Freitag, 22 September 2017 00:17

Geburtstagsständchen mit und für Hörner

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Wenn die Firma zweier Hifi- und Musik-Begeisterter das reife Alter von 40 Jahren erreicht, wie feiert man dann standesgemäß? Mit einem Konzert, einer Live-Aufnahme oder gleich zweien, der Vorstellung einer LP und der neusten Kreation aus dem Lautsprecherprogramm: Herzlichen Glückwunsch, Acapella Audio Arts!

Alfred Rudolph und Hermann Winters gründeten vor 40 Jahren das längst zu einer Institution geworden Hifi-Studio Audio Forum, das wir Ihnen ebenso wie die untrennbar damit verbundene Lautsprechermanufaktur Acapella an dieser Stelle bereits ausführlich vorstellten. Zum Jubiläum hatten sie am Sonntag, den 17. September in einen Konferenzraum der Firma Krohne, nicht weit vom Audio Forum geladen. Der bot ausreichend Platz für die Tische mit dem Catering, eine Vielzahl von Sitzplätzen für die zahlreichen Besucher, ein Pärchen Campanile 2, ein Rack mit Verstärkern und Plattenspieler, dem hinter einer Trennwand gut versteckten, um eine Telefunken-Bandmaschine gruppierten Aufnahme-Equipment, einen kleinen Wald unterschiedlicher Mikrofone und vor allem für das Quartett Talking Horns samt seiner nahezu unüberschaubaren Kollektion von Blasinstrumenten. Alfred Rudolph kooperiert schon seit Jahren mit den vier virtuosen Multiinstrumentalisten, deren CDs durch Spielfreude und Esprit begeistern. Die aktuelle Silberscheibe trägt übrigens den Titel Geschichten aus dem Bläserwald. Aus der Zusammenarbeit ist auch die Aufnahme hervorgegangen, die mich bei meinem Besuch im Audio Forum vor etwas mehr als einem Jahr daran zweifeln ließ, ob es wirklich so einfach ist, eine Live-Darbietung von der Wiedergabe einer Aufnahme zu unterscheiden – zumindest dann, wenn das Konzert mit nur zwei sehr guten Mikrofonen mit dem von Alfred Rudoph entwickelten Holz-Ei dazwischen gemacht wurde und an der Wiedergabe eine Telefunken-Bandmaschine sowie die Vier-Kilowatt-Endstufe und die Poseydon-Hörner von Acapella beteiligt sind.

Hörner unter sich
Hörner unter sich

Das Masterband wurde inzwischen im Studio Sector 5 auf Lackfolie überspielt. Daraus wurden dann im Optimal-Presswerk in Röbel an der Müritz einige Anpressungen hergestellt, die Alfred Rudolph natürlich auch mit dabei hatte. Aber das Jubiläumsprojekt wird nicht nur eine einzelne schwarze Scheibe umfassen. Man hofft, wenn alles gut geht, noch vor Weihnachten zwei 45-er und eine 33-er LPs in höchster Qualität fertigzustellen. Ein ambitionierter Plan, wenn man bedenkt, dass darauf auch Teile des Jubiläumskonzertes enthalten sein sollen und der Box mit dem Titel Zwischenräume zusätzlich noch eine CD mit einem Querschnitt aus früheren Aufnahmen beigelegt werden wird. Aufnahmen haben eben schon immer zu den Lieblingsbeschäftigungen der beiden Acapella- und Audio-Forum-Gründer gezählt, wobei im Laufe der Zeit mal der eine, mal der andere der aktivere war.

Die Talking Horns (v.l.n.r.): Achim Fink, Stephan Jochen Schulze, Andreas Gilgenberg und Bernd Winterschladen
Die Talking Horns (v.l.n.r.): Achim Fink, Stephan Jochen Schulze, Andreas Gilgenberg und Bernd Winterschladen


Wenn eine hervorragende Combo spielt und aufgenommen wird und dann auch noch hochwertiges Wiedergabe-Equipment bereitsteht, kommt bei eingefleischten Audiophilen – und davon waren beim Konzert nicht wenige anwesend – natürlich irgendwann der Wunsch nach dem Vergleich zwischen live und Aufnahme auf. Gegen besseres Wissen hat Alfred Rudoph dem Wunsch seiner Gäste dann auch entsprochen, und dynamisch konnte die Wiedergabe durchaus überzeugen. Aber da der Raumhall mit aufgezeichnet wird und sich bei der Reproduktion dann noch einmal zu diesem Signal hinzuaddiert, wirkten die Instrumente vom Band größer als in Wirklichkeit und ließen auch ein wenig an Präzision vermissen. Alfred Rudolph wies zusätzlich darauf hin, dass bei der Aufnahme und Wiedergabe im selben Raum die Raummoden auch gleich doppelt in den Gesamtklang eingingen. Wer wissen möchte, wie realistisch Acapella-Lautsprecher selbst extrem dynamische Bands wie die Talking Horns in den Raum stellen können, sollte mal im Audio Forum vorbeischauen – wenn dann noch die Poseydons und die Vier-Kilowatt-Kraftwerke… aber das erwähnte ich ja bereits.

Das ist noch längst nicht alles: Die Talking Horns sind Multiinstrumentalisten
Das ist noch längst nicht alles: Die Talking Horns sind Multiinstrumentalisten

Alfred Rudolphs stilisierter Kopf mit den beiden UM75-Röhren-Mikrofonen in der 75-Anniversary-Edition aus Gefell an der Stelle der Ohren folgt dem puristischen Ideal einer Zwei-Mikrofon-Aufnahme, bei der im Gegensatz zur Multimikrofonie Phasenprobleme so gut wie ausgeschlossen sind. Die übrigen Mikros – darunter ein MS-Aufbau mit zwei Microtech-Gefell UMT 70 S – hatte Ralf Koschnicke im Raum platziert, der Ihnen von seinen hervorragenden CDs, LPs und HighRes-Files der Living Concert Series her bekannt sein dürfte. Er zeichnete die Signale der diversen Mikros in seinem Aufnahmemobil digital auf, wobei er auf A/D- und D/A-Wandler aus eigener Produktion setzt. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen arbeiten er und Alfred Rudolph bei der Produktion von Tonträgern intensiv zusammen.

Das Rack mit den Verstärkern von Symphonic Line, der Unison Phonostufe und Alfred Rudolphs Plattenspieler
Das Rack mit den Verstärkern von Symphonic Line, der Unison Phonostufe und Alfred Rudolphs Plattenspieler

Ich bin jetzt schon auf die Jubiläumsbox gespannt: Wenn es gelungen ist, die großartige Musik der Talking Horns von diesem Nachmittag adäquat einzufangen – und daran sollte bei Alfred Rudolph und Ralf Koschnicke kein Zweifel bestehen – wird allein dieser Teil des Repertoires den Erwerb der Scheiben unverzichtbar machen. Eine entspannte Atmosphäre, tolle Musik und interessante Gesprächspartner – ein rundum gelungener Nachmittag, der nur eine Frage aufwirft: Warum feiern Alfred Rudolph und Hermann Winters eigentlich nur ihre runden Firmenjubiläen? Apropos Hermann Winters: Der ist auch auf den folgenden Fotos nicht zu entdecken, da er sich zur Zeit der Veranstaltung um einen chinesischen Kunden kümmerte. Die Geschäfte müssen ja weitergehen!


Auch auf dem Plattenspieler kontrolliert Alfred Rudolph die Resonanzen mit vielfältigen Maßnahmen
Auch auf dem Plattenspieler kontrolliert Alfred Rudolph die Resonanzen mit vielfältigen Maßnahmen

Die Campanile 2 mit Maßnahmen zur Resonanzkontrolle
Die Campanile 2 mit Maßnahmen zur Resonanzkontrolle

Noch sind diese schmucken Accessoires nicht offiziell im Angebot von Acapella
Noch sind diese schmucken Accessoires nicht offiziell im Angebot von Acapella

Diesen stilisierten Kunstkopf hat Alfred Rudolph entwickelt. Die Röhrenmikrofone fertigte Microtech Gefell
Diesen stilisierten Kunstkopf hat Alfred Rudolph entwickelt. Die Röhrenmikrofone fertigte Microtech Gefell

Die Jubiläumsmodelle stammen aus einer limitierten Serie
Die Jubiläumsmodelle stammen aus einer limitierten Serie


Die Mikrofon-Signale bereitet eine Röhrenvorstufe von Peavey auf
Die Mikrofon-Signale bereitet eine Röhrenvorstufe von Peavey auf

Resonanzen werden dem Gehäusedeckel durch Feintuning abgewöhnt
Resonanzen werden dem Gehäusedeckel durch Feintuning abgewöhnt

