Die Qualität des Stromnetzes nimmt durch den Einsatz von Schaltnetzteilen, Energiesparlampen und Ethernet ab, was sich auf die Leistung von Audiosystemen auswirkt. Daher sollte man für empfindliche audiophile Anlagen einen geeigneten Netzfilter mit DC-Blocker zu verwenden. Ein Spitzen und Überspannungsschutz ist ebenfalls erforderlich.
Der X-Power ist ein Netzfilter mit einem Eingang und einem Ausgang im klassischen Musical Fidelity X-Profil. Er enthält drei Hauptblöcke:
Auf dem heutigen Markt findet man einen Netzfilter mit all diesen drei Elementen nur selten, insbesondere in dieser Preisklasse. Das Hauptgehäuse besteht aus einem einteiligen Aluminiumstrangpressprofil für besten Schutz vor elektromagnetischen Störungen. Die Vorderseite ist mit einer wunderschön gebürsteten Aluminiumfrontplatte verkleidet, und auf der Rückseite befinden sich hochwertige Ein- und Ausgangsbuchsen.
Spitzen und Überspannungsschutz
Überspannungsschutzgeräte schützen elektronischen Geräte vor Schäden durch Spannungsspitzen, sorgen für Sicherheit und ersparen möglicherweise kostspielige Reparaturen oder Ersatzanschaffungen. Das mehrstufige Design des X-Power umfasst zwei Überspannungsschutzstufen, eine am Anfang und eine ganz am Ende. Spannungsspitzen können durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, darunter Blitzeinschläge, Schwankungen im Stromnetz oder plötzliche Änderungen der elektrischen Last. Der X-Power leitet überschüssige Spannung von den angeschlossenen Geräten ab und verhindert so, dass sie die wertvollen Audiogeräte erreicht und beschädigt.
EMI/RFI-Filter
Der Einsatz von EMI- (elektromagnetische Interferenz) und RFI- (Hochfrequenzinterferenz) Filtern dient dazu, unerwünschte elektromagnetische und hochfrequente Störungen zu unterdrücken, was zu saubereren und präziseren Audiosignalen führt. Dies kann dazu beitragen, die Audioqualität zu verbessern, Rauschen zu minimieren und Verzerrungen zu verhindern. Der X-Power verwendet einen maßgeschneiderten EMI-Filter, der aus zwei Gleichtaktdrosseln mit Gleichtakt- und Differenzmodenkondensatoren besteht, gefolgt von einer weiteren Stufe des Überspannungsschutzes. Durch die kontinuierliche Arbeit an den Filter hat Musical Fidelity erstaunliche Ergebnisse erzielt: Bereits bei 100 Kilohertz liegt die Dämpfung sehr nahe bei -60 Dezibel und ab 600 Kilohertz unter -70 Dezibel. Bei 1 Megahertz werden mehr als -80 Dezibel erreichen. Solche Werte sind absolut einzigartig.
DC-Blocker
In empfindlichen Audiosystemen ist es wichtig, unerwünschte Gleichstromverschiebungen (unerwünschte Gleichspannung oder -strom, die einem Wechselstromsignal überlagert sind) aus dem Wechselstromsignal zu entfernen. Gleichstromverschiebungen können Verzerrungen, Sättigungen oder andere unerwünschte Effekte in Audiosystemen verursachen, was wiederum zu Problemen bei der Übertragung von Audiosignalen führen kann. Der X-Power verwendet ein sorgfältig entwickeltes Netzwerk aus Dioden und Elektrolytkondensatoren, um Gleichstromkomponenten effektiv zu blockieren und gleichzeitig Wechselstromkomponenten durchzulassen. Selbst eine geringe Gleichspannung kann den Kern eines Leistungstransformators sättigen, was zu hörbaren mechanischen Vibrationen und einer Verringerung des Wirkungsgrads des Transformators führt. Es ist zu beachten, dass Gleichstromblocker nicht zur Standardausstattung aller Verstärker oder Vorverstärker gehören, um sicherzustellen, dass das Ausgangssignal frei von Gleichstromversatz ist. Dies macht den X-Power zu einer unverzichtbaren Ergänzung für jedes Audiosystem!
Ein- und Ausgänge
Eingang: IEC C14 10A Buchse
Ausgang: Schuko Buchse - auch verfügbar mit US, UK oder AUS Buchse
Spezifikationen
Eingangsspannung: AC 110-240V 50/60Hz
Nennbelastung: 10A
RFI Abschwächung: > 60dB @ 100kHz, > 80dB @ up 1MHz
DC-Blocker: bis zu 2V
Allgemeine Informationen
Maße (BxHxT): 108 x 105 x 274 mm
Gewicht: 2,29 kg netto / 2,58 kg in Verpackung
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Vertrieb
Audio Tuning Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Margaretenstraße 98 1050 Vienna/Austria |
| Headquarter | Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf Analogweg 1 2130 Mistelbach/Austria |
Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern.
Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten, die eigene Haptik des Vinyls und die visuelle Erscheinung der großen Cover haben doch etwas ganz Besonderes, wenngleich das digitale Streaming für mich vor allem Vorteile in der Bequemlichkeit der Bedienung bietet. Trotzdem oder vor allem ist der analoge Klang einer Schallplatte oder eines Tonbands meiner Überzeugung nach immer noch dem Klang der digitalen Kette überlegen. Nun kommt mit dem Takumi TT level 2.1DC ein Plattenspieler zu mir ins Haus, der mit seinem schlichten und eleganten Design schon von vornherein viele Anhänger gewinnen wird. Doch nicht nur das Design des Takumi ist ansprechend, sondern auch in Hinblick auf die Verarbeitung und inneren Werte weiß er überzeugen. Doch dazu später mehr. Der Plattenspieler wurde in den Niederlanden entwickelt und wird in China hergestellt. Doch er trägt einen japanischen Namen, wie kommt es dazu? Takumi bezeichnet einen Handwerker, der sein Metier mit Meisterschaft und Exzellenz beherrscht. So strebt Rik Stoet mit seinen Plattenspielern eine Verbindung dieses japanischen Handwerks-Ethos mit klarem Design und durchdachter Konstruktion an, um eine exzellente Musikwiedergabe mit maximaler Klangtreue zu erreichen. Solche Qualitätsansprüche sind aber bei hiesigen Produktionskosten schlicht nicht preisgünstig realisierbar. Deshalb findet die Fertigung des Plattenspielers bei einem chinesischen Spezialisten statt, der Stoets Präzisionsanforderung erfüllt: Die Toleranzen sollen unter einem hundertstel Millimeter liegen.

Neben dem eigentlichen Plattenspieler brachte mir Karsten Franzen vom 3H-Vertrieb noch insgesamt vier verschiedene Abtast-Systeme und zwei Netzteile zum Testen mit. Dies verleitete mich dazu, dem Plattenspieler gedanklich einen zweiten japanischen Namen zu geben: Enso. Enso ist das japanische Wort für Kreis. Versucht man, einen Kreis zu zeichnen, ist dieser nie perfekt – eine beliebte Übung unter Zen-Mönchen, die es immer wieder von Neuem versuchen. Den Takumi Plattenspieler kann man in seiner Grundversion bereits für circa 1800 Euro erwerben, das ist für einen Plattenspieler dieser Güte wirklich günstig. Möchte man aber einen Mehrwert an Klang erzielen, kann man von den zahlreichen, von Rik Stoet und dem 3H-Vertrieb angebotenen Upgrade-Möglichkeiten Gebrauch machen. In der letzten Ausbaustufe ist der Kreis dann perfekt und man nimmt die Takumi-Meisterschaft wahr, die in dem Plattenspieler steckt.
Das Chassis besteht aus Acryl und definiert die Positionen der Tonarmbasis, des Tellerlagers, des Antriebsmotors und der zu seiner Regelung notwendige Elektronik nebst Bedienelementen. Bei einem Brettspieler wie dem Takumi TT level 2.1DC, ist es wichtig unerwünschte Schwingungszentren und Resonanzen nicht entstehen zu lassen respektive abzuleiten. Hierbei helfen die akustischen Eigenschaften von Acryl. Anders als in Holz oder Metall verteilen sich Schwingungen in Acryl völlig gleichmäßig. So werden Schwingungszentren und Resonanzen weitestgehend vermieden. Das ist wichtig, weil jeder Plattenspieler Vibrationen aufnimmt: Trittschall-Energie vom Untergrund, Luftschall-Energie von den Lautsprechern und Schwingungs-Energie von der eigenen Tonabnehmernadel. Ein Masselaufwerk begegnet dieser Energie mit der Trägheit seiner großen Masse, ein Subchassis-Plattenspieler mit seiner Federung – ein Brettspieler hingegen mit Ableitung und Dämpfung. Das Acryl als starker und stabiler Werkstoff ist akustisch in der Lage, die Energie aufzunehmen und zu dämpfen, was für Ruhe und Souveränität sorgt. Zudem ist Acryl kostengünstig und leicht bearbeitbar. Ein Bonus ist unbestreitbar das schicke und stylische Aussehen. Das zwei Zentimeter dicke Acryl-Chassis gibt es in transparent oder schwarz eingefärbt. Der Plattenteller wiederum ist aus ungefärbten aber satiniertem Acryl hergestellt. Durch die Mattierung des Tellers wird die Sicht auf den unter ihm platzierten Motor und einen Teil der hinteren Elektronik- und Anschluss-Sektion geschickt kaschiert. Der nur gut ein Kilo wiegende Teller aus Acryl besitzt ähnliche Resonanzeigenschaften wie Vinyl. Durch den direkten Kontakt mit der aufliegenden Schallplatte stellen Teller und Tonträger quasi eine gemeinsame und dämpfend wirkende Masse dar. Bringt die sich bewegende Tonabnehmernadel nun die Schallplatte zum Schwingen, werden diese Vibrationen deshalb absorbiert und nicht Klang schädigend wieder zur Nadel reflektiert. Also bitte keine Matte zwischen Teller und Schallplatte bringen.

Rik Stoet setzt beim Takumi TT level 2.1DC auf einen Riemenantrieb, einen leisen Gleichstrommotor und eine intelligente Drehzahlregelung, um eine gleichmäßige und präzise Rotation zu gewährleisten. Ein Riemenantrieb hilft zu minimieren. Der Riemen des Antriebs soll feinste Motorvibrationen vom Plattenteller fernhalten und so das Störgeräuschniveau senken und die Klarheit der Wiedergabe verbessern. Der präzise, elektronisch geregelte Gleichstrommotor ist in einem eigenen, vom Chassis getrennten Gehäuse untergebracht und intern durch Dämpfungsmaterialien abermals beruhigt. Eine massive Metallhaube kapselt den Motor komplett ab – bis auf zwei Schlitze für den Riemen. Der Takumi verwendet ein Sensorsystem, das die Drehgeschwindigkeit des Tellers kontinuierlich misst, um Gleichlaufschwankungen zu reduzieren. Ein Magnetkranz unter dem Subteller arbeitet mit einem Hallsensor im Gehäuse zusammen, um in Echtzeit Geschwindigkeitsabweichungen zu korrigieren. Um den Anforderungen an Robustheit, Schwingungsresistenz und Laufruhe gerecht zu werden, ist der Subteller aus massivem Aluminium gefräst und präzise ausgewuchtet. Die Lagerachse besteht aus extrem harter und glatter Keramik. Dies ermöglicht eine besonders niedrige Reibung und soll Mikro-Vibrationen verhindern. Die Achse läuft in einem hochpräzise gefertigtem Lagergehäuse aus Messing und dreht sich auf einer Stahlkugel. Das weiche Messing und auch die Schmierung mit einem Spezial-Öl sollen abermals die Reibung reduzieren. Zur weiteren Schwingungsminimierung befinden sich zwischen Haupt- und Subteller Gummipuffer, die Mikrostöße absorbieren sollen. Ein kleiner O-Ring trennt die Spindel, die die Schallplatte zentriert, vom Plattenteller selbst. Dass soll verhindern, dass sich unerwünschte Energien direkt auf die Schallplatte übertragen.

Die Basis des Takumi TT level 2.1DC steht auf drei zylindrischen Metallfüßen. So ist stets ein fester Stand des Plattenspielers ohne Kippeln garantiert. Die Füße besitzen eine integrierte Schwingungsdämpfung. Es sollen einerseits Schwingungen, die über dir Stellfläche den Plattenspieler erreichen, ferngehalten, andererseits Vibrationen, die durch die Laufwerksmechanik selbst erzeugt werden, abgeleitet werden. Die Füße sind höhenverstellbar, so dass der Plattenspieler präzise waagerecht ausgerichtet werden kann. Für diese Ausrichtung ist eine Libelle in das Acryl-Chassis eingelassen – ein ebenso schickes wie smartes Feature. Apropos schick und smart: Die Umdrehungszahl-Wahl zwischen 33⅓ und 45 sowie die Motor-Abschaltung kann manuell über einen Hebel auf dem Chassis erfolgen – oder man steuert die Geschwindigkeit mit dem SpeedPod, einer kleinen externen Steuereinheit. Sie ist mit einem Kabel mit der Motorsteuerung verbunden und ermöglicht das einfache Umschalten zwischen 33,33 und 45, erlaubt aber ebenso feinste Justierungen in 0,01-Umdrehungen-pro-Minute-Schritten – ideal für ältere Schallplatten oder das präzise Abstimmen nach Gehör. Der SpeedPod fügt sich nahtlos in das Design des Takumi ein und lässt sich unter das Chassis stellen, falls er nicht benötigt wird.

Kommen wir nun zum Tonarm. Dieser wurde ebenfalls von Rik Stoet entwickelt. Für das steife und zugleich leichte Tonarmrohr wird dünnwandiges Titan verwendet. Mit 15 Gramm effektiver Masse ist der Neun-Zoll-Tonarm mittelschwer. Absolut ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist das aufwändige kardanische Lager des Arms mit vorgespannten Präzisionslagern. Diese sollen für extrem niedrige Reibung sorgen und praktisch kein Spiel besitzen, so dass sich der Tonabnehmer frei und exakt bewegen kann. Das am Rohr angesetzte Headshell ist durch eine Verschraubung fest fixiert. Gegenüber einer Lösung mit SME-Bajonettverschluss entfallen damit mechanisches Spiel und elektrische Kontaktübergänge auf dem Signalweg. Um weitere Kontaktübergänge zu vermeiden ist das Tonarmkabel des TT level 2.1DC intern verlötet und durchgeführt bis hin zu den Cinch-Steckern, die zum Anschluss an den Phono-Vorverstärker dienen.
Der Tonarm ist im Zusammenspiel mit dem Laufwerk und dem Abtastsystem sehr gut einstellbar. Die Höhe des Arms und sein vertikaler Abtastwinkel sind mit verschiedenen Verschraubungen am Lager ebenso anpassbar wie die Höhe der Tonarmlift-Bank. Der gut gedämpfte Lift senkt beim Umlegen des Lifthebels den Arm wunderbar geschmeidig und gleichmäßig Richtung Schallplatte. Zur Kompensation der Skating-Kräfte besitzt der Takumi eine berührungsfrei arbeitende magnetische Antiskating-Einrichtung. Die Auflagekraft wird statisch über das dreiteilige Gegengewicht eingestellt, das auf dem Tonarmrohr-Ende verschiebbar ist.

Werkseitig wird der Takumi level2.1DC mit einem bereits eingebauten und justierten Audio Technica AT3600L System geliefert. Mt diesem preiswerten MM-Abtaster wird jeder Takumi-Plattenspieler im Zuge des Qualitäts-Checks geprüft und justiert. Also fand der erste Hörtest mit diesem System statt. Das klang schon recht ordentlich, mit einer guten Durchzeichnung und einer frischen Wiedergabe der Musik. Im Bassbereich fehlen ein paar Prozent und auch in der räumlichen Abbildung besteht noch Verbesserungspotential. Zu einem Preis von rund 1800 Euro bekommt man hier ein komplettes Paket, das in so mancher HiFi-Anlage für Wohlklang sorgen könnte.

Für ein Mehr an Klang sollte man sich allerdings den Abtastsystemen von Takumi zuwenden. Rik Stoet hat in Eigenentwicklung gleich eine Serie von fünf unterschiedlichen Moving-Coil-Systemen herausgebracht. Diese können jeweils einzeln oder gleich im Bundle mit dem Plattenspieler erworben werden. So sind die Systeme entsprechen preisgünstiger zu bekommen. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Materialwahl des Nadelträgers, den Schliff des Diamanten und die Kupfer-Qualität der Spulen. Für diesen Test bekam ich drei der Systeme vom 3H Vertrieb zur Verfügung gestellt. Ich habe das AT-System aus- und das Kuro-System eingebaut und justiert. Das Kuro ist das zweitkleinste System der Serie. In seinem Aluminium-Gehäuse agiert ein elliptisch geschliffener Diamant, der ohne Einfassung direkt auf den Nadelträger geklebt ist, der aus Boron besteht. Der Nadelträger bewegt quadratische Spulen, deren Kupferdraht-Güte mit 4N OCC ausgewiesen ist: Also 99,99-prozentig reines Kupfer, das im „Ohno Continuous Casting“-Gieß-Verfahren hergestellt wurde, wodurch fast alle Korngrenzen im Kupfer beseitigt werden können.

