Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten.

Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte von hifistatement.net darstellt, sei nur am Rande bemerkt. Das macht das Verfassen dieses Berichts ja nicht schwieriger, das tun aber die von Wilson-Bensch-Chef-Entwickler Craig Milnes zu den vielfältigen Innovationen bereitgestellten Informationen in den drei White Papers. So dankbar ich ansonsten auch für technische Erklärungen bin, die nicht auf der Website zu finden sind: All die Alleinstellungsmerkmale des Plattenspielers in aller Ausführlichkeit zu würdigen, würde sogar den in Sachen Textlänge in einem Online-Magazin recht großzügigen Rahmen sprengen und den Artikel außer für ersthafte Kaufinteressenten – Wie viele mögen das hierzulande wohl sein? – nahezu ungenießbar machen. Es gilt also, bei der Darstellung der vielfältigen Überlegungen und den daraus resultierenden Lösungen die wirklich spannenden herauszufiltern und angemessen darzustellen.

Das Prime Meridian System hat die Studer A80 aus dem Arbeitszimmer verdrängt
Das Prime Meridian System hat die Studer A80 aus dem Arbeitszimmer verdrängt

Nur gut, dass ich Ihnen das im Headshell des im GRAVITON®-Ti-Armwand-Tonarm installierte TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge, das Teil des Prime Meridian Systems ist, bereits vor einiger Zeit vorgestellt habe. Trotzdem ist es schier unmöglich, Wilson Benesch' Ausnahme-Plattenspieler mit einem einzigen Artikel gerecht zu werden. Das Thema wird uns sicher mehr als einmal beschäftigen und im zweiten Teil werden Sie dann Bilder in der gewohnten Studioqualität finden, die allerdings nicht von Helmut Baumgartner, sondern dem Hersteller nach unseren Wünschen erstellt wurden: Der Abbau der 369 Kilogramm schweren Komponente im Hörraum, der Aufbau in unserem Fotostudio und abermalige Abbau zum Abtransport war allen Beteiligten einfach nicht zuzumuten. Den ersten Text zum Thema lockern Fotos auf, die bei der Anlieferung des Prime Meridian System gemacht wurden.

Das Boden-Element des R1 Racks liegt an seinem Bestimmungsort
Das Boden-Element des R1 Racks liegt an seinem Bestimmungsort


Je länger ich mich mit den Komponenten des Systems sowie den technischen Ausführungen in den White Papers beschäftigte und je öfter ich mit Craig Milnes sprach, desto stärker verfestigte sich bei mir der Eindruck, dass wahrscheinlich bei keinem anderen Plattenspieler so viele vermeintliche Gewissheiten in Frage gestellt und neu bewertet wurden wie beim Prime Meridan System. Nur ein Beispiel: Wer das GMT® One System in seiner ganzen Pracht und Größe schon einmal auf einer Messe oder auch nur auf guten Abbildungen gesehen hat, dürfte über Craig Milnes Antwort auf meine Frage, was denn für die ungeheuer hohe Auflösung und Detailfreudigkeit des System verantwortlich sei, genauso überrascht sein wie ich: „Das Tonarmkabel.“ Was es damit auf sich hat, werde ich später erklären…

Die Spikes des R1 ruhen auf drei Kugel. Die Lagerung des Tonarms funktioniert ähnlich
Die Spikes des R1 ruhen auf drei Kugel. Die Lagerung des Tonarms funktioniert ähnlich

Erst einmal möchte ich darstellen, welche Komponenten zum Prime Meridian System in meinem Hörraum gehörten und worin der Unterschied zum GMT® One System besteht. Bei mir spielten:

  • OMEGA Drive: der Antrieb des Laufwerks
  • ALPHA Drive: die Laufwerkselektronik
  • FrACTal Damping System: Dämpfungssystem für Motor und Tonarm
  • GRAVITON®Ti Armwand: der Tonarm
  • TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge: der Tonabnehmer
  • PIEZO VTA System: die Tonarm-Höhenverstellung
  • WB GMT® Control APP: die App zur Steuerung des Laufwerks und der Tonarm-Höhenverstellung
  • R1 Rack System: selbsterklärend

Ein Spike mit den drei Lagerkugeln
Ein Spike mit den drei Lagerkugeln

Dank der kleinen Liste kennen Sie nicht nur die beteiligten Komponenten, sondern auch die Wilson-Benesch-Terminologie und ihre Schreibweise. Der Sales and Marketing Director Luke Milnes schrieb in einer E-Mail: „Der grundlegende Unterschied zwischen dem GMT® One System und dem Prime Meridian System besteht in der Verwendung eines pneumatischen, mikroprozessorgesteuerten Isolationssystems im GMT® One, das selbstnivellierend ist, während wir im Prime Meridian das FrACTal-Dämpfungssystem einsetzen. … Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass Besitzer eines Prime Meridian auf das GMT® One System aufrüsten können, indem sie das FrACTal-System auf das LeVeL-System aufrüsten, indem sie vier pneumatisch angetriebene Kontaktpunkte und einen Luftkompressor hinzufügen.“


Die untere Ebene wird mit einer sehr präzisen Wasserwaage zur Einrichtung von Wellen justiert
Die untere Ebene wird mit einer sehr präzisen Wasserwaage zur Einrichtung von Wellen justiert

Erlauben Sie mir ein längeres Zitat aus dem White Paper, um einmal Wilson Benesch' wissenschaftliche Herangehensweise an technische Herausforderung bei der Konstruktion eines Teils eines Plattenspielers zu dokumentieren: „Das Hauptziel des FrACTal-Chassis ist es, eine konsistente und unveränderliche geometrische Beziehung zwischen dem Tonarm und der Mitte des Motors herzustellen. Um dies zu erreichen, ist ein maschinell bearbeitetes Bauteil erforderlich, das eine äußere Form mit unveränderlicher Präzision bietet. Aufgrund seiner Größe ist eine solche Struktur jedoch anfällig für Anregungen. Um diesem Problem zu begegnen, wurde ein zweiteiliges Design entwickelt. Jede Seite der Konstruktion wird aus einem einzigen Stück gefertigt und in einem einzigen Arbeitsgang bearbeitet, wodurch eine außergewöhnlich hohe Präzision mit Toleranzen von weniger als 0,01 Millimeter gewährleistet ist. Diese kritische Geometrie lässt keine Einstellmöglichkeiten zu, da die geometrische Genauigkeit nach der festen Verschraubung der Tonarmbasis unveränderlich ist. …

Craig Milnes bereitet die Verbindungsstücke vor, die sich zwischen den Elementen des Racks befinden
Craig Milnes bereitet die Verbindungsstücke vor, die sich zwischen den Elementen des Racks befinden

Die geometrischen Überlegungen sind entscheidend, aber die daraus resultierende Struktur wurde entwickelt, um jegliche Energie aus der Umgebung zu absorbieren. Durch innovative fraktale42-Techniken verhindert das FrACTal-Chassis wirksam das Auftreten von Resonanzartefakten, indem es die Energieabsorptionseigenschaften nachahmt, die in den Fraktalen der Natur zu finden sind. Der Erfolg dieses Designs wurde durch unabhängige Messungen an der Sheffield Hallam University unter Verwendung von Laser-Vibrometrie bestätigt. Das FrACTal Chassis, das aus 18 verschiedenen Materialien besteht, stellt eine bedeutende Entwicklung dar. Wilson Benesch arbeitete eng mit Glass Technology Services (GTS) in Chesterfield zusammen …

Das erste Rack-Element wurde auf das Boden-Element aufgesetzt
Das erste Rack-Element wurde auf das Boden-Element aufgesetzt


Das Unternehmen ist das führende Zentrum für Glaswissenschaft und -forschung in Großbritannien. In Zusammenarbeit mit Dr. Katrina Skerratt-Love, Andrew Broadhurst und Martyn Marshall von GTS wurde ein bahnbrechendes Dämpfungssystem entwickelt. Dieses innovative System birgt großes Potenzial für verschiedene Anwendungen in zukünftigen Produktentwicklungen von Wilson Benesch. … Dieses Design umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien und nutzt die Prinzipien der Fraktalwissenschaft, um eine breitbandige Dämpfung zu erzielen. Die sorgfältige Anordnung der Materialien und die spezifische Geometrie innerhalb des zweiteiligen Designs werden durch in das Chassis eingearbeitete Taschen ermöglicht, in denen die Dämpfungsmaterialien untergebracht sind. Die ersten Ergebnisse, die unten aufgeführt sind, zeigen deutlich die Wirksamkeit dieses Designs. Diese Ergebnisse unterstreichen den bedeutenden Einfluss des FrACTal-Chassis auf die Erzielung überlegener Dämpfungseigenschaften in einem System, das keine Anpassung erfordert und auf unbestimmte Zeit wirksam bleibt. … Das Hauptziel bei der Entwicklung des FrACTal-Chassis ist es, jede potenzielle Anregung des massiven Metallchassis durch Luftschwingungen zu eliminieren.“ Diesen Ausführungen fügt Wilson Benesch noch eine Reihe von Beispielen für fraktale Geometrien zur Energieableitung in der Natur an, von den hier nur eines genannt sein soll: Die fraktale Geometrie einer Küste wandle die Energie der Wellen in Wärme und Schall um: eine effektive Art der Energieableitung.

