Zur diesjährigen HighEnd stellte Canor den Virtus A3 Hybrid-Vollverstärker vor. Der lockt mit einem integrierten Digital-Analog-Wandler und einer diskret aufgebauten Phono-Vorstufe für MM- und MC-Tonabnehmer. Sowohl seine Technik als auch die Ausstattung bieten Ungewöhnliches. Vor allem aber soll er klanglich beeindrucken.
Das slowakische Entwickler-Team konnte mich bereits vor einem Jahr überzeugen: Der Vollverstärker Virtus I2 aus der Premium Line musizierte in meinem Hörraum wie keiner zuvor in dieser Preisklasse. Der war ein gestandener Röhren-Vollverstärker. Auch im Virtus A3, für dessen Entwicklung man sich viel Zeit genommen hat – irgendwo las ich etwas von drei Jahren –, spielen Röhren eine Rolle. Denn zwei E88CC Doppeltrioden, die elitäre Version einer ECC88, verleihen dem A3 bereits in der symmetrisch aufgebauten Eingangsstufe ihren Anteil an seiner Musikalität, wie sich auch im Hörtest zeigen wird. Wie gut der A3 klingt, merkte ich bereits bei den ersten Takten an meiner Phonar P9.2SE und erst recht an den Epsylon Vollbereichsbändchen, an denen manch Mitbewerber sich eher langweilig gibt. Sagt Ihnen der Name John Westgate etwas? Er ist ein erfahrener Audio-Designer mit britisch-slowakischen Wurzeln und für die Entwicklung des Virtus A3 verantwortlich. John Westlake steht für viele meist digitale Designs, die er im Laufe seiner Kariere bei Firmen wie Pink Triangle, Cambridge Audio, Quad und Warwick Acoustics schuf. Seine jüngeren Kreationen für Peachtree Audio, Audio Lab, Creek oder Pro-Ject erhielten mehrfach Auszeichnungen wie den Diapason d'Or.

John Westlakes Begeisterung für das Endverstärker-Konzept der legendären Quad 405 Endstufe veranlasste ihn, deren Current-Dumping Technologie in den Virtus A3 einfließen zu lassen. Hier kombiniert er je Kanal eine leistungsschwache Class-A Endstufe, die den Lautsprecher kontrolliert, mit einem Schaltnetzteil-A/B-Endverstärker. Der isoliert den Class-A Verstärker von den Lautsprecherlastströmen und liefert den Strom für die zweimal 100 Watt an acht Ohm. Entscheidend ist: Auf diese Weise gibt es keinen unliebsamen Übergang zwischen Class-A und Class-A/B Betriebsmodus. Dieses Prinzip soll für die angestrebte hohe Musikalität des Virtus A3 sorgen, ist jedoch verlustwärme-intensiv. Es bedarf besonderer Kühlung, die per mit Flüssigkeit gefüllten Heat-Pipes und groß dimensionierten Kühlkörpern erfolgt. Je Kanal sorgt zudem thermisch sensibel geregelte Ventilator für Luftzirkulation von unten. Hätte ich diese nicht auf den Fotos gesehen, wären mir die beiden Ventilatoren akustisch gar nicht aufgefallen. Wenn sie aktiv werden, dann so geräuscharm, dass sie nicht stören. Der Virtus A3 ist von den analogen oder digitalen Eingängen bis zu den Lautsprecheranschlüssen mit unabhängigen, mehrstufigen geregelten Netzteilen doppelt Mono aufgebaut. Die Stromversorgung liefert ein großer Ringkerntrafo, der sich unterhalb der Netzteil-Elektronik befindet. Die gesamte Schaltung des A3 braucht weder Op-Amps noch Koppelkondensatoren im Signalweg. Die Lautstärke wird über Chips in 99 Dezibel-Schritten gesteuert und im Piktogramm groß angezeigt. Die beiden Röhren in der Vorstufe stecken, wie auch damals beim luxuriösen Virtus I2, in blauen MU-Metall-Gehäusen, die nicht nur abschirmen, sondern auch der Resonanzunterdrückung dienen. Die Kapselung kann man leicht abnehmen, falls man diese Röhren einmal tauschen möchte. Der USB-Eingang ist galvanisch entkoppelt und mit einer HF-Filterung ausgestattet. Das USB-Signal wird zudem mittels eines Referenztaktgeber mit sehr niedrigem Phasenrauschen neu synchronisiert, um den Jitter zu minimieren. Zwei doppelt Mono geschaltete ESS 9038 Wandlerchips werden von vibrationsisolierten Oszillatoren mit niedrigem Phasenrauschen getaktet. Zu diesen technischen Besonderheiten gesellen sich außergewöhnliche Bedienungs-Features: Auf der Front befinden sich zwei Kopfhöreranschlüsse: eine vierpolige symmetrische XLR-Buchse und die asymmetrische Alternative für einen Klinkenstecker. Berührt man das Kopfhörer-Symbol rechts daneben, schaltet die Endstufe aus. Umgekehrt geht das auf gleiche Weise, wobei ein Lautstärkepegel von über -35dB, der für den Kopfhörer gebraucht wurde, automatisch beim Umschalten um 20 Dezibel zurückgesetzt wird. So ist ausgeschlossen, dass den Lautsprechern schlagartig ein lauter Pegel zugemutet wird. Gute Idee!

Der eigentliche Design- und Bedienungsknüller ist aber der zentrale, vom für Canor typischen orangen Lichtring umgebene Stellknopf auf der Front. Der beeindruckt mit einem integrierten Touchscreen! Mit ihm lassen sich alle Einstellungen ändern und anzeigen. Die Info springt nach einiger Zeit auf die Grundeinstellung zurück. Dies ist alternativ das Canor Logo oder das Logo in Kombination mit zwei abhängig vom Pegel ausschlagenden Zeigern. Alles lässt sich auch in mehreren Stufen dimmen oder ganz schwarz schalten. Die Matrix-Anzeige rechts neben diesem phänomenalen Display-Knopf zeigt den aktiven Eingang und die Lautstärke in Dezibel an. Auf dem Touchscreen können Sie ungenutzte Eingänge löschen. Die sind dann auch per Fernbedienung nicht wählbar. Jeden einzelnen Eingang kann man auch unabhängig voneinander um drei oder sechs Dezibel anheben. Das gilt auch für die integrierte Phonostufe. Bei Bedarf kann man festlegen, über welchen Eingang der A3 in ein Heimkino-System eingebunden werden soll. Der Pegel dieses Eingangs ist dann nicht regelbar. Interessant sind die für PCM oder DSD im Displayknopf wählbaren Filter. Sie lassen sich auch über die System-Fernbedienung ansteuern und so am Hörplatz nach Geschmack aussuchen. Ich habe die angebotenen Filter-Varianten als gut unterscheidbar empfunden und je nach Musikart auch mal gewechselt. Das ist ein schöner Komfort zur Feinjustierung. Wer sich damit nicht beschäftigen will, sucht einmal eines aus und fertig oder belässt es bei der Werkseinstellung. Beim Ein- und Ausschalten des Verstärkers läuft ein Röhrensymbol und ein Countdown, um die Aufwärm- oder Abkühl-Phase anzuzeigen. Das alles macht einen gut durchdachten und praxisgerechten Eindruck. Dieser vielseitige Display-Bedienregler erlaubt durch Drehen, Wischen und Druck noch einige Einstellungen mehr und scheint mir ein ebenso gewöhnungsbedürftiges wie komfortables Bedienelement. Wenn alles perfekt eingestellt ist, sieht man nichts mehr davon und kann sich auf die Musik konzentrieren.

Die Rückseite bietet die für Verstärker üblichen Anschlüsse, erfreulicherweise sowohl in Cinch in als auch symmetrisch XLR. Das gilt auch für den Vorverstärker-Ausgang, an den sich Subwoofer oder eine weitere Endstufe für BI-Amping anschließen lassen. Für den Phono-Eingang trifft man am Touch-Screen-Knopf auf der Front die Auswahl für MM oder MC, für deren Verstärkungsfaktor und für eine der möglichen Kapazitäten und Impedanzen. Diese sind für MM 50, 150, 300 und 400 Picoofarad, für MC 47 und ein Kiloohm sowie 100, 50 und zehn Ohm. Für einen integrierten Verstärker ist diese Option ungewöhnlich vielfältig: Kompliment! Zuerst hat mich bei der musikalischen Beurteilung die digitale Sektion im A3 interessiert. Für die digitalen Eingänge benötigt man einen Zuspieler. Ich nehme da mit Vergnügen den just getesteten Eversolo T8. Der passt ausgezeichnet zur Klasse des Canor Virtus A3, auch preislich, wie ich finde. Neben den digitalen Eingängen S/PDIF-Koax und Toslink, die beide gleich zweimal vorhanden sind, gibt es einen USB-Eingang. Der ist als USB-C ausgeführt, was leider mit den Standard-Verbindungen mit USB-B nur per Adapter zu verbinden wäre. Aber das ist schlichtweg pfui. Erfreulicherweise gibt es exzellente USB-Kabel wie das Audioquest Diamond oder auch günstigere Alternativen mit USB-C Stecker. Allerdings frage ich mich, warum Canor hier nicht auch eine USB-B Buchse eingebaut hat, zumindest alternativ, wenn schon S/PDIF und optisch je zweimal vertreten sind. Sonst gibt es hier nichts Kritisches anzumerken und es ist schnell vergessen, wenn ich mich an´s Musikhören mache. Ich verbinde den Eversolo parallel mit dem günstigen Boaacoustic Evolution Black am koakialen S/PDIF Eingang und mit dem kostspieligen Habst DIII an AES/EBU.

Die Klangunterschiede zwischen den beiden Kabeln hört man zweifelsfrei. Das Boaacoustic klingt wärmer und vergleichsweise etwas schmeichelnd, das zehnmal teurere Habst besser auflösend und cooler. Ganz gleich, welches der beiden spielte, offenbarte sich schnell der Charakter des Virtus A3 und seines integrierten D/A-Wandlers. Das ECM Doppel-Album Jimmy Giuffre 3 1961 (Qobuz-Stream 44,1/16) machte schnell klar, wie toll diese Kombi nuanciert. Beim Bassspiel von Steve Swallow flirren die Saiten, Giuffres Klarinette wird feinst artikuliert und Paul Bleys eigenwilligem, den Rhythmus gebenden, famosen Klavierspiel auf der rechten Seite mag man gespannt lauschen. Das Trio musiziert enorm feinsinnig und mit wunderschönen Klängen. Da fliegen die vier Album-Seiten am Ohr nur so vorbei. Bei solcher Darbietung gerät diese zum Hinhören zwingende Musik zum Genuss und wirkt überhaupt nicht anstrengend. Der Swing ist spürbar und ich bin emotional dabei, besonders schön „Thats True, That´s True“. Ähnlich sauber strukturiert zeigt sich auch das Holly Cole Trio beim Live Album Montreal, das leider nur gut 29 Minuten dauert. Bei „Whatever Lola Wants“ von der per USB-Dockingstation am Eversolo T8 angeschlossenen HDD erlebe ich Holly Coles Gesang eindrucksvoll artikuliert, mit Körper und leicht dunklem Timbre, wie ich es von besten Wiedergabeketten kenne. Gleichzeitig umrahmen die Sängerin Bass, Klavier und das Schlagzeug mit Transparenz und homogen miteinander spielend auf der Bühne. Letztere wirkt klar umrissen, nicht übergroß und verliert sich nicht ins Diffuse – sehr schön. Der Beifall des Publikums führt die Räumlichkeit glaubwürdig vor. Was hier bei diesen vier Akteuren auffällt, ist eine packende Feindynamik, die den Drive in der Musik körperlich spürbar werden lässt. Das Album geht schnell vorbei, „avec plaisir“ wie Holly Cole ihre Zugabe einleitet.

Bei Prokoviev´s Romeo and Juliet mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Vasily Petrenko, das in DXD auf meiner Festplatte gespeichert ist und über 176,4 Kilohertz per AES oder S/PDIF reinkommt – hier hätte ich gerne die volle Auflösung über USB gehabt – begeistert mich auch so die feine, zarte Wiedergabe, das geschmeidige, beinahe seidige Klangbild, was die Musik ebenso authentisch wie angenehm klingen lässt. Die Streicher und Blasinstrumente im „Morning Dance“ kann ich ohne Anstrengung mitverfolgen. Das Orchester stellt sich dar als ein homogener Klangkörper mit wunderbarer Transparenz und Energie. Jetzt mache ich folgenden Versuch: Ich vergleiche mit Hilfe Eric Claptons Unplugged den D/A-Wandler im Virtus A3 mit meinem PS Audio DAC, den ich mit einem Wireworld Eclipse Silver 10 Cinch-Kabel mit dem Virtus A3 verbinde. Ich muss also nur das vom Eversolo kommende Habst Kabel umstecken und am A3 den Eingang umschalten. „Before You Accuse Me“ ist dafür der Song meiner Wahl. Der PS Audio klingt kaum anders. In den unteren Tonlagen macht er etwas mehr Druck. Das kommt bei dem Clapton Song ganz gut. Bedenkt man, dass der PS Audio ohne die Streaming-BridgeII bereits teurer war als der komplette Virtus A3, ist dieser Klangunterschied beinahe lächerlich. Ich versuche es nochmal mit orchestraler Musik: Tschaikowskys Klavier Konzert No.1 mit Daniel Barenboim mit den Münchener Philhormonikern unter dem Dirigat von Sergiu Celibidache. Der DAC im Virtus gibt hier Orchester und Flügel etwas dichter wieder. Aber der Unterschied ist unbedeutend hinsichtlich der Schönheit und Transparenz, mit dem das Verstärkerteil im Canor die Musik aufbereitet, egal ob vom externen oder eigenen D/A-Wandler. Der Virtus A3 besitzt die Fähigkeit, das Schöne und Großartige in der Musik zu vermitteln, ganz gleich, um welches Genre es sich handelt. Er zeichnet keine allzu große Bühne, bleibt stets glaubwürdig und spricht den Hörer emotional an, was wohl auch einem ausgezeichneten Timing zu verdanken ist. Ich bin vom Virtus A3 derart begeistert und von seiner Musikalität angetan, dass ich ihn jetzt gegen das Gespann PS Audio DAC und Soulnote A2 Vollverstärker antreten lassen will, der ja allein schon fast einen Tausender teurer ist als der Canor. Ja, das teure Duo spielt mit mehr Griffigkeit, der Flügel kommt druckvoller und steht weiter vorn. Aber dafür bieten die Beiden nicht dieses Schmeichelhafte oder Liebliche wie der Canor. Nicht ,dass wir uns missverstehen: Der Virtus ist kein Schönfärber oder Weichzeichner. Er hat es nur irgendwie drauf, jeder Art von Musik ihre Schönheit zu entlocken, so dass man gerne zuhört und dies auch über viele Stunden.

