Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers.
Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb, der jemals in einem Laufwerk zur Anwendung kam, in Rotation versetzt wird, war der Grund dafür, dass ich der technischen Beschreibung so viel Platz eingeräumt habe. Darüber hinaus sollte klar werden, dass Craig Milnes und sein Team alle vermeintlichen Gewissheiten in Sachen Schallplattenreproduktion von Grund auf hinterfragten und eigene wissenschaftlich fundierte Lösungen entwickelten – ohne Rücksicht auf die daraus resultierenden Kosten.

Das trifft natürlich auch auf den Tonarm zu, der in der firmeneigenen Terminologie GRAVITON®Ti Armwand heißt und trotz vieler Innovationen recht vertraut wirkt. Das liegt gewiss daran, dass eine der beiden ersten Wilson-Benesch-Komponenten der A.C.T.-One-Tonarm war. Der wurde auch schon zu Beginn der 90-er Jahre aus einem Kohlefaser-Verbundwerkstoff gefertigt – ein absolutes Novum im Hifi- und High-End-Bereich. Schon damals hatte man durch Messungen und Hörtests herausgefunden, dass die Faserausrichtung, die Materialdämpfung und die Geometrie der Struktur die Resonanzkontrolle und die Energieübertragung in hohem Maße beeinflussten. Der Arm aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff besaß in seiner endgültigen Form ein enorm günstiges Verhältnis von Steifigkeit zu Masse verbunden mit hervorragenden Dämpfungseigenschaften.
Von September 2017 bis August 2021 nahm Wilson Benesch dann mit 16 weiteren Herstellern, Universitäten und Forschungsinstituten aus sieben Ländern am EU finanzierten SSUCHY.Projekt – „Sustainable Structural and Multifunctional Biocomposites from Hybrid Natural Fibres and bio-based polymers“ oder „Nachhaltige strukturelle und multifunktionale Biokomposite aus hybriden Naturfasern und biobasierten Polymeren“ – teil. Dabei lieferte das Femto-Institut in Besançon Erkenntnisse auf molekularer Ebene zum Resonanzverhalten von Verbundwerkstoffen, aus denen sich für den A.C.T. One ergab, dass die hyperbolische Kurve des Arms die optimale Geometrie darstellt: Sie bietet keine Materialredundanz und wird mit zunehmender Entfernung vom Drehpunkt im Durchmesser immer kleiner. Die 0/90-Grad-Faserausrichtung im Carbonfaser-Gewebe sorgt zudem für maximale Torsionssteifigkeit und vergrößert auch die Oberfläche. Dadurch wird die Länge der Fasern erhöht und damit auch der Weg, den die abzuleitende Energie zurücklegen muss. Dabei trifft sie auf nahezu unzählige im 90-Grad-Winkel angeordnete Fasern. An den Kreuzungspunkten wird diese Energie gedämpft und kann abgeleitet werden. So garantiert die Ausrichtung der Fasern im rechten Winkel eine sehr gute Dämpfung. Schließlich vermeidet die einteilige Konstruktion aus Tonarmrohr und Headshell Unstetigkeiten in der technischen Struktur, die etwa bei einem abnehmbaren, verschraubten Headshell entstehen können. Diese Unstetigkeiten bilden eine reflektierende Grenze für die über das Tonarmrohr abzuleitende Energie.
Es gab also keinen Grund, das bisher bewährte Tonarmrohr nicht zum Ausgangspunkt für die Entwicklung GRAVITON®Ti Armwand zu machen. Es wurde durch eine Graphen-Epoxidmatrix zusätzlich verstärkt und durch die Zugabe von unidirektionaler Karbonfaser und einem Rohacell-Sandwich-Abschnitt verbessert. Dazu kamen noch Bio-Composite-Dämpfungsschichten, die im SSUCHY-Projekt entwickelt wurden. Wilson Benesch kann jeden Aspekt der Konstruktion und Fertigung intern kontrollieren: die Erstellung eigener Formen, das Aufbringen von Kohlefaser von Hand und die Durchführung des Vakuum-Harztransfer-Verfahrens (VRTM), bei dem trockene Kohlefasern in eine Präzisionsform gelegt und anschließend unter Vakuumdruck mit Harz getränkt werden. Das dadurch erreichbare günstige Verhältnis von Fasern zu Harz führt zu stabileren, leichteren und homogeneren Strukturen als herkömmliche Laminierverfahren.
Für die Gegengewicht- und Drehpunktstruktur für das Tonarmrohr aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff wählte Wilson Benesch Titan als Material, da es Festigkeit, Steifigkeit und Dämpfungseigenschaften in für diese Anwendung idealer Weise verbindet. Titanpulver wird durch selektives Lasersintern in die gewünschte Form gebracht: Sie soll der spiralförmigen Struktur des Kohlefaser-Rohrs folgen, damit an der Schnittstelle keine Energie reflektiert wird und zum Tonabnehmer zurückläuft. Vor allem oberhalb der Höhe der Abtastnadel darf das Titan-Teil keine überflüssige Masse besitzen, um Torkelbewegungen des Arm auszuschließen. Das selektive Lasersintern ermöglicht nicht nur die ungewöhnliche äußere Form der Gegengewichts- und Lagereinheit, sondern auch eine nicht homogene innere Struktur: Während das Titan an der Oberfläche der Einheit die übliche Kristallgitterstruktur aufweist, gibt es im Inneren auch Sektionen aus Titanpulver, das – einem Sandsack ähnlich – für eine hohe Dämpfung sorgt. Außerdem wird das Resonanzverhalten der Konstruktion durch die feinen sechseckigen Tesselate-Strukturen, die man schon beim Wilson-Benesch-Tonabnehmer entdecken konnte, optimiert.

Das Lager des GRAVITON® Ti Armwand ist ein Einpunktlager mit einem Stabilisierungssystem, dessen Form mit Hilfe künstlicher Intelligenz optimiert wurde und in dessen Inneren sich ebenfalls Tesselate-Strukturen und nicht gesintertes Titanpulver zur Bedämpfung befinden. In der Lagerschale liegen drei Kugeln: zwei sehr fein polierte aus Zirkonium und eine aus einem nicht näher spezifizierten Hybridmaterial, das einerseits für Dämpfung und andererseits dank seiner Leitfähigkeit für die elektrische Erdung des Arms sorgt. Da zu starre Metallkontakte schwingen, während zu stark gedämpfte Kontakte die Auflösung beeinträchtigen, kommt es bei den drei Kugeln auf das richtige Verhältnis von Kontaktsteifigkeit zu Schwingungsdämpfung an. Die Lagerschale sitzt auf einer Achse, die von einem EcoGrip-Hydraulikfutter gehalten und von einem piezoelektrisch angetriebenen Mechanismus bewegt werden kann. Dadurch sind nach dem automatischen Lösen des Hydraulikfutters Höhenänderungen der Lagerschale und damit des Arm möglich. Der lineare Piezo-Aktuator bewegt sich in Schritten von einem Nanometer, was natürlich für die Justage des vertikalen Abtastwinkels (VTA) viel zu fein ist. Wilson Beneschs PIEZO VTA System lässt sich über die WB GMT® Control APP vom Hörplatz aus über ein zum Lieferumfang des Prime Meridian Systems gehörendes Smart Phone bedienen und erlaubt Höhenveränderungen von einem Mikrometer – was immer noch um Größenordnungen präziser ist als das, was per Hand oder Feingewindeschrauben bei üblichen Tonarmen möglich ist.

Da selbst Einstellungen im Mikrometer-Bereich nicht unbedingt praxisgerecht sind, findet sich in der App eine Art Schieberegler, mit der man die Größe der Schritte für die Höheneinstellung vorwählen kann: sehr komfortabel und durchdacht. Die App erlaubt es darüber hinaus, den Motor des Laufwerks zu starten und zu stoppen sowie den Tonarmlift zu bedienen. Was sich zuerst nach einer unnötigen Spielerei anhört, möchte man aber bald nicht mehr missen: Selbst in meinem relativ kleinen Hörraum ist es ausgesprochen angenehm, den Arm erst dann abzusenken, wenn man sich entspannt im Sessel niedergelassen hat. Noch einmal kurz zurück zum PIEZO VTA System: Den Arm nach Augenmaß parallel zum Plattenteller auszurichten, ist wegen seiner hyperbolischen Form überaus schwierig. Durch die Herstellung in einer zweiteiligen Form besitzt der GRAVITON®Ti Armwand in der Mitte aber einen fast unsichtbaren Grat, dank dessen es möglich ist, ihn mit Hilfe eines Kreuzlinsen-Lasers waagerecht zu justieren. An dieser Einstellung habe ich dann nichts mehr geändert, da die Geometrie nur in exakt dieser Position stimmt. Würde man etwa aus klanglichen Gründen den VTA ändern wollen und den Arm hinten ein wenig höher stellen, änderte sich auch die effektive Länge und aufgrund dessen müsste auch der Kröpfungswinkel verändert werden. Das gilt natürlich nicht nur für den GRAVITON®Ti Armwand, sondern auch für jeden anderen Tonarm. Dennoch macht die fernsteuerbare Höheneinstellung Sinn. In der aktuellen, während des Aufenthalts des Prime Meridian Systems in meinem Hörraum noch nicht verfügbaren App gibt es verschiedene Presets, die man beispielsweise Schallplatten unterschiedlichen Gewichts respektive verschiedener Dicke zuordnen kann. Einstellungen für einen zweiten oder dritten GRAVITON®Ti Armwand mit perfekt justiertem Tonabnehmer sind natürlich auch denkbar.

Wie die Weiterentwicklung der App zeigt, ist Wilson Benesch beständig dabei, das GMT® One und das Prime Meridian System zu optimieren. Gegenüber den frühen Varianten hat sich auch beim sogenannten STAGE One System etwas getan: Anfangs befand sich in einem kleinen Gehäuse in der Form eines Flügels, das von einer an der Rückseite des Laufwerks befestigten Plexiglas-Platte so montiert ist, dass es sich direkt über dem Lagerpunkt des Tonarms befindet, ein Step-Up-Transformator mit einem Übersetzungsverhältnis von 1 zu 10. Der bereitete die Ausgangsspannung des Tonabnehmers für den Weg zur Phonostufe auf. Darauf verzichtet man nun, nicht aber auf das „Piano“ – und das aus gutem Grund: Auf dessen Unterseite befindet sich nämlich eine Buchse, das Gegenstück zum Stecker der Kabel, die den Tonarm exakt an seinem Drehpunkt verlassen. Die sehr flexiblen Leitungen werden also nicht wie bei anderen Tonarmen gebogen oder in einer Schlaufe geführt, sondern führen nur senkrecht nach oben.
Zudem bewegt sich der Arm beim Abspielen einer LP aufgrund seiner Länge nur über einen kleineren Winkel als etwa ein Neun-Zoll-Arm. Deshalb üben die Kabel so gut wie keine Kräfte auf den Tonarm und in der Folge auf die Aufhängung des Nadelträgers aus. Der kann daher auch sehr geringen Rillenauslenkungen leichter folgen und mehr Detailinformationen auslesen. Kein Wunder also, dass Craig Milnes dem Tonarmkabel eine wichtige Rolle in Sachen Feinauflösung zuspricht. An der Rückseite des „Pianos“ finden sich ganz nach Kundenwunsch Cinch- oder XLR-Buchsen. Auch eine durchgehende Verkabelung von der Steckverbindung über dem Arm bis zur Phonostufe ist möglich. Seit kurzem bietet Wilson Benesch den Arm übrigens auch als GRAVITON®Ti Tonearm zur Verwendung auf Laufwerken anderer Hersteller an, und zwar ohne die Höhenverstellung per Fernbedienung, aber natürlich mit einer Variante der STAGE One Kabelführung. Ich will nicht ausschließen, dass ich ihn auch einmal auf meinem LaGrange ausprobiere – sobald eine Basis für das Brinkmann-Laufwerk konstruiert wurde.
Als Wilson Benesch das Prime Meridian System nach der High End des vergangenen Jahres anlieferte, war im Headshell des GRAVITON®Ti Armwand ein TESSELLATE Ti-S montiert, das mittlere Modell in der Hierarchie der drei Wilson-Benesch-Tonabnehmer. Regelmäßigen hifistatement-Lesern dürfte es durch den Bericht über eine Vorab-Version und den Test der Serienversion bestens bekannt sein. Deshalb werde ich es an dieser Stelle nicht noch einmal in aller Ausführlichkeit vorstellen: Ich verweise auf die beiden oben genannten Artikel, nenne noch einmal die wichtigsten Konstruktionsdetails und widme mich ausführlich der mechanischen Schnittstelle des Tonabnehmers mit dem Tonarm.

Das TESSELLATE Ti-S besitzt einen Nadelträger aus Saphir, der aber nur ein Teil des Hybrid-Nadelträger-Designs ist. Als erster Hersteller überhaupt umgibt Wilson Benesch den Saphir-Stab mit einem unidirektionalen Karbonfaser-Dämpfungsring. Ein solcher findet sich auch auf den Boron- respektive Diamant-Nadelträgern der beiden anderen TESSELLATE-Tonabnehmer. Der Dämpfungsring ist asymmetrisch um den Nadelträger herum angebracht und, obwohl er dessen Masse so gut wie nicht erhöht, sorgt er dennoch für eine erhebliche Dämpfung: Schwingungsenergie auf dem Nadelträger wird unterdrückt, bevor sie in den Generator zurückgeführt werden kann. Dank der Kombination aus Steifigkeit und Dämpfung soll der Hybrid-Nadelträger eine beispiellose Abtastgenauigkeit bieten, aus der reduzierte Verzerrungen und eine außergewöhnliche Wiedergabe feiner musikalischer Details resultieren.

Wie bei allen Wilson-Benesch-Produkten legt man auch beim Gehäuse des TESSELLATE Ti-S besonderen Wert auf eine hohe Steifigkeit, geringe Masse und eine gute Resonanzkontrolle. Daher konstruierte man ein Gehäuse ohne gerade parallele Flächen mit einer Tessellate-Gitter-Struktur, das durch selektives Lasersintern von Titan-Pulver hergestellt wird. Bei der Ausbildung der inneren Strukturen orientierte man sich wie auch bei den Titan-Teilen des Tonarms an biomimetischen Prinzipien, nach denen etwa auch die Knochen eines Staren ausgebildet werden. Durch die Tessellate-Gitter-Strukturen der Seiten entsteht ein halboffnes Gehäuse, das den Klang deutlich weniger beeinflusst als ein geschlossenes. Die Oberfläche des Gehäuses, die den Kontakt zum Headshell herstellt, ist ebenfalls als Gitterstruktur angelegt. Da auch vermeintlich plane Flächen nicht hundertprozentig eben sind, wird der Kontakt nur an verschiedenen mikroskopisch kleinen Stellen hergestellt: Die Verbindung sollte im Idealfall mechanisch stabil und dabei akustisch bedämpft sein, sie ist es hier jedoch nicht, so dass reflektierte Resonanzenergie zurück zum Generator des Tonabnehmers gelangen kann. Bei der Montage des Tonabnehmers wird daher auf das Headshell eine dünne Schicht viskoelastischen Klebstoffs aufgebracht, der beim Anziehen der Montageschrauben in das sechseckige Gitter fließt und präzise geformte Polymer-Kissen bildet. Dadurch wird erstens anstelle von mikroskopisch kleinen Berührungspunkten eine große durchgehende Kontaktfläche gebildet. Zweitens wandelt das viskoelastische Material Schwingungsenergie an der Schnittstelle in Wärme um, so dass sie nicht zum Tonabnehmer zurückreflektiert wird. Drittens verhalten sich Tonabnehmer und Headshell nach dem Aushärten des Klebstoffs wie ein einziges Gebilde: Mikrobewegungen zwischen beiden finden nicht mehr statt.

Doch damit nicht genug: Das Tonabnehmersystem wird nicht wie üblich nur mit zwei Inbusschrauben plus Unterlegscheiben im Headshell verschraubt. Statt der beiden letzteren liefert Wilson Benesch eine sogenannte Finne mit. Das ist ein Titanbogen mit einer Tessellate-Gitter-Struktur, der natürlich auch mittels selektivem Lasersintern hergestellt wird, um eine maximale Steifigkeit bei minimaler Masse zu erreichen. Die breite Basis des Gebildes verteilt die Klemmkräfte gleichmäßig auf die Schnittstelle zwischen Tonabnehmer und Tonarm. Wilson Benesch sieht die Finne nicht einfach nur als eine Befestigungskomponente, sondern als integralen Bestandteil des Resonanzkontroll-Systems. Auch wenn man im White Paper – unter anderem – noch so einiges über die besonderen Eigenschaften und die Poissonzahl von Kork lernen kann, will ich es mit den bisher geschilderten technische Besonderheiten des Prime Meridian System gut sein lassen. Es sollte klar geworden sein, dass man sich mit allen Aspekten der Schallplattenwiedergabe intensiv auseinandergesetzt hat und eine Unmenge innovativer Lösungen entwickelt hat. Das Wilson-Benesch-System unterscheidet sich von allen Plattenspielern, die bisher in meinem Hörraum zu Gast waren.

Gleich nach dem Aufbau des Plattenspielers, noch in Anwesenheit von Christina, Craig und Luke Milnes hatte ich aus alter Gewohnheit Art Farmer und Jim Halls Big Blues aufgelegt und war mir nach den ersten Takten sicher, dass ich mit dem Prime Meridian System jede Menge Spaß haben würde. Dabei hatte ich noch nicht einmal im Hörsessel Platz genommen. Dennoch zog mich die Transientenwiedergabe sofort in ihren Bann, der Wilson Benesch spielte rhythmisch auf den Punkt, tonal gab es keine Auffälligkeiten und selbst beim Hören eher so nebenbei fielen die Fülle an Details und die präzise Durchzeichnung des musikalischen Geschehens auf. Andererseits deutete sich aber auch schon an, dass die Beschreibung des Klangs nicht einfach werden würde: Mit der lapidarem Aussage, so gut wie mit dem Prime Meridia System habe ich meine LPs noch nie gehört, würden Sie sich gewiss nicht zufrieden geben. Ich verschob die Lösung des Problems erst einmal, verzichtete darauf, bekannte Testscheiben aufzulegen und benutzte die Hightech-Maschine ausschließlich für den abendlichen Musikgenuss gemeinsam mit meiner Gattin.
Aber auch dabei lässt sich das Bewertungssystem im Hintergrund nicht völlig abschalten – selbst dann nicht, wenn eine Platte auf dem Teller liegt, die uns schon Mitte der 80-er Jahre begeisterte: musikalisch, klanglich nicht unbedingt. Ja, Sie vermuten richtig, dass darauf ein Kontrabass eine wichtige Rolle einnimmt, und zwar der von Eddy Gomez, der Music For Flute And Double Bass Ende 1978 mit Jeremy Steig eingespielt hat. Die CMP-Scheibe liegt mir derart am Herzen, dass ich schon seit einiger Zeit eine zweite, nagelneue im Regal stehen habe, nur für den Fall, dass dem seit über 40 Jahren gespielten Exemplar mal etwas zustößt.

Die rhythmisch und harmonisch pointierten Zwiegespräche der so gegensätzlichen Instrumente, an denen sich dank Studiotechnik auch weitere Stimmen beteiligen, machen den Reiz der Platte aus. Der Einsatz einer Vielzahl von Effekten wie Oktave Divider, Mutron Bi-Phase, Echoplex und Ring Modulator für die Flöten sorgt zwar für Abwechselung, verleiht dem Klang aber meist auch etwas Unorganisches. Eddie Gomez' Bässe, darunter ein 5/8-Modell, wurden über einen Tonabnehmer abgenommen. Als sich der Wilson Benesch der Scheibe annimmt, gibt es plötzlich hier und da eine zusätzliche Mikroinformation zu entdecken, der Klang der Flöte wird nicht von den Effekten maskiert, da der Instrumentenklang und die darüber liegenden Effektschichten einfach besser differenziert werden, und selbst der nicht ideal aufgenommene Bass-Sound wirkt realistischer und erdverbundener. So fein aufgelöst und dabei emotional ansprechend habe ich die Scheibe in über 40 Jahren nicht gehört. Daran haben natürlich auch die Transienten ihren Anteil, die jetzt denen eines live gespielten, akustischen Instruments enorm nahekommen. Die Interaktion von Flöte und Bass mit dem virtuellen Raum konnte man zuvor ebenfalls nicht so deutlich wahrnehmen. Ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, dass ich die LP noch nie so intensiv erlebt habe wie mit dem Prime Meridian System.