Gehört habe ich den Takumi über den Roksan Artaxerxes X Phono-Vorverstärker, den Vorverstärker VTL TL 6.5, Quad II Röhrenmonos und Consensus Audio Lightning Lautsprecher. In dieser hochauflösenden Kette hört man deutlich den Unterschied zwischen dem Audio Technika und dem Takumi Kuro System. Zuerst legt Peter White mit dem Stück „If Ever“, erschienen auf dem Album Here We Go, los – und man erlebt genau jene agile, flotte und vitale Wiedergabe, die man mit einem Brettspieler assoziiert. Der Saitenartist aus dem kühlen Großbritannien huldigt dem warmen kalifornischen Sommersound. Peter White legt seine munteren, frei fließenden Gitarrenlinien über ein sanftes Streicherbett und wieselflinke Percussion. Alle Details werden mit dem TT level 2.1DC exakt wiedergegeben. Als zweites hörte ich Friedemann „Ein Samer Kauboj“ vom 2007 erschienen Album Saitensprung. Die nicht mehr ganz taufrische Aufnahme erfährt mit dem Takumi eine neue Lebendigkeit – für den Querfeldeinritt des „Ein Samer Kauboj“ hat Friedemann seine Gitarren „gebürstet, gesattelt und geritten“; sie klingen mit dem Takumi Kuro luftig, und die Aufnahme besitzt eine gute Tiefenstaffelung. Nach diesem schönen Hörerlebnis baute ich das Kuro aus und das Shiro ein. Dieses liegt preislich und klanglich in der Mitte der fünf Takumi MC-Systeme. Der Nadelträger ist ebenfalls aus Boron, der Diamant ist etwas feiner elliptisch geschliffen, der Kupferdraht der Spule besitzt eine Reinheit von 6N, also 99,9999 prozentig reinem Kupfer.

Die Qualität der Wiedergabe nimmt noch einmal zu. Zwar ist der Unterschied zwischen dem Kuro und dem Shiro nicht ganz so groß wie zwischen dem Audio Technika und dem Kuro, doch ist er bereits bei den ersten Takten von Gizelle Smith',„Agony Road“ auf dem Album Revealing, erschienen beim Label Jalapeno Music Publishing, zu hören. Die in Manchester geborene und aufgewachsene Sängerin/Songwriterin Gizelle Smith gelang als Leiterin der in Hamburg ansässigen Funk Band The Mighty Mocambos der Durchbruch. Kritiker und Musikliebhaber feierten sie sofort als „Golden Girl Of Funk“. Der spritzige und knackige Funk-Sound auf „Agony Road“ wird vom Takumi hervorragend transportiert. In Summe ist das etwas teurere Shiro im Vergleich zum Kuro höher auflösend, besitzt eine bessere Tiefenstaffelung und geht im Bassbereich etwas tiefer herunter.

Als letztes System kommt das Kin zum Einsatz. Es ist das zweitbeste System in der Takumi-Hierarchie. Es hat im Vergleich zum Shiro einen Nadelträger aus Rubin, alle weiteren Bauteile sind mit dem Shiro identisch. Aber wie soll es anders sein, dieser kleine aber feine Unterschied hat große Auswirkung auf den Klang: mehr Auflösung, eine breitere und tiefere Stereobühne, besser konturierte Höhen und Bässe. Es ist mit Abstand das beste System aus der Testreihe. Ich legte De-Phazz Jazz Quartet feat. Joo Kraus auf. Die live in Eltville in der Villa Belvedere rein analog hervorragend aufgenommene Platte wurde durch das Mastering von Christoph Stickel noch weiter veredelt und ist 2023 bei ATR erschienen. Ich möchte hier gar kein einzelnes Stück hervorheben, denn einmal aufgelegt lies ich die Platte laufen und erfreute mich an dem lebendigen und knackigen Sound. Nachdem ich Sie über die klanglichen Unterschiede von vier verschiedenen Abtast-Systemen informiert habe, sollte ich erwähnen, dass es für den Takumi Plattenspieler es noch eine weitere Upgrademöglichkeit gibt: ein besseres Netzteil. Von Werk aus wird der Takumi TT level 2.1DC mit einem recht einfachen Zwölf-Volt-Steckernetzteil ausgeliefert. Der Hamburger 3H Vertrieb bietet im Bundle mit dem Plattenspieler ein Powerupgrade mittels S-Booster BOTW P&P MK2 Netzteil für 320 Euro an. Schon oft wurde an dieser Stelle darüber berichtet, wie wichtig eine stabile und sauber Stromversorgung für eine gute Musikwiedergabe ist. Und auch hier macht sich der Wechsel des Netzteils sofort bemerkbar. Die Wiedergabe wird noch einmal knackiger und gewinnt vor allem an Größe und Schwärze. Etwas Klassik gefällig? Bitteschön, hier ist eine Aufnahme der Carmen Suite von Georges Bizet. Aufgeführt vom Royal Opera House Orchestra mit Alexander Gibson als Dirigent, erschienen auf dem legendären RCA Victor Lable. Gleich bei den ersten Takten des Prelude legt sich der Takumi dermaßen mächtig ins Zeug, dass man die Wucht des Orchesters geradezu körperlich spürt. Die Luftigkeit der gesamten Komposition wird vom Plattenspieler glaubhaft wiedergegeben, hier ist der leichte Brettspieler ganz in seinem Element.