Hier sieht man, welchen Aufwand Alfred Rudolph bei der Optimierung seines Aufnahme-Equipments betreibt
Hier sieht man, welchen Aufwand Alfred Rudolph bei der Optimierung seines Aufnahme-Equipments betreibt

Auch die Telefunken M15 wurde intensiv getuned
Auch die Telefunken M15 wurde intensiv getuned

Ralf Koschnicke in seinem Aufnahme-Van
Ralf Koschnicke in seinem Aufnahme-Van


Die Acousence D/A- und A/D-Wandler. Ein Test des ersteren an dieser Stelle ist nicht unwahrscheinlich
Die Acousence D/A- und A/D-Wandler. Ein Test des ersteren an dieser Stelle ist nicht unwahrscheinlich

Ralf Koschnicke vor einem Teil seiner Mikrofone: im Hintergrund rechts und links die Neumann M150, im Vordergrund die beiden schwarzen Microtech Gefell UMT 70 S für MS-Stereophonie mit Kugel- und Acht-Charakteristik
Ralf Koschnicke vor einem Teil seiner Mikrofone: im Hintergrund rechts und links die Neumann M150, im Vordergrund die beiden schwarzen Microtech Gefell UMT 70 S für MS-Stereophonie mit Kugel- und Acht-Charakteristik

Ausgesprochen zufrieden: die Talking Horns und Alfred Rudolph nach dem Konzert
Ausgesprochen zufrieden: die Talking Horns und Alfred Rudolph nach dem Konzert

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Mittwoch, 20 September 2017 00:01

Quadral PLATINUM+ mit High-End Genen

Ein Ausrufezeichen für die Premiumklasse: In diesem stark nachgefragten Segment soll Quadrals PLATINUM+ Lautsprecher-Serie die Messlatte ein Stück höher legen. Der 3-Wege-Druckkammer-/Bassreflex-Standlautsprecher PLATINUM+ seven kann Frequenzen von 27 Hz bis 48 kHz wiedergeben, und die etwas größere PLATINUM+ nine reicht sogar noch 4 Hz tiefer hinab.

Auch der Kompaktlautsprecher PLATINUM+ two spielt ebenso wie der Centerlautsprecher PLATINUM+ one bis auf 48 kHz hoch. Das ist der Verdienst des überlegenden RiCom-Hochtöners, der als Ringstrahler mit Waveguide ausgeführt ist. Mit feinster Auflösung und breitem Abstrahlverhalten sorgt er für eine erstklassige Wiedergabe von High-Resolution-Audio-Dateien, die gerade bei sehr anspruchsvollen Musikliebhabern als das Wiedergabemedium schlechthin gelten.

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Bei der Entwicklung und Verwirklichung der PLATINUM+ Lautsprecher-Serie wurde auf jede Einzelheit geachtet: Dank der D’Appolito-Anordnung der Chassis auf der Schallwand der Standboxen PLATINUM+ nine und PLATINUM+ seven konnte eine grandiose Dynamik sowie eine tiefe Trennfrequenz mit sanft einsetzenden Filtern für einen optimierten Phasengang umgesetzt werden. Gerade die PLATINUM+ nine sticht überdies durch ihren nachdrücklichen Bassbereich heraus. Hier wurden gleich zwei im Durchmesser 210 Millimeter messende Basstreiber verbaut. Bei der PLATINUM+ seven ist ebenfalls eine Doppelbass-Bestückung zu finden, hier handelt es sich um zwei 180-Millimeter-Basschassis. Ein 155-Millimeter-Tiefmitteltöner bedient in der PLATINUM+ two die mittleren und tiefen Frequenzen, im Center-Lautsprecher arbeiten zwei 135-Millimeter-Chassis im Mittel- und Tieftonbereich.

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Es finden sich stabile, einstellbare Spike-Füße mit abnehmbarem Silikonschutz für kratzempfindliche Böden im Lieferumfang. Besonders leichtgängige und hochwertige Lautsprecherkabel-Terminals sowie ein per Wahlschalter anpassbarer Hochtonbereich sind weitere Merkmale der PLATINUM+ Baureihe. Die PLATINUM+ ist in schwarz Hochglanz oder weiß-seidenmatt ab Mitte Oktober im Fachhandel erhältlich. Die PLATINUM+ five als kleinster Standlautsprecher wird die Serie gegen Anfang 2018 komplettieren.

Hersteller
quadral GmbH & Co. KG
Anschrift Am Herrenhäuser Bahnhof 26-30
D-30419 Hannover
Telefon +49 511 79040
Web www.quadral.com
E-Mail info@quadral.com

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Mittwoch, 19 September 2007 20:02

Quadral PLATINUM+ mit High-End Genen

Ein Ausrufezeichen für die Premiumklasse: In diesem stark nachgefragten Segment soll Quadrals PLATINUM+ Lautsprecher-Serie die Messlatte ein Stück höher legen. Der 3-Wege-Druckkammer-/Bassreflex-Standlautsprecher PLATINUM+ seven kann Frequenzen von 27 Hz bis 48 kHz wiedergeben, und die etwas größere PLATINUM+ nine reicht sogar noch 4 Hz tiefer hinab.

Auch der Kompaktlautsprecher PLATINUM+ two spielt ebenso wie der Centerlautsprecher PLATINUM+ one bis auf 48 kHz hoch. Das ist der Verdienst des überlegenden RiCom-Hochtöners, der als Ringstrahler mit Waveguide ausgeführt ist. Mit feinster Auflösung und breitem Abstrahlverhalten sorgt er für eine erstklassige Wiedergabe von High-Resolution-Audio-Dateien, die gerade bei sehr anspruchsvollen Musikliebhabern als das Wiedergabemedium schlechthin gelten.

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Bei der Entwicklung und Verwirklichung der PLATINUM+ Lautsprecher-Serie wurde auf jede Einzelheit geachtet: Dank der D’Appolito-Anordnung der Chassis auf der Schallwand der Standboxen PLATINUM+ nine und PLATINUM+ seven konnte eine grandiose Dynamik sowie eine tiefe Trennfrequenz mit sanft einsetzenden Filtern für einen optimierten Phasengang umgesetzt werden. Gerade die PLATINUM+ nine sticht überdies durch ihren nachdrücklichen Bassbereich heraus. Hier wurden gleich zwei im Durchmesser 210 Millimeter messende Basstreiber verbaut. Bei der PLATINUM+ seven ist ebenfalls eine Doppelbass-Bestückung zu finden, hier handelt es sich um zwei 180-Millimeter-Basschassis. Ein 155-Millimeter-Tiefmitteltöner bedient in der PLATINUM+ two die mittleren und tiefen Frequenzen, im Center-Lautsprecher arbeiten zwei 135-Millimeter-Chassis im Mittel- und Tieftonbereich.

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Es finden sich stabile, einstellbare Spike-Füße mit abnehmbarem Silikonschutz für kratzempfindliche Böden im Lieferumfang. Besonders leichtgängige und hochwertige Lautsprecherkabel-Terminals sowie ein per Wahlschalter anpassbarer Hochtonbereich sind weitere Merkmale der PLATINUM+ Baureihe. Die PLATINUM+ ist in schwarz Hochglanz oder weiß-seidenmatt ab Mitte Oktober im Fachhandel erhältlich. Die PLATINUM+ five als kleinster Standlautsprecher wird die Serie gegen Anfang 2018 komplettieren.

Hersteller
quadral GmbH & Co. KG
Anschrift Am Herrenhäuser Bahnhof 26-30
D-30419 Hannover
Telefon +49 511 79040
Web www.quadral.com
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Montag, 18 September 2017 09:46

Chord BLU MkII, Teil 1

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Der Beschäftigung mit dem BLU MkII habe ich seit seiner Vorstellung bei den Norddeutschen Hifi-Tagen entgegengefiebert. Nicht etwa, weil ich reumütig zur Fraktion der CD-Hörer zurückgekehrt wäre. Auch wenn der BLU auf den ersten Blick ausschaut wie ein CD-Laufwerk, liegen seine Werte im Inneren: Für mich ist er der momentan spannendste Upscaler überhaupt.