Natürlich war ich nach den ersten ausgesprochen positiven Erfahrungen mit dem Wilson Benesch neugierig, was er denn aus den bekannten Testscheiben noch Unerhörtes zutage fördert. Die Antwort ist einfach: mehr Information. Mal ist es ein Griffgeräusch, mal ein bisschen mehr Luft, die ein Instrument umgibt, mal eine länger nachvollziehbare Hall-Fahne, mal ein wenig mehr Tiefe der Bühne – und all das, ohne jemals auch nur ansatzweise kühl oder analytisch zu klingen. Das Prime Meridian System bindet die klanglichen Feinheiten perfekt in den musikalischen Fluss ein: Sie sind präsent, wenn man kritisch zuhört, drängen sich aber keinesfalls in den Fokus, wenn man sich vorrangig den musikalischen Inhalten widmen möchte: einfach perfekt! Ich werde es Ihnen und mir aber ersparen, die genannten Neuentdeckungen jeweils einer der immer wieder gespielten Test-Scheiben zuzuordnen. Es gibt schlicht keine Scheibe, bei der der Wilson Benesch nicht ein bisschen mehr zu bieten hatte als alle anderen Plattenspieler, die in meinem Hörraum standen.

Keine Scheibe? Doch eine gab es: Jonas Hellborgs Elegant Punk. Nein, dem Prime Meridian fehlte es keineswegs an Energie und Präzision im Tiefbass. Das fast schon subsonische „Drone“ erklang – wie inzwischen schon erwartet – druckvoller und besser definiert als je. Doch das sehr schnelle „It's The Pits, Slight Return“, das ich häufiger als Slap-Bass-Gewitter beschrieben habe, schien, so zumindest mein erster Eindruck, ein wenig an Dramatik eingebüßt zu haben. Das Stück hatte ich wilder, überschäumender in Erinnerung. Beim zweiten Hören wurde mir dann klar, warum: Die flotte Folge von Impulsen mit abrupten Stopps kam einfach sauberer rüber: Da gab es kein Nachschwingen, kein Verschmieren von Sound-Ereignissen. Der Wilson Benesch ließ sich von der geballten tieffrequenten Wucht nicht im Mindesten aus der Ruhe bringen und fügte dem Bass-Gebrodel keinerlei Artefakte hinzu: Präzision statt Aufgeregtheit.

Im Freundes- und Bekanntenkreis hatte sich bald herumgesprochen, welcher Über-Plattenspieler bei mir im Hörraum zu Gast war. Da die Besucher oft eigene Scheiben mitgebracht hatten, durfte – oder musste – ich doch häufiger über meinen musikalischen Tellerrand schauen. So kam auch Krey Baumgartl vom deutschen Wilson-Benesch-Vertrieb vorbei. Er hatte die seltene deutsche Ausgabe des Vierfach-Albums Minimum – Maximum von Kraftwerk dabei und wollte gern „Radioaktivität“ hören. Das war so gar nicht mein Fall, bis die – elektronische? – Bass Drum und dann die tieffrequenten Synthie-Sounds einsetzten. So viel Druck im Tiefton-Bereich von einer Schallplatte war ich in meinem Hörraum einfach nicht gewohnt. Es war nicht nur die hohe Energiedichte, sondern auch die Exaktheit der Wiedergabe: Die Bässe wirkten wie in Marmor gemeißelt! Und dennoch verdeckten sie das übrige Frequenzspektrum nicht. Die elektronisch erzeugten Hallräume waren jederzeit genau so klar wahrzunehmen wie die vielen dekorativen Elektro-Sounds. Ich war von Kraftwerk und Wilson Benesch dermaßen beeindruckt, dass gleich bei Discogs nachgeschaut habe, ob dort eines der Vierfach-Alben verfügbar ist. Ist es, aber zu einem prohibitiven Preis, zumindest wenn man bedenkt, dass der Wilson Benesch in nicht allzu ferner Zukunft wieder abgeholt wird. Das bedauere nicht nur ich, sondern auch ein Freund und dezidierter Led-Zeppelin-Fan, der Reissues der ersten drei Alben mitgebracht hatte. Ich überließ seiner Gattin und ihm für einige Zeit die Sessel im Hörraum. Als ich auch einmal kurz reinhören wollte, lief gerade „Bring It On Home“ vom Album Led Zeppelin II, das ich auch recht gut kenne. Obwohl ich recht weit von Sweet Spot entfernt stand, bin ich mir hundertprozentig sicher, den Elektrobass noch nie so präsent, energiegeladen und treibend gehört zu haben: einfach fantastisch.

Es wird langsam langweilig zu schreiben, welche Scheiben mit dem Prime Meridien System mehr zu bieten haben als mit allen anderen Plattenspielern, die ich in der Vergangenheit in meinem Hörraum stehen hatte. Das zu lesen dürfte auch nicht spannender sein – und deshalb beende ich hier die Klangbeschreibung.
PS: Kleiner Spoiler: Am Freitag wird Wilson Benesch ein drittes Laufwerk aus der GMT® Collection vorstellen, den Greenwich, das bisher kleinste Modell.

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Gehört mit
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| Plattenspieler | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil, Einstein Aerolith |
| Tonarm | Einstein The Tonearm 12“ und 9“, Thiele TA01, AMG 12JT |
| Tonabnehmer | Einstein The Pickup, Lyra Etna, DS Audio W3 |
| Phonostufe | Einstein The Turntable's Choice, WestminsterLab DS-Audio-Phono-Einschub |
| Vorverstärker | WestminsterLab Quest |
| Endstufe | Einstein The Poweramp |
| Lautsprecher | Børresen 05 SSE, T5 SSE Kabel Goebel High End Lacorde Statemen |
| Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon XLR, ForceLines, Swiss Cables, Ansuz Mainz D2, Siltech |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Finite Elemente Carbofibre°-HD und Statement, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Degritter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME |
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Herstellerangaben
Wilson Benesch Prime Meridian System
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| OMEGA Drive | |
| Beschreibung | kernloser, schlitzloser, 3-phasiger Direktantrieb-Synchron-Motor mit 15-Zoll-Durchmesser, ohne Zahnradspiel und ohne Drehmomentwelligkeit, mit 21 Spulen, zum Patent angemeldet. Das zeitlich gemittelte Drehmoment beträgt 0,718Nm bei 1,2A RMS und einer Nenndrehzahl von 33,3 U/min. Der RMS-Wert der Drehmomentwelligkeit beträgt 0,001342Nm. Die Drehmomentwelligkeit umfasst alle Komponenten (wie Rastmoment, Stromkommutierung und Luftspalt-Flux-Harmonische) |
ALPHA-Antrieb |
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| Beschreibung | computergesteuerte, hochpräzise Sinuswellen mit Quarzreferenz; 3 superlineare Class-A-Verstärker; Computergesteuerte Fernsteuerungssysteme |
| Upgrade-Option | Der mit dem Prime Meridian System gelieferte ALPHA Drive kann um das computergesteuertes pneumatisches Selbstnivellierungs-System für das LeVeL-Isolationssystem im GMT® One System erweitert werden. Standardmäßig im GMT® One System enthalten. |
| Drehzahlbereich | 33,3, 45 und 78 U/min |
| Steuerung | über die spezielle Smart Device WB Control APP in Schritten von 0,01 vollständig einstellbar |
| Gleichlaufschwankungen | nicht messbar |
GRAVITON® Ti Armwand |
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| Beschreibung | Das kinematische Lager bietet eine 3-Punkt-Lagerung, die plastische Verformungen verhindert und optimale Hertzsche Kräfte gewährleistet, um die Energieübertragung durch zwei verschiedene Materialien sicherzustellen. Das Lager ist so konstruiert, dass der Graviton® Armwand in weniger als einer Minute ausgetauscht werden kann. Kürzestmöglicher Ausgangsdraht, um Signalverfälschungen zu vermeiden. |
| Interne Verkabelung | Silber-/Teflondraht |
| Effektive Länge | 304,8mm |
| Montageabstand | 291,6mm |
| Kröpfungswinkel | 18° |
| Überhang | 13,2mm |
| Effektive Tonarmmasse | 14g |
| Tonabnehmer-Gewichtsbereich | alle möglich |
TESSELLATE Ti-S |
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| Nadelträger | Saphir Nadelträger mit einem unidirektionalen Kohlefaser-Dämpfungsring |
| Diamantschliff | Micro Ridge |
| Verrundung | 5x80µm |
| Vertikaler Abtastwinkel | 20° |
| Spule | Spule auf quadratischem Rein-Eisen-Träger |
| Gewicht | 17,1g |
| Tonabnehmergehäuse | Additiv gefertigte SLS-3D-Titanstruktur mit mosaikartiger halboffener Geometrie |
| Ausgangsspannung | 0,32mV @ 3.54CM/S |
| Innenwiderstand | 6 Ohms |
| Frequenzgang | 20-30,000Hz ±1dB |
| Kanaltrennung | besser als 35dB bei 1KHz |
| Kanalgleichheit | besser als 0,5dB |
| Abtastfähigkeit | 80µm bei 315Hz und optimaler Auflagekraft |
| Nadelnachgiebigkeit | 15µM/mN |
| Empf. Abschlusswiderstand | 100-330 Ohms |
| Empf. Auflagekraft | 1,0-1,4g |
| Optimale Auflagekraft | 1,35g |
| Empf. Tonarmmasse | Medium |
| Optimale Betriebstemperatur | 23° |
| Einspielzeit | 30 Stunden |
| Preis | 12.000 Euro |
STAGE One |
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| Beschreibung | MC-zu-MM-Step-up-Transformatorausgang und Direkt-Ausgangsoption in unmittelbarer Nähe, auch ohne Transformator erhältlich |
R1 Rack |
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| Beschreibung | bietet einen optimalen Standort für alle Alpha Drive- und Omega Drive-Systeme, ermöglicht die vollständige Verdeckung aller Energiesysteme |
WB GMT® Control APP |
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| Beschreibung | bietet eine grafische Benutzeroberfläche für die vollständige Fernsteuerung aller kritischen Aspekte des Systems, einschließlich VTA (genau bis 1 µm), Start/Stopp, Geschwindigkeit und Anheben/Absenken des Tonarmlifts |
Router & LAN Router |
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| Beschreibung | im Lieferumfang enthalten, vorkonfiguriert mit WLAN-Verbindung zum Smart Device, auf dem die WB Control APP vorinstalliert ist, keine Verbindung zum Internet |
Oberflächenoptionen |
Das GMT® One-System kann mit Akzenten in Polished Silver oder Polished Gold ausgestattet werden, passend zu den Oberflächen des GRAVITON® Ti Armwand und des TESSELLATE Ti Cartridge. Individuelle Oberflächenoptionen für Komponenten können auf die vier Kappen auf der Glasplatte des Plattentellers, die Plattentellergewichte am Rand des Plattentellers und die Metallkomponenten für die Oberfläche des R1-Racks angewendet werden. |
| Preise | 215.000 Euro (Prime Meridian Turntable), der Preis gilt nur für Bestellung vor dem 1. Juni 2026, danach wird er 240.000 Euro betragen 32.000 Euro (GRAVITON® Ti Tonearm (Matt Titanium)) 10.700 Euro (TESSELLATE Ti-S Cartridge (Matt Titanium)) 23.000 Euro (R1 Carbon Rack (3 Ebenen)) |
| Gesamtgewicht des Systems | 369,5kg |
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Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
| Telefon | 02161/61783-0 |
| Web | www.iad-audio.de |
| hifi@iad-gmbh.de | |
Die neuen einzigartigen SOUND LAB® Elektrostaten sind ab soforgt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu haben. Den Vertrieb haben die Analog-Spezialisten von acoustical systems übernommen, die mit den Flächenstrahlern ihr Portfolio von High-End-Laufwerken, -Tonarmen und -Tonabnehmern ergänzen

Neue und einzigartige Elektrostaten? Ja, genau! Das Teams um Dr. Roger West, der seine Elektrostaten seit 1978 beständig weiterentwickelt, hat in den vergangenen fünf Jahren die SOUND LAB® Elektrostaten dramatisch verbessert: höherer Wirkungsgrad, linearer Bass-Frequenzgang bis hinunter zu 22 Hertz, kein Netzanschluss mehr. Die neuen SOUND LAB® Elektrostaten werden wie konventionelle Lautsprecher einfach mit dem Lautsprecher-Kabel mit den Endstufen verbunden. Das ist alles. Ein separater Netzanschluss, um die Versorgungsspannung zu erzeugen, ist ebenso wenig notwendig wie eine Frequenzweiche: Die SOUND LAB® Elektrostaten sind einfach der schnellste und feinstauflösende Breitband-Lautsprecher der Welt: ein Hörerlebnis über Lautsprecher, das im High-End-Bereich keine Konkurrenz hat. Bei uns in der Vorführung sind die SOUND LAB® Elektrostaten mit den allerbesten Verstärkern – Transistor und Röhren, Push-pull und Single-Ended – zu hören. Als Quellen dienen die besten Analog-Laufwerke – APOLYT und A*STELLAR mit Titan GC und AXIOM Tonarmen – und über Telefunken M10/M15 und Studer A80/C37 Röhren- und Transistor-Bandmaschinen abgespielte Masterbänder.

Bei uns ist zu erleben, dass High-End-Audio seine vielen Versprechungen doch auch einmal erfüllen kann… Bei Interesse solle man einen exklusiven, individuellen Hörtermin – gerne mit eigener Musikauswahl und gegebenenfalls auch mit einzelnen eigenen Komponenten – in unserem Demo-Studio mit wohnraum-naher Atmosphäre vereinbaren. Viele Audio-Hersteller versuchen den Aufnahmeraum ins Wohnzimmer zu holen. SOUND LAB® Elektrostaten machen etwas ganz anderes: Sie versetzen den Zuhörer in den Konzertsaal. Unmöglich? Wir demonstrieren sehr gerne, dass es geht.
Wie hifistatement.net den letzten Evolutionsschritt erlebt hat, ist hier nachzulesen. Ein Youtube Video zum Thema findet man hier.
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Hersteller
Acoustical Systems
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|---|---|
| Anschrift | Axinia Schäfer Am Büchele 2 86928 Hofstetten |
| info@acoustical-systems.com | |
| Web | www.acoustical-systems.de |
Die SCM50er-Serie von ATC gehört seit Jahrzehnten zu den festen Referenzen im High-End-Bereich. Mit der EL50 Anniversary zeigt ATC, wie sich diese Architektur weiterentwickeln lässt, ohne dabei ihre Grundidee zu verwässern. Neue diskrete Elektronik, eine überarbeitete Stromversorgung und ein neues Gehäusekonzept verschieben Grenzen.
Die EL50 ist ein vollaktiver 3-Wege-Standlautsprecher mit vollständig diskreter Signalführung und Treibern, die allesamt aus eigener Entwicklung stammen. Sie basiert auf der technischen DNA der SCM50 SE Active, geht in zentralen Bereichen jedoch noch deutlich weiter. Die EL50 erscheint in einer auf 50 Paare limitierten Anniversary-Erstauflage. Jedes dieser Paare wird mit einem gebundenen Handbuch ausgeliefert, das die Geschichte von ATC seit 1974 dokumentiert, und besitzt eine mit Napa-Leder bespannte Frontpartie um Mittel- und Hochtöner, handselektiertes europäisches Walnussfurnier, Ebenholz-Inlays auf der Rückseite sowie eine hochglänzend polierte Polyesterlackierung. Mittelfristig geht das Modell in die reguläre Produktion über. Die Serienmodelle ATC EL50 kommen mit einer lackierten Front statt des Lederbezugs und werden mit den bekannten Furnier- und Lackoptionen zur Auswahl stehen.
Die EL50 – ob „Anniversary“ oder Serie – richtet sich an Hörer, die eine aktive Lösung auf Referenzniveau für überschaubare Räume suchen und Wert auf eine schlüssige integrierte Architektur legen. Sie ist die konsequenteste Ausprägung der 50er-Serie und zugleich ein Lautsprecher, der in Raumgrößen zwischen circa 20 und 60 Quadratmetern seine ganze Klasse entfaltet.
Die – von oben betrachtet – elliptische Gehäuseform der EL50 geht auf die ATC EL150 zurück und wurde konstruktiv erneut weiterentwickelt. Die mehrschichtige, laminierte Bauweise erhöht die Steifigkeit und die innere Dämpfung. Die gekrümmte Schallwand reduziert Kantenbeugungseffekte und sorgt für ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten sowie eine sehr homogene Schallverteilung im Raum. Mit 63 Kilogramm pro Lautsprecher besitzt die EL50 die physische Präsenz, die man von einem Lautsprecher dieser Klasse erwartet. Sie integriert sich in mittelgroße bis größere Räume, ohne sie zu dominieren. Der 23,5-Zentimeter-Basstreiber ist bei der EL50 in einen präzise gefertigten Aluminiumring eingesetzt, der fest mit der Schallwand verschraubt ist. Diese Maßnahme steigert die mechanische Integrität und minimiert Gehäuseresonanzen im sensiblen Oberbass- und Grundtonbereich.
ATC fertigt sämtliche Treiber im eigenen Haus. Der SH25-76S „S-Spec“-Hochtöner arbeitet mit einem leistungsstarken Neodym-Antrieb und einer Dual-Suspension-Konstruktion, die die Schwingspule präzise führt. Die beschichtete Gewebekalotte ermöglicht eine gleichmäßige Abstrahlung bis über 25 Kilohertz. Den zentralen Frequenzbereich übernimmt der legendäre SM75-150S Superdome-Mitteltöner. Sein 75-Millimeter-Antrieb mit Unterhangschwingspule gewährleistet eine konstante Kraftentwicklung über den gesamten Hub. Feinste Nuancen bleiben differenziert, selbst bei hohen Pegeln.
Im Bassbereich kommt der SB75-234SL mit dem ATC Super-Linear-Motorsystem zum Einsatz. Die gezielte Reduktion von Verzerrungen im oberen Bass- und unteren Mitteltonbereich sorgt für Klarheit und stimmige Übergänge. Große lineare Auslenkungen werden durch optimierte Zentrierspinnen und Sicken kontrolliert. Der Lautsprecher erreicht 32 Hertz im Tiefbass (bei -6 Dezibel, anechoisch gemessen – spielt also im realen Hörraum noch deutlich weiter in den Tiefbass hinab), 112 Dezibel Maximalpegel pro Paar und einen gematchten Frequenzgang mit einer Toleranz von nur ±0,5 Dezibel. Diese Daten beschreiben Präzision – entscheidend ist jedoch die Art, wie sich Musik entfaltet: mit souveräner Tiefe, lebensechtem Körper und unbedingter räumlicher Stabilität.
Im Inneren jedes Lautsprechers arbeitet ein neu entwickeltes 3-Kanal-Amp-Pack mit 200 Watt für den Bass, 100 Watt für den Mittelton und 50 Watt für den Hochton (Dauerleistung in Class AB). Jede Chassis-Einheit erhält ihre eigene, exakt abgestimmte Verstärkung. Die Eingangsstufe ist symmetrisch ausgeführt und als rauscharmes Instrumentationsdesign realisiert. Neu entwickelte diskrete Gain-Blöcke übernehmen sowohl die Signalverstärkung als auch die Linkwitz-Riley-Filterung vierter Ordnung. Separate Ringkerntransformatoren für jede Endstufe sowie ein zusätzlicher Transformator für die Niederspannungsversorgung sichern die Stabilität unter Last und verhindern gegenseitige Beeinflussungen der Kanäle. In der Praxis äußert sich das in bemerkenswerter Gelassenheit. Komplexe Passagen behalten ihre Struktur. Dynamische Spitzen entfalten sich ganz selbstverständlich und doch explosiv. Die ATC EL50 bleibt stets kontrolliert, unabhängig vom Programm.
Die Auslieferung der EL50 Anniversary ab Werk beginnt Mitte März, Bestellungen werden ab sofort entgegengenommen. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 68.700 Euro pro Paar für die limitierte Anniversary-Erstedition.
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
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Ende Januar hatten sich Dirk Sommer und ich mit Marcin Hamerla, HEM CEO, und Paweł Gorgoń, HEM Head of R&D, zum Interview per Teams verabredet. HEM ist das Unternehmen, das hinter der Marke Ferrum Audio steht.
Roland Dietl: An USB als Audio-Verbindung scheiden sich bekanntlich die Geister. Da passt es perfekt, dass Ihr mit uns über USB sprechen wollt. Warum eigentlich?
HEM:Wie Ihr wisst, werden wir in Kürze einen Streamer auf den Markt bringen. Es sieht so aus, als gäbe es aktuell zwei Verbindungsarten im Digital-Audiobereich, die in aller Munde sind: USB und I2S. Wir führen ständig Diskussionen mit Kunden und anderen Leuten über I2S und USB, weil die einen glauben, dass USB besser ist als I2S, während die anderen das Gegenteil denken. Wir möchten gerne unsere Sichtweise zu diesem Schnittstellen-Thema vorstellen.
Roland Dietl: Und wie ist Euer Standpunkt dazu?
HEM:Die ersten Audio-Interfaces kamen in Form von Soundkarten auf den Markt, die in PCs verwendet wurden. Diese Soundkarten ermöglichten es, Ton digital aufzunehmen und wiederzugeben. Allerdings hatten sie Einschränkungen hinsichtlich der Konnektivität und der Klangqualität. Diese Karten sind aber im Laufe der Zeit „ausgestorben“.
Also musste man irgendwann auf Standard-Computerschnittstellen zurückgreifen. Anfangs war Firewire die gängige Schnittstelle, um hochwertige Audiogeräte an den Computer anzuschließen. Es war eine beliebte Schnittstelle, aber irgendwann wurde sie von den Herstellern abgeschafft, weil USB ihren Platz eingenommen hatte. Und USB war anfangs eine sehr schlechte Schnittstelle für die Datenübertragung, weil man nicht über die geeignete Software verfügte, es war langsam und „noisy“.
Aber mit der Zeit wurde USB immer beliebter und irgendwann begann USB auch im Audio-Bereich den Mark zu dominieren. Die meisten Anwender benutzten schließlich USB, waren aber nicht sehr glücklich damit und es gab und gibt viele Vorurteile und Missverständnisse über USB. Einige Leute dachten irgendwann, dass es schön wäre, etwas Besseres als USB zu haben. Und das war insbesondere PS Audio. Die Leute bei PS Audio hatten die Idee, eine Schnittstelle zu entwickeln, die anstelle von USB verwendet werden kann, und diese Schnittstelle heißt I2S.