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Gehört mit
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| Plattenspieler | Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager |
| Tonarm | Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern |
| Tonabnehmer | Benz Micro Glider |
| Phonostufe | Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil |
| Streamer | Melco N1 EX |
| D/A-Wandler | Mytek Manhattan II |
| Vorverstärker | VTL TL 2.5, VTL TL 6.5 II |
| Endstufen | QUAD II |
| Lautsprecher | Consensus Audio Lightning |
| Kabel | Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord |
| Zubehör | Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G |
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Herstellerangaben
Takumi TT level 2.1DC
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|---|---|
| Motor | Gleichstrommotor mit Hall-Sensor-Rückmeldung |
| Elektronische Geschwindigkeitsauswahl | Speedpod(0–33–45) |
| Plattenteller | Acryl, 1,15 kg, vom Subteller und der Achse entkoppelt |
| Tonarm | Titan, doppelt kardanisch gelagert, fest integriertes Headshell |
| Effektive Masse Tonarm | 15 Gramm |
| Ausgang | RCA L+R, fest angeschlossenes Kabel |
| Antiskating | magnetisch |
| Stromversorgung | externes Netzteil, 12 V DC |
| Abmessungen | 30 (B) x 327 (T) x 152–162 (H) mm |
| Gewicht | 8,1 kg |
| Lieferumfang | Netzteil, Acryl-Staubschutzhaube, Plattentellergewicht, Tonabnehmer Audio Technika AT3600L MM |
| Ausführungen | Schwarz: (EAN 8721161341017) / Acryl: (EAN 8721161341000) |
Tonabnehmer |
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| Aka MC | Aluminium-Nadelträger / sphärischer Schliff, Spule aus 4N OCC, Impedanz 5 Ohm, Frequenzbereich 20–20.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,3 mV, Kanaltrennung > 24 dB, Kanalbalance < 0,8 dB, Auflagekraft 1,4–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 16 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–470 Ohm |
| Kuro MC | Boron-Nadelträger / Nackter elliptischer Schliff 6/15 μm, Spule aus 4N OCC, Impedanz 5 Ohm, Frequenzbereich 20–22.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,26 mV, Kanaltrennung > 25 dB, Kanalbalance < 0,5 dB, Auflagekraft 1,6–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 13 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–470 Ohm |
| Shiro MC | Boron-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 20–25.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,26 mV, Kanaltrennung > 26 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,6–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 13 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm |
| Kin MC | Rubin-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 15–25.000 Hz ±2 dB Ausgangsspannung 0,28 mV, Kanaltrennung > 28 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,6–2,0 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 15 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm |
| Myo MC | Saphir-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 15–28.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,28 mV, Kanaltrennung > 28 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,3–2,0 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 16 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm |
Preise |
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| Takumi TT level 2.1 DC | 1.800 Euro (inkl. Audio Technika AT3600L MM) |
| Level 2.1 DC Inklusive Tonabnehmer im Bundle | Aka MC 2.150 Euro Kuro MC 2.500 Euro Shiro MC 3.000 Euro Kin MC 3.500 Euro Myo MC 4.150 Euro |
| Power Upgrade | S-Booster BOTW P&P MK2 12V@3A; Netzteil 320 Euro (nur im Bundle) |
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Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
| mika.dauphin@drei-h.biz | |
| Telefon | +49 40 37507515 |
Der Titel bezieht sich auf die folgende Fotogeschichte. Sie dokumentiert den Aufbau einer Hyperion und lockert das Interview optisch auf, das ich mit Richard Rudolph, dem neuen Geschäftsführer von Acapella Audio Arts, und Marc Lindike, dessen Firma Unbelievable Audio ab sofort für den weltweiten Vertrieb der Schallwandler aus Duisburg zuständig ist, führte.
Dirk Sommer: Heute ist ja der Tag, wo zum ersten Mal die neue Struktur von Acapella greift. Die Besitzverhältnisse haben sich geändert. Richard, erzähl doch bitte mal, wie es dazu gekommen ist.
Richard Rudolph: Also, ich bin von klein auf in die Firma reingewachsen. Mein Vater hat mich da schon als Kind mit einbezogen. Wir hatten immer mehrere Lautsprecher zu Hause, unter anderem eine Campagile und auch eine Celesta. Mein Vater hat mich auch schon früh zu Kunden mitgenommen. Ich habe ihn gern begleitet. Ich fand es einfach schon immer interessant, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe dann erstmal eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht und bin dann mit 19 wieder in den Betrieb zurückgekehrt. Dort habe mich in alle Produkte reingearbeitet und angefangen, mich wirklich in die Entwicklung reinzuknien. Erst habe ich das Thema mehr begleitet, dann aber bei immer mehr Facetten Verantwortung übernommen. Stück für Stück habe ich die ganze Produktpalette überarbeitet. Ich habe jeden einzelnen Lautsprecher vom Acapella schon einmal gebaut. Vor sieben Jahren haben wir uns dazu entschieden, dass ich Teilhaber der Firma werde. So hat es sich dann ergeben, dass ich immer mehr Aufgaben übernommen habe, im Vertrieb, wie auch in der Fertigung und Entwicklung. Die ältere Generation, Hermann Winters und mein Vater, hat sich dann so nach und nach immer weiter zurückgezogen. Wir haben uns gemeinsam entschlossen, die vertrieblichen Strukturen zu verändern, um das Unternehmen weiter nach vorne zu bringen. Da muss man mit der Zeit gehen. Ich persönlich muss mich auf das Thema Entwicklung und Fertigung konzentrieren können, weil es einfach mein komplettes Arbeitspensum beansprucht. Vor anderthalb, zwei Jahren ist Marc Lindike dazugekommen und hat dann den saudi-arabischen Vertrieb übernommen. Wir haben viele Gespräche geführt und uns dazu entschieden, dass er den Vertrieb für Acapella übernimmt, damit ich mich auf Fertigungen und Entwicklung konzentrieren kann. Wir werden den Direktverkauf einstellen und klare Strukturen etablieren, um das Unternehmen in die Zukunft zu bringen.
DS: Acapella steht also ab sofort unter deiner Führung?
RR: Ja, unter meiner Führung. Aber die ältere Generation unterstützt und berät mich noch im Hintergrund.
DS: Du hast gesagt, dass Du jedes Lautsprechermodell schon mal gefertigt und den größten Teil der Produktpalette schon überarbeitet und modernisiert hast. Wie bist Du dann darauf gekommen, Elektronik zu entwickeln?
RR: Ich hatte damals mein Maschinenbaustudium beendet und viele Lautsprechermodelle in allen möglichen Variationen gebaut und viele Versuche gemacht. Ich kam aber nie über einen gewissen Punkt hinaus, weil jede Elektronik von jedem Entwickler einen bestimmten Klang hat, eine bestimmte Art der Abstimmung, und sich auch jede Version wieder in eine andere Richtungen entwickelt. Zu Hause habe ich bei niedrigen Lautstärken gerne mit Röhrenverstärkern gehört, weil die halt total melodisch, schön klingend und fließend spielen. Wenn ich perkussive Sachen mit viel Dynamik hören wollte, habe ich dann auch Transistorverstärker benutzt. Daher wollte ich eine Kombination aus beidem, eben einen Hybridverstärker bauen. Angefangen hat es in Zusammenarbeit mit Lorenz Martensen, der auch Verstärker als Hybridgeschichten gebaut hat. Später habe ich dann angefangen, mit einem kleinen Team von Mitarbeitern zusammen eigene Schaltungen zu entwickeln. Und da sind dann diese Geräte raus entstanden.
DS: Hast Du Dir Dein elektronisches Wissen autodidaktisch erarbeitet?
RR: Ja, bei mir war es autodidaktisch. Ich arbeite aber auch eng mit einem Kollegen zusammen, der einen Master in Nachrichtenelektronik hat. Wir entwickeln die Verstärker gemeinsam.
Marc Lindike: Der eine bringt das Gefühl und die Musikalität mit und der andere das nötige technische Rüstzeug, so dass es dann insgesamt klappt.
DS: Wann hast Du mit dem Bau der Verstärker begonnen?
RR: So circa vor vier, fünf Jahren ich weiß es nicht mehr so genau. Im Laufe der Entwicklung des Hyperions haben wir auch gleichzeitig die Verstärker entwickelt, weil wir da die Leistungsreserven einfach brauchten, um die größeren Systeme von uns anzutreiben.
DS: Gibt es irgendwas, was du jetzt grundsätzlich anders machen möchtest, vielleicht irgendeinen einen Klangbereich, wo du sagst, das ist eher das alte Acapella und nicht so meins?
RR: Ich habe die ganzen Produkte ja mitentwickelt und stehe da auch voll hinter: Die Lautsprecher bleiben erstmal bis auf kleine Änderungen, so wie sie sind.
ML: Ich glaube, für die meisten Lautsprecher, die jetzt aktuell im Programm sind, hat Richard die Weichen, die Chassis und die Entwicklung sowieso schon gemacht. Die Grundkonstruktion stammt von Alfred. Die Hornform stammt vom Alfred. Und die ganzen Weichen, Abstimmungen und Feinabstimmungen der letzten Modelle, hat, soweit ich das mitbekommen habe, sowieso schon Richard gemacht. Das heißt, die Lautsprecher der aktuellen Generation, die wir jetzt kennen, tragen schon Richards Handschrift.
RR: Bei einigen Lautsprechern habe ich aber auch die Konstruktion übernommen: Bei der Hyperion war ich federführend. Die habe ich in 3D gezeichnet, durchkonstruiert und komplett von A bis Z durchentwickelt. Die Hornform habe ich natürlich übernommen.
ML: Das Sphäron hast Du überarbeitet, die Cellini hast du überarbeitet, während Du die Hyperion komplett selbst entwickelt hast.
RR: Ja, Einmal durch die ganze Produktpalette.
DS: Ich habe nur die Harlekin 2 gehört und fand, dass sie schon anders klingt, als ich es von den früheren Acapellas kenne. Einfach schneller, mit viel mehr Gewicht auf Transienten. Und das kam meinen Hörgewohnheiten sehr entgegen.
ML: Also die Harlekin 2 hat Richard abgestimmt, die Harlekin 1 Alfred.
RR: Das baut natürlich alles aufeinander auf. Ich breche ja nicht mit allen Grundlagen. Ich kenne die ganzen Schaltungen der Acapellas. Ich konnte sie komplett durcharbeiten und baue ständig auf dem Niveau auf und versuche halt, weiterzukommen.
DS: Also mir fiel eine klare Verbesserung bei Geschwindigkeit, Impulsen und Transienten auf: Da hat sich einiges getan.
ML: Du magst, glaube ich, Lautsprecher, die schön aus dem Grundtonbereich heraus spielen
DS: Ja, aber das ist für mich eigentlich typisch Acapella. Die haben nie zischelig oder Hochton-betont gespielt.
RR: Ich finde, die Musik muss halt auf einer Basis aufbauen. Ich habe besondere Weichenkonstruktionen entwickelt, die eine symmetrische Faltung zwischen den Chassis erlauben und die Phase möglichst wenig drehen. Wir haben Simulationen, die uns da weitergeholfen haben, aber zum Schluss entscheidet immer noch mein Gehör.
DS: Mich überrasch nicht, dass Du lieber über symmetrischen Faltungen zwischen den Schaltungen sprichst. Aber heute interessiert mich mehr, was sich an der Struktur bei Acapella geändert hat. Was passiert im Vertrieb? Und dann gibt es ja auch noch dieses große Hornsystem, das wir auf der High End gesehen haben. Wie hängt das alles zusammen?
ML: Es war während der Entwicklung der Hypersphere, als ich mit Alfred intensiver in Kontakt gekommen bin, und zwar durch meine Vergangenheit im arabischen Raum. Ich habe dann von dem Projekt erfahren, mit dem Alfred sein Lebenswerk krönen und alles, was er an Wissen hat, endlich einmal ohne Kompromisse in einen Lautsprecher stecken möchte. Ich fand das Projekt so toll, dass ich dafür meine Zeit aufgewendet habe und ihn unterstützt habe, weil ich voll hinter dem Projekt stehe. Alfred hat dieses hypersphärische Horn in dieser lustigen Form jetzt ja zu Ende entwickelt und wollte mal einen Lautsprecher bauen, ohne Kompromisse, ohne sich um irgendwelche Vernunftthemen kümmern zu müssen. Mit dem Erscheinen dieses Lautsprechers, der der letzte Lautsprecher sein wird, der das alte Acapella-Logo trägt und unter der Schirmherrschaft vom Alfred entstanden ist, wird die Firma an Richard übergeben, was jetzt hier stattgefunden hat: Richard ist seit 16 Stunden alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer von Acapella und kann aus der zweiten Reihe, aus der er sich ja schon die letzten Jahrzehnte in Acapella eingebracht hat, jetzt endlich in die erste Reihe treten. Acapella wird ein Familienunternehmen bleiben.
Da Richard aber auch nur ein Mensch ist, und ganz vieles entwickelt und gebaut werden muss, freue ich mich, dass ich ihn unterstützen darf und die Kundenkontakte, das Marketing und die Händlerbetreuung für ihn übernehme. Ich kümmere mich um den Neustart mit einem neuen Händlernetz und neuen Vertrauensbeziehungen zu den Händlern, um aus unserem neuen Showroom in Isen durchzustarten, damit Acapella endlich sowohl national als auch international in die Wahrnehmung und Wertschätzung bekommt, die die Produkte verdienen.
DS: Für mich haben die das immer schon. Wie gesagt, ich kenne die Firma seit 1978 oder 1979. Acapella ist eine Legende unter High-End-Fans.
ML: Ja, Acapella ist für, ich sag mal, um Deutschland angesiedelte Experten eine absolute Spitzenfirma. Wenn man aber Leute fragt, die sich einfach nur für Musik interessieren oder für tolle Stereoanlagen, käme kein Mensch aus der Nicht-Audio-Szene auf die Idee, nach einem Acapella-Lautsprecher zu fragen. Und es gibt so viele Leute auf der Welt, die sich einen Acapella-Lautsprecher leisten könnten, die den Platz haben, die das Geld haben und die gar nicht wissen, wie viel Live-Haftigkeit in der Musik sie verpassen. Von daher habe ich zwei Ziele: Das eine ist, die Leute dazu zu bringen, rauszufinden, wie viel Musik bieten kann, wenn man sie zu Hause hört. Das andere, unsere Händler dabei zu unterstützen, dass sie möglichst viele von diesen Menschen erreichen und einfach dieses Live-Gefühl von Musik bekannter machen.
DS: Wie heißt deine Firma?
ML: Sie heißt Unbelievable Audio GmbH. Ich arbeite als Distributor. Das heißt, ich beliefere keine Endkunden, sondern ich übernehme ausschließlich die Betreuung von Händlern und von sehr großen Projekten. Und ich glaube, dass wir gemeinsam mit dem jetzt wachsenden Händlernetz Acapella so breit aufstellen können, dass es die Bekanntheit bekommt, die es verdient.
DS: Kannst Du ganz kurz was zu deinem beruflichen Werdegang sagen?
ML: Ich bin eigentlich IT-ler und bin über die IT und IT-Sicherheit, für die ich immer noch ab und zu tätig bin und einspringe, wenn Not am Mann ist, im Mittleren Osten mit sehr, sehr großen Projekten und mit ganz, ganz viel High-End-Equipment in Verbindung gekommen. Ich habe in den letzten Jahren ungefähr die Hälfte meiner Zeit mit IT verbracht und die andere mit allem, was es so auf dem Markt an High-End-Equipment gibt. Ich habe in den Projekten, in denen ich gewesen bin, dafür gesorgt und mitgeholfen, dass die Komponenten richtig installiert, in Betrieb genommen und ausgerichtet werden. Und dadurch ist mein alter High-End-Virus wieder erwacht.
Durch den Kontakt mit Alfred und dem Hypersphere-Projekt habe ich mich dann entschieden, die nächsten Jahre meines Berufslebens sehr intensiv mit der Familie Rudolf zu verbringen. Es macht einfach Spaß. Wir haben die Leidenschaft für Musik gemeinsam. Der eine kann das besser, der andere jenes. Richard kann sich auf seine Leidenschaft, die Entwicklung, die Musik, die Optimierung von Systemen und die Produktion konzentrieren. Als Maschinenbauer ist er dafür prädestiniert, die physische Produktion, die ja, nicht in China, sondern in Duisburg stattfindet, mit wirklich atemberaubender Qualität hinzubekommen. Ich versuche halt, die Beziehungen zu Händlern, zu Menschen, zu Musikliebhabern zu intensivieren und einfach Musik in die Welt zu kriegen.
DS: Welche Rolle spielt Isen dabei? Werden dort alle Acapella-Lautsprechermodelle zu hören sein?
ML: Leider nicht. In Isen, wie auch im Audioforum, das früher der Referenzraum war, streben wir an, aus jeder Produktreihe mindestens einen Vertreter vorführbereit zu haben. Wir werden die Lautsprecher in Isen durchwechseln. Wir haben dort vier Räume zur Verfügung, in denen wir jeweils ein bis maximal zwei Anlagen aufstellen können. Wir werden, je nachdem, welche Lautsprecher gerade frisch überarbeitet sind oder welche gerade besonders gefragt sind, dann die entsprechenden Modelle nach Isen stellen. Die restlichen Lautsprecher braucht Richard, um sie weiterzuentwickeln. Wir werden durch einen stetigen Austausch der meisten Lautsprecher sicherstellen, dass man alle Lautsprecher einmal in Isen hören kann. Gleichzeitig haben einige Händler Bereitschaft signalisiert, auch Systeme bei sich in den Showrooms aufzubauen und permanent vorzuhalten, so dass man dann in absehbarer Zeit praktisch alle Acapella-Lautsprecher irgendwo hören kann.
DS: Wann wird es dann soweit sein, dass man vier Modelle in Isen hören kann?
ML: Sobald wir von der Messe zurück sind. Wir haben nämlich zwei Lautsprecher dabei und haben auch die Vor-Endstufenkombination aus dem Showroom hierher transportiert. Die Ausstattung, die wir hier auf der Messe haben, kommt aus Isen. Ab nächster Woche werden wir eine Harlekin 2, eine La Campanella, eine High Cellini, einen Hyperion und die Hypersphere in Isen haben. Gemeinsam damit werden die großen Monoblöcke und die großen Vorstufe dort sein, hoffentlich bald ergänzt durch die Stereo-Endstufe, die in Kürze fertig ist, so dass wir fünf Acapella-Modelle ab übernächster Woche, also nach dem 12. Februar vorführbereitet in passenden Räumen haben werden. Die Räume werden jetzt am Anfang noch nicht perfekt sein, weil wir den Umzug in Phasen machen. Man wird schon jetzt sehr schön hören können. Aber der richtige große Umbauschritt, wo dann auch das Design und die Anmutung der Räume zu den Lautsprechern und zu deren Klasse passt, wird im Herbst diesen Jahres stattfinden. Wir schließen nochmal vier Wochen im Herbst, machen den Umbau und dann ist es nicht nur schön zum Anhören, sondern auch wirklich schön zum Ansehen. Wir haben festgestellt, dass vor allen Dingen bei den größeren Systemen die Integration in Wohnräume nicht immer einfach ist und arbeiten deswegen mit einem italienischen Architekturbüro zusammen, das auf Wunsch auch Kunden unterstützt, die Lautsprecher und die Systeme und die ganze Technik so zu integrieren, dass es auch schön anzusehen ist, damit eben dieser Zielkonflikt, will ich jetzt richtig Musik hören oder will ich, dass das das Wohnzimmer schön aussieht, möglichst aufgelöst wird. Und das wollen wir in Isen dann auch zeigen.
DS: Ich denke, wenn ich mir einen Lautsprecher im Preisbereich einer großen Acapella leisten kann, muss er nicht im Wohnzimmer stehen. Dann wird man noch andere Räume dafür haben.
ML: Ja, das ist ganz interessant: Viele unserer Kunden haben sehr große Apartments und viele unserer Kunden möchten mit den Lautsprechern auch wirklich täglich leben. Es gibt Kunden, egal ob jetzt die ganz Reichen oder die nicht so ganz reichen, die gönnen sich ein Musikzimmer, das dann akustisch optimiert wird und auf den Punkt gebracht wird. Aber viel mehr unserer Kunden sind sogar eher bereit, einen kleinen Kompromiss einzugehen, wenn sie dann ihre wunderschönen Lautsprecher auch Freunden und Familien als tägliche Begleiter zeigen können, statt sie irgendwo in einem Kellerraum wegzusperren. Es gibt beide Arten von Kunden. Überraschenderweise, was ich nie gedacht hätte, sind nicht selten die Ehefrauen vom Klang so fasziniert, dass sie sagen, die Lautsprecher sind ja eigentlich doch ganz schön. Wenn man das Umfeld passend gestaltet, dann kann das ja auch ganz nett aussehen. Lass' uns die doch mit ein bisschen neuer Einrichtung kombiniert einfach ins Wohnzimmer stellen.
DS: Wie lange muss man noch warten, bis man die Hypersphere perfekt hören kann?
ML: Jetzt hast Du einen wunden Punkt getroffen. Für einem High-End-Menschen wird es nie den perfekten Klang geben.
DS: Nein, aber im Moment ist der Raum, in dem sie stehen, ja noch ein Provisorium, vor allem von der Anmutung. Und vom Klang ist die Hyperion, wie ich finde, jetzt schon einen Schritt weiter als die Hypersphere. Da plant ihr ja sicher auch nochmal was. Gibt es da einen Zeitrahmen, laut dem ihr sagt, bis dahin soll es mal klappen? Wir können die hier üblichen Verzögerungen wie bei der Elbphilharmonie notfalls einrechnen…
ML: So lang wollen wir nicht warten. Wir haben die Hypersphere jetzt in einem Übergangsquartier stehen. Das wird man in den nächsten zehn Tagen noch ein wenig verschönern und auch akustisch noch ein bisschen überarbeiten. Dadurch bekommen Menschen, die die Hypersphere einfach mal hören möchten, die Gelegenheit, sie zu erleben. Denn das Erlebnis ist atemberaubend, sowohl von der Feinheit als auch von der Kraft, die diese Lautsprechern vereinen. Im Sommer werden wir die Entscheidung treffen, für welche der beiden Baualternativen wir uns entscheiden, um den Hypersphere ihren eigenen Raum zu bauen, wie es auch viele Kunden wohl tun werden.
DS: Ich glaube nicht, dass das viele Kunden tun werden: Es soll doch nur fünf Systeme geben.
ML: Richtig. Aber wir nehmen an, dass die fünf Kunden auch einen Raum für die Hypersphere bauen werden. Das werden wir auch tun. Doch jetzt in der ersten Phase hatte die Einrichtung von Martin Ludwigs HEC Store oberste Priorität. In der zweiten Phase wird Martin seine Kinos bauen, und wir werden das Penthouse oben einrichten. In der dritten Phase bekommt dann die Hypersphere gemeinsam mit ihrem Bass einen eigenen Raum, indem sie dann in voller Schönheit zur Verfügung stehen wird. Das wird vermutlich Anfang nächsten Jahres sein.
DS: Das hört sich sehr engagiert an.
ML: Genau. Aber wenn wir nicht auf den Anfang nächsten Jahres zielen… Nein, es ist tatsächlich so, dass wir in den nächsten Monaten die endgültige Entscheidung treffen wollen, welche der beiden Alternativen wir bauen. Und dann geht's los. Wenn Sie dann so richtig spielt, planen wir auch, Veranstaltungen anzubieten, wo interessierte Leute einfach mal zum Hören kommen können, auch wenn sie die Lautsprecher nicht kaufen werden. Wir finden nämlich, dass die Musik viel stärker Teil des Lebens sein sollte.
DS: Also einfach mal erleben, was geht, auch wenn man es sich nicht leisten kann.
ML: Richtig. Ich persönlich habe fast 35 Jahre davon geträumt, einen Acapella-Lautsprecher zu besitzen, nachdem ich als junger Mensch mit der Urform des Triolon in Berührung gekommen bin. Ich habe, wie gesagt, fast 35 Jahre gebraucht, bis ich mir dann den ersten Acapella-Lautsprecher kaufen konnte. Und ich habe es nie bereut, danach zu streben.
DS: Vielen Dank und viel Erfolg für Euer ambitioniertes Projekt.
Artikel über Hifi-Läden finden sich in hifistatement.net nur ausgesprochen selten, und gar nicht, wenn in ihrem Namen „Home Entertainment“ auftaucht. Aber für die Vielzahl der Studios im insgesamt 1780 Quadratmeter großen Gebäude mache ich gern eine Ausnahme. Ja auch, weil eines davon sehr viel mit meiner eigenen Hifi-Geschichte zu tun hat.
Der HEC Store heißt mit vollem Namen „Home Entertainment Concept Store“ und war seit mehr als 15 Jahren in München beheimatet. Ende des Jahres zog der Inhaber Martin Ludwig mit seinem Team in den rund 5800-Seelen-Ort Isen im Landkreis Erding im Osten Münchens um, wo sie einen repräsentativen Bau mit zwei Etagen bezogen. Hier gibt es nicht nur ungeheuer viel Platz für die 19 Verkaufsräume, zwei große Heimkinos und eine große Lobby, sondern auch eine bestens ausgestattete Küche für's Catering und Parkplätze in Hülle und Fülle. Martin Ludwig stellt seinen langjährigen Partnern, seien es Vertriebe oder Hersteller, jeweils einen Raum zur Verfügung, den sie nach eigenen Vorstellungen mit Geräten ausstatten könnten. Die Kundenberater des HEC-Stores werden dann mit diesen Komponenten vertraut gemacht, um alle Kunden kompetent beraten zu können. Auch spezielle Events der Hersteller und Vertriebe werden vom Team unterstützt.
Wer – wie ich – noch nie die Münchener Geschäftsräume besucht hatte, dürfte in den Studios in Isen erstaunt sein, wie viel Sorgfalt dort auf unauffällige akustische Maßnahmen, Designer-Möbel, möglichst unsichtbare Kabelverlegung und die Wohnraumverträglich der Anlagen gelegt wurde. Martin Ludwig verkauft seinen Kunden keine Hifi-Geräte, sein Ziel ist es vielmehr, intensives musikalisches Erleben mit harmonisch ins heimische Umfeld integrierten Komponenten möglich zu machen. Kein Wunder, dass im HEC-Store beispielsweise auch nach individuellen Wünschen gefertigte Racks zu haben sind. Hier geht es eher um ein Konzept für den Musikgenuss, statt einfach nur um technische Geräte.
Da die offizielle Eröffnung des HEC-Stores heute stattfindet, die Münchener Kollegen während der Woche ihren „richtigen“ Beschäftigungen nachkommen müssen und meine Gattin und ich auf dem Weg zu einer Präsentation in Dänemark sind, waren wir schon am Montagabend in Isen, um uns einen ersten Eindruck des neuen HEC-Stores zu verschaffen und ihn pünktlich zur Einweihung mit Ihnen zu teilen. Vor drei Tagen waren natürlich noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen und auch einige Ausstattungsdetails fehlen noch. In einigen Fällen dürfte das auch bei der Einweihungsparty noch so sein, da, wie Martin Ludwig erzählte, einige Zulieferer ihre Zusagen nicht einhalten konnten. Egal, dass der HEC-Store alles andere ist als eines der üblichen Hifi-Geschäfte und allemal einen Besuch wert, dürften auch die folgenden Bilder vermitteln.
Bliebe noch die Frage zu beantworten, was Home Entertainment mit meiner Hifi-Historie zu tun hat: gar nichts. Die Antwort liegt vielmehr in der dritten Etage des Gebäudes in Isen: Im rund 400 Quadratmeter großen Penthouse präsentiert Unbelievable Audio die Lautsprecher von Acapella. Und die haben mich schon zu Studentenzeit fasziniert. Damals und bis vor kurzem waren sie allerdings im Audioforum in Duisburg zu bestaunen und zu hören, was ich zuletzt vor sieben Jahren mit viel Freude getan habe. Wie Acapella, Isen und Unbelievable Audio zusammenhängen, erfahren Sie morgen an dieser Stelle in einem Interview, das ich nach den Norddeutschen Hifi-Tagen mit Richard Rudolph und Marc Lindike geführt habe.
HEC-Store
Martin Ludwig
84424 Isen, Bürgermeister-Hallwachs-Straße 8.
0178 / 7200273
Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität?
Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung, und zwar der integrierte Digital/Analog-Wandler des Deluxe. Der 400 Euro günstigere BT kommt ohne ihn daher, ist aber mit dem Bluetooth-Empfänger des Deluxe ausgestattet, auf den der noch einmal 100 Euro günstigere HP-10 auch verzichtet. Man mag sich fragen: Wozu ein Bluetooth-Empfänger in einem hochwertigen Kopfhörerverstärker? Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, diesen im Kopfhörerbetrieb zu nutzen. Nur: Der HP-10 ist in allen drei Varianten auch ein Vorverstärker mit symmetrischem XLR- und asymmetrischen Cinch-Ausgängen. Da kann ein Bluetooth-Eingang genau richtig sein, will man beispielsweise anlässlich einer Party mal vom Smartphone etwas über die Anlage zu Gehör bringen. Oder doch per Kopfhörer? Ja, wenn der TV- oder Video-Ton über Bluetooth ausgegeben wird. Dann vermittelt der Deluxe ein enorm detailreiches und vor allem räumlich spektakuläres Klanggeschehen. Dank Bluetooth aptx geschieht dies ohne Zeitverzögerung lippensynchron. Eingänge in Cinch und XLR ermöglichen auch das Durchschleifen des Musiksignals. So kann der HP-10 zum Beispiel hinter einem D/A-Wandler oder einem Phono-Vorverstärker als reiner Kopfhörer-Verstärker angeschlossen sein und das Signal von ihm zu einem Verstärker oder Vorverstärker weitergeleitet werden. Das ist erfreulich praxisgerecht, bedarf aber einer gleichartiger Verbindung: Man kann nicht von XLR auf Cinch oder umgekehrt durchschleifen.

