Freitag, 21 August 2009 01:16

Aqipa GmbH

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Vertrieb
Aqipa GmbH
Anschrift Erchinger Weg 1c
D-85399 Hallbergmoos
Telefon +49 179 4674310
E-Mail press@aqipa.com
Web www.aqipa.com

Teacs analoger Allrounder tritt mit integriertem Phono-Vorverstärker, ADC und USB-Digitalausgang die Nachfolge des beliebten TN-300 an.

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In Zusammenarbeit mit der SAEC Corporation, einem weltbekannten High-End-Tonarmhersteller, entwickelt basiert der Tonarm des TN-3B auf einem ultra-präzisen Pivot-Punkt Tonarmlager. Im Gegensatz zu Tonarmen mit herkömmlichen Lagern tragen feine vertikale Bewegungen bei diesem Modell zu einem dynamischeren Klang mit hervorragender Auflösung bei. Der S-förmige Tonarm unterstützt eine breite Palette an Gegengewichten und verfügt zudem über universelles Headshell, so dass sich der Tonabnehmer schnell und einfach austauschen lässt.

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Der MM-Tonabnehmer VM95E von Audio-Technica (Typ VM Dual Magnet) mit elliptischer Abtastnadel ist auf der Headshell vormontiert. Stolze Besitzer können so ihre Neuerwerbung im Handumdrehen in Betrieb nehmen: Karton öffnen, Plattenteller aufstellen, Headshell auf den Tonarm montieren, fertig! Der TN-3B verfügt über einen Phono-Vorverstärker vom Typ MM, über den sich der Plattenspieler direkt an die Line-Level-Eingänge einer vorhandenen HiFi-Anlage anschließen lässt. Der verzerrungsarme HiFi-Operationsverstärker NJM8080 IC von New Japan Radio Corporation sorgt dafür, die über den Tonabnehmer empfangenen Low-Pegel-Signale ohne Qualitätsverlust auf LINE-Pegel anzuheben.

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Ein USB-Anschluss auf der Rückseite liefert digitales Audio in CD-Qualität an einen verbundenen PC/Mac. So lassen sich analoge Plattensammlungen leicht in hochwertige, digitale Audioformate übertragen und archivieren – und stehen damit auch für den mobilen Genuss über Smartphone, tragbare Audioplayer oder im Auto zur Verfügung. Um eine einwandfreie Signalübertragung zu gewährleisten, kommen vergoldete PHONO/LINE-Ausgangsklemmen zum Einsatz – so wird verhindert, dass analoge Audiosignale durch Oxidation an Qualität verlieren.

Die wichtigsten Ausstattungsdetails des TN-3B im Überblick:

  • Analoger Plattenspieler mit Riemenantrieb
  • 2 Geschwindigkeiten: 33 1/3 und 45 U/min
  • Pivot-Punkt-Tonarmlager, konzipiert von High-End-Tonarmhersteller SAEC
  • Plattenteller aus Aluminiumdruckguss
  • Integrierter Phono-EQ-Verstärker, kompatibel mit MM-Tonabnehmern
  • HiFi-Operationsverstärker NJM8080 im Phono-Vorverstärker
  • Anti-Skating-Mechanismus
  • USB-Digital-Audioausgang zur Digitalisierung von Musik auf PC/Mac
  • PHONO/LINE Analogausgang (umschaltbar)
  • Vergoldete, oxidationsbeständige Ausgangsbuchsen
  • Vibrationsabsorbierende Füße
  • Vorinstallierter AT-VM95E-Tonabnehmer von Audio-Technica
  • Steifer, hochdichter MDF-Sockel mit mehrschichtiger Lackierung
  • Erdungsklemme
  • RoHS-konform

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Der TN-3B ist ab sofort in den Farben Kirsche, Klavierlack schwarz und Weiß zu einem Preis von 450 Euro verfügbar.

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Dienstag, 20 August 2019 01:00

Mastersound Dueundici

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Die italienische Hersteller Mastersound ist bekannt für seine feinen Röhrengeräte, die über eine hohe Fertigungstiefe bis hin zu selbst gewickelten Trafos und Ausgangsübertragern verfügen. Für Fans von Kleinleistungsverstärkern wie mich ist daher der zweimal elf Watt leistende Röhrenvollverstärker Dueundici von besonderem Interesse.

Zwar bin ich bereits häufiger zum Beispiel auf Messen oder bei Fachhändlern Geräten von Mastersound über den Weg gelaufen, allerdings hatte ich noch nie die Gelegenheit, mir eins dieser Geräte intensiver anzuhören. Beziehungsweise habe ich bis dato sich mir bietende Gelegenheiten einfach nicht wahrgenommen. Eigentlich erstaunlich. Oft spielt natürlich der erste optische Eindruck eine gewichtige Rolle, ob das Interesse für ein Gerät geweckt wird oder nicht. Und ich mag eben einfach keinen Zierrat an HiFi-Geräten – dazu zählen für mich unter anderen – wie im Falle des Dueundici – auch Seitenteile aus Holz oder Chromelemente. Die Holzwangen gibt es neben dem Walnuss Naturton auch in schwarz, für mich hingegen wäre keine der Ausführungen eine Option. Ich war schon drauf und dran, die Holzteile abzuschrauben, bevor ich den Verstärker für den Test auf seinen Platz ins Rack stellen wollte, aber ich mochte am Gerät keinen möglichen Schaden riskieren und habe daher darauf verzichtet. Wahrscheinlich hätte ich sonst nämlich gleich weitergemacht und versucht, die eine Art Schutzgitter für die Röhren bildenden Platten samt verchromter Grundplatte abzumontieren…

Schmuckes Äußeres: der sehr sauber gefertigte Dueundici in voller Pracht
Schmuckes Äußeres: der sehr sauber gefertigte Dueundici in voller Pracht

Aber halt! Es geht ja nicht um die Erfüllung meines persönlichen optischen Geschmacks in Sachen Gerätedesign, sondern um die klanglichen Meriten dieser Komponente, zumal sich ohnehin kein mir bekannter größerer Hersteller den von mir präferierten Steampunk auf die Fahnen geschrieben hat. Halten wir also fest, dass der Mastersound sehr gut und solide verarbeitet ist. Hier klappert nichts, alles sitzt fest und Regler, Schalter und Knöpfe erwecken einen sehr guten haptischen Eindruck. Dieser Punkt im Pflichtenheft wird also schon mal voll erfüllt. Unser kleines italienisches Schnuckelchen bringt außerdem immerhin 15 Kilogramm auf die Waage, was natürlich in erster Linie auf das Konto der subjektiv überaus großzügig dimensionierten Übertrager beziehungsweise des dicken Netztrafos geht. Alles aus hauseigener Fertigung wohlgemerkt, mit Liebe gewickelt – unterstelle ich einfach mal. In Zeiten des allerorten grassierenden Outsourcings ist das durchaus eine Erwähnung wert, finde ich. Wie verlockend ist es doch für einen Hersteller, Hauptkomponenten oder gleich ganze Baugruppen billig in Asien einzukaufen, das Zeug in Europa nur noch zusammenzuschrauben beziehungsweise „zusammenzubraten“ und per offensivem Marketing zu bewerben – natürlich dennoch made in Europe… Das ist heutzutage vielerorts leider schon die Regel, aber nicht so bei Mastersound! Wer ein Gerät von Mastersound erwirbt, der bekommt ein handwerklich feines Gerät, eben echt made in Italy.

Pro Kanal kommen eine Doppeltriode ECC802 von JJ und eine Pentode EL34 von Electro Harmonix zum Einsatz
Pro Kanal kommen eine Doppeltriode ECC802 von JJ und eine Pentode EL34 von Electro Harmonix zum Einsatz


Das Röhrenensemble erscheint auf den ersten Blick zwar nicht besonders aufregend, ist bei genauerer Betrachtung aber doch interessant: Die aus einer ECC802 Doppeltriode pro Kanal bestehende Eingangsstufe steuert jeweils eine EL34 Pentode an, die hier in Klasse-A-Schaltung für elf Watt gut ist. Spannend ist das meines Erachtens deshalb, weil die EL34 hier endlich einmal nicht in typischer Push-Pull Anordnung daherkommt, mit dann zwei Röhren pro Kanal und gut 34 Watt Ausgangsleistung. Meiner Erfahrung nach sind Kleinleistungsverstärker unterhalb von sagen wir einmal 20 Watt Ausgangleistung im Verbund mit Hochwirkungsgrad-Lautsprechern viel besser in der Lage, ihre Qualitäten auszuspielen als „untertourig“ laufende Wattmonster mit ach so viel unnötigem Headroom… Es versteht sich also von selbst, dass man diese Kleinleistungspretiose aus dem Hause Mastersound nicht mit stromsaufenden Dreiwege-Lautsprechern mit komplexen Frequenzweichen verbindet, sondern lieber mit allenfalls leicht korrigierten Vollbereichsbreitbändern oder anderen vergleichsweise einfach beschalteten Hochwirkungsgrad-Lautsprechern. Als Beispiel empfehle ich kleine Hörner.