Roland Dietl: Wo liegt denn das Problem bei USB?
Was die Qualität angeht, so waren USB-Implementierungen in DACs in der Vergangenheit oft nicht besonders gut. Es gibt ein Problem mit Störgeräuschen, das auftreten kann, wenn die Implementierung auf dem Computer unsachgemäß ist, denn dann können die Störgeräusche in das System eingespeist werden. Nur sind Störgeräusche, die aus dem Streamer, dem Computernetzwerk und so weiter. herrühren, ein Grundsatzproblem, wenn sie zum DAC gelangen. Das gilt für alle Schnittstellen, denn wenn eine Verbindung zwischen dem Streamer/Transport, wie auch immer wir ihn nennen mögen, und dem DAC besteht, bedeutet das, dass die Störgeräusche von einem zum anderen Gerät übertragen werden können. Es ist also nichts Spezifisches für USB, sondern etwas, das für jede Verbindung gilt.
Roland Dietl: Könnt Ihr uns genauer erklären, warum Ihr USB bevorzugt?
HEM:Es gibt hardware- und softwarebezogene Gründe.
Roland Dietl: Beginnen wir mit den unterschiedlichen Konzeptionen.
HEM:I2S ist nichts Neues, es ist die älteste digitale Schnittstelle, die im Audiobereich wird. Es ist eine von Philips bereits in den 1980er Jahren entworfene Schnittstelle zur Übertragung von digitalen Audio-Daten innerhalb von Geräten zwischen Chips auf Platinenebene.
I2S ist theoretisch eine sehr einfache Lösung. Man hat einen I2S-Sender und einen I2S-Empfänger. Aber in Wirklichkeit ist alles viel komplizierter, wenn es zum Beispiel um die Taktung geht. Bei den meisten I2S-Implementierungen kommt der Takt vom Sender, was nicht ideal ist. Hier werden sowohl Daten als auch ein Taktsignal an den DAC übertragen. Das kann dazu führen, dass der DAC nicht seine volle Leistung erbringen kann, wenn das Quellgerät einen Takt in schlechter Qualität anliefert, da er diesen Takt für seinen Betrieb verwendet. Hinzu kommt, dass ein empfindliches Taktsignal über eine externe Verbindung übertragen wird.
Bei USB ist dagegen eine asynchrone Audioübertragung möglich, bei der der DAC seinen eigenen internen Taktgeber verwendet und die Quelle, ein Computer, überhaupt kein eigenes Taktsignal liefert, so dass es keinen Jitter gibt.
Roland Dietl: Ihr meint Jitter bei der Übertragung?
HEM:Ja richtig, Jitter bei der Übertragung oder Jitter, der auf der Takt-Leitung entsteht.
Roland Dietl: Was spricht aus Eurer Sicht noch für USB?
HEM:Für I2S gibt es keinen verbindlichen Standard. Das ist unproblematisch, wenn man es innerhalb eines Gerät verwendet, das man selbst entwickelt. Wenn diese Schnittstelle jedoch zwischen verschiedenen Geräten verwendet wird, müssen wir die richtige Konfiguration auf Sender- und Empfängerseite sicherstellen. Allerdings fehlt dieser Schnittstelle eine Art Kommunikationskanal, um die Konfiguration auf beiden Seiten selbstständig zu erkennen. Deshalb muss man das in beiden Geräten manuell konfigurieren. Hinzu kommt, dass es keine genormte Steckverbindung gibt. Der USB-Anschluss ist dagegen ein Standardanschluss.
Roland Dietl: Was wären denn dann überhaupt die möglichen Vorteile von I2S gegenüber USB?
HEM:Wir haben keine gefunden. Wir wollten einen Weg finden, I2S zu verbessern, aber dann haben wir erkannt, dass wir versuchen, etwas zu entwickeln, das in seiner Funktionsweise USB sehr ähnlich ist.
Sagen wir es mal so: das ist eine Menge Arbeit, die unnötig ist, weil wir genau diese Dinge in USB bereits implementiert haben. Ja, wir würden sagen, dass USB eine ausgereifte Schnittstelle ist, die bereits alle notwendigen Softwarekomponenten enthält.
Roland Dietl: Warum habt Ihr dann eine I2S -Schnittstelle beim Wandla DAC implementiert?
HEM:Weil das eine Anforderung unserer Kunden war. Es gibt am Markt einige hochwertige CD-/SACD-Laufwerke, die einen I2S Ausgang besitzen. Unser Ziel ist nicht, dass unsere Geräte alles können, aber wenn wir Funktionen hinzufügen können, die die Einsatzmöglichkeiten erweitern, dann ist das für uns in Ordnung. In Verbindungskonstellationen, in denen, wie bei SPDIF und AES, der Takt von der Quelle vorgegeben wird, mag I2S flexibler und vielleicht besser sein, weil es eine eigene Leitung für das Taktsignal gibt und man den Takt nicht wie bei SPDIF und AES aus dem Signal wiederherstellen muss.

Roland Dietl: Kommen wir noch einmal zurück zu USB. Was ist mit der 5-Volt-Leitung bei USB? Die 5 Volt werden doch von der Quelle erzeugt. Wenn diese Quelle ein Computer ist, dann ist die Qualität meistens sehr schlecht. Dann werden doch über diese Leitung jede Menge Störgeräusche in den DAC eingeführt?
HEM:Das stimmt, aber dazu gibt es zwei Dinge zu sagen. Wir brauchen diese Leitung nur, um Verbindungen und Trennungen zu erkennen. Wir verwenden diese Leitung natürlich nicht, um die Stromversorgung innerhalb des DAC zu gewährleisten. Wir gehen immer davon aus, dass keine gute Quelle für 5 Volt und Masse vorhanden ist. Das Problem besteht aber auch bei Verwendung einer anderen Schnittstelle, da immer die Masse verbunden ist.
Roland Dietl: Ja das ist richtig, aber ich habe nicht die Masseverbindung gemeint. Das ist ein anderes Thema. Ich habe über die 5 Volt Leitung gesprochen.
HEM:Zunächst einmal filtern wir mögliche Störgeräusche auf der 5 Volt-Leitung. Wir tun das mit einem großen Widerstand und einem Kondensator. Dann achten wir darauf, dass wir auf der DAC-Seite eine sehr kurze Verbindung zwischen dem USB-Eingang und dem USB-Chip haben. Mit einem sorgfältigen Platinen-Layout gewährleisten wir, dass es keine Möglichkeit gibt, Störgeräusche auf der 5 Volt Leitung innerhalb der Schaltkreise weiter zu übertragen.
Roland Dietl: Sehe ich es richtig, dass es im Wandla DAC keine galvanische Trennung gibt?
HEM:Ja, im Wandla gibt es keine galvanische Trennung, aber bei unseren neuen Produkten wird es eine solche geben.

Roland Dietl: Ihr verwendet beim Wandla einen USB-C Anschluss. Gibt es einen besonderen Grund für USB-C und was ist das Konzept hinter dieser Entscheidung?
HEM:Es gibt zwei Gründe. Der eine ist, dass der USB-C Anschluss besser als die vorherigen Implementierungen USB-A/B ist. Er ist schneller und hat eine bessere Impedanzanpassung. Hinzu kommt: USB-A/B ist für Drucker und ähnliches gedacht. Es handelt sich nicht um eine Hochgeschwindigkeitsverbindung. Sie wurde zu einer Zeit entwickelt, als USB noch 1,5 Megabit pro Sekunde für die Übertragung verwendete.
Der andere Grund ist, dass USB-C eine moderne Verbindung ist. Kunden und Hersteller werden zwar sicherlich noch eine Weile USB-A/B verwenden, aber in einigen Jahren werden bestimmt alle auf USB-C umgestiegen sein. Ich meine, unsere Branche ist ziemlich langsam, wenn es darum geht, Veränderungen anzunehmen.
Und es gibt noch einen Vorteil von USB-C, den wir erst kürzlich erkannt haben. Das ist das Thema Kabel. Wenn man in einen „normalen“ Laden – kein HiFi-Geschäft – geht und ein USB-A/B Kabel kaufen möchte, wird man wahrscheinlich ein Kabel für den Anschluss von Druckern erwerben. Diese Kabel sind in der Regel von sehr geringer Qualität. Das bedeutet, dass sie nicht resistent gegen Störgeräusche aus der Umgebung sind. USB-C-Kabel sind von Haus aus für schnellere Übertragungen ausgelegt und besitzen eine sehr gute Abschirmung. Sie haben in Bezug auf die Übertragung eine höhere Qualität und sind auch für Audio besser geeignet.
Roland Dietl: Ein gutes, für Audioübertragung geeignetes USB A/B-Kabel zu verwenden, ist eigentlich selbstverständlich.
HEM:Mitunter gibt es auch Probleme mit einigen dieser „Boutique“-USB-Kabel. Die funktionieren manchmal einfach nicht. Einige Unternehmen im Audiobereich bevorzugen USB A/B-Kabel, weil sie diese besser von Hand löten können. Die Stecker sind größer, sodass das einfacher ist. Wir hatten hier sehr teure Kabel, die einfach nicht richtig funktionierten. Und es ist nicht so einfach zu wissen, wie man gute USB-C-Kabel herstellt.
Dirk Sommer:: Ich habe viele teure USB-A/B Kabel und hatte damit bisher keine Probleme.
HEM:Wir hatten hier einige Fälle und es kam auch vor, dass Kunden fragten, warum das eine oder andere sehr teure Kabel nicht funktionierte.
Roland Dietl: Wenn ich mir den Kabelmarkt in unserem Bereich anschaue, sehe ich aktuell sehr viel mehr USB-A/B-Kabel als USB-C-Kabel. Ist das richtig?
Dirk Sommer:: Im Moment hast du Recht, aber es kommen immer mehr USB-C-Kabel aus dem Audiobereich auf den Markt, derzeit allerdings noch nicht von den kleineren Herstellern.
Roland Dietl: Das scheint die These von HEM zu stützen.
Dirk Sommer:: Ihr habt erwähnt, dass USB-C eine höhere Datenübertragungsrate ermöglicht. Wenn ich einen Vergleich zu Ethernet ziehe, dann ist meine Erfahrung, dass ein System oft besser klingt, wenn ich von 1000 Megabit pro Sekunde auf 100 Megabit pro Sekunde wechsle. Ich denke, eine hohe Übertragungsrate ist nicht immer besser.
HEM:Darum geht es uns nicht …
Roland Dietl: Wir müssen unterscheiden zwischen der mit einer bestimmten USB-Version einhergehenden Übertragungsgeschwindigkeit und dem Stecker- und Kabel-Typ. Das sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Ist es richtig, dass Ihr zwar einen USB-C Anschluss verwendet, aber die Übertragungsrate USB 2.0 entspricht und nicht USB 3.0 oder USB 3.1 oder was auch immer?
HEM:Ja richtig, das ist USB 2.0, mit 480 Mbit pro Sekunde. Wir halten uns hier an den Standard.
Roland Dietl: Der Grund, warum Ihr USB-C verwendet, ist also nicht die Übertragungsrate …
HEM:… nein, uns geht es um die physische Verbindung.
Roland Dietl: Ihr habt vorhin erwähnt, dass es auch eine Softwareseite gibt, wo USB eurer Meinung nach Vorteile hat. Wir würden gerne noch etwas zu diesem Thema erfahren.
HEM:Wir haben vorhin bereits den Kommunikationskanal erwähnt. Es geht nicht nur um das Senden der Audiodaten, sondern irgendwie muss man ja mit der Quelle, einem Server oder Computer, kommunizieren. So etwas gibt es nicht fertig bei I2S , während bei USB bereits alles implementiert ist.
Bei USB kann man darüber hinaus mehrere Arten von Informationen über die Schnittstelle senden: Man kann zusätzliche Kommunikationskanäle hinzufügen, die für den Austausch von verschiedenen Arten von Informationen gedacht sind. Wir nutzen das, um einen angeschlossenen Streamer vom DAC aus fernzusteuern und um Informationen, wie den Titel eines Stücks, an den DAC zu senden und dort anzuzeigen. Das ist so, als würde man den Computer vom DAC aus steuern. Das kann man mit I2S nicht machen, weil niemand daran gedacht hat, hierfür einen Kommunikationskanal zu entwickeln, über den man diese Informationen senden kann.
Roland Dietl: Möchten Sie uns noch etwas über USB mitteilen?
HEM:Nein, wir haben, wie wir glauben, alles abgedeckt.
Dirk Sommer und Roland Dietl: Vielen Dank für das Gespräch!
Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten.
Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte von hifistatement.net darstellt, sei nur am Rande bemerkt. Das macht das Verfassen dieses Berichts ja nicht schwieriger, das tun aber die von Wilson-Bensch-Chef-Entwickler Craig Milnes zu den vielfältigen Innovationen bereitgestellten Informationen in den drei White Papers. So dankbar ich ansonsten auch für technische Erklärungen bin, die nicht auf der Website zu finden sind: All die Alleinstellungsmerkmale des Plattenspielers in aller Ausführlichkeit zu würdigen, würde sogar den in Sachen Textlänge in einem Online-Magazin recht großzügigen Rahmen sprengen und den Artikel außer für ersthafte Kaufinteressenten – Wie viele mögen das hierzulande wohl sein? – nahezu ungenießbar machen. Es gilt also, bei der Darstellung der vielfältigen Überlegungen und den daraus resultierenden Lösungen die wirklich spannenden herauszufiltern und angemessen darzustellen.

Nur gut, dass ich Ihnen das im Headshell des im GRAVITON®-Ti-Armwand-Tonarm installierte TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge, das Teil des Prime Meridian Systems ist, bereits vor einiger Zeit vorgestellt habe. Trotzdem ist es schier unmöglich, Wilson Benesch' Ausnahme-Plattenspieler mit einem einzigen Artikel gerecht zu werden. Das Thema wird uns sicher mehr als einmal beschäftigen und im zweiten Teil werden Sie dann Bilder in der gewohnten Studioqualität finden, die allerdings nicht von Helmut Baumgartner, sondern dem Hersteller nach unseren Wünschen erstellt wurden: Der Abbau der 369 Kilogramm schweren Komponente im Hörraum, der Aufbau in unserem Fotostudio und abermalige Abbau zum Abtransport war allen Beteiligten einfach nicht zuzumuten. Den ersten Text zum Thema lockern Fotos auf, die bei der Anlieferung des Prime Meridian System gemacht wurden.

Je länger ich mich mit den Komponenten des Systems sowie den technischen Ausführungen in den White Papers beschäftigte und je öfter ich mit Craig Milnes sprach, desto stärker verfestigte sich bei mir der Eindruck, dass wahrscheinlich bei keinem anderen Plattenspieler so viele vermeintliche Gewissheiten in Frage gestellt und neu bewertet wurden wie beim Prime Meridan System. Nur ein Beispiel: Wer das GMT® One System in seiner ganzen Pracht und Größe schon einmal auf einer Messe oder auch nur auf guten Abbildungen gesehen hat, dürfte über Craig Milnes Antwort auf meine Frage, was denn für die ungeheuer hohe Auflösung und Detailfreudigkeit des System verantwortlich sei, genauso überrascht sein wie ich: „Das Tonarmkabel.“ Was es damit auf sich hat, werde ich später erklären…

Erst einmal möchte ich darstellen, welche Komponenten zum Prime Meridian System in meinem Hörraum gehörten und worin der Unterschied zum GMT® One System besteht. Bei mir spielten:

Dank der kleinen Liste kennen Sie nicht nur die beteiligten Komponenten, sondern auch die Wilson-Benesch-Terminologie und ihre Schreibweise. Der Sales and Marketing Director Luke Milnes schrieb in einer E-Mail: „Der grundlegende Unterschied zwischen dem GMT® One System und dem Prime Meridian System besteht in der Verwendung eines pneumatischen, mikroprozessorgesteuerten Isolationssystems im GMT® One, das selbstnivellierend ist, während wir im Prime Meridian das FrACTal-Dämpfungssystem einsetzen. … Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Besitzer eines Prime Meridian auf das GMT® One System aufrüsten können, indem sie das FrACTal-System auf das LeVeL-System aufrüsten, indem sie vier pneumatisch angetriebene Kontaktpunkte und einen Luftkompressor hinzufügen.“

Erlauben Sie mir ein längeres Zitat aus dem White Paper, um einmal Wilson Benesch' wissenschaftliche Herangehensweise an technische Herausforderung bei der Konstruktion eines Teils eines Plattenspielers zu dokumentieren: „Das Hauptziel des FrACTal-Chassis ist es, eine konsistente und unveränderliche geometrische Beziehung zwischen dem Tonarm und der Mitte des Motors herzustellen. Um dies zu erreichen, ist ein maschinell bearbeitetes Bauteil erforderlich, das eine äußere Form mit unveränderlicher Präzision bietet. Aufgrund seiner Größe ist eine solche Struktur jedoch anfällig für Anregungen. Um diesem Problem zu begegnen, wurde ein zweiteiliges Design entwickelt. Jede Seite der Konstruktion wird aus einem einzigen Stück gefertigt und in einem einzigen Arbeitsgang bearbeitet, wodurch eine außergewöhnlich hohe Präzision mit Toleranzen von weniger als 0,01 Millimeter gewährleistet ist. Diese kritische Geometrie lässt keine Einstellmöglichkeiten zu, da die geometrische Genauigkeit nach der festen Verschraubung der Tonarmbasis unveränderlich ist. …

Die geometrischen Überlegungen sind entscheidend, aber die daraus resultierende Struktur wurde entwickelt, um jegliche Energie aus der Umgebung zu absorbieren. Durch innovative fraktale42-Techniken verhindert das FrACTal-Chassis wirksam das Auftreten von Resonanzartefakten, indem es die Energieabsorptionseigenschaften nachahmt, die in den Fraktalen der Natur zu finden sind. Der Erfolg dieses Designs wurde durch unabhängige Messungen an der Sheffield Hallam University unter Verwendung von Laser-Vibrometrie bestätigt. Das FrACTal Chassis, das aus 18 verschiedenen Materialien besteht, stellt eine bedeutende Entwicklung dar. Wilson Benesch arbeitete eng mit Glass Technology Services (GTS) in Chesterfield zusammen …

Das Unternehmen ist das führende Zentrum für Glaswissenschaft und -forschung in Großbritannien. In Zusammenarbeit mit Dr. Katrina Skerratt-Love, Andrew Broadhurst und Martyn Marshall von GTS wurde ein bahnbrechendes Dämpfungssystem entwickelt. Dieses innovative System birgt großes Potenzial für verschiedene Anwendungen in zukünftigen Produktentwicklungen von Wilson Benesch. … Dieses Design umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien und nutzt die Prinzipien der Fraktalwissenschaft, um eine breitbandige Dämpfung zu erzielen. Die sorgfältige Anordnung der Materialien und die spezifische Geometrie innerhalb des zweiteiligen Designs werden durch in das Chassis eingearbeitete Taschen ermöglicht, in denen die Dämpfungsmaterialien untergebracht sind. Die ersten Ergebnisse, die unten aufgeführt sind, zeigen deutlich die Wirksamkeit dieses Designs. Diese Ergebnisse unterstreichen den bedeutenden Einfluss des FrACTal-Chassis auf die Erzielung überlegener Dämpfungseigenschaften in einem System, das keine Anpassung erfordert und auf unbestimmte Zeit wirksam bleibt. … Das Hauptziel bei der Entwicklung des FrACTal-Chassis ist es, jede potenzielle Anregung des massiven Metallchassis durch Luftschwingungen zu eliminieren.“ Diesen Ausführungen fügt Wilson Benesch noch eine Reihe von Beispielen für fraktale Geometrien zur Energieableitung in der Natur an, von den hier nur eines genannt sein soll: Die fraktale Geometrie einer Küste wandle die Energie der Wellen in Wärme und Schall um: eine effektive Art der Energieableitung.