Nun möchte ich mich dem integrierten, diskret aufgebauten Phonovorverstärker widmen und schließe den Virtus A3 in meiner großen Anlage anstelle des Plinius Koru an. Aus dem variablen XLR-Ausgang de A3 geht es an meinen Audio-GD Vorverstärker. Ich will jetzt nicht mit dem Plinius direkt vergleichen, sondern hören, wie gut der Canor die großartigen Fähigkeiten des Audio-Technica ART-20 umsetzen kann. Mit der Systemfernbedienung probiere ich vom Hörplatz aus die alternativen Verstärkungen und ohmschen Lasten für MC-Tonabnehmer. Nach kurzem hin und her lande ich beim „Concierto de Aranjuez“ von Rodrigo mit Neville Marriner und der Academy of St.Martin-in-the-Fields mit dem großartigen Pepe Romero wieder bei den gleichen Einstellungen wie beim Plinius: 60 Dezibel Verstärkung und 100 Ohm Abschluss, allerdings mit einer zusätzlichen Verstärkungsanhebung um drei Dezibel, die ja für jeden Eingang möglich ist, in diesem Falle also intern hinter der Phono-Vorstufe. Mein Vorhaben hat zugegebenermaßen einen Haken. Wenn ich hier den voll aufgeregelten Vorverstärker-Ausgang nutze, dann ist halt auch die Vorstufe mit zu hören und bringt ihre sympathische Diktion mit ein. Trotzdem ist kein störendes Brummen oder Rauschen wahrzunehmen. Im Gegensatz zu meinem Plinius, der erst tagelang Stromzufuhr braucht, um seinen Können zu beweisen, ist der Canor schon nach kürzester Zeit voll da und bezaubert wieder mit feiner dynamischer Auflösung und diesem für ihn charakteristischen zarten, seidigen Schmelz. Glanz und Energie verbinden sich auch jetzt zu einem Wohlklang, der mit bester Durchhörbarkeit und Dynamik einhergeht. So strahlen die Bläser mit Energie und jeder Ton des Orchesters und der Solisten wirkt konturiert und plastisch. Feinfühlig erhebt sich das Englisch Horn von Barry Davis nach dem Gitarren-Part von Pepe Romero. Die Phonostufe passt somit absolut ins Gesamtkonzept des Virtus A3, der damit Analog und Digital gleichwertig umsetzt. Mir scheint die Vorverstärker-Sektion im A3 ganz entscheidend diese angenehm wie packend klingende Spielweise zu diktieren. Denn hier bei Phono ist die Endstufe gar nicht mit von der Partie, aber die klangliche Diktion bleibt unverändert. Jetzt lege ich Let It Bleed von den Rolling Stones in der Abkco Ausgabe von 2003 auf den Brinkmann Bardo. Auch diese Musik vermittelt der Canor meisterlich mit Punch und Akkuratesse. Erstaunt war ich, wie differenziert bei „Country Honk“ die Background Stimmen – Gesang würde ich das eher nicht nennen – von Keith Richards und Nanette Newman zu hören sind: sehr spannend.

Mit dieser Stones Platte folgt jetzt abschließend noch ein kurzer Test des Kopfhörerausgangs mit meinem Denon AH-D2000 über den Klinken-Anschluss. Hier gibt's im Gegensatz zu den begrüßenswerten Anpass-Optionen bei Phono und ebenso erfreulichen Filter-Varianten für Digital nichts einzustellen. Man hat, wie gesagt, die Wahl zwischen asymmetrischer Klinke und symmetrischem XLR, was schon besser ist als bei den meisten vergleichbaren Verstärkern. Über den Denon Kopfhörer mit seinen 25 Ohm und 106 Dezibel Wirkungsgrad klingt's satt und differenziert. Da ist mehr als genug Leistung für laute Pegel und eine saubere Wiedergabe vorhanden.

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Gehört mit Anlage 1
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| Musik-Server/Player | Antipodes Oladra G4 mit Roon Server |
| Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| Plattenspieler | Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20 |
| Phonostufe | Plinius Koru |
| Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
| Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
| Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
| Kopfhörer | Denon AH-D2000 |
| Zubehör | Audioquest Dragon 48 HDMI, Audioquest Diamond USB, Habst DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Elementa Advance und, Alzirr XLR, Silversmith Fidelium Speaker und QED Genesis Silver Spiral mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen, Levin Design Vinylbürste |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Gehört mit Anlage 2
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|---|---|
| Streamer | Eversolo T8 |
| Server | Antipodes Audio Oladra G4 |
| Switch | Chord Company English Electric 8 |
| Vollverstärker | Soulnote A-2, Pier Audio MS-880SE |
| Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE mit Sockel |
| Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, HMS Armonia Carbon Speaker, QED Genesis Silver Spiral und Wireworld Eclipse 10 Speaker, MudraAkustik Max Netzleiste, Audioquest Hurricane Source und HC Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
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Herstellerangaben
Canor Virtus A3
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|---|---|
| Geräteart | Stereo Vollverstärker mit integriertem D/A-Wandler und Phonostufe für MM und MC |
| Stereo Ausgangsleistung | 2 x 150 W / 4 Ω (IHF Dynamic Power), 2 x 100 W / 8 Ω (IHF Dynamic Power) |
| Kopfhörerausgang unsymmetrisch | 500 mW / 30 Ω, 70 mW / 300 Ω |
| Kopfhörerausgang symmetrisch | 500 mW / 30 Ω, 270 mW / 300 Ω |
| Verstärkungsfakor | 34,5dB |
| Eingangsempfindlichkeit | 550 mV |
| Verstärkung Phono | MM 40 dB oder 46 dB, MC 60 dB oder 66 dB |
| Dämpfungsfaktor | 180 / 4 Ω, 380 / 8 Ω |
| Frequenzumfang | 10 – 35 000 Hz (± 0.5 dB / 5 W) |
| Eingangsimpedanz | 50 kΩ |
| Analoge Eingänge | 1 Paar RCA (Phono), 2 Paar RCA, 2 Paar XLR |
| Analoge variable Ausgänge | 1 Paar RCA, 1 Paar XLR |
| Digitale Eingänge | 2 x COAX, 2 x OPTO, 1 x USB, 1 x AES/EBU |
| D/A-Wandler | 2 x ESS 9038 (Dual Mono) |
| Kopfhörer-Ausgänge | 6.3 mm Klinke, 4-Pin XLR |
| Über Alles Verzerrungen (THD) | < 0.005 % / 1 kHz, 5 W; < 0.008 % / 1 kHz, 1 W |
| Rauschabstand | > 90 dB (20 Hz – 20 kHz) |
| Röhren-Bestückung | 2 x E88CC |
| Trigger-Anschlüsse | 1 x In (3.5 mm Klinke), 2 x Out (3.5 mm Klinke) |
| Netzstrom | 115 / 230 V, 50 – 60 Hz, 820 VA |
| Abmessungen B x H x T | 435 x 130 x 460 mm |
| Gewicht | 18 kg |
| Gehäuse | silber oder schwarz |
| Preis | 6.000 Euro |
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Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
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|---|---|
| Anschrift | Am Brambusch 22 44536 Lünen |
| Telefon | +49 231 22178822 |
| info@mkidc.eu | |
| Web | www.idc-klaassen.com |
Der Nu-Vista Vinyl S bietet dieselbe hochmoderne Nuvistor-Röhren-Verstärkertechnologie, die ursprünglich für den renommierten Nu-Vista Vinyl 2 entwickelt wurde, zu einem äußerst wettbewerbsfähigen Preis. Dennoch ist es dem Team von Musical Fidelity durch intelligente Designverbesserungen gelungen, die Essenz des Nu-Vista-Erlebnisses zu bewahren.
Das Herzstück des Vinyl S bilden identische Kernschaltungen und die charakteristische Nuvistor-Klasse-A-Topologie, die die klangliche Exzellenz seines größeren Bruders ausmachen. Durch intelligente Überarbeitungen und Layout-Optimierungen auf PCB-Ebene sowie eine Reduzierung der mechanischen Bauweise um 45 Prozent wird genau dieselbe Technologie erschwinglicher. Diese Überarbeitungen führen zu einem Produkt mit reduzierter Größe und geringeren Kosten, das dennoch die luxuriöse Haptik und unverwechselbare Ästhetik aufweist, die für die legendären Nuvistor-Produkte von Musical Fidelity stehen. Das Ergebnis ist eine raffinierte Verkörperung von High-End-Analogleistung, die entwickelt wurde, um denselben satten, dynamischen und emotional mitreißenden Klang zu liefern, der die Marke Nu-Vista von Musical Fidelity auszeichnet.
Der Vinyl S ergänzt die integrierten Verstärker Nu-Vista 600.2 und Nu-Vista 800.2 perfekt und ist ein Beweis für Musical Fidelitys anhaltendes Engagement für Handwerkskunst, Technologie und emotionales High-End. Genau wie der größere Nu-Vista Vinyl 2 verfügt auch der Vinyl S über ein diskrete und vollständig symmetrisches PCB-Design. Der Phono-Preamp enthält drei Verstärkerstufen,. Auch bei der EQ-Stufe wurde nicht an der falschen Stelle gespart: vollständig passiv und in zwei getrennten Stufen. Dies ist zwar aufwändiger in der Entwicklung und Umsetzung, gewährleistet aber die genaueste Darstellung der idealen EQ-Kurve. Die geteilte passive Entzerrung ermöglicht eine bessere Impedanzanpassung und eine geringere Abweichung von der idealen Entzerrungskurve. Zusätzlich zur RIAA-EQ haben wurden auch die beiden weniger verbreiteten DECCA-und COLOMBIA-Kurven implementiert. Die Audiosignale des Phonovorverstärkers gehen für jeden Kanal an eine separate Platine mit einer vollständig symmetrischen, diskreten Class-A Nuvistorstufe. Das saubere PCB-Layout und das zweckgerichtete Design garantieren geringstmögliches Rauschen und Verzerrungen bei niedriger Ausgangsimpedanz. Die Cinch- und XLR-Ausgänge haben jeweils eine eigene Stufe, so dass sie gleichzeitig genutzt werden können. Der Nu-Vista Vinyl S verfügt über die gleiche Display-Technologie und ein neu gestaltetes Bedienfeld wie alle anderen neuen Nu-Vista-Modelle.
Ein vollsymmetrisches Konstruktionsprinzip, wie es im Nu-Vista Vinyl S verwendet wird, besteht aus einem heißen und einem kalten (auch + und - genannt) Signal. Sowohl die + als auch die - Signalkette tragen effektiv die gleiche musikalische Information. Ein echter symmetrischer Verstärker kann nun die endgültige musikalische Information aus den +/- Signalen extrahieren und alles Rauschen, das möglicherweise auf dem Übertragungsweg hinzugefügt werden könnte, entfernen. Jeder der unsymmetrischen Cinch- oder symmetrischen XLR-Eingänge kann individuell für MM oder MC eingestellt werden. Außerdem speichert jeder Eingang seine eigenen Einstellungen. Es sind sehr große Bereiche von 40 Dezibel (Span¬nungsverstärkung um das 100-fache) bis zu 69 Dezibel (Spannungsverstärkung um das 3690-fache) möglich. Die Verstärkung wird mit Hilfe von Signalrelais sauber umgeschaltet, Die hohe Verstärkung ist der Grund dafür, dass ein Phonovorverstärker unglaublich leise sein muss (ein vollsymmetrischer Aufbau macht hier einen großen Unterschied), um so hohe Verstärkungspegel zu bewältigen. Die Eingangskapazität und -impedanz werden mit JFET-Transistoren geschaltet. Eine kostspielige, aber technisch äußerst anspruchsvolle Implementierung, die es dem Nu-Vista Vinyl 2 ermöglicht, mit jedem Tonabnehmer zusammenzuarbeiten und ihn perfekt in den Rest des Hifi-Systems zu integrieren. In diesen Kriterien bleibt der Nu-Vista Vinyl S ebenso perfekt wie sein größeres Pendant. Er hat kein hörbares Rauschen, auch nicht bei höchsten Verstärkungsgraden. Man kann weder den Eingang noch den Ausgang überlasten.
Stromversorgung: Das Nu-Vista Vinyl S ist ein Beispiel für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Super Silent Power Transformers. Industrietaugliche Steckdosen mit EMI-Filter und DC-Blocker verhindern Störungen und eliminieren Transformatorbrummen. Der gekapselte Ringkerntransformator ist speziell für empfindliche Phonosignale mit geringer Kernsättigung und extrem geringer elektromagnetischer Abstrahlung ausgelegt. Jede diskrete Verstärkerstufe verfügt über einen DC-Servo. Der Vorverstärker wird von zwei hochwertigen symmetrischen, rauscharmen Netzteilen versorgt, eines für jeden Kanal. Alle vollsymmetrischen Nuvistor-Netzteile sind passiv gefiltert und geregelt.
Nuvistor-Röhren wurden in den 1950er Jahren erfunden, um die vielen Unzulänglichkeiten herkömmlicher Röhren zu beheben. Im Gegensatz zu diesen bieten Nuvistor-Röhren eine sehr hohe Zuverlässigkeit, geringe Mikrofonie, geringes Raschen, Konsistenz von Charge zu Charge, geringe Größe und einen elativ geringen Stromverbrauch. Eine berühmte Anwendung war das Ampex MR- 70, ein teures Studiotonbandgerät, dessen gesamte Elektroniksektion auf Nuvistoren basierte. Eine weitere begrenzte Anwendung dieser sehr kleinen Röhre war die Verwendung in Studiomikrofonen aus dieser Zeit, zum Beispiel im AKG/Norelco C12a, in dem die 7586 verwendet wurde. Später war sie auch im berühmten Neumann U 47 zu finden.
Leider wurde gerade in dem Moment, in dem die Einsatzmöglichkeiten für Nuvistor-Röhren erforscht wurden, der Transistor erfunden, und damit war die Zeit für Nuvistoren vorbei. Die Angelegenheit ruhte bis vor etwa fünfzehn Jahren, als Musical Fidelity die erste seiner bahnbrechenden Nu-Vista-Serien entwickelte. Diese legendären, in limitierter Auflage hergestellten Produkte waren innerhalb weniger Monate ausverkauft. Heute, fünfzehn Jahre später, erzielen sie aufgrund ihres wunderbaren Klangs, ihrer Verarbeitungsqualität und ihrer Langlebigkeit sehr hohe Gebrauchtpreise.
Audio Tuning Vertriebs GmbH
Margaretenstraße 98
1050 Vienna/Austria
Headquarter
Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf
Analogweg 1
2130 Mistelbach/Austria
Volumio, das Unternehmen hinter dem renommierten Musikplayer VolumioOS, gab die Markteinführung des Primo Plus bekannt, eines fortschrittlichen Streaming-DAC, der digitale Audiodaten in audiophiler Qualität liefert. Als Weiterentwicklung des Primo wurden die beliebten Leistungs- und Vielseitigkeitsmerkmale im Primo Plus noch einmal verbessert.
Der Primo Plus ist kompakt und einfach zu installieren und die perfekte Ergänzung für hochwertige Audiosysteme. Er ist ideal für Audiophile, Musikliebhaber und alle, die eine überragende Audioqualität suchen. Der Primo Plus ist nicht nur eine verbesserte Version des Primo – er ist ein komplett neues Design, das auf zwei Jahren Forschung und Entwicklung im Bereich Streamer und DACs basiert. Im Vergleich zum Primo bietet er in jeder Hinsicht so viel mehr: Das Dual-Mono-DAC-Design mit 2 x ESS ES9039Q2M liefert eine unglaublich hohe Auflösung mit praktisch keinem Übersprechen, die verbesserte Stromversorgung und die OPAMPs garantieren eine möglichst geringe Verzerrung und das neue Taktdesign sorgt für eine nahezu jitterfreie Wiedergabe. Darüber hinaus stehen noch mehr digitale Eingänge zum Anschluss aller digitalen Quellen und das neueste VolumioOS mit einer Vielzahl von Funktionen zur Verfügung.
Michelangelo Guarise, Gründer und CEO von Volumio, der das Team von Volumio aus kreativen Köpfen, Ingenieuren, Musikliebhabern und Audiophilen leitet, sagte: „Bei Volumio stehen wir niemals still. Unser Primo war ein großer Erfolg, aber wir wollten noch einen Schritt weiter gehen. Durch die Konzentration auf Leistung und Vielseitigkeit und die allgemeine Verbesserung entstand Primo Plus. Wir freuen uns sehr darauf, dass unsere Community und ein breiteres Publikum von Musikliebhabern Primo Plus erleben können.“
Wie alle Produkte von Volumio wird auch Primo Plus in Handarbeit im Herzen von Florenz in der Toskana hergestellt. Der Name „Primo Plus“ selbst ist eine Hommage an das italienische Erbe – „Primo“ ist das italienische Wort für „erster“ und steht dafür, dass der ursprüngliche Primo das erste Produkt war, das jemals von Volumio entwickelt wurde. Und „Plus“ ist das lateinische Wort für „mehr“, denn dieses neue Modell bietet tatsächlich so viel mehr als die erste Generation des Primo.
Die wichtigsten Merkmale des Primo Plus:
Der Primo Plus kostet 1.200 Euro und kann ab heute bei den audioNEXT-Partnern und auf audioDOMAIN.de vorbestellt werden.
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Vertrieb
audioNEXT GmbH
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| Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
| Telefon | 0201 5073950 |
| info@audionext.de | |
| Web | www.audionext.de |
Dan D’Agostino ist eine Legende im Verstärkerbau. Er folgte wohl nie einer Mode, sondern vertraut bei allen Entwicklungen seinem Gehör und seiner Leidenschaft für den guten Klang. Mehr als 50 Jahre baut er nun schon Verstärker, immer mit dem Ziel, das „Wesen der Musik hörbar zu machen“. Erfüllt auch der S350 diese hoch gesteckten Ambitionen?
Die Progression S350 ist die kleinste Stereoendstufe im Gesamtprogramm. Optisch trägt sie alle charakteristischen Merkmale einer echten D’Agostino. Angefangen mit den gerundeten Frontlinien, der großen, grün leuchtenden Leistungsanzeige und dem modernen Kühlkörperdesign. Das Aussehen ist wie gewohnt sehr hochwertig, die Fertigung makellos. Und dennoch hat mich die allererste Begegnung mit dem aktuellen D’Agostino Design überrascht. Ich kannte damals weder die Formgebung noch die prominente Leistungsanzeige mit klassisch geformten Zeigern. Der erste Blick in das grün schimmernde Instrument brachte mich gedanklich deshalb auf Irrwege, hin zu Jules Verne und der Nautilus im Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“. Fraglos war dieses U-Boot mit seinen technischen Innovationen in vielen Dingen seiner Zeit weit voraus und vielleicht demzufolge meine Assoziation in Hinblick Dan D’Agostinos Verstärkerbaus gar nicht so absurd. Wie auch immer, heute blicke ich mit Respekt auf die unverkennbare Eigenständigkeit der Marke.