Der HP-10 deluxe ein Kopfhörerverstärker besonderer Art, der sich von sämtlichen Mitbewerbern unterscheidet. Denn die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig und keineswegs Spielerei. Im Benutzerhandbuch – erfreulicherweise auch deutschsprachig – finden sich für sehr viele Kopfhörer Einstell-Empfehlungen. So ist der Benutzer nicht gleich überfordert. Selbstverständlich kann man jeden Kopfhörer auch ohne Nutzung der Optimierungen, also sozusagen den HP-10 pur hören. Es stehen vier Ausgänge zur Verfügung. Dies sind zwei unsymmetrische als 6,3- und 3,5-Millimeter-Klinke, sowie zwei symmetrische als XLR 4-Pin oder 4,4-Millimeter-Pentaconn. Die werden mittels der Fernbedienung oder am 6 mal 4,5 Zentimeter großen Touch-Display ausgewählt. Mehrere Kopfhörer gleichzeitig lassen sich nicht betreiben. Die Bedienung ist ebenso übersichtlich wie intuitiv und erfreulicherweise nicht in tiefen Menüs verschachtelt. Ein längerer Druck auf der Pegelsteller an der Front lässt ihn als Ein/Aus-Schalter agieren. Nach dem Hochfahren des HP-10 zeigt das Display die aktuellen Einstellungen. Durch kurzes Drücken und anschließendes Drehen des Lautstärkestellers erreicht man weitere Fenster wie „Options“ für die Auswahl der Helligkeit des Displays und die Zeitwahl für automatisches Abschalten. Das Fenster „Device Information“ gibt Auskunft über Seriennummer und Firmware, ein weiteres erlaubt den Reset auf die Werkseinstellungen. Zwischen den im Display angebotenen Einstellungen wählt man stets durch Wischen und Antippen, zum Beispiel bei der Wahl des Einganges oder Ausganges. Auch hat man auf der Studio Ebene die Wahl zwischen Stereo, Mono, nur Links, nur Rechts und Stereo seitenverkehrt, was manchmal zu Kontrollzwecken sehr dienlich sein kann. Das alles ist leicht getan, da auch die Fernbedienung eine begrüßenswerte, weil komfortable Alternative ist, da sie sämtliche ebenfalls Funktionen bietet. Die vom Benutzer gewählten Einstellungen der Studio-Ebene – drei sind möglich – lassen sich als Profil abspeichern und individuell benennen. Die Firmware meines Testgerätes war veraltet. Das Update erfolgt über die spezielle Service USB-Schnittstelle vom Windows oder Apple Computer. Dies bekommt man per E-mail aus Florenz umgehend zugeschickt, sobald man auf der Website ein Formular ausgefüllt und abgesendet hat. Alles nicht kompliziert und funktionierte sogar zwischen Weihnachten und Neujahr!

Der HP-10 deluxe kostet eine Stange Geld. Dafür bekommt man schon optisch einen beträchtlichen Gegenwert. Mein HP-10 ist schwarz und macht mit seinem dekorativ gestalteten Gehäuse einen wertvollen Eindruck. Auch die Bedienung über den runden Multi-Funktional-Schalter lässt Solidität spüren. Das Gold-Note-Logo wurde ansprechend integriert: einmal klein aber auffällig als goldene Plakette auf der Front und deutlich größer, aber dezent oben im Gehäuse. Hier erkennt man dann auch gut den mit einem Speer bewaffneten Bläser eines Cornu.
Beim Test habe ich einen Fehler gemacht. Aus purer Neugierde habe ich als erste Aktion den HP-10 deluxe mit dem optional erhältlichen und hier zum Testumfang gehörenden externen Netzteil Gold Note PSU-10 Evo betrieben, um auszuprobieren, was das Duo aus meinem betagten Denon AH-D2000 herausholen kann. Um gleich voll einzusteigen, wählte ich ein Preset eines aktuellen Denon-Kopfhörers aus der Vorschlagsliste. Was ich hörte war weit mehr, als ich jemals mit meinem D2000 im Urlaub oder über den Antelope Zodiac plus erlebt habe: Die gesteigerte Energie, mehr Volumen, schönere Klangfarben, verbesserte Detailstrukturen beeindruckten mich gleich mächtig. Jetzt bekam ich richtig Lust auf die Beschäftigung mit dem Gold-Note-Duo, erlebte dann aber gleich darauf einen Rückschlag, als ich den HP-10 deluxe ohne das externe PSU-10 Evo spielen ließ. Dieser Wechsel ist technisch ganz einfach möglich. Das zum Lieferumfang gehörende achtpolige Verbindungskabel zur Stromversorgung kann angeschlossen bleiben. Es ist übrigens sympathisch lang, so dass das Netzteil nicht direkt neben oder gar auf oder unter dem HP-10 platziert werden muss. Ein wenig Abstand kann mögliche Einstreuungen noch besser verhindern. Im Test standen die beiden einen Zentimeter auseinander auf der Acapella Basis, und es war kein Störsignal zu hören. Wenn beide Geräte eine eigene Leitung ans Stromnetz haben, braucht man nur den harten Netzschalter auf der Rückseite des PSU auf „Aus“ zu stellen. Nach einem Neustart läuft dann der HP-10 mit seiner eigenen Stromversorgung, die bei externer Stromspeisung ungenutzt bleibt. Der Zugewinn durch das PSU-10 Evo ist derart groß, dass ich mich nur wegen meiner Test-Disziplin zwang, ohne dieses zu hören. Das speziell für den HP-10 zur noch saubereren und stabileren Stromversorgung entwickelte PSU-10 Evo kostet 1.200 Euro, bietet dafür aber auch ein ebenso üppiges wie interessantes Innenleben, bei dem die drei Trafos sofort auffallen.

Ich habe in Florenz nachgefragt und erfuhr von Giovanni Rialti: „Die PSU-10 EVO verwendet ein Dual-Choke-Induktivfiltersystem in Kombination mit einer hochwertigen linearen Regelung und isoliert den HP-10 von Störungen, Ripple und Schwankungen aus dem Stromnetz. Das Ergebnis ist ein niedrigeres Grundrauschen und eine bessere Fähigkeit, Mikrodetails und feine musikalische Nuancen hörbar zu machen. Im Inneren befinden sich mehrere getrennte Transformatorwicklungen/Versorgungszweige, die jeweils unterschiedliche Bereiche des HP-10 speisen (analog, digital, Steuerung). Diese Trennung reduziert gegenseitige Beeinflussungen zwischen den Stufen und erhöht die wahrgenommene Dynamik sowie die Natürlichkeit – auch mit anspruchsvollen Kopfhörern. Mit angeschlossener PSU-10 EVO verfügt der HP-10 über eine größere Energiereserve und eine bessere Reaktion auf Transienten. Das führt zu mehr Autorität, Kontrolle und Stabilität, auch bei Kopfhörern mit geringer Empfindlichkeit und komplexen Lasten. Mit PSU-10 EVO bleibt die Leistung des HP-10 sowohl bei niedrigen Lautstärken (Details bleiben erhalten, Hintergrund wirkt „schwärzer“) als auch bei hohen Pegeln (weniger Verzerrung, mehr Kontrolle und keine Hörermüdung) auf höchstem Niveau. Die PSU-10 EVO ist ein integraler Bestandteil des modularen Gold Note Konzepts: sie macht den HP-10 skalierbar und bereit für künftige, noch anspruchsvollere Kopfhörer und gewährleistet stets sein volles Potenzial.“ Äußerlich besitzt das Netzteil das gleiche Gehäuse und die gleichen Proportionen wie der HP-10. Durch die dekorativ gestalteten Kühl-Schlitze schimmern jedoch keine roten LEDs wie beim HP-10. Die in die Front eingelassene LED zur Betriebsanzeige strahlt hier dezent blau statt grün beim Kopfhörerverstärker.

Der HP-10 ist ein durch und durch analog und doppelt mono aufgebauter Clas-A-Verstärker. Allein das Digitalteil ist davon ausgenommen. Dessen einziger Eingang ist ein USB-C, an den ich abwechselnd den Eversolo T8 oder den Antipodes Oladra angeschlossen habe. Diese digitale Sektion erledigt ihr Arbeit musikalisch auf hohem Niveau. Allerdings ist ein hochwertiger externe D/A-Wandler, wenn dieser bereits vorhanden sein sollte, möglicherweise die bessere Wahl. Jedenfalls spielte der HP-10 zusammen mit meine Holo Audio DAC für gut 6000 Euro oder auch mit der Plinius Phonostufe nochmals deutlich besser als mit dem integrierten DAC. Man sollte aber fair bleiben. Von einem integrierten D/A-Wandler für 400 Euro mit einem AKM AK4493 Chip darf man nicht die letzte Perfektion erwarten, und gemessen an seinem Preis, will ich dem integrierten Wandler im Deluxe ein dickes Kompliment machen. Wenn nicht das Bessere des Guten Feind ist, kann man mit ihm sehr gut leben und genüsslich in Musik schwelgen. Die Lautstärke wird analog über ein Festwiderstandsnetzwerk in Ein-Dezibel-Schritten geregelt. Für sehr viele gängige Kopfhörer finden sich Preset-Empfehlungen auf der Website. Dazu zählt auch die Wahl des Verstärkungsfaktors. In der höchsten Stufe kann der HP-10 bis zu zehn Volt bereitstellen. Da sollte ganz sicher auch für Leistungsfresser ausreichen.

Zuerst kombinierte ich den HP-10 allein imit meinem Oladra und dem Holo-D/A-Wandler – zweifach verbunden mit einem PAD Elementa per XLR und einen Wireworld Eclipse per Cinch. Ich hörte mich mit dem Final D7000 auf den HP-10 ein ohne eine der unter „Studio“ angebotenen Optionen zu nutzen. Für die ersten Vergleiche suchte ich die beiden ersten Titel, „Rusalka“ und die „Rheinnixen“, aus Fairy Tales von Regula Mühlemann mit den Chaarts Chamber Artists, weil die wunderschöne Stimme und die vielfältige, feine Instrumentierung dieser gelungenen Sony-Einspielung auch mehrfach hintereinander gehört ein Genuss sind. Pur, ohne eine Option in Studio zu aktivieren, klingt die Musik auffallend klar und sauber, keine Tonlage bevorzugend, präzise, konturenscharf und subjektiv extrem neutral. Das kann schon gefallen, wirkt aber relativ sachlich und auch ein wenig emotionsarm, sobald man das Studio-Profil aus der Vorschlagsliste für den Final 7000 erlebt. Für den werden drei Optionen zugeschaltet. Insgesamt sieht das Angebot wie folgt aus:
Es gibt vier Crossfeed-Alternativen. Hierbei wird das Stereosignal unterschiedlich gegen Mono gemischt, um von der für Kopfhörer typischen im Kopf-Lokalisation losukommen und das Musikgeschehen etwas mehr nach vorn zu holen. Die vier Abstufungen scheinen mir hier sehr gut gewählt, auch wenn sie nicht die Perspektive wie beim Lautsprecher-Hören simulieren können. Dies wird man, so meine Überzeugung, möglicherweise irgendwann mit weiterentwickelter Immersive-Technologie erreichen. Mit Crossfeed, wohl dosiert eingesetzt, wird die Darbietung homogener und stimmiger. Zusätzlich dazu kann man eine von drei verschiedene Harman-Kurven hinzufügen. Dazu schreibt Gold Note: „Die drei Harman-Modi H,M und L sind keine einfachen Klangregler oder grundlegenden Equalizer, sondern ausgefeilte analoge Optimierungen, mit denen sich jeder auf dem Markt erhältliche Kopfhörer feinabstimmen lässt. Basierend auf strengen wissenschaftlichen Untersuchungen zur menschlichen Frequenzwahrnehmung verbessern diese Einstellungen die Klangbalance und die Klangfarbenpräzision, ohne den charakteristischen Klang des Kopfhörers zu verändern.“ In der abgebildeten Grafik, können sie die Wirkung der Kurven auf den Frequenzgang sehen. Die drei Harman-Kurven lassen sich miteinander kombinieren, woraus sich sieben (H, M, L, H+M, H+L, M+L, H+M+L) unterschiedliche Möglichkeiten ergeben. Die Auswahl des Dämpfunsfaktors „Low“ oder „High“ wirkt sich auf das Einschwingverhalten der Treiber aus und darf ebenfalls nach Gusto gewählt werden, wobei der höhere Dämpfungsfaktor die Präzision im Bass steigert und der niedrigere ein etwas wärmeres Klangbild generieren kann. Dann haben wir noch den hoch interessanten „Super Flat Mode“, der einen absolut linearen Frequenzgang in den obersten Tonlagen gewährleisten soll, da er dem üblichen Höhenabfall entgegenwirkt. Weiterhin lässt sich unter „Studio“ die Phase um 180 Grad drehen.

Der Vorschlag für den Final D700 lautet Crossfeed 1, Harman H plus M. Der Dämpfungsfaktor bleibt auf der Grundeinstellung High. Dadurch gewinnt das Klangbild beachtlich an Farbe und Energie. Man muss beim Umschalten jedoch berücksichtigen, dass durch die Veränderungen sich auch die subjektive Lautstärke-Wahrnehmung ändert. Zweifelsfrei verbessern die Feinjustierungen die Musikalität, auch weil Regula Mühlemanns Gesang nun deutlich körperhafter erscheint und ihre Stimme besser fokussiert leicht nach vorn rückt. Schaltet man zurück, kommt einem das Klangbild regelrecht farb- und beinahe leblos vor. Man kann diese Profile jederzeit der gehörten Musik ein wenig anpassen, wie beispielsweise Crossfeed bei übermäßiger links/rechts Stereophonie intensivieren bis es gefällt. Oder was ich immer mal wieder gern zugeschaltet habe, war das Super Flat, weil dann vor allem bei Live-Aufnahmen die Atmosphäre der Location noch besser vermittelt wird. Mit dem hochwertigen Final D7000 gelang dies alles hervorragend und optimierte den Hörgenuss erheblich. Auch wenn die einzelnen Einstellungen für sich allein sehr fein agieren, bewirkt die richtige Kombination dann doch einen erstaunlichen Gewinn an musikalischer Qualität und steigert das Hörvergnügen enorm. Es gibt sicher andere exzellente Kopfhörerverstärker, die, möglicherweise dank Röhren, ein Schwelgen in der Musik erlauben. Der Gold Note HP-10 bleibt schon ohne Zusatznetzteil stets ehrlich und lullt niemals ein, sondern überzeugt durch feinsinnige musikalische Stimmigkeit, die emotional berührt. Wenn ich nun das asymmetrische Kabel des Final D7000 gegen ein gleichartiges symmetrisches tausche, gewinnt die Ordnung noch ein wenig an Exaktheit. Dadurch bekommen Stimme und Instrumente einen Hauch mehr Raum, der Bass tönt sauberer und alles klingt beschwingter. Jetzt schalte ich das PSU-10 EVO dazu erlebe eine sauberere, standfestere Darbietung mit verfeinerter Dynamik und artikulierterem Bass. Auch die hohen Tonlagen klingen eine Spur feiner. Alles erscheint jetzt noch ein wenig lebendiger und authentischer. Dem oben genannten Zitat von Giovanni Rialti schließe ich mich hinsichtlich der Klangvorteile gerne an. Er übertreibt nicht.