Es sollte deutlich geworden sein, mit welcher Intensität sich Wilson Benesch einer einzigen Baugruppe widmet, und auch, dass es an dieser Stelle unmöglich ist, alle Forschungen in dieser Breite vorzustellen – so spannend es in einigen Bereichen auch wäre. Mindestens ebenso interessant dürfte aber sein zu erklären, wie eine Firma von der Größe Wilson Benesch' die ihren Produkten zugrunde liegenden Forschung finanziert. Als Beispiel soll hier der OMEGA Drive Motor des GMT® One Systems dienen: 2019 gründete man das GMT-Konsortium, um mit einem Team mit Dr. Faris Al Naemi, Dr. Jon Travis und Professor Cockerham von der Sheffield Hallam University sowie CAAS Audio den OMEGA Motor Drive zu entwickeln und zwar mit Hilfe der Förderung durch 326.000 Pfund öffentlicher Mittel von Innovate UK. Mir ist nicht bekannt, dass es hierzulande möglich ist, staatliche Fördermittel für die Realisierung von Hifi- oder High-End-Projekten zu bekommen, wohl aber, dass es Wilson Benesch schon bei der Firmengründung gelungen ist, öffentliche Gelder in Anspruch zu nehmen. Das dürfte daran liegen, dass es sich bei den von Wilson Benesch geplanten Entwicklungen nicht um Varianten von Bekanntem, sondern um wegweisende Innovationen handelt.
Doch zurück zum OMEGA Drive: Nach mehreren Versuchen mit anderen Antriebsvarianten entschied man sich bei Wilson Benesch, einen Linearmotor mit 21 Spulen im Stator und Neodymium-Eisen-Bor-Magneten im Rotor zu verwenden. Zur Herstellung der Spulen investierte Wilson Benesch in Spulenwickelmaschinen und stellte einen Hochschulabsolventen ein, der sich ausschließlich dieser Aufgabe widmet. Der OMEGA Motor Drive, ein schlitzloser Synchronmotor, soll eine verschwindend geringe Drehmomentwelligkeit haben und eine hohe Drehzahlstabilität erzielen. Nach der Formel „Kraft x Durchmesser = Drehmoment“ lässt sich das gewünschte hohe Drehmoment durch eine große Kraft oder einen großen Durchmesser des Motors erreichen. Wilson Benesch wählte einen großen Durchmesser: Mit 456 Millimetern ist der OMEGA Drive Motor der größte, der je als Direktantrieb in einem Plattenspieler eingesetzt wurde. Der außergewöhnlich große Durchmesser garantiert ein hohes Drehmoment bei relativ geringer elektromagnetischer Kraft: Das Ergebnis ist eine geringere Drehmomentwelligkeit.

Der Plattenteller des OMEGA Drive besteht aus Acryl, da dessen akustische Impedanz der von Vinyl ähnelt und so die beim Abtastvorgang der Nadel in der Rille erzeugte Energie gut abgeleitet werden kann, was im White Paper auch mit der Masse einer 180-Gramm-LP und der des Plattentellers begründet wird – aber das würde an dieser Stelle zu weit führen. Das Lager des OMAGA Drive, das Wilson Benesch als Ångström Lager bezeichnet und das von Professor Cockram von der Sheffield Hallam University entwickelt wurde, ist ein Drucklager der Klasse 1 und damit ein relativ einfacher Lagertyp, bei dem sich Belastung, Oberflächengeschwindigkeit, Spiel, Schmierstoffviskosität und Temperatur jedoch direkt auf den Widerstand und Geräuschpegel des Lagers auswirken. Im White Paper wird angemerkt, dass die Bearbeitung von Phosphorbronze mit den neuesten CNC-Maschinen mit präzisen Toleranzen dennoch nur nach jahrelanger Erfahrung möglich sei.

Shaun Wild, der Maschinenwerkstattleiter bei Wilson Benesch bearbeite solche Lager seit über drei Jahrzehnten. Nach der Bearbeitung werde die Oberfläche der Buchse mit einem Taststift gemessen, der eine Karte der mikroskopisch kleinen Vertiefungen und Erhebungen auf der Oberfläche der Phosphorbronze erstelle. Die in die Phosphorbronze eingearbeiteten Täler und Berge müssten enge Toleranzen einhalten, damit die Moleküle des synthetischen Öls die Buchse und die Achse jederzeit vollständig voneinander trennten. Die Achse des Lagers bestehe aus Wolframkarbid. Sie müsse ohne Durchbiegung auf einen sehr kleinen Durchmesser geschliffen werden, um eine möglichst geringe Oberflächengeschwindigkeit zu erreichen. Je höher die Oberflächengeschwindigkeit sei, um so höher sei das Geräusch, das die Ölmoleküle verursachten. Der Durchmesser der Achse bestimme auch die Spezifikationen der Phosphorbronze-Buchse und die Viskosität des verwendeten Lageröls.

Um den Druck der Achse, die die Masse der bewegten Teile trägt, auf den Lagerpunkt zu verringern, entwickelte die Sheffield Hallam University unter der Federführung von Dr. Faris Al-Naemi ein magnetisches Gegenkraftdesign mit zwei leistungsstarken N30H-Neodymium-Eisen-Bor-Magneten. Dadurch wird einerseits der Verschleiß des Lagers minimiert, andererseits reicht die Kraft aber weiterhin für eine effiziente Energieübertragung vom Plattenteller auf das FrACTal-Motor-Chassis aus.
Der OMEGA Drive Motor wird vom ALPHA Drive angesteuert, den Dr. Carl Broomfield and Neil Broomfield von CAAS Audio parallel dazu entwickelten. Aus den oben genannten Gründen braucht er nur ein geringes Drehmoment zu liefern. Um während der Startphase den erheblichen Luftspalt zwischen Stator und Rotor im OMEGA-Antrieb zu überwinden, stellt ein integrierter Mikroprozessor einen speziellen Startalgorithmus bereit. Danach beschleunigt der Alpha Drive den Motor bis zur Synchronität. Die Drehzahl hält dann ein weiterer Mikroprozessor in der Ansteuerungselektronik konstant. Diese generiert auf der Zeitbasis des integrierten 11,2896-Megahertz-Quarzkristalls drei reine Sinuswellen, die von drei diskret aufgebauten, linearen Class-A-Verstärkern aufbereitet werden: Danach stehen drei verzerrungsarme, hochwertige Sinuswellen mit jeweils 1,2 Ampere zur Verfügung: je eine für die Ansteuerung von sieben der insgesamt 21 Spulen. Zusammen mit der großen Trägheit des Plattentellers durch die außen eingesteckten Gewichte aus Edelstahl garantiert der Synchron-Motor die extrem hohe Drehzahlkonstanz des OMEGA Drive.

Auch wenn schon vor 18 Jahren der Continuum Caliburn mit Cobra und Castellon und vor zwölf Jahren der Techdas Air Force One mit dem Graham-Phantom-Elite-Tonarm und dem Techdas-TDCO1-Ti-Abtaster, denen schon damals ein sechsstelliges Preisschild anhaftete, bei mir im Hörraum zu Gast waren, bin ich mir ziemlich sicher, dass bei keinem anderen Laufwerk so viele technische Lösungen hinterfragt und oft neu bewertet wurden wie bei der Kombination von OMEGA Drive Motor und der Ansteuerungselektronik ALPHA Drive.

Beim Continuum und anderen nicht ganz so kostspieligen Plattenspielern hat es sich als großer Vorteil herausgestellt, wenn der Hersteller auch das passende Rack als Teil des Systems versteht und seine Resonanzableitung und -dämpfung in die Konstruktion des Plattenspielers mit einbezieht. Das hat natürlich auch Wilson Benesch getan: Das Gehäuse mit der Laufwerkssteuerung residiert im oberen der beiden Elemente des im Jahr 2015 entwickelten R1 Racks, die Laufwerkseinheit steht darauf. Das Rack ist eine modulare Konstruktion, die speziell mit Blick auf das GMT® One System konzipiert wurde. Laut Wilson Benesch ist das R1 das erste Rack in dem hochkomprimierte Kohlefaser zum Einsatz komme und das über Querstreben verfüge, die weniger als 130 Gramm wögen und dennoch eine Tragfähigkeit von einer Tonne böten. Das R1-Rack sei die kürzeste und direkteste strukturelle Verbindung zwischen der Stellfläche und dem GMT®. One System. Mit dieser Fülle an technischen Informationen möchte ich es hier erst einmal bewenden lassen. Im zweiten Teil geht es dann um den GRAVITON®Ti Armwand und das dazugehörige PIEZO VTA System zu seiner Höhenverstellung, die über die WB GMT® Control APP per Smart Phone möglich ist, so wie noch einmal kurz um das TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge – vor allem aber um den Klang des Prime Meridian Systems.




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Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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| Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
| Telefon | 02161/61783-0 |
| Web | www.iad-audio.de |
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Mit dem Oriole schließt Sumiko innerhalb seiner Moving-Coil-Palette gezielt die Lücke zwischen den Reference-Series-Abtastern Songbird und Starling. Konstruktiv und klanglich übernimmt der Low-Output-MC-Tonabnehmer zentrale Merkmale der größeren Modelle und führt sie in einem ausgewogenen, praxisnahen Gesamtentwurf zusammen.
Das Oriole hat klanglich ausgewogenen, raffinierten und ermüdungsfreien Charakter, für den Sumiko weltweit bekannt ist. Dank eines Niederimpedanzgenerators und einer Nude-Shibata-Line-Contact-Nadel ist das Oriole ein echtes Upgrade vom Songbird und kommt schon fast an die Leistung des beliebten Starling ran. Es bietet eine perfekte Abtastung und Detailtreue, eine mitreißende Dynamik, schnelle Ansprechzeiten und eine tolle Auflösung. Das Oriole ist zutiefst musikalisch und lässt sich endlos hören. Es besticht durch seinen ganz und gar analogen Klangcharakter. Es gibt Musikmaterial in natürlicher Balance mit der umgebenden Atmosphäre wieder und sorgt so für eine kohärente, aufschlussreiche und immersive Klangwiedergabe. Es läuft absolut lautlos in der Rille, lässt die Musik vor einem tiefschwarzen Hintergrund aufblühen und lädt ein, in die intimsten Räume einer präzise wiedergegebenen Klangbühne einzutauchen
Das Oriole wird aus den besten Materialien Japans und von den besten Handwerkern bei Excel Sound in Yokohama gemacht – eine Beziehung, auf die Sumiko seit fast vier Jahrzehnten stolz sind. Der Tonabnehmer geht super ausgewogen mit den Details um und vermeidet dabei, zu analytisch zu sein. Der einteilige Diamant reduziert die bewegliche Masse für eine bessere Klangtreue und folgt exakt den feinen Modulationen der Rille. Der mit einer Legierung verstärkte hohle Aluminium-Ausleger ist sehr stabil und trotzdem leicht. Er reagiert schnell und präzise, um die feinsten Bewegungen der Nadel an die Moving-Coil-Baugruppe weiterzugeben.
Individuell gewickelte Kreuzspulen sollen eine saubere und ausgewogene Signalübertragung gewährleisten. Sie entstehen in einem Prozess, der höchste Geduld und Präzision von einem erfahrenen Techniker erfordert. Die Spulen werden mit speziell ausgewähltem, hochreinem Kupfer gewickelt, das Signale mit minimalen Verlusten und Verzerrungen überträgt und so zum satten Klangcharakter beiträgt. Weniger Spulenwindungen aus niederohmigem Kupfer reduzieren die bewegte Masse, verkürzen den Signalweg und senken die interne Impedanz drastisch. Daraus resultieren eine schnellerer REaktion, eine bessere Auflösung, mehr Details und Dynamik. Für den Dämpfer verwendet Sumiko eine spezielle synthetische Gummimischung, um Resonanzen zu kontrollieren, Verzerrungen zu minimieren und eine erstklassige Spurführung zu ermöglichen.
Der Alnico-Magnet bildet mit dem Joch und Pol aus reinem Eisen einen hoch effizienten Magnetkreis. Die reinen Materialien werden fachmännisch ausgerichtet, um Verzerrungen und Verluste zu minimieren und gleichzeitig eine geringe magnetische Sättigung und eine effiziente Energieaufnahme zu erreichen.
Bei der Entwicklung der offenen Tonabnehmer der Reference-Serie war die Resonanzkontrolle ein wichtiger Punkt. Erstens reduziert das offene Gehäuse selbst das Risiko von resonanzbedingten Verzerrungen und Verfärbungen, die durch herkömmliche Tonabnehmergehäuse entstehen können. Um interne Resonanzen weiter zu reduzieren, sind die einzelnen Komponenten des Magnetkreises mechanisch gedämpft. Für die Anschluss- und Montageplatten verwende Sumiko ein hochentwickeltes Material namens PEEK. Dieses Material wird aufgrund seiner extrem hohen mechanischen Stabilität, Steifigkeit und Langlebigkeit typischerweise in anspruchsvollen Anwendungen wie der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt. Es bildet eine äußerst stabile Basis für den Generator. Die PEEKMontageplatte ist mit einem strategisch geformten Anschluss mit dem Kopfblock verbunden, durch den verbleibende Resonanzen über den Tonarm abgeleitet werden, wo sie harmlos dissipiert werden können.
Jeder Oriole-Tonabnehmer wird mit größter Sorgfalt und Präzision von Hand montiert. Die Komponenten werden unter dem Mikroskop geprüft, um Qualität und Genauigkeit sicherzustellen. Alle Tonabnehmer werden auf elektrische Balance, Abtastfähigkeit und Leistung gemäß den Spezifikationen getestet.
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Herstellerangaben
Sumiko Oriole
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.audiotra.de |
Die Audio Group Denmark, unter deren Dach die Firmen Ansuz, Aavik, Børresen und Axxess vereint sind, hatte kürzlich internationale Vertriebe, Händler und Journalisten unter dem obigen Motto nach Aalborg eingeladen, um dort im Musikkens Hus das Topmodell unter den Endstufen, die M-880, und den Flaggschiff-Lautsprecher M8 Gold Signature vorzustellen.
Am frühen Nachmittag betraten Lars Kristensen und Michael Børresen die Bühne des unteren Konzertsaales, der bei voller Bestuhlung rund 250 Zuhörern Platz bietet. In der Mitte des Podiums stand ein Rack mit Aaviks Streamer/Wandler-Kombination SD-880, der Vorstufe C-880, dem Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature, der PowerBox D-TC Gold Signature und dem Stromverteiler Mainz8, ebenfalls aus der höchsten Güteklasse. Der Aufbau wurde auf jeder Seite von zwei halbhohen und jeweils ganz außen von einer übermannshohen blau verhüllten Skulptur flankiert. Nach einer Begrüßung und einer kurzen Einleitung vor auf die Rückwand des Saales projizierten thematisch passenden Bildern begannen Lars Kristensen und Michael Børresen unterstützt von Promotion-Manager Frits Dalmose die Komponenten zu enthüllen: Die beiden M8 Gold Signature und vier M-880 wurden sichtbar. Michael Børresen gab kurze Erläuterungen zur Technik der M8: Die beiden eisenfreien Børresen IronFree5-Gold-Signature-Fünf-Zoll-Treiber und der RP94-Gold-Signature Ribbon-Planar-Tweeter im Tief/Mittel/Hochton-Modul sind Weiterentwicklungen der aus der M-Serie bekannten Chassis und werden von der passiven Weiche in neuer Konfiguration bei 2400 Hertz getrennt. Später erfuhren wir dann, dass die neuen Gold-Signature-Chassis auch in den übrigen Modellen der M-Serie erhältlich sein werden und bei bereits erworbenen M-Schallwandlern gegen die bisherigen Varianten ausgetauscht werden können.
Doch zurück zu den M8 Gold Signature: Über und unter dem Tief/Mittel/Hochton-Modul befindet sich je ein gefaltetes Dipol-Bass-Modul, das wie das erst vor kurzem offiziell vorgestellte Børresen Bass Modul, das BM3, mit Acht-Zoll-Treibern bestückt ist. Beim BM3 sind das vier Stück, beim jedem der beiden Bass Module der M8 sechs Chassis. Hier kommen die IronFree8-Gold-Signature-Tieftöner zum Einsatz, deren Sandwich-Mebranen aus zwei Kohlefaserschichten bestehen, in deren Mitte sich eine Aramid-Wabenstruktur befindet. Da ein Dipol eine Abstrahlcharakteristik in Form einer Acht hat, hat der Raum seitlich der Module so gut wie keinen Einfluss auf den Klang. Leider nannte weder Michael Børresen noch die Produktinformation die Frequenz, bis zu der die Dipol-Bässe aktiv sind. Das dürfte daran liegen, dass diese nicht durch eine zur M8 Gold Signature gehörenden Frequenzweiche definiert wird, sondern in diesem Fall wie von der Audio Group Denmark empfohlen von der in die Vorstufe C-880 integrierten aktiven Frequenzweiche. Durch die Wahl der Übernahmefrequenz ist es möglich, Probleme der Raumakustik zu kompensieren. Aus dem Einsatz einer aktiven Weiche in der Vorstufe folgt auch, dass für den Betrieb der M8 vier Endstufen benötigt werden.
Damit wären wir bei der M-880, Aaviks erster Monoendstufe. Für das Design der schmalen, recht tiefen und hoch aufragenden Gehäuse zeichnet hauptsächlich Flemming Eric Rasmussen, der Gründer von Gryphon Audio verantwortlich. Wie schon bei der P-880 kommt auch hier wieder ein Materialmix aus Titan, Edelstahl, einem Laminat auf Holzbasis und Kupfer zum Einsatz. Selbstverständlich stehen die M-880 – wie auch die M8 Gold Signature – auf den besten Darks, den Z3w. Die Schaltung stammt erwartungsgemäß von Michael Børresen: Wie die P-880 arbeiten auch die M-880 im Class-A-Betrieb, wobei es dem Entwickler aber darum geht, dass die Ausgangstransistoren jederzeit offen sind, also nicht schalten. Eine hohe Leistungsaufnahme mit entsprechender Wärmeabgabe wie bei klassischen Class-A-Schaltungen gibt es bei den Aavik-Monos also nicht. Mehr zu Michael Børresens Schaltung finden sie am Ende des ersten Teils des Interviews, das er hifistatement.net beim Test des P-880 gab. So tief stieg der Entwickler bei der Präsentation der 400 Watt an acht und 800 Watt an vier Ohm leistenden M-880 nicht ein, was sicherlich im Sinne der Zuhörer gewesen sein dürfte.