Dan D’Agostino selbst ist eine echte Größe in der High-End-Szene. Er gehört weltweit zu jener kleinen Gruppe von Entwicklern, die über Jahre hinweg Maßstäbe in der Branche gesetzt haben – eine Legende, mit einer bekannt großen Leidenschaft für leistungsstarke Verstärker. 1980 gründete er Krell Industries und blieb bis 2009 als Chefentwickler prägend. Nach dem Ausstieg 2011 folgte der Neustart unter eigenem Namen: Dan D’Agostino Master Audio Systems „DDMAS“, heute in Cave Creek, Arizona. Dort entstehen seither handgefertigte Geräte, deren Charakter das Unternehmen mit maximaler Kontrolle, bei minimaler Verfärbung, gepaart mit beindruckender Musikalität beschreibt. Schon deshalb wählte Dan D’Agostino bei seinen Entwicklungen konsequent einen Weg, der das musikalische Ergebnis ins Zentrum rückt, auch wenn die Verzerrungswerte zunächst nicht ganz dem Ideal entsprechen. Um reichlich Kraft verbunden mit klanglicher Wärme zu erreichen, war für ihn lange Zeit die Class A-Verstärkung die erste Wahl. Mit der Entwicklung der Momentum Serie fand er dann schließlich eine Lösung, die mit AB-Schaltkreisen den Klang einer Class-A Verstärkung erreicht. Die Vorteile liegen auf der Hand: deutlich weniger Wärmeentwicklung, keine lauten Kühl-Ventilatoren, weniger Energiebedarf und damit erfreulich klimafreundlicher.
Seine Rolle als Kopf des Unternehmens ist bis heute geblieben – D’Agostino entwirft, entscheidet und prägt die Handschrift sowohl technisch wie optisch. Dabei verfolgt er eine klare Linie: die besten Komponenten in kleinen Stückzahlen zu bauen und – wo er es für notwendig hält – Schaltungen neu zu denken und zu entwickeln. Über alle Modellreihen hinweg haben die Geräte die gleiche exklusive optische und klangliche Signatur, die einen Dan D’Agostino Verstärker unverkennbar machen. Technologisch steht D’Agostino für hoch belastbare Transistorschaltungen, leistungsstarke Netzteile und dem Anspruch nach maximalen Leistungsreserven und souveräner Stabilität. Auch gehört es zur Unternehmenspolitik, die gewonnenen Innovationen an die darunter angesiedelten Serien weiterzureichen. So profitiert die Progression-Reihe – darunter der S350 – von Konzepten, die aus dem monumentalen Relentless abgeleitet wurden, etwa dem Super-Rail-Konzept, der Auswahl neuer, gematchter Ausgangstransistoren Transistorschaltungen, vergleichbarer Bauteilqualität und natürlich der Denkweise was Stabilität und Leistung angeht. Die DNA der Flaggschiffe ist spürbar – nur in einem kleineren, „bezahlbareren“ Rahmen.

Der S350 gehört zur Progression-Serie, der Basis im D’Agostino-Portfolio. Innerhalb dieser Serie nimmt der S350 die Rolle des leistungsstarken Stereo-Endverstärkers ein – weniger exklusiv als Monoblöcke der oberen Serien Momentum und Relentless, aber technisch eng verwandt mit den größeren Geschwistern. Neben dem S350 gibt es in der Familie die M550 Monoendstufen, eine Vorstufe und eine integrierte Lösung, die mein Kollege Roland Dietl bereits 2023 für Sie getestet hat. Der Progression S350 zeigt dementsprechend auch das, was man bei D’Agostino erwartet: ein massiv anmutendes Aluminiumgehäuse, die typische, kreisrunde analoge Anzeige auf der Front, sauber gefräste Kanten und eine sichtbare Präzision in der Fertigung. Die Oberflächen sind in Silber oder Schwarz erhältlich. Mit den Maßen von 45,4 mal 22,9 maal 58,4 Zentimetern und einem Gewicht von 52,2 Kilogramm ist die Endstufe unübersehbar und schon gar kein Leichtgewicht. Alleingänge verbieten sich deshalb, will man den S350 sicher und unbeschadet an seinen Platz bringen.
Auf der Website von D’Agostiono findet man ein klares Statement: „Für eine realistische Klangqualität ist reichlich Leistung erforderlich“. Es verwundert also nicht, betrachtet man die beeindruckend inneren Werte des S350: angegeben sind 350 Watt pro Kanal an 8 Ohm, das Ergebnis verdoppelt sich bei 4 Ohm auf 700 Watt und steigt bei 2 Ohm nochmals auf unglaubliche 1400 Watt an. Werte, die eindrucksvoll demonstrieren, wieviel Reserve die Elektronik für dynamische Spitzen bereithält. Diese Reserven entstehen durch zahlreiche Ausgangstransistoren – der S350 nutzt 48 Leistungstransistoren, 24 pro Kanal – und eine großzügige Netzteilarchitektur mit einem 2.000-Watt-Netzteiltransformator, der mit fast 100.000 Mikrofarad Speicherkapazität des Netzteils gekoppelt ist. Alles mit dem Ziel, dass der Verstärker auch bei komplexen Lasten agil und kraftvoll agieren kann.
Der S350 ist ein auf Leistung getrimmter Class-AB-Verstärker, dessen interne Aufbauweise der Prämisse: kurze Signalwege, großzügige Leiterbahnen und vorzugsweise diskreten Schaltungstopologien anstatt IC-Module, folgt. Herzstück und die entscheidende Idee ist jedoch die „Super Rail-Schaltung“. D’Agostiono beschreibt sie als eine „voll symmetrische, nicht gebrückte Schaltung aus zwei Verstärkern – einem negativen und einem positiven – die exakte Gegenstücke bilden“. Die Eingang- und Treiberstufe arbeitet mit höheren Versorgungsspannungen als die Ausgangsstufe. Das erzeugt mehr Spielraum, um abrupte Leistungsanforderungen und -spitzen ohne Verlust liefern zu können und hält die Ausgangstransistoren sehr nahe an ihrem idealen Arbeitsbereich. Entsprechend arbeitet jeder D’Agostino mit positiven und negativen Versorgungs-Schienen oder -Rails. Das Ergebnis dieser Schaltungsinnovation, die oft mit einem Booster verglichen wird, kann die unmittelbar benötigte Leistung blitzschnell und kraftvoll liefern. Das Konzept verspricht eine bessere Dynamik, geringere Verzerrungen und eine deutlich straffere Kontrolle der Lautsprecher. Für den Hörer saubere Impulse, verbesserte Dynamik, ohne einen Eindruck von Limitierung oder Kompression.

Werfen wir einen Blick auf das Äußere, so fallen neben der prominenten Leistungsanzeige auf der Frontseite, besonders die formschönen, nach dem Venturi-Design geformten, Kühlkörper auf. Sie werden jeweils aus einem 22 Kilogramm massiven Aluminiumblock gefräst und leiten durch die Venturi-Struktur die Wärme effizient ab. D’Agostino übernahm dieses Prinzip vom größeren Relentless/Momentum-Design. Das Ergebnis überzeugt durch eine elegante Erscheinung und thermische Stabilität selbst bei hohen Lasten. Auch die Verarbeitung der Chassis ist Premium: durchgängig gefrästes Aluminium, präzise Meter-Mechanik hinter mineralischem Glas, massive Lautsprecherterminals und XLR-Eingänge, die Schalter und Bedienelemente sind da, wo sie die äußere Erscheinung nicht limitieren. So befindet sich ein Taster als Ein-Ausschalter an der Unterseite, gleich unterhalb der Leistungsanzeige. Der „magic touch" in seiner Funktion unterstreicht den Premium-Anspruch des Verstärkers und rundet das äußere Konzept perfekt ab. Und es gibt noch ein paar wichtige Aspekte, was Anschlüsse und Bedienung angeht: Der S350 ist ein unverkennbar symmetrischer Verstärker. Er akzeptiert ausschließlich XLR-Signale, verzichtet also völlig auf Cinch-Eingänge, bietet 12-Volt-Trigger, und eine dreistufige Dimmer-Schaltung für das grünleuchtende Frontdisplay. Um sein Potenzial nicht zu limitieren, sollte man den S350 mit einer vollsymmetrischen Vorstufe kombinieren. Das eigene Programm bietet eine Vorstufe aus der Progressen Serie, natürlich darf man auch zur nächsthöheren Momentum greifen.

In meinem Fall übernahm die Aufgabe der Vorstufe die Westminster Quest, die Aufgabe des Monitors die Wilson Audio Sasha V. Vielleicht haben Sie meinen Testbericht zur Watt Puppy gelesen, ein großartiger Lautsprecher! Was ich damals nur mutmaßen konnte, ja, die Sasha V kann mehr. Sie ist erwachsener, souveräner und sie projiziert Bilder in den Hörraum, die das musikalische Geschehen unglaublich greifbar machen. Die Sasha V ist auch der Grund, warum ich mich besonders auf den D’Agostino gefreut habe. Die Liaison zwischen Dan D’Agostino-Elektronik und Wilson-Lautsprechern ist bekannt – einige von Ihnen konnten vielleicht auf der vergangenen High End die beeindruckende Performance dieser Partnerschaft bei Audio Reference erleben.
Nun, ich hatte es ja bereits erwähnt, 52,2 Kilogramm Gewicht wollen erst einmal an ihren Platz gebracht werden. Das kluge Verpackungssystem ist dabei wunderbar hilfreich: Die beiden Längsklappen der unteren Verpackung werden einfach senkrecht nach oben geklappt, die darin integrierten Griffe machen den Transport für zwei Personen dann angenehm und machbar. Geben Sie dann der Endstufe einen angemessenen Platz und noch wichtiger, eine angemessene Unterlage. Bei meinem Test konnte ich zusätzlich mit Ansuz Darkz der dritten Generation experimentieren. Die Wirkung ist auf Anhieb nachvollziehbar und bringt – so weit die Unterlage nicht ohnehin schon perfekt ist – besonders einen Zugewinn an Durchhörbarkeit und ein verbessertes Timing. Passt es, kann ich die manchmal den D’Agostino Verstärkern nachgesagte Langweiligkeit keinesfalls nachvollziehen – ganz im Gegenteil! Und auch die Stromversorgung sollte angemessen sein. Ich habe den S350 meist mit einem Ansuz D3 Stromkabel an einem Anzus Mainz8D3 Power Supply betrieben. Den Wechsel auf den noch üppiger ausgestatten Mainz8 D-TC3 Power Distributor macht der D’Agostino sofort hörbar – ein Zeichen für die Qualität des S350, der, obwohl er die kleinste Endstufe in der Familie ist, genügend Raum für jede audiophile Weiterentwicklung an anderer Stelle lässt. Auch der direkte Vergleich mit meiner Pass XA25 Stereoendstufe macht klar, wer hier den Ton angibt. Natürlich, die Pass ist deutlich preiswerter, dennoch halte ich Sie für einen ausgezeichneten und musikalischen Class-A-Verstärker. Der S350 macht aber deutlich, dass er in einer höheren Liga spielt. Mehr Raum, mehr Körper und vor allem ein Zugewinn an Musikalität und Natürlichkeit.