Das hat natürlich auch damit zu tun, dass der BLU MkII perfekt zu Chord Electronics' Wandler DAVE passt, der mich bei seinem Test klanglich derart beeindruckte, dass ich schließlich trotz aller guten Vorsätze, so schnell nicht wieder in kurzlebige Digital-Technik zu investieren, einen DAVE erwarb. Abgesehen von der Befürchtung, dass es bald noch leistungsfähigere FPGAs geben wird, mit denen Rob Watts, der schon seit Jahren für die Entwicklung von allen Chord DACs verantwortlich ist, dann einen noch besseren Wandler konstruieren könnte, lebe ich seitdem in Sachen Wandler glücklich und zufrieden. In den Ausführungen zu seinem DAC hatte Rob Watts postuliert, dass es sein Ziel sei, ein Filter mit einer Länge von mindesten einer Million Taps – beim DAVE sind es „nur“ 164.000 Taps – zu realisieren, um Transienten möglichst realitätsnah wiedergegeben zu können und der rein analogen Musikreproduktion noch ein Stückchen näher zu kommen. Womit ich in diesem Artikel keinesfalls die alte Diskussion „analog versus digital“ wiederbeleben möchte. Darin müsste dann ja nicht nur eine Bewertung der klanglichen Nachteile der mechanischen Kopiererei im Presswerk, sondern auch eine Betrachtung der Qualität der Analog-Digital-Wandlung einfließen. Dazu sei lediglich angemerkt, dass Rob Watts noch in diesem Jahr den Prototypen seines ADCs fertigstellen will. Man darf gespannt sein.

Da die Eingangswahl – CD-Laufwerk, USB- oder BNC-Anschluss – automatisch erfolgt, wirkt die Geräteoberfläche sehr aufgeräumt
Da die Eingangswahl – CD-Laufwerk, USB- oder BNC-Anschluss – automatisch erfolgt, wirkt die Geräteoberfläche sehr aufgeräumt

Inzwischen hat unter Musik- und Technikbegeisterten die Glaubensfrage „CD oder Streaming“ die alte Analog-Digital-Diskussion abgelöst. Den Kollegen Jürgen Saile interessiert Musik von der Festplatte nicht einmal aus Gründen der Bequemlichkeit, Wolfgang Kemper ist für beides offen, hat sich aber – soweit ich weiß – noch nicht endgültig festgelegt. Roland Dietl kann ich mir nur schwerlich ohne seine Laptops mit einer CD hantierend vorstellen und ich habe mich einmal für Festplatten entschieden und diesen Entschluss inzwischen nicht wieder in Zweifel gezogen. Aber egal, ob Musik von der CD oder der Festplatte: Der BLU MkII ist für die Anhänger beider Lager gleich interessant. Denn im BLU arbeitet ein Field Programmable Gate Array, mit dem sich ein Filter mit der magischen Million Taps realisieren lässt, der Xilinx XC7A200T. Er verfügt über die nötige Rechenleistung, braucht für seine hochkomplexen Berechnungen aber bis zu zehn Ampere Strom bei einer Betriebsspannung von fünf Volt. Dabei ist die Bereitstellung von 50 Watt für ein Netzteil kein Problem. Viel schwieriger ist es, für den FPGA und sein Schaltungsumfeld trotz stark schwankenden Strombedarfs stabile Arbeitsbedingungen zu schaffen. Und deswegen hat es Rob Watts vorgezogen, den Upscaler nicht mit dem Wandler in ein und demselben Gehäuse mit demselben Netzteil unterzubringen. So kann der FPGA im DAVE vom Leistungshunger des Xilinx XC7A200T unbehelligt seine Aufgabe als D/A-Wandler ausführen, während der Xilinx im BLU für das Upscaling sorgt.

Der magnetisch zentrierte Puck ist im Deckel des CD-Fachs befestigt
Der magnetisch zentrierte Puck ist im Deckel des CD-Fachs befestigt


Sein Signal bekommt der Upscaler entweder über den USB- respektive den S/PDIF-Eingang in BNC-Ausführung oder vom eingebauten Philips-CD-2-Pro-Drive. Auf welche Abtastrate das Signal vom Upscaler, den Rob Watts mit Anspielung auf die Filterlänge von über einer Million Taps „M Scaler“ nennt, hochgerechnet wird, läßt sich mit einem in drei Positionen rastenden Kippschalter auf der Rückseite des BLU MkII wählen. Mit dem Schalter direkt daneben kann man entscheiden, ob beim Upscalen von 16-Bit-Dateien in 24 Bit Dither eingesetzt werden soll. Bei High-Res-Files hat die Einstellung keinerlei Einfluss auf den Klang. Als „Normal“-Einstellung definiert Chord übrigens den Verzicht auf Dither. Die Frequenz, mit der Daten vom BLU MkII ausgegeben werden, hängt auch vom verwendeten Ausgang ab: Über einen AES-Ausgang werden bis zu 88,2 oder 96 Kilohertz, über deren zwei bis zu 176,4 oder 192 Kilohertz angeboten. Bei einer BNC-Verbindung geht es bis 352,8 oder 384 Kilohertz. Zwei BNC-Kabel ermöglichen schließlich bis zu 705,6 oder 768 Kilohertz. Die Wahl der Quelle für den M Scaler erfolgt übrigens automatisch: Wenn kein Signal vom CD-Laufwerk kommt, ist der USB-Eingang aktiv. Liegen auch hier keine Daten an, schaltet der BLU MkII auf den BNC-Eingang.

Der Deckel wird von Federn offengehalten
Der Deckel wird von Federn offengehalten

Die Integration des BLU MkII in meine Kette war eine Sache von Minuten: die Laufwerks-Upscaler-Kombination mit einem sehr guten Netzkabel wie dem Hijiri Takumi verbinden, zwei BNC-Kabel zwischen BLU und DAVE anschließen und das aus dem Aries Femto kommende USB-Kabel von DAVE in den BLU umstecken – und schon kann es losgehen. Der DAVE erkennt nach einem kurzen Moment, dass an einen der beiden BNC-Eingangspaare ein Signal mit 705,5 Kilohertz anliegt und schaltet auf diese Frequenz um. Bei bekannten Teststücken weiß ich nach nicht einmal einer Minute, dass ich sie über DAVE niemals zuvor so dynamisch, unangestrengt und ebenso spannend wie entspannt gehört habe. Die imaginären Räume sind einfach ein Traum! Doch G8-&-Friends-Geschäftsführer Olaf Adam hat den BLU MkII ja nicht nach Gröbenzell begleitet, um hier Musik zu genießen. Er will auch mal hören, wie sich das – für mich persönlich recht uninteressante – CD-Laufwerk im Vergleich zum USB-Eingang schlägt: Dazu bedarf es ja nur einer Silberscheibe, deren Daten bereits auf den Festplatten des Melco gespeichert sind. Wir hören zuerst zweimal die CD, die ich keinesfalls derart wohlklingend in Erinnerung hatte, und wechseln dann zur Festplatte, was uns beiden ein zufriedenes Lächeln entlockt.

Aufgrund der hohen Packungsdichte ist das Herzstück des M Scaler, der mächtige FPGA, ohne größere Ausbauten nicht zu sehen
Aufgrund der hohen Packungsdichte ist das Herzstück des M Scaler, der mächtige FPGA, ohne größere Ausbauten nicht zu sehen

Bei Olaf Adam ist der Grund dafür, dass er die Daten als einen Hauch blasser empfindet und ihm die Instrumente bei der favorisierten CD einen Hauch voluminöser und die Klangfarben kräftiger erscheinen. Für mich hingegen scheint der Vergleich die Vorzüge des Streamens zu bestätigen: Die Instrumente befinden sich hier auf einer in Breite und Tiefer weiter ausgedehnten Bühne, sind noch klarer voneinander differenziert und von einem Hauch mehr Luft umgeben. Außerdem sind die Standorte der Lautsprecher bei dieser Konfiguration nicht einmal mehr zu erahnen: Die Illusion des Aufnahmeraums ist perfekt. Nach einem kurzen Meinungsaustausch steht fest, dass wir die jeweils vom anderen hervorgehoben Vorzüge auch gehört haben, was aber nichts an der persönlichen Gewichtung ändert.


Das Philips-CD-Pro-2-Laufwerk ist über Federn mit dem Gehäuse verbunden
Das Philips-CD-Pro-2-Laufwerk ist über Federn mit dem Gehäuse verbunden

Olaf Adam gewährt mir zwar eine angenehm lange Zeit für die Beschäftigung mit dem BLU MkII, allerdings bleibt davon netto leider viel zu wenig übrig: In diesen Wochen habe ich eine Vielzahl von Besuchern und auch noch die ein oder andere Dienstreise zu absolvieren. Ironischerweise gehen gleich zwei der Termine auf das Konto von Olaf Adam. Andererseits hat es natürlich auch sein Gutes, dass ich mich nicht wochenlang ohne Unterbrechung an den Klang des BLU gewöhne. So dürfte die Trennung weit weniger schwer fallen. Aber noch ist es nicht soweit. Nach ein wenig Herumspielen wird deutlich, dass alle Abtastraten außer der höchsten nur dann gewählt werden sollten, wenn der folgende Wandler die 705,6 respektive 768 Kilohertz nicht verarbeiten kann. In der Kombination mit dem DAVE gibt es keinen Grund, den M Scaler nicht mit höchsten Abtastrate zu betreiben. Weniger eindeutig sieht es da schon bei der Dither-Einstellung aus: Kurzzeitig war ich vom noch größeren Raum dank Dither fasziniert. Andererseits verschiebt sich gleichzeitig die tonale Balance ein wenig. Die Tiefen kommen mit weniger Druck, Perkussionsinstrumente glänzen ein wenig mehr. Langfristig gefällt mir das konkretere, erdverbundenere Klangbild dann doch besser: Die bei der Verwendung von Dither größere Bühne wirkt mir auf Dauer zu wenig konkret. Aber hier kann ja jeder das für seine Kette oder seinen Geschmack Passende auswählen.