Die Röhren sind wie immer eine schöne Spielwiese zum Ausprobieren von Typen anderer Hersteller
Die Röhren sind wie immer eine schöne Spielwiese zum Ausprobieren von Typen anderer Hersteller

Die hier standardmäßig mitgelieferten Röhren stammen von JJ (ECC802) beziehungsweise von Electro Harmonix (EL34). Da ist überhaupt nichts gegen einzuwenden; wer gerade anständige New Old Stock Typen zur Hand hat, kann hier natürlich munter dem Tube Rolling frönen. Gleichwohl bezweifele ich, dass dann der Preis für den Mastersound und der Gegenwert der Röhren noch in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Der Vollständigkeit halber sei noch das integrierte Phonomodul erwähnt, das freilich ohne Röhrenbestückung daherkommt. Als Dreingabe ein schönes Feature für Musikfans, die neben Hardware für die Hochpegeleingänge eben auch noch über eine Plattensammlung und einen Dreher mit MM-Tonabnehmer verfügen, Vinyl aber nicht hauptsächlich hören. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der direkte Vergleich der Phonostufe des Mastersound Dueundici mit meiner eigenen hat gezeigt, dass erstgenannte alles andere ist als ein Alibiteil, für den folgenden Hörtest habe ich allerdings meine EAR Yoshino 834P Phono-Vorstufe an den Aux-Eingang gestöpselt (gelassen).

Das Anschlussfeld mit praxisgerechten Vier- und Acht-Ohm-Abgriffen für die Lautsprecher – 16 Ohm wären die Kür gewesen
Das Anschlussfeld mit praxisgerechten Vier- und Acht-Ohm-Abgriffen für die Lautsprecher – 16 Ohm wären die Kür gewesen

Endlich darf der kleine Vollverstärker von Mastersound das tun, was er am besten kann: Musik spielen! Nach knapp einer halben Stunde Warmlaufphase war der Dueundici voll da. Angefangen habe ich wieder mit meinen Lieblingen R.E.M. und dem Album Around the Sun (Warner Brothers, 2004). Ich erwähne deshalb keinen Titel gesondert, weil ich gleich das ganze Album vom ersten Track – „Leaving New York“ – bis zum letzten – „Around the Sun“ –durchgehört habe. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass man beim Hören sofort in die Musik eintaucht und mitgenommen wird. Der Italiener kommt sehr charmant daher, in die Sprache der Farben übersetzt wäre das Klangbild eher mit warmen Goldtönen als mit harten Silbertönen gemalt. Dabei straft der Dueundici seine geringe Leistung Lügen: Der Bass und der Grundtonbereich sind tendenziell kräftig und sorgen insbesondere bei Rock- und Popmusik für eine Extraportion Spaß. Dass das letzte Quäntchen Präzision sowie die unterste Oktave dabei fehlen, ist leicht verschmerzbar und stünde eher bei der Erbsenzählerfraktion ganz oben auf dem Notizzettel – nicht aber bei mir. Gerade bei kleineren Lautsprechern mit etwas schwachbrüstigem Tieftonbereich könnte diese Eigenschaft des Mastersound Vollverstärkers kompensatorisch wirken. Nur wer es bei hohen Lautstärken mit viel Tieftonanteilen mal gerne richtig krachen lässt – zum Beispiel bei RUN D.M.C. mit „Walk This Way“ - Raising Hell, Profile & Arista, 1986 –, der wird bemerken, dass dem kleinen Röhrenverstärker dann doch ein wenig die Puste ausgeht – geschenkt, zumal das Teil ja kaum im Diskobetrieb an Monsterlautsprechern eingesetzt werden wird…


Der blitzsaubere Aufbau des Geräts setzt sich im Inneren fort
Der blitzsaubere Aufbau des Geräts setzt sich im Inneren fort

Weiter geht es etwas gefälliger und gesitteter mit dem Klassiker „Dancing in the Dark“ von Bruce Springsteens Born in the U.S.A., Columbia Records, 1984. Bruce steht auf einer sehr weiträumigen virtuellen Bühne und sprüht förmlich vor Energie, was den eigentlich etwas schwermütigen Grundtenor dieses Liedes noch zu verstärken scheint. Der Hochtonbereich zeichnet sich dabei durch minimale Zurückhaltung aus: Feinste Ausschwinggeräusche sind zwar sehr gut wahrnehmbar, aber alles andere als aufdringlich, dabei dennoch weit entfernt davon, „gesoftet“ oder ausgeblendet zu wirken. Schließlich durfte auch das atmosphärisch dichte Klassikeralbum The Joshua Tree, Island Records, 1987, von U2 nicht fehlen. Wieder so eine Scheibe, die ich „am Stück“ komplett durchgehört habe. Bonos Gesang bekam dabei dank des geschmeidigen und sonoren Mitteltonbereichs des Mastersound Dueundici eine ungemein plastische, sehr fesselnde Ausdrucksweise. Gerade Mittel- und Hochtonlagen werden immer fein vom Italiener aufgelöst, bleiben andererseits aber stets frei von jeder Analytik oder Härte. Wer mir jetzt allerdings mit der Plattitüde „schöner, warmer Röhrenklang also“ um die Ecke kommt, gehört mit hundert Stunden Musikhören via Smartphone bestraft – dieser ominöse, berühmt-berüchtigte und bisweilen sogar für Werbezwecke missbrauchte „Röhrensound“ existiert schlichtweg nicht, sondern ergibt sich in aller Regel aus der Kombination mit ungeeigneten Lautsprechern. Das nur mal so am Rande.

Vielmehr begeistert mich der Dueundici mit schönen Klangfarben, ohne jemals euphonisch zu wirken. Er besitzt großartige feindynamische Fähigkeiten, von der wirklich jede Musikrichtung ungemein profitiert und die für eine innere Lebendigkeit und Authentizität der Musik sorgen. Und natürlich konnte ich schließlich nicht anders, als den Verstärker – für mich obligatorisch – mit den Rüpeln von AC/DC zu quälen. Selbst als ich nahezu deren gesamtes Repertoire bei teilweise ambitionierten Pegeln rauf und runter gedudelt hatte, wurde mir nicht Angst und Bange um den kleinen Verstärker. Klar, die Grobdynamik litt etwas im Eifer des Gefechts, aber zurück bei gehobener Zimmerlautstärke war auch diesbezüglich wieder alles im grünen Bereich. Dank der schönen Fernbedienung war diese Laut-Leise-Übung ein für mich eher ungewohnt komfortables Kinderspiel, der ich sonst ja kein ausgewiesener Fan solch modernen Schnickschnacks bin.

Eine handschmeichlerische Funkfernbedienung für die Lautstärke wird mitgeliefert
Eine handschmeichlerische Funkfernbedienung für die Lautstärke wird mitgeliefert

STATEMENT

Der Mastersound Dueundici ist ein sehr feinsinniger Röhrenverstärker, der lautsprecherseitig die Kombination mit einer leichten Last verdient. Dann läuft er zu verblüffender Höchstform auf und straft klanglich sowohl sein Preisschild als auch seine nominelle Ausgangsleistung lügen.
Gehört mit
Plattenspieler Rega Planar 6
Tonabnehmer Ortofon 2M Bronze, Rega Ania
Phono-Vorstufe EAR Yoshino 834P
Lautsprecher Diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmis-sionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En)
Zubehör Reson LSC Lautsprecherkabel, Albedo Phono NF-Kabel, StraightWire Symphony II NF-Kabel
Möbel DIY
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Herstellerangaben
Mastersound Dueundici
Geräteart Vollverstärker mit Phono MM
Frequenzbereich 15Hz bis 30kHz (0dB)
Eingänge 1 x Phono MM, 3 x Line
Eingangsimpedanz 50kOhm
Eingangsempfindlichkeit 1000mV
Röhrenbestückung 2 x EL34, 2 x ECC802
Ausstattung Fernbedienung
Schaltung Single Ended Class A, keine Gegenkopplung
Gehäusefarbe Schwarz mit Walnuss Seitenteilen (schwarze Seitenteile gegen Aufpreis erhältlich)
Lautsprecher-Impedanzabgriffe 4 Ohm, 8 Ohm
Ausgangsleistung (RMS) an 4 und 8 Ohm 11W+11W
Gewicht 15 kg
Maße 40,5cm x 29,5cm x 20cm
Preis 2.700 Euro

Vertrieb
Barisic & Partner KG
Anschrift Pradler Straße 3
A-6020 Innsbruck
Österreich
Telefon +43 676 5906026
E-Mail info@audiovertrieb.com
Web www.audiovertrieb.com

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  • Social Introtext Die italienische Hersteller Mastersound ist bekannt für seine feinen Röhrengeräte, die über eine hohe Fertigungstiefe bis hin zu selbst gewickelten Trafos und Ausgangsübertragern verfügen. Für Fans von Kleinleistungsverstärkern wie mich ist daher der zweimal elf Watt leistende Röhrenvollverstärker Dueundici von besonderem Interesse.