Bereits beim ersten Zuhören hat mich der S350 mit seiner räumlichen Wiedergabe, der mühelosen Leichtigkeit, Agilität und Forschheit gefesselt. Hören Sie gerne Stimmen oder Klavier, oder mögen Sie lieber treibenden Rock, Avantgarde, oder Jazz? Der D’Agostino kann Sie mit auf die Reise nehmen, ganz gleichgültig was Sie präferieren.
Keith Jarrett The Köln Concert (ECM Records) ist das weltweit meistverkaufte Soloklavieralbum. 1975 aufgenommen und von Manfred Eicher produziert, ist das Werk ein dokumentierter Moment voller Intimität, Spannung und auch Unwägbarkeiten. Anders als geplant, musste Keith Jarrett auf einem notdürftig reparierten Bösendorfer Flügel spielen. Doch vielleicht schuf genau diese Unvollkommenheit und improvisatorische Notwendigkeit eine Klanglandschaft, die weltweit legendär wurde. Der D’Agostino Progression S350 vermittelt diese Magie mit dem Gespür für die richtige tonale Balance und Raumtiefe, ohne Reduktion, voller Emotion. Jarretts Anschläge besitzen über den D’Agostino jene körperliche Präsenz, die man nur live erwartet: das Klirren der Hämmer, das Nachschwingen der Saiten und der Mechanik. Jarretts begleitendes Summen, die Weite des Kölner Saals, die beiläufige Geräuschkulisse, oder die quietschende Tür zu Beginn des Konzerts werden ebenso vermittelt wie seine Spielfreude, der Dialog der rechten und linken Hand, die leisen, fast flüsternden Passagen bis hin zu den kraftvoll gespielten Akkorden. Der S350 macht hier deutlich, dass Musikalität mehr ist als technische Perfektion: Es ist die Fähigkeit, Intention, Raum, Zeit und Emotion zu transportieren. Ich war dieser Aufnahme noch nie so nah und auch nicht der Genialität von Keith Jarrett, der den Charakter des Instruments – manchmal erinnert der Klang an ein Hammerklavier – so organisch mit seinem Spiel und seiner Improvisation verband, als müsse es genau so klingen, um seine Magie zu entfalten.
Oder hören Sie Nina Simone im Stück „Black Is The Color Of My True Love’s Hair“, vom Album Sinnerman (Global Clearing House). Ich kenne von dem Stück zwei Live-Versionen. Obwohl beide im Charakter der Darbietung und der Instrumentierung verschieden sind, sind sie im Wesen gleich und zeigen das Können dieser unglaublichen Sängerin. In meiner Version begleiten Piano und Bass den erzählerischen Stil von Simone, die durch eine gekonnte Phrasierung, von verletzt, traurig bis postulierend, jedem Wort eine tiefe Bedeutung gibt. Der S350 zeigt das, stellt ihre Stimme präsent, körperlich und glaubhaft in den Raum und macht spürbar, wie Simone mit tiefer Emotion füllt. Man hört, wie der Atem den Ton trägt, wie die leicht raue Textur der Stimme an Wärme gewinnt, ohne ihre spröde Kraft zu verlieren. Das dunkle Timbre ihrer Stimme hat die richtige Substanz und eine unangestrengte Selbstverständlichkeit, die ebenso fesselt wie der Dialog zwischen Instrument und Stimme. Was viel zu oft zur bloßen Wiedergabe wird, erhält mit dem D‘Agostino physische Präsenz und bewegende musikalische Tiefe.

Die Musik von Arthur H habe ich beim Hören eines französischen Senders kennengelernt. Er ist einer jener Künstler, die man nicht wirklich „einordnen“ kann, ohne ihnen gleichzeitig etwas von ihrer Magie zu nehmen. Er bewegt sich zwischen Chanson, Jazz, Spoken Word, Blues, Cabaret und einem Schuss psychedelischer Poesie. Seine Stücke wirken oft surreal, wie Bilder aus Traumlandschaften, gesungen mit einer Stimme voller Charakter. Fans von Tom Waits oder Nick Cave werden ihn sicherlich mögen. Der Titel „Le Passage (Gong Song)“ aus seinem Album Adieu Tristesse (Polydor / Universal Music France) kündigt es an. Den ersten, „mächtigen“ Gongschlag stellt der S350 mit beeindruckender Körperhaftigkeit dar. Mit Druck füllt er den gesamten Raum mit Energie. Ohne die feinen Schwingungen und Resonanzen zu verschlucken, lässt er das Instrument klingen. Inmitten dieser Klanglandschaft dann die Stimme von Arthur H – tief, rau, brüchig, und doch mit einer Intimität und Wärme, die fast körpernah wirkt. Der Progressen S350 schafft genau die Mischung aus Atmosphäre und Direktheit, die der Musik ihren Zauber lässt. Statt analytisch zu zerreißen, entsteht das Gefühl einer zusammenhängenden Szene – ein düsteres, leicht surreal schimmerndes Klangbild, das seine Spannung auch aus der Stille zwischen den Ereignissen gewinnt. Die Fähigkeit, die inneren Bewegungen des Stücks stabil und frei von Kompression nachzuzeichnen, zeigt, was die technisch via Super Rail-Schaltung erweitere Leistungsfähigkeit des S350 praktisch bedeuten: Leichtigkeit, Kraft und Dynamik. „Le Passage“ ist kein leichtes Material für eine HiFi-Kette. Dennoch, die Gelassenheit des S350 belässt dem Stück seine Wirkung und seinem Charakter und zeigt seine Klasse.

Der „D’Agostino Progression S350“ ist ein beeindruckender Verstärker – ein echter D’Agostino – und damit mit dem Bekenntnis zu jener Form von High End, das für eine beeindruckende Musikwiedergabe technisch kompromisslos an die Grenzen des Machbaren geht. Klanglich verbindet der S350 zwei Welten, die viel zu selten in dieser Form zueinander finden: die präzise, durchhörbare Autorität eines modernen Verstärkers und die warme, atmende Musikalität klassischer Geräte. Obwohl er seinen Platz „nur“ in der Progression Serie hat, spielt er bereits auf hohem Niveau und zeigt, mit welcher Konsequenz Dan D’Agostino seine Philosophie im Gesamtprogramm umsetzt. Die Fertigung ist beispielhaft, die mechanische Ausführung perfekt, das Design mutig, opulent und zugleich funktional. Wer die Möglichkeit hat, ihn mit einem guten Lautsprecher, wie etwa einer Wilson Audio, zu erleben, wird verstehen, warum D’Agostino-Verstärker weltweit einen ausgezeichneten Ruf genießen.
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Gehört mit
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| Laufwerk | Reed Muse 1c Reibrad |
| Tonarm | Reed 5A |
| Tonabnehmer | Xquisite Fire |
| Streamer | DCS Bartok |
| LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch A3 |
| CD-Player | Mark Levinson ML39 |
| Vorstufe | Westminster Quest |
| Endstufe | Pass XA25 Stereoendstufe |
| Lautsprecher | Wilson Audio Sasha V |
| Kabel | Ansuz Speaker Cable D3, Signalz C2, Digitalz D2 und Mainz Power D3, D2, C3, A1, Vovox Fortis IC Balanced, Westminster Standard Serie Lautsprecher und XLR |
| Zubehör | Ansuz Sparkz Harmonizer TC3, Darkz Control Serie 2 – T2s, Darkz Control T3W und C3W, Sortz Signatue Anti Arial Resonance Coil, Ansuz Mainz8 C3 Power Distributor, Ansuz Mainz8 D-TC3 Power Distributor, Degritter Mk2, SBooster Netzteil Mk2, AHP Klangmodul |
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Herstellerangaben
Dan D’Agostino Progression S350
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|---|---|
| System | Stereo-Endverstärker mit Super-Rail-Technologie |
| Leistung | 350W an 8Ω, 700W an 4Ω, 1.400W an 2Ω |
| Frequenzgang | 1Hz – 80kHz |
| Signal-Rausch-Verhältnis | 105dB (unbewertet) / 75dB (A-bewertet) |
| Gesamtklirrfaktor (THD) | 0,015% bei 350W an 8Ω, 1kHz |
| Eingangsimpedanz | 100kΩ |
| Ausgangsimpedanz | 0,1Ω |
| Eingänge | 2 × symmetrische XLR |
| Abmessungen (B × H × T) | 45,4 cm × 22,9 cm × 58,4 cm |
| Gewicht | 52,2kg |
| Gehäuse | Silber oder Schwarz; individuelle Ausführungen auf Anfrage |
| Preis | 37.000 Euro |
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Vertrieb
Audio Reference GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Alsterkrugchaussee 435 22335 HAMBURG |
| Telefon | +49 40 53320359 |
| Fax | +49 40 53320459 |
| Web | audio-reference.de |
HifiPilot startet am 24. November die diesjährige Black Week und bietet bis einschließlich 01. Dezember außergewöhnliche Preisnachlässe. Rabattiert werden unter anderem Verstärker, Endstufen, Aktivlautsprecher, Subwoofer, passive Lautsprecher sowie weitere Komponenten der renommierten Marken IOTAVX, Buchardt Audio, AperionAudio und Econik Speakers.
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HifiPilot ist einer der führenden europäischen Direktvertriebe für hochwertige HiFi-Elektronik und Lautsprechersysteme. Das Unternehmen vertreibt seine Marken ohne Zwischenhändler direkt an Endkundinnen und Endkunden und bietet dadurch ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis sowie umfassenden technischen Support.
Ohne iFis iDefender+ würde das PC-Audio-Setup in meinem Arbeitszimmer überhaupt nicht störungsfrei funktionieren. Dementsprechend ist es für mich eines der besten Tools im Bereich Computer-Audio. Der iPurifier Pro vereint seine Fähigkeiten mit denen eines iSilencer+ und noch mehr Features in einem Gehäuse. Außerdem teste ich das Pulsar USB-Kabel.
iFi ist seit Jahren eine Konstante für hochqualitative Audio-Produkte zu fairen Preisen. Zuletzt wurde die Sparte für Stromversorgung, Kabel und Signal-Verbesserer unter SilentPower zusammengefasst. Noch bevor wir uns die Produkte im Details ansehen, sollten wir einmal die Grundproblematik betrachten: Masse(-schleifen). Jede elektronische Schaltung benötigt einen Bezugspunkt, die Masse. Sie ist gleichermaßen der Ankerpunkt für die generelle Stromversorgung eines Gerätes mit Schutzkontakt, als auch für sämtliche anderen Schaltungen, so auch Audioschaltungen. Und genau das kann zu Problemen führen. Sind zwei Geräte miteinander verbunden, werden auch ihre Massen verbunden. Alles, was auf der Masse an Störsignalen vorliegt, kann ins Audiospektrum geraten. Unsymmetrische Signalverbindungen, bei denen eine der beiden benötigten Adern eben genau auf dem Massepotential liegt, sind besonders anfällig. Bei einer symmetrischen Signalführung dient die Masse zwar nicht als Bezugspunkt, da das Signal in positiver und negativer Polarität über zwei Adern übertragen wird, aber erfüllt dennoch verschiedene Funktionen und wird mitgeführt.

Obwohl diese Verbindungen mittels XLR- oder auch USB-Kabel tendenziell störfrei sein sollten, habe ich insbesondere im Computer-Umfeld und gerade bei Notebooks mit externem Netzteil immer wieder Einstreuungen auch bei symmetrischer Signalführung erlebt. Oft sind die Störungen hochfrequenter Natur und folgen gerne beispielsweise Mausbewegungen, Taktraten der Grafikkarte oder anderen Spannungsschwankungen. So ist es auch bei meinem Computer. Ein Teil des Problems ist die unsymmetrische Signalführung aus dem DAC in den Violectric Pre V630. Obwohl sein Massekonzept zu den professionellsten gehört, die mir bisher untergekommen sind, streut mein PC gnadenlos in die Neumann KH120 Studiomonitore ein. Deshalb gehört wie eingangs erwähnt ein iDefender+ fest in mein Computer-Audio-Setup. Zwar würde auch der Umstieg auf ausschließlich symmetrische Signalführung oder eine galvanische Trennung im Audiosignal Abhilfe schaffen, aber beides kommt in diesem System aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. So sitzt der iDefender+ direkt am USB-Ausgang des PCs vor dem Verbindungskabel zum DAC und ermöglicht dort, die Stromversorgung der USB-Leitung durch ein externes Netzteil vom Computernetzteil zu entkoppeln. Damit konnte ich bisher jedes Störgeräusch in meinem Setup eliminieren.

Der USB iPurifier Pro geht noch etwas weiter. Er bietet nicht nur die Möglichkeit, ein externes Netzteil einzubinden, sondern trennt das Signal galvanisch und nutzt Active-Noise-Cancelling (ANC) zur Störgeräuschreduktion. Dabei bietet er sowohl einen USB-B-, als auch USB-C-Eingang. Der Eingang für das externe Netzteil ist ebenfalls als USB-C-Buchse ausgeführt. An seinen zwei USB-A-Ausgängen stellt er sowohl gefilterte 5 Volt als auch das Signal im 10-Gigabyte-pro-Sekunde-Standard samt Stromversorgung zur Verfügung. Zusätzlich ist der iPurifier Pro mit einer Erdungsbuchse versehen, über die er gegebenenfalls direkt geerdet werden kann. Das Pulsar USB-Kabel verfügt ebenfalls über eine galvanische Isolation und ANC. Die Anschlüsse sind in USB-C ausgeführt, aber es liegen Adapter auf USB-A und B bei.

Da in meinem PC-Setup wie beschrieben Störgeräusche auftreten, starte ich bewusst in dieser Konstellation den Test und lege den altbewährten iDefender+ vorerst zur Seite. Obwohl das Pulsar USB-Kabel einen anderen Ansatz verfolgt und nicht die Stromquelle für die USB-Spannungsversorgung auskoppelt, sondern galvanisch trennt und ANC nutzt, beseitigt es die Störgeräusche vollständig. Ich habe sogar das Gefühl, dass es für noch größere Stille sorgt. In Kürze steht ein Konzert der norwegischen Progressive-Metalband Leprous an – zum Veröffentlichungszeitpunkt hat es vorgestern stattgefunden –, deshalb höre ich gerade wieder sehr intensiv ihre Musik. „Running Low“ vom Album Aphelion beginnt mit gewaltigen Klavieranschlägen und wird schnell von Sänger Einars charakteristischen Stimme untermalt. Mit dem Pulsar USB fällt das Klavier viel raumgreifender aus. Die Dynamik der Anschlage wird eindrucksvoller dargeboten. Einars Stimme wirkt natürlicher und organischer. Insgesamt kommt das Musikstück mit größerer und gleichzeitig feingliedrigerer Räumlichkeit daher und wirkt befreiter und luftiger. Die Leistung des Pulsar beeindruckt mich. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es mein Störgeräuschproblem beseitigen kann, und noch weniger damit, dass es sich akustisch so nach vorne spielt. Mein übliches Setup mit dem iDefender+ und dem Audioquest Carbon ist zwar auch störungsfrei, wirkt vergleichsweise aber etwas ausgebremst.

Für den Test des USB iPurifiers Pro ist ein zusätzliches USB-Kabel notwendig. Das iFi Gemini 3.0 bietet sich als idealer Spielpartner an, da es Stromversorgung und Signal auf zwei Leitungen getrennt führt. Es passt genau zu den beiden Ausgängen des iPurifiers Pro. Mit dem Audioquest als Zuleitung kristallisiert sich ein mächtigeres, noch gewaltiger aufspielendes Klavier in „Running Low“ heraus. Der Raum wirkt weniger üppig wie noch zuvor mit dem Pulsar USB. Im Gegensatz zu meinem iDefender+ werden die Störgeräusch auch ohne externes Netzteil von den übrigen Filtermechanismen des iPurifiers Pro effektiv unterdrückt. Dennoch bleibt ohne externe Stromversorgung besonders in der Stimme eine Restnervosität erhalten. Gar kein Filter erweist sich auch im Test erneut als keine Option. Einerseits geht mir das eingestreute Gebritzel auf die Nerven, andererseits fehlt der Wiedergabe ganz ohne jegliches Filter an Körperhaftigkeit und eine dreidimensionale Raumkomponente scheint so gut wie nicht vorhanden. iPurifier Pro und der iDefender+ klingen für mich recht nah beieinander, auch wenn der iPurifier ebenso wie das Pulsar-Kabel noch effektiver für Ruhe zu sorgen scheint. Es ist paradox. Auch wenn das Signal-Rausch-Verhältnis ab einem bestimmten Punkt überhaupt keinen Unterschied mehr machen sollte und das SNR der Lautsprecher mit Abstand das schlechteste in der Kette darstellen dürfte, scheint das Plus an Filterung noch auf dem Weg zum DAC doch einen Unterschied zu bewirken. In dieser Konstellation bleibt das Pulsar aber der klare Gewinner. Gerade bei Songs wie „Silhouette“ und den vom Schlagzeuger Baard Kolstad rasend schnell und gleichzeitig beeindruckt präzise ausgeführten Ghost Notes auf der Snare Drum macht die großzügige Räumlichkeit, Präzision und an den Tag gelegte Dynamik einfach Laune.