Wie schön: Die Schalter sowie die Ein- und Ausgangsbuchsen sind eindeutig beschriftet
Wie schön: Die Schalter sowie die Ein- und Ausgangsbuchsen sind eindeutig beschriftet

Von den paar geschilderten Experimenten abgesehen habe ich den BLU MkII seit seinem Eintreffen in Gröbenzell mit der höchsten Abtastrate und ohne Dither betrieben – und mich wohl schleichend an den fantastischen Klang der Chord-Kombination gewöhnt, allerdings nicht soweit, dass mir nach ein paar Tagen Abwesenheit und einer mehrstündigen Aufwärmphase nicht aufgefallen wäre, auf welch hohem Niveau die Wiedergabe von CDs oder Files in entsprechender Auflösung nun möglich ist. Eigentlich hatte ich vor, mir für einen abschließenden Vergleich noch einmal den Sound von Abdullah Ibraham und Ekayas „Calypso Minor“ einzuprägen, aber dann begeisterten mich die Klangfarben der akustischen Instrumente, die live-ähnliche Dynamik und die fast völlige Freiheit der Wiedergabe von technischen Artefakten derart, dass ich das gesamte Album Sotho Blue hörte: Einfach großartig, mit welcher Wucht das Tenorsaxophone einsteigt und dann mit luftigem Ton die Melodie fortführt. Dann die ungemein realistisch wirkende Abbildung des Flügels, die Härte der Anschläge, frei von jeglicher Lästigkeit, die Macht des schwingenden Resonanzkörpers: ein Genuss! Fast immer ist es der Beginn einer Note oder eines Klanges, der die Reproduktion so ungemein echt und lebendig wirken läßt.


Wenn man sich auch nur kurz an den M Scaler gewöhnt hat, macht der DAVE allein viel weniger Spaß: Die Abbildung gerat weniger präzise, harte Klavieranschläge verlieren viel von ihrem Live-Charakter und wirken minimal aggressiv: Man dreht unwillkürlich die Lautstärke ein wenig zurück. Glückliche Besitzer eines DAVE sollten sich den BLU MkII dann und nur dann einmal anhören, wenn seine Finanzierung halbwegs gesichert ist.

Mehr Informationen zum BLU MkII aus erster Hand werden Sie im zweiten Teil diese Artikels finden.

Gegenüber dem perfekt verarbeiteten Metallgehäuse des BLU MkII fällt die Haptik der Fernbedienung ein wenig ab
Gegenüber dem perfekt verarbeiteten Metallgehäuse des BLU MkII fällt die Haptik der Fernbedienung ein wenig ab

STATEMENT

Natürlich braucht es einen Wandler, um dies alles wiedergeben zu können. Dennoch: Für mich ist der M Scaler Rob Watts Meisterwerk, das digital gespeicherte Musik seinem Konservendasein weitestgehend entreißt und ungemein nahe an das Live-Erlebnis bringt. Egal, ob für die CD-Wiedergabe oder Streaming: BLU MkII und DAVE sind für mich das digitale Dream-Team!
Gehört mit
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Network Enhanced Transport Rockna Wavedream NET
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
D/A-Wandler Chord DAVE, Rockna Wavedream Signature
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Eintein The Poweramp, Ayon Epsilon
Lautsprecher Kaiser Acoustics Kawero! Classic
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde, Habst Ultra III, Audioquest Diamond und Carbon, Cardas Audio Clear Network
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus, Room Tuning Disks, Tuning Tips und TU-666M, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Chord Electronics BLU MkII
Gehäuse präzisiongefrästes Choral-Aluminium-Gehäuse, Design von John Franks
Auflösung bei CDs 44,1 bis 705,6kHz, vom Nutzer wählbar
Anschlussmöglichkeit (Eingang) 1 x USB-Eingang (44,1, 48, 88,2, 96, 176,4, 192, 352,8, 384, 705,6 und 768kHz), 1 x BNC S/PDIF (44,1-384kHz, upsampled)
Anschlussmöglichkeit (Ausgang) 1 x einfach AES (44,1 und 88,2kHz), 1 x Doppel-AES (88,2 und 176,4kHz), 1 x einfach BNC (88,2, 176 und 352,8kHz), 1 x Doppel-BNC (176,4, 352,8 und 705,6kHz)
Chipsatz Chord Electronics' kundenspezifisch programmierter Xilinx XC7A200T FPGA
Filterlänge 1015808 Taps (16FS filter)
FPGA Leistungsaufnahme 10A
Frequenzgang 0-20kHz, ±0,0000001dB
Restwelligkeit im Durchlassbereich ±0,0000002dB (0-20kHz)
Sperrbereich-Unterdrückung -135dB
Gesamte Harmonische Verzerrungen und Rauschen -144
Rauschen 2,6 µV, A-bewertet ohne messbare Modulation des Grundrauschen
Fremdspannungsabstand 126dB A-bewertet
Netzteil 90-240V Wechselstrom
Leistungsaufnahme 30W
Gewicht 7kg
Abmessungen (B/H/T) 333,5/98,5/142mm
Preis 10500 Euro

Vertrieb
G8 & friends GmbH – High Quality Distribution
Anschrift Schwelmer Str. 8
40235 Düsseldorf
Telefon +49 211 97176091
Fax +49 211 97176091
E-Mail info@g8friends.de
Web www.g8friends.de

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Freitag, 15 September 2017 14:55

Dynaudio stellt zwei neue Subwoofer vor

Dynaudio hat auf der diesjährigen CEDIA Show in San Diego zwei neue Subwoofer angekündigt, die das Home Audio Portfolio des Herstellers ergänzen. Der Sub 3 und der Sub 6 ersetzen die Vorgängermodelle Sub 250 und Sub 600 – und bringen einiges an moderner Technik mit.

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Der kompakte Sub 3 ist mit seinen 300 Watt in der Lage, im Home Cinema großen Filmmomenten mit Leistung, Durchsetzungsvermögen und Präsenz noch mehr Gewicht zu verleihen – ein Kraftpaket, das wohl kaum jemand in einem Lautsprechergehäuse dieser Größe vermuten würde. Gleichzeitig empfiehlt er sich durch ausgewogene, präzise und musikalische Wiedergabe als Ergänzung hochwertiger Hi-Fi-Anlagen, wo es auf Stereowiedergabe mit dem gewissen Extra ankommt.
 
Dynaudio Chassis in Contour-Qualität und die hochwertige Bauweise machen zusammen mit der doppelten Frontschallwand und dem brandneuen 24-Zentimeter-Chassis diesen Subwoofer zur perfekten Ergänzung jedes Stereo- oder Mehrkanal-Systems. Er kann an alle AV-Receiver oder Stereo-Vorverstärker angeschlossen werden, und mit dem integrierten Hochpassfilter kann der Anwender die Übergangsfrequenz zu den Satellitenlautsprechern justieren (flach, 60 oder 80 Hz), um eine nahtlose Integration des Subwoofers in das Gesamtsystem zu gewährleisten. Die doppelten Cinch-Eingänge und -Ausgänge erlauben das Durchschleifen des Audiosignals durch den Sub 3.

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Beim größeren Sub 6 setzt Dynaudio auf fortschrittliche, intelligente DSP-Technologie und einen hochwertigen 500-Watt-Verstärker, dessen Leistung ihn als Ergänzung der Contour Serie und der im Dynaudio Sortiment darüber angesiedelten Modelle empfiehlt. Die Dynaudio Entwickler haben die akustischen Eigenschaften der beliebtesten Dynaudio High-End-Lautsprecher sorgfältig analysiert und diese in Form sogenannter Performance Maps erfasst. Sie erlauben es, Zweiwege-Systeme mühelos in perfekt integrierte Dreiwege-Systeme zu verwandeln. Diese Informationen sind im Sub 6 gespeichert. Mit Hilfe des integrierten Displays und Menüsystems kann der Anwender hier seine Lautsprecher auswählen. Der Frequenzübergang des Sub 6 wird dann perfekt auf das vorhandene Lautsprechermodell abgestimmt.
 