Lars Kristensen überraschte alle, die seine Vorführungen von Messen kennen, mit einem überaus gefälligen Musikprogramm in gehobener, aber nicht zu hoher Lautstärke ohne die sonst üblichen brutalen elektronischen Beats. Das lag aber keinesfalls daran, dass die M8 Gold Signature den kleinen, für die Beschallung mit einem High-End-Schallwandler jedoch eigentlich viel zu voluminösen Konzertsaal nicht auch mit ohrenbetäubendem Pegel hätten fluten können: Nein, die M8 Gold Signature spielten jederzeit völlig unangestrengt, tonal stimmig und dabei sehr involvierend und rhythmisch packend. Treue hifistatement-Leser dürften wissen, dass Pop-Songs mit weiblichem Gesang nicht gerade zu dem von mir bevorzugten Repertoire zählen. Das ist bei Lars Kristensen ganz anders – und ich muss zugeben, dass ich Dank der M8 Gold Signature seiner Auswahl auch durchaus etwas abgewinnen konnte.

Noch überzeugender wurde es, als er sich der Musik aus der Jugendzeit der meisten Anwesenden zuwandte: Beatles und Doors fanden mehrheitlich Anklang. Mich hat die Bass-Linie zu Beginn von „Riders On The Storm“ mit ihrer rhythmischen Präzision und kraftvollen Intensität nachhaltig beeindruckt. So gut wie über diese Kette habe ich den Song bisher nie gehört – und dieses Erlebnis war so präsent, dass ich Tage später im eigenen Hörraum die verschiedenen Mastering-Varianten bei Qobuz durchgehört habe, ohne dass eine davon über meine Anlage auch nur annähernd so faszinierend klang wie im Musikkens Hus. Weiter ging's dann nach einem Dinner im oberen Foyer mit Blick über das Wasser mit mehr Musik, aber diesmal nicht von der Konserve: Das Symphonieorchester Aalborg unter der Leitung von Joshua Weilerstein spielte im großen Konzertsaal Alexander vom Zemlinskys Die Seejungfrau und Brahms Symphonie Nr. 2. Eine rundum gelungene Präsentation.

Am nächsten Morgen stand dann ein Besuch im Firmengebäude der Audio Group Denmark auf dem Programm. Dort hatte ich Gelegenheit für ein kurzes Interview mit Michael Børresen, in dem es aber nicht um die beiden innovativen Produkte ging, sondern um technische Details der T5, die seit dem Herbst des letzten Jahres in meinem Hörraum steht. Danach zeigte mit der Entwickler noch verschiedene Muster der Membranen der M8 Gold Signature, ein Leergehäuse, einzelne Chassis und sein aktuelles Projekt: einen Plattenspieler mit Tonarm und System, von denen wir aber keine Fotos veröffentlichen dürfen, da die Premiere für die High End in Wien geplant ist. Bei Arm und System greift Michael Børresen auf bewährte Produkte anerkannter Hersteller zurück, die er aber an entscheidenden Stellen nach seinen Vorstellungen modifiziert. Das Laufwerk wird über ein horizontales Luftlager verfügen und lateral in einer speziell geformten Buchse mit magnetischem Öl geführt. Die ersten Höreindrücke waren jedenfalls enorm vielversprechend. Ein Test ist fest vereinbart.

In der Zwischenzeit hatte ein Team der Audio Group Denmark die Anlage aus dem Musikkens Hus in den firmeneigenen Hörraum gebracht und dort spielfertig eingerichtet. Nach der Vorführung für eine Besuchergruppe konnte ich die M8 Gold Signature mit den vier M-880 dann mit Auszügen einer eigenen Aufnahme, Schostakwitschs Symphonie Nr. 11 hören: Wirklich schade, dass die M8 Gold Signature beim besten Willen nicht in meinen Hörraum passt. Damit würde ich wirklich gern mal länger meine Musik genießen. Die andere Seite der Medaille: So bleibt allen Beigteiligten der Transport von 280 Kilogramm Endstufen und 650 Kilogramm Lautsprechern erspart…













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Herstellerangaben
M8 Gold Signature
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| Abmessungen (H/B/T) | 2217/640/ 824mm |
| Gewicht | 325kg |
| Frequenzgang | 20Hz - 50kHz |
| Übernahmefrequenz | Mittelbass/Hochtöner: 2.400Hz; Bass/Mittelbass & Hochtöner: Steuerung durch externe aktive Frequenzweiche (nicht im Lieferumfang enthalten) |
| Empfindlichkeit | 87dB/1W |
| Impedanz | 5 Ohm (Bassbereich), 8 Ohm (Mittelbass-/Hochtonbereich) |
| Empf. Verstärker | >100W (Bassbereich), >100W (Mittelbass-/Hochtonbereich) |
| Hochton-Chassis | 1 × Børresen RP94 Gold Signature Ribbon Planar Tweeter |
| Bass-/Mittelton-Chassis | 2 × Børresen IronFree5 Gold Signature |
| Bass-Chassis | 12 × Børresen IronFree8 Gold Signature |
| Oberfläche | Schwarzer Hochglanzlack mit Karbon-Details |
| Paarpreis | 1.000.000 Euro |
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Herstellerangaben
M-880
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|---|---|
| Abmessungen (H/B/T) | 794342/510mm |
| Gewicht | 70,0kg |
| Leistung | 1 × 400W bei 8 Ohm, 1 × 800W bei 4 Ohm |
| Verzerrungn (THD) | <0,007% (10W, 1kHz, 8 Ohm) |
| Rauschunterdrückung | 112 aktive GOLD-Teslaspulen, 112 aktive quadratische Teslaspulen, 8 Dither-Schaltungen, 12 Gold-Anti-Luftresonanzspulen |
| Leistungsaufnahme | <0,5W (Standby). 150W (Leerlauf) |
| Preis | 100.000 Euro (pro Stück) |
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Hersteller
Audio Group Denmark
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|---|---|
| Anschrift | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
| Web | audiogroupdenmark.com |
Weiss Engineering (Schweiz) hat den beliebten DAC204 mit einem neuen DAC-Chip und einer Null-Ohm-Ausgangsstufe überarbeitet. Die neue Version erscheint künftig als DAC204-MK2 und verbindet technische Feinarbeit mit dem bewährten Bedien- und Funktionsumfang des Vorgängers.
Wesentliche Verbesserungen
Bestehende DAC204-Geräte können durch den Austausch der DAC-Platine und ein Software-Update auf den Stand DAC204-MK2 gebracht werden. Das Upgrade wird von autorisierten Distributoren oder Händlern durchgeführt. Bitte kontaktieren Sie Ihren Händler oder WOD Audio direkt für Informationen zu Preisen, Ablauf und Lieferzeiten. Die gleichen Verbesserungen und Upgrade-Möglichkeiten gelten auch für den DAC205.
„Mit dem ES9028PRO und der neuen Ausgangsstufe haben wir gezielt an den Stellschrauben gearbeitet, die den hörbaren Unterschied bringen — insbesondere bei realen, nicht idealen Quellen“, sagt Daniel Weiss. „Das Upgrade bietet Besitzern alter Geräte eine effiziente Möglichkeit, klanglich aufzurüsten, ohne ein neues Gerät kaufen zu müssen.“
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Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
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|---|---|
| Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
| Telefon | +49 6187 900077 |
| info@wodaudio.de | |
| Web | www.wodaudio.de |
Die Qualität des Stromnetzes nimmt durch den Einsatz von Schaltnetzteilen, Energiesparlampen und Ethernet ab, was sich auf die Leistung von Audiosystemen auswirkt. Daher sollte man für empfindliche audiophile Anlagen einen geeigneten Netzfilter mit DC-Blocker zu verwenden. Ein Spitzen und Überspannungsschutz ist ebenfalls erforderlich.
Der X-Power ist ein Netzfilter mit einem Eingang und einem Ausgang im klassischen Musical Fidelity X-Profil. Er enthält drei Hauptblöcke:
Auf dem heutigen Markt findet man einen Netzfilter mit all diesen drei Elementen nur selten, insbesondere in dieser Preisklasse. Das Hauptgehäuse besteht aus einem einteiligen Aluminiumstrangpressprofil für besten Schutz vor elektromagnetischen Störungen. Die Vorderseite ist mit einer wunderschön gebürsteten Aluminiumfrontplatte verkleidet, und auf der Rückseite befinden sich hochwertige Ein- und Ausgangsbuchsen.
Spitzen und Überspannungsschutz
Überspannungsschutzgeräte schützen elektronischen Geräte vor Schäden durch Spannungsspitzen, sorgen für Sicherheit und ersparen möglicherweise kostspielige Reparaturen oder Ersatzanschaffungen. Das mehrstufige Design des X-Power umfasst zwei Überspannungsschutzstufen, eine am Anfang und eine ganz am Ende. Spannungsspitzen können durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, darunter Blitzeinschläge, Schwankungen im Stromnetz oder plötzliche Änderungen der elektrischen Last. Der X-Power leitet überschüssige Spannung von den angeschlossenen Geräten ab und verhindert so, dass sie die wertvollen Audiogeräte erreicht und beschädigt.
EMI/RFI-Filter
Der Einsatz von EMI- (elektromagnetische Interferenz) und RFI- (Hochfrequenzinterferenz) Filtern dient dazu, unerwünschte elektromagnetische und hochfrequente Störungen zu unterdrücken, was zu saubereren und präziseren Audiosignalen führt. Dies kann dazu beitragen, die Audioqualität zu verbessern, Rauschen zu minimieren und Verzerrungen zu verhindern. Der X-Power verwendet einen maßgeschneiderten EMI-Filter, der aus zwei Gleichtaktdrosseln mit Gleichtakt- und Differenzmodenkondensatoren besteht, gefolgt von einer weiteren Stufe des Überspannungsschutzes. Durch die kontinuierliche Arbeit an den Filter hat Musical Fidelity erstaunliche Ergebnisse erzielt: Bereits bei 100 Kilohertz liegt die Dämpfung sehr nahe bei -60 Dezibel und ab 600 Kilohertz unter -70 Dezibel. Bei 1 Megahertz werden mehr als -80 Dezibel erreichen. Solche Werte sind absolut einzigartig.
DC-Blocker
In empfindlichen Audiosystemen ist es wichtig, unerwünschte Gleichstromverschiebungen (unerwünschte Gleichspannung oder -strom, die einem Wechselstromsignal überlagert sind) aus dem Wechselstromsignal zu entfernen. Gleichstromverschiebungen können Verzerrungen, Sättigungen oder andere unerwünschte Effekte in Audiosystemen verursachen, was wiederum zu Problemen bei der Übertragung von Audiosignalen führen kann. Der X-Power verwendet ein sorgfältig entwickeltes Netzwerk aus Dioden und Elektrolytkondensatoren, um Gleichstromkomponenten effektiv zu blockieren und gleichzeitig Wechselstromkomponenten durchzulassen. Selbst eine geringe Gleichspannung kann den Kern eines Leistungstransformators sättigen, was zu hörbaren mechanischen Vibrationen und einer Verringerung des Wirkungsgrads des Transformators führt. Es ist zu beachten, dass Gleichstromblocker nicht zur Standardausstattung aller Verstärker oder Vorverstärker gehören, um sicherzustellen, dass das Ausgangssignal frei von Gleichstromversatz ist. Dies macht den X-Power zu einer unverzichtbaren Ergänzung für jedes Audiosystem!
Ein- und Ausgänge
Eingang: IEC C14 10A Buchse
Ausgang: Schuko Buchse - auch verfügbar mit US, UK oder AUS Buchse
Spezifikationen
Eingangsspannung: AC 110-240V 50/60Hz
Nennbelastung: 10A
RFI Abschwächung: > 60dB @ 100kHz, > 80dB @ up 1MHz
DC-Blocker: bis zu 2V
Allgemeine Informationen
Maße (BxHxT): 108 x 105 x 274 mm
Gewicht: 2,29 kg netto / 2,58 kg in Verpackung
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Vertrieb
Audio Tuning Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Margaretenstraße 98 1050 Vienna/Austria |
| Headquarter | Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf Analogweg 1 2130 Mistelbach/Austria |
Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern.
Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten, die eigene Haptik des Vinyls und die visuelle Erscheinung der großen Cover haben doch etwas ganz Besonderes, wenngleich das digitale Streaming für mich vor allem Vorteile in der Bequemlichkeit der Bedienung bietet. Trotzdem oder vor allem ist der analoge Klang einer Schallplatte oder eines Tonbands meiner Überzeugung nach immer noch dem Klang der digitalen Kette überlegen. Nun kommt mit dem Takumi TT level 2.1DC ein Plattenspieler zu mir ins Haus, der mit seinem schlichten und eleganten Design schon von vornherein viele Anhänger gewinnen wird. Doch nicht nur das Design des Takumi ist ansprechend, sondern auch in Hinblick auf die Verarbeitung und inneren Werte weiß er überzeugen. Doch dazu später mehr. Der Plattenspieler wurde in den Niederlanden entwickelt und wird in China hergestellt. Doch er trägt einen japanischen Namen, wie kommt es dazu? Takumi bezeichnet einen Handwerker, der sein Metier mit Meisterschaft und Exzellenz beherrscht. So strebt Rik Stoet mit seinen Plattenspielern eine Verbindung dieses japanischen Handwerks-Ethos mit klarem Design und durchdachter Konstruktion an, um eine exzellente Musikwiedergabe mit maximaler Klangtreue zu erreichen. Solche Qualitätsansprüche sind aber bei hiesigen Produktionskosten schlicht nicht preisgünstig realisierbar. Deshalb findet die Fertigung des Plattenspielers bei einem chinesischen Spezialisten statt, der Stoets Präzisionsanforderung erfüllt: Die Toleranzen sollen unter einem hundertstel Millimeter liegen.

Neben dem eigentlichen Plattenspieler brachte mir Karsten Franzen vom 3H-Vertrieb noch insgesamt vier verschiedene Abtast-Systeme und zwei Netzteile zum Testen mit. Dies verleitete mich dazu, dem Plattenspieler gedanklich einen zweiten japanischen Namen zu geben: Enso. Enso ist das japanische Wort für Kreis. Versucht man, einen Kreis zu zeichnen, ist dieser nie perfekt – eine beliebte Übung unter Zen-Mönchen, die es immer wieder von Neuem versuchen. Den Takumi Plattenspieler kann man in seiner Grundversion bereits für circa 1800 Euro erwerben, das ist für einen Plattenspieler dieser Güte wirklich günstig. Möchte man aber einen Mehrwert an Klang erzielen, kann man von den zahlreichen, von Rik Stoet und dem 3H-Vertrieb angebotenen Upgrade-Möglichkeiten Gebrauch machen. In der letzten Ausbaustufe ist der Kreis dann perfekt und man nimmt die Takumi-Meisterschaft wahr, die in dem Plattenspieler steckt.
Das Chassis besteht aus Acryl und definiert die Positionen der Tonarmbasis, des Tellerlagers, des Antriebsmotors und der zu seiner Regelung notwendige Elektronik nebst Bedienelementen. Bei einem Brettspieler wie dem Takumi TT level 2.1DC, ist es wichtig unerwünschte Schwingungszentren und Resonanzen nicht entstehen zu lassen respektive abzuleiten. Hierbei helfen die akustischen Eigenschaften von Acryl. Anders als in Holz oder Metall verteilen sich Schwingungen in Acryl völlig gleichmäßig. So werden Schwingungszentren und Resonanzen weitestgehend vermieden. Das ist wichtig, weil jeder Plattenspieler Vibrationen aufnimmt: Trittschall-Energie vom Untergrund, Luftschall-Energie von den Lautsprechern und Schwingungs-Energie von der eigenen Tonabnehmernadel. Ein Masselaufwerk begegnet dieser Energie mit der Trägheit seiner großen Masse, ein Subchassis-Plattenspieler mit seiner Federung – ein Brettspieler hingegen mit Ableitung und Dämpfung. Das Acryl als starker und stabiler Werkstoff ist akustisch in der Lage, die Energie aufzunehmen und zu dämpfen, was für Ruhe und Souveränität sorgt. Zudem ist Acryl kostengünstig und leicht bearbeitbar. Ein Bonus ist unbestreitbar das schicke und stylische Aussehen. Das zwei Zentimeter dicke Acryl-Chassis gibt es in transparent oder schwarz eingefärbt. Der Plattenteller wiederum ist aus ungefärbten aber satiniertem Acryl hergestellt. Durch die Mattierung des Tellers wird die Sicht auf den unter ihm platzierten Motor und einen Teil der hinteren Elektronik- und Anschluss-Sektion geschickt kaschiert. Der nur gut ein Kilo wiegende Teller aus Acryl besitzt ähnliche Resonanzeigenschaften wie Vinyl. Durch den direkten Kontakt mit der aufliegenden Schallplatte stellen Teller und Tonträger quasi eine gemeinsame und dämpfend wirkende Masse dar. Bringt die sich bewegende Tonabnehmernadel nun die Schallplatte zum Schwingen, werden diese Vibrationen deshalb absorbiert und nicht Klang schädigend wieder zur Nadel reflektiert. Also bitte keine Matte zwischen Teller und Schallplatte bringen.

Rik Stoet setzt beim Takumi TT level 2.1DC auf einen Riemenantrieb, einen leisen Gleichstrommotor und eine intelligente Drehzahlregelung, um eine gleichmäßige und präzise Rotation zu gewährleisten. Ein Riemenantrieb hilft zu minimieren. Der Riemen des Antriebs soll feinste Motorvibrationen vom Plattenteller fernhalten und so das Störgeräuschniveau senken und die Klarheit der Wiedergabe verbessern. Der präzise, elektronisch geregelte Gleichstrommotor ist in einem eigenen, vom Chassis getrennten Gehäuse untergebracht und intern durch Dämpfungsmaterialien abermals beruhigt. Eine massive Metallhaube kapselt den Motor komplett ab – bis auf zwei Schlitze für den Riemen. Der Takumi verwendet ein Sensorsystem, das die Drehgeschwindigkeit des Tellers kontinuierlich misst, um Gleichlaufschwankungen zu reduzieren. Ein Magnetkranz unter dem Subteller arbeitet mit einem Hallsensor im Gehäuse zusammen, um in Echtzeit Geschwindigkeitsabweichungen zu korrigieren. Um den Anforderungen an Robustheit, Schwingungsresistenz und Laufruhe gerecht zu werden, ist der Subteller aus massivem Aluminium gefräst und präzise ausgewuchtet. Die Lagerachse besteht aus extrem harter und glatter Keramik. Dies ermöglicht eine besonders niedrige Reibung und soll Mikro-Vibrationen verhindern. Die Achse läuft in einem hochpräzise gefertigtem Lagergehäuse aus Messing und dreht sich auf einer Stahlkugel. Das weiche Messing und auch die Schmierung mit einem Spezial-Öl sollen abermals die Reibung reduzieren. Zur weiteren Schwingungsminimierung befinden sich zwischen Haupt- und Subteller Gummipuffer, die Mikrostöße absorbieren sollen. Ein kleiner O-Ring trennt die Spindel, die die Schallplatte zentriert, vom Plattenteller selbst. Dass soll verhindern, dass sich unerwünschte Energien direkt auf die Schallplatte übertragen.