Neu bei LEN Hifi ist die polnische Plattenspieler Manufaktur PRE AUDIO. Pre Audio wurde 2008 gegründet und baut bis heute Laufwerke, die mit hauseigenen Tangentialtonarmen ausgestattet sind.

Das Produktportfolio besteht zur Zeit aus fünf Modellen. Hauptmodelle, die auch auf Lager gebaut werden, sind die Modelle 18011501 und 1102. Die 1801 und 1501 zeichnet die Besonderheit aus, dass der Kompressor für den Tonarm in die Lagerbasis eingebaut wurde. Das erleichtert auch ungeübten Benutzern die Aufstellung. Ebenso wird der Platzbedarf minimiert. Beim Modell 1102NP ist ein externer Kompressor nötig, da, neben dem Tonarm, auch das Tellerlager luftgelagert ist!

Die Preise beginnen für den 1801 bei 2.000 Euro inklusive Arm
Die Preise beginnen für den 1801 bei 2.000 Euro inklusive Arm

Tonarm der Serie 1801
Tonarm der Serie 1801

1501 ist für 4.600 Euro inklusive Arm erhältlich
1501 ist für 4.600 Euro inklusive Arm erhältlich

Tonarm der Serie 1501
Tonarm der Serie 1501

1102 N für 6.000 Euro und das Topmodell 1102 NP für 8.500 Euro
1102 N für 6.000 Euro und das Topmodell 1102 NP für 8.500 Euro

Weitere Infos auf der Herstellerseite.

Vertrieb
LEN HIFI
Anschrift Exklusive Musiksysteme
Björn Kraayvanger
Herkenweg 6
47226 Duisburg
Telefon +49 2065 544139
Mobil +49 176 64772261
E-Mail info@lenhifi.de
Web www.lenhifi.de

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Freitag, 16 August 2019 09:38

Diretta Audio Protokoll

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Dirk Sommer hatte es ja am Ende seine Berichts über den Fidata HFAS1-XS20U Musikservers bereits angekündigt: das Gerät kann Musikdaten auch per Ethernet gemäß dem Diretta-Audio-Protocol versenden. Der klangliche Unterschied wurde uns auf der diesjährigen High End vorgeführt. Grund genug, sich mit dieser Technologie genauer zu beschäftigen.

Ethernet-Streaming oder Streaming over IP ist ja in aller Munde. Oft wird Ethernet-Streaming pauschal eine höhere Qualität nachgesagt als der eher unbeliebten Verbindung über USB. Doch dabei werden meist Äpfel mit Birnen verglichen. Beispiel gefällig: Dirk Sommer hat in seinem Test die Verbindungsstrecke vom Fidata über den Aries G1 und von dort über USB zum M-Scaler mit einer direkten Verbindung über USB vom Fidata zum M-Scaler gegenübergestellt. In einer derartigen Konstellation vergleicht man aber nicht – was Dirk Sommer auch nicht getan hat – Ethernet mit USB, sondern unterschiedliche Konzepte. Im ersten Fall kommt es zur Trennung zwischen Server (Fidata) und Renderer, der jetzt auf dem Aries G1 läuft. Auch wenn wir das eigentlich nicht hören wollen, mit dem Aries G1 ist ein zweiter Computer im Spiel – das kann Vorteile im Hinblick auf die Lastverteilung haben, muss aber nicht zwangsläufig so sein. Im zweiten Fall laufen Server und Render auf einem gemeinsamen Computer, nämlich dem Fidata. Sie sehen, so einfach ist das Ganze nicht. Deshalb war ich auch nach der Demonstration von Diretta auf der High End und den gehörten Unterschieden erst einmal ziemlich skeptisch, da auf die Schnelle nicht so ganz klar war, was wir eigentlich verglichen hatten.

Diretta ist ein brandneues, hierzulande noch praktisch unbekanntes Kommunikationsprotokoll aus Japan, das für die Übertragung von Musiksignalen auf Ethernet-Basis, speziell für High End Audio konzipiert wurde. Nun sind spezielle Protokolle für die Audio-Übertragung im Grundsatz nichts Neues, so sind im Heimbereich Roon mit RAAT oder im Profi-Bereich Dante oder Ravenna bekannte Vertreter. Die Frage ist, was diese Protokolle eigentlich machen.

In einem Computernetz sind bekanntlich verschiedene Geräte miteinander verbunden. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Geräten gestaltet sich komplizierter, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Über das, was da im Detail abläuft, machen wir uns in der täglichen Praxis keine Gedanken, so lange alles reibungslos funktioniert. Die notwendigen Kommunikationsabläufe werden in verschiedene, aufeinander aufbauende Schichten (Layers) eingeteilt. Ganz grob wird dabei in die Schichten Anwendung, Transport, Vermittlung, Sicherung und Bitübertragung unterschieden. Diese Layer müssen sowohl auf der Sender- als auch auf der Empfängerseite nach festgelegten Regeln arbeiten, die in einem Protokoll beschrieben sind. Der Datenfluss selbst erfolgt vertikal zwischen den Schichten. Dabei stellt jede Schicht Dienste zur Verfügung, die eine darüber liegende Schicht nutzen kann und greift dabei selbst auf die Dienste einer darunterliegenden Schicht zurück.

Klingt ziemlich abstrakt – doch nehmen wir zum besseren Verständnis einfach ein Beispiel aus dem praktischen Leben. Sie schreiben Ihrem Geschäftspartner einen Brief. Inhalt des Briefs, Briefpapier und Umschlag werden von Ihnen bestimmt. Sie oder Ihre Sekretärin bringen den Brief zur Hauspost (Anwendungsschicht). Der dortige Mitarbeiter (Transportschicht) klärt, welche Übertragungswege bestehen. Der Brief könnte klassisch durch die Deutsche Post oder durch einen Kurier zugestellt werden. Da der Brief eilt, wählen Sie den Kurier und verlangen gleichzeitig eine Empfangsbestätigung durch den Empfänger. Im nächsten Schritt liest der beauftragte Kurier die Adresse vom Briefumschlag ab und gibt sie in sein Navi ein, um die optimale Route zum Empfänger zu finden (Vermittlungsschicht). Ihnen ist natürlich wichtig, dass Ihr Brief unversehrt und ungelesen beim Empfänger ankommt. Der Kurier versichert dies durch seine Referenzen und verspricht, geeignete Sicherungsmaßnahmen einzuhalten (Sicherungsschicht). Der Kurier kann Ihren Brief jedoch nur zustellen, wenn öffentliche Wege zum Ziel führen. Befindet sich Ihr Empfänger auf einer einsamen Insel, dann wird die Zustellung mit dem Auto schwierig (Bitübertragungsschicht).

