ersten Eindruck nach – aber jenseits aller üblichen Hifi-Einzeldisziplinen diese so schwer in Worte zu fassende Spielweise zu besitzen, die von mechanischen Beimengungen weitgehend frei ist und die Musik weiter in den Vordergrund treten lässt.

Die spezielle Bauform bedingt einen recht kurzen Spanndraht
Die spezielle Bauform bedingt einen recht kurzen Spanndraht

Als ich mich dann etwas näher mit dem System beschäftigte, stellte ich fest, dass die Abschlussimpedanz der Phonostufe bisher 85 Ohm betrug, für den Innenwiderstand des Puritas von 18 Ohm also wahrscheinlich ein gutes Stück zu niedrig war. Entsprechend der Faustformel „Innenwiderstand mal 10 bis 20‟ probierte ich dann die Abschlussstecker mit 150 und 300 Ohm aus: Schon bei 150 Ohm wird die imaginäre Bühne ein Stückchen größer, die Musiker legen einen Hauch mehr Spielfreude an den Tag und rhythmisch spricht einen der Song stärker an. Mit 300 Ohm lassen sich in allen genannten Kriterien weitere Verbesserungen erzielen, so dass ich es dann ganz ohne Abschlussstecker mit einem Widerstand von 1000 Ohm probiere. Hier tut sich aber leider auch tonal so einiges: Die Becken drängen sich ungebührlich in den Vordergrund, die Klangbalance verschiebt sich zu weit ins Helle, Überstrahlte. Ich belasse es also bei 300 Ohm.


Der Kuzma 4Point bietet erfreulicherweise die Möglichkeit, die Bewegungen des Armes zu bedämpfen – und zwar getrennt für die Horizontale und Vertikale. Wie immer hatte ich auch beim Puritas für die ersten Eindrücke beide Dämpfungsspikes herausgedreht. In einem ersten Durchgang habe ich dann mit der horizontalen Dämpfung experimentiert, und dabei verhielt sich das Puritas auch nicht anders als ein in klassischer Bauform ausgeführter Abtaster. Anfangs wirkt die Dämpfung wie ein Potentiometer für die räumliche Darstellung: Je weiter man den Spike in die silikongefüllte Wanne dreht, desto größer, luftiger und offener gerät die Abbildung. Allerdings beginnt die Lebendigkeit der Wiedergabe ab einem gewissen Punkt zu leiden. Sobald man diese Schwelle erreicht hat, sollte man den Spike etwa 180 Grad zurückdrehen – und schon ist der ideale Kompromiss zwischen Räumlichkeit und Dynamik gefunden. Mit der feinfühligen Dämpfungseinrichtung des Kuzmas ist dies kein Problem. Ebenso einfach lässt sich das Optimum für die vertikale Dämpfung finden, allerdings kommt man hier mit noch weniger Eintauchtiefe des Spikes aus als bei horizontalen Einstellung.

Die offene Bauform macht das Puritas leider recht anfällig für Schmutzpartikel
Die offene Bauform macht das Puritas leider recht anfällig für Schmutzpartikel
Nach lediglich ein, zwei Stündchen Feintuning verwöhnt einen das Puritas mit einer Schallplattenwiedergabe auf allerhöchstem Niveau. Da mag der eine den brutaleren Bass eines EMT-Derivats vermissen, ein anderer die Detailflut eines Clearaudio, ein dritter die Klangfarben eines Koetsus: In Einkriterien will das Puritas nicht mit den genannten Spezialisten in Konkurrenz treten. Es bringt in allen Teilbereichen sehr gute, aber keine herausragenden Ergebnisse und überzeugt viel mehr durch seine Geschlossenheit und fließende Musikalität nahe frei von mechanischen Beimengungen. Doch bevor ich mich haltloser Schwärmerei hingeben, verspreche ich Ihnen lieber, noch im Laufe einer Woche in unserer Rubrik „Klangbibliothek‟ Beispiele für den Klang des Puritas einzustellen. Vielleicht können Sie ja dann dank digitaler Kostproben erahnen, warum mich dieser Tonabnehmer derart fasziniert.