Die Basis des Takumi TT level 2.1DC steht auf drei zylindrischen Metallfüßen. So ist stets ein fester Stand des Plattenspielers ohne Kippeln garantiert. Die Füße besitzen eine integrierte Schwingungsdämpfung. Es sollen einerseits Schwingungen, die über dir Stellfläche den Plattenspieler erreichen, ferngehalten, andererseits Vibrationen, die durch die Laufwerksmechanik selbst erzeugt werden, abgeleitet werden. Die Füße sind höhenverstellbar, so dass der Plattenspieler präzise waagerecht ausgerichtet werden kann. Für diese Ausrichtung ist eine Libelle in das Acryl-Chassis eingelassen – ein ebenso schickes wie smartes Feature. Apropos schick und smart: Die Umdrehungszahl-Wahl zwischen 33⅓ und 45 sowie die Motor-Abschaltung kann manuell über einen Hebel auf dem Chassis erfolgen – oder man steuert die Geschwindigkeit mit dem SpeedPod, einer kleinen externen Steuereinheit. Sie ist mit einem Kabel mit der Motorsteuerung verbunden und ermöglicht das einfache Umschalten zwischen 33,33 und 45, erlaubt aber ebenso feinste Justierungen in 0,01-Umdrehungen-pro-Minute-Schritten – ideal für ältere Schallplatten oder das präzise Abstimmen nach Gehör. Der SpeedPod fügt sich nahtlos in das Design des Takumi ein und lässt sich unter das Chassis stellen, falls er nicht benötigt wird.

Kommen wir nun zum Tonarm. Dieser wurde ebenfalls von Rik Stoet entwickelt. Für das steife und zugleich leichte Tonarmrohr wird dünnwandiges Titan verwendet. Mit 15 Gramm effektiver Masse ist der Neun-Zoll-Tonarm mittelschwer. Absolut ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist das aufwändige kardanische Lager des Arms mit vorgespannten Präzisionslagern. Diese sollen für extrem niedrige Reibung sorgen und praktisch kein Spiel besitzen, so dass sich der Tonabnehmer frei und exakt bewegen kann. Das am Rohr angesetzte Headshell ist durch eine Verschraubung fest fixiert. Gegenüber einer Lösung mit SME-Bajonettverschluss entfallen damit mechanisches Spiel und elektrische Kontaktübergänge auf dem Signalweg. Um weitere Kontaktübergänge zu vermeiden ist das Tonarmkabel des TT level 2.1DC intern verlötet und durchgeführt bis hin zu den Cinch-Steckern, die zum Anschluss an den Phono-Vorverstärker dienen.
Der Tonarm ist im Zusammenspiel mit dem Laufwerk und dem Abtastsystem sehr gut einstellbar. Die Höhe des Arms und sein vertikaler Abtastwinkel sind mit verschiedenen Verschraubungen am Lager ebenso anpassbar wie die Höhe der Tonarmlift-Bank. Der gut gedämpfte Lift senkt beim Umlegen des Lifthebels den Arm wunderbar geschmeidig und gleichmäßig Richtung Schallplatte. Zur Kompensation der Skating-Kräfte besitzt der Takumi eine berührungsfrei arbeitende magnetische Antiskating-Einrichtung. Die Auflagekraft wird statisch über das dreiteilige Gegengewicht eingestellt, das auf dem Tonarmrohr-Ende verschiebbar ist.

Werkseitig wird der Takumi level2.1DC mit einem bereits eingebauten und justierten Audio Technica AT3600L System geliefert. Mt diesem preiswerten MM-Abtaster wird jeder Takumi-Plattenspieler im Zuge des Qualitäts-Checks geprüft und justiert. Also fand der erste Hörtest mit diesem System statt. Das klang schon recht ordentlich, mit einer guten Durchzeichnung und einer frischen Wiedergabe der Musik. Im Bassbereich fehlen ein paar Prozent und auch in der räumlichen Abbildung besteht noch Verbesserungspotential. Zu einem Preis von rund 1800 Euro bekommt man hier ein komplettes Paket, das in so mancher HiFi-Anlage für Wohlklang sorgen könnte.

Für ein Mehr an Klang sollte man sich allerdings den Abtastsystemen von Takumi zuwenden. Rik Stoet hat in Eigenentwicklung gleich eine Serie von fünf unterschiedlichen Moving-Coil-Systemen herausgebracht. Diese können jeweils einzeln oder gleich im Bundle mit dem Plattenspieler erworben werden. So sind die Systeme entsprechen preisgünstiger zu bekommen. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Materialwahl des Nadelträgers, den Schliff des Diamanten und die Kupfer-Qualität der Spulen. Für diesen Test bekam ich drei der Systeme vom 3H Vertrieb zur Verfügung gestellt. Ich habe das AT-System aus- und das Kuro-System eingebaut und justiert. Das Kuro ist das zweitkleinste System der Serie. In seinem Aluminium-Gehäuse agiert ein elliptisch geschliffener Diamant, der ohne Einfassung direkt auf den Nadelträger geklebt ist, der aus Boron besteht. Der Nadelträger bewegt quadratische Spulen, deren Kupferdraht-Güte mit 4N OCC ausgewiesen ist: Also 99,99-prozentig reines Kupfer, das im „Ohno Continuous Casting“-Gieß-Verfahren hergestellt wurde, wodurch fast alle Korngrenzen im Kupfer beseitigt werden können.

Gehört habe ich den Takumi über den Roksan Artaxerxes X Phono-Vorverstärker, den Vorverstärker VTL TL 6.5, Quad II Röhrenmonos und Consensus Audio Lightning Lautsprecher. In dieser hochauflösenden Kette hört man deutlich den Unterschied zwischen dem Audio Technika und dem Takumi Kuro System. Zuerst legt Peter White mit dem Stück „If Ever“, erschienen auf dem Album Here We Go, los – und man erlebt genau jene agile, flotte und vitale Wiedergabe, die man mit einem Brettspieler assoziiert. Der Saitenartist aus dem kühlen Großbritannien huldigt dem warmen kalifornischen Sommersound. Peter White legt seine munteren, frei fließenden Gitarrenlinien über ein sanftes Streicherbett und wieselflinke Percussion. Alle Details werden mit dem TT level 2.1DC exakt wiedergegeben. Als zweites hörte ich Friedemann „Ein Samer Kauboj“ vom 2007 erschienen Album Saitensprung. Die nicht mehr ganz taufrische Aufnahme erfährt mit dem Takumi eine neue Lebendigkeit – für den Querfeldeinritt des „Ein Samer Kauboj“ hat Friedemann seine Gitarren „gebürstet, gesattelt und geritten“; sie klingen mit dem Takumi Kuro luftig, und die Aufnahme besitzt eine gute Tiefenstaffelung. Nach diesem schönen Hörerlebnis baute ich das Kuro aus und das Shiro ein. Dieses liegt preislich und klanglich in der Mitte der fünf Takumi MC-Systeme. Der Nadelträger ist ebenfalls aus Boron, der Diamant ist etwas feiner elliptisch geschliffen, der Kupferdraht der Spule besitzt eine Reinheit von 6N, also 99,9999 prozentig reinem Kupfer.

Die Qualität der Wiedergabe nimmt noch einmal zu. Zwar ist der Unterschied zwischen dem Kuro und dem Shiro nicht ganz so groß wie zwischen dem Audio Technika und dem Kuro, doch ist er bereits bei den ersten Takten von Gizelle Smith',„Agony Road“ auf dem Album Revealing, erschienen beim Label Jalapeno Music Publishing, zu hören. Die in Manchester geborene und aufgewachsene Sängerin/Songwriterin Gizelle Smith gelang als Leiterin der in Hamburg ansässigen Funk Band The Mighty Mocambos der Durchbruch. Kritiker und Musikliebhaber feierten sie sofort als „Golden Girl Of Funk“. Der spritzige und knackige Funk-Sound auf „Agony Road“ wird vom Takumi hervorragend transportiert. In Summe ist das etwas teurere Shiro im Vergleich zum Kuro höher auflösend, besitzt eine bessere Tiefenstaffelung und geht im Bassbereich etwas tiefer herunter.

Als letztes System kommt das Kin zum Einsatz. Es ist das zweitbeste System in der Takumi-Hierarchie. Es hat im Vergleich zum Shiro einen Nadelträger aus Rubin, alle weiteren Bauteile sind mit dem Shiro identisch. Aber wie soll es anders sein, dieser kleine aber feine Unterschied hat große Auswirkung auf den Klang: mehr Auflösung, eine breitere und tiefere Stereobühne, besser konturierte Höhen und Bässe. Es ist mit Abstand das beste System aus der Testreihe. Ich legte De-Phazz Jazz Quartet feat. Joo Kraus auf. Die live in Eltville in der Villa Belvedere rein analog hervorragend aufgenommene Platte wurde durch das Mastering von Christoph Stickel noch weiter veredelt und ist 2023 bei ATR erschienen. Ich möchte hier gar kein einzelnes Stück hervorheben, denn einmal aufgelegt lies ich die Platte laufen und erfreute mich an dem lebendigen und knackigen Sound. Nachdem ich Sie über die klanglichen Unterschiede von vier verschiedenen Abtast-Systemen informiert habe, sollte ich erwähnen, dass es für den Takumi Plattenspieler es noch eine weitere Upgrademöglichkeit gibt: ein besseres Netzteil. Von Werk aus wird der Takumi TT level 2.1DC mit einem recht einfachen Zwölf-Volt-Steckernetzteil ausgeliefert. Der Hamburger 3H Vertrieb bietet im Bundle mit dem Plattenspieler ein Powerupgrade mittels S-Booster BOTW P&P MK2 Netzteil für 320 Euro an. Schon oft wurde an dieser Stelle darüber berichtet, wie wichtig eine stabile und sauber Stromversorgung für eine gute Musikwiedergabe ist. Und auch hier macht sich der Wechsel des Netzteils sofort bemerkbar. Die Wiedergabe wird noch einmal knackiger und gewinnt vor allem an Größe und Schwärze. Etwas Klassik gefällig? Bitteschön, hier ist eine Aufnahme der Carmen Suite von Georges Bizet. Aufgeführt vom Royal Opera House Orchestra mit Alexander Gibson als Dirigent, erschienen auf dem legendären RCA Victor Lable. Gleich bei den ersten Takten des Prelude legt sich der Takumi dermaßen mächtig ins Zeug, dass man die Wucht des Orchesters geradezu körperlich spürt. Die Luftigkeit der gesamten Komposition wird vom Plattenspieler glaubhaft wiedergegeben, hier ist der leichte Brettspieler ganz in seinem Element.