Diretta ist in den Einstellungen des DAC SPEC RMP-X2 aktiviert
Diretta ist in den Einstellungen des DAC SPEC RMP-X2 aktiviert


Jetzt schauen wir uns an, was technisch hinter den einzelnen Schichten steckt. Mit der Anwendungsschicht sind keine Anwendungen wie Programme oder Apps gemeint, sondern die Anwendungsschicht bildet die Schnittstelle zwischen Programmen und Netzwerk. Auf dieser Schicht wird häufig das HTTP-Protokoll verwendet. Die Transportschicht regelt die Kommunikation zwischen den Computern. Durch die Wahl des Protokolls wird ferner festgelegt, ob eine Empfangsbestätigung (TCP) angefordert wird oder nicht (UDP). Die Vermittlungsschicht ist für das Routen von Nachrichten von einem Computer zum anderen zuständig. Hier kommt das allseits bekannte Internet Protocol (IP) zum Einsatz. Die wichtigste Funktion ist dabei die Zuteilung einer IP-Adresse im Netzwerk. Die Sicherungsschicht ist für die fehlerfreie Übertragung des Datenstroms zuständig, der hierfür in Pakete aufgeteilt und mit Prüfsummen versehen wird. Die Sicherungsschicht arbeitet zudem mit der MAC-Adresse, um Geräte eindeutig identifizieren zu können. In der Bitübertragungsschicht werden schließlich die hardware-technischen Voraussetzungen, wie die zu verwendenden Kabel- und Stecker-Typen, festgelegt.

Sie sind noch mit dabei? Prima dann übertragen wir jetzt das Ganze auf unsere Musikdaten und unterstellen, dass UPnP zum Einsatz kommt. Unser Server möchte Musikdaten an den Renderer „X“ versenden. Dabei wird in der Anwendungsschicht das HTTP-Protokoll verwendet. Die Transportschicht versieht die Daten mit dem Label „TCP“, was übersetzt heißt, dass eine Empfangsbestätigung benötigt wird. In der Vermittlungsschicht wird Empfänger „X“ in eine IP-Adresse übersetzt, die zusätzlich auf den Daten aufgebracht wird. In der Sicherungsschicht wird die IP-Adresse in die jeweils nächstgelegenen MAC-Adressen übersetzt und in der Bitübertragungsschicht werden schließlich unsere Daten physisch über die bekannten Ethernet-Kabel und –Stecker an den Renderer „X“ übertragen.

Prima sagen Sie, aber was macht nun Diretta anders? Nun, auf der Anwendungsschicht kommt nicht das HTTP-Protokoll, sondern das Diretta-Protokoll zum Einsatz. Ziel dieses Protokolls soll es sein, dass Daten in regelmäßigen und kurzen Abständen transportiert werden. Damit soll die Prozessorauslastung verstetigt, respektive reduziert und damit das Störgeräuschverhalten gezielt positiv beeinflusst werden. In der Vermittlungsschicht verwendet Diretta IPv6 anstelle des bei UPnP üblichen IPv4. Als Begründung wird angeführt, dass bei IP6 der Header eine feste Länge von 40 Bytes besitzt und der Router-Prozess einfach sei. Deshalb wäre die Übertragungseffizienz besser als bei IPv4, das mit einer variablen Länge von 20 bis 60 Bytes eher kompliziert ist.

Diretta ist im Fidata Server aktiviert
Diretta ist im Fidata Server aktiviert

Und nun zur Gretchen-Frage: Kann man mit Diretta eine klangliche Verbesserung hören? Die praktische Überprüfung ist gar nicht so einfach, da man auf Senderseite (Server) und auf Empfängerseite (DAC) Geräte benötigt, die dieses Protokoll verstehen. Und diese Geräte sind mehr als rar. Für den Fidata Server haben wir über den deutschen Vertrieb WOD ein spezielles Update direkt aus Japan erhalten, das Diretta auf dem Fidata implementiert. Das Update habe ich manuell von einem USB-Stick eingespielt und es funktionierte auf Anhieb. Ein weiterer Beweis für die Ausgereiftheit der im Fidata verwendeten Software. Noch schwieriger gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten DAC. Hier hat uns schließlich Herr Piet de Vries (Audiotweaks, Vertrieb SPEC CORPORATION) mit dem RMP-X2 von SPEC CORPORATION ausgeholfen. Dieses Gerät ist ein reiner LAN-DAC ohne USB-Unterstützung, der extrem aufwändig mit ausgelagertem Netzteil gefertigt ist.

Um mich mit den Geräten vertraut zu machen, habe ich zunächst den Fidata Server in meine Anlage integriert. Da ich schon seit längerer Zeit die ausgezeichnete Fidata App verwende, war die Bedienung für mich kein Problem. Der Fidata Server ist zweifellos klanglich allererste Sahne. Nach einigen Tagen habe ich dann meinen PS Audio DirectStream DAC durch den RMP-X2 ersetzt. Der RMP-X2 war dabei mit einem JCAT LAN-Kabel mit meinem SOtM-Switch verbunden. Der RMP-X2 klingt dynamisch, entspannt ohne jede Härte und hat eine beeindruckende Räumlichkeit; er ist fraglos ein perfekter Spielpartner für den Fidata Server.


Sobald ich mich mit dem Klang der beiden Geräte vertraut war, habe ich in den Einstellungen des RMP-X2 das Diretta Protokoll aktiviert. Bereits auf der High End hatten Dirk Sommer und ich den Eindruck, dass sich mit Diretta die räumliche Abbildung verändert. Dieser Effekt ist mit einer meiner Lieblingsaufnahmen, dem „Violinkonzert in D-Dur, KV 218“ von Mozart mit Marianne Thorsen und den TrondheimSolistene (Mozart: Violin Concertos - Marianne Thorsen & TrondheimSolistene – 2L), gut nachzuvollziehen. Die Aufnahme ist in einer Kirche aufgenommen und liegt auf dem Fidata im ursprünglichen Format mit 352,8 Kilohertz vor. Die absolute Tiefe der Abbildung unterscheidet sich mit Diretta nicht wesentlich. Aber bei der „normalen“ LAN-Verbindung ist jedes Instrument mit einem gewissen Raum umgeben, der im direkten Vergleich mit Diretta eher unnatürlich auf mich wirkt. Mit Diretta sind die Instrumente hinsichtlich ihrer Größe und Platzierung im Orchester klarer fokussiert. Gerade beim Wechselspiel zwischen Solistin und Orchester ist das gut zu hören und verbessert in letzter Konsequenz dann wieder den räumlichen Eindruck insgesamt. Im „Divertimento K. 136“ von W.A. Mozart in der Aufnahme mit der Academy of St. Martin in the Fields unter der Leitung von Neville Marinner (FIM Supersounds! II) ist der Klang der Streicher exzellent aufgenommen, kann mit schlechtem Equipment aber auch rasch nerven. Mit Diretta ist der Glanz der Streicher nicht ganz so spektakulär, für meinen Geschmack aber wesentlich natürlicher.

Der RMP-X2 mit seinem separatem Netzteil und dem Fidata
Der RMP-X2 mit seinem separatem Netzteil und dem Fidata

Gerade bei menschlichen Stimmen ist diese Natürlichkeit besonders ausgeprägt zu hören. Der Sampler „Best Audiophile Voices V“ bietet ausgezeichnete Aufnahmen schöner Balladen in der Interpretation erstklassiger Sängerinnen. Emi Fujita steht bei „The Rose“ ungemein klar umrissen und gleichzeitig völlig los gelöst von den Lautsprechern im Raum. Bei „Ida Y Vueta“ mit Gino D‘ Auri (FIM Supersounds! I) gewinnen die Instrumente an Substanz, wirken farbiger und greifbarer. Das ist wirklich beeindruckend. Die gerade beschriebenen positiven Effekte habe ich in letzter Zeit auch in anderen Konstellationen in ähnlicher Weise gehört, beispielsweise bei meiner Beschäftigung mit der Master-Clock von SOtM. Ganz offensichtlich geht es hier um die Auswirkung subtiler Störgeräusche in der digitalen Wiedergabekette.

STATEMENT

Die Wirkung des Netzwerkprotokolls Diretta in der getesteten Konfiguration ist erstaunlich. Das Beste daran ist, dass es nicht besonders schwierig ist, die Unterschiede zu hören. Es wäre zu wünschen, dass Diretta in Zukunft größere Verbreitung findet!
Gehört mit
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows Server 2019 mit AudiophileOptimizer 3.0, G-Technology 4 TB G| USB-C Laufwerk mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil, Windows Home Server mit Intel Atom Prozessor
Software MinimServer, JRiver Media Center 24
LAN-Switch SOtM sNH-10G mit Netzteil SOtM sPS-500
USB Hub SOtM tX-USBultra mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Netzteil SOtM sPS-500
D/A-Wandler PS Audio DirectStream DAC
Vorstufe Erno Borbely , Omtec Anturion
Endstufe Omtec CA 25
Lautsprecher Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1
Kabel und Zubehör Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable, Aqvox AQ-Switch SE
Herstellerangaben
Diretta Audio Protokoll
Diretta Audio Protokoll auf Ethernet Basis
Web www.diretta.link

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Donnerstag, 15 August 2019 07:48

MOONRIVER Audio neu bei LEN HIFI

Neu bei LEN HIFI sind die schwedischen Verstärker von MOONRIVER Audio. Nach drei Jahren Entwicklungsarbeit traten die schwedischen Entwickler auf der diesjährigen Highend erstmal ins Licht der Öffentlichkeit.