Im zweiten Rack-Element befindet sich schon der ALPHA Drive. Auf dem Rack steht die Vorrichtung zu Aufnahme der Einheit mit Motor und Tonarm
Im zweiten Rack-Element befindet sich schon der ALPHA Drive. Auf dem Rack steht die Vorrichtung zu Aufnahme der Einheit mit Motor und Tonarm

Es sollte deutlich geworden sein, mit welcher Intensität sich Wilson Benesch einer einzigen Baugruppe widmet, und auch, dass es an dieser Stelle unmöglich ist, alle Forschungen in dieser Breite vorzustellen – so spannend es in einigen Bereichen auch wäre. Mindestens ebenso interessant dürfte aber sein zu erklären, wie eine Firma von der Größe Wilson Benesch' die ihren Produkten zugrunde liegenden Forschung finanziert. Als Beispiel soll hier der OMEGA Drive Motor des GMT® One Systems dienen: 2019 gründete man das GMT-Konsortium, um mit einem Team mit Dr. Faris Al Naemi, Dr. Jon Travis und Professor Cockerham von der Sheffield Hallam University sowie CAAS Audio den OMEGA Motor Drive zu entwickeln und zwar mit Hilfe der Förderung durch 326.000 Pfund öffentlicher Mittel von Innovate UK. Mir ist nicht bekannt, dass es hierzulande möglich ist, staatliche Fördermittel für die Realisierung von Hifi- oder High-End-Projekten zu bekommen, wohl aber, dass es Wilson Benesch schon bei der Firmengründung gelungen ist, öffentliche Gelder in Anspruch zu nehmen. Das dürfte daran liegen, dass es sich bei den von Wilson Benesch geplanten Entwicklungen nicht um Varianten von Bekanntem, sondern um wegweisende Innovationen handelt.

Die Spulen des Linearmotors
Die Spulen des Linearmotors

Doch zurück zum OMEGA Drive: Nach mehreren Versuchen mit anderen Antriebsvarianten entschied man sich bei Wilson Benesch, einen Linearmotor mit 21 Spulen im Stator und Neodymium-Eisen-Bor-Magneten im Rotor zu verwenden. Zur Herstellung der Spulen investierte Wilson Benesch in Spulenwickelmaschinen und stellte einen Hochschulabsolventen ein, der sich ausschließlich dieser Aufgabe widmet. Der OMEGA Motor Drive, ein schlitzloser Synchronmotor, soll eine verschwindend geringe Drehmomentwelligkeit haben und eine hohe Drehzahlstabilität erzielen. Nach der Formel „Kraft x Durchmesser = Drehmoment“ lässt sich das gewünschte hohe Drehmoment durch eine große Kraft oder einen großen Durchmesser des Motors erreichen. Wilson Benesch wählte einen großen Durchmesser: Mit 456 Millimetern ist der OMEGA Drive Motor der größte, der je als Direktantrieb in einem Plattenspieler eingesetzt wurde. Der außergewöhnlich große Durchmesser garantiert ein hohes Drehmoment bei relativ geringer elektromagnetischer Kraft: Das Ergebnis ist eine geringere Drehmomentwelligkeit.


Die Aufnahme für den Tonarm und seine Höhenverstellung und ein Teil des motorisch bewegten Tonarmlifts
Die Aufnahme für den Tonarm und seine Höhenverstellung und ein Teil des motorisch bewegten Tonarmlifts

Der Plattenteller des OMEGA Drive besteht aus Acryl, da dessen akustische Impedanz der von Vinyl ähnelt und so die beim Abtastvorgang der Nadel in der Rille erzeugte Energie gut abgeleitet werden kann, was im White Paper auch mit der Masse einer 180-Gramm-LP und der des Plattentellers begründet wird – aber das würde an dieser Stelle zu weit führen. Das Lager des OMAGA Drive, das Wilson Benesch als Ångström Lager bezeichnet und das von Professor Cockram von der Sheffield Hallam University entwickelt wurde, ist ein Drucklager der Klasse 1 und damit ein relativ einfacher Lagertyp, bei dem sich Belastung, Oberflächengeschwindigkeit, Spiel, Schmierstoffviskosität und Temperatur jedoch direkt auf den Widerstand und Geräuschpegel des Lagers auswirken. Im White Paper wird angemerkt, dass die Bearbeitung von Phosphorbronze mit den neuesten CNC-Maschinen mit präzisen Toleranzen dennoch nur nach jahrelanger Erfahrung möglich sei.

Ein Element der Höhenverstellung
Ein Element der Höhenverstellung

Shaun Wild, der Maschinenwerkstattleiter bei Wilson Benesch bearbeite solche Lager seit über drei Jahrzehnten. Nach der Bearbeitung werde die Oberfläche der Buchse mit einem Taststift gemessen, der eine Karte der mikroskopisch kleinen Vertiefungen und Erhebungen auf der Oberfläche der Phosphorbronze erstelle. Die in die Phosphorbronze eingearbeiteten Täler und Berge müssten enge Toleranzen einhalten, damit die Moleküle des synthetischen Öls die Buchse und die Achse jederzeit vollständig voneinander trennten. Die Achse des Lagers bestehe aus Wolframkarbid. Sie müsse ohne Durchbiegung auf einen sehr kleinen Durchmesser geschliffen werden, um eine möglichst geringe Oberflächengeschwindigkeit zu erreichen. Je höher die Oberflächengeschwindigkeit sei, um so höher sei das Geräusch, das die Ölmoleküle verursachten. Der Durchmesser der Achse bestimme auch die Spezifikationen der Phosphorbronze-Buchse und die Viskosität des verwendeten Lageröls.

Das EcoGrip-Hydraulikfutter garantiert, dass das die Tonarmaufnahme in jeder Position fest mit dem Chassis verbunden ist
Das EcoGrip-Hydraulikfutter garantiert, dass das die Tonarmaufnahme in jeder Position fest mit dem Chassis verbunden ist


Um den Druck der Achse, die die Masse der bewegten Teile trägt, auf den Lagerpunkt zu verringern, entwickelte die Sheffield Hallam University unter der Federführung von Dr. Faris Al-Naemi ein magnetisches Gegenkraftdesign mit zwei leistungsstarken N30H-Neodymium-Eisen-Bor-Magneten. Dadurch wird einerseits der Verschleiß des Lagers minimiert, andererseits reicht die Kraft aber weiterhin für eine effiziente Energieübertragung vom Plattenteller auf das FrACTal-Motor-Chassis aus.

Der OMEGA Drive Motor wird vom ALPHA Drive angesteuert, den Dr. Carl Broomfield and Neil Broomfield von CAAS Audio parallel dazu entwickelten. Aus den oben genannten Gründen braucht er nur ein geringes Drehmoment zu liefern. Um während der Startphase den erheblichen Luftspalt zwischen Stator und Rotor im OMEGA-Antrieb zu überwinden, stellt ein integrierter Mikroprozessor einen speziellen Startalgorithmus bereit. Danach beschleunigt der Alpha Drive den Motor bis zur Synchronität. Die Drehzahl hält dann ein weiterer Mikroprozessor in der Ansteuerungselektronik konstant. Diese generiert auf der Zeitbasis des integrierten 11,2896-Megahertz-Quarzkristalls drei reine Sinuswellen, die von drei diskret aufgebauten, linearen Class-A-Verstärkern aufbereitet werden: Danach stehen drei verzerrungsarme, hochwertige Sinuswellen mit jeweils 1,2 Ampere zur Verfügung: je eine für die Ansteuerung von sieben der insgesamt 21 Spulen. Zusammen mit der großen Trägheit des Plattentellers durch die außen eingesteckten Gewichte aus Edelstahl garantiert der Synchron-Motor die extrem hohe Drehzahlkonstanz des OMEGA Drive.