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Gehört mit
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|---|---|
| Plattenspieler | Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager |
| Tonarm | Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern |
| Tonabnehmer | Benz Micro Glider |
| Phonostufe | Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil |
| Streamer | Melco N1 EX |
| D/A-Wandler | Mytek Manhattan II |
| Vorverstärker | VTL TL 2.5, VTL TL 6.5 II |
| Endstufen | QUAD II |
| Lautsprecher | Consensus Audio Lightning |
| Kabel | Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord |
| Zubehör | Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G |
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Herstellerangaben
Takumi TT level 2.1DC
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|---|---|
| Motor | Gleichstrommotor mit Hall-Sensor-Rückmeldung |
| Elektronische Geschwindigkeitsauswahl | Speedpod(0–33–45) |
| Plattenteller | Acryl, 1,15 kg, vom Subteller und der Achse entkoppelt |
| Tonarm | Titan, doppelt kardanisch gelagert, fest integriertes Headshell |
| Effektive Masse Tonarm | 15 Gramm |
| Ausgang | RCA L+R, fest angeschlossenes Kabel |
| Antiskating | magnetisch |
| Stromversorgung | externes Netzteil, 12 V DC |
| Abmessungen | 30 (B) x 327 (T) x 152–162 (H) mm |
| Gewicht | 8,1 kg |
| Lieferumfang | Netzteil, Acryl-Staubschutzhaube, Plattentellergewicht, Tonabnehmer Audio Technika AT3600L MM |
| Ausführungen | Schwarz: (EAN 8721161341017) / Acryl: (EAN 8721161341000) |
Tonabnehmer |
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| Aka MC | Aluminium-Nadelträger / sphärischer Schliff, Spule aus 4N OCC, Impedanz 5 Ohm, Frequenzbereich 20–20.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,3 mV, Kanaltrennung > 24 dB, Kanalbalance < 0,8 dB, Auflagekraft 1,4–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 16 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–470 Ohm |
| Kuro MC | Boron-Nadelträger / Nackter elliptischer Schliff 6/15 μm, Spule aus 4N OCC, Impedanz 5 Ohm, Frequenzbereich 20–22.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,26 mV, Kanaltrennung > 25 dB, Kanalbalance < 0,5 dB, Auflagekraft 1,6–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 13 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–470 Ohm |
| Shiro MC | Boron-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 20–25.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,26 mV, Kanaltrennung > 26 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,6–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 13 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm |
| Kin MC | Rubin-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 15–25.000 Hz ±2 dB Ausgangsspannung 0,28 mV, Kanaltrennung > 28 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,6–2,0 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 15 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm |
| Myo MC | Saphir-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 15–28.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,28 mV, Kanaltrennung > 28 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,3–2,0 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 16 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm |
Preise |
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| Takumi TT level 2.1 DC | 1.800 Euro (inkl. Audio Technika AT3600L MM) |
| Level 2.1 DC Inklusive Tonabnehmer im Bundle | Aka MC 2.150 Euro Kuro MC 2.500 Euro Shiro MC 3.000 Euro Kin MC 3.500 Euro Myo MC 4.150 Euro |
| Power Upgrade | S-Booster BOTW P&P MK2 12V@3A; Netzteil 320 Euro (nur im Bundle) |
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Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
| mika.dauphin@drei-h.biz | |
| Telefon | +49 40 37507515 |
Der Titel bezieht sich auf die folgende Fotogeschichte. Sie dokumentiert den Aufbau einer Hyperion und lockert das Interview optisch auf, das ich mit Richard Rudolph, dem neuen Geschäftsführer von Acapella Audio Arts, und Marc Lindike, dessen Firma Unbelievable Audio ab sofort für den weltweiten Vertrieb der Schallwandler aus Duisburg zuständig ist, führte.
Dirk Sommer: Heute ist ja der Tag, wo zum ersten Mal die neue Struktur von Acapella greift. Die Besitzverhältnisse haben sich geändert. Richard, erzähl doch bitte mal, wie es dazu gekommen ist.
Richard Rudolph: Also, ich bin von klein auf in die Firma reingewachsen. Mein Vater hat mich da schon als Kind mit einbezogen. Wir hatten immer mehrere Lautsprecher zu Hause, unter anderem eine Campagile und auch eine Celesta. Mein Vater hat mich auch schon früh zu Kunden mitgenommen. Ich habe ihn gern begleitet. Ich fand es einfach schon immer interessant, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe dann erstmal eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht und bin dann mit 19 wieder in den Betrieb zurückgekehrt. Dort habe mich in alle Produkte reingearbeitet und angefangen, mich wirklich in die Entwicklung reinzuknien. Erst habe ich das Thema mehr begleitet, dann aber bei immer mehr Facetten Verantwortung übernommen. Stück für Stück habe ich die ganze Produktpalette überarbeitet. Ich habe jeden einzelnen Lautsprecher vom Acapella schon einmal gebaut. Vor sieben Jahren haben wir uns dazu entschieden, dass ich Teilhaber der Firma werde. So hat es sich dann ergeben, dass ich immer mehr Aufgaben übernommen habe, im Vertrieb, wie auch in der Fertigung und Entwicklung. Die ältere Generation, Hermann Winters und mein Vater, hat sich dann so nach und nach immer weiter zurückgezogen. Wir haben uns gemeinsam entschlossen, die vertrieblichen Strukturen zu verändern, um das Unternehmen weiter nach vorne zu bringen. Da muss man mit der Zeit gehen. Ich persönlich muss mich auf das Thema Entwicklung und Fertigung konzentrieren können, weil es einfach mein komplettes Arbeitspensum beansprucht. Vor anderthalb, zwei Jahren ist Marc Lindike dazugekommen und hat dann den saudi-arabischen Vertrieb übernommen. Wir haben viele Gespräche geführt und uns dazu entschieden, dass er den Vertrieb für Acapella übernimmt, damit ich mich auf Fertigungen und Entwicklung konzentrieren kann. Wir werden den Direktverkauf einstellen und klare Strukturen etablieren, um das Unternehmen in die Zukunft zu bringen.
DS: Acapella steht also ab sofort unter deiner Führung?
RR: Ja, unter meiner Führung. Aber die ältere Generation unterstützt und berät mich noch im Hintergrund.
DS: Du hast gesagt, dass Du jedes Lautsprechermodell schon mal gefertigt und den größten Teil der Produktpalette schon überarbeitet und modernisiert hast. Wie bist Du dann darauf gekommen, Elektronik zu entwickeln?
RR: Ich hatte damals mein Maschinenbaustudium beendet und viele Lautsprechermodelle in allen möglichen Variationen gebaut und viele Versuche gemacht. Ich kam aber nie über einen gewissen Punkt hinaus, weil jede Elektronik von jedem Entwickler einen bestimmten Klang hat, eine bestimmte Art der Abstimmung, und sich auch jede Version wieder in eine andere Richtungen entwickelt. Zu Hause habe ich bei niedrigen Lautstärken gerne mit Röhrenverstärkern gehört, weil die halt total melodisch, schön klingend und fließend spielen. Wenn ich perkussive Sachen mit viel Dynamik hören wollte, habe ich dann auch Transistorverstärker benutzt. Daher wollte ich eine Kombination aus beidem, eben einen Hybridverstärker bauen. Angefangen hat es in Zusammenarbeit mit Lorenz Martensen, der auch Verstärker als Hybridgeschichten gebaut hat. Später habe ich dann angefangen, mit einem kleinen Team von Mitarbeitern zusammen eigene Schaltungen zu entwickeln. Und da sind dann diese Geräte raus entstanden.
DS: Hast Du Dir Dein elektronisches Wissen autodidaktisch erarbeitet?
RR: Ja, bei mir war es autodidaktisch. Ich arbeite aber auch eng mit einem Kollegen zusammen, der einen Master in Nachrichtenelektronik hat. Wir entwickeln die Verstärker gemeinsam.
Marc Lindike: Der eine bringt das Gefühl und die Musikalität mit und der andere das nötige technische Rüstzeug, so dass es dann insgesamt klappt.
DS: Wann hast Du mit dem Bau der Verstärker begonnen?
RR: So circa vor vier, fünf Jahren ich weiß es nicht mehr so genau. Im Laufe der Entwicklung des Hyperions haben wir auch gleichzeitig die Verstärker entwickelt, weil wir da die Leistungsreserven einfach brauchten, um die größeren Systeme von uns anzutreiben.
DS: Gibt es irgendwas, was du jetzt grundsätzlich anders machen möchtest, vielleicht irgendeinen einen Klangbereich, wo du sagst, das ist eher das alte Acapella und nicht so meins?
RR: Ich habe die ganzen Produkte ja mitentwickelt und stehe da auch voll hinter: Die Lautsprecher bleiben erstmal bis auf kleine Änderungen, so wie sie sind.
ML: Ich glaube, für die meisten Lautsprecher, die jetzt aktuell im Programm sind, hat Richard die Weichen, die Chassis und die Entwicklung sowieso schon gemacht. Die Grundkonstruktion stammt von Alfred. Die Hornform stammt vom Alfred. Und die ganzen Weichen, Abstimmungen und Feinabstimmungen der letzten Modelle, hat, soweit ich das mitbekommen habe, sowieso schon Richard gemacht. Das heißt, die Lautsprecher der aktuellen Generation, die wir jetzt kennen, tragen schon Richards Handschrift.
RR: Bei einigen Lautsprechern habe ich aber auch die Konstruktion übernommen: Bei der Hyperion war ich federführend. Die habe ich in 3D gezeichnet, durchkonstruiert und komplett von A bis Z durchentwickelt. Die Hornform habe ich natürlich übernommen.
ML: Das Sphäron hast Du überarbeitet, die Cellini hast du überarbeitet, während Du die Hyperion komplett selbst entwickelt hast.
RR: Ja, Einmal durch die ganze Produktpalette.
DS: Ich habe nur die Harlekin 2 gehört und fand, dass sie schon anders klingt, als ich es von den früheren Acapellas kenne. Einfach schneller, mit viel mehr Gewicht auf Transienten. Und das kam meinen Hörgewohnheiten sehr entgegen.
ML: Also die Harlekin 2 hat Richard abgestimmt, die Harlekin 1 Alfred.
RR: Das baut natürlich alles aufeinander auf. Ich breche ja nicht mit allen Grundlagen. Ich kenne die ganzen Schaltungen der Acapellas. Ich konnte sie komplett durcharbeiten und baue ständig auf dem Niveau auf und versuche halt, weiterzukommen.
DS: Also mir fiel eine klare Verbesserung bei Geschwindigkeit, Impulsen und Transienten auf: Da hat sich einiges getan.
ML: Du magst, glaube ich, Lautsprecher, die schön aus dem Grundtonbereich heraus spielen
DS: Ja, aber das ist für mich eigentlich typisch Acapella. Die haben nie zischelig oder Hochton-betont gespielt.
RR: Ich finde, die Musik muss halt auf einer Basis aufbauen. Ich habe besondere Weichenkonstruktionen entwickelt, die eine symmetrische Faltung zwischen den Chassis erlauben und die Phase möglichst wenig drehen. Wir haben Simulationen, die uns da weitergeholfen haben, aber zum Schluss entscheidet immer noch mein Gehör.
DS: Mich überrasch nicht, dass Du lieber über symmetrischen Faltungen zwischen den Schaltungen sprichst. Aber heute interessiert mich mehr, was sich an der Struktur bei Acapella geändert hat. Was passiert im Vertrieb? Und dann gibt es ja auch noch dieses große Hornsystem, das wir auf der High End gesehen haben. Wie hängt das alles zusammen?
ML: Es war während der Entwicklung der Hypersphere, als ich mit Alfred intensiver in Kontakt gekommen bin, und zwar durch meine Vergangenheit im arabischen Raum. Ich habe dann von dem Projekt erfahren, mit dem Alfred sein Lebenswerk krönen und alles, was er an Wissen hat, endlich einmal ohne Kompromisse in einen Lautsprecher stecken möchte. Ich fand das Projekt so toll, dass ich dafür meine Zeit aufgewendet habe und ihn unterstützt habe, weil ich voll hinter dem Projekt stehe. Alfred hat dieses hypersphärische Horn in dieser lustigen Form jetzt ja zu Ende entwickelt und wollte mal einen Lautsprecher bauen, ohne Kompromisse, ohne sich um irgendwelche Vernunftthemen kümmern zu müssen. Mit dem Erscheinen dieses Lautsprechers, der der letzte Lautsprecher sein wird, der das alte Acapella-Logo trägt und unter der Schirmherrschaft vom Alfred entstanden ist, wird die Firma an Richard übergeben, was jetzt hier stattgefunden hat: Richard ist seit 16 Stunden alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer von Acapella und kann aus der zweiten Reihe, aus der er sich ja schon die letzten Jahrzehnte in Acapella eingebracht hat, jetzt endlich in die erste Reihe treten. Acapella wird ein Familienunternehmen bleiben.
Da Richard aber auch nur ein Mensch ist, und ganz vieles entwickelt und gebaut werden muss, freue ich mich, dass ich ihn unterstützen darf und die Kundenkontakte, das Marketing und die Händlerbetreuung für ihn übernehme. Ich kümmere mich um den Neustart mit einem neuen Händlernetz und neuen Vertrauensbeziehungen zu den Händlern, um aus unserem neuen Showroom in Isen durchzustarten, damit Acapella endlich sowohl national als auch international in die Wahrnehmung und Wertschätzung bekommt, die die Produkte verdienen.
DS: Für mich haben die das immer schon. Wie gesagt, ich kenne die Firma seit 1978 oder 1979. Acapella ist eine Legende unter High-End-Fans.
ML: Ja, Acapella ist für, ich sag mal, um Deutschland angesiedelte Experten eine absolute Spitzenfirma. Wenn man aber Leute fragt, die sich einfach nur für Musik interessieren oder für tolle Stereoanlagen, käme kein Mensch aus der Nicht-Audio-Szene auf die Idee, nach einem Acapella-Lautsprecher zu fragen. Und es gibt so viele Leute auf der Welt, die sich einen Acapella-Lautsprecher leisten könnten, die den Platz haben, die das Geld haben und die gar nicht wissen, wie viel Live-Haftigkeit in der Musik sie verpassen. Von daher habe ich zwei Ziele: Das eine ist, die Leute dazu zu bringen, rauszufinden, wie viel Musik bieten kann, wenn man sie zu Hause hört. Das andere, unsere Händler dabei zu unterstützen, dass sie möglichst viele von diesen Menschen erreichen und einfach dieses Live-Gefühl von Musik bekannter machen.
DS: Wie heißt deine Firma?
ML: Sie heißt Unbelievable Audio GmbH. Ich arbeite als Distributor. Das heißt, ich beliefere keine Endkunden, sondern ich übernehme ausschließlich die Betreuung von Händlern und von sehr großen Projekten. Und ich glaube, dass wir gemeinsam mit dem jetzt wachsenden Händlernetz Acapella so breit aufstellen können, dass es die Bekanntheit bekommt, die es verdient.
DS: Kannst Du ganz kurz was zu deinem beruflichen Werdegang sagen?
ML: Ich bin eigentlich IT-ler und bin über die IT und IT-Sicherheit, für die ich immer noch ab und zu tätig bin und einspringe, wenn Not am Mann ist, im Mittleren Osten mit sehr, sehr großen Projekten und mit ganz, ganz viel High-End-Equipment in Verbindung gekommen. Ich habe in den letzten Jahren ungefähr die Hälfte meiner Zeit mit IT verbracht und die andere mit allem, was es so auf dem Markt an High-End-Equipment gibt. Ich habe in den Projekten, in denen ich gewesen bin, dafür gesorgt und mitgeholfen, dass die Komponenten richtig installiert, in Betrieb genommen und ausgerichtet werden. Und dadurch ist mein alter High-End-Virus wieder erwacht.
Durch den Kontakt mit Alfred und dem Hypersphere-Projekt habe ich mich dann entschieden, die nächsten Jahre meines Berufslebens sehr intensiv mit der Familie Rudolf zu verbringen. Es macht einfach Spaß. Wir haben die Leidenschaft für Musik gemeinsam. Der eine kann das besser, der andere jenes. Richard kann sich auf seine Leidenschaft, die Entwicklung, die Musik, die Optimierung von Systemen und die Produktion konzentrieren. Als Maschinenbauer ist er dafür prädestiniert, die physische Produktion, die ja, nicht in China, sondern in Duisburg stattfindet, mit wirklich atemberaubender Qualität hinzubekommen. Ich versuche halt, die Beziehungen zu Händlern, zu Menschen, zu Musikliebhabern zu intensivieren und einfach Musik in die Welt zu kriegen.
DS: Welche Rolle spielt Isen dabei? Werden dort alle Acapella-Lautsprechermodelle zu hören sein?
ML: Leider nicht. In Isen, wie auch im Audioforum, das früher der Referenzraum war, streben wir an, aus jeder Produktreihe mindestens einen Vertreter vorführbereit zu haben. Wir werden die Lautsprecher in Isen durchwechseln. Wir haben dort vier Räume zur Verfügung, in denen wir jeweils ein bis maximal zwei Anlagen aufstellen können. Wir werden, je nachdem, welche Lautsprecher gerade frisch überarbeitet sind oder welche gerade besonders gefragt sind, dann die entsprechenden Modelle nach Isen stellen. Die restlichen Lautsprecher braucht Richard, um sie weiterzuentwickeln. Wir werden durch einen stetigen Austausch der meisten Lautsprecher sicherstellen, dass man alle Lautsprecher einmal in Isen hören kann. Gleichzeitig haben einige Händler Bereitschaft signalisiert, auch Systeme bei sich in den Showrooms aufzubauen und permanent vorzuhalten, so dass man dann in absehbarer Zeit praktisch alle Acapella-Lautsprecher irgendwo hören kann.
DS: Wann wird es dann soweit sein, dass man vier Modelle in Isen hören kann?
ML: Sobald wir von der Messe zurück sind. Wir haben nämlich zwei Lautsprecher dabei und haben auch die Vor-Endstufenkombination aus dem Showroom hierher transportiert. Die Ausstattung, die wir hier auf der Messe haben, kommt aus Isen. Ab nächster Woche werden wir eine Harlekin 2, eine La Campanella, eine High Cellini, einen Hyperion und die Hypersphere in Isen haben. Gemeinsam damit werden die großen Monoblöcke und die großen Vorstufe dort sein, hoffentlich bald ergänzt durch die Stereo-Endstufe, die in Kürze fertig ist, so dass wir fünf Acapella-Modelle ab übernächster Woche, also nach dem 12. Februar vorführbereitet in passenden Räumen haben werden. Die Räume werden jetzt am Anfang noch nicht perfekt sein, weil wir den Umzug in Phasen machen. Man wird schon jetzt sehr schön hören können. Aber der richtige große Umbauschritt, wo dann auch das Design und die Anmutung der Räume zu den Lautsprechern und zu deren Klasse passt, wird im Herbst diesen Jahres stattfinden. Wir schließen nochmal vier Wochen im Herbst, machen den Umbau und dann ist es nicht nur schön zum Anhören, sondern auch wirklich schön zum Ansehen. Wir haben festgestellt, dass vor allen Dingen bei den größeren Systemen die Integration in Wohnräume nicht immer einfach ist und arbeiten deswegen mit einem italienischen Architekturbüro zusammen, das auf Wunsch auch Kunden unterstützt, die Lautsprecher und die Systeme und die ganze Technik so zu integrieren, dass es auch schön anzusehen ist, damit eben dieser Zielkonflikt, will ich jetzt richtig Musik hören oder will ich, dass das das Wohnzimmer schön aussieht, möglichst aufgelöst wird. Und das wollen wir in Isen dann auch zeigen.
DS: Ich denke, wenn ich mir einen Lautsprecher im Preisbereich einer großen Acapella leisten kann, muss er nicht im Wohnzimmer stehen. Dann wird man noch andere Räume dafür haben.
ML: Ja, das ist ganz interessant: Viele unserer Kunden haben sehr große Apartments und viele unserer Kunden möchten mit den Lautsprechern auch wirklich täglich leben. Es gibt Kunden, egal ob jetzt die ganz Reichen oder die nicht so ganz reichen, die gönnen sich ein Musikzimmer, das dann akustisch optimiert wird und auf den Punkt gebracht wird. Aber viel mehr unserer Kunden sind sogar eher bereit, einen kleinen Kompromiss einzugehen, wenn sie dann ihre wunderschönen Lautsprecher auch Freunden und Familien als tägliche Begleiter zeigen können, statt sie irgendwo in einem Kellerraum wegzusperren. Es gibt beide Arten von Kunden. Überraschenderweise, was ich nie gedacht hätte, sind nicht selten die Ehefrauen vom Klang so fasziniert, dass sie sagen, die Lautsprecher sind ja eigentlich doch ganz schön. Wenn man das Umfeld passend gestaltet, dann kann das ja auch ganz nett aussehen. Lass' uns die doch mit ein bisschen neuer Einrichtung kombiniert einfach ins Wohnzimmer stellen.
DS: Wie lange muss man noch warten, bis man die Hypersphere perfekt hören kann?
ML: Jetzt hast Du einen wunden Punkt getroffen. Für einem High-End-Menschen wird es nie den perfekten Klang geben.
DS: Nein, aber im Moment ist der Raum, in dem sie stehen, ja noch ein Provisorium, vor allem von der Anmutung. Und vom Klang ist die Hyperion, wie ich finde, jetzt schon einen Schritt weiter als die Hypersphere. Da plant ihr ja sicher auch nochmal was. Gibt es da einen Zeitrahmen, laut dem ihr sagt, bis dahin soll es mal klappen? Wir können die hier üblichen Verzögerungen wie bei der Elbphilharmonie notfalls einrechnen…
ML: So lang wollen wir nicht warten. Wir haben die Hypersphere jetzt in einem Übergangsquartier stehen. Das wird man in den nächsten zehn Tagen noch ein wenig verschönern und auch akustisch noch ein bisschen überarbeiten. Dadurch bekommen Menschen, die die Hypersphere einfach mal hören möchten, die Gelegenheit, sie zu erleben. Denn das Erlebnis ist atemberaubend, sowohl von der Feinheit als auch von der Kraft, die diese Lautsprechern vereinen. Im Sommer werden wir die Entscheidung treffen, für welche der beiden Baualternativen wir uns entscheiden, um den Hypersphere ihren eigenen Raum zu bauen, wie es auch viele Kunden wohl tun werden.
DS: Ich glaube nicht, dass das viele Kunden tun werden: Es soll doch nur fünf Systeme geben.
ML: Richtig. Aber wir nehmen an, dass die fünf Kunden auch einen Raum für die Hypersphere bauen werden. Das werden wir auch tun. Doch jetzt in der ersten Phase hatte die Einrichtung von Martin Ludwigs HEC Store oberste Priorität. In der zweiten Phase wird Martin seine Kinos bauen, und wir werden das Penthouse oben einrichten. In der dritten Phase bekommt dann die Hypersphere gemeinsam mit ihrem Bass einen eigenen Raum, indem sie dann in voller Schönheit zur Verfügung stehen wird. Das wird vermutlich Anfang nächsten Jahres sein.
DS: Das hört sich sehr engagiert an.
ML: Genau. Aber wenn wir nicht auf den Anfang nächsten Jahres zielen… Nein, es ist tatsächlich so, dass wir in den nächsten Monaten die endgültige Entscheidung treffen wollen, welche der beiden Alternativen wir bauen. Und dann geht's los. Wenn Sie dann so richtig spielt, planen wir auch, Veranstaltungen anzubieten, wo interessierte Leute einfach mal zum Hören kommen können, auch wenn sie die Lautsprecher nicht kaufen werden. Wir finden nämlich, dass die Musik viel stärker Teil des Lebens sein sollte.
DS: Also einfach mal erleben, was geht, auch wenn man es sich nicht leisten kann.
ML: Richtig. Ich persönlich habe fast 35 Jahre davon geträumt, einen Acapella-Lautsprecher zu besitzen, nachdem ich als junger Mensch mit der Urform des Triolon in Berührung gekommen bin. Ich habe, wie gesagt, fast 35 Jahre gebraucht, bis ich mir dann den ersten Acapella-Lautsprecher kaufen konnte. Und ich habe es nie bereut, danach zu streben.
DS: Vielen Dank und viel Erfolg für Euer ambitioniertes Projekt.
Artikel über Hifi-Läden finden sich in hifistatement.net nur ausgesprochen selten, und gar nicht, wenn in ihrem Namen „Home Entertainment“ auftaucht. Aber für die Vielzahl der Studios im insgesamt 1780 Quadratmeter großen Gebäude mache ich gern eine Ausnahme. Ja auch, weil eines davon sehr viel mit meiner eigenen Hifi-Geschichte zu tun hat.
Der HEC Store heißt mit vollem Namen „Home Entertainment Concept Store“ und war seit mehr als 15 Jahren in München beheimatet. Ende des Jahres zog der Inhaber Martin Ludwig mit seinem Team in den rund 5800-Seelen-Ort Isen im Landkreis Erding im Osten Münchens um, wo sie einen repräsentativen Bau mit zwei Etagen bezogen. Hier gibt es nicht nur ungeheuer viel Platz für die 19 Verkaufsräume, zwei große Heimkinos und eine große Lobby, sondern auch eine bestens ausgestattete Küche für's Catering und Parkplätze in Hülle und Fülle. Martin Ludwig stellt seinen langjährigen Partnern, seien es Vertriebe oder Hersteller, jeweils einen Raum zur Verfügung, den sie nach eigenen Vorstellungen mit Geräten ausstatten könnten. Die Kundenberater des HEC-Stores werden dann mit diesen Komponenten vertraut gemacht, um alle Kunden kompetent beraten zu können. Auch spezielle Events der Hersteller und Vertriebe werden vom Team unterstützt.
Wer – wie ich – noch nie die Münchener Geschäftsräume besucht hatte, dürfte in den Studios in Isen erstaunt sein, wie viel Sorgfalt dort auf unauffällige akustische Maßnahmen, Designer-Möbel, möglichst unsichtbare Kabelverlegung und die Wohnraumverträglich der Anlagen gelegt wurde. Martin Ludwig verkauft seinen Kunden keine Hifi-Geräte, sein Ziel ist es vielmehr, intensives musikalisches Erleben mit harmonisch ins heimische Umfeld integrierten Komponenten möglich zu machen. Kein Wunder, dass im HEC-Store beispielsweise auch nach individuellen Wünschen gefertigte Racks zu haben sind. Hier geht es eher um ein Konzept für den Musikgenuss, statt einfach nur um technische Geräte.
Da die offizielle Eröffnung des HEC-Stores heute stattfindet, die Münchener Kollegen während der Woche ihren „richtigen“ Beschäftigungen nachkommen müssen und meine Gattin und ich auf dem Weg zu einer Präsentation in Dänemark sind, waren wir schon am Montagabend in Isen, um uns einen ersten Eindruck des neuen HEC-Stores zu verschaffen und ihn pünktlich zur Einweihung mit Ihnen zu teilen. Vor drei Tagen waren natürlich noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen und auch einige Ausstattungsdetails fehlen noch. In einigen Fällen dürfte das auch bei der Einweihungsparty noch so sein, da, wie Martin Ludwig erzählte, einige Zulieferer ihre Zusagen nicht einhalten konnten. Egal, dass der HEC-Store alles andere ist als eines der üblichen Hifi-Geschäfte und allemal einen Besuch wert, dürften auch die folgenden Bilder vermitteln.
Bliebe noch die Frage zu beantworten, was Home Entertainment mit meiner Hifi-Historie zu tun hat: gar nichts. Die Antwort liegt vielmehr in der dritten Etage des Gebäudes in Isen: Im rund 400 Quadratmeter großen Penthouse präsentiert Unbelievable Audio die Lautsprecher von Acapella. Und die haben mich schon zu Studentenzeit fasziniert. Damals und bis vor kurzem waren sie allerdings im Audioforum in Duisburg zu bestaunen und zu hören, was ich zuletzt vor sieben Jahren mit viel Freude getan habe. Wie Acapella, Isen und Unbelievable Audio zusammenhängen, erfahren Sie morgen an dieser Stelle in einem Interview, das ich nach den Norddeutschen Hifi-Tagen mit Richard Rudolph und Marc Lindike geführt habe.
HEC-Store
Martin Ludwig
84424 Isen, Bürgermeister-Hallwachs-Straße 8.
0178 / 7200273
Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität?
Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung, und zwar der integrierte Digital/Analog-Wandler des Deluxe. Der 400 Euro günstigere BT kommt ohne ihn daher, ist aber mit dem Bluetooth-Empfänger des Deluxe ausgestattet, auf den der noch einmal 100 Euro günstigere HP-10 auch verzichtet. Man mag sich fragen: Wozu ein Bluetooth-Empfänger in einem hochwertigen Kopfhörerverstärker? Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, diesen im Kopfhörerbetrieb zu nutzen. Nur: Der HP-10 ist in allen drei Varianten auch ein Vorverstärker mit symmetrischem XLR- und asymmetrischen Cinch-Ausgängen. Da kann ein Bluetooth-Eingang genau richtig sein, will man beispielsweise anlässlich einer Party mal vom Smartphone etwas über die Anlage zu Gehör bringen. Oder doch per Kopfhörer? Ja, wenn der TV- oder Video-Ton über Bluetooth ausgegeben wird. Dann vermittelt der Deluxe ein enorm detailreiches und vor allem räumlich spektakuläres Klanggeschehen. Dank Bluetooth aptx geschieht dies ohne Zeitverzögerung lippensynchron. Eingänge in Cinch und XLR ermöglichen auch das Durchschleifen des Musiksignals. So kann der HP-10 zum Beispiel hinter einem D/A-Wandler oder einem Phono-Vorverstärker als reiner Kopfhörer-Verstärker angeschlossen sein und das Signal von ihm zu einem Verstärker oder Vorverstärker weitergeleitet werden. Das ist erfreulich praxisgerecht, bedarf aber einer gleichartiger Verbindung: Man kann nicht von XLR auf Cinch oder umgekehrt durchschleifen.