Doch wie schlägt sich das Pulsar in meiner Hauptkette? Bei Peter Gabriels „Playing for Time“ im Bright-Side-Mix vom von mir vielgehörten Album i/o wirkt das Arrangement mit dem Pulsar etwas dichter, fast etwas komprimiert. Der Bass gerät präsenter, dabei aber weniger akzentuiert. Insgesamt verlagert sich der Klangcharakter mit dem Pulsar ins Tiefmittige und wirkt etwas voller. Gleichermaßen scheint es dem Mittelhochton eine Betonung mitzugeben, die sich merkbar in Peter Gabriels Stimme niederschlägt. Stellenweise wirkt sie etwas spitzer als mit dem Audioquest Diamond. Während mich das Pulsar in meinem PC-Setup regelrecht begeisterte, muss es sich in meiner Hauptanlage dem um ein vielfaches teureren Audioquest-Kabel geschlagen geben. Auch wenn das Diamond seinen Hauptcharakter im Mittelhochtonbereich ausspielt und die Tiefmitten deutlich weniger fokussiert, bleibt es insgesamt ausgewogener, balancierter, gutmütige und sanfter, aber liefert dennoch mehr Details. Die Stimme Gabriels profitiert davon enorm, tritt noch ein Stück weiter aus der Mischung heraus und bleibt unangestrengter und geschmeidiger. Außerdem wird sie viel eleganter in den Hallraum eingebunden. Beim Pulsar stand dieser fast ein bisschen dominant als „Quader“ im Hintergrund der Wiedergabe. Mit dem Diamond wirkt der Hallraum eher wie sich sanft verflüchtigender Nebel, der sich ganz allmählich und galant ins Nichts auflöst, ist aber weniger leicht wahrnehmbar als mit dem Pulsar. Dennoch bleibt das Diamond ein eher spezielles Kabel. Es begeistert mich immer wieder mit seiner Präzision, Räumlichkeit und Authentizität. Doch gerade in Verbindung mit meinen im Mittelhochtonbereich ebenfalls überdurchschnittlich hochauflösenden Lautsprechern, schießt es zuweilen über das Ziel hinaus und verliert ein wenig den Boden unter den Füßen. Auf eine bestimmte Art wirkt es mir manchmal etwas zu „hyperrealistisch“. Es fügt der Musik zwar nichts hinzu, was nicht wirklich da ist, aber es macht die Wiedergabe so derartig transparent, dass es fast schon technisch wirkt.

Deshalb wird es mit dem iPurifier Pro in der Wiedergabekette noch einmal besonders interessant. In meiner Hauptanlage halte ich die Stromversorgung grundlegend für sehr solide und nutze deshalb kein externes Netzteil für den iPurifier. Das Diamond agiert als seine Zuleitung, das Gemini 3.0 als Anschlusskabel zum Mutec Reclocker. Obwohl oftmals davon gesprochen wird, dass das letzte Kabel die Wiedergabe am meisten prägt, kann ich das auch in diesem Fall nicht unbedingt bestätigen. Denn die Tugenden des Diamond bleiben in dieser Konstellation grundlegend bestehen. Seine Auflösung und großzügige Raumabbildung dominieren nach wie vor, allerdings bei abgeschwächter Intensität, die Wiedergabe. Das Gemini 3.0 verhält sich im besten Sinne unauffällig. Der iPurifier verankert das Geschehen durch mehr Kontrolle im Bassbereich und stärker konzentrierte Einzelinstrumente. Obwohl die Feindynamik in Gabriels Stimme weniger ausgeprägt reproduziert wird, wirkt sie einen Hauch natürlicher und Sibilanten etwas kontrollierter. Auf dem Weg zu mehr Räumlichkeit, noch mehr Instrumentenseparation, mehr Details, mehr Dynamik, mehr Hochtonauflösung und was Ihnen noch so alles an „mehr“ einfällt, vergessen wir manchmal, dass es doch auch um eine Balance geht! Und obwohl der Purifier das Diamond in manchen Punkten etwas einbremst, gibt er der Wiedergabe doch eine andere, interessante, analog anmutende Komponente und lässt das Diamond weniger „hyperrealistisch“ wirken. Es bringt die Wiedergabe etwas mehr in Balance. Folglich kommt es auf das Umfeld an, in dem der iPurifier Pro zum Einsatz kommt. Interessant wäre das gleiche Experiment noch einmal mit dem gleichen Kabel vor und hinter dem iPurifier, insbesondere, wenn sich die Kabel eher in einem ähnlichen Preisbereich wie der Purifier selbst bewegen.

iFis Filterportfolio wird dank des iPurifier Pro und Pulsar USB-Kabels größer. So hat man jetzt die Wahl, ob man Störungen mit einer externen Energieversorgung (iDefender+), Active Noise Cancelling (iSilencer+), einer Kombination aus beiden oder galvanischer Trennung und ANC (Pulsar USB) oder allen Optionen in einem Gerät (iPurifier Pro) begegnen möchte. Die Vielzahl an Optionen zeigt bereits, dass es die eine immer passende Lösung nicht gibt und jedes Umfeld anders auf die Filter reagieren kann. Wer noch etwas umfangreicher einsteigen möchte, kann sich darüber hinaus mit dem OMNI USB beschäftigen. Ein Ausprobieren verschiedener Filterlösungen ist folglich gute Praxis.
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Gehört mit
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| Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
| Server | PrimeCore Audio A7 |
| Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
| DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
| Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
| Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
| Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
| DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz) |
| Smartphone | Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO) |
| Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
| Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
| In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH |
| Kabel | Audioquest Diamond USB & Carbon USB, Chord Company Shawline USB, Belden, Boaacoustic Evolution BLACK.power-16, EAhibrid EAL 2000, Furutech LAN-8 NCF Plus, Glockenklang/Eupen, Sommer Epilogue |
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Herstellerangaben
USB iPurifier Pro
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| Kompatibilität | USB 3.0 SuperSpeed (abwärtskompatibel zu USB 2.0) |
| Nennleistung | 5 V (max. 6,3 V), 1 A |
| Abmessungen | 50 × 20 × 9 mm |
| Gewicht | 7 g |
| Garantiezeit | 12 Monate |
| Preis | 229 Euro |
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Herstellerangaben
Pulsar USB
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|---|---|
| Eingang | USB-C Stecker (male) |
| Ausgang | USB-C Stecker (male) |
| Leistungsausgabe | 5 V / 1,5 A |
| Kabellänge | 1 Meter |
| Datenrate | 10 Gb/s |
| Leitermaterial | OFHC-Kupfer, continuous cast, Silbermatrix |
| Isolierung | HD Polyethylen |
| Abschirmung | Quad-Shield |
| Impedanz | 90 Ω (±1 %) |
| Abmessungen | 136 × 86 × 45 mm |
| Nettogewicht | 187 g |
| Eingeschränkte Garantie | 12 Monate |
| Preis | 249 Euro |
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Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
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|---|---|
| Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
| Telefon | +49 6187 900077 |
| info@wodaudio.de | |
| Web | www.wodaudio.de |
Die handgearbeiteten Lautsprecher der Lyravox Manufaktur haben ihren Preis –insbesondere die Monolith-Baureihe mit massiven Kunsteingehäusen. Ausgestattet mit den hochwertigen Keramiktreibern von Accuton und einer vollständig integrierten, programmierbaren Hochleistungselektronik gehören sie zu den aufwändigsten Konstruktionen im Lautsprechermarkt.
Insofern ist es eine Meldung wert, dass Lyravox nun vier dieser Modelle mit Listenpreisen zwischen 20.000 und 58.000 Euro anlässlich des Black Friday mit 25 Prozent Preisvorteil anbietet. Es handelt sich um die Modelle Karlos Monolith, Karlmann Monolith, Karlsson Tower, und Karlsson Monolith. Ebenso attraktiv wie der Rabatt an sich dürfte die im Sonderpreis inbegriffene Lieferung und Raumeinmessung mit bis zu drei schaltbaren Presets durch Lyravox sein. Sie hat einen Gegenwert von weiteren rund 1.600 Euro. Gemäß der Philosophie des Hauses wird ein Audiosystem erst durch die akustische Verheiratung mit dem Hörraum funktional, weshalb Lyravox diesen entscheidenden Schritt zum perfekten Klang vorzugsweise selbst ausführt und verantwortet.
Die Aktion bezieht sich auf neuwertige Vorführmodelle mit voller Garantie, der Vorrat ist insofern begrenzt. Details zur Aktion, die mit Beginn der Black Week startet, finden sich unter www.lyravox.com.
Über LYRAVOX: Seit der Gründung im Jahr 2013 durch Dr. Götz von Laffert und Jens Wietschorke hat sich LYRAVOX durch herausragendes Design und innovative Technologie einen Namen in der Audiowelt gemacht. Die Verwendung der hochwertigsten Komponenten und das Streben nach einem in sich geschlossenen, verlustarmen Klangsystem sind zentrale Aspekte der Unternehmensphilosophie. Zur Einbeziehung des Hörraums in das akustische Gesamtsystem werden LYRAVOX Lautsprechersysteme beim Kunden installiert, eingerichtet, kanalgetrennt eingemessen und anschließend nach Gehör und Kundenpräferenz individuell abgestimmt.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an:
Dr. Götz von Laffert
vonlaffert@lyravox.de
Tel. +49 40 320897981
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Der Eversolo T8 ist als Streaming-Transport ein neuer Baustein einer Konzeption, die auf Trennung der digitalen Komponenten setzt. Dennoch ist er nicht allein für Perfektionisten konzipiert, sondern bietet sogar Einsteigern vielfältige und sinnvolle Möglichkeiten.
Die bislang allerorts hochgelobten Eversolo Streamer besitzen integrierte Digital/Analog-Wandler, sind teils auch als Vorverstärker nutzbar oder wie der Eversolo Play sogar als all-in-one Streamer, DAC und Vollverstärker. Mit dem T8 eröffnet Eversolo auf den ersten Blick eine neue anspruchsvolle Produktreihe, in der der brandneue D/A-Wandler DAC Z-10 für knapp 2000 Euro sich als mögliche Ergänzung anbietet. Von den Abmessungen und auch der Größe des Displays unterscheiden sie sich jedoch, und so liegt der Gedanke nahe, dass Eversolo mit dem T8 auch eine Zielgruppe ansprechen will, die einen Digital/Analog-Wandler anderer Provenienz nutzt. Die Vielseitigkeit hinsichtlich der Anschlussmöglichkeiten eröffnet da alle Wege und hat bei dieser Vielfalt kaum Mitbewerber.

Der Eversolo T-8 lässt sich mit zwei Festplatten mit M.2 2280 NVMe-Schnittstellen, die im Geräteboden leicht zugänglich sind, bestücken. Die dürfen jeweils acht Terabyte groß sein, so dass ein interner Speicher von bis zu 16 Terabyte möglich ist. Wenn man, wie ich, eine Festplatte dieses Anschlussformats nicht zur Hand hat, lässt sich auch ohne Probleme ein Speichermedium über die zwei rückseitigen USB3.0 A-Buchsen anbinden. Ich schloss eine externe USB-Dockingstation, die eine eigene Stromversorgung per 12-Volt-Linearnetzteil hat, mit meinem Audioquest Diamond hier an. Darin befanden sich auf einer 3-Terabyte-HD alle meine Musikfiles, da diese Festplatte sonst dem Backup dient. Die Tatsache, dass eine komplett separate Stromversorgung für das Speichermedium genutzt wird, ist zumindest theoretisch nicht schlecht. Erfreulich schnell las der T8 die Files ein und präsentierte sie als Ordner. Sobald ein Titel im Ordner aufgerufen wird, zeigen das Display am Gerät selber ebenso wie die Player-App das Cover, die Steuerung und Zusatzinfos. Mit seiner Breite von 31,5 Zentimeter und seinem schwarzen, solide verarbeiten Gehäuse aus CNC-gefräßten Aluminium macht der T8 einen für die Marke Eversolo typischen gediegenen Eindruck. Der sechs Zoll messende LCD-Touchscreen dominiert im Spielbetrieb die Front, lässt sich aber im Ein/Ausschalt-Menü schwarz schalten. Letztlich leuchtet dann nur noch der weiße Power/Standby-Taster dezent.

Die Rückseite bietet neben dem harten Netzschalter tolle Optionen: So darf man anstelle des üblichen RJ45-LAN-Anschlusses gern auch den SFP-Glasfaser-Anschluss nutzen, was nach Erfahrung unseres Chefredakteurs Dirk Sommer dank der galvanischen Trennung zu Klanggewinn führen kann. Neben den beiden USB3.0 Buchsen findet sich der optimierte USB-Ausgang für den D/A-Wandler. An die USB3.0 Schnittstellen darf man auch ein CD-Laufwerk zum Rippen auf den internen Speicher oder zum Hören von CDs anschließen. Dies lässt sich im Menü leicht aufrufen, ebenso wie das Kopieren von Files in alle Richtungen. Dank der vier Ausgänge neben diesem besonders isolierten USB Audio-Ausgang, nämlich AES/EBU, Toslink, S/PDIF koaxial und IIS mit acht Beschaltungs-Alternativen ist jede Verbindungsart zum DAC möglich. Die Ausgänge können auch parallel verkabelt sein. Im Menü wählt man zwischen USB oder IIS oder den drei anderen. Ganz rechts gibt es noch zwei kleine Klinkenbuchsen für eine 12-Volt-Triggerleitung. Ich vermisse nur die WLAN-Antenne(n); statt außen sichtbar angebrachten soll die im Gehäuse verbaute mit einer Konnektivität per 2,4 und 5GHz für WiFi 6 leistungsstark genug sein.