Der Acryl-Teller hier noch ohne die Stahlgewichte
Der Acryl-Teller hier noch ohne die Stahlgewichte

Auch wenn schon vor 18 Jahren der Continuum Caliburn mit Cobra und Castellon und vor zwölf Jahren der Techdas Air Force One mit dem Graham-Phantom-Elite-Tonarm und dem Techdas-TDCO1-Ti-Abtaster, denen schon damals ein sechsstelliges Preisschild anhaftete, bei mir im Hörraum zu Gast waren, bin ich mir ziemlich sicher, dass bei keinem anderen Laufwerk so viele technische Lösungen hinterfragt und oft neu bewertet wurden wie bei der Kombination von OMEGA Drive Motor und der Ansteuerungselektronik ALPHA Drive.

Der Teller mit den Gewichten in seiner endgültigen Position
Der Teller mit den Gewichten in seiner endgültigen Position


Beim Continuum und anderen nicht ganz so kostspieligen Plattenspielern hat es sich als großer Vorteil herausgestellt, wenn der Hersteller auch das passende Rack als Teil des Systems versteht und seine Resonanzableitung und -dämpfung in die Konstruktion des Plattenspielers mit einbezieht. Das hat natürlich auch Wilson Benesch getan: Das Gehäuse mit der Laufwerkssteuerung residiert im oberen der beiden Elemente des im Jahr 2015 entwickelten R1 Racks, die Laufwerkseinheit steht darauf. Das Rack ist eine modulare Konstruktion, die speziell mit Blick auf das GMT® One System konzipiert wurde. Laut Wilson Benesch ist das R1 das erste Rack in dem hochkomprimierte Kohlefaser zum Einsatz komme und das über Querstreben verfüge, die weniger als 130 Gramm wögen und dennoch eine Tragfähigkeit von einer Tonne böten. Das R1-Rack sei die kürzeste und direkteste strukturelle Verbindung zwischen der Stellfläche und dem GMT®. One System. Mit dieser Fülle an technischen Informationen möchte ich es hier erst einmal bewenden lassen. Im zweiten Teil geht es dann um den GRAVITON®Ti Armwand und das dazugehörige PIEZO VTA System zu seiner Höhenverstellung, die über die WB GMT® Control APP per Smart Phone möglich ist, so wie noch einmal kurz um das TESSELLATE Ti-S Sapphire Cartridge – vor allem aber um den Klang des Prime Meridian Systems.

Der Arm mit dem bereits justierten Tonabnehmer wird aufgesetzt
Der Arm mit dem bereits justierten Tonabnehmer wird aufgesetzt

Wenn man sich zwei oder mehr GRAVITON®Ti Armwands leisten kann, ist der Vergleich voreingestellter Tonabnehmer eine Sache von Minuten
Wenn man sich zwei oder mehr GRAVITON®Ti Armwands leisten kann, ist der Vergleich voreingestellter Tonabnehmer eine Sache von Minuten

Craig Milnes justiert die Höhe des Arms
Craig Milnes justiert die Höhe des Arms

Das Prime Meridian System ist spielbereit
Das Prime Meridian System ist spielbereit

Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
Anschrift Johann-Georg-Halske-Str.11
41352 Korschenbroich
Telefon 02161/61783-0
Web www.iad-audio.de
E-Mail hifi@iad-gmbh.de

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  • Social Introtext Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten.
Montag, 23 Februar 2026 00:24

New@ATR: Sumiko Oriole

Mit dem Oriole schließt Sumiko innerhalb seiner Moving-Coil-Palette gezielt die Lücke zwischen den Reference-Series-Abtastern Songbird und Starling. Konstruktiv und klanglich übernimmt der Low-Output-MC-Tonabnehmer zentrale Merkmale der größeren Modelle und führt sie in einem ausgewogenen, praxisnahen Gesamtentwurf zusammen.

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Das Oriole hat klanglich ausgewogenen, raffinierten und ermüdungsfreien Charakter, für den Sumiko weltweit bekannt ist. Dank eines Niederimpedanzgenerators und einer Nude-Shibata-Line-Contact-Nadel ist das Oriole ein echtes Upgrade vom Songbird und kommt schon fast an die Leistung des beliebten Starling ran. Es bietet eine perfekte Abtastung und Detailtreue, eine mitreißende Dynamik, schnelle Ansprechzeiten und eine tolle Auflösung. Das Oriole ist zutiefst musikalisch und lässt sich endlos hören. Es besticht durch seinen ganz und gar analogen Klangcharakter. Es gibt Musikmaterial in natürlicher Balance mit der umgebenden Atmosphäre wieder und sorgt so für eine kohärente, aufschlussreiche und immersive Klangwiedergabe. Es läuft absolut lautlos in der Rille, lässt die Musik vor einem tiefschwarzen Hintergrund aufblühen und lädt ein, in die intimsten Räume einer präzise wiedergegebenen Klangbühne einzutauchen

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Das Oriole wird aus den besten Materialien Japans und von den besten Handwerkern bei Excel Sound in Yokohama gemacht – eine Beziehung, auf die Sumiko seit fast vier Jahrzehnten stolz sind. Der Tonabnehmer geht super ausgewogen mit den Details um und vermeidet dabei, zu analytisch zu sein. Der einteilige Diamant reduziert die bewegliche Masse für eine bessere Klangtreue und folgt exakt den feinen Modulationen der Rille. Der mit einer Legierung verstärkte hohle Aluminium-Ausleger ist sehr stabil und trotzdem leicht. Er reagiert schnell und präzise, um die feinsten Bewegungen der Nadel an die Moving-Coil-Baugruppe weiterzugeben.

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Individuell gewickelte Kreuzspulen sollen eine saubere und ausgewogene Signalübertragung gewährleisten. Sie entstehen in einem Prozess, der höchste Geduld und Präzision von einem erfahrenen Techniker erfordert. Die Spulen werden mit speziell ausgewähltem, hochreinem Kupfer gewickelt, das Signale mit minimalen Verlusten und Verzerrungen überträgt und so zum satten Klangcharakter beiträgt. Weniger Spulenwindungen aus niederohmigem Kupfer reduzieren die bewegte Masse, verkürzen den Signalweg und senken die interne Impedanz drastisch. Daraus resultieren eine schnellerer REaktion, eine bessere Auflösung, mehr Details und Dynamik. Für den Dämpfer verwendet Sumiko eine spezielle synthetische Gummimischung, um Resonanzen zu kontrollieren, Verzerrungen zu minimieren und eine erstklassige Spurführung zu ermöglichen.

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Der Alnico-Magnet bildet mit dem Joch und Pol aus reinem Eisen einen hoch effizienten Magnetkreis. Die reinen Materialien werden fachmännisch ausgerichtet, um Verzerrungen und Verluste zu minimieren und gleichzeitig eine geringe magnetische Sättigung und eine effiziente Energieaufnahme zu erreichen.

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Bei der Entwicklung der offenen Tonabnehmer der Reference-Serie war die Resonanzkontrolle ein wichtiger Punkt. Erstens reduziert das offene Gehäuse selbst das Risiko von resonanzbedingten Verzerrungen und Verfärbungen, die durch herkömmliche Tonabnehmergehäuse entstehen können. Um interne Resonanzen weiter zu reduzieren, sind die einzelnen Komponenten des Magnetkreises mechanisch gedämpft. Für die Anschluss- und Montageplatten verwende Sumiko ein hochentwickeltes Material namens PEEK. Dieses Material wird aufgrund seiner extrem hohen mechanischen Stabilität, Steifigkeit und Langlebigkeit typischerweise in anspruchsvollen Anwendungen wie der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt. Es bildet eine äußerst stabile Basis für den Generator. Die PEEKMontageplatte ist mit einem strategisch geformten Anschluss mit dem Kopfblock verbunden, durch den verbleibende Resonanzen über den Tonarm abgeleitet werden, wo sie harmlos dissipiert werden können.