Der HP-10 deluxe ein Kopfhörerverstärker besonderer Art, der sich von sämtlichen Mitbewerbern unterscheidet. Denn die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig und keineswegs Spielerei. Im Benutzerhandbuch – erfreulicherweise auch deutschsprachig – finden sich für sehr viele Kopfhörer Einstell-Empfehlungen. So ist der Benutzer nicht gleich überfordert. Selbstverständlich kann man jeden Kopfhörer auch ohne Nutzung der Optimierungen, also sozusagen den HP-10 pur hören. Es stehen vier Ausgänge zur Verfügung. Dies sind zwei unsymmetrische als 6,3- und 3,5-Millimeter-Klinke, sowie zwei symmetrische als XLR 4-Pin oder 4,4-Millimeter-Pentaconn. Die werden mittels der Fernbedienung oder am 6 mal 4,5 Zentimeter großen Touch-Display ausgewählt. Mehrere Kopfhörer gleichzeitig lassen sich nicht betreiben. Die Bedienung ist ebenso übersichtlich wie intuitiv und erfreulicherweise nicht in tiefen Menüs verschachtelt. Ein längerer Druck auf der Pegelsteller an der Front lässt ihn als Ein/Aus-Schalter agieren. Nach dem Hochfahren des HP-10 zeigt das Display die aktuellen Einstellungen. Durch kurzes Drücken und anschließendes Drehen des Lautstärkestellers erreicht man weitere Fenster wie „Options“ für die Auswahl der Helligkeit des Displays und die Zeitwahl für automatisches Abschalten. Das Fenster „Device Information“ gibt Auskunft über Seriennummer und Firmware, ein weiteres erlaubt den Reset auf die Werkseinstellungen. Zwischen den im Display angebotenen Einstellungen wählt man stets durch Wischen und Antippen, zum Beispiel bei der Wahl des Einganges oder Ausganges. Auch hat man auf der Studio Ebene die Wahl zwischen Stereo, Mono, nur Links, nur Rechts und Stereo seitenverkehrt, was manchmal zu Kontrollzwecken sehr dienlich sein kann. Das alles ist leicht getan, da auch die Fernbedienung eine begrüßenswerte, weil komfortable Alternative ist, da sie sämtliche ebenfalls Funktionen bietet. Die vom Benutzer gewählten Einstellungen der Studio-Ebene – drei sind möglich – lassen sich als Profil abspeichern und individuell benennen. Die Firmware meines Testgerätes war veraltet. Das Update erfolgt über die spezielle Service USB-Schnittstelle vom Windows oder Apple Computer. Dies bekommt man per E-mail aus Florenz umgehend zugeschickt, sobald man auf der Website ein Formular ausgefüllt und abgesendet hat. Alles nicht kompliziert und funktionierte sogar zwischen Weihnachten und Neujahr!

Der HP-10 deluxe kostet eine Stange Geld. Dafür bekommt man schon optisch einen beträchtlichen Gegenwert. Mein HP-10 ist schwarz und macht mit seinem dekorativ gestalteten Gehäuse einen wertvollen Eindruck. Auch die Bedienung über den runden Multi-Funktional-Schalter lässt Solidität spüren. Das Gold-Note-Logo wurde ansprechend integriert: einmal klein aber auffällig als goldene Plakette auf der Front und deutlich größer, aber dezent oben im Gehäuse. Hier erkennt man dann auch gut den mit einem Speer bewaffneten Bläser eines Cornu.
Beim Test habe ich einen Fehler gemacht. Aus purer Neugierde habe ich als erste Aktion den HP-10 deluxe mit dem optional erhältlichen und hier zum Testumfang gehörenden externen Netzteil Gold Note PSU-10 Evo betrieben, um auszuprobieren, was das Duo aus meinem betagten Denon AH-D2000 herausholen kann. Um gleich voll einzusteigen, wählte ich ein Preset eines aktuellen Denon-Kopfhörers aus der Vorschlagsliste. Was ich hörte war weit mehr, als ich jemals mit meinem D2000 im Urlaub oder über den Antelope Zodiac plus erlebt habe: Die gesteigerte Energie, mehr Volumen, schönere Klangfarben, verbesserte Detailstrukturen beeindruckten mich gleich mächtig. Jetzt bekam ich richtig Lust auf die Beschäftigung mit dem Gold-Note-Duo, erlebte dann aber gleich darauf einen Rückschlag, als ich den HP-10 deluxe ohne das externe PSU-10 Evo spielen ließ. Dieser Wechsel ist technisch ganz einfach möglich. Das zum Lieferumfang gehörende achtpolige Verbindungskabel zur Stromversorgung kann angeschlossen bleiben. Es ist übrigens sympathisch lang, so dass das Netzteil nicht direkt neben oder gar auf oder unter dem HP-10 platziert werden muss. Ein wenig Abstand kann mögliche Einstreuungen noch besser verhindern. Im Test standen die beiden einen Zentimeter auseinander auf der Acapella Basis, und es war kein Störsignal zu hören. Wenn beide Geräte eine eigene Leitung ans Stromnetz haben, braucht man nur den harten Netzschalter auf der Rückseite des PSU auf „Aus“ zu stellen. Nach einem Neustart läuft dann der HP-10 mit seiner eigenen Stromversorgung, die bei externer Stromspeisung ungenutzt bleibt. Der Zugewinn durch das PSU-10 Evo ist derart groß, dass ich mich nur wegen meiner Test-Disziplin zwang, ohne dieses zu hören. Das speziell für den HP-10 zur noch saubereren und stabileren Stromversorgung entwickelte PSU-10 Evo kostet 1.200 Euro, bietet dafür aber auch ein ebenso üppiges wie interessantes Innenleben, bei dem die drei Trafos sofort auffallen.

Ich habe in Florenz nachgefragt und erfuhr von Giovanni Rialti: „Die PSU-10 EVO verwendet ein Dual-Choke-Induktivfiltersystem in Kombination mit einer hochwertigen linearen Regelung und isoliert den HP-10 von Störungen, Ripple und Schwankungen aus dem Stromnetz. Das Ergebnis ist ein niedrigeres Grundrauschen und eine bessere Fähigkeit, Mikrodetails und feine musikalische Nuancen hörbar zu machen. Im Inneren befinden sich mehrere getrennte Transformatorwicklungen/Versorgungszweige, die jeweils unterschiedliche Bereiche des HP-10 speisen (analog, digital, Steuerung). Diese Trennung reduziert gegenseitige Beeinflussungen zwischen den Stufen und erhöht die wahrgenommene Dynamik sowie die Natürlichkeit – auch mit anspruchsvollen Kopfhörern. Mit angeschlossener PSU-10 EVO verfügt der HP-10 über eine größere Energiereserve und eine bessere Reaktion auf Transienten. Das führt zu mehr Autorität, Kontrolle und Stabilität, auch bei Kopfhörern mit geringer Empfindlichkeit und komplexen Lasten. Mit PSU-10 EVO bleibt die Leistung des HP-10 sowohl bei niedrigen Lautstärken (Details bleiben erhalten, Hintergrund wirkt „schwärzer“) als auch bei hohen Pegeln (weniger Verzerrung, mehr Kontrolle und keine Hörermüdung) auf höchstem Niveau. Die PSU-10 EVO ist ein integraler Bestandteil des modularen Gold Note Konzepts: sie macht den HP-10 skalierbar und bereit für künftige, noch anspruchsvollere Kopfhörer und gewährleistet stets sein volles Potenzial.“ Äußerlich besitzt das Netzteil das gleiche Gehäuse und die gleichen Proportionen wie der HP-10. Durch die dekorativ gestalteten Kühl-Schlitze schimmern jedoch keine roten LEDs wie beim HP-10. Die in die Front eingelassene LED zur Betriebsanzeige strahlt hier dezent blau statt grün beim Kopfhörerverstärker.

Der HP-10 ist ein durch und durch analog und doppelt mono aufgebauter Clas-A-Verstärker. Allein das Digitalteil ist davon ausgenommen. Dessen einziger Eingang ist ein USB-C, an den ich abwechselnd den Eversolo T8 oder den Antipodes Oladra angeschlossen habe. Diese digitale Sektion erledigt ihr Arbeit musikalisch auf hohem Niveau. Allerdings ist ein hochwertiger externe D/A-Wandler, wenn dieser bereits vorhanden sein sollte, möglicherweise die bessere Wahl. Jedenfalls spielte der HP-10 zusammen mit meine Holo Audio DAC für gut 6000 Euro oder auch mit der Plinius Phonostufe nochmals deutlich besser als mit dem integrierten DAC. Man sollte aber fair bleiben. Von einem integrierten D/A-Wandler für 400 Euro mit einem AKM AK4493 Chip darf man nicht die letzte Perfektion erwarten, und gemessen an seinem Preis, will ich dem integrierten Wandler im Deluxe ein dickes Kompliment machen. Wenn nicht das Bessere des Guten Feind ist, kann man mit ihm sehr gut leben und genüsslich in Musik schwelgen. Die Lautstärke wird analog über ein Festwiderstandsnetzwerk in Ein-Dezibel-Schritten geregelt. Für sehr viele gängige Kopfhörer finden sich Preset-Empfehlungen auf der Website. Dazu zählt auch die Wahl des Verstärkungsfaktors. In der höchsten Stufe kann der HP-10 bis zu zehn Volt bereitstellen. Da sollte ganz sicher auch für Leistungsfresser ausreichen.

Zuerst kombinierte ich den HP-10 allein imit meinem Oladra und dem Holo-D/A-Wandler – zweifach verbunden mit einem PAD Elementa per XLR und einen Wireworld Eclipse per Cinch. Ich hörte mich mit dem Final D7000 auf den HP-10 ein ohne eine der unter „Studio“ angebotenen Optionen zu nutzen. Für die ersten Vergleiche suchte ich die beiden ersten Titel, „Rusalka“ und die „Rheinnixen“, aus Fairy Tales von Regula Mühlemann mit den Chaarts Chamber Artists, weil die wunderschöne Stimme und die vielfältige, feine Instrumentierung dieser gelungenen Sony-Einspielung auch mehrfach hintereinander gehört ein Genuss sind. Pur, ohne eine Option in Studio zu aktivieren, klingt die Musik auffallend klar und sauber, keine Tonlage bevorzugend, präzise, konturenscharf und subjektiv extrem neutral. Das kann schon gefallen, wirkt aber relativ sachlich und auch ein wenig emotionsarm, sobald man das Studio-Profil aus der Vorschlagsliste für den Final 7000 erlebt. Für den werden drei Optionen zugeschaltet. Insgesamt sieht das Angebot wie folgt aus:
Es gibt vier Crossfeed-Alternativen. Hierbei wird das Stereosignal unterschiedlich gegen Mono gemischt, um von der für Kopfhörer typischen im Kopf-Lokalisation losukommen und das Musikgeschehen etwas mehr nach vorn zu holen. Die vier Abstufungen scheinen mir hier sehr gut gewählt, auch wenn sie nicht die Perspektive wie beim Lautsprecher-Hören simulieren können. Dies wird man, so meine Überzeugung, möglicherweise irgendwann mit weiterentwickelter Immersive-Technologie erreichen. Mit Crossfeed, wohl dosiert eingesetzt, wird die Darbietung homogener und stimmiger. Zusätzlich dazu kann man eine von drei verschiedene Harman-Kurven hinzufügen. Dazu schreibt Gold Note: „Die drei Harman-Modi H,M und L sind keine einfachen Klangregler oder grundlegenden Equalizer, sondern ausgefeilte analoge Optimierungen, mit denen sich jeder auf dem Markt erhältliche Kopfhörer feinabstimmen lässt. Basierend auf strengen wissenschaftlichen Untersuchungen zur menschlichen Frequenzwahrnehmung verbessern diese Einstellungen die Klangbalance und die Klangfarbenpräzision, ohne den charakteristischen Klang des Kopfhörers zu verändern.“ In der abgebildeten Grafik, können sie die Wirkung der Kurven auf den Frequenzgang sehen. Die drei Harman-Kurven lassen sich miteinander kombinieren, woraus sich sieben (H, M, L, H+M, H+L, M+L, H+M+L) unterschiedliche Möglichkeiten ergeben. Die Auswahl des Dämpfunsfaktors „Low“ oder „High“ wirkt sich auf das Einschwingverhalten der Treiber aus und darf ebenfalls nach Gusto gewählt werden, wobei der höhere Dämpfungsfaktor die Präzision im Bass steigert und der niedrigere ein etwas wärmeres Klangbild generieren kann. Dann haben wir noch den hoch interessanten „Super Flat Mode“, der einen absolut linearen Frequenzgang in den obersten Tonlagen gewährleisten soll, da er dem üblichen Höhenabfall entgegenwirkt. Weiterhin lässt sich unter „Studio“ die Phase um 180 Grad drehen.

Der Vorschlag für den Final D700 lautet Crossfeed 1, Harman H plus M. Der Dämpfungsfaktor bleibt auf der Grundeinstellung High. Dadurch gewinnt das Klangbild beachtlich an Farbe und Energie. Man muss beim Umschalten jedoch berücksichtigen, dass durch die Veränderungen sich auch die subjektive Lautstärke-Wahrnehmung ändert. Zweifelsfrei verbessern die Feinjustierungen die Musikalität, auch weil Regula Mühlemanns Gesang nun deutlich körperhafter erscheint und ihre Stimme besser fokussiert leicht nach vorn rückt. Schaltet man zurück, kommt einem das Klangbild regelrecht farb- und beinahe leblos vor. Man kann diese Profile jederzeit der gehörten Musik ein wenig anpassen, wie beispielsweise Crossfeed bei übermäßiger links/rechts Stereophonie intensivieren bis es gefällt. Oder was ich immer mal wieder gern zugeschaltet habe, war das Super Flat, weil dann vor allem bei Live-Aufnahmen die Atmosphäre der Location noch besser vermittelt wird. Mit dem hochwertigen Final D7000 gelang dies alles hervorragend und optimierte den Hörgenuss erheblich. Auch wenn die einzelnen Einstellungen für sich allein sehr fein agieren, bewirkt die richtige Kombination dann doch einen erstaunlichen Gewinn an musikalischer Qualität und steigert das Hörvergnügen enorm. Es gibt sicher andere exzellente Kopfhörerverstärker, die, möglicherweise dank Röhren, ein Schwelgen in der Musik erlauben. Der Gold Note HP-10 bleibt schon ohne Zusatznetzteil stets ehrlich und lullt niemals ein, sondern überzeugt durch feinsinnige musikalische Stimmigkeit, die emotional berührt. Wenn ich nun das asymmetrische Kabel des Final D7000 gegen ein gleichartiges symmetrisches tausche, gewinnt die Ordnung noch ein wenig an Exaktheit. Dadurch bekommen Stimme und Instrumente einen Hauch mehr Raum, der Bass tönt sauberer und alles klingt beschwingter. Jetzt schalte ich das PSU-10 EVO dazu erlebe eine sauberere, standfestere Darbietung mit verfeinerter Dynamik und artikulierterem Bass. Auch die hohen Tonlagen klingen eine Spur feiner. Alles erscheint jetzt noch ein wenig lebendiger und authentischer. Dem oben genannten Zitat von Giovanni Rialti schließe ich mich hinsichtlich der Klangvorteile gerne an. Er übertreibt nicht.

Wenn ich meinen Denon AH-D7200 und den Hedd D1 an den Antelope Zodic Plus anschließe, vermitteln die ein sehr unterschiedliches Hörerlebnis. Der Hedd spielt relativ nah, beinahe direkt am Ohr, der Denon deutlich weiter entfernt. Beides ist schön, aber eben anders: Mal gefällt der eine besser, mal der andere. Beim Anfang des ersten Satzes von Mahlers Symphony No.3 mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks macht das jedoch einen gewaltigen Unterschied. Der Denon staffelt erheblich differenzierter im Raum, während der Hedd, etwas überspitzt formuliert, schon fast aufdringlich wirkt. Am Gold Note wird dieser Unterschied bereits ohne jegliche Filter zu Gunsten des Hedd geringer. Durch entsprechende Wahl der Harman Kurven in Verbindung mit Crossfeed 1 verschwindet er beinahe gänzlich, und der D1 spielt frei, unaufdringlich und mit der ihm eigenen Klangfarbenpracht, die besonders bei Einzelinstrumenten oder Gesang geradezu betört.
Die beiden unterschiedlichen analogen Verbindungen vom D/A-Wandler zum HP-10, also XLR und Cinch, klingen unterschiedlich. Das Purist Audio XLR wärmer, das Wireworld in den Mitten vergleichsweise etwas zurückhaltend. Die geeignete Wahl der Harman Kurven gleicht auch dies weitgehend aus und führt zu einer Abstimmung, die meinen Hörvorstellungen perfekt entspricht. Nach diesen Versuchen bin ich überzeugt, dass mit dem HP-10 selbst mit nicht allzu kostspieligen Kopfhörern wie dem D1 und dem AH-D7200 fantastische Klangerlebnisse möglich sind. Da drängt sich der Gedanke auf, ob man nicht zuerst in diesen Gold Note investieren sollte, bevor man einige Tausender für einen noch höherwertigen Kopfhörer ausgibt. Das PSU-10 EVO ist das Tüpfelchen auf dem i, ein deutliches und süchtig machendes. Mit seinen Optimierungsmöglichkeiten ist aber der HP-10 deluxe auch ohne dies bereits ein technisches Werkzeug für musikalischen Hochgenuss.

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Gehört mit
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| Musik-Server/Player | Antipodes Oladra G4 mit Roon Server oder Eversolo T8 |
| Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
| Digital/Analog-wandler | HoloAudio May Ketsuné Edition oder Antelope Zodiac plus |
| Plattenspieler | Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20 |
| Phono-Vorstufe | Plinius Koru |
| Kopfhörer | Denon AH-D2000, Denon AH-D7200, Final DX-6000, Final D-7000, Hedd D1, RHA T20 In-Ear |
| Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver Cinch, Purist Audio Design Elementa Advance XLR, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, MudraAkustik Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum OrangeSicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Levin Design Vinylbürste |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Herstellerangaben
Gold Note HP-10 deluxe
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|---|---|
| Kopfhörerverstärker | Klasse-A Dual/Mono |
| Frequenzgang | 20Hz-20kHz ± 0.3dB |
| THD | 0,015% bei 1kHz |
| Signal-Rausch-Verhältnis | 110dB |
| D/A-Wandler | AKM AK4493 |
| Bluetooth | 5.1 HD aptX |
| Crossfield | einstellbar: Vollspektrum oder Bässe, Mitten, Höhen |
| Analoger Equalizer | Harman Kurven und Superflat |
| Dämpfungsfaktor | einstellbar hoch oder niedrig |
| Phase | einstellbar 0 / 180 Grad |
| Infrarot-Empfänger | für multifunktionale Fernbedienungen |
| Kopfhörer-Ausgänge | 3,5mm Klinke unsymmetrisch; 6,3mm Klinke unsymmetrisch; 4,4mm Klinke symmetrisch; 4-Pin XLR symmetrisch |
| Line-Ausgänge | 1 x unsymmetrisch RCA; 1 x symmetrisch XLR |
| Analog-Eingänge | 1 x unsymmetrisch RCA ( 5Vrms maximal ); 1 x symmetrisch XLR ( 8 Vrms maximal ) |
| Digitaleingänge | USB-C bis zu DSD512, PCM 768kHz, Bluetooth 5.1 HD aptX |
| Kopfhörer-Ausgangsleistung | 10 Watt maximal |
| Netzspannungen | 100-240V, 50/60Hz |
| Leistungsaufnahme | maximal 25W |
| Sicherung | 3,15 AMP T |
| Fernbedienung | inklusive |
| Gehäuseausführungen | schwarz, golden, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche |
| Abmessungen (B/T/H) | 20 x 260 x 80mm |
| Gewicht | 3,5kg |
| Preise | HP-10 deluxe 2.390 Euro, HP-10 BT 1.990 Euro, HP-10 1.890 Euro |
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Herstellerangaben
Gold Note PSU-10 Evo
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|---|---|
| Technisches Merkmal | Vier-Schienen Audio-Netzteil |
| Spannungsregler | zwei ultra-rauscharme Spannungsregler |
| Maximale Schwankung der Ausgangsspannung | 0,05% |
| Leistungs-Rauschunterdrückung | >80dB |
| Reaktionszeit bei voller Leistung | <2,5µsec |
| Netzspannungen | 100-120V / 220-240V mit automatischer Erkennung, 50/60Hz |
| Gehäuseausführungen | schwarz, gold, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche |
| Abmessungen (B/T/H) | 20 x 260 x 80mm |
| Preis | 1.190 Euro |
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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|---|---|
| Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
| Telefon | +49 6123 9258956 |
| info@audiotra.de | |
| Web | www.goldnote.it |
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