Wenn das Unternehmen in Zukunft neue Lautsprecher einführt, werden die Dynaudio Entwickler Firmware-Updates für den Sub 6 bereitstellen, die entsprechende Performance Maps enthalten. Das bedeutet, dass der Sub 6 sowohl mit zukünftigen Lautsprechermodellen als auch mit Dynaudio Klassikern perfekte Ensembles zu bilden vermag.
 
Um eine optimale Abstimmung von Subwoofer und Lautsprecher zu gewährleisten, kann das Audiosignal am Sub 6 zeitlich verzögert werden. Dazu muss der Anwender lediglich den Abstand zwischen Subwoofer und Lautsprecher eingeben. Der Subwoofer passt dann sowohl Signalphase als auch Signalverzögerung automatisch an. Weiterhin gehört zur Ausstattung ein vollparametrischer EQ. Er umfasst drei Filter, die es erlauben, zum Erzielen der bestmöglichen Klangqualität Raummoden entgegenzuwirken.
 
Für die kraftvolle Basswiedergabe sorgen beim Sub 6 zwei völlig neu entwickelte 24-Zentimeter-Membranen des Typs MSP+ Hybrid Drive. Hier kommt das von Dynaudio selber entwickelte Material Magnesium-Silikat-Polymer zum Einsatz. Eine optimierte Konstruktion aus Aluminium, MSP und Papierfaser sorgt für hohe Resonanzdämpfung. Es handelt sich dabei um neue Chassis, die speziell für die Verwendung in Subwoofern entwickelt wurden. Die neuen Chassis befinden sich an den beiden Enden des raffiniert konstruierten Gehäuses, das breiter als tiefer ist, wodurch es dezenter an einer Wand aufgestellt werden kann.

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Das System ist modular aufgebaut: Die 500-Watt-Endstufe ist am Boden montiert, während der Verstärker für den DSP sich an der Rückseite befindet. So können Endstufe und DSP gegebenenfalls unabhängig voneinander ausgetauscht werden. Sowohl der Sub 3 als auch der Sub 6 sind wahlweise in Seidenmatt Schwarz oder Seidenmatt Weiß erhältlich. Der Sub 3 wird 1.500 Euro kosten, der Sub 2.500 Euro.

Vertrieb
Dynaudio International GmbH
Anschrift Ohepark 2
21224 Rosengarten
Germany
Telefon +49 4108 41800
Fax +49 4108 418010
Web www.dynaudio.de

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Donnerstag, 14 September 2017 00:01

Technics präsentiert den neuen SP-10R

Technics gab auf der IFA 2017 in Berlin die Einführung eines neuen Referenzklassenmodells für Plattenspieler mit Direktantrieb bekannt. Der SP-10R ist das bislang hochwertigste Modell der HighEnd-Audiomarke. Er wird voraussichtlich im Frühsommer 2018 auf den Markt kommen.

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Nach der Einführung des SL-1200GAE/G im vergangenen und des SL-1200GR zu Beginn dieses Jahres nahm Technics die Entwicklung seines bislang leistungsstärksten Plattenspielers auf. Der SP-10R vereint neueste digitale und analoge Technologien. Dadurch erzielt das Modell unter allen bisherigen Technics Plattenspielern Bestwerte in den Bereichen Geräuschspannungsabstand, Drehzahlkonstanz, Tonhöhen- und Gleichlaufschwankung. Im Prototyp des SP-10R verbindet Technics einen neuentwickelten kernlosen Direktantriebsmotor mit einem sieben Kilogramm schweren Plattenteller. Über das bereits im SL-1200G angewandte Zwillingsrotor-Antriebssystem hinaus integriert dieser zusätzlich auch auf beiden Seiten des Rotors angebrachte Statorspulen. Auf diese Weise erzeugt der Plattenspieler ein noch höheres Drehmoment für einen noch souveräneren Antrieb.

Der schwere Plattenteller des SP-10R weist eine dreischichtige Struktur auf, die sich ebenso wie beim SL-1200G aus einer Messingplatte, einem Aluminium- Druckguss-Teller und einer schwingungsdämpfenden Gummischicht zusammensetzt. Durch die Optimierung der natürlichen Resonanzfrequenz jeder einzelnen Schicht werden selbst minimale Vibrationen, die durch externe Einflüsse entstehen können, eliminiert und ein außergewöhnlich klares und präzises Klangbild sichergestellt.

Der SP-10R verfügt zudem über ein extrem rauscharmes Schaltnetzteil. Im Vergleich zu einer transformatorgestützten Energieversorgung unterdrückt das Netzteil des SP-10R Brummgeräusche und Vibrationen deutlich effizienter. Da das Netzteil vom Plattenspieler getrennt ist, wird die Übertragung unerwünschten Rauschens auf das Gehäuse zugunsten eines klaren und detailreichen Klanges vermieden.

Technics arbeitet intensiv an der Markteinführung des SP-10R im Frühsommer 2018. Das neue Referenzklassenmodell wird vollständig kompatibel mit den Systemen SP10MK2 aus dem Jahr 1975 und SP-10MK3 von 1981 sein – die beiden Vorgängersysteme, die lange zur Grundausstattung professioneller Rundfunkanstalten zählten und bis heute von Audiophilen weltweit geschätzt und genutzt werden. Darüber hinaus plant Technics die Einführung eines vollständigen Plattenspielersystems auf Basis des SP-10R inklusive eines Tonarms und weiterer Komponenten.

Vertrieb
Panasonic Deutschland
Anschrift Eine Division der Panasonic Marketing Europe GmbH
Winsbergring 15
22525 Hamburg
Telefon +49 40 85490
E-Mail panasonic.de@eu.panasonic.com
Web www.technics.com

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Donnerstag, 13 September 2007 19:42

Panasonic Deutschland

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Acapella, der exklusive Hersteller von Hornlautsprechern, und das Audio Forum, das führende Fachgeschäft für audiophiles Hifi, feiern ihr 40 jähriges Bestehen. Sie laden am 17. September zu einem exklusiven Konzert mit den Talking Horns ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Audio Forum in der Koloniestraße 203.

Eine Stunde später spielen die „sprechenden Hörner“ live zu ihrer ersten gemeinsam mit Acapella produzierten Langspielplatte über den neuen Lautsprecher Campanile 2 in den Räumlichkeiten der Firma Krohne, Ludwig-Krohne-Str. 5, in Duisburg. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Die Musikliebhaber Hermann Winters und Alfred Rudolph gründeten vor 40 Jahren Acapella Audio Arts. Das Unternehmen ist inzwischen weltweit bekannt für Lautsprecher aller höchster Qualität. Sie zeigt sich in exklusivem Design, in sorgfältig ausgewählten Materialien, hochwertiger Verarbeitung, handwerklichen Details und herausragendem Klang. Im Audio Forum erlebt der Kunde audiophile Vielfalt ausgewählt nach höchsten Ansprüchen: innovativ, zeitgemäß, langlebig, klangvoll.

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Jazz-Kenner, Freunde der Kammermusik und Groove-Genießer sind gleichermaßen von den Talking Horns begeistert. Die große Faszination des Kölner Quartetts liegt neben seinem Spielwitz vor allem im fantasievoll-musikalischen Mikrokosmos: Messerscharfe Bläsersätze wechseln mit lyrischen Passagen, und gelegentlich reflektiert der musikalische Horizont auch avantgardistische Kammermusik. Der in Innsbruck lebende Produzent der Musik zur „Sendung mit der Maus“, Andreas Gilgenberg, beweist sich an Flöte, Klarinetten und Saxofonen. Stephan Schulze an Flügelhorn, Posaune, oder Tuba verdient sein Geld in den Ensembles von "Starlight Express" und "Saturday Night". Der gefragte Theatermusiker und Bandleader Achim Fink spielt an allem, was klingt. Das Quartett komplettiert der theater- und fernseherprobte Kultmusiker Bernd Winterschladen aus Köln an Tenor-, Baritonsaxophon und Bassklarinette. Im Auftrag des Goetheinstituts spielten die Talking Horns als Kulturbotschafter in Madagaskar, Ruanda, Gabun, Kamerun, Senegal, Mauretanien, Marokko, dem Jemen und Ägypten.

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Dienstag, 12 September 2017 00:01

AudioSolutions' 5th Anniversary Edition

Der litauische Lautsprecherhersteller AudioSolutions feiert das fünfjährige Jubiläum nicht nur mit einer Aktualisierung des bisherigen, vielfach prämierten Topmodells Vantage, sondern gleich mit einer neuen Top-Linie, der 5th Anniversary Edition.