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Jeder Oriole-Tonabnehmer wird mit größter Sorgfalt und Präzision von Hand montiert. Die Komponenten werden unter dem Mikroskop geprüft, um Qualität und Genauigkeit sicherzustellen. Alle Tonabnehmer werden auf elektrische Balance, Abtastfähigkeit und Leistung gemäß den Spezifikationen getestet.

Herstellerangaben
Sumiko Oriole
  • Typ: Moving Coil mit niedriger Ausgangsspannung
  • Serie: Reference Series
  • Nadel: Echter Diamant
  • Nadelschliff: Nude Shibata (6,5μm x 40μm)
  • Nadelträger: Hohl, verstärktes Aluminium (Ø 0,5mm)
  • Magnet: Alnico
  • Joche/Pol: Reines Eisen
  • Spulendraht: Hochreines Kupfer
  • Interne Impedanz: 5,5Ω bei 1 kHz
  • Lastimpedanz: >60Ω
  • Frequenzgang: 12Hz - 45kHz
  • Ausgangsspannung: 0,3mV bei 3,54cm/s bei 1kHz
  • Kanalseparation: 30dB bei 1kHz
  • Kanalbalance: 0,5dB bei 1kHz
  • Nadelnachgiebigkeit: 12 x 10-6cm/Dyne bei100Hz
  • Auflagekraftbereich: 1,8-2,2g, empfohlen 2,0g
  • Abtastfähigkeit: 70μm bei 315Hz und 2g Auflagekraft
  • Gleichstromwiderstand: 5,5Ω
  • Interne Induktivität: 11μH
  • Vertikaler Abtastwinkel: 20°
  • Tonabnehmermasse: 7,3g
  • Preis: 1.700 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/26-02-23_atr

Die Audio Group Denmark, unter deren Dach die Firmen Ansuz, Aavik, Børresen und Axxess vereint sind, hatte kürzlich internationale Vertriebe, Händler und Journalisten unter dem obigen Motto nach Aalborg eingeladen, um dort im Musikkens Hus das Topmodell unter den Endstufen, die M-880, und den Flaggschiff-Lautsprecher M8 Gold Signature vorzustellen.

Am frühen Nachmittag betraten Lars Kristensen und Michael Børresen die Bühne des unteren Konzertsaales, der bei voller Bestuhlung rund 250 Zuhörern Platz bietet. In der Mitte des Podiums stand ein Rack mit Aaviks Streamer/Wandler-Kombination SD-880, der Vorstufe C-880, dem Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature, der PowerBox D-TC Gold Signature und dem Stromverteiler Mainz8, ebenfalls aus der höchsten Güteklasse. Der Aufbau wurde auf jeder Seite von zwei halbhohen und jeweils ganz außen von einer übermannshohen blau verhüllten Skulptur flankiert. Nach einer Begrüßung und einer kurzen Einleitung vor auf die Rückwand des Saales projizierten thematisch passenden Bildern begannen Lars Kristensen und Michael Børresen unterstützt von Promotion-Manager Frits Dalmose die Komponenten zu enthüllen: Die beiden M8 Gold Signature und vier M-880 wurden sichtbar. Michael Børresen gab kurze Erläuterungen zur Technik der M8: Die beiden eisenfreien Børresen IronFree5-Gold-Signature-Fünf-Zoll-Treiber und der RP94-Gold-Signature Ribbon-Planar-Tweeter im Tief/Mittel/Hochton-Modul sind Weiterentwicklungen der aus der M-Serie bekannten Chassis und werden von der passiven Weiche in neuer Konfiguration bei 2400 Hertz getrennt. Später erfuhren wir dann, dass die neuen Gold-Signature-Chassis auch in den übrigen Modellen der M-Serie erhältlich sein werden und bei bereits erworbenen M-Schallwandlern gegen die bisherigen Varianten ausgetauscht werden können.

Das Musikkens Hus in Aalborg
Das Musikkens Hus in Aalborg

Doch zurück zu den M8 Gold Signature: Über und unter dem Tief/Mittel/Hochton-Modul befindet sich je ein gefaltetes Dipol-Bass-Modul, das wie das erst vor kurzem offiziell vorgestellte Børresen Bass Modul, das BM3, mit Acht-Zoll-Treibern bestückt ist. Beim BM3 sind das vier Stück, beim jedem der beiden Bass Module der M8 sechs Chassis. Hier kommen die IronFree8-Gold-Signature-Tieftöner zum Einsatz, deren Sandwich-Mebranen aus zwei Kohlefaserschichten bestehen, in deren Mitte sich eine Aramid-Wabenstruktur befindet. Da ein Dipol eine Abstrahlcharakteristik in Form einer Acht hat, hat der Raum seitlich der Module so gut wie keinen Einfluss auf den Klang. Leider nannte weder Michael Børresen noch die Produktinformation die Frequenz, bis zu der die Dipol-Bässe aktiv sind. Das dürfte daran liegen, dass diese nicht durch eine zur M8 Gold Signature gehörenden Frequenzweiche definiert wird, sondern in diesem Fall wie von der Audio Group Denmark empfohlen von der in die Vorstufe C-880 integrierten aktiven Frequenzweiche. Durch die Wahl der Übernahmefrequenz ist es möglich, Probleme der Raumakustik zu kompensieren. Aus dem Einsatz einer aktiven Weiche in der Vorstufe folgt auch, dass für den Betrieb der M8 vier Endstufen benötigt werden.

Der Blick ins Foyer
Der Blick ins Foyer


Damit wären wir bei der M-880, Aaviks erster Monoendstufe. Für das Design der schmalen, recht tiefen und hoch aufragenden Gehäuse zeichnet hauptsächlich Flemming Eric Rasmussen, der Gründer von Gryphon Audio verantwortlich. Wie schon bei der P-880 kommt auch hier wieder ein Materialmix aus Titan, Edelstahl, einem Laminat auf Holzbasis und Kupfer zum Einsatz. Selbstverständlich stehen die M-880 – wie auch die M8 Gold Signature – auf den besten Darks, den Z3w. Die Schaltung stammt erwartungsgemäß von Michael Børresen: Wie die P-880 arbeiten auch die M-880 im Class-A-Betrieb, wobei es dem Entwickler aber darum geht, dass die Ausgangstransistoren jederzeit offen sind, also nicht schalten. Eine hohe Leistungsaufnahme mit entsprechender Wärmeabgabe wie bei klassischen Class-A-Schaltungen gibt es bei den Aavik-Monos also nicht. Mehr zu Michael Børresens Schaltung finden sie am Ende des ersten Teils des Interviews, das er hifistatement.net beim Test des P-880 gab. So tief stieg der Entwickler bei der Präsentation der 400 Watt an acht und 800 Watt an vier Ohm leistenden M-880 nicht ein, was sicherlich im Sinne der Zuhörer gewesen sein dürfte.

So sah die Bühne beim Eintreffen der Gäste aus
So sah die Bühne beim Eintreffen der Gäste aus

Lars Kristensen überraschte alle, die seine Vorführungen von Messen kennen, mit einem überaus gefälligen Musikprogramm in gehobener, aber nicht zu hoher Lautstärke ohne die sonst üblichen brutalen elektronischen Beats. Das lag aber keinesfalls daran, dass die M8 Gold Signature den kleinen, für die Beschallung mit einem High-End-Schallwandler jedoch eigentlich viel zu voluminösen Konzertsaal nicht auch mit ohrenbetäubendem Pegel hätten fluten können: Nein, die M8 Gold Signature spielten jederzeit völlig unangestrengt, tonal stimmig und dabei sehr involvierend und rhythmisch packend. Treue hifistatement-Leser dürften wissen, dass Pop-Songs mit weiblichem Gesang nicht gerade zu dem von mir bevorzugten Repertoire zählen. Das ist bei Lars Kristensen ganz anders – und ich muss zugeben, dass ich Dank der M8 Gold Signature seiner Auswahl auch durchaus etwas abgewinnen konnte.