Als erstes Produkt ist der Vollverstärker MR 404 ab sofort erhältlich. Ziel der Entwicklung war es, eine vollständige Schaltzentrale einer Hifi Anlage zu schaffen. So ist der 404 unter anderem mit einer Tape-Schleife, Stereo/Mono-Umschalter und auftrennbaren Vor- und Endstufen ausgestattet. Optional ist auch ein MM/MC-Phonomodul und ein USB-DAC erhältlich, der PCM Signale bis 384 Kilohertz verarbeiten kann. Das Äußere des 404 erinnert an klassisches Vintage Audio der 70-er und 80-er Jahre. So ist der 404 ein moderner, bestens ausgestatteter Vollverstärker im herrlichen Heritage Design: ein echtes Schmuckstück.

MOONRIVER 404 mit (kommender) 505 Phonostufe
MOONRIVER 404 mit (kommender) 505 Phonostufe

Technische Daten:

  • Eingänge: 5 (line 1 und 4 wahlweise mit Phonostufe oder USB DAC belegt, 1 x Bandschleife)
  • Ausgänge: 2 x preamp out, 1 x rec out
  • Ausgangsleistung: 50 Watt pro Kanal bei 8 Ω
  • Frequenzgang: 10 Hz bis 50 kHz
  • Gesamtklirrfaktor: 0.05%
  • Rauschabstand: 95 dB (line)
  • Maße (B/T/H): 430/390/135mm
  • Gewicht: 12 kg
  • Preis: 3.000 Euro, Phono +500 Euro, USB +600 Euro

MOONRIVER 505 Phonostufe
MOONRIVER 505 Phonostufe
Vertrieb
LEN HIFI
Anschrift Exklusive Musiksysteme
Björn Kraayvanger
Herkenweg 6
47226 Duisburg
Telefon +49 2065 544139
Mobil +49 176 64772261
E-Mail info@lenhifi.de
Web www.lenhifi.de

Weitere Informationen

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Samstag, 15 August 2009 07:56

LEN HIFI

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Freitag, 14 August 2009 08:11

Focal Naim Deutschland GmbH

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Mu-so Qb 2 heißt das jüngste Mitglied der mehrfach preisgekrönten All-in-One-Wireless Familie des britischen HiFi-Spezialisten Naim Audio. Mit topaktueller Hardware und Software und ganz neuen Features soll die Mu-so Qb 2 mit einer unglaublichen Performance aufwarten.

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Genau wie die bereits im Mai vorgestellte große Schwester Mu-so 2 nutzt auch die Mu-so Qb 2 die neue Naim Streaming-Plattform. 25 Ingenieure arbeiteten drei Jahre lang an diesem ehrgeizigen Projekt. Entstanden ist dabei ein System, dassdie eigene digitale Musiksammlung, die Welt der Webradiostationen und die Musik-Streaming-Dienste wie TIDAL und Spotify völlig neu erschließt. Die neue Streaming-Plattform bildet nun die gemeinsame Basis aller Naim Streaming-Produkte – von der Mu-so Familie über die Uniti-Serie bis hin zum Flaggschiff ND 555. Die Mu-so Qb 2 übernimmt ebenfalls das innovative Steuerungssystem der neuen Mu-so Generation. Der markante Lautstärke-Drehregler enthält ein intuitiv bedienbares Touchpad mit 15 Sensortasten und wird bei Annäherung der Hand effektvoll beleuchtet. Eine leichte Berührung genügt, um den nächsten Titel der Playliste zu starten, die nächste Webradiostation auszuwählen oder zum nächsten Spotify Song zu springen. Alternativ lässt sich die Mu-so Qb 2 mit der aktuellen Naim App für iOS und Android bequem vom Sofa aus steuern – per Multiroom-Verbund sogar im ganzen Haus. Freunde der klassischen Handsteuerung behalten die vielfältigen Funktionen der Mu-so Qb 2 mit der neuen, kompakten Fernbedienung jederzeit im Griff.

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Wie ihr großes Schwestermodell präsentiert sich die Mu-so Qb 2 in einem edlen, grau-brünierten Aluminiumgehäuse mit einem neuen, leicht wechselbaren Lautsprechergrill, der neben klassischem Schwarz in den Trendfarben Terrakotta, Oliv und Pfauenblau erhältlich ist. Im kompakten Kubus der Mu-so Qb 2 stecken 300 Watt Musikleistung, die über ein völlig neu entwickeltes Lautsprechersystem ein beeindruckendes Klangbild zeichnen. Das Akustiksystem entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Lautsprecherspezialisten und Konzernpartner Focal, der 40 Jahre Erfahrung im Bau von Akustikkomponenten der Referenzklasse einbrachte. Unterstützt wird das System von einem neuen digitalen Signalprozessor (DSP), der mit der dreizehnfachen Rechenleistung des Vormodells die individuelle Ansteuerung jedes einzelnen Lautsprechers berechnet. Auch die WiFi-Anbindung optimierten die britischen Ingenieure. So wartet die Mu-so Qb 2 jetzt neben dem traditionellen LAN-Kabelanschluss mit einer kabellosen Netzwerkverbindung auf, mit der hochauflösendes 32-bit UPnP mit bis zu 384 Kilohertz Abtastrate möglich ist. Gleichzeitig sind mit Apple Music Airplay 2, Spotify Connect, TIDAL, Chromecast und den zahllosen Webradiostationen Millionen Musiktitel nur einen Fingertipp entfernt. Vor Ort nimmt die Mu-so Qb 2 per Bluetooth gern auch Titel vom Smartphone und MP3 Player entgegen oder spielt Musik über den USB-Eingang vom Speicherstick oder einer externen Festplatte ab. Auch dem Fernsehabend verleiht die Mu-so Qb 2 eine ganz neue Qualität: Über den optischen Eingang erklingt der Fernsehton in einer Fülle, die mit TV-Lautsprechern so einfach nicht erreichbar ist.

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Die Mu-so Qb 2 macht auch im Multiroom-Verbund eine ausgezeichnete Figur. Dabei kann sie mit ihren kompakten Maßen besonders in Räumen mit wenig Platzangebot, wie Küche oder Schlafzimmer, punkten. In Kombination mit weiteren Naim Netzwerkplayern wie zum Beispiel Mu-so 2 und Uniti, als Zuspieler für Airplay 2 kompatible Aktivlautsprecher oder als Mitglied einer Chromecast-Gruppe verteilt die Mu-so Qb 2 dynamischen Klang im ganzen Haus. Mit der neuen Naim App für iOS und Android lässt sich Lautstärke und Playliste bis hin zu Lichtstimmung und Partymodus bequem zentral steuern. Außerdem liefert die App passend zum jeweiligen Titel detaillierte Informationen zu Künstler, Genre und Album inklusive Cover-Art und Booklet-Texten. Selbstverständlich lässt sich die Mu-so Qb 2 auch perfekt in einen Roon-Verbund integrieren. Charlie Henderson, Geschäftsführer von Naim Audio, beschreibt den jüngsten Spross der Mu-so Familie wie folgt: „Mit der Mu-so Qb 2 können noch mehr Menschen unsere preisgekrönte All-in-One-Wireless Lösung an noch mehr Orten erleben. Mit überragender Leistung auf kleinstem Raum spielt die Mu-so Qb 2 nicht nur solo souverän auf, sie fügt sich auch perfekt in einen Multiroom-Verbund ein – ideal für platzbeengte Situationen, in denen eine Mu-so 2 bereits zu groß wäre.“

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Die Mu-so 2 auf einen Blick:

  • innovative Steuerung über ein intuitiv bedienbares Touchpad mit 15 Sensortasten in einem markanten Lautstärke-Drehregler mit näherungsaktivierter Effektbeleuchtung
  • flexible Multiroom-Steuerung über Naim App, Apple Home und Google Home
  • Detailliertere Wiedergabe: Der neue digitale Signalprozessor (DSP) berechnet mit seinen 16 Kernen und 2 Milliarden Operationen pro Sekunde die individuelle Ansteuerung jedes einzelnen Lautsprechers und zeichnet so ein luftiges, detailreiches Klangbild
  • innovative Lautsprecher, die in einem Gemeinschaftsprojekt von Naim mit seinem Konzernpartner Focal entstanden. Die neuen Mittelton- und Basstreiber sorgen für eine detailreiche, druckvolle Wiedergabe
  • die vielfach ausgezeichnete Streaming-Plattform der Naim-Serien Uniti und Marque kommt nun auch in der Mu-so Qb 2 zum Einsatz und verleiht der neuen Mu-so-Generation die Harmonie und Musikalität der audiophilen Oberklasse
  • Lautsprechergitter in neuen Farben: Das schwarze Standardgitter kann jetzt einfach gegen ein farbiges Designgitter in Oliv, Terrakotta oder Pfauenblau ausgetauscht werden
  • Chromecasterschließt der Mu-so Qb 2 die Welt der Google Apps und Streaming-Dienste wie Deezer, Qobuz, Plex, TuneIn, SoundCloud, Pandora und viele weitere
  • AirPlay 2 streamt Musik von einem iOS Handy oder Tablet, von iTunes und von Apple Music und mit Siri gehorcht die Mu-so Qb 2 aufs Wort
  • Spotify Connect wird von der Mu-so Qb 2 in allen Formaten vollständig unterstützt. Die Spotify App dient dabei als Fernbedienung
  • TIDAL ist ein Streaming-Dienst mit verlustfreier Kompression, dessen überragende Soundqualität auf der Mu-so Qb 2 voll zur Geltung kommt. Ein 90-Tage Probeabo ist im Kaufpreis enthalten
  • Bluetooth überträgt Musik kabellos vom Smartphone und MP3 Player zur Mu-so Qb 2
  • Webradio ist der Nachfolger des klassischen Rundfunks im Internet. Die Mu-so Qb 2 empfängt tausende Stationen mit Programmen für jeden Geschmack und speichert die Lieblingssender in einer Favoritenliste
  • UPnP-Streaming überträgt Musik zwischen Computern, Netzwerkspeichern und Netzwerkplayern im Heimnetz. Die Mu-so Qb 2 unterstützt dabei hochauflösende Formate bis zu 32bit bei 384 Kilohertz Abtastrate
  • Roon liefert passend zum Musikarchiv Albumcover, Booklets, Bilder, Biografien, Rezensionen, Songtexte und sogar aktuelle Konzertdaten der Künstler und erstellt daraus einen digitalen Archivkatalog mit Suchfunktionen
  • per Raumkompensation passt sich die Mu-so Qb 2 an ihren jeweiligen Aufstellort an. Egal, ob in Wandnähe, in der Raummitte oder im Freien, der Klang bleibt druckvoll, akzentuiert und jederzeit präsent
  • universelle Anschlusstechnik: Auch eingangsseitig zeigt die Mu-so Qb 2 ihre All-in-one Qualitäten. Neben einem USB-Eingang für Speichersticks und externe Festplatten sind über den optischen Digitaleingang und den 3,5-Millimeter-Analogeingang alle üblichen Signalquellen anschließbar
  • Brandneue Fernbedienung: Die vielfältigen Funktionen der Mu-so Qb 2 bleiben mit der neuen, kompakten Fernbedienung jederzeit im Griff
  • mit der Weckfunktion startet der Tag – per Naim App programmiert - mit flotten Rhythmen und die Lieblingsmelodie erinnert an wichtige Termine

Die Mu-so Qb 2 ist ab dem 9. August zum Preis von 850 Euro bei zahlreichen Fachhändlern erhältlich.

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Dienstag, 13 August 2019 00:34

Mytek Brooklyn AMP

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Auf der diesjährigen High-End stellte ich beim Plausch mit den Kollegen des amerikanisch/polnischen Herstellers Mytek fest, dass der Brooklyn AMP noch überhaupt nicht in unserer Redaktion zu Gast war. Kein Wunder, die Kollegen sind bestens mit (Class-A-)Verstärkermonstern versorgt. Mein Interesse hat der kleine Digitalamp jedoch sofort geweckt.

Bis der Amp bei mir zu Hause landet, vergeht dann doch noch etwas Zeit und das Paket erreicht mich ausgerechnet, kurz bevor ich in meinen Sommerurlaub aufbreche. Nicht weiter schlimm, so gibt es wenigstens etwas, auf das ich mich bei meiner Rückkehr freuen kann und das mir – hoffentlich – den Alltag versüßen wird. Die allererste Feststellung bei der Entgegennahme des Pakets: Der Amp wiegt quasi gar nichts. Vor Jahrzehnten noch war das ein Indikator für mindere Qualität. Riesige Trafos und Elkos gehörten einfach zum guten Ton und tun es noch. In meinem beruflichen Umfeld jedoch bin ich inzwischen extrem froh über Class-D-Verstärker. Ein mehrere Kilowatt lieferndes Verstärker-Rack wiegt jetzt nicht bedeutend mehr als vor Jahren noch eine einzelne Endstufe, die lediglich knapp ein Kilowatt lieferte. Im HiFi-Bereich hat man zwar meistens seine Ruhe, nachdem man die Endstufe einmalig auf den ihr angestammten Platz gewuchtet hat, insofern ist das Gewicht eigentlich nicht sonderlich relevant. Eine potente Endstufe, die man allerdings mal eben schnell und bequem im Rucksack oder besser verpackt in einem schlagfesten Case zu Freunden mitnehmen kann, ist dennoch etwas Besonderes. Auch ihr Einsatz in einem mobilen Studio dürfte sich als unkompliziert und platzsparend erweisen. Mit einem Gewicht von drei Kilogramm und Abmessungen von etwa 21 Zentimetern Breite, 24 Zentimetern Tiefe und etwas weniger als fünf Zentimetern Höhe vermag der Brooklyn AMP dennoch 300 Watt pro Kanal an vier Ohm oder 600 Watt gebrückt an einem Kanal zu liefern. Hierfür wird pro Kanal auf ein Modul des dänischen Class-D-Spezialisten Pascal zurückgegriffen. Laut Firmenchef und Entwickler Michal Jurewicz werden die Standard-Module jedoch stark modifiziert. Wichtige Bauteile werden ausgetauscht und die Module klingen nicht ansatzweise mehr wie im Ursprungszustand – jetzt klingen sie viel detaillierter und wärmer. Ihre Konfiguration im Brooklyn AMP erlaubt ihnen ein Dynamikumfang von über 121 Dezibel. Der Dämpfungsfaktor des Verstärkers liegt bei über 400. Somit sollte er problemlos mit meinen Lautsprechern harmonieren. Leistung satt steht ja ohnehin zur Verfügung und auch sonst muss ich mir keine Sorgen machen, der kleine Verstärker enthält so ziemlich alles, was an Schutzschaltungen zu haben ist.

Von den Abmessungen und dem fehlenden Display mal abgesehen, gleicht der Brooklyn AMP den anderen Brooklyn-Modellen äußerlich vollständig
Von den Abmessungen und dem fehlenden Display mal abgesehen, gleicht der Brooklyn AMP den anderen Brooklyn-Modellen äußerlich vollständig

Mit seinem Finish in Silber oder Schwarz passt er optisch perfekt zum Brooklyn DAC, DAC+ und zur neuen Bridge. Auch der Formfaktor stimmt, so passt er genau unter meinen Brooklyn DAC+, ragt lediglich hinten etwas weiter heraus. Dies ist nebenbei bemerkt einer der Gründe, weshalb ich die Endstufe unbedingt testen möchte. Sie sollte eigentlich perfekt auf die Digital-Analogwandler von Mytek abgestimmt sein. Farblich passt der Test-Amp zwar nicht zu meinen schwarzen DAC+, aber er ist ja eh nur zu Gast. Ich betreibe beide Geräte nicht gestapelt, sondern nebeneinander. Aufgrund der hohen Effizienz des Endstufenkonzepts entsteht zwar nicht übermäßig viel Abwärme, dennoch fühle ich mich besser, beiden Geräten etwas mehr Frischluftzufuhr zu gönnen. Bevor ich den Test beginne, überprüfe ich den Verstärker auf aktuelle Firmware. Das klingt zunächst eigenartig, aber tatsächlich hat der Brooklyn AMP eine Micro-USB-Schnittstelle, über die ich ihn mit meinem PC verbinde. Der Mytek Device Manager erkennt den Amp sofort und auch das Firmwareupdate geht schnell und problemlos von der Hand. Wahrscheinlich wäre es nicht nötig gewesen, da bereits die Firmware 1.00 aufgespielt war, in welcher Revision allerdings konnte ich nicht feststellen. Das Hinzufügen neuer Funktionen und Features ist im Rahmen dieser Firmware nicht vorgesehen, sie dient lediglich zur Beseitigung möglicherweise auftretender Fehlfunktionen. Solange der Verstärker fehlerfrei arbeitet, ist es für den Nutzer absolut unwichtig, sich mit einem Firmwareupdate auseinanderzusetzen. Ausprobieren wollte ich es dennoch.