Ein Blick auf den Neumann Schneidekopf SX-74 zeigt, woran sich Allnic orientiert hat. Der Ortofon Schneidekopf unterscheidet sich strukturell recht stark. Hier sind die Spulen nebeneinander montiert und arbeiten auf eine sogenannte Wippe, in deren Mitte der Scheidstichel sitzt
Ein Blick auf den Neumann Schneidekopf SX-74 zeigt, woran sich Allnic orientiert hat. Der Ortofon Schneidekopf unterscheidet sich strukturell recht stark. Hier sind die Spulen nebeneinander montiert und arbeiten auf eine sogenannte Wippe, in deren Mitte der Scheidstichel sitzt
Nach dem Groß-Klicken des Fotos kann man selbst ohne weiteres Zoomen ins Bild den Schneidestichel erkennen. Die ihn umgebenden Drähte dienen der Heizung. Wohltemperiert gleitet er leichter durch die Lackfolie
Nach dem Groß-Klicken des Fotos kann man selbst ohne weiteres Zoomen ins Bild den Schneidestichel erkennen. Die ihn umgebenden Drähte dienen der Heizung. Wohltemperiert gleitet er leichter durch die Lackfolie

 

STATEMENT

Das Prinzip der Allnic Tonabnehmer funktioniert – und wie! Mit dem Puritas präsentiert Kang Su Park einen Abtaster auf allerhöchstem Niveau, der nicht in Einzeldisziplinen brilliert, sondern durch seine Stimmigkeit und das weitgehende Fehlen mechanischer Artefakte. Verglichen mit den etablierten Top-Systemen anderer Hersteller könnte man direkt versucht sein, den absolut betrachtet beträchtlichen Preis des Allnic für moderat zu halten. Für mich ist das Puritas die analoge Entdeckung der letzten beiden Jahre.
GEHÖRT MIT
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Brinkmann 12.1, Kuzma 4Point
Tonabnehmer Lyra Olympos, Brinkmann EMT ti
Phonostufe Einstein The Turntable’s Choice symmetrisch
Bandmaschine Studer A 80
Vorverstärker Brinkmann Marconi
Endstufe Brinkmann Monos
Lautsprecher LumenWhite DiamondLight Monitors
Kabel Precision Interface Technology, Sunwire Reference, HMS Gran Finale Jubilee, Audioplan Powercord S
Zubehör PS Audio Power Plant Premier, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode, Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus

 

HERSTELLERANGABEN
Allnic Audio The Puritas
Prinzip Moving Coil
Ausgangsspannung 0,3 mV / 7 cm / sec (1 kHz)
Innenwiderstand 18 Ohm
Nadelschliff MicroRidge
Nadelträger massives Boron, 0,28 mm Durchmesser
Nadelnachgiebigkeit 7 x 10-6 dyn / cm (100 Hz)
Kanaltrennung > 30 dB
Kanalunterschied < 0,2 dB
Empfohlene Auflagekraft min. 2,1 gr (+/- 0,2 gr)
Gewicht 11 gr
Garantie 2 Jahre
Paarpreis 3800 Euro

 

VERTRIEB
Preference Audio
Anschrift Sommerstraße 14
81543 München
Telefon 089/47077691
Internet www.preference-audio.de
E-Mail schmitz@preference-audio.de

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Samstag, 03 Dezember 2011 01:00

M2TECH Palmer Power Plant

geschrieben von
Forever Young: So musste es ja kommen – gerade mal 14 Tage nach dem Erscheinen des Tests des M2TECH-Wandlers mit dem Squeeze-upgrade-Netzteil lässt der Deutsche Vertrieb wissen, dass nun das firmeneigene Zusatznetzteil lieferbar ist. Den Worten folgen Taten, und einige Tage später steht der Palmer Power Plant im Hörraum.


M2TECH Palmer Power Plant
M2TECH Palmer Power Plant

Anders als beim schlichten Squeeze-upgrade-Netzteil handelt es sich beim äußerlich sehr viel attraktiveren Palmer Power Plant oder kurz PPP – er ist im gleichen Aluminiumgehäuse mit gebogener Lochblechfront untergebracht wie der Wandler – um eine Akku-Stromversorgung mit integriertem Netzteil. Dieses speist das Ladegerät und stellt den Betrieb auch bei leeren Energiespeichern sicher. In diesem Fall wird der extrem rauscharme 15-Volt-Spannungsregler, der hinter den Akkus sitzt und für sehr „sauberen‟ Strom sorgt, direkt mit einem Vorregler im Netzteil verbunden: Der angeschlossene Young kann auch während des Ladevorgangs unbehelligt weiter musizieren.

Optisch passt der Palmer (oben) perfekt zum Young. Während des Tests standen die Geräte natürlich nicht übereinander
Optisch passt der Palmer (oben) perfekt zum Young. Während des Tests standen die Geräte natürlich nicht übereinander

Die Akkus sind Lithium-Polymer-Typen, die thermisch und elektrisch als recht empfindlich gelten – wenn auch nicht in dem Maße, wie etwa Lithium-Ionen-Akkus. Aber das braucht niemandem Kopfzerbrechen zu bereiten, da der Palmer selbstverständlich Schutzschaltungen gegen Tiefenentladung, Überspannung durch Fehler in der Ladeschaltung oder zu große Entladeströme bereithält. Wie M2TECH dem glücklichen Besitzer eines PPP in der Bedienungsanleitung vorrechnet, kann er sich bei den 4,4 Amperestunden des Akkus und den mindestens 500 möglichen Ladezyklen auf mehr als zwölf Jahre Musikgenuss ohne Akkutausch freuen, selbst wenn er den Young täglich zwei Stunden in Betrieb hat.