Lars Kristensen und Michael Børresen betreten die Bühne
Lars Kristensen und Michael Børresen betreten die Bühne

Noch überzeugender wurde es, als er sich der Musik aus der Jugendzeit der meisten Anwesenden zuwandte: Beatles und Doors fanden mehrheitlich Anklang. Mich hat die Bass-Linie zu Beginn von „Riders On The Storm“ mit ihrer rhythmischen Präzision und kraftvollen Intensität nachhaltig beeindruckt. So gut wie über diese Kette habe ich den Song bisher nie gehört – und dieses Erlebnis war so präsent, dass ich Tage später im eigenen Hörraum die verschiedenen Mastering-Varianten bei Qobuz durchgehört habe, ohne dass eine davon über meine Anlage auch nur annähernd so faszinierend klang wie im Musikkens Hus. Weiter ging's dann nach einem Dinner im oberen Foyer mit Blick über das Wasser mit mehr Musik, aber diesmal nicht von der Konserve: Das Symphonieorchester Aalborg unter der Leitung von Joshua Weilerstein spielte im großen Konzertsaal Alexander vom Zemlinskys Die Seejungfrau und Brahms Symphonie Nr. 2. Eine rundum gelungene Präsentation.


Lars Kristensen enthüllt die erste M8 Gold Signature
Lars Kristensen enthüllt die erste M8 Gold Signature

Am nächsten Morgen stand dann ein Besuch im Firmengebäude der Audio Group Denmark auf dem Programm. Dort hatte ich Gelegenheit für ein kurzes Interview mit Michael Børresen, in dem es aber nicht um die beiden innovativen Produkte ging, sondern um technische Details der T5, die seit dem Herbst des letzten Jahres in meinem Hörraum steht. Danach zeigte mit der Entwickler noch verschiedene Muster der Membranen der M8 Gold Signature, ein Leergehäuse, einzelne Chassis und sein aktuelles Projekt: einen Plattenspieler mit Tonarm und System, von denen wir aber keine Fotos veröffentlichen dürfen, da die Premiere für die High End in Wien geplant ist. Bei Arm und System greift Michael Børresen auf bewährte Produkte anerkannter Hersteller zurück, die er aber an entscheidenden Stellen nach seinen Vorstellungen modifiziert. Das Laufwerk wird über ein horizontales Luftlager verfügen und lateral in einer speziell geformten Buchse mit magnetischem Öl geführt. Die ersten Höreindrücke waren jedenfalls enorm vielversprechend. Ein Test ist fest vereinbart.

Frits Dalmose nimmt sich der M-880 an
Frits Dalmose nimmt sich der M-880 an

In der Zwischenzeit hatte ein Team der Audio Group Denmark die Anlage aus dem Musikkens Hus in den firmeneigenen Hörraum gebracht und dort spielfertig eingerichtet. Nach der Vorführung für eine Besuchergruppe konnte ich die M8 Gold Signature mit den vier M-880 dann mit Auszügen einer eigenen Aufnahme, Schostakwitschs Symphonie Nr. 11 hören: Wirklich schade, dass die M8 Gold Signature beim besten Willen nicht in meinen Hörraum passt. Damit würde ich wirklich gern mal länger meine Musik genießen. Die andere Seite der Medaille: So bleibt allen Beigteiligten der Transport von 280 Kilogramm Endstufen und 650 Kilogramm Lautsprechern erspart…

Michael Børresen gibt technische Erläuterungen zu den neuen Komponenten
Michael Børresen gibt technische Erläuterungen zu den neuen Komponenten


Die M8 Gold Signature
Die M8 Gold Signature

Die M-880
Die M-880

Die Rückansicht der M-880
Die Rückansicht der M-880

Die Mono-Endstufen werden über dieses Display bedient
Die Mono-Endstufen werden über dieses Display bedient

Ihr Designer, Flemming Eric Rasmussen, hält sich eher im Hintergrund
Ihr Designer, Flemming Eric Rasmussen, hält sich eher im Hintergrund

Die übrigen Komponenten der Kette
Die übrigen Komponenten der Kette

Ein Vermögen in Kabeln
Ein Vermögen in Kabeln

Nach der Präsentation
Nach der Präsentation

Der Blick in den Konzertsaal
Der Blick in den Konzertsaal


Das Symphonieorchester Aalborg beim Stimmen
Das Symphonieorchester Aalborg beim Stimmen

Hier werden die Membranen entwickelt
Hier werden die Membranen entwickelt

Die Sandwich-Membranen bestehen aus einer Wabenstruktur zwischen zwei Kohlefaserschichten
Die Sandwich-Membranen bestehen aus einer Wabenstruktur zwischen zwei Kohlefaserschichten

Ein Gehäuse der M8 Gold Signature noch ohne Treiber
Ein Gehäuse der M8 Gold Signature noch ohne Treiber

Das Modul mit den Kammern für die Tief/Mittel-Töner und das Hochton-Bändchen sind ventiliert
Das Modul mit den Kammern für die Tief/Mittel-Töner und das Hochton-Bändchen sind ventiliert

Die vordere Öffnung des gefalteten Dipol-Bass-Moduls mit den Aussparung für die drei Bass-Chassis
Die vordere Öffnung des gefalteten Dipol-Bass-Moduls mit den Aussparung für die drei Bass-Chassis

Das Bass Modul von hinten
Das Bass Modul von hinten

Ein Børresen IronFree8 Gold Signature im nach hinten offenen Bass Modul
Ein Børresen IronFree8 Gold Signature im nach hinten offenen Bass Modul

Die M8 Gold Signature ist wieder im Hörraum der Audio Group Denmark angekommen
Die M8 Gold Signature ist wieder im Hörraum der Audio Group Denmark angekommen


Auch die Endstufen sind wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt
Auch die Endstufen sind wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt

Herstellerangaben
M8 Gold Signature
Abmessungen (H/B/T) 2217/640/ 824mm
Gewicht 325kg
Frequenzgang 20Hz - 50kHz
Übernahmefrequenz Mittelbass/Hochtöner: 2.400Hz; Bass/Mittelbass & Hochtöner: Steuerung durch externe aktive Frequenzweiche (nicht im Lieferumfang enthalten)
Empfindlichkeit 87dB/1W
Impedanz 5 Ohm (Bassbereich), 8 Ohm (Mittelbass-/Hochtonbereich)
Empf. Verstärker >100W (Bassbereich), >100W (Mittelbass-/Hochtonbereich)
Hochton-Chassis 1 × Børresen RP94 Gold Signature Ribbon Planar Tweeter
Bass-/Mittelton-Chassis 2 × Børresen IronFree5 Gold Signature
Bass-Chassis 12 × Børresen IronFree8 Gold Signature
Oberfläche Schwarzer Hochglanzlack mit Karbon-Details
Paarpreis 1.000.000 Euro
Herstellerangaben
M-880
Abmessungen (H/B/T) 794342/510mm
Gewicht 70,0kg
Leistung 1 × 400W bei 8 Ohm, 1 × 800W bei 4 Ohm
Verzerrungn (THD) <0,007% (10W, 1kHz, 8 Ohm)
Rauschunterdrückung 112 aktive GOLD-Teslaspulen, 112 aktive quadratische Teslaspulen, 8 Dither-Schaltungen, 12 Gold-Anti-Luftresonanzspulen
Leistungsaufnahme <0,5W (Standby). 150W (Leerlauf)
Preis 100.000 Euro (pro Stück)

Hersteller
Audio Group Denmark
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web audiogroupdenmark.com

Weitere Informationen

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  • Social Introtext Die Audio Group Denmark, unter deren Dach die Firmen Ansuz, Aavik, Børresen und Axxess vereint sind, hatte kürzlich internationale Vertriebe, Händler und Journalisten unter dem obigen Motto nach Aalborg eingeladen, um dort im Musikkens Hus das Topmodell unter den Endstufen, die M-880, und den Flaggschiff-Lautsprecher M8 Gold Signature vorzustellen.
Donnerstag, 19 Februar 2026 02:30

Der DAC204 wird zum DAC204-MK2

Weiss Engineering (Schweiz) hat den beliebten DAC204 mit einem neuen DAC-Chip und einer Null-Ohm-Ausgangsstufe überarbeitet. Die neue Version erscheint künftig als DAC204-MK2 und verbindet technische Feinarbeit mit dem bewährten Bedien- und Funktionsumfang des Vorgängers.