Das bernsteinfarbene Licht im Inneren ist nicht übermäßig hell und fällt auch in dunklen Räumen nicht unangenehm auf
Das bernsteinfarbene Licht im Inneren ist nicht übermäßig hell und fällt auch in dunklen Räumen nicht unangenehm auf


Ebenfalls einstellbar sind im Device Manager Farbe und Helligkeit des beleuchteten Mytek Logos. Weitere Einstellungen können entweder hier oder auf der Rückseite des Verstärkers mittels mehrerer Kippschalter, in meiner Branche gerne Mäuseklavier genannt, vorgenommen werden. Je nachdem, wie man den Amp mittels des ersten Kippschalters konfiguriert, ist dies ausschließlich am Amp selbst oder in der Software möglich. Man ist also nicht auf einen Computer angewiesen und kann wie mit jedem anderen Amp sofort loslegen. Zu den Einstellmöglichkeiten gehören der Betriebsmodus (Stereo, Bridged oder Bi-Amp), Gain (0 Dezibel, +6 Dezibel) und die Aktivierung des automatischen Einschaltens, wenn der Amp über den 12-Volt-Triggereingang mit einem Wandler oder Vorverstärker verbunden ist. Außer jeweils einem Cinch-, XLR-und Lautsprecheranschluss beidseitig neben der mittig positionierten Kaltgerätebuche, gibt es auf der Rückseite nicht viel zu sehen. Massive Kaltgerätesteckergehäuse mit einem Durchmesser von mehr als 4 Zentimetern wie sie bei High-End-Kabeln oft vertreten sind, passen aufgrund der kompakten Abmessungen des Verstärkers übrigens nicht zwischen die beiden Lautsprecheranschlüsse, die unmittelbar neben der Kaltgerätebuchse angeordnet sind.

Mittels kleiner Kippschalter kann der kleine Digitale für einen Stereo-, Bridged- oder Bi-Amp-Betrieb konfiguriert werden
Mittels kleiner Kippschalter kann der kleine Digitale für einen Stereo-, Bridged- oder Bi-Amp-Betrieb konfiguriert werden

Wie dem auch sei, die schlichte Kaltgerätestrippe, die neben einer Bedienungsanleitung in Englisch das einzige ist, was zum Lieferumfang gehört, passt jedenfalls. Obwohl die Endstufe per XLR symmetrisch mit Signal versorgt werden kann, nutze ich eine unsymmetrische Verbindung. Ich möchte den Brooklyn AMP nämlich gegen meine NAD C 275BEE Endstufe antreten lassen, da diese lediglich über Cinch-Eingänge verfügt, sollen die Bedingungen die gleichen sein bleiben. Der Brooklyn AMP sammelt bereits heimlich den ersten Pluspunkt.

Der Verstärker kann entweder symmetrisch oder unsymmetrisch angesteuert werden
Der Verstärker kann entweder symmetrisch oder unsymmetrisch angesteuert werden

In der Hörtest-Sektion habe ich Freude daran, immer mal wieder frische oder nicht unbedingt als audiophil geltende Stücke einzustreuen. Ich versuche konstant, meinen musikalischen Horizont in verschiedenste Richtungen zu erweitern, hoffe dies macht Ihnen genauso Spaß und sie konnten eventuell auch schon den ein oder anderen unbekannten Song auf Ihrer heimischen Anlage genießen. In meinem letzten Artikel habe ich Ihnen ja bereits von Demons & Wizards vorgeschwärmt, deren Live-Konzert auf dem Wacken Open Air tatsächlich eine viel gefeierte Sensation war. Und genau dort habe ich auch die Neuentdeckung gemacht, die ich Ihnen heute präsentieren möchte. Noch bevor die Haupteröffnung, im wahrsten Sinne des Worts, über die Bühne gegangen war, spielte eine Band, die stilistisch wahrlich nicht auf ein Metal-Festival zu passen scheint. Dennoch wurde das ungewöhnliche Trio Violons Barbares gebührend gefeiert. Kein Wunder, bei derartig viel Spielfreude und Virtuosität. Gleich zwei Instrumente, die ich noch nie vorher in natura gesehen hatte, kamen zum Einsatz. Der Bulgare Dimitar Gougov spielt die sogenannte Gadulka, eine Geige mit nur drei tatsächlich gestrichenen Saiten, die übrigen zehn Saiten schwingen mit und machen so den charakteristischen Klang des Instruments aus. Der Mongole Dandarvaanchig Enkhjargal hingegen ist ein ausgewiesener Experte der Morin Khuur, zu Deutsch Pferdekopfgeige, die man durchaus als Nationalinstrument der Mongolei bezeichnen könnte, und singt darüber hinaus Obertongesang. Zusammengehalten wird dieses ungewöhnliche Instrumentarium vom französischen Perkussionisten Fabien Guyot, dessen Schlagzeug eher aussah wie Diverses aus der Abstellkammer. Bis auf eine Art Rassel am linken Fuß, spielt er sein Set ausschließlich mit den Händen, sogar die Bass-Drum wird händisch bedient. Ein wildes, groovendes Gemisch aus Balkan, nahem Osten und der Mongolei ist das Ergebnis, das aus der vereinten Kreativität der drei Musiker entsteht. Wer die Chance hat, dieses Trio einmal live zu erleben, sollte nicht zögern. Ein neues klangliches Erlebnis.


Doch wie klingt der Titeltrack des aktuellen Albums Wolf’s Cry denn nun mit dem Brooklyn AMP, statt meiner NAD-Endstufe? Kurz gesagt, detailreicher, präziser und etwas „aufgeräumter“, aber auch etwas weniger nachdrücklich und gewaltig. Ich habe das Gefühl, dass der kleine Digitalverstärker meine Lautsprecher etwas mehr im Griff hat und davon vor allem der Mittel- und Hochtonbereich profitiert. Die Natürlichkeit der Instrumente legt deutlich zu, wahrscheinlich da ihre Obertöne stärker herausgearbeitet werden. Einzelne Trommelanschläge kann ich eindeutiger und plastischer heraushören, die Verarbeitung von schnellen Impulsen scheint dem Brooklyn zu liegen. Die Durchzeichnung der Becken ist die bisher beste, die ich in meinem Setup gehört habe – und das mit einem Klasse-D-Verstärker! Sie schimmern unglaublich angenehm und seidig aus dem Mix heraus, ohne dass man das Gefühl einer Höhenanhebung hat. Der Gesamtklang erscheint allgemein etwas differenzierter als mit meinem NAD, sich jedoch eher in die Tiefe und weniger in die Breite öffnend. Die verschiedenen Instrumente scheinen klarer voneinander getrennt und ihre klangliche Ausdehnung ist etwas schärfer umrissen. Trotzdem musizieren sie nicht teilnahmslos nebeneinander her, sondern verfügen immer noch über genügend Zusammenhalt. Das Bandgefüge scheint nur nicht ganz so aus einem Guss, wie der NAD es zu reproduzieren vermag. Schlussendlich benötigt der kleinere der beiden Verstärker etwas mehr Dampf von der Vorstufe, um eine identische Lautstärke abzuliefern.

Bei einem Blick ins Innere wird der Doppel-Mono-Aufbau sofort ersichtlich
Bei einem Blick ins Innere wird der Doppel-Mono-Aufbau sofort ersichtlich

Das als nächstes gehörte Stück stammt vom Album Day Is Done des Brad Mehldau Trios und ist eine Neuinterpretation des Radiohead Songs „Knives Out“. Zwar habe ich das Stück immer sehr gemocht, jedoch ist es mir nie als akustischer Leckerbissen aufgefallen. Die Abmischung gerät im Vergleich zu Jazz-Klassikern recht modern und erschien mir immer leicht artifiziell. Der Brooklyn AMP belehrt mich jedoch eines Besseren: Der Klangfarbenreichtum der einzelnen Instrumente verblüfft mich über die Maße, das wiederum präsente Singen der Becken, der fein aufgelöste Obertongehalt des Klaviers und die Körperhaftigkeit des Kontrabasses habe ich vorher so noch nicht wahrgenommen. Das Stück erhält eine mitreißende Dynamik und das Album steigt deutlich in meinem Ranking der aufnahmetechnisch hörenswerten Alben, musikalisch hörenswert ist es allemal. Nach einigen getesteten Mytek-Produkten beginnt sich für mich langsam eine Art charakteristischer „Mytek-Sound“ zu manifestieren: geprägt von hohem Detailgrad und einer enormen Fülle an Klangfarben, gepaart mit einer gut kontrollierten Portion Kraft im Frequenzkeller. Dabei wirkt er an keiner Stelle übertrieben oder überbetont, und genau das ist es, was in Verbindung mit der Preisgestaltung meine Begeisterung für Mytek befeuert. Die Wiedergabe ist stets neutral, jedoch nie analytisch oder gar langweilig. Ich kann ebenso stundenlang sinfonischen Konzerten lauschen, mir Gitarrenriffs um die Ohren pfeffern lassen oder Mixentscheidungen treffen.