Im Inneren ist der Eversolo T8 üppig ausgestattet und unterscheidet sich von mancher „Mogelpackung“. Die Display-Elektronik wurde physisch von den anderen Gruppen getrennt, um Störeinflüsse zu vermeiden. Fundamental für die Klanggüte des T8 liest man auf der Webseite des deutschen Importeurs Audionext, sei sein spezielles lineares Netzteil, das elektrische Interferenzen und Rauschen auf einen bemerkenswert niedrigen Wert von unter 30 Millivolt halten kann. Der Ringkerntrafo aus 4N-sauerstofffreiem Kupfer und die mit Teflon isolierten Verbindungen begründeten diesen äußerst störungsfreien und sauberen Signalhintergrund, der der Dynamik und Feinzeichnung zugute kommen soll. Ebenso wichtig sind die beiden Femto-Clocks von Accusilicon mit den verschiedenen Referenztakten, die den Jitter reduzieren und eine genaue Signalreproduktion garantieren sollen. Ein Quad-Core ARM Prozessor, 4 Gigabyte DDR4 RAM und der 64-Gigabyte-eMMC-Speicher sind Grundlage für den schnellen und verlässlichen Funktionsablauf in Bedienung und Datenmanagement. Die isolierten Ausgänge sollen ebenfalls Störpotential ausschließen. Es scheint, dass an jeder theoretischen Schwachstelle mit Sorgfalt mögliche Störungen weitestmöglich eliminiert wurden. Die Steuerung des T8 erfolgt entweder direkt am Gerät oder über die Eversolo Control App auf einem Android- oder iOS-Gerät. Nur hin und wieder, wie beispielsweise zum Einlese-Start der externen Festplatte, ist die Bedienung am Gerät selber zwingend. Wichtige Funktionen sind auch über die zum Lieferumfang gehörende edel anmutende Fernbedienung möglich, die einen integrierten Akku und eine USB-C Lade-Schnittstelle besitzt. Klangkorrekturen sind dank der in die Software integrierten parametrischen und grafischen Equalizer für unterschiedliche Musik-Genres möglich. Vorprogrammierte Soundkurven lassen sich hierfür ebenfalls aufrufen. Wer eine individuelle Raumkorrektur für seine persönliche Hörsituation integrieren will, kann diese mit dem für etwa 70 Euro erhältlichen Eversolo-EM-01-Mikrofon oder auch per Smartphone ermitteln und die FIR-Algorithmen in die Software einbinden.

Zuerst reizt mich der klangliche Vergleich zwischen dem T-8 und der in meinen DAC integrierten PS Audio BridgeII. PS Audio liefert zwar inzwischen auch mit seiner AirLens ein besseres Gerät, aber die in den DirectStream-DAC integrierte BridgeII ist vielen bekannt und deshalb eine geeignete Referenz, zumal sie zu ihrer Zeit sogar noch etwas teurer war als der T8 heute. Allerdings benötigt man auch keine zusätzlichen Geräteverbindungen. Und damit geht es bei der klanglichen Beurteilung mit den Problemen schon los. Denn die unterschiedlichen Kabel nehmen unüberhörbar Einfluss. Ich habe alle vier Optionen außer der optischen Verbindung genutzt, und zwar folgendermaßen: Die koaxiale S/PDIF Verbindung war mit Abstand die preisgünstigste, nämlich ein Boaacoustic Black Edition Digital S/PDIF. Parallel dazu waren angeschlossen: ein Habst Ultra-3 USB, ein Habst DIII AES/EBU und ein Audioquest Dragon HDMI für die IIS-Verbindung. Alle vier hatten eine Länge von 1,5m. Erstaunlich deutlich waren die Kabelunterschiede, so wie ich sie kenne, herauszuhören. Man darf also keineswegs den Ausgängen am Eversolo unterschiedliche Qualitäten zuschreiben. Die Klangunterschiede waren derart, dass das günstige Boaacoustic über S/PDIF am wärmsten, weichsten aber auch weniger detailreich musizierte. Die Habst XLR und USB waren sich so ähnlich, dass ich Unterschiede nicht festmachen kann, was bei vergleichbarer Kabelkonzeption auch nicht wundert. Es sagt aber viel über die Gleichwertigkeit der Ausgänge am Eversolo und auch die Eingänge am PS Audio DAC aus. Die USB-Verbindung erlaubt viel höhere Auflösungen sowohl bei PCM als erst recht bei DSD. Letzteres kann per USB nativ bis DSD512 transportiert werden kann. Die gleiche Auflösung bietet I2S, was bei Eversolo IIS geschrieben wird. Das bot hier mit dem kostspieligen Audioquest Dragon einen noch minimal überlegenen, griffigeren und strukturierteren Klang. Es bleibt also allein jedem Benutzer überlassen, hier die subjektiv optimale Wahl zu treffen. Eine Empfehlung kann ich an dieser Stelle nicht geben, einmal abgesehen von der, dass alle vier Anschluss-Varianten es verdienen, hinsichtlich der Kabel-Qualität nicht zu knausern. Denn ich habe noch nie in einem Test-Setup so klar und zweifelsfrei die Charakteristika dieser Verbindungen wahrgenommen, und dies bei jeder Art von Musik.

Egal also, welches ich benutzte – ich sprang immer wieder mal zwischen AES/EBU, USB und IIS hin und her – der Klangunterschied zur PS Audio BridgeII war in keinem Falle zu überhören. Johnny Cash musizierte von seinem Album American IV beim Titel „The Man Comes Around“ über den Eversolo räumlich erheblich freier mit mehr Luft um Gesang und Gitarre, dabei auch spannender und emotional packender, während die BridgeII zwar gefällig, aber mehr auf einer Ebene mit weit weniger imaginärem Raum und etwas wärmerer Tonalität aufspielte. Bei Boccherini´s Sonate per il Violoncello mit Bruno Cocset – Le Basses Réunions verhielt es sich ähnlich. In jedem Fall ist die Faszination beim Hören mit dem Eversolo T8 zweifelsohne größer. Er nuanciert feiner und gestaltet das Erlebnis weitaus spannender. Dieser Unterschied ist unabhängig von der Quelle, von der der T8 seine auf Festplatte gespeicherten Musikfiles bekommt. Als erstes diente dazu mein Antipodes Oladra als Minim-Server, den ich übers Mesh-Netzwerk mittels Bubble als eine von mehreren denkbaren UPnP-Playern auf dem Android Tablet aufrief. Dieser Zuspieler klingt ohne Zweifel ausgezeichnet. Ein Server dieser Qualität und Preisklasse ist aber nicht Standard. Es ist naheliegend, den Eversolo T-8 mit internen Festplatten zu bestücken und dort seine Files spielbereit zu haben. Mein Test-T8 kam jedoch ohne, so dass ich die oben beschrieben externe Alternative mit der angedockten HDD nutzte. Die klang zwar minimal anders, leicht weniger füllig im Grundton, aber insgesamt auf ähnlich hohem Niveau wie der Oladra-Server über die Mesh-Funkverbindung. Es geht also auch preiswert. Wenn man eine Roon-Lizenz besitzt, kann man den Oladra oder einen anderen Roon-Server nutzen, denn der Eversolo T8 ist Roon ready. Mit Roon vom Oladra klingen die Streicher bei Boccherini noch etwas runder und engagierter. Selbstverständlich ist auch das Streamen von Musikportalen wie Qobuz kinderleicht, auch – ohne Roon oder eine UpnP-App – mit der Eversolo Control App oder direkt per Qobuz- oder Tidal-Connect, wo der T-8 als Player erkannt wird. Der Eversolo T8 strotzt nur so vor Vielseitigkeit, die dem Benutzer Möglichkeiten schafft, aber ihn nicht konfus macht. Denn eigentlich erschließt sich alles intuitiv und vieles ist von mehreren Menü-Ebenen her erreichbar, wie etwa die Wahl des digitalen Ausgangs. Da, egal welchen Zuspielweg man wählt, Cover und Zusatzinfos auf dem Tablet abgebildet werden, kann es sein, dass eine der wählbaren Cover-Darstellungsversionen oder auch die Zeiger der alternativ angebotenen VU-Meter-Variationen am Gerät selber überflüssig oder unerwünscht sind. Das Display kann man dann, wie gesagt, ja einfach ausschalten.

Nachdem in Verbindung mit der in die Jahre gekommenen und auch bei PS Audio nicht mehr den letzten Stand der Technik darstellenden BridgeII die musikalische Überlegenheit des Eversolo T8 bei allen vier Verbindungswegen so klar und leicht festzustellen war, bin ich doch neugierig, inwieweit sich der T8 in meiner großen Anlage vom Oladra-Player am Holo D/A-Wandler unterscheidet. Nur zur Erinnerung: Der Antipodes Oladra ist mit zwei separaten Computer-Boards für den Streamer und den Player ausgestattet. Im ersten Versuch diente der Oladra ja entweder mit MinimServer oder Roon als Server. Jetzt will ich die Player-Einheit gegen den Eversolo T8 spielen lassen und tue dies mit Roon als Server und Player. Mit anderen Worten: Der Server des Oladra beliefert entweder den Oladra Player oder den Eversolo. Der Eversolo T8 bezieht die Musikfiles des Oladra Servers über das Lan-Netzwerk, diesmal direkt mit der Fritzbox verkabelt ohne das Ansuz Switch, da ich nur zwei Ansuz Digitalz A2 Ethernet Kabel besitze. Verkabelt habe ich wieder per AES/EBU, USB und I2S. Genau wie in der ersten Testkonstellation tragen auch hier die unterschiedlichen Kabel nicht unbedeutend zum Klangergebnis bei. Also entscheide ich mich für die USB-Verbindung per Habst Ultra-3, weil USB am Eversolo einen sehr musikalischen Auftritt hinlegt. Das alternative Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU klang mir einen kleinen Tick zu warm. I2S disqualifizierte sich, weil der Unterschied zwischen dem 0,6m und 1,5m langen Dragon HDMI die Kabellängen-Problematik bei I2S durch unterschiedliche Tonalität deutlich aufzeigte und ich dieses hier nicht thematisieren will. Also USB, was ja ohnehin als Verbindung zum D/A-Wandler meist genutzt wird. Zuerst hörte ich von der Festplatte des Oladra mehrere Titel vom Album The Unforgettable NHØP Trio Live über den Eversolo T8. Der verstand es, das Trio um Nils-Henning Ørsted-Pedersen fein aufgelöst und plastisch zu präsentieren und dem Kontrabass authentische Fülle und Kontur zu verleihen, so dass ich mehreren Musikstücken mit viel Vergnügen lauschte. Auch die Stimme des Bass-Solisten bei der Ansage seines dänischen Volksliedes hörte sich artikuliert und körperhaft an. Da bleibt kein Wunsch offen, zumindest bis ich auf den Oladra-Player wechsele, nachdem ich das USB-Ultra3 umgesteckt hatte. Keine Welten, aber das entscheidende gewisse Etwas hinsichtlich Musikalität zeigt der Oladra durch etwas mehr Raum aber vor allem durch seine souveräne Leichtigkeit und sein nochmals besseres Rhythmusgefühl und Timing. Tonal kann ich keine relevanten Unterschiede bemerken. Der Eversolo präsentiert besonders den Kontrabass etwas vordergründiger, aber auch etwas weniger plastisch. Der nächste Titel stammt vom Album Treasures of Pacific Asia, und zwar „The Sixth Dalai´s Love Song“. Hier gehört räumliche Tiefe beim mit Türknarren und Hundegebell beginnenden Titel zum Stilelement. Der Oladra Player kann das ein wenig besser als der T8 und bringt das Klangspektakel mit dem Gesang von Dadawa auch vor einem schwärzeren Hintergrund zu Gehör.

Das anschließende Album Nightfall von Dieter Ilg und Till Brönner bestätigt die bisherigen Eindrücke, zeigt aber auch deutlich auf, wie gut der Eversolo musiziert. Wenn ich mal die Rechnung so aufmachen darf, kostet die Player-Hälfte des Antipodes Oladra mehr als das Zehnfache des Eversolo. Da stellt sich dann schon die Frage nach dem Mehrwert. Aber als Langzeit-Audiophile wissen wir, dass man ab einem sehr hohen musikalischen Niveau, das der Eversolo T8 zweifellos besitzt, für wenig mehr tief ins Portemonnaie greifen muss. Abschließend vergleiche ich beide Geräte mit einem Streaming direkt vom Qobuz-Portal, und zwar jetzt den Oladra mit Roon gegen den T8 mit der Eversolo Control App, so dass der Eversolo nun nicht mehr vom Oladra Server profitiert oder abhängig ist. Die USB-Verbindung zum DAC stecke ich weiterhin entsprechend um. Auf Camille Saint-Saëns: Complete Concertos (New Talents Edition #1) mit der jungen Solo-Geigerin Leia Zhu und dem ORF Vienna Radio Symphony Orchestra wurde ihre Violine auffallend plastisch und authentisch eingefangen. Das „Introduction Et Rondo Capriccioso, Op.28“ macht schnell klar, dass auch hier die Unterschiede ähnlich gelagert sind. Aber Welten sind es auch jetzt nicht und meine Begeisterung für den Eversolo T8 leidet keineswegs. Den gebe ich so schnell nicht wieder her und freue mich auf ihn als Spielpartner für den im anderen Hörraum wartenden Canor Virtus A3, einem Hybrid Vollverstärker mit integriertem Digital/Analog-Wandler, der damit exakt zur Zielgruppe des Eversolo Streaming-Transports T8 gehört.