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Wesentliche Verbesserungen

  • Neuer DAC-Chip: ESS ES9028PRO mit hocheffizienter Jitter-Unterdrückung. Die Schaltung reduziert Jitter effektiv, so dass auch bei weniger idealen Quellgeräten oder längeren respektive störanfälligen Verbindungen eine deutlich verbesserte Klangqualität erreicht wird.
  • Klangoptimierung: Verzerrungswerte und Rekonstruktionsfilter wurden hörend optimiert. Ziel war eine natürlichere, räumlichere und detailreichere Wiedergabe ohne ungewollte Färbungen.
  • Ausgangsstufe: Die neu entwickelte Ausgangsstufe erreicht eine nahezu Null-Ohm-Ausgangsimpedanz. Das verbessert die Kontrolle über das angeschlossene Lautsprecher-/Kopfhörersystem und ermöglicht einen störungsfreien Betrieb anspruchsvoller Kabel oder niederohmiger Kopfhörer.
  • Preis: Der Listenpreis des neuen DAC204-MK2 bleibt gegenüber dem bisherigen DAC204 unverändert und liegt bei 3.300 Euro.

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Bestehende DAC204-Geräte können durch den Austausch der DAC-Platine und ein Software-Update auf den Stand DAC204-MK2 gebracht werden. Das Upgrade wird von autorisierten Distributoren oder Händlern durchgeführt. Bitte kontaktieren Sie Ihren Händler oder WOD Audio direkt für Informationen zu Preisen, Ablauf und Lieferzeiten. Die gleichen Verbesserungen und Upgrade-Möglichkeiten gelten auch für den DAC205.

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„Mit dem ES9028PRO und der neuen Ausgangsstufe haben wir gezielt an den Stellschrauben gearbeitet, die den hörbaren Unterschied bringen — insbesondere bei realen, nicht idealen Quellen“, sagt Daniel Weiss. „Das Upgrade bietet Besitzern alter Geräte eine effiziente Möglichkeit, klanglich aufzurüsten, ohne ein neues Gerät kaufen zu müssen.“

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Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de

Weitere Informationen

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Mittwoch, 18 Februar 2026 08:22

Musical Fidelity X Power

Die Qualität des Stromnetzes nimmt durch den Einsatz von Schaltnetzteilen, Energiesparlampen und Ethernet ab, was sich auf die Leistung von Audiosystemen auswirkt. Daher sollte man für empfindliche audiophile Anlagen einen geeigneten Netzfilter mit DC-Blocker zu verwenden. Ein Spitzen und Überspannungsschutz ist ebenfalls erforderlich.

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Der X-Power ist ein Netzfilter mit einem Eingang und einem Ausgang im klassischen Musical Fidelity X-Profil. Er enthält drei Hauptblöcke:

  • Spitzen und Überspannungsschutz
  • EMI/RFI-Filter
  • DC-Blocker

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Auf dem heutigen Markt findet man einen Netzfilter mit all diesen drei Elementen nur selten, insbesondere in dieser Preisklasse. Das Hauptgehäuse besteht aus einem einteiligen Aluminiumstrangpressprofil für besten Schutz vor elektromagnetischen Störungen. Die Vorderseite ist mit einer wunderschön gebürsteten Aluminiumfrontplatte verkleidet, und auf der Rückseite befinden sich hochwertige Ein- und Ausgangsbuchsen.

Spitzen und Überspannungsschutz

Überspannungsschutzgeräte schützen elektronischen Geräte vor Schäden durch Spannungsspitzen, sorgen für Sicherheit und ersparen möglicherweise kostspielige Reparaturen oder Ersatzanschaffungen. Das mehrstufige Design des X-Power umfasst zwei Überspannungsschutzstufen, eine am Anfang und eine ganz am Ende. Spannungsspitzen können durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden, darunter Blitzeinschläge, Schwankungen im Stromnetz oder plötzliche Änderungen der elektrischen Last. Der X-Power leitet überschüssige Spannung von den angeschlossenen Geräten ab und verhindert so, dass sie die wertvollen Audiogeräte erreicht und beschädigt.

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EMI/RFI-Filter

Der Einsatz von EMI- (elektromagnetische Interferenz) und RFI- (Hochfrequenzinterferenz) Filtern dient dazu, unerwünschte elektromagnetische und hochfrequente Störungen zu unterdrücken, was zu saubereren und präziseren Audiosignalen führt. Dies kann dazu beitragen, die Audioqualität zu verbessern, Rauschen zu minimieren und Verzerrungen zu verhindern. Der X-Power verwendet einen maßgeschneiderten EMI-Filter, der aus zwei Gleichtaktdrosseln mit Gleichtakt- und Differenzmodenkondensatoren besteht, gefolgt von einer weiteren Stufe des Überspannungsschutzes. Durch die kontinuierliche Arbeit an den Filter hat Musical Fidelity erstaunliche Ergebnisse erzielt: Bereits bei 100 Kilohertz liegt die Dämpfung sehr nahe bei -60 Dezibel und ab 600 Kilohertz unter -70 Dezibel. Bei 1 Megahertz werden mehr als -80 Dezibel erreichen. Solche Werte sind absolut einzigartig.

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DC-Blocker

In empfindlichen Audiosystemen ist es wichtig, unerwünschte Gleichstromverschiebungen (unerwünschte Gleichspannung oder -strom, die einem Wechselstromsignal überlagert sind) aus dem Wechselstromsignal zu entfernen. Gleichstromverschiebungen können Verzerrungen, Sättigungen oder andere unerwünschte Effekte in Audiosystemen verursachen, was wiederum zu Problemen bei der Übertragung von Audiosignalen führen kann. Der X-Power verwendet ein sorgfältig entwickeltes Netzwerk aus Dioden und Elektrolytkondensatoren, um Gleichstromkomponenten effektiv zu blockieren und gleichzeitig Wechselstromkomponenten durchzulassen. Selbst eine geringe Gleichspannung kann den Kern eines Leistungstransformators sättigen, was zu hörbaren mechanischen Vibrationen und einer Verringerung des Wirkungsgrads des Transformators führt. Es ist zu beachten, dass Gleichstromblocker nicht zur Standardausstattung aller Verstärker oder Vorverstärker gehören, um sicherzustellen, dass das Ausgangssignal frei von Gleichstromversatz ist. Dies macht den X-Power zu einer unverzichtbaren Ergänzung für jedes Audiosystem!

Ein- und Ausgänge
Eingang: IEC C14 10A Buchse
Ausgang: Schuko Buchse - auch verfügbar mit US, UK oder AUS Buchse

Spezifikationen
Eingangsspannung: AC 110-240V 50/60Hz
Nennbelastung: 10A
RFI Abschwächung: > 60dB @ 100kHz, > 80dB @ up 1MHz
DC-Blocker: bis zu 2V

Allgemeine Informationen
Maße (BxHxT): 108 x 105 x 274 mm
Gewicht: 2,29 kg netto / 2,58 kg in Verpackung

Vertrieb
Audio Tuning Vertriebs GmbH
Anschrift Margaretenstraße 98
1050 Vienna/Austria
Headquarter Wirtschaftspark A5 Wilfersdorf
Analogweg 1
2130 Mistelbach/Austria

Weitere Informationen

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Dienstag, 17 Februar 2026 00:01

Takumi TT level 2.1DC

Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern.

Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten, die eigene Haptik des Vinyls und die visuelle Erscheinung der großen Cover haben doch etwas ganz Besonderes, wenngleich das digitale Streaming für mich vor allem Vorteile in der Bequemlichkeit der Bedienung bietet. Trotzdem oder vor allem ist der analoge Klang einer Schallplatte oder eines Tonbands meiner Überzeugung nach immer noch dem Klang der digitalen Kette überlegen. Nun kommt mit dem Takumi TT level 2.1DC ein Plattenspieler zu mir ins Haus, der mit seinem schlichten und eleganten Design schon von vornherein viele Anhänger gewinnen wird. Doch nicht nur das Design des Takumi ist ansprechend, sondern auch in Hinblick auf die Verarbeitung und inneren Werte weiß er überzeugen. Doch dazu später mehr. Der Plattenspieler wurde in den Niederlanden entwickelt und wird in China hergestellt. Doch er trägt einen japanischen Namen, wie kommt es dazu? Takumi bezeichnet einen Handwerker, der sein Metier mit Meisterschaft und Exzellenz beherrscht. So strebt Rik Stoet mit seinen Plattenspielern eine Verbindung dieses japanischen Handwerks-Ethos mit klarem Design und durchdachter Konstruktion an, um eine exzellente Musikwiedergabe mit maximaler Klangtreue zu erreichen. Solche Qualitätsansprüche sind aber bei hiesigen Produktionskosten schlicht nicht preisgünstig realisierbar. Deshalb findet die Fertigung des Plattenspielers bei einem chinesischen Spezialisten statt, der Stoets Präzisionsanforderung erfüllt: Die Toleranzen sollen unter einem hundertstel Millimeter liegen.