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AudioSolutions hat das Flaggschiff des Portfolios aktualisiert und zu einer kompletten Linie erweitert: Vantage 5th Anniversary Edition. Gleichzeitig wurde das Erscheinungsbild radikal erneuert. Bisher war die Vantage in klassisch-konservativer Anmutung gestaltet. Jetzt überraschen die Litauer mit einer neuen Interpretation des Konzepts, das vollständig mit diesem konventionellen Ansatz bricht: Für diese avantgardistisch gestaltete Reihe nutzt AudioSolutions neueste Technologien wie extrem fortschrittliche Hochleistungs-3D-Druckmaschinen, um Bauteile außerordentlich feinteilig, individuell und passgenau zu fertigen. Auch die Materialien wurden neu gewählt. Anstelle des gewohnten Leders kommen beispielsweise extrem widerstandsfähige und sehr kostspielige Vinyl-Folien zum Einsatz, um den Lautsprechern einen betont futuristischen Look zu verleihen.

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Die erneuerte Vantage-Linie setzt sich aus fünf Typen zusammen. Der Kunde kann aus drei unterschiedlich großen Standlautsprechern (S/M/L), einer Kompaktbox (B), dem passenden Center (C) für HeimkinoInstallationen sowie den Ausführungen Schwarz oder Lichtgrau wählen. Alle Modelle verfügen über die gleichen kompromisslosen technischen Lösungen, um sich in der Liga der weltbesten Lautsprecher zu etablieren. Als Beleg seien beispielhaft genannt: die Verwendung von besonders dichtem sibirischem Birkenholz in 18 Schichten, durch Computersimulation errechnete, extrem rigide interne Skelett-Strukturen der Gehäuse, integrierte Downfiring-Subwoofer, hochwertige Papier-Membranen, ein breitbandig spielender Mitteltöner (200 - 8000 kHz) sowie die exzellente Kalotte aus Beryllium.

Die Schallwandler der neuen Vantage 5th Anniversary-Edition markieren nicht nur die Top-Position innerhalb des eigenen Portfolios von AudioSolutions. Vielmehr stellen sie sich selbstbewusst der internationalen Konkurrenz im Wettbewerb der absolut kompromisslosen High-End-Lautsprecher. Und scheuen sich dabei nicht, in der visuellen Wirkung ein unverwechselbares Statement abzugeben.

Die Paarpreise beginnen bei 19.500 Euro.

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Vertrieb
Genuin Audio Vertrieb
Anschrift Thomas Wendt
Byhlener Straße 1
03044 Cottbus
Telefon +49 355 38377808
Fax +49 355 38377809
E-Mail thomas.wendt@mac.com
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Montag, 11 September 2017 00:01

Audia Flight FLS 10

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Der neue Audia Flight FLS 10 Vollverstärkers war auf der diesjährigen Highend zu besichtigen. Hören konnte man ihn jedoch noch nicht. Es dauerte noch zwei weitere Monate, bis er das angestrebte technische und musikalische Niveau erreichte.

Beteiligt am finalen klanglichen Ergebnis des Audia Flight FLS 10 ist Jan Sieveking, der deutsche Importeur. Der bezeichnet sich selbst als Überzeugungstäter und ist nicht unkritisch, wenn er ein neues Produkt der von ihm vertretenen Firmen geliefert bekommt. Der neue Vollverstärker wurde nach der Highend bei Sieveking Sound in Bremen einem intensiven Hörtest unterzogen. Antreten musste er gegen die getrennten Bausteine der FLS-Linie der italienischen Manufaktur. Dieser Vergleich zwingt sich auf, da die Endstufe des neuen Vollverstärkers identisch ist mit der separaten Endstufe FLS 4. Erstmalig geht Audia Flight diesen Weg. Bisher wurden in Vollverstärkern keine separaten Endverstärker integriert, es waren stets komplette Neuentwicklungen. Die hier implantierte FLS 4 kostet allein schon 7500 Euro. Statt weitere 6000 Euro für den passenden Vorverstärker FLS 1 ausgeben zu müssen, erhält man nun für nur 2000 Euro mehr den neuen FLS 10. Weiteres Geld spart man, da beim Vollverstärker die Investition in ein zweites, adäquates Netzkabel sowie in eine entsprechende Verbindungsleitung von Vor- zu Endverstärker entfällt. Dem FLS 10 haben Jan Sieveking und ich sofort ein angemessenes Stromkabel gegönnt, nämlich ein 1,5 Meter langes Cardas Clear Power. Bei dieser Wahl habe ich der Erfahrung des Importeurs vertraut.

Das typische Design und der bei Audia Flight übliche, massive Material-Einsatz sorgen für ein ansprechendes und resonanzarmes Gehäuse
Das typische Design und der bei Audia Flight übliche, massive Material-Einsatz sorgen für ein ansprechendes und resonanzarmes Gehäuse

Es war das Ziel der Italiener, den Vollverstärker klanglich so nahe wie möglich an die getrennte Kombination heranzubringen. Bei der Zwei- in-Eins-Lösung enfallen immerhin ein weiteres teures Gehäuse und auch oft übersehene Kosten wie Verpackung und Waren-Logistik. Somit geht die Ersparnis keineswegs ganz zu Lasten der technischen und klanglich relevanten Investition. Die einschneidende Rotstift-Maßnahme besteht im Schaltungsaufbau: Der separate Vorverstärker FLS 1 ist komplett diskret konstruiert, unser Vollverstärker besitzt eine Vorstufe, die aus integrierten Schaltkreisen aufgebaut ist. Dazu wurden Kondensatoren in kostengünstiger Klebe-Technik verbaut. Dies war jedoch nur bis zum oben angesprochenen Hörtest in Bremen der Fall. Denn im direkten Vergleich mit den separaten Bausteinen war Jan Sieveking nicht wirklich zufrieden. Um herauszufinden, wo die Ursache liegt, betrieb er den Vorverstärker-Teil des FLS 10 über dessen geregelten Vorstufen-Ausgang mit der baugleichen separaten Endstufe FLS 4. Diesen Vorstufen-Ausgang besitzt der neue Vollverstärker, um entweder symmetrisch oder über Cinch eine zweiten Endstufe anzusteuern. Für diesen Bi-Amping-Betrieb bietet sich naturgemäß die identische FLS 4 an. Aber auch jede beliebige andere Endstufe lässt sich für Bi-Amping auf diese Weise mit dem FLS-10 kombinieren. Durch diesen Vergleich konnte Jan Sieveking die Vorstufen-Sektion des Vollverstärkers als Schwachstelle ausmachen. Mit entsprechenden Anmerkungen schickte er den Verstärker zur Revision zurück nach Italien. Die findigen Konstrukteure Massimiliano Marzi und Andrea Nardini hatten schnell ihre verklebten Kondensatoren als die fatale Fehlerquelle ausgemacht. Das Qualitäts-Defizit war zwar nicht groß, wäre andernorts vielleicht gar nicht aufgefallen, aber Jan Sieveking legt für den FLS 10 die Klang-Messlatte eben sehr hoch: Der soll klanglich der separaten Alternative extrem nahekommen und gleichzeitig einen erheblichen Preisvorteil bieten. Mit diesem Anspruch war die überarbeitete Version nach ihrer Rückkehr nun absolut im Einklang. Etwa Mitte Juli erhielt ich von Jan Sieveking einen Anruf, in dem er sich merklich über den Erfolg des Nachbesserung in Italien freute. Jetzt hatte er, was er wollte. Diesen FLS 10 brachte er mir dann schnellstens zum Test vorbei.