Wenn ich meinen Denon AH-D7200 und den Hedd D1 an den Antelope Zodic Plus anschließe, vermitteln die ein sehr unterschiedliches Hörerlebnis. Der Hedd spielt relativ nah, beinahe direkt am Ohr, der Denon deutlich weiter entfernt. Beides ist schön, aber eben anders: Mal gefällt der eine besser, mal der andere. Beim Anfang des ersten Satzes von Mahlers Symphony No.3 mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks macht das jedoch einen gewaltigen Unterschied. Der Denon staffelt erheblich differenzierter im Raum, während der Hedd, etwas überspitzt formuliert, schon fast aufdringlich wirkt. Am Gold Note wird dieser Unterschied bereits ohne jegliche Filter zu Gunsten des Hedd geringer. Durch entsprechende Wahl der Harman Kurven in Verbindung mit Crossfeed 1 verschwindet er beinahe gänzlich, und der D1 spielt frei, unaufdringlich und mit der ihm eigenen Klangfarbenpracht, die besonders bei Einzelinstrumenten oder Gesang geradezu betört.
Die beiden unterschiedlichen analogen Verbindungen vom D/A-Wandler zum HP-10, also XLR und Cinch, klingen unterschiedlich. Das Purist Audio XLR wärmer, das Wireworld in den Mitten vergleichsweise etwas zurückhaltend. Die geeignete Wahl der Harman Kurven gleicht auch dies weitgehend aus und führt zu einer Abstimmung, die meinen Hörvorstellungen perfekt entspricht. Nach diesen Versuchen bin ich überzeugt, dass mit dem HP-10 selbst mit nicht allzu kostspieligen Kopfhörern wie dem D1 und dem AH-D7200 fantastische Klangerlebnisse möglich sind. Da drängt sich der Gedanke auf, ob man nicht zuerst in diesen Gold Note investieren sollte, bevor man einige Tausender für einen noch höherwertigen Kopfhörer ausgibt. Das PSU-10 EVO ist das Tüpfelchen auf dem i, ein deutliches und süchtig machendes. Mit seinen Optimierungsmöglichkeiten ist aber der HP-10 deluxe auch ohne dies bereits ein technisches Werkzeug für musikalischen Hochgenuss.

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Gehört mit
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|---|---|
| Musik-Server/Player | Antipodes Oladra G4 mit Roon Server oder Eversolo T8 |
| Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| Digital/Analog-wandler | HoloAudio May Ketsuné Edition oder Antelope Zodiac plus |
| Plattenspieler | Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20 |
| Phono-Vorstufe | Plinius Koru |
| Kopfhörer | Denon AH-D2000, Denon AH-D7200, Final DX-6000, Final D-7000, Hedd D1, RHA T20 In-Ear |
| Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver Cinch, Purist Audio Design Elementa Advance XLR, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, MudraAkustik Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum OrangeSicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Levin Design Vinylbürste |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Herstellerangaben
Gold Note HP-10 deluxe
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|---|---|
| Kopfhörerverstärker | Klasse-A Dual/Mono |
| Frequenzgang | 20Hz-20kHz ± 0.3dB |
| THD | 0,015% bei 1kHz |
| Signal-Rausch-Verhältnis | 110dB |
| D/A-Wandler | AKM AK4493 |
| Bluetooth | 5.1 HD aptX |
| Crossfield | einstellbar: Vollspektrum oder Bässe, Mitten, Höhen |
| Analoger Equalizer | Harman Kurven und Superflat |
| Dämpfungsfaktor | einstellbar hoch oder niedrig |
| Phase | einstellbar 0 / 180 Grad |
| Infrarot-Empfänger | für multifunktionale Fernbedienungen |
| Kopfhörer-Ausgänge | 3,5mm Klinke unsymmetrisch; 6,3mm Klinke unsymmetrisch; 4,4mm Klinke symmetrisch; 4-Pin XLR symmetrisch |
| Line-Ausgänge | 1 x unsymmetrisch RCA; 1 x symmetrisch XLR |
| Analog-Eingänge | 1 x unsymmetrisch RCA ( 5Vrms maximal ); 1 x symmetrisch XLR ( 8 Vrms maximal ) |
| Digitaleingänge | USB-C bis zu DSD512, PCM 768kHz, Bluetooth 5.1 HD aptX |
| Kopfhörer-Ausgangsleistung | 10 Watt maximal |
| Netzspannungen | 100-240V, 50/60Hz |
| Leistungsaufnahme | maximal 25W |
| Sicherung | 3,15 AMP T |
| Fernbedienung | inklusive |
| Gehäuseausführungen | schwarz, golden, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche |
| Abmessungen (B/T/H) | 20 x 260 x 80mm |
| Gewicht | 3,5kg |
| Preise | HP-10 deluxe 2.390 Euro, HP-10 BT 1.990 Euro, HP-10 1.890 Euro |
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Herstellerangaben
Gold Note PSU-10 Evo
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|---|---|
| Technisches Merkmal | Vier-Schienen Audio-Netzteil |
| Spannungsregler | zwei ultra-rauscharme Spannungsregler |
| Maximale Schwankung der Ausgangsspannung | 0,05% |
| Leistungs-Rauschunterdrückung | >80dB |
| Reaktionszeit bei voller Leistung | <2,5µsec |
| Netzspannungen | 100-120V / 220-240V mit automatischer Erkennung, 50/60Hz |
| Gehäuseausführungen | schwarz, gold, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche |
| Abmessungen (B/T/H) | 20 x 260 x 80mm |
| Preis | 1.190 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
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Mit HighresAudio in JPLAY erhalten Audiophile Zugang zu einem Streaming-Dienst, der sich auf Studioqualität und verlustfreie Wiedergabe mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz konzentriert, einschließlich vollständig analysierter und verifizierter 24-Bit-Studio-Master. HighresAudio ist bekannt für strenge Qualitätsstandards und einen Katalog, der für Hörer entwickelt wurde, die Wert auf Authentizität und Klangtreue legen, einschließlich kuratierter Wiedergabelisten, Albumbeschreibungen und Künstlerbiografien.
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HighresAudio ist ein Musikshop, der ausschließlich hochauflösende 24-Bit-Downloads zum Kauf und Streaming per Abonnement von Aufnahmen mit der höchstmöglichen Abtastrate anbietet und alle Musikgenres abdeckt. Mit mehr als einer Million Titeln im Angebot bietet HighresAudio eine breite Palette an Musik für Hi-Fi-Enthusiasten und Musikliebhaber, die Wert auf Klangqualität legen und diese zu schätzen wissen. HighresAudio wurde von einem Team erfahrener, visionärer und begeisterter Musikexperten und Toningenieure in Deutschland gegründet. Das Team nutzt die technologischen Fortschritte in der Musikindustrie, um Musikliebhabern auf der Suche nach einem authentischen Hörerlebnis zu helfen. HighresAudio entwickelt auch innovative Dienste und Anwendungen und schafft damit neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten für Künstler, Labels und Hersteller von digitalen Audioprodukten.
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Zum zweiten Mal finden die Norddeutschen HiFi-Tage im Le Méridien statt. Zentral gelegen, leicht zu erreichen und mit modernen Räumlichkeiten ausgestattet, erweist sich das Hotel abermals als sehr angenehmer Austragungsort für die HiFi-Tage. Auch das zweite Jahr in Folge am gleichen Ort ließ bei mir keine Langeweile aufkommen.
Dieses Jahr hat mir das Gleichgewicht aus preisgünstigen und High-End-Systemen sehr gut gefallen. Viele der Aussteller haben sich Mühe gegeben, Abwechslung zu bieten und andere Konfigurationen, Marken und Produkte in den Fokus gerückt als noch im Jahr zuvor. So empfand ich die Messe, obwohl sich der Standort nicht, wie es für die HiFi-Tage in den letzten Jahren ja öfters der Fall war, verändert hat als frisch, unverbraucht und spannend. Ich hatte das Gefühl, dass noch mehr Aussteller geschlossene Vorführungen anboten. Genauso wie es Birgit Hammer-Sommer für den ersten Bericht schwergefallen ist, alle gewünschten Fotos zu schießen, machten auch mir die Vorführungen das Redakteursleben nicht leichter. Zumal bei einem Besuch aller Räume kaum die Zeit bleibt, allen Vorführungen meine vollumfängliche Aufmerksamkeit zu schenken. Für die Besucher jedoch war das intensive Erleben der Lieblingsmarke oder potenzieller neuer Komponenten auf diese Weise ein Segen. Diese Art der Vorführungen sorgte insgesamt für eine weniger hektische Messe. Zumindest schien es mir so, als herrschte trotz wirklich gut besuchtem Samstag weniger aufgeregtes Gedränge. Insgesamt war die Stimmung sichtlich gut.
Wie auf Hotelmessen üblich, waren eher weniger Hörräume akustisch optimiert. Überraschenderweise gab es dennoch kaum akustische Totalausfälle. Die Norddeutschen HiFi-Tage sind damit genau das Pendant, das Veranstaltungen wie die High End brauchen. Natürlich ist das Portfolio auf der High End um ein Vielfaches breiter, aber letztendlich wird dort ein Duell der Giganten ausgetragen. „Normale“ bezahlbare Systeme wie auf den HiFi-Tagen sind dort kaum mehr zu finden. Und genau das macht den Charme von Lokalmessen aus. So langsam scheint das Bewusstsein zu erwachsen, dass es nicht nur um die aufwendigste Technik, sondern auch ein Lebensgefühl geht, das nicht exklusiv sein muss. Gerade junge Marken und Gesichter der Branche scheinen sich darauf zurückzubesinnen. Um Musik geht es natürlich auch, obwohl gerade die Auswahl dieser auf Messen erschreckenderweise manchmal am uninspiriertesten ist – irgendetwas muss an dieser Messe ja noch zu verbessern sein. Wenn sich die Norddeutschen HiFi-Tage auch in den nächsten Jahren ähnlich lebhaft und abwechslungsreich präsentieren, kommen gute Zeiten auf uns zu.
Bei Lyravox gab es gleich zwei auf den ersten Blick nicht ersichtliche Premieren. Zum einen spielt der Karlson Mini Tower Monolith (42.000 Euro) das erste Mal überhaupt offiziell im Norddeutschen Raum. Auf der High End des letzten Jahres war er nur zu sehen, nicht zu hören. Für viele Besucher war es folglich ein Erstkontakt mit dem Dreiwege-Lautsprecher aus Kunststein. Für mich, der den Monolith schon recht früh in der Entwicklung hören konnte, gab es dennoch eine Überraschung: Der Karlson Mini Tower ist mit einem neuen Hochtöner ausgestattet: Optisch kaum, klanglich hingegen durchaus feststellbar. Accuton hat ein neues Membranmaterial entwickelt und auf den Namen Crystalid getauft. Es soll eine Härte von 7 auf der Härteskala nach Mohs aufweisen und somit härter als jedes zu verarbeitende Metall sein. Außerdem ist die Masse mit 2,4 Gramm pro Kubikzentimeter deutlich geringer als die Masse des sonst von Accuton verarbeiteten Keramikmaterials Al²O³. Obwohl der Hochtöner seinem Keramikpendant zum Verwechseln ähnlich sieht, sind neben dem Membranmaterial auch die Sicke, Aufhängung und Polplatten verändert. Außerdem hat der Hochtöner jetzt ein etwa 10 Zentimeter tiefes, auf Simulationen basierendes Rückvolumen. Es handelt sich folglich kaum um eine Weiterentwicklung des bisherigen Keramikmodells, sondern viel eher um eine Neuentwicklung. Lyrvox ist von diesem neuen Modell und Material derart überzeugt, dass es zukünftig die bisher üblichen Cell-Keramikhochtöner in allen Modellen ersetzen wird. Der Grad an unaufdringlicher Auflösung und Transparenz in dieser Kette wurde mit schwebender Leichtigkeit, fast beiläufig erreicht. Die Lautsprecher ließen die Musik sprechen, so dass Götz von Laffert in der Vorführung gar nicht speziell für das System geeignete Test-Tracks aussuchte, sondern einfach Seite für Seite spannende Platten laufen ließ. Der Bauer DPS 3 in aktueller Ausführung – für dieses Produktjahr wurde unter anderem das Lager erneuert und ist dank Modularität auch für bisherige DPS 3 nachrüstbar – für 9.700 Euro und Lyravox‘ eigener Phono-Vorverstärker LyraGroove (ab 17.600 Euro) haben sicher ihr übriges zu dieser wunderbaren Vorführung beigetragen. Hier ging es einfach nur um Musikgenuss – nicht mehr und nicht weniger.
Auch bei Audio Reference nahm man sich Zeit für geschlossene Vorführungen. Die Impedanz der Wilson Audios Alexx V beträgt in einigen Bereichen nur ein Ohm. Für VTLs Lohengrin mit acht HT88 stellte dies kein Problem dar. Im geräumigen Hörraum war nicht nur die High-End Anlage mit dCS Rossini APEX Player und SME Model 35 zu sehen. Wie schon im letzten Jahr war das mit Velodyne und Perlisten ausgestattete Heimkino zu erleben. In einer weiteren Kette spielte eine Wilson Sabrina V (ab etwa 37.000 Euro) und SME Synergy Diamond Series (etwa 35.000 Euro) mit dem besonderen, glänzenden Gehäuseschliff, dCS- und Dan D’Agostino- Elektronik.
Wie üblich ging es bei Auer durch die Tapetentür in den akustisch durchoptimierten Hörraum. Es spielte die Versura V4 (etwa 45.000 Euro) mit großem Basschassis in der Gehäuseseite. Im Vorraum war die V2 (etwa 40.000 Euro) zu sehen, die grundlegend auf die gleichen Treibergene setzt, jedoch ohne das Basschassis in der Seite. Die mächtige Sockelplatte aus der CNC-Fräse untermalt die Verarbeitungsqualität.
Wie homogen Raumdesign und Audio miteinander verschmelzen können, bewies HiFi-Blogger und Showroom-Betreiber Dimi Vesos auf eindrückliche Art und Weise. Inneneinrichtung, Deko und Licht von HKLIVING setzten Akzente. Die angenehme Atmosphäre lud viele Besucher zum Verweilen ein. Das interessante Markenportfolio und Dimis sympathische Art waren daran sicher auch nicht unbeteiligt. Jedenfalls bot sich hier einer der Räume, in dem nicht nur die Anlage detailverliebt kuratiert war. Die futuristisch anmutenden Refyn Lautsprecher (16.000 Euro Paarpreis) vom Schweizer Spezialisten Rowen sind allein schon optisch Inbegriff einer modernen Lautsprecherinterpretation – nicht zuletzt durch den eigens entwickelten Linear Motion Transformer II, der für den Mittel-/Hochton zuständig ist. Für die Netzwerkkomponenten in Natursteingehäusen zeichnet der junge Entwickler von Paradin verantwortlich. Er möchte ein stabiles Markenportfolio etablieren und arbeitet aktuell an einem DAC.
Bei Eternal Arts ließ ich mich von Lutz van der Marels Begeisterung für Tonbandtechnik anstecken. Während in der Vorführung eine Tascam SM900 an einem Jubiläums-Röhren-Vollverstärker OTL MkIII zu werke ging, wurden Otari MX-5050, Akai GX-646, Technics RS-1500 US und Revox A700 ausgestellt. Alle Maschinen wurden von Lutz repariert, gewartet und justiert. Bei der Technics mussten einige Elkos und die Bremse ersetzt werden. Die Revox benötigte einige neue Anzeigen. Die Ersatzteilversorgung bei Revox ist glücklicherweise sehr gut, jedoch müssen ehemals analoge Anzeigen heute meist durch digitale ersetzt werden. Die Otari benötigte lediglich eine Wartung und Justage. Jede Maschine hat ihre Spezialitäten: Informationen hierzu sind den Aufstellern auf den Fotos zu entnehmen. Der Messschrieb gibt Aufschluss über die Frequenzgänge nach der Justage. Ich sprach mit Lutz darüber, dass es nur noch wenige Spezialisten für Tonbandgeräte gibt und das Wissen droht, nach und verloren zu gehen. Vielleicht doch ein gutes Hobby? Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, sich mit Tonbandgeräten zu befassen, dann sind die Kollegen von Eternal Arts genau die richtigen Ansprechpartner: Für die Wartung ihrer Maschine, den Kauf einer neuen alten Maschine und für Röhren sowieso.
Die Lautsprecher von Harzsch fielen schon letztes Jahr durch Understatement auf. Die interessante Treiberkombination aus Beryllium-Hochtöner von SB Acoustics und Accuton-Keramik-Tiefmitteltöner muss man erst einmal so im Griff haben wie Oliver Harzsch. Passiv beschaltet spielten sie im Hörraum nämlich herausragend. Das Zweiwege-Modell Orchestra kostet 12.000 Euro pro Paar. Das mittlere Modell Symphony mit zwei Tiefmitteltönern kostet 22.000 Euro und das Topmodell Concert 30.000 Euro.
Dass das Preisgefälle zwischen der Acapella La Campanella (etwa 30.000 Euro) und dem MSB Premier DAC (30.000 Euro) zu den Monoendstufen Energèia Reference (etwa 260.000 Euro) nahezu den Faktor 10 betrug, lag schlicht und ergreifend daran, dass eine kleinere Endstufe sich noch in Entwicklung befindet. Wenn sie fertig ist, wird sie im ebenfalls ausgestellten Gehäuse Platz finden.
Die Resonanzbodenlautsprecher Symann Sounboards von Klavierbauer Michael Symann fallen auf jeder Messe auf. Dieses Jahr wurde mir neuerlich bewusst, wie faszinierend anders ihre Wiedergabe ausfällt. Instrumente erhalten eine greifbare, organische Komponente, die man in dieser Form von keinem anderem Audiosystem geboten bekommt. In jedem Lautsprecher sind insgesamt 6 Aktuatoren, jeweils drei untereinander auf der Vorder- und Rückseite, verbaut, die den Resonanzboden zum Schwingen anregen. Durch einen Materialverlauf von 9 bis 6 Millimeter und verschiedene Rippenkonstruktionen stimmt Michael Symann die Lautsprecher in Handarbeit ab. Über 10 Kilohertz unterstützt ein AMT mit vorgeschaltetem Kondensator. Das große, vorgeführte Modell DBS-170 kostet 19.000 Euro, ein kleineres Modell DBS-136 14.000 Euro.
Markus Schönrock zeigt den SonicThrone. In dem bequemen Sessel sind 11 Lautsprecher verbaut. Markus und sein Kompagnon Norbert Reinhard haben dabei Treiber gewählt, deren Qualitäten sie aus dem konventionellen Lautsprecherbau kennen und lieben. Für den SonicThrone sollten keine Kompromisse gemacht werden. Da alle Lautsprecher sehr nah um den Hörer platziert sind, spielen Raumeinflüsse kaum eine Rolle. Außerdem wird deutlich weniger Schall in den Raum emittiert als bei einer herkömmlichen Stereoanalage – ideal für Hörsessions am Abend, ohne die Familie, Nachbarn oder andere unfreiwillige Mithörer zu strapazieren. Die Bedienung über den Lautstärkeregler an der Armlehne ist intuitiv und klug programmiert. Es lassen sich außerdem verschiedene Hörsettings abrufen und die Intensität des unter 45 Hertz agierenden Shakers in der Rückenlehne anpassen. Dank des DSP-Kerns des SonicThrones kann nicht nur eine Abstimmung auf den eigenen Geschmack erfolgen, sondern es können beispielsweise auch Hörschwächen ausgeglichen werden. In dem auf der Messe gezeigten Grund-Setting, für das alle Treiber mit einem komplexen Mikrofonarray aufeinander abgestimmt wurden, konnte der SonicThrone bei mir Eindruck machen. Der „Early Bird“ Preis für die Lederausführung samt aller Elektronik und integriertem Streamer beträgt 15.000 Euro. So ist der SonicThrone sofort startklar. Eine HDMI-Buchse für die Gaming- oder Kinoeinbindung verlangt 350 Euro Aufpreis. Ein passender Fußhocker ist ebenfalls gegen einen Aufpreis erhältlich.
Zu Alders & Lange lockte mich die klare, ansprechende Formsprache und die Freude, eine Marke gefunden zu haben, die ich selbst noch überhaupt nicht kannte. Wie der Name schon sagt, ist die kleine Manufaktur ein Herzensprojekt von Martin Alders und Heiko Lange. Bisher umfasst das Portfolio mit dem Headman einen Kopfhörerverstärker mit einem Einstiegspreis von 6.250 Euro und die Vinyl-Engine ab 3.750 Euro. Beide Geräte können in verschiedensten Ausführungen gefertigt werden, der Kopfhörerverstärker beispielsweise mit oder ohne Equalizer. Beim Phono-Pre kann man wählen, ob man die Load-, Mode- und Gain-Einstellungen lieber auf der Front-, Rück- oder Unterseite hätte. Vertriebsleiter Daniel Jennen zeigte mir ein Phonoboard und wie es über einen Steckplatz mit verschiedenen Eingangs-Modulen erweitert werden könnte. Außerdem zeigt er die Phono-Einstellvariante mit Mikroschaltern auf der Unterseite.
Progessive Audios Extreme I sind seit 2014 ein Aushängeschild der Marke. Dieses Jahr haben sie ein Update erfahren. Vollaktiv kosten sie 8.800 Euro und überraschten mich im Hörraum mit extrem tiefer, präziser Basswiedergabe, die nicht künstlich antrainiert oder erzwungen, sondern homogen und natürlich klang. Generell spielte das System ungemein geschmeidig. Dass Ralf Koenens Power Station dabei eine zentrale Rolle spielte, ist alles andere als unplausibel. Erhältlich in 1 (10.000 Euro) und 3 Kilowatt (14.000 Euro) Ausführung stellt das Gerät an den acht Ausgängen 230 Volt mit einer Toleranz von nur ±2 Millivolt zur Verfügung.
Die Audio Group Denmark zeigte Børresens neues Bass Module BM3 (etwa 18.000 Euro) zusammen mit Børresen T5 SSE (etwa 230.000 Euro). Die Lautsprecher und Bass Modules mit ihren vier DCC8 Neo Chassis und analoger Weiche verschmolzen zu einer Einheit ohne jeglichen hörbaren Übergang.
Die Kombination aus gradliniger Elektronik von LinnenberG und J.Sikoras ASPIRE mit dem ausdrucksstarken Schwung der aufwendig gefrästen YG-Lautsprecher im Raum von LEN Hifi machte allein optisch etwas her. Zu sehen waren LinnnenberG Audio VS 30 PRE DAC (19.800 Euro), PS 30 Phono (13.400 Euro) und ES 30 Mono (38.000 Euro) mit dem Einstieg in die Welt von J.Sikora (7.750 Euro) und den YG Acoustics (Carmel 37.500 Euro).
Bei PS Audio spielten Pre, DAC und SACD Transport zu je knapp 10.000 Euro aus der neuen PGM Signature Reihe an Aspen FR10 (10.000 Euro). Der Vorverstärker war bereits bei Kollege Roland Dietl im Test: eine der Anlagen im gehobenen mittleren Preisbereich, die nicht wirklich weniger Aufsehen als High-End-Offerten erregte.
Nachdem die Topmodelle p10.2 und p9.2 bei Phonar zu Special Editions veredelt wurden, war jetzt die p4.2 dran. Inhaber Kai Henningsen und sein Team beweisen dabei mal wieder ein feines Händchen in der Teileauswahl. Als Hochtöner spielt in der p4.2SE einer der neuen Textreme-Hochtöner von Scan Speak in einer Custom Edition. Die noch etwas aufwendigere Ausführung D3004/666000 habe ich als eines der ersten Serienmodelle in Deutschland schon vor einiger Zeit gehört. Als gebührende Ablösung für das bisherige Beryllium-Flaggschiff der Illuminator-Reihe ist er zweifelsohne wie schon sein Vorgänger einer der besten Hochtöner auf diesem Planeten. Er bietet dieselbe hohe Auflösung wie der Beryllium-Tweeter bisher, klingt dabei aber deutlich organischer und sogar noch einen Hauch plastischer. Im Direktvergleich fiel erstmalig auf, dass der Beryllium-Membran eine leichte Härte anhaftet, die so sonst nie sonderlich unangenehm aufgefallen ist. Textreme ist folglich ein hochgradig leistungsfähiges Hochtönermaterial, doch bisher noch nicht in vielen Lautsprechern zu finden: Bei Phonar in der p4.2SE schon. Und das bereits für einen Paarpreis von 4.900 Euro. Auch wenn nicht der ganz „große“ Illuminator zum Einsatz kommt, sind die Textreme-Gene klar hörbar und machen bereits in dieser Konfiguration einen wirklich besonderen Lautsprecher. WBT-nextgen-Terminals und eine Anpassung sowohl für die Höhen als auch wandnahe Aufstellung gehören ebenfalls zur Ausstattung der p4.2SE. Der etwas unter dem Radar laufende Lautsprecher ist für mich so eines der imposantesten Produkte der Messe – nicht zuletzt durch sein meiner Meinung nach ungemein faires Preisschild.
Starke Sound hat es sich zur erklärten Aufgabe gemacht, Bluetooth-Boxen-Besitzer eine Stereoanlage schmackhaft zu machen. In einer Kooperation mit Eversolo wird ein Bundle bestehend aus Starke Beta5 Lautsprechern und Eversolo Play für 1.215 Euro angeboten, die CD-Edition des Play kostet 105 Euro Aufpreis. Im Play ist dann schon ein DSP-Preset hinterlegt, um das Zusammenspiel aus AiO-Verstärker und Lautsprechern weiter zu optimieren. Starke Sound entwickelt alle Treiber selbst und bietet ein umfassendes Portfolio aus Lautsprechern – auf der Messe war noch der Halo M1 für 6.000 Euro zu sehen –, Subwoofern und Verstärkern.
Dass bei Jan Sieveking Liebe zum Detail großgeschrieben wird, war mir beim Blick auf die Anlage klar. Über den Sinn und Unsinn von Kabel-Liftern lässt sich vortrefflich streiten, aber der aufgeräumte, schon fast skulpturale Look, den Jan und sein Team so erzielte, machten die Anlage zum Kernstück des Raumes. Und wieder habe ich ein besonderes Auge für die Formsprache der Komponenten: Der Schwung des Quadraspire X-Reference Racks (pro Ebene 2.050 Euro), verschmolz mit dem tw-acoustic Raven AC New (20.000 Euro), Tonarm Raven 12.9 (6.000 Euro), kontrastiert durch die kantige tw-acoustic Phonovorstufe RPS 100 (17.700 Euro), Vorverstärker Strumento No. 1 Evo (24.0000 Euro) und Endverstärker Strumento No. 4 (28.000 Euro) von Audio Flight. Als Tonabnehmersystem kam ein Kagami ENA zum Einsatz. Es soll laut Jan sonisch in die Fußstapfen des legendären Lyra Olympos treten. Kogami fertigt nur fünf ENA pro Monat zu einem Stückpreis von 8.800 Euro. Vervollständigt wird das System durch die Marten Mingus Quintet 2 SE (Paar ab 84.000 Euro), Jorma Statement Verkabelung und eine Cardas Nautilus Netzleiste (2.400 Euro) samt Stromverkabelung. Die günstigste Komponente des Systems ist mit 120 Euro das Uberlight Flex: Es sorgt für genügend Licht am Plattenteller.
Der Hörraum von IAD war ein schönes Beispiel für die Abwechslung, die die Messe bietet. Im Gegensatz zum letzten Jahr standen ganz andere Marken und Komponenten im Fokus. Will Tremblett beweist bei seinen Zavfino-Laufwerken stets ein besonderes Feingefühl für Materialmix und Farbgebung. So auch beim Zavfino ZV11X mit Crossbow TZ-1 12“ Tonarm (zusammen 15.000 Euro). Die verschiedenen Farbtöne des massiven Aluminiums in Verbindung mit der Leder-Slipmat sind ein Blickfang. Als Vorverstärker arbeitete ein Soulnote E-2 Version 2 (8.500 Euro). Als Digitalquelle wurde eine Quad Platina Streamer/DAC Kombi (3.600 Euro) mit ESS ES9038PRO eingesetzt. Quads ESL 2912X Elektrostaten (17.000 Euro) wurden von einem Soulnote A-2 Version 2 Vollverstärker (8.500 Euro) angetrieben.
AP-Elektroakustik feierte auf den Norddeutschen HiFi-Tagen Premiere. Hinter dem Kürzel stecken Andreas Suciu und Peter Neumann. Ihr passiver Monitor 30P verfügt über eigens entwickelte Chassis – was ich bei einer derart kleinen, aufstrebenden Firma für bemerkenswert erachte. Ein 220-Millimeter-Tieftöner arbeitet in Downfire-Konfiguration, ein 180-Millimeter-Treiber als Tiefmitteltöner und ein 55-Millimeter-Konushochtöner strahlen konventionell nach vorne ab. Das Paar kostet 9.400 Euro, die Standfüße 400 Euro Aufpreis. Auf Wunsch kann der 30P um das aktive Bassmodul 20A (9.000 Euro) erweitert werden. Es arbeitet als Downfire-Upfire-Konzept und ist somit Impulskompensiert.
Raidho zeigte, wie bereits letztes Jahr, einen großen Querschnitt durch das Markenportfolio zu dem auch Scansonic HD gehört. Ein Scansonic HD Lautsprecher wird wohl schon bald bei uns im Test sein. In der von Morten Nielsen, der inzwischen CEO des Mutterkonzerns Dantax Radio A/S ist, moderierten Vorführung spielte zunächst Scansonics M30.2 (3.500 Euro pro Paar) an einer Weltpremiere, dem von Andy Moore vorgeführten Leema Acoustics iD85. Der Class-AB-Vollverstärker leistet 85 Watt pro Kanal und verfügt über einen internen DAC. Er wird 2.500 Euro kosten. Raidhos mächtige TD3.10 (ab 120.000 Euro) schloss die Vorführung eindrucksvoll. Ein Leema Tucana II Integrated betrieb die Lautsprecher gemeinsam mit einem Leema Hydra II in Bi-Amping-Konfiguration.
Sonoro ist eine weitere Marke, die versucht, die monetäre Einstiegshürde in ernst zu nehmendes HiFi so niedrig wie möglich zu setzen. In angenehmer Hörraumatmosphäre wurden ebenfalls geschlossene Vorführungen abgehalten. Für ihre Signature-Reihe ist Sonoro eine Kooperation mit dem Fink Team eingegangen. Hinter der Entwicklung stecken folglich echt HiFi-Veteranen. Die Orchestra Shaped Signature kostet 3.000 Euro und spielte in der Vorführung gemeinsam mit Sonoros Maestro Quantum Verstärker (2.000 Euro) offen, leichtfüßig und zugänglich. Ein Gesamtsystem für gerade so unter 5.000 Euro, das sich definitiv nicht vor der Konkurrenz verstecken muss.
Audionostrum zeigte die große Triton (ab 22.000 Euro pro Paar) und kleinere Saturn Pandora (15.000 Euro proPaar) mit passenden Ständern (4.900 Euro pro Paar). In der Saturn Pandora ist das besondere, von Audionostrum entwickelte, Orbital Driver System verbaut. Ein Mittel-/Hochtöner ist in einem Horn untergebracht. Von vorne, aus gegenüberliegender Richtung spielt ein (Ultra-)Hochtöner in das Horn. So soll ein besonders natürlicher Mittelhochtonbereich entstehen. Trotz hoher Präsentationslautstärke blieb die Saturn Pandora entspannt und anstrengungsfrei.
Abschließend noch einige weitere Fotos interessanter Produkte und Vorführungen mit Bildunterschriften:










Für die erste Messe des Jahres waren zwei Berichte geplant: einer von unserem Röhrenspezialisten Carsten Bussler und danach der von Finn Corvin Gallowsky. Aber die Grippewelle fordert ihren Tribut, weshalb wir beim ersten Artikel umdisponieren mussten: Meine Gattin und ich haben fast alle Räume der Ausstellung besucht und das Gesehene dokumentiert.
Dafür, dass wir Ihnen nicht aus allen Zimmer Impressionen liefern können, gibt es gleich zwei Gründe: Zum einen fand heuer eine Vielzahl von geschlossenen Vorführungen statt. Die Vorträge der Aussteller oder externer Moderatoren wurden vom Publikum gerne angenommen, verhinderten aber den freien Zugang zu den Objekten der Begierde. Zum anderen war die Messe trotz des in Hamburg erstmals erhobenen, nicht unbeträchtlichen Eintritts besonders am Samstag nahezu gleich gut besucht wie im Vorjahr, mit der Folge, dass man wegen des Andrangs an Interessierten in einigen Räumen keinen Platz zum Fotografieren hatte.
Zusätzlich zur eigentlichen Veranstaltung gab es zumindest für die Presse auch schon im Vorfeld Termine. So hatte Audio Reference bereits am Freitag in seine Geschäftsräume eingeladen, wo der dCS Varèse seine akustische Deutschland-Premiere feierte. Die Streamer/Wandler-Kombination in fünf separaten Gehäusen war im Vergleich zum dCS Vivaldi zu hören, der im Test derart beeindruckte, dass er mit einem Statement in High Fidelity-Award ausgezeichnet wurde. Mehr zum Vergleich der beiden Digital-Boliden in nicht allzu ferner Zukunft an dieser Stelle. In den Ausstellungsräumen auf der Messe waren dann vorab erstmals die Serienversionen der VTL-Lohengrin-Monos und einige Produkte von SME zu hören, die neu ins Portfolio aufgenommen wurden. Doch nun unsere Eindrücke von den Norddeutschen Hifi-Tagen 2026.
Der Momentum Z Monoblock-Verstärker wurde anlässlich des 15-jährigen Firmenjubiläums entwickelt und verbessert alle Aspekte der Momentum-Plattform. Er liefert 500 Watt an 8 Ω, 1.000 Watt an 4 Ω und 2.000 Watt an 2 Ω mit außergewöhnlicher Kontrolle, Geschwindigkeit und musikalischer Bandbreite.
Mit einem integrierten RJ45-Ethernet-Anschluss bietet der Momentum Z einen Einblick in die Leistungs- und Serviceparameter, die das softwarebasierte Steuerungssystem optimiert. Über jeden Webbrowser können Benutzer die Leistungsdaten des Verstärkers einsehen, darunter Betriebsspannungen, Temperatur, Vorspannung, Gleichstromversatz, 12-Volt-Triggerstatus und mehr – alles wird kontinuierlich überwacht und auf verbundenen Geräten über das Heimnetzwerk angezeigt. Über dasselbe Dashboard lassen sich auch die Einstellungen des Frontpanels steuern, um eine personalisierte Benutzererfahrung zu ermöglichen.
Ein charakteristisches Merkmal der Dan D'Agostino Master Audio Momentum-Verstärker ist die unverwechselbare Verwendung von massiven Kupferkühlkörpern – eine Entscheidung, die sowohl auf der technischen Leistung als auch auf der optischen Ästhetik basiert. Kupfer bietet eine fast doppelt so hohe Wärmeleitfähigkeit wie Aluminium, wodurch die Wärme schneller und gleichmäßiger von den aktiven Bauteilen abgeleitet werden kann. Diese überlegene thermische Effizienz erhöht nicht nur die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, sondern gewährleistet auch optimale Betriebsbedingungen für die kritischen Schaltkreise des Verstärkers und sorgt so für klangliche Stabilität selbst unter höchsten Belastungen. Über seine technischen Vorteile hinaus ist das geformte Kupferdesign zu einem ikonischen ästhetischen Markenzeichen der D’Agostino-Verstärker geworden – ein Symbol für das Bekenntnis des Unternehmens zu kompromisslosen Materialien, sorgfältiger Handwerkskunst und der nahtlosen Verbindung von Form und Funktion.
Der Momentum Z ist der erste Verstärker von D’Agostino, der eine auf Junction Field-Effect Transistors (JFET) basierende Eingangsstufe verwendet. Ganz vorne im Verstärker, wo das empfindliche Musiksignal zum ersten Mal in den Schaltkreis eintritt, ist die Wahl des Bauteils entscheidend. JFETs eignen sich hervorragend für diese Aufgabe, da sie eine extrem hohe Eingangsimpedanz und ein außergewöhnlich geringes Rauschen bieten, wodurch jede Nuance des Quellsignals erhalten bleibt. Aus technischer Sicht arbeiten JFETs so, dass sie eine gleichmäßige, lineare Übertragungscharakteristik mit natürlicher Lastbehandlung bieten. Dieses Design minimiert Verzerrungen und sorgt dafür, dass musikalische Details im Mikrobereich unverfälscht und ohne Verfärbungen in die Verstärkerstufen gelangen. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein ruhigerer Hintergrund, der subtile räumliche Details offenbart, eine natürlichere Präsenz im Mitteltonbereich, die Gesang und akustische Instrumente zum Leben erweckt, und ein Gefühl der Offenheit, das die Klangbühne verbessert. Durch den Einsatz von JFETs in der Eingangsstufe erreicht der Verstärker eine großartige Balance zwischen technischer Präzision und musikalischer Wärme, so dass Aufnahmen sowohl mit Genauigkeit als auch mit emotionaler Wirkung erlebt werden können.
Die vollständig im analogen Bereich arbeitende Ultrahochgeschwindigkeits-Steuerstufe liefert eine sofortige und immense Stromkapazität, während das softwarebasierte Steuerungssystem die Vorspannung und andere Betriebsparameter kontinuierlich in Echtzeit überwacht und so absolute Stabilität und musikalische Kohärenz gewährleistet. Der firmeneigene Kinetic Drive Regulator bringt einen bedeutenden Fortschritt sowohl in der technischen Präzision als auch in der klanglichen Verfeinerung und vereint diese Fortschritte in einer einzigen, elegant ausgeführten Architektur.
Durch die Kombination der feinen Modulationseigenschaften von MOSFETs und der hohen Strombelastbarkeit von Bipolartransistoren ist der Momentum Z immun gegen Wechselstromschwankungen und die leistungsmindernden Aspekte, die Lautsprecher bei der normalen Wiedergabe von Musik über Verstärker mit sich bringen. Der Kinetic Drive Regulator sorgt dafür, dass das Musiksignal rein bleibt und nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt wird, die die viszerale Wirkung und den Realismus zerstören, die den modernen Musikmedien von heute innewohnen. Im Gegensatz zu ungeregelten Architekturen, bei denen die Spannung je nach Musikbedarf und eingehenden Wechselstromschwankungen schwanken kann, sorgt der Momentum Z unter allen Betriebsbedingungen für konstante, extrem stabile Spannung. Diese Stabilität gewährleistet, dass die Ausgangsstufe einen saubereren, wellenfreien Strom erhält, wodurch Rauschen, Verzerrungen und Leitungsstörungen drastisch reduziert werden. Die Vorteile sind sowohl messbar als auch hörbar.
Das Ergebnis ist ein Verstärker, der superschnell, dynamisch und stabil ist. Tiefe Frequenzen gewinnen an Gewicht und Definition mit Tonhöhe und Autorität. Mittlere Frequenzen, von Gesang bis zu Streichern, fließen mit natürlicher Klarheit, während die Höhen weich und dennoch ausgedehnt bleiben, frei von der Rauigkeit, die oft durch weniger ausgefeilte Stromkreise verursacht wird. Da der Verstärker unmittelbar sauberen Strom liefern kann, wenn die Musik dies erfordert, bleiben komplexe Passagen auch bei höheren Lautstärken oder schwierigen Lautsprecherlasten klar und lebendig.
Letztendlich geht das Momentum Z-Netzteil über die Rolle einer herkömmlichen Energiequelle hinaus und fungiert stattdessen als streng regulierte, dynamisch reagierende Plattform für musikalische Genauigkeit. Durch den Einsatz fortschrittlicher Halbleiter und innovative Schaltungsentwicklung erreicht es ein in seiner Klasse unübertroffenes Gleichgewicht zwischen technischer Präzision und ausdrucksstarker Musikalität – Klang mit Präzision, Tiefe und müheloser Autorität.
Der Dan D'Agostino Momentum Z wird ab März des Jahres für 75.000 Euro pro Stück erhältlich sein.
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Vertrieb
Audio Reference GmbH
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| Fax | +49 40 53320459 |
| Web | audio-reference.de |
Im letzten Jahr erwies sich die Wahl des neuen Veranstaltungsortes für die Norddeutschen Hifi-Tage, das Hotel Le Méridien Hamburg, An der Alster 52, und die des Zeitpunkts – am angestammten Termin am ersten Februar-Wochenende – als Glücksgriff, wie der Zuspruch von Ausstellern und Besuchern bewies. Anders als damals wird aber nun Eintritt erhoben.
Bei den Süddeutschen Hifi-Tagen im letzten Jahr lagen die Preise noch bei 10 respektive 15 Euro für das Tages- und Zweitages-Ticket. Für die Hamburger Ausstellung hat der Veranstalter die Preis angehoben: Dort sind 15 beziehungsweise 20 Euro zu entrichten. Für Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung gibt es deutliche Ermäßigungen. Es wird interessant sein, wie sich diese Neuerung auf die Besucherzahlen auswirken wird. Für alle, die mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr anreisen, ist die Lage des Hotels ideal: Der Hauptbahnhof ist gerade einmal 800 Meter entfernt. Für Auto-Nutzer bieten Ivonne Borchert-Lima und ihr Team einen halbstündlich verkehrenden Shuttle-Service zwischen dem Messehotel und dem Parkplatz auf dem Heiligengeistfeld an: Im letzten Jahr betrug die Parkgebühr fünf Euro und der Transfer zum Hotel war kostenlos. Aktuelle Angaben sind auf der Website nicht zu finden.
Hier noch die Liste der ausgestellten Marken: A&L, Aavik, Acapella, Accuphase, ACCUSTIC ARTS, AIR TIGHT, Analysis Plus, Ansuz, AP Elektroakustik, Aries Cerat, ASCENDO, ATE, ATOLL, Audes, Audia Flight, AudioNostrum, Audio Note, Audio Offensive, Audio Reference, Audiofels, Audiophil FAST, AUDREAL, Auer Acoustics , Avantgarde Acoustic, AVM, Axmann Audio, Axxess, AYON, Backes & Müller, Bassocontinuo, Bauer Audio DPS, beaudioful, Benchmark, Børresen, Boulder Amplifiers, Braun, Bryston, C.E.C., Canton, Cardas Audio, CHARIO, Crystal Cable, Cube Audio, Dan D'Agostino, David Laboga, dCS, Dimi Vesos, EINSTEIN AUDIO, ELAC, ELECTRIC AUDIO, Esprit, EternalArts, Fenn Music, Fezz Audio, Final, Fischer & Fischer, Furutech, GAUDER AKUSTIK, GGNTKT, grell, Grimm Audio, Harman Karbon, Harzsch, Hegel, HIFIMAN, HIFI-ZEILE, HKLIVING, HOLBORNE, Horch House, Horns, Innuos, J.Sikora, JL Audio, Kaiser KAWERO, KEF, Kleeny, KOETSU, Lampizator, Lansche Audio, LEN Hifi, Linnenberg, Loutd, LUNA CABLES, Luxman, Lyravox, MAGNEPAN, Magnetar, Manger, MAPU Speakers, Marten, Mavis, Mola Mola, Mozzaik Audio, MSB, Mudra Akustik, MUSICAL FIDELITY, Nessie Vinylcare, nextgen™,Nordost, NuPrime, PADIS, Perlisten Audio, PHASEMATION, Phonar, PHONOSOPHIE, PLATINE VERDIER, PMC, POWERGRIP, Progressive Audio, PS Audio, Pylon Audio, QUAD, Quadraspire, Qualio, Raidho Acustics, Reed, Revox, Riviera Audio Laboratories, Rogers HiFi, Rowen, RÜBENBURG AUDIO, Scansonic, Schüring High End, Sennheiser, Silberstatic, Skyanalog, SonicThrone® Audio Sessel, sonoro, Sonox, SORANE, Soulnote, Soundsmith, SPL, Staltmanis LAB, Starke sound, STUdo, SUPRA Cable, Swiss HD SYMANN Soundboards, Symphonic Line, Thales, ThivanLabs 218, Thorens 229, ToneTool 220, Transrotor, TRIANGLE, TW-Acustic. UberLight Flex, Velodyne Acoustics, Vitus, Vivid Audio, Voxativ, VPI Industries, VTL, WB Manufacture, WBT, Western, Wilson Audio, WireWorld, WISSELING HIGH END, Workshop Quadrophonie, YG Acoustics, Zavfino.
Für Hifistatement werden Birgit Hammer-Sommer. Carsten Bussler, Finn Corvin Gallowsky und ich vor Ort sein und zeitnah über die Messe berichten.
Informationen
Hotel Le Méridien Hamburg
An der Alster 52,
20099 Hamburg
Tel: +49- (0)40-21000
info@lemeridienhamburg.com
Öffnungszeiten
Sa von 10-18 Uhr
So von 10-16 Uhr
Eintrittspreise
Tagesticket Samstag: 15,00 €
Zweitage Ticket: 20,00 €
Schüler U18: 5,00 €
Studenten: 5,00 €
Mensch mit Behinderung: 5,00 €
Mit dem Transistor-Vollverstärker Virtus I4S und dem D/A-Wandler Verto D4S erweitert Canor sein Portfolio um die neue Foundation-Line, die moderne Ausstattung mit hochwertiger Analog- und Digitaltechnik verbindet. Beide Geräte setzen auf diskrete Schaltungen, eine klare Formensprache mit großflächigen Glasfronten sowie komfortable Touch-Bedienung.
„Viele Musikfreunde suchen heute Geräte, die sich intuitiv bedienen lassen und trotzdem ernsthafte High-End-Technik bieten. Genau hier setzen Verto D4S und Virtus I4S an: moderne Touch-Oberflächen, praxisgerechte Ausstattung und ein Klang, der weit über die Preisklasse hinausreicht – ganz im Sinne des seit Jahren anerkannt hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses von Canor.“
Martin Klaassen, Geschäftsführer IDC Klaassen International Distribution
Der Verto D4S ist der leistungsstarke Digital-Analog-Wandler in der neuen Foundation-Line. Im Inneren arbeiten zwei ESS Sabre 9038 DAC-Chips in Dual-Mono-Konfiguration für hohen Dynamikumfang und äußerst geringes Grundrauschen. Die analoge Ausgangsstufe ist vollständig diskret aufgebaut – auf Operationsverstärker im Signalweg verzichtet Canor konsequent. Der Wandler bietet eine breite Palette an digitalen Eingängen, darunter USB, AES/EBU, Koax, zwei optische Eingänge sowie einen dedizierten TV-Eingang. Zusätzlich stehen je ein XLR- und Cinch-Eingang sowie entsprechende symmetrische und unsymmetrische Ausgänge zur Verfügung. Damit lässt sich der Verto D4S flexibel in unterschiedlichste Ketten integrieren – vom klassischen CD-Transport über Streaming-Bridges bis hin zum Fernseher im Wohnzimmer. PCM-Signale verarbeitet der Verto D4S mit Abtastraten bis 768 Kilohertz, DSD wird sowohl als DoP bis maximal DSD256 als auch nativ bis DSD512 unterstützt. Acht wählbare Digitalfilter ermöglichen eine Anpassung an persönliche Klangvorlieben. Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist das 18 Zentimeter breite, hochauflösende Farb-Touchdisplay über die gesamte Frontbreite. Es zeigt alle Betriebsparameter klar und übersichtlich an und ermöglicht eine äußerst komfortable, moderne Bedienung direkt am Gerät. Für eine saubere Stromversorgung sorgt ein lineares Netzteil mit getrennten Spannungsreglern für digitale und analoge Sektionen, um gegenseitige Einstreuungen zu minimieren und einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.
Technische Eckdaten Verto D4S (Auswahl)
Der Virtus I4S ist ein eleganter Transistor-Vollverstärker in der neuen Foundation-Line, der gleich mehrere Funktionen in einem Gehäuse vereint: Vollverstärker, Kopfhörerverstärker und Phono-Vorverstärker. Alle Verstärkerstufen arbeiten in Class-AB-Technik und sind in vollständig diskreter Bauweise realisiert. Die Ausgangsleistung beträgt zweimal 120 Watt an vier Ohm respektive zweimal 75 Watt an acht Ohm – genug Reserven auch für leistungshungrige Lautsprecher. Für den Plattenspieler steht eine integrierte Phonostufe für MM- und MC-Systeme mit umschaltbarer Verstärkung (40/46 Dezibel für MM, 60/66 Dezibel für MC) zur Verfügung. Bei den Anschlüssen bietet der Virtus I4S zwei Cinch-Eingänge, einen symmetrischen XLR-Eingang sowie einen Phono-Cinch-Eingang. Ein variabler Cinch-Ausgang erleichtert die Einbindung eines Subwoofers oder einer externen Endstufe. Für Kopfhörer ist eine 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse an der Front integriert. Herzstück des Bedienkonzepts ist ein 45 Millimeter großer runder Touchscreen, der in den zentralen Drehknopf eingelassen ist und einen schnellen Zugriff auf alle Funktionen und Einstellungen ermöglicht. Speziell entwickelte Kühlkörper mit Heatpipe-Technologie sorgen für stabile Betriebstemperaturen. Das Gehäuse aus Aluminium, Stahl und Glas gewährleistet eine hohe mechanische Stabilität, wirksame Abschirmung und prägt die klare visuelle Identität des Verstärkers.
Technische Eckdaten Virtus I4S (Auswahl)
Sowohl der Verto D4S als auch der Virtus I4S folgen einem gemeinsamen Design-Konzept mit breiter Front, großem Display beziehungsweise Touch-Drehgeber und klaren Linien. Die Kombination aus Glas, Aluminium und Stahl unterstreicht den hochwertigen Anspruch der neuen Slim-Line und sorgt zugleich für eine robuste, resonanzarme Konstruktion. Beide Geräte werden in den drei Farbvarianten Silber, Schwarz und Bronze erhältlich sein und lassen sich so optisch harmonisch in verschiedene Wohn- und Anlagenkonzepte integrieren.
Der Canor Verto D4S und der Virtus I4S werden ab Anfang Februar 2026 über den autorisierten Importeur IDC Klaassen International Distribution & Consulting im Fachhandel in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern erhältlich sein.
Die Preise
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Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
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|---|---|
| Anschrift | Am Brambusch 22 44536 Lünen |
| Telefon | +49 231 22178822 |
| info@mkidc.eu | |
| Web | www.idc-klaassen.com |
Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken.
Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der Däne als solcher sympathisch und die dänische Lebensphilosophie mit ihrer ansteckenden Feierlaune, zum Beispiel bei großen Sportevents oder Festivals (Roskilde), kommt mir grundsätzlich entgegen.
Inzwischen bin ich zwar nicht mehr so häufig bei den nordischen Nachbarn, die man von meiner Heimat Hamburg in rund zwei Stunden erreicht. Doch meine Zuneigung für das Land ist im Verlauf der Jahre eher noch größer geworden. Aus gutem Grund: Dänemark ist in meinen Augen ein echtes Hifi-Paradies. Dieses flache Land mit seinen windschiefen Bäumen, in dem gerade mal sechs Millionen Menschen leben, hat so viele hervorragende Hifi-Manufakturen, wie kaum ein anderes dieser Größe. Damit Sie wissen, was ich meine, hier eine kleine, unvollständige Auswahl von renommierten Herstellern: Ansuz, Audiovector, Aavik, Axxess, bergmann, Børresen, Dali, Gryphon, Ortofon, Raidho. Hifi aus Dänemark ist ein echtes Gütesiegel.