Den Takumi gibt es in zwei Ausführungen: Mit schwarzem oder transparentem Chassis
Den Takumi gibt es in zwei Ausführungen: Mit schwarzem oder transparentem Chassis

Neben dem eigentlichen Plattenspieler brachte mir Karsten Franzen vom 3H-Vertrieb noch insgesamt vier verschiedene Abtast-Systeme und zwei Netzteile zum Testen mit. Dies verleitete mich dazu, dem Plattenspieler gedanklich einen zweiten japanischen Namen zu geben: Enso. Enso ist das japanische Wort für Kreis. Versucht man, einen Kreis zu zeichnen, ist dieser nie perfekt – eine beliebte Übung unter Zen-Mönchen, die es immer wieder von Neuem versuchen. Den Takumi Plattenspieler kann man in seiner Grundversion bereits für circa 1800 Euro erwerben, das ist für einen Plattenspieler dieser Güte wirklich günstig. Möchte man aber einen Mehrwert an Klang erzielen, kann man von den zahlreichen, von Rik Stoet und dem 3H-Vertrieb angebotenen Upgrade-Möglichkeiten Gebrauch machen. In der letzten Ausbaustufe ist der Kreis dann perfekt und man nimmt die Takumi-Meisterschaft wahr, die in dem Plattenspieler steckt.

Das Chassis besteht aus Acryl und definiert die Positionen der Tonarmbasis, des Tellerlagers, des Antriebsmotors und der zu seiner Regelung notwendige Elektronik nebst Bedienelementen. Bei einem Brettspieler wie dem Takumi TT level 2.1DC, ist es wichtig unerwünschte Schwingungszentren und Resonanzen nicht entstehen zu lassen respektive abzuleiten. Hierbei helfen die akustischen Eigenschaften von Acryl. Anders als in Holz oder Metall verteilen sich Schwingungen in Acryl völlig gleichmäßig. So werden Schwingungszentren und Resonanzen weitestgehend vermieden. Das ist wichtig, weil jeder Plattenspieler Vibrationen aufnimmt: Trittschall-Energie vom Untergrund, Luftschall-Energie von den Lautsprechern und Schwingungs-Energie von der eigenen Tonabnehmernadel. Ein Masselaufwerk begegnet dieser Energie mit der Trägheit seiner großen Masse, ein Subchassis-Plattenspieler mit seiner Federung – ein Brettspieler hingegen mit Ableitung und Dämpfung. Das Acryl als starker und stabiler Werkstoff ist akustisch in der Lage, die Energie aufzunehmen und zu dämpfen, was für Ruhe und Souveränität sorgt. Zudem ist Acryl kostengünstig und leicht bearbeitbar. Ein Bonus ist unbestreitbar das schicke und stylische Aussehen. Das zwei Zentimeter dicke Acryl-Chassis gibt es in transparent oder schwarz eingefärbt. Der Plattenteller wiederum ist aus ungefärbten aber satiniertem Acryl hergestellt. Durch die Mattierung des Tellers wird die Sicht auf den unter ihm platzierten Motor und einen Teil der hinteren Elektronik- und Anschluss-Sektion geschickt kaschiert. Der nur gut ein Kilo wiegende Teller aus Acryl besitzt ähnliche Resonanzeigenschaften wie Vinyl. Durch den direkten Kontakt mit der aufliegenden Schallplatte stellen Teller und Tonträger quasi eine gemeinsame und dämpfend wirkende Masse dar. Bringt die sich bewegende Tonabnehmernadel nun die Schallplatte zum Schwingen, werden diese Vibrationen deshalb absorbiert und nicht Klang schädigend wieder zur Nadel reflektiert. Also bitte keine Matte zwischen Teller und Schallplatte bringen.


Die Plexiglashaube ist abnehmbar
Die Plexiglashaube ist abnehmbar

Rik Stoet setzt beim Takumi TT level 2.1DC auf einen Riemenantrieb, einen leisen Gleichstrommotor und eine intelligente Drehzahlregelung, um eine gleichmäßige und präzise Rotation zu gewährleisten. Ein Riemenantrieb hilft zu minimieren. Der Riemen des Antriebs soll feinste Motorvibrationen vom Plattenteller fernhalten und so das Störgeräuschniveau senken und die Klarheit der Wiedergabe verbessern. Der präzise, elektronisch geregelte Gleichstrommotor ist in einem eigenen, vom Chassis getrennten Gehäuse untergebracht und intern durch Dämpfungsmaterialien abermals beruhigt. Eine massive Metallhaube kapselt den Motor komplett ab – bis auf zwei Schlitze für den Riemen. Der Takumi verwendet ein Sensorsystem, das die Drehgeschwindigkeit des Tellers kontinuierlich misst, um Gleichlaufschwankungen zu reduzieren. Ein Magnetkranz unter dem Subteller arbeitet mit einem Hallsensor im Gehäuse zusammen, um in Echtzeit Geschwindigkeitsabweichungen zu korrigieren. Um den Anforderungen an Robustheit, Schwingungsresistenz und Laufruhe gerecht zu werden, ist der Subteller aus massivem Aluminium gefräst und präzise ausgewuchtet. Die Lagerachse besteht aus extrem harter und glatter Keramik. Dies ermöglicht eine besonders niedrige Reibung und soll Mikro-Vibrationen verhindern. Die Achse läuft in einem hochpräzise gefertigtem Lagergehäuse aus Messing und dreht sich auf einer Stahlkugel. Das weiche Messing und auch die Schmierung mit einem Spezial-Öl sollen abermals die Reibung reduzieren. Zur weiteren Schwingungsminimierung befinden sich zwischen Haupt- und Subteller Gummipuffer, die Mikrostöße absorbieren sollen. Ein kleiner O-Ring trennt die Spindel, die die Schallplatte zentriert, vom Plattenteller selbst. Dass soll verhindern, dass sich unerwünschte Energien direkt auf die Schallplatte übertragen.

Die höhenverstellbaren Füße besitzen eine integrierte Schwingungsdämpfung
Die höhenverstellbaren Füße besitzen eine integrierte Schwingungsdämpfung

Die Basis des Takumi TT level 2.1DC steht auf drei zylindrischen Metallfüßen. So ist stets ein fester Stand des Plattenspielers ohne Kippeln garantiert. Die Füße besitzen eine integrierte Schwingungsdämpfung. Es sollen einerseits Schwingungen, die über dir Stellfläche den Plattenspieler erreichen, ferngehalten, andererseits Vibrationen, die durch die Laufwerksmechanik selbst erzeugt werden, abgeleitet werden. Die Füße sind höhenverstellbar, so dass der Plattenspieler präzise waagerecht ausgerichtet werden kann. Für diese Ausrichtung ist eine Libelle in das Acryl-Chassis eingelassen – ein ebenso schickes wie smartes Feature. Apropos schick und smart: Die Umdrehungszahl-Wahl zwischen 33⅓ und 45 sowie die Motor-Abschaltung kann manuell über einen Hebel auf dem Chassis erfolgen – oder man steuert die Geschwindigkeit mit dem SpeedPod, einer kleinen externen Steuereinheit. Sie ist mit einem Kabel mit der Motorsteuerung verbunden und ermöglicht das einfache Umschalten zwischen 33,33 und 45, erlaubt aber ebenso feinste Justierungen in 0,01-Umdrehungen-pro-Minute-Schritten – ideal für ältere Schallplatten oder das präzise Abstimmen nach Gehör. Der SpeedPod fügt sich nahtlos in das Design des Takumi ein und lässt sich unter das Chassis stellen, falls er nicht benötigt wird.