Die vom dänischen Spezialisten Pascal stammenden Verstärkermodule sind laut Michal Jurewicz stark modifiziert
Die vom dänischen Spezialisten Pascal stammenden Verstärkermodule sind laut Michal Jurewicz stark modifiziert

Jedes einzelne Instrument kommt perfekt zur Geltung und kann seinen charakteristischen Klang voll ausspielen – ganz egal in welchem musikalischen Genre ich mich bewege. Besonders hat mich bei allen Mytek-Produkten jedoch die Wiedergabe von Streichern begeistert. Was läge also näher, als Barbers „Adagio for Strings, Op. 11“ zu lauschen? Persönlich sagen mir die Interpretationen von Leonard Bernstein sehr zu. Die Aufnahme gemeinsam mit den New York Philharmonikern ist für mich noch etwas ergreifender als andere Aufnahmen. Außerdem enthält sie einen sehr präsenten Hochtonbereich und vermittelt den Klang der Streicher direkter, wenn auch weniger raumfüllend, als beispielsweise die Aufnahme mit den Los Angeles Philharmonikern. Mir persönlich gefällt genau dieser unnachgiebige Klang und ich weiß, dass es keine leichte Aufgabe wird, die Aufnahme zufriedenstellend zu reproduzieren. Doch tatsächlich gerät der Klang wohlgefälliger, als ich erwartet hatte, dennoch fehlt den Streichern keineswegs die leicht energische Note, die in manchen Aufnahmen und in manchen Ketten mitunter verloren geht. Obwohl die Aufnahme deutlich angenehmer reproduziert wird als erwartet, habe ich dennoch nicht das Gefühl, dass hier beschönigt wird. Ganz im Gegenteil, erstmalig wird mir das Konzert dargeboten, wie es eigentlich sein soll: ausgewogen, strahlend, so präsent wie die Aufnahmetechnik es vorsieht und mit einem umfassend durchgezeichneten Obertonspektrum. Der Brooklyn AMP und mein Brooklyn DAC+ sind tatsächlich ausgezeichnete Spielpartner. Gemeinsam laufen sie zu Höchstform auf. Bedenkt man den Phono-Eingang des Wandlers oder die Streamingfähigkeit der ebenfalls von mir getesteten Brooklyn Bridge, so erhält man für um die 5.000 bis 6.000 Euro eine fantastisch spielende Wandler-, Vorstufen, Endstufenkombi, die keine Wünsche mehr offen lässt.


Schlussendlich stellt sich natürlich die Frage, welcher Verstärker gewinnt denn jetzt den Vergleich? Mein NAD oder der Brooklyn AMP? Natürlich kann ich mit einer einfachen Antwort aufwarten: Keiner. Denn keiner der beiden ist besser oder schlechter. Die zugrundeliegenden Konzepte sind lediglich verschieden und beide überzeugen mich gleichermaßen. Beide Amps haben es mir angetan und zu gerne würde ich den Brooklyn AMP ebenfalls in meine private Stereokette integrieren. Aufgrund seiner mitreißenden Qualitäten, besonders im Bereich der Mitten und Höhen, entstehen erste wilde Ideen des Bi-Amp-Betriebs meiner Lautsprecher mit beiden, vollkommen unterschiedlichen Verstärkern. Doch das würde hier den Rahmen sprengen und ist schließlich auch nicht Gegenstand meines Tests. Um einmal einen Vergleich aus der automobilen Welt heranzuziehen, mein NAD hat eher die Charakteristika eines amerikanischen V8-Motors. Hubraum und Drehzahl bis zum Abwinken, dafür aber nicht unbedingt immer den kultiviertesten Lauf. Aber genau das macht den Charme eines V8 und auch des NADs aus. Der Klasse-D Brooklyn AMP verhält sich eher wie ein hochmoderner turboaufgeladener Reihensechszylinder oder noch eher und passender wie ein Elektroauto. Seine Kraftreserven sind noch schneller und feiner dosiert verfügbar. Wer mal Elektroauto gefahren ist, weiß wie beeindruckend dieses Erlebnis ist. Gleiches gilt für die Begegnung mit dem Brooklyn AMP.

STATEMENT

Die Namensverwandtschaft mit dem Brooklyn DAC+ oder der neuen Brooklyn Bridge kommt nicht von ungefähr. Paart man den Amp mit einem der beiden Wandler, fehlt einem, neben ein paar Kabeln und den Lautsprechern seines Vertrauens, eigentlich nichts mehr für fantastischen Musikgenuss. Mytek bietet dem Kunden ein hochmodernes, emotional schlagendes Herz jeder erdenklichen Stereokette des 21. Jahrhunderts. Kompakt, extrem leistungsstark und gewohnt meisterlich konzipiert und verarbeitet, sehe ich die Endstufe ebenfalls als Spielpartner von passiven Studiomonitoren. Mytek kann seine Studiowurzeln einfach nicht verstecken und das ist auch gut so.
Gehört mit
Computer ThinkPad 470s, Intel i5-6300U @ 2,4GHz, 12GB DDR4-RAM @ 2400MHz, Windows 10 (Roon, foobar2000)
Router TP-Link Archer C7 AC1750, Sagemcom FAST5460
Server Melco N1 AH 60/2
Speicher LaCie Rugged Mini 2 Terabyte, SanDisk SDCZ88-128G-G46
DAC Mytek Brooklyn DAC+
Endstufe NAD C 275BEE
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP FiiO X7 Mark II mit AM3A (FiiO Music App, BubbleUPnP)
Smartphone Motorola X 4th Gen, 32GB, 3 GB RAM, Android 9 (Apps: BubbleUPnP, TIDAL, Spotify, Roon)
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, Shure SE-535-V, ifi IE-Match
Kabel JIB-Germany Boaacoustic Blueberry, Sommer, Vovox, Cordial, Intona, Furutech
Herstellerangaben
Mytek Brooklyn AMP
Leistungsangaben bei 1% THD Dual Mono 2 x 130 Watt an 16 Ohm
Dual Mono 2 x 250 Watt an 8 Ohm
Dual Mono 2 x 300 Watt an 4 Ohm
Dual Mono 2 x 400 Watt an 2 Ohm
Dual Mono 2 x 1200 W Peak
Ausgangsspannung 70 Vp / 140 Vpp (ohne Last)
Signal-Rausch-Verhältnis > 121 Dezibel
Frequenzgang (-3dB) 10 Hertz – 30 Kilohertz
THD < 0,01 %
Schutzschaltungen Kurzschlussschutz, Gleichspannungsschutz, Unterspannungsschutz, Temperaturschutz, Überlastschutz
Dämpfungsfaktor > 400
Gleichspannungs-Triggereingang 12 Volt, Miniklinke
Weltweit kompatibles Netzteil 100-240 Volt Gleichspannung, 50/60 Hertz
Abmessungen (BxTxH) 216x241x44 Millimeter
Gewicht 3 Kilogramm
Garantie 2 Jahre
Preis 2495 Euro

Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
Anschrift Aleje Jerozolimskie 475
05-800 Pruszków
Poland
Telefon +48 22 823 7238
E-Mail europe@mytekdigital.com

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Auf der diesjährigen High-End stellte ich beim Plausch mit den Kollegen des amerikanisch/polnischen Herstellers Mytek fest, dass der Brooklyn AMP noch überhaupt nicht in unserer Redaktion zu Gast war. Kein Wunder, die Kollegen sind bestens mit (Class-A-)Verstärkermonstern versorgt. Mein Interesse hat der kleine Digitalamp jedoch sofort geweckt.
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