Zu diesen außergewöhnlichen Herstellern gehört auch Hans-Ole Vitus aus dem beschaulichen Ort Herning. Der ist rund 300 Kilometer von der Metropole Kopenhagen entfernt und befindet sich in Mitteljütland. Vor rund 30 Jahren hat er mit dem Bau von hochklassigen Verstärkern begonnen. Die ersten verkaufte er an Freunde, dann gründete der passionierte Schlagzeuger – „Ich mag gern richtig hart draufhauen“ – 1995 das Unternehmen Vitus Audio. Sohn Alexander war bereits als Junior ständig in der Werkstatt und begann früh Platinen zu bestücken und SMD-Bauteile zu löten. Mit Anfang 20 gründete Alexander seine eigene Firma AVM TEC und stellte kurze Zeit später seinen ersten Alluxity-Verstärker vor. Da ich bisher nichts mit Alluxity-Verstärkern zu tun hatte, war ich sehr gespannt, als Dirk Sommer mich mit der Aufgabe betraute, den Alluxity Int One mkII für hifistatement zu testen.
Meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht: Bereits beim Auspacken des Verstärkers wurde klar, dass hier ein echtes Schmuckstück angeliefert wurde. Ich platzierte den schicken Dänen zuerst einmal völlig freistehend auf dem Tisch, damit ich ihn von allen Seiten begutachten konnte. Wer ein Faible für schlichtes skandinavisches Design hat, der kann sich an dem schwarzen Gehäuse inklusive des fünf Zoll großen Touchscreens mit 800 mal 480 Pixeln, über das der Verstärker alternativ per Fernbedienung bedient wird, gar nicht sattsehen. Das Gerät bringt stattliche 17,5 Kilogramm auf die Waage. Warum es so schwer ist, das verrate ich später. Neben der sauberen Verarbeitung fällt direkt der eingefräste Namenszug auf der Oberseite ins Auge. Die sauber angephasten Kanten sowie die jeweils sechs ovalen „Lüftungsschächte“ auf jeder Seite sind echte Augenschmeichler. Schon optisch und haptisch sorgt der Alluxity für Emotionen.