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Gehört mit Anlage 1
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|---|---|
| Musik-Server/Player | Antipodes Oladra G4 mit Roon Server |
| Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| Digital/Analog-wandler | HoloAudio May Ketsuné Edition |
| Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
| Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
| Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
| Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
| Zubehör | Audioquest Dragon 48 HDMI, Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Elementa Advance und, Alzirr XLR, Silversmith Fidelium Speaker und QED Genesis Silver Spiral mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen, Levin Design Vinylbürste Geräte-Erdung Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Gehört mit Anlage 2
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|---|---|
| Streamer | PS Audio BridgeII |
| Server | Antipodes Audio Oladra G4 |
| Switch | Chord Company English Electric 8 |
| DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine |
| Vorverstärker | Audio-gd Master 9 |
| Vollverstärker | Soulnote A-2, Pier Audio MS-880SE |
| Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE mit Sockel |
| Zubehör |
Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral oder Real-Cable HD-TDC oder Shunyiata Constellation Andromeda Speaker, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
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Herstellerangaben
Eversolo T8
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|---|---|
| Gehäusematerial | Aluminiumlegierung schwarz |
| Display | 6 Zoll LCD-Touchscreen |
| Bedienung | Touch-Bedienung am Gerätedisplay, Android/iPhone/iPad-App-App-Steuerung, Android TV |
| Speicher | 4 GB DDR4 + 64 GB eMMC |
| SSD-Protokoll | M.2 2280 NVMe-Schnittstelle (2x); jeder Steckplatz unterstützt bis zu 8 TB SSD |
| USB-Anschlüsse | USB 3.0 (2x) |
| Ethernet | RJ-45 (10/100/1000 Mbit/s) |
| SFP-Glasfasernetzwerk | SFP-Module nicht im Lieferumfang. Untertützt werden Single-Mode-Single-Fiber-, Single-Mode-Dual-Fiber-Glasfasermodule sowie SFP-Elektroanschlussmoduleützt |
| Wi-Fi | Wi-Fi 6 (2.4G + 5G dual band) |
| Maximale Abtastraten | bis zu PCM 768kHz und 32 Bit, DSD512 native |
| Musikdateiformate | MP3, APE, WAV, FLAC, AIF, AIFF, AAC, NRG, CUE; DSD (DSF, DFF, SACD ISO DST bis zu DSD512) |
| Musikdienste | Tidal, Qobuz, Highresaudio, Deezer, Amazon Music etc. |
| Musik-Direkt-Streaming | Roon Ready, TIDAL Connect,Qobuz connect, DLNA etc. |
| Unterstützte Netzwerkquellen | UPnP, NAS, SMB |
| USB-Audioausgang | bis zu PCM 768kHz 32 Bit, bis zu DSD512 Native (DAC muss dafür den UAC-Standard unterstützen) |
| IIS Audio Ausgang | unterstützt 8 Ausgangs Modi für Anpassung an DAC Hersteller Standards bis zu PCM 768kHz 32-bit und DSD512 nativ. |
| Koaxialer Ausgang | bis zu PCM 192kHz 24-bit und DoP64 |
| Optischer Ausgang | bis zu PCM 192kHz 24-bit und DoP64 |
| AES/EBU Ausgang | bis zu PCM 192kHz 24-bit und DoP64 |
| Stromversorgung | 110~240V Wechselstrom, 50/60Hz |
| Leistungsaufnahme | 20 Watt |
| Lieferumfang | Stromkabel, Fernbedienung, kurzanleitung, Reinigungstuch |
| Abmessungen | B 315 mm x T 230mm x H 88mm |
| Gewicht | 4,5 kg |
| Preis | 1.380 Euro |
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Vertrieb
audioNEXT GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
| Telefon | 0201 5073950 |
| info@audionext.de | |
| Web | www.audionext.de |
EternalArts stellt Commemorative Edition der Röhrenendstufe OTL MkIII vor: Im nächsten Jahr wird das geniale Patent eines übertragerlosen Röhrenverstärkers 70 Jahre alt, was für den deutschen OTL-Spezialisten Anlass war, dessen Erfinder Julius Futterman mit einer Commemorative Edition zu ehren.
In der HiFi-Welt schwört eine Gemeinde von Enthusiasten nach wie vor auf Röhrenverstärker wegen ihrer unverwechselbaren klanglichen Eigenschaften. Durch die Welt der Röhrenverstärker wiederum geisterte ein Dark Horse namens Julius Futterman, der erstmalig die transformatorlose Ankoppelung der Röhren an die Lautsprecher realisierte und damit die hörbaren Auswirkungen eines üblicherweise vorhandenen Übertragers eliminierte. Die Schaltung des genialen amerikanischen Erfinders war anfangs aufgrund der eingesetzten amerikanischen Röhren und Bauelemente bisweilen störanfällig, bis sie 2007 in den Händen des früheren Grundig Product Managers Dr. Schwäbe auf europäische Röhren und Komponenten angepasst wurde. Dessen High-End-Manufaktur EternalArts schickt das Dark Horse seit nunmehr 18 Jahren international ins Rennen, stocksolide, einmalig zuverlässig und mords-elegant – ein regelmäßiger Pokal-Gewinner der Fachpresse. Mit der Philosophie, klassische Konzepte der Klangwiedergabe neu zu gestalten, freut sich EternalArts, den Neuling vorstellen zu können, der ab sofort zu unverändertem Preis von 6.500 Euro ausgeliefert wird.
Technische Besonderheiten
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Hersteller
EternalArts Audio Laboratory – Audiophile Gateway Germany
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|---|---|
| Anschrift | Wietzendiek 1 + 15 30657 Hannover-Isernhagen |
| Telefon | +49 511 56375007 |
| gateway@audioclassica.de | |
| Web | www.audioclassica.de |
Alles war bereit: Die Aufnahmetechnik war startklar, der Protagonist hatte sich auf seinem Platz am Steinway Flügel eingerichtet, die Songsheets geradegerückt. Die rund 100 Gäste hatten auf ihren Stühlen Platz genommen und blickten erwartungsvoll in Richtung der Bühne des A-Trane Jazzclub.
Doch bevor der schwedische Pianist Rikard From die ersten Töne spielte, trat Dirk Mahlstedt auf die Bühne. Er ist Gründer und Inhaber der Agentur Künstlerhafen und derjenige, der es möglich gemacht hat, dass der im Internet so hochgeschätzte Musiker in dieser – unter Berliner Jazzkennern beliebten – Location auftreten und seine Songs zudem vom Team sommelier du son mit feinstem Analog-Equipment auf Band verewigt werden konnten. Nachdem Dirk Mahlstedt den Künstler vorgestellt hatte, richtete er das Wort ganz gezielt an die Gäste: „Wir machen hier heute eine Triple-A-Aufnahme des Konzerts“, sagte er. Und fügte charmant hinzu: „Und deswegen möchten wir sie bitten, mit dem Applaus einige Sekunden zu warten, damit wir die Stücke bei der Nachbearbeitung besser zusammenschneiden können.“ Schon mal vorweg: Das hat perfekt geklappt.
Bevor Rikard From seine erste selbstgeschriebene Komposition um exakt 20.35 Uhr auf seinen ausdrücklichen Wunsch anspielte, dreht er sich in Richtung des Aufnahmeteams und fragte Dirk Sommer und Birgit Hammer-Sommer „Are we rollin‘?“ Dirk Sommers Daumen zeigte nach oben – das Projekt „analoge Aufnahme“ konnte starten.

Bereits Tage zuvor hatte das sommelier du son-Team das komplette Equipment im heimischen Gröbenzell auf Herz und Nieren überprüft. Nachdem alle Funktionstests positiv verlaufen waren, wurden die hochsensiblen Teile in ihre angestammten Transport-Cases verpackt und im geräumigen Peugeot 5008 verstaut. Wobei dies schon eine ziemliche logistische Herausforderung darstellte, denn eine komplette Recording-Ausstattung inklusive zweier schwergewichtiger Studer A-810 Bandmaschinen sowie einem 70 Kilogramm schweren analogen Hallgerät plus weiterer Tech-Zutaten, wie dem PS Audio Netzgenerator (für sauberen Strom) oder der Nagra VI Anniversary für das digitale Backup, mussten millimetergenau im Ladebereich eingepasst werden, damit sie die Tour von Gröbenzell nach Berlin unbeschadet überstehen konnten. Das hatte schon was von einem Tetris-Spiel. Damit das Ganze nach der Aufnahmesession wieder passgenau eingeladen werden konnte, hatte Birgit Hammer-Sommer vorsichtshalber einige Handyfotos beim Einladen gemacht – was sich zu mitternächtlicher Zeit beim erneuten Verstauen als äußerst hilfreich herausstellte.

Weit vor den musikalischen Feinheiten war allerdings kräftiges Anpacken angesagt. Die Geräte, wie das bereits erwähnte Studer A-810 Doppelpack, das achtkanalige Analog-Mischpult von Acousta, die Recording-Box mit Signalverteiler und Pegelanzeige, hochwertigste Mikrofone, Unmengen von XLR- und Netzkabeln und reichlich Kleinkram mussten in den Club geschafft werden. Der zur Notfall-Werkzeug-Kiste gehörende Lötkolben brauchte zum Glück nicht aufgeheizt zu werden. Das Mikrofonsignal wurde später über die hausinterne Leitung an das analoge Aufnahmeequipment weitergereicht.

Während das Team mit dem Aufbau beschäftigt war, nahm sich Klavierstimmer Stephen die Seiten des Steinway Grand Piano vor. Innerhalb von 45 Minuten hatte der Experte den Flügel in klangliche Bestform gebracht. Was Rikard From sofort für einen persönlichen Soundcheck nutzte. Er spielte einige Songs seines Programms an und zeigt sich total beeindruckt. „Oh Mann, was für ein Instrument“, brach es aus ihm heraus. „Es ist wirklich eine große Ehre für mich, bei meinem ersten Konzert in einem Club auf einem Grand Piano von Steinway spielen zu dürfen.“

Rikard From stammt aus dem schwedischen Umeå. Das liegt im Nordosten des Landes und ist rund 650 Kilometer von Stockholm entfernt. Hier in Umeå – die Stadt wird auch als Kulturhauptstadt Nordschwedens bezeichnet – ist er aufgewachsen und hier lebt er auch heute mit seiner Frau Åsa und Tochter Nea. Seine ersten Berührungen mit dem Klavier hatte er im Kindergarten. „Es gab dort ein Klavier, auf dem habe ich als kleiner Junge angefangen zu spielen.“ Die Lehrer erzählten den Eltern von Rikards Interesse an der Musik und die kauften ihm daraufhin eine elektrische Orgel. „Ich habe sogar Unterricht bekommen und gelernt, Noten zu lesen. Aber das meiste habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe einfach meinen Ohren vertraut und das hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin.“
Inzwischen hat der 53-Jährige Do-it-Yourself-Musiker bereits ein große Fangemeinde bei Spotify. Seine Mischung aus Jazz-, Pop- und Singer/Songwriter-Musik, die er in seinem Homestudio komponiert, aufnimmt und produziert, wird jeden Monat von mehr als 360.000 Hörern angeklickt. Seitdem er sein erstes Album „Piano“ 2017 veröffentlicht hat, wurde seine Musik mehr als 60 Millionen-mal gestreamt. Auch auf Youtube ist er mit rund 140 Millionen Klicks sehr erfolgreich. Seine Songs landen regelmäßig in den Spotify-Playlisten, die Single „It’s an upright thing“ wurde sogar zum Hit in der BBC-TV-Serie „Magpie Murders“ und das Album „The Sun of June“ ist sein bisher erfolgreichstes. „Bei dem Album habe ich bis auf das „echte“ Schlagzeug alle Instrumente selbst gespielt“, sagt der DIY-Musiker stolz.
Eigentlich hat Rikard From lange Zeit keine Ambitionen für eine Musikerkarriere gehabt. Warum? Er ist von Haus aus Techniker und verdient sein Geld mit dem Reparieren von Waschmaschinen – „Ich bin großer Fan der Marke Miele“ – in städtischen Wohnanlagen. Er kann sich nicht vorstellen, seinen Lebensunterhalt mit der Musik zu verdienen. „Ich schätze die Sicherheit, die mir ein fester Job bietet“, verrät er. Indes: Ganz abgeneigt, seine Musik vor Publikum live zu präsentieren, ist er nach der geglückten Premiere im Berliner Jazzclub nicht. „Wenn ich Gigs in Europa machen kann, könnte ich meine Zukunftspläne vielleicht noch ändern.“

Vielleicht hat seine neue Zukunft gerade im A-Trane begonnen. Wenn es nach Dirk Mahlstedt geht, dürfte es gern so sein. Der erfahrene Musikmanager, der 20 Jahre als General Manager bei Edel:Kultur verantwortlich war und 2016 seine eigene Agentur Künstlerhafen gründete – er managt unter anderem DEPHAZZ –, war beim Stöbern auf Streamingportalen im Internet auf den schwedischen Pianisten und seine Musik gestoßen. „Ich habe gar nicht verstanden, dass Rikard auf den Streamingkanälen so viele Fans hat, aber in der Musikwelt relativ unbekannt ist. Mich hat seine Musik sofort gefangen.“ Mahlstedt bedauert, dass er Rikard From erst 2024 entdeckt hat. „Ich habe noch nie solch einen einzigartig klingenden Pianisten in der neoklassischen Szene gehört, der zudem die Gabe besitzt, die Hörgewohnheiten dieses Genres zu durchbrechen.“ Froms neunminütige Komposition „For ever so long“ haben Mahlstedt und seine Mitstreiter von Klangspot Recordings sogar dazu inspiriert, das neue Label „Nu Jazzical“ ins Leben zu rufen. Dirk Mahlstedt hat nicht nur Rikard Froms Auftritt im A-Trane eingefädelt, sondern auch gemeinsam mit Dirk Sommer und Birgit Hammer-Sommer das Projekt AAA – also eine komplett analoge Aufnahme des Konzerts – auf den Weg gebracht und realisiert.
Dass dieser Abend für den Musiker etwas ganz Besonderes war, konnten die Anwesenden bei jeder seiner Ansagen zwischen den Stücken erleben. Denn er spielt nicht nur zum ersten Mal live in einem deutschen Club, sondern es ist auch seine Premiere als Sänger vor einem Publikum. Der Grenzgänger zwischen den Stilen sieht sich nicht als Jazzpianist, sondern eher als Singer/Songwriter, der seine Texte auch singt. „Für mich ist die Stimme inzwischen mein wichtigstes Instrument“, sagt er.
Dazu passt, dass er aktuell neue Songs für ein zweites Gesangsalbum mit dem amerikanischen Gitarristen Georg Marinelli (Bonnie Raitt, Bruce Hornsby And The Range) aufnimmt, das im kommenden Jahr erscheinen wird. Das ist längst nicht alles. „Ich habe so viele Melodien im Kopf und denke ebenfalls darüber nach, ein reines Instrumentalalbum mit der Hammond-Orgel zu produzieren. Und zwar kein klassisches Jazzalbum, sondern eher in Richtung Soul, Blues, Roots Musik.

Und dann steht ja auch noch das Live-Album vom Abend im A-Trane zur Veröffentlichung an. Natürlich auf Vinyl. Rikard From ist schon voller Vorfreude: „Ich habe nicht daran geglaubt, dass die Leute noch Schallplatten kaufen! Mittlerweile habe ich aber verstanden, dass Vinyl etwas Besonderes ist und dass die Leute die Musik auch auf Schallplatte haben wollen. Es scheint, als hätten die Menschen wieder Lust, richtig Musik zu hören.“
Cayin macht mobilen Musikgenuss so günstig und kompakt wie nie zuvor: Der RU3 vereint einen symmetrischen Kopfhörerverstärker mit einem audiophilen HiRes-D/A-Wandler. Als mobile High-End-Lösung für unterwegs setzt er Musikströme vom Smartphone, Tablet oder Laptop optimal für alle Kopfhörer und In-Ear-Monitore um.
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Der RU3 bezieht digitale Datenströme von Smartphone, Tablet oder Laptop über einen USB-C-Eingang, der in UAC1.0 wie in UAC2.0 betrieben werden kann. Damit kann er mit allen modernen Devices ohne zusätzliche Software angesteuert werden. Mit seinen Klinkenausgängen im 3,5 MIllimeter sowie im 4,4Millimeter-Pentaconn-Format kann der RU3 wahlweise asymmetrische wie auch symmetrische Kopfhörer und In-Ears optimal antreiben. Mit bis zu 560 Milliwatt Ausgangsleistung an 32 Ohm im leistungsstarken Hyper-Modus bringt er auch anspruchsvolle Hörer zu dynamischen Höhen.
Über sein Farbdisplay informiert der Cayin RU3 den Benutzer jederzeit über Eingangssignale und Betriebsarten. Neben zwei verschiedenen Gain-Betriebsarten (niedriger oder hoher Wirkungsgrad), kann der Benutzer auch zwischen fünf verschiedenen Digitalfiltern wählen, die eine Anpassung des Klangcharakters an den individuellen Hörgeschmack ermöglichen. Die Cayin App steuert alle Funktionen des RU3. So lässt sich zusätzlich ein parametrischer Equalizer mit bis zu 10 Bändern aktivieren, der eine Anpassung der Frequenzgangkurve an das Hörempfinden des Trägers ermöglicht.
Der Cayin RU3 ist ab sofort im Fachhandel und bei Cayin in den Farben Schwarz, helles Türkis und Purple erhältlich. Der Preis in Deutschland wird 150 Euro betragen.
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Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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| Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
| Telefon | +49 6174 9554412 |
| Fax | +49 6174 9554424 |
| info@cayin.com | |
| Web | www.cayin.de |
Axxess präsentiert stolz den Axxess Switch, einen leistungsstarken Netzwerk-Switch, der digitale Streaming-Systeme mit beispielloser Klarheit, Stabilität und musikalischer Authentizität auf ein neues Niveau hebt. Der Axxess Switch ist das Ergebnis sorgfältiger dänischer Ingenieurskunst und des Designs von Michael Børresen und Flemming Erik Rasmussen.
Der Axxess Switch ist als unverzichtbare Grundlage für jede digitale Streaming-Anlage konzipiert. Durch die Beseitigung unerwünschter Störgeräusche, die über den Router eindringen, dient er als erste Verteidigungslinie zur Erhaltung der Reinheit des Audiosignals. Jedes Gerät ist so optimiert, dass die Datenintegrität und -kohärenz erhalten bleibt und der Hörer ein lebendiges, detailreiches und emotional ansprechendes Klangbild erlebt.
Die Grundlagen der Axxess-Technologie verkörpern das Streben der Marke nach einem reinen, ununterbrochenen Musikfluss. Durch sorgfältige Konstruktion der Stromversorgung, der Rauschunterdrückung und des Gehäusedesigns arbeitet jedes Detail harmonisch zusammen, um die Integrität des Audiosignals zu bewahren:
Mit seiner minimalistischen dänischen Handwerkskunst, fortschrittlicher Technologie und seinem Engagement für musikalische Integrität definiert der Axxess Switch neu, was ein Netzwerk-Switch leisten kann. Er wurde für anspruchsvolle Hörer und High-End-Streaming-Systeme entwickelt und sorgt dafür, dass jede Note, jedes Detail und jede Emotion den Hörer genau so erreicht, wie es beabsichtigt ist – rein, kraftvoll und wunderschön authentisch.
AXXESS SWITCH
Schlankes, essentielles Design mit überragender Netzwerkleistung
Preis: 800 Euro
AXXESS SWITCH SE
Verbessert durch hauseigene Ansuz-Technologien für verbesserte Rauschunterdrückung und Klarheit.
Preis: 1400 Euro
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Hersteller
Audio Group Denmark
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| Anschrift | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
| Web | audiogroupdenmark.com |
Auf kompromisslos Weise transferiert Chord Electronics sein digitales Know-how in die analoge Welt und präsentiert uns den kompakten Phono-Vorverstärker Huei. Das massive Aluminiumgehäuse beherbergt moderne SMD-Technik auf kleinstem Raum, womit die Briten den Beweis antreten wollen, dass Vinylgenuss kein großes Gehäuse braucht.
Jetzt mal ehrlich, dieses ganze Hifi-Zeugs nimmt doch ohnehin schon genug Platz im Wohnzimmer ein und ich persönlich bin dankbar für jedes Gerät, dass ein wenig sparsamer mit dem auf dem Rack verfügbaren Platz umgeht, anstatt sich allzu breit zu machen. Mit nur 770 Gramm Gewicht und den Abmessungen eines eingeschweißten Käseblocks aus dem Kühlregal wirkt Chords Phono-Vorstufe Huei für 1600 Euro auf den ersten Blick denn auch fast unscheinbar, lässt sich flexibel positionieren und auch in einer Ecke verstecken. Na ja, fast, denn im Betrieb leuchten zusätzlich zum illuminierten Inneren des Geräts, auf das ein Guckfenster auf der Gehäuseoberseite die Sicht freigibt, die Statusanzeigen MM/MC, Rumble, Gain und Impedance je nach Wert wie ein buntes Karussell auf der Kirmes, was ich mal als britische Schrulligkeit durchgehen lasse. Gleichwohl besteht das Gehäuse aus massivem Aluminium, ist fein geschliffen und perfekt verarbeitet. Die Haptik stimmt und die Designsprache ist unverwechselbar, ein dieser Tage in Sachen Wiedererkennung nicht zu unterschätzender Faktor.