Der Palmer ist nicht nur für den Young zu verwenden. Er kann zwei Geräte gleichzeitig mit 15 Volt versorgen. Allerdings dürfen sie zusammen nicht mehr als 1 A Strom benötigen
Der Palmer ist nicht nur für den Young zu verwenden. Er kann zwei Geräte gleichzeitig mit 15 Volt versorgen. Allerdings dürfen sie zusammen nicht mehr als 1 A Strom benötigen
Einer der beiden Schalter auf der Front des PPP fungiert als Netzschalter, der andere (de)aktiviert die beiden Ausgangsbuchsen auf der Rückseite des Gerätes, die eine Gleichspannung von 15 Volt bereitstellen. Ein Kabel mit verschraubbarem Stecker für die Versorgung des Young ist beigepackt. Je nachdem, welcher der beiden Schalter gedrückt wird, kann man den PPP dazu bringen, dass er auch bei noch nicht weit entleerter Batterie einen Ladezyklus beginnt oder entgegen den Werkseinstellungen bei schwächer werdenden Akkus nicht auf Netzbetrieb umschaltet, sondern den Young bis zum Erreichen der Schwelle zum Schutz vor Tiefenentladung aus den Lithium-Polymer-Speichern versorgt.


Der Lithium-Polymer-Akku nimmt nur einen kleinen Teil des Gehäusevolumens ein. Seine Ausgangspannung wird von einem „Low-Noise-Regler‟ stabilisiert
Der Lithium-Polymer-Akku nimmt nur einen kleinen Teil des Gehäusevolumens ein. Seine Ausgangspannung wird von einem „Low-Noise-Regler‟ stabilisiert

Direkt nach dem Eintreffen habe ich den PPP mit dem Young verbunden und erst einmal den Akku nachgeladen, wobei eine LED neben dem Schalter für die Ausgänge signalisiert, dass Strom fließt, und erlischt, wenn der Akku seine volle Kapazität erreicht hat. Die Handhabung des Palmer ist ebenso einfach wie logisch, kann einen Audiophilen aber zumindest in einem Punkt ins Grübeln bringen: In den Anfangszeiten der Digitaltechnik hat man die Erfahrung gemacht, dass es vor allem Wandlern ungemein gut tut, beständig am Netz zu sein. Wenn man sämtliche Gedanken zum Thema Energiesparen einmal verdrängt, wünschte man sich für den Palmer eine Schaltungsvariante, die den Young per Netz ununterbrochen unter Strom hält und dann zum Hören auf Tastendruck die Energie aus den Akkus bereitstellt – zumindest theoretisch: Noch habe ich beim Young nicht überprüft, ob er auf temporären Stromentzug mit klanglichen Einbußen reagiert. Ich habe in Phasen der Inaktivität einfach das dem Young beigepackte Steckernetzteil verwendet und so für eine konstante Temperatur der Bauteile des Wandlers gesorgt.

Nachdem der Akku vollständig geladen war, habe ich den Young dann wieder mit dem Squeeze-upgrade Netzteil verbunden. Ob es nun an den wohltemperierten Bauteilen, der Stromversorgung oder den Audio Exklusiv d.C.d. Feet unter dem Young liegt, mag dahingestellt sein: Schon dieses „Paket‟ lässt mich bei wohlvertrauten Testscheiben wieder staunen, auf welch hohem Niveau die Wiedergabe digitaler Medien heute angekommen ist, ohne dass man wie noch vor fünf oder zehn Jahren Unsummen in die dafür benötigten Komponenten investieren muss.

Silent-Life
Leider mindert ein wenig zuviel, wohl dem Zeitgeschmack geschuldeter Hall den Genuss von Jonas Hellborgs virtuosem Spiel auf der akustischen Bass-Gitarre. Dennoch immer wieder eine Freude
Aus dem vom Amarra verwalteten Cache des iMac strömt Jonas Hellborgs „Iron Dog‟ zum Wandler, der die akustische Bassgitarre in einem leicht technisch wirkenden, imaginären Raum erklingen lässt. Die schnelle Abfolge von Impulsen ist immer wieder faszinierend, und die Energie dieses einen Instruments beeindruckt auch nach Jahrzehnten noch. Was wollte man da noch mehr? Das weiß man erst, wenn das Palmer die Stromversorgung übernommen hat. Um es ein wenig plakativ zu formulieren: mehr Emotion! Nun klingt der trotz aller Virtuosität Hellborgs packende Song subjektiv empfunden sogar noch ein Stückchen lauter, dynamischer und wirkt sogar etwas schneller gespielt. Der Zwang, den Fuß mitwippen zu lassen, wird beinahe unwiderstehlich. Die gesamte Darbietung gerät einfach eine Spur dramatischer.