Genau das Schaffen von Emotionen gehört zur Philosophie des dänischen Hifi-Produzenten. In der Entwicklungsphase eines Produktes gibt es unzählige Sitzungen, in denen der Familienrat mit Mutter Britta (sie ist ursprünglich Modedesignerin), Sohn Alexander und Vater Hans-Ole über das Design diskutieren. Dass die klangliche Qualität überzeugen muss, ist selbstverständlich. Aber auch der optische Eindruck soll die Kundschaft ansprechen. Das Ziel von Alluxity ist, Audiogeräte anzubieten, die sich optimal in den Wohnraum einfügen, ohne ihn zu dominieren und die ein perfektes Hörerlebnis bieten. Da nicht jeder auf das gängige Schwarz steht, werden die Geräte in weiteren Farben wie Weiß, Mitternachtsblau, Titangrau und Titanorange angeboten. Natürlich werden auch Sonderwünsche erfüllt.

Der Blick auf die Rückseite überraschte mich ein wenig. Nicht, dass es dort unaufgeräumt wirkte oder weniger Qualität geboten wurde. Was mich erstaunte, war die übersichtliche Anzahl von Anschlussmöglichkeiten. Das dürfte man wohl dänischen Purismus nennen. Neben drei Cinch-Anschlüssen gibt es zwei XLR-Eingänge. Alle Buchsen stammen von Furutech. An der linken und rechten Außenseite befinden sich die kernigen Schraubanschlüsse für die Lautsprecherkabel. Der Netzanschluss liegt in der Mitte und darüber befindet sich eine Buchse fürs Netzwerkkabel, über die Firmware-Updates vorgenommen werden können.
Um etwas mehr über den Probanden aus erster Hand zu erfahren, bat ich den Chef von Alluxity, Alexander Vitus Mogensen, per Mail um ein Interview. Es dauerte nicht lange, da erhielt ich eine Antwort. Allerdings nicht von Alluxity-Gründer Alexander, sondern von seinem Vater Hans-Ole, dem Kopf von Vitus Audio. Der sagte mir ein Interview zu und ich war äußerst gespannt zu erfahren, warum er mein Gesprächspartner sein würde. So groß wie die Neugier war meine Überraschung, als Vater Vitus mir erzählte, dass sein Sohn nicht mehr in der Firma aktiv ist und sich stattdessen beruflich neu orientieren würde. „Ich habe die Firmenanteile meines Sohnes übernommen und bin seit dem 1. Januar 2026 alleiniger Inhaber von Vitus Audio und Alluxity“, erklärte er. Somit sei die Marke Alluxity nun in die AVA Group integriert.

Auf die Qualität habe die Veränderung selbstverständlich keine Auswirkungen, betont Hans-Ole Vitus. Einzig der Markenname ist leicht modifiziert – Alluxity by AVA heißt es nun. Wirft man einen Blick auf die Bilder unseres Fotografen Helmut Baumgartner, dann wird schnell klar, warum Der CEO der AVA Group die Alluxity-Serie „den kleinen Bruder von Vitus Audio“ nennt. Schon beim Gehäuse wird deutlich, dass bei der Entwicklung und Herstellung keine Kompromisse eingegangen wurden. Der Int One mkII ist aus einem Alublock gefräst und die verbauten Platinen, auf der sich reichlich SMD-Bauteile befinden, werden in der eigenen Produktionshalle gefertigt. Die beiden diskret aufgebauten Monosektionen werden von einem eigens für den Alluxity hergestellten Ringkerntransformator gespeist. Für den guten Klang hat sich Alexander Mogensen gemeinsam mit seinem Vater für die bereits bei Vitus überzeugenden Leistungstransistoren der Marke Sanken entschieden. Der kraftvolle Vollverstärker beginnt im Class-A- und geht dann über in den Class-A/B-Betrieb. Leider gibt es keinen Phono- oder Digitaleinschub. Aber dafür ist das knappe Alu-Kleid zu eng. Schade.
Was ist anders gegenüber dem Vorgänger Int One? Der mkII verfügt über einen neu gestalteten Vorverstärkerzug, der nun komplett symmetrisch arbeitet, wodurch der Vollverstärker von Eingang bis Ausgang vollständig symmetrisch ist. Das Upgrade soll für geringeres Rauschen, eine höhere Auflösung sowie eine bessere Bandbreite sorgen und es bietet eine um sechs Dezibel höhere Gesamtverstärkung. Zudem wurde die Anzahl der Lautstärkestufen deutlich erhöht, um Schritte von eine Dezibel im Bereich von minus 79 bis plus 13 Dezibel zu ermöglichen. Dadurch kann die Feinabstimmung der Musikwiedergabepegel präziser geregelt werden als beim Vorgänger.

Hören wir einmal rein, wie sich der kompakte Int One mkII in seiner Kernkompetenz schlägt, der Wiedergabe von Musik. Ich fühle ihm gleich mit einer meiner beliebtesten Platten auf den Zahn. Rickie Lee Jones gleichnamiges Debütalbum aus dem Jahr 1979 war schon als Erstausgabe klanglich gelungen. Seitdem gab es durchaus gute Reissues, von denen ich einige besitze. Die One-Step-Ausgabe von Mobile Fidelity (MFSL 2-45010) ist jedoch ein ganz anderes Kaliber. Das Remastering von Krieg Wunderlich stellt alle Versionen, die ich kenne, in den Schatten. Ich lege die 45-er Scheibe auf den Plattenteller des LaGrange und erhöhe leicht den Lautstärkepegel über den Touchscreen. Und sofort kommt alles, was ich so schätze an der Aufnahme: Steve Gadds groovende Beats und die scharf angerissenen Saiten von Gitarrist Buzzy Feiten. Da fehlt nichts. Kontrollierter Bass, trockene Bassdrum, detailgenaue Instrumente und eine großartige Dynamik. Jones‘ Stimme, die manchmal ein wenig piepsig wirkt, kommt wunderbar erwachsen daher. Das nenne ich mal einen guten Einstieg des Int One mk II.
Mir geht es häufig so, dass mich das Hören einer Platte, direkt zu einer anderen führt. Also ziehe ich gleich noch einen Dauerbrenner aus dem Regal, der eigentlich nicht für den Test vorgesehen war. Dire Straits‘ „Sultans of Swing“ vom Album Dire Straits von 1978 ist einfach ein Gute-Laune-Song – wenn die Anlage es hergibt. Meine englische Vertigo-Pressung macht mit dem smarten Dänen richtig Spaß. Das Fingerpicking von Mark Knopfler springt mich über die Consensus-Lautsprecher geradezu an und der Klang seiner Fender Stratocaster ist crisp und so, wie ich es von weit größeren – und teureren – Anlagen kenne. Ich bemerke, wie der treibende Rhythmus die Kontrolle meiner Füße übernimmt – ich „muss“ im Takt mitswingen.

Mal sehen, ob der dänische Beau auch Jazz kann. Ben Websters Saxofonspiel gehört für mich zum feinsten im Jazz. Seine Balladen sind einfühlsam und sorgen stets für eine wohlige Atmosphäre. Ob der Alluxity sensibel genug ist? Ich spiele die 1957 auf Verve erschienene Platte Soulville als Reissue von Analogue Productions und bin beeindruckt. Man spürt den kraftvollen Ton hautnah, erlebt die deutlich vernehmbaren Anblasgeräusche. Keine Verfärbungen oder tonale Ungenauigkeiten, stattdessen bietet der Int One mkII eine warme Klangfülle, die mich zwischendurch an den Klang von Röhren erinnert. Als Oscar Peterson seine Finger über die Tasten gleiten lässt, schwingen die angeschlagenen Saiten mit viel Timbre aus. Das erweckt Emotionen, wie ich sie mir beim Musikhören wünsche.
Der englische Singer-Songwriter Fink hat mit engen Freunden wie Bassist Tim Lefebvre (David Bowie) und Drummer Earl Harvin (Jeff Beck) das Album „The Lowswing Sessions“ im Berliner Tritonus Studio eingespielt. Alles wurde live auf Tape im Studio aufgenommen und dann davon die Lackfolie geschnitten. Fink adaptiert unter anderem Lieblingssongs wie „What Difference Does It Make“ von The Smiths oder Muddy Waters‘ „You Got To Take Sick And Die” und der Alluxity transportiert die dichte Atmosphäre der rein analogen Aufnahmesession unmittelbar in meinen Hörraum. Man merkt der Aufnahme an, dass dort Brüder im Geiste zusammenspielen – die Musik hat einen wunderbaren Fluss. Dabei zeigt der Däne auch, dass er richtig tief in den Bass-Keller hinabsteigen kann. Ein guter Freund, mit dem ich die Platte hörte, merkte an, dass es zu viel des Basses auf der Scheibe sei. Auch davon lässt sich der Int One mkII nicht aus der Ruhe bringen und fällt nicht ins Nervige.

Ich könnte noch eine Menge Beispiele bringen, bei denen mich der Alluxity Int One mkII mit seinen musikalischen Fähigkeiten überzeugt hat. Ganz gleich, ob große Orchester oder wummernde Electronic Beats, glockenklare Gesangsstimmen oder vielschichtige Percussionorgien. Der Vollverstärker ist ein Allrounder, der jede Art von Musik in hervorragender Klangqualität spielt. Er hat keine erkennbaren Schwächen, liefert einen sauberen und schnellen Bass, und seine Mitten und Höhen sind feinsinnig und ausdrucksstark. Er glänzt mit hoher Detailgenauigkeit und musikalischer Tiefe. Hans-Ole Vitus ließ im Gespräch irgendwann fallen: „Die Marke Alluxity wird jetzt in die Vitus Audio-Familie integriert. Das ist der erste Schritt.“ Dann fügte er hinzu: „Wir haben noch einiges vor mit der Alluxity-Serie.“ Was genau, das hat er sich nicht entlocken lassen. Das werden wir dann in einem weiteren Test erforschen. Ich freue mich drauf.
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Gehört mit
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| Plattenspieler | brinkmann LaGrange mit beheiztem Tellerlager |
| Tonarm | TW-Acustic Raven 10.5, brinkmann 12.1, Schwietzer 12.1 |
| Tonabnehmer | Kondo IO-M, Fuuga, brinkmann EMT ti |
| Phonostufe | brinkmann Edison MK II |
| Übertrager | Consolidated Audio Silber |
| NAS | QNAP TS-473 |
| Streamer/DA-Wandler | brinkmann Nyqvist |
| LAN-Switch | Aqvox Switch SE |
| Vorstufe | brinkmann Marconi mk II |
| Endstufen | brinkmann Mono |
| Lautsprecher | Consensus Conspiracy |
| Kabel | Kondo Theme LS-41, HMS Suprema, HMS Grand Finale Jubilee, Cardas Clear Beyond, Kondo KSL-LPz, Breuer, Aqvox LAN Edge |
| Zubehör | Copulare Rack, Acapella Fondato Silenzio, HMS Energia 4/3, Prime Mini 5, AHP-Klangmodul IV G, Furutech Wandsteckdose, Synergistic Research Active Ground Block SE, Plattenwaschmaschine Levar Amano |
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Herstellerangaben
Alluxity Int One mkII
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|---|---|
| Geräteart | Stereo Vollverstärker |
| Ausgangsleistung | 200W (8 Ohm), 400W (4 Ohm), 800W (2 Ohm) |
| Analoge Eingänge | 3 x Cinch, 2 x XLR |
| Ausgänge | 1 x Cinch-Vorverstärkerausgang |
| Leistungsaufnahme | <50W (ohne Last) |
| Eingangsimpedanz | 10kΩ |
| Ausgangsimpedanz | 75mΩ |
| Eingangsempfindlichkeit | 2/4Vrms (RCA/XLR) |
| Frequenzgang | 0 - 800kHz |
| Rauschabstand | >100dB |
| Über alles Verzerrungen (THD) | >0,01% |
| Lautstärke | -79dB bis +13dB |
| Abmessungen B x H x T | 435 x 105 x 335 mm |
| Preis | 10.450 Euro – Schwarz, Weiß, Mitternachtsblau; 11.450 Euro – Titanorange, Titangrau |
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Vertrieb
Audio Offensive Hifi-Vertrieb
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|---|---|
| Anschrift | Inhaber: Uwe Heile Münchener Str. 5 14612 Falkensee |
| Telefon | +49 3322 2131655 |
| Mobil | +49 172 3844155 |
| info@audio-offensive.de | |
| Web | www.audio-offensive.de |
Austrian Audio präsentiert The Arranger, einen High-End-Kopfhörer, der den perfekten Einstieg in die Welt des audiophilen Hörgenusses ermöglicht. Der Arranger wurde für anspruchsvolle Musikliebhaber und Profis gleichermaßen entwickelt und vereint außergewöhnliche Akustik mit einem robusten und zugleich eleganten Design.
Das Herzstück des Arranger ist ein 44-Millimeter-Hochleistungstreiber mit einer diamantähnlichen Kohlenstoff verstärkten Membran (DLC). Diese fortschrittliche Konstruktion bietet überragende Stabilität und Präzision ohne unnötiges Gewicht. Der Treiber wird von Austrian Audios patentiertem Ringmagnetsystem angetrieben, das den Luftstrom optimiert und eine perfekt kontrollierte Membranbewegung für eine originalgetreue Klangwiedergabe gewährleistet.
Der Arranger wurde mit Blick auf Vielseitigkeit entwickelt und unterstützt symmetrische Eingänge über einen 4-poligen Stecker. Er ist kompatibel mit dem mitgelieferten Standard-TRS-Kabel sowie mit optionalen symmetrischen Kabeln, die entweder mit Pentaconn- oder 5-poligen XLR-Steckern ausgestattet sind. Das faltbare Design verbessert die Tragbarkeit und ermöglicht es den Nutzern, kompromisslose Klangqualität überallhin mitzunehmen.
The Arranger
The Arranger ist für knapp 1.000 Euro erhältlich
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Vertrieb
Audio Tuning Vertriebs GmbH
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| Anschrift | Margaretenstraße 98 1050 Vienna/Austria |
| Headquarter | Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf Analogweg 1 2130 Mistelbach/Austria |
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Vertrieb
Markus Wierl GmbH
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|---|---|
| Ansprechpartner | Markus Wierl |
| Anschrift | Wacholderweg 10 86836 Klosterlechfeld |
| Telefon | +49 151 22316655 |
| info@audio-freak.de | |
| Web | audio-freak.de |