Chord verfolgt mit der Huei eine klare technische Philosophie: maximale Reinheit im Signalweg. In der Phono-Vorstufe werden mikroprozessorgesteuerte Relais genutzt, um alle Einstellungen luftdicht und verlustfrei zu schalten. Die Schaltung ist in modernster SMD-Technik aufgebaut, wodurch kürzeste Signalwege und minimale Störeinflüsse erreicht werden, was ich übrigens als einen der wichtigsten Vorteile beispielsweise gegenüber freiverdrahteten Röhren-Phonostufen erachte. Das Netzteil ist ausgelagert; ein unscheinbares Steckernetzteil, das intern über eine aufwendige Filterung weiter stabilisiert wird. Das mag optisch unspektakulär wirken, trägt aber entscheidend zur Rauscharmut des Geräts bei und straft diejenigen Lügen, die hinter jedem Steckernetzteil einen profanen Billigheimer vermuten.

Die Anpassungsvielfalt ist in der Praxis völlig ausreichend: Für MM- und MC-Systeme stehen getrennte Verstärkungsstufen zur Verfügung. Die Impedanz lässt sich in zwölf Stufen anpassen, während die Verstärkung in acht Stufen regelbar ist. So lässt sich jeder Tonabnehmer vom hochpegeligen MM- bis zum leisen MC-System sehr gut anpassen. Ich hatte mit den in Sachen Anpassung zugegeben wenig anspruchsvollen Pro-Ject Pick it PRO und Ortofon MC X10, welche ich für meine Tests einsetzte, entsprechend keinerlei Schwierigkeiten. Die Bedienung erfolgt über farbig leuchtende Taster auf der Oberseite. Jede Farbe steht für eine bestimmte Einstellung, ein visuelles Konzept, für das ich am Anfang etwas Eingewöhnung brauchte, um mir die Farbcodes zu merken, aber nach kurzer Zeit geht die Bedienung intuitiv von der Hand. Und für Leute, die keine Röhrengeräte besitzen, mag das bunte Leuchten auf der Oberseite womöglich durchaus seinen Reiz haben. Darüber hinaus verfügt der Huei über ein steilflankiges, bei Bedarf zuschaltbares Rumpelfilter mit 24 Dezibel pro Oktave, das tieffrequente Störanteile unterhalb von 50 Hertz wirksam unterdrückt. Bei den angedachten hochwertigen Zuspielern dürfte diese Funktion in der Praxis allerdings kaum verwendet werden.

Nach der technischen Pflicht folgte die Kür im Hörraum. Und was ich da zu hören bekam, hat mich wirklich begeistert und mir schnell klargemacht, dass es sich bei der Huei um ein waschechtes High-End-Gerät handelt, und zwar umso mehr, je länger ich diese Phonovorstufe hörte. Grundsätzlich schien mir die Britin kaum ausgeprägten Eigenklang zu haben. Das hatte nichts mit langweiliger Perfektion zu tun, sondern mit wohltuender Neutralität in dem Sinne, dass kein euphonischer Zuckerguss hinzugefügt wurde und sich das Gerät damit als langzeittaugliche und ermüdungsfreie Hörpartnerin erwies.
Ich fühlte dem Gerät zum Beispiel mit „Überlin“ des Albums Collapse into now von R.E.M. (Warner Brothers, 2011) sowie „Man on the Moon“, „Everybody Hurts“ oder „Nightswimming“ (Automatic for the People, Warner Bros. Records, 1992) auf den Zahn. Ansatzlos rockte sie los und erfüllte das grobdynamische Pflichtenheft ihrer Preisklasse, ohne jedoch den Anschein eines groben Haudraufs zu erwecken. Vielmehr war feindynamische Diktion das Metier der Huei, wie zum Beispiel in der Rock-Ballade „Ride on“ von AC/DC (Dirty Deeds Done Dirt Cheap, Atlantic Records, 1976). Das Auflösen feinster Nuancen von Beckenanschlägen oder das Wischens der Finger über die Saiten einer E-Gitarre beim Umgreifen wirkten enorm authentisch und frei von Störartefakten.
Die Klangfarben waren generell sehr ausgewogen, weder hell, kühl oder analytisch noch zu warm und heimelig. Chord schaffte es hier auf sehr gelungene Weise, einen ausgewogenen Mittelweg hinzubekommen. Das hohe Auflösungsvermögen stellte sich dabei voll in den Dienst der Musik: Die Huei Phonovorstufe ist eine Analytikerin, ohne sich als solche zu erkennen zu geben. Ich hatte schon Mühe, mich wirklich auf einzelne Töne oder Geräusche zu konzentrieren, denn stets wurde ich vom musikalischen Fluss sowie der Spielfreude und den rhythmischen Fähigkeiten dieser Phono-Vorstufe mitgerissen.

Qualitativ konnte ich übrigens keine bedeutenden Unterschiede zwischen dem MM- und dem MC-Zeig ausmachen. Die von mir verwendeten Tonabnehmer Pro-Ject Pick it PRO und Ortofon MC X10 spielten auf vergleichbarem Niveau, wobei der MC-Zweig noch eine Nuance feiner auflöste und letzte Details subtiler darzustellen vermochte. Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985) überzeugten durch eine spielerisch leichte, fast federnde und sehr lebendige Wiedergabe. Auch das Album Aion (4Ad, 1990) von Dead Can Dance mit Tracks im Renaissance-Stil mit gregorianischem Gesang und anderen traditionelleren Liedern mit altertümlichen Instrumenten wie Drehleier oder Dudelsack kam wieselflink und völlig schlackenfrei im Tiefton daher, wenngleich in der untersten Oktave der letzte Druck beziehungsweise die letzte Schwärze ganz teurer High-End-Boliden fehlte.

Eine große Stärke der Chord Huei war ihre spielerische Leichtigkeit, die sich bruchlos über das gesamte Frequenzspektrum erstreckte, was mir besonders beim atmosphärischen Meisterwerk The Joshua Tree von U2 (Island Records, 1987) klar wurde. Ich habe die Scheibe am Stück durchgehört und ich konnte völlig entspannt in die Musik abtauchen. Diese Phono-Vorstufe bestach durch ihre enorme Transparenz und das Hörbarmachen subtilster Informationen, ohne dabei jemals ins aufdringlich Analytische abzudriften. Hinsichtlich ihrer tonalen Durchlässigkeit und dem Vermögen, der Musik keinen Eigenklang hinzuzufügen, halte ich die Huei für großartig. Das Schöne an diesem Gerät war, dass es bei mir nachhaltig wirkte, denn die beschriebenen Stärken offenbarten sich erst nach längerem Hören, und ab dann blieb diese Faszination ohne Abnutzungserscheinungen bestehen, wodurch sich die Langzeittauglichkeit dieses Geräts wieder bestätigte.

Die Chord Huei ist eine Komponente wie gemacht für Vinylliebhaber, die zusam-men mit ihrer Plattensammlung wieder auf musikalische Entdeckungsreise gehen wollen. Diese Phonovorstufe ist komfortabel, flexibel und praxisgerecht in den Opti-onen zur Anpassung sowohl von MM- als auch MC-Tonabnehmern. Wer klanglich mehr will, müsste schon richtig tief ins Portemonnaie greifen, da empfiehlt sich aus meiner Sicht eher die Investition in Top-Tonabnehmer. Vinyl-Herz, was willst Du mehr?

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Gehört mit
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| Vollverstärker | Almarro A205A MkII |
| Plattenspieler | Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO |
| Tonabnehmer | Pro-Ject Pick it PRO, Ortofon MC X10 |
| Lautsprecher | diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmissionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En) |
| Zubehör | Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject Connect-it RCA-E |
| Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
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Herstellerangaben
Chord Huei
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| Geräteart | Phono-Vorverstärker |
| Eingänge | 1 × RCA (umschaltbar MM/MC) |
| Ausgänge | 1 × RCA, 1 × XLR |
| Verstärkungsfaktor | 8 Stufen schaltbar (MM & MC) |
| Eingangsimpedanz | 2 Stufen schaltbar (MC: 100Ohm - 47Kiloohm, MM: 47 Kiloohm) |
| Filter | Rumpelfilter, 24 dB/Oktave, schaltbar |
| Klirrfaktor (THD) | < 0,005 % |
| Fremdspannungsabstand | MM: 57 dB(A), MC: 42 dB(A) |
| Max. Ausgangsspannung | 3V |
| Ausgangsimpedanz | 580Ohm |
| Gehäusefarbe | Schwarz |
| Abmessungen (B x T x H) | 16 × 4,3 × 7,2cm |
| Gewicht | 770g |
| Garantie | 5 Jahre |
| Preis | 1600 Euro |
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Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
| mika.dauphin@drei-h.biz | |
| Telefon | +49 40 37507515 |
Der in Deutschland handgefertigte HEDDphone D1 vereint vier Jahrzehnte akustische Expertise von HEDD Gründer Klaus Heinz mit modernster Werkstofftechnik in einem Kopfhörer. Mit diesem neuen Modell stellt HEDD Audio den weltweit ersten dynamischen Kopfhörer mit einer Thin-Ply-Carbon-Diaphragm-Technologie (TPCD) aus schwedischer Entwicklung vor.
Die aufwendig entwickelte Membran basiert auf einem Hochleistungsmaterial, das in Bereichen wie der Formel 1 und bei der NASA-Mission des Mars-Helikopters „Ingenuity“ eingesetzt wird und bringt dieses außergewöhnliche Material erstmals in die Welt des High-End-Audios. Nach intensiver Forschung, Materialtests und gemeinsamer Entwicklung mit Composite Sound aus Schweden wurde die Idee, Thin-Ply-Carbon für Kopfhörer zu nutzen, nun Realität.
Wie einst der Air Motion Transformer (AMT) die Studiomonitor-Welt veränderte, überträgt der HEDDphone D1 denselben Innovationsgeist auf das dynamische Prinzip. Der D1 ist der erste dynamische Kopfhörer von HEDD – ein technischer Vorreiter im besten Sinne. Er bietet Präzision auf Studioniveau, natürliche Tonalität und außergewöhnliche Detailtreue, wie sie in konventionellen dynamischen Systemen selten erreicht wird.
Thin-Ply Carbon (TPC) ist kein gewöhnliches Kohlefasergewebe. Es besteht aus ultradünnen, präzise ausgerichteten Schichten, die miteinander verbunden eine herausragende Kombination aus Steifigkeit, geringem Gewicht und Strapazierfähigkeit bieten. Diese Eigenschaften machen es seit Jahren zum Material der Wahl für Anwendungen, in denen es auf maximale Leistungsfähigkeit ankommt. Im HEDDphone D1 wird es erstmals als Thin-Ply-Carbon-Diaphragm (TPCD) eingesetzt: eine Membran, die Resonanzen strukturell kontrolliert, anstatt sie durch zusätzliche Dämpfung zu kompensieren. Dadurch bewegt sie sich schneller, sauberer und präziser über das gesamte Hörspektrum. Diese technologische Leistung ist das Resultat von acht Jahren gezielter Forschung, Materialentwicklung und internationaler Kooperation – ein Meilenstein in der Historie dynamischer Treiber.
Dynamische Treiber standen bislang für unvermeidbare Kompromisse: zwischen Tiefgang und Transparenz, Leichtigkeit und Stabilität, Frequenzgang und Präzision. Der HEDDphone D1 denkt diese Grundlagen neu und hebt das Konzept auf Referenzniveau:
Jeder HEDDphone D1 wird in Deutschland von Hand gefertigt, während die präzisionsgefertigte TPCD-Membran exklusiv bei Composite Sound in Schweden entsteht. Alle Komponenten sind vollständig wart- und austauschbar. HEDD Audio unterstreicht seinen Qualitätsanspruch mit einer branchenführenden 5-Jahres-Garantie – ein seltenes Bekenntnis in dieser Produktkategorie und Ausdruck des Prinzips, dass exzellente Kopfhörer eine Investition sein sollten, keine Verbrauchsware.
Der HEDDphone® D1 ist ab dem 6. November 2025 über ausgewählte Fachhändler und Vertriebspartner erhältlich. Der Preis beträgt 700 Euro, auf jeden Kopfhörer gibt es 5 Jahre Garantie. Weitere Infomationen sind auf der Produktseite zufinden.
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Hersteller
HEDD Audio GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Salzufer 13/14 10587 Berlin |
| info@hedd.audio | |
| Web | hedd.audio |