Nicht zum Lieferumfang gehörig, aber eine sinnvolle Ergänzung ist das Netzkabel von Cardas
Nicht zum Lieferumfang gehörig, aber eine sinnvolle Ergänzung ist das Netzkabel von Cardas


Die Tatsache, dass er persönlich den Verstärker zu mir transportierte, zeigt seinen Enthusiasmus. Denn er wollte sich selber ein Bild davon machen, in welchem Umfeld sein Neuling bei mir spielen soll und vor allem, wie er hier klingt. So haben wir ein paar Stunden gemeinsam den Italiener an meinen griechischen Audio Analysis Epsilon Lautsprechern gehört. Verbunden waren sie mit dem Bi-Wiring Real Cable. Schon nach den ersten Takten war klar, es gibt nichts zu richten oder zu korrigieren. Auf Anhieb spielte das Gespann so auf, dass Jan Sieveking sich entspannt auf dem Sofa zurücklehnte. Ich hingegen setzte mich voller Erstaunen aufrecht auf die Kante desselben. So kontrolliert hatte sich die Epsilon bislang noch nicht verhalten. Wie sie jetzt aufspielte, war es eine in meiner Kette nicht dagewesene Qualität. So ist bislang kein Verstärker mit dem Bändchen-Dipol-Strahler zurechtgekommen und umgegangen. Als Tonquelle diente der Melco N1A mit dem Antelope Zodiac Plus Wandler. Gehört haben wir zunächst meinen aktuellen Test-Standard, die 192-Kilohertz-Version des Gregory Porter-Albums Take Me To The Alley. Ursächlich für die etwas eingeschränkte Räumlichkeit ist der Antelope-Wandler, ganz sicher nicht der Audia Flight. Denn der staffelt weit besser die imaginäre Bühne, als es andere Verstärker zu leisten imstande waren, inklusive meiner Spectral Endstufe. Dazu liefert der FLS 10 eine bestechende Homogenität. Sofort machte er deutlich, dass souverän Leistung zur Verfügung steht und er alles im Griff hat. Dies demonstrierte er besonders positiv im Grundton und Tiefbass. Hier konnte der Audia Flight bestens für Akkuratesse und Plastizität sorgen. Davon profitierte naturgemäß das gesamte Klang-Gemälde mit analytischer und dynamischer Darstellung. Die Jazz-Titel von Gregory Porter erklangen klangfarbenstark, aber niemals zu üppig, dreidimensional und gleichzeitig differenziert und angenehm homogen. Die Musik fließt und der Rhythmus stimmt. Die Füße wippen.

Das Display gibt zu den sinnvollen Programmier-Optionen Auskunft. Hier ist die Einstellung der Empfindlichkeit von Eingang eins angezeigt. Möglich sind ± 6 dB
Das Display gibt zu den sinnvollen Programmier-Optionen Auskunft. Hier ist die Einstellung der Empfindlichkeit von Eingang eins angezeigt. Möglich sind ± 6 dB

Jan Sieveking und ich unterhielten uns ein wenig über das audiophile Unternehmen aus Civitavecchia in der Nähe von Rom. Dabei lauschten wir angetan und zustimmend nickend einigen Titeln aus meiner Qobuz Favoriten-Liste. Jan Sieveking sprach über seine Erfahrungen mit den Audia-Flight-Verstärkern im Allgemeinen und über diesen Class-AB-Verstärker im Besonderen: Er braucht nur wenige Minuten, bis sich das gewaltige Netzteil mit Energie vollgesaugt hat und bereit ist, mit ganzer Kraft und vor allem ganuerQualität loszulegen. Die AB-Schaltung ist so ausgelegt, dass der FLS 10 einen sehr hohen Class-A-Bereich generiert – mit allen daraus resultierenden klanglichen Vorteilen. Dieses Schaltung-Konzept ist natürlich auch in der Wärmeentwicklung zu spüren. Die großen Kühlkörper links und rechts zusammen mit dem massiven Aluminium-Gehäuse bieten zwar reichlich Kühlfläche. Legt man seine Hand aber mal nach einer Stunde Spielzeit auf das Firmen-Symbol im Gehäuse-Deckel, spürt man ordentlich Wärme. Über die Qualität der Verstärker von Audia Flight berichtete schon recht ausführlich Dirk Sommer im Testbericht über die Vorstufe Strumento n°1 mk2.

Schaut man in das Innere des ausschließlich von unten verschraubten Gehäuses, erkennt ein jeder sofort den komplett doppelt monaural gegliederten Aufbau des zudem symmetrischen Konzepts. Die Audia Flight Entwickler Massimiliano Marzi und Andrea Nardini wandten im FLS 10 ihre bekannte Transimpedanz-Schaltung mit lokaler Stromgegenkopplung an. Ebenso wie in der separaten Endstufe FLS 4 findet sich auch im Vollverstärker ein vergossener und zweifach geschirmter 2000-Watt-Ringkerntrafo mit getrennter Versorgung des linken und rechten Kanals. 32 Leistungstransistoren generieren bei Bedarf kurzfristig etwa neunhundert Watt auf jeder Seite. Daran haben auch die Siebkondensatoren mit insgesamt stattlichen 288.000 Mikrofarad Kapazität ihren Anteil. Ein weiterer Abgriff am Trafo liefert den Strom für die Vorstufe und die Zusatzplatinen. Weiteres lässt sich auf der Website nachlesen: „Die interne Signalverstärkung der Endstufensektion wird in vergossenen Class-A-Modulen ausgeführt. Hier kommt die lokale Stromgegenkopplung zum Einsatz. Selbstverständlich haben auch diese Module eine separate Stromversorgung und werden zusätzlich aus Kondensatoren mit einer Gesamtkapazität von 18.000 Mikrofarad versorgt. Auch im FLS 10 kommen Platinen mit massiven Kupferleiterbahnen zum Einsatz, die Audia Flight bei einem Militärzulieferer bezieht. Diese Platinen werden in der eigenen Fabrik von Hand bestückt. Dort werden auch die CNC-gefrästen Aluminiumpaneele von Hand nachpoliert, bevor sie bedruckt werden. Weil Marzi und Nardini keine halben Sachen machen, haben sie im FLS 10 einen zusätzlichen Trafo mit 15 Watt installiert, der sich um die Mikroprozessorkontrolle und Einschaltverzögerung kümmert. So etwas gehört aus ihrer Sicht einfach nicht in die Hauptstromversorgung – und hält außerdem den Standby-Stromverbrauch unter ein Watt.“

Die Rückseite ist klar gegliedert. Ein Paar der beiden RCA-Ausgänge liefert einen fixen Pegel
Die Rückseite ist klar gegliedert. Ein Paar der beiden RCA-Ausgänge liefert einen fixen Pegel


In den folgenden Tagen genieße ich auf dem Melco gespeichertes Musikmaterial oder solches von meinem Qobuz-Highres-Zugang, den ich ebenfalls per Melco erreiche. Frappierend empfinde ich immer wieder, welche Feinzeichnung und Genauigkeit in der Detail-Information. aber auch welches Timing der FLS 10 den Lautsprechern ermöglicht, ja aufzwingt. Er kombiniert Neutralität mit Leben und Spielfreude. Nie klingt etwas harsch, nie klingt etwas langweilig. Diesen Bändchen-Dipol-Strahlern ist der neue Audia Flight ein perfekter Partner. Leonard Cohens „Hallelujah“, interpretiert mit vielstimmigen Gesang vom Pentatonix Ensemble, wird mit kraftvollen männlichen und weiblichen Stimmen ergreifend vorgetragen. Auch die Oldies „Proud Mary“ oder „It Came Out Of The Sky“ von Creedence Clearwater Revival gerieten mit diesem Verstärker im Qobuz-192 kHz-Streaming zum fetzigen und mitreißenden Vergnügen. Vor allem der kontrollierte Bass imponierte und sorgte gefühlt für den richtigen Vorwärtsdrang. Der Ohrwurm „Hey Now“ der Indie-Pop-Band London Grammar imponierte durch sauberen, mächtig druckvollen Synthesizer-Tiefbass und die hautnahe Stimme von Frontfrau Hannah Reid. Was der Audia Flight an Präzision an den Dipol-Flächen-Strahlern erreicht, ist einmalig. Dies gilt in noch höherem Masse für orchestrale Musik wie Stravinskys „Pulcinella Suite“ mit dem New York Philharmonic und Pierre Boulez. Wunderschön seidig, klar und farbig inszeniert der FLS 10 das Orchester und die Solo-Instrumente.