Klangfarben, Impulse, Tiefbass und viel künstlicher Raum prädestinieren vor allem „West Eats Meet‟ für Tests
Klangfarben, Impulse, Tiefbass und viel künstlicher Raum prädestinieren vor allem „West Eats Meet‟ für Tests
Bei einem weiteren Test-Klassiker, Ravi Shankars „West Eats Meet‟ mit seiner abwechslungsreichen Instrumentierung, bringt der Einsatz des Palmer ebenfalls klare Vorteile: Der imaginäre Raum wirkt ein gutes Stück größer, wobei er vor allem in der Höhe hinzugewinnt. Vom Squeeze-Netzteil versorgt bildet der Young nach oben hin ein wenig eingeschränkt ab. Der PPP sorgt hingegen nicht nur für großzügigere Platzverhältnisse, sondern differenziert das teils recht dichte musikalische Geschehen auch deutlich feiner. Eine opulentere Farbigkeit trägt ebenfalls nicht unbeträchtlich zum größeren Musikgenuss bei. In all den genannten Einzeldisziplinen stellen die beschriebenen Verbesserungen keine Quantensprünge dar, in der Summe bringt der Palmer den Young aber auf ein eindeutig höheres Qualitätslevel.

Diese gehörten Files wurden von der Classic Records Gold-CD gerippt. Das Ausgangsmaterial dafür war ein nicht wirklich makelloses Mastertape respektive eine Kopie davon
Diese gehörten Files wurden von der Classic Records Gold-CD gerippt. Das Ausgangsmaterial dafür war ein nicht wirklich makelloses Mastertape respektive eine Kopie davon
Das ist auch bei Schostakowitschs „Polka‟ nicht anders: Hier zaubern die Akkus die Illusion von mehr die Instrumente umgebender Luft hervor und lassen die Klangfarben kräftiger und vor allem wärmer strahlen. Die Melodien kommen spielerischer, tänzelnder daher: Rhythmisch wird das Stück einfach einen Tick spannender. Trotz des mitreißenden Flusses der Musik erscheint die Wiedergabe aber keineswegs weichgespült: Impulse erklingen ein wenig schroffer, und das Rauschen und -rumpeln des alten Bandes, das der Überspielung zugrunde liegt, ist dank besserer Auflösung deutlicher zu vernehmen. Mit dem Palmer Power Plant hört man einfach mehr.

 

STATEMENT

Es bleibt dabei: Wer seinem Young kein Squeeze-upgrade-Netzteil spendiert, handelt grob fahrlässig, denn die nötige Investition steht in einem verboten günstigen Verhältnis zum klanglichen Zugewinn. Und dies gilt unabhängig davon, wie gut der Rest der Kette ist, in der der Young spielt. Auch das Preis/Leistungsverhältnis des Palmer ist ausgesprochen kundenfreundlich – aber das umso mehr, je weiter die Anlage, in der er eingesetzt wird, dem Mittelmaß entwachsen ist. Mir erscheint der PPP schlicht unverzichtbar.
GEHÖRT MIT
Computer iMac 27‟, 3.06 GHz Intel Core 2 Duo, 8 GB, OS X Version 10.6.7
D/A-Wandler M2TECH Young mit Squeeze-Netzteil
CD-Laufwerk Wadia WT3200
Audioplayer Amarra 2.3
Vorverstärker Brinkmann Marconi
Endstufe Brinkmann Monos
Lautsprecher LumenWhite DiamondLight Monitors
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, AudioQuest Coffee (USB), Audioplan Powercord S
Zubehör PS Audio Power Plant Premier, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Audio Exklusiv d.C.d Feet, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus

 

HERSTELLERANGABEN
M2TECH Palmer
Ausgangsspannung 15 V Gleichstrom
Ausgangsstrom 1 A (Spitze)
Ladezeit 3,5 Stunden (+/-0,5 Stunde)
Kapazität 4,4 Amperestunden
Maße (H/B/T) 50/200/200 mm
Gewicht 2 kg
Preis 800 Euro

 

HERSTELLER
M2TECH Srl
Anschrift Via Giuntini, 63 -
Incubatore Polo Tecnologico
I-56023 Navacchio di Cascina (PI)
Italy
Telefon +39 (0)50 7519600
Fax +39 (0)50 754707
Internet www.m2tech.biz

 

VERTRIEB
digital-highend
Anschrift Higoto GmbH
Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon +49 201 832 5825
E-Mail info@digital-highend.com
Internet www.digital-highend.de

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