Dieser technische Aufbau lässt das Herz des Betrachters höher schlagen
Dieser technische Aufbau lässt das Herz des Betrachters höher schlagen

Äußerlich macht der Audia Flight FLS 10 einen wirklich gediegenen Eindruck. Dies verdankt er seiner hochwertigen Gehäuse-Verarbeitung und dem sichtbaren Material-Aufwand. Massives Aluminium kommt hier reichlich zum Einsatz. Diese Wertigkeit unterstreicht das typische Audia Flight Fenster auf der Front, das aussieht wie ausgebreitete, weite Flügel und in blauen Lettern auf schwarzem Grund manch Wissenswertes anzeigt. Das große, optisch gekoppelte Schwungrad als Lautstärke-Regler gefällt durch seine Sensibilität. Will man große Sprünge machen, spürt der Sensor dies an einer kurzen, heftigen Dreh-Bewegung. Beim behutsamen Drehen verändert der Optokoppler in feinen Schritten den Pegel. Da möchte man die solide und ergometrisch angenehme Metall-Fernbedienung gerne mal beiseite lassen. Sechs metallene, auf der Front nebeneinander angeordnete Druckschalter haben folgende Funktionen: „On“ erweckt den Verstärker aus dem Standby. Der Schalter für die vollständige Trennung vom Netz befindet sich rückseitig. Rechts daneben befindet sich der „In“-Taster, nach dessen Betätigung Sie den Eingang per Stellrad wählen können. Es folgt „Set“ zum Programmieren diverser Optionen wie individueller Benennung oder Empfindlichkeit der einzelnen Eingänge. Sie können auch nicht benutzte Eingänge aus der Auswahl ausschließen, so dass Sie schnelleren Zugriff haben. Denn der FLS 10 erlaubt keine direkte Anwahl, sondern lediglich das Durch-Tasten von eins bis fünf oder rückwärts. Weiterhin lässt sich jeder Eingang unter Umgehung der Vorstufe direkt auf die Endstufe schalten. Zwischen dritter und vierter Taste leuchtet in rot (Standby) oder blau die Betriebs-LED. Der vierte Taster ist „Mute“ und fährt den Pegel zügig, aber nicht schlagartig runter oder rauf auf die ehemalige Einstellung. Dies ist übrigens auch so, wenn Sie mit dem „On“-Schalter in oder aus dem Standby gehen. Der Audia Flight kehrt in den vorherigen Zustand zurück. Ob „Mute“ ganz auf stumm oder einen leisen Pegel herunterfahren soll, kann man programmieren. Der fünfte Schalter „Phase“ invertiert die Lautsprecher-Ausgänge um 180 Grad. Dies kann bei einigen Aufnahmen hilfreich sein oder bei Bi-Amping, wenn man eine Endstufe eines anderen Herstellers anpassen will. Der sechste Taster „SPK“ schaltet die Lautsprecher ab, falls Sie den daneben liegenden Klinke-Kopfhörer-Ausgang nutzen wollen. Dem habe ich mich kurz gewidmet und möchte ihm ein Kompliment machen. Wenn auf die Lautsprecher verzichtet werden muss, liefert der Kopfhörer-Anschluss eine großartige Alternative. Das bislang Positive Wahrgenommene dürfen Sie auch auf ihn beziehen. Das hat wohl seinen Grund darin, dass es keinen speziellen Kopfhörer-Verstärker im FLS 10 gibt. Vielmehr liefert die Endstufe selber auch hier die Energie und ihren Charakter.

Die solide, blind zu handhabende Fernbedienung offeriert beinahe sämtliche Funktionen in übersichtlicher Anordnung
Die solide, blind zu handhabende Fernbedienung offeriert beinahe sämtliche Funktionen in übersichtlicher Anordnung

Die Rückseite verdient ebenfalls Beachtung: Die Symmetrie des Doppel-Mono-Konzepts ist deutlich zu erkennen. Auf jeder Seite gibt es zwei XLR-Eingänge, drei Cinch-Eingänge, einen XLR-Ausgang, zwei Cinch-Ausgänge sowie pro Kanal zwei Paar Lautsprecher-Anschlüsse. Diese sind nicht separat wählbar, sondern parallel geschaltet, um optimales Bi-Wiring zu ermöglichen. Zwei großflächige Blenden aus massivem Aluminium bedecken die Steckplätze für einen optionalen Phono-Einschub und eine digitale Wandler-Einheit. Diese sind zur Zeit noch nicht erhältlich. Somit ist der FLS 10 aktuell ein reiner Hochpegel-Vollverstärker.


Will man sich die komfortable Bedienung am Gerät mittels des großen Stell-Rades für Lautstärke, Eingangswahl oder andere Einstellungen nicht gönnen, kann man bequem sitzen bleiben und all dies mit der Metall-Fernbedienung vornehmen. Allein die Phase lässt sich hier nicht umschalten. Auch ist auf der Fernbedienung sinnvollerweise die Speaker-Taste für den Kopfhörer-Betrieb nicht zu finden. Dafür erlaubt sie das Dimmen des Displays per Tastendruck in drei Stufen und den direkten Zugriff auf die Balance.

Für die Mehrzahl unter Ihnen dürfte das Verhalten des Audia Flight an mit Konus-Chassis und Kalotten bestückten, dynamischen Lautsprechern von übergeordnetem Interesse sein. Deshalb habe ich ihn auch an den begeisternden Dynaudio Special Forty gehört: Auch hier zeigt der Audia Flight seinen oben beschriebenen Charakter und vermittelt gleichzeitig den Eindruck, klanglich gar nicht zu existieren. Die Musik scheint er absolut neutral und mit unerschöpflicher Energie einfach nur an die Special Forty weiterzureichen, die auch mit diesem Verstärker großartig klingt. Meine zur weiteren Wahrheitsfindung herangezogenen Quadral Platinum M 50 konnten am Audia Flight ebenfalls Höchstleistungen vollbringen. Die Quadral hat, vergleicht man sie mit der Special Forty, einen weniger warmen Charakter. Das Klangbild geriet mit dem Audia Flight ausgesprochen feingliedrig und farbenreich. Im Bass führte der FLS 10 die Platinum sauber und verbot jegliche Überzeichnung. Zum Ende meiner Test-Reihe kam weiterer Besuch aus Italien. Der WBS-Vertieb schickte mir ein Paar der ausgefallen schönen Lignea von Franco Serblin. Die beiden Italiener können hervorragend miteinander: Toll, was der Audia Flight mit diesem Lautsprecher macht. Der FLS 10 muss nun leider per Spediteur in unser Foto-Studio nach Gröbenzell. Es wird schwer, für ihn einen Ersatz zu finden. Er legt die Messlatte an der kleinen Franco Serblin ungemein hoch – und nicht nur an ihr.

STATEMENT

Eigenklang scheint für den FLS 10 ein Fremdwort zu sein. Er liefert lässig unlimitiert Dynamik. Er begeistert durch filigrane Zeichnung und verleiht Instrumenten und Stimmen glaubwürdige, authentische Klangfarben. Im Grunde hört man ihn gar nicht. Mehr Lob geht wohl kaum.
Gehört mit
Computer Apple MacMini mit OS X El Capitan, Audirvana Plus 3, Qobuz Highres
Netzwerk-Player Melco N1A
Clock Mutec MC-3+Smart Clock USB
DA-Wandler Antelope Zodiac plus, Audio-gd Master 7, Sonic Frontiers SFD-1
CD-Player Primare DVD 30
Plattenspieler Brinkmann Bardo mit Musical Life Conductor 10 Zoll o
Tonabnehmer Audio Technica ART 9
Phono-Vorstufe Plinius Koru
Lautsprecher Analysis Audio Epsylon, Dynaudio Special Forty, Qudral Platinum M 50, Franco Serblin Lignea
Kopfhörer Denon AH-D2000
Zubehör Audioquest Diamond oder Carbon USB, Audioquest Jitterbug, JIB Boaacoustic Silver Digital Carbon SPDIF und Krypton AES/EBU, Inakustik Black&White NF-1302, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral LS mit Enacom LS, Shunyata Andromeda LS, Real-Cable Bi-Wiring LS, MudrAkustik Max Netzleiste, Mudra und Audioquest NRG-X2 Netzkabel,Cardas Clear Power Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, Groneberg Wandsteckdosen, mbakustik Raum-Absorber
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella-Basis
Herstellerangaben
Audia Flight FLS 10
Eingänge 2 x symmetrisch XLR, 3 x unsymmetrisch RCA, 2 x Options-Slot-Eingänge (Phono MM & MC / DAC)
Ausgänge 1 x symmetrisch XLR, 1 x unsymmetrisch RCA, 1 x unsymmetrisch RCA (Tape Out), 2x Lautsprecheranschlüsse (parallel für Bi-Wiring), 1x Kopfhörerausgang
Eingangsimpedanz 47 kΩ symmetrisch oder unsymmetrisch
Verstärkungsbereich -90 dB bis 10 dB
Verstärkungsauflösung 0,5 dB Schritte
Frequenzbereich 0,3 Hz – 500.000 Khz (1 Watt RMS, -3 dB)
Verzerrung (THD) < 0,05 %
Ausgangsleistung 200 W/380 W (8 Ω/4 Ω) RMS
Schutzschaltung bei Impulsleitung > 900 Watt pro Kanal an einer Last von < 2 Ohm
Dämpfungsfaktor > 650 an 8 Ohm
Leistungsaufnahme 820 Watt maximal, 180 Watt Normalbertrieb
Standby-Verbrauch < 1 W
Gehäuse-Farbe silber oder schwarz
Abmessungen 450 B x 177 H x 440 T mm
Gewicht 36 kg
Preis 9500 Euro

Netzkabel

Cardas Clear Power
Preis 890 Euro für das 1,5m Test-Kabel

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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