Das SpeedPod dient zur Ein- und Ausschaltung und zur Geschwindigkeitseinstellung
Das SpeedPod dient zur Ein- und Ausschaltung und zur Geschwindigkeitseinstellung


Kommen wir nun zum Tonarm. Dieser wurde ebenfalls von Rik Stoet entwickelt. Für das steife und zugleich leichte Tonarmrohr wird dünnwandiges Titan verwendet. Mit 15 Gramm effektiver Masse ist der Neun-Zoll-Tonarm mittelschwer. Absolut ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist das aufwändige kardanische Lager des Arms mit vorgespannten Präzisionslagern. Diese sollen für extrem niedrige Reibung sorgen und praktisch kein Spiel besitzen, so dass sich der Tonabnehmer frei und exakt bewegen kann. Das am Rohr angesetzte Headshell ist durch eine Verschraubung fest fixiert. Gegenüber einer Lösung mit SME-Bajonettverschluss entfallen damit mechanisches Spiel und elektrische Kontaktübergänge auf dem Signalweg. Um weitere Kontaktübergänge zu vermeiden ist das Tonarmkabel des TT level 2.1DC intern verlötet und durchgeführt bis hin zu den Cinch-Steckern, die zum Anschluss an den Phono-Vorverstärker dienen.

Der Tonarm ist im Zusammenspiel mit dem Laufwerk und dem Abtastsystem sehr gut einstellbar. Die Höhe des Arms und sein vertikaler Abtastwinkel sind mit verschiedenen Verschraubungen am Lager ebenso anpassbar wie die Höhe der Tonarmlift-Bank. Der gut gedämpfte Lift senkt beim Umlegen des Lifthebels den Arm wunderbar geschmeidig und gleichmäßig Richtung Schallplatte. Zur Kompensation der Skating-Kräfte besitzt der Takumi eine berührungsfrei arbeitende magnetische Antiskating-Einrichtung. Die Auflagekraft wird statisch über das dreiteilige Gegengewicht eingestellt, das auf dem Tonarmrohr-Ende verschiebbar ist.

Der Puck ist aus Kunststoff und wiegt lediglich 150 Gramm. Trotzdem übt er einen hörbar positiven Einfluß auf den Klang aus
Der Puck ist aus Kunststoff und wiegt lediglich 150 Gramm. Trotzdem übt er einen hörbar positiven Einfluß auf den Klang aus

Werkseitig wird der Takumi level2.1DC mit einem bereits eingebauten und justierten Audio Technica AT3600L System geliefert. Mt diesem preiswerten MM-Abtaster wird jeder Takumi-Plattenspieler im Zuge des Qualitäts-Checks geprüft und justiert. Also fand der erste Hörtest mit diesem System statt. Das klang schon recht ordentlich, mit einer guten Durchzeichnung und einer frischen Wiedergabe der Musik. Im Bassbereich fehlen ein paar Prozent und auch in der räumlichen Abbildung besteht noch Verbesserungspotential. Zu einem Preis von rund 1800 Euro bekommt man hier ein komplettes Paket, das in so mancher HiFi-Anlage für Wohlklang sorgen könnte.

Das Tonarmrohr ist aus Titan, rechts sieht man die drei Scheiben des Gegengewichts, links das fest verschraubte Headshell
Das Tonarmrohr ist aus Titan, rechts sieht man die drei Scheiben des Gegengewichts, links das fest verschraubte Headshell


Für ein Mehr an Klang sollte man sich allerdings den Abtastsystemen von Takumi zuwenden. Rik Stoet hat in Eigenentwicklung gleich eine Serie von fünf unterschiedlichen Moving-Coil-Systemen herausgebracht. Diese können jeweils einzeln oder gleich im Bundle mit dem Plattenspieler erworben werden. So sind die Systeme entsprechen preisgünstiger zu bekommen. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Materialwahl des Nadelträgers, den Schliff des Diamanten und die Kupfer-Qualität der Spulen. Für diesen Test bekam ich drei der Systeme vom 3H Vertrieb zur Verfügung gestellt. Ich habe das AT-System aus- und das Kuro-System eingebaut und justiert. Das Kuro ist das zweitkleinste System der Serie. In seinem Aluminium-Gehäuse agiert ein elliptisch geschliffener Diamant, der ohne Einfassung direkt auf den Nadelträger geklebt ist, der aus Boron besteht. Der Nadelträger bewegt quadratische Spulen, deren Kupferdraht-Güte mit 4N OCC ausgewiesen ist: Also 99,99-prozentig reines Kupfer, das im „Ohno Continuous Casting“-Gieß-Verfahren hergestellt wurde, wodurch fast alle Korngrenzen im Kupfer beseitigt werden können.

Hier sitzt das Kim unter dem Headshell
Hier sitzt das Kim unter dem Headshell

Gehört habe ich den Takumi über den Roksan Artaxerxes X Phono-Vorverstärker, den Vorverstärker VTL TL 6.5, Quad II Röhrenmonos und Consensus Audio Lightning Lautsprecher. In dieser hochauflösenden Kette hört man deutlich den Unterschied zwischen dem Audio Technika und dem Takumi Kuro System. Zuerst legt Peter White mit dem Stück „If Ever“, erschienen auf dem Album Here We Go, los – und man erlebt genau jene agile, flotte und vitale Wiedergabe, die man mit einem Brettspieler assoziiert. Der Saitenartist aus dem kühlen Großbritannien huldigt dem warmen kalifornischen Sommersound. Peter White legt seine munteren, frei fließenden Gitarrenlinien über ein sanftes Streicherbett und wieselflinke Percussion. Alle Details werden mit dem TT level 2.1DC exakt wiedergegeben. Als zweites hörte ich Friedemann „Ein Samer Kauboj“ vom 2007 erschienen Album Saitensprung. Die nicht mehr ganz taufrische Aufnahme erfährt mit dem Takumi eine neue Lebendigkeit – für den Querfeldeinritt des „Ein Samer Kauboj“ hat Friedemann seine Gitarren „gebürstet, gesattelt und geritten“; sie klingen mit dem Takumi Kuro luftig, und die Aufnahme besitzt eine gute Tiefenstaffelung. Nach diesem schönen Hörerlebnis baute ich das Kuro aus und das Shiro ein. Dieses liegt preislich und klanglich in der Mitte der fünf Takumi MC-Systeme. Der Nadelträger ist ebenfalls aus Boron, der Diamant ist etwas feiner elliptisch geschliffen, der Kupferdraht der Spule besitzt eine Reinheit von 6N, also 99,9999 prozentig reinem Kupfer.

Hier sieht man den Subteller und die solide Metallhaube über dem Antrieb, beides aus Aluminium
Hier sieht man den Subteller und die solide Metallhaube über dem Antrieb, beides aus Aluminium

Die Qualität der Wiedergabe nimmt noch einmal zu. Zwar ist der Unterschied zwischen dem Kuro und dem Shiro nicht ganz so groß wie zwischen dem Audio Technika und dem Kuro, doch ist er bereits bei den ersten Takten von Gizelle Smith',„Agony Road“ auf dem Album Revealing, erschienen beim Label Jalapeno Music Publishing, zu hören. Die in Manchester geborene und aufgewachsene Sängerin/Songwriterin Gizelle Smith gelang als Leiterin der in Hamburg ansässigen Funk Band The Mighty Mocambos der Durchbruch. Kritiker und Musikliebhaber feierten sie sofort als „Golden Girl Of Funk“. Der spritzige und knackige Funk-Sound auf „Agony Road“ wird vom Takumi hervorragend transportiert. In Summe ist das etwas teurere Shiro im Vergleich zum Kuro höher auflösend, besitzt eine bessere Tiefenstaffelung und geht im Bassbereich etwas tiefer herunter.

Das in dieser Preisklasse ungewöhnlich aufwändig gestaltete Tonarmlager
Das in dieser Preisklasse ungewöhnlich aufwändig gestaltete Tonarmlager


Als letztes System kommt das Kin zum Einsatz. Es ist das zweitbeste System in der Takumi-Hierarchie. Es hat im Vergleich zum Shiro einen Nadelträger aus Rubin, alle weiteren Bauteile sind mit dem Shiro identisch. Aber wie soll es anders sein, dieser kleine aber feine Unterschied hat große Auswirkung auf den Klang: mehr Auflösung, eine breitere und tiefere Stereobühne, besser konturierte Höhen und Bässe. Es ist mit Abstand das beste System aus der Testreihe. Ich legte De-Phazz Jazz Quartet feat. Joo Kraus auf. Die live in Eltville in der Villa Belvedere rein analog hervorragend aufgenommene Platte wurde durch das Mastering von Christoph Stickel noch weiter veredelt und ist 2023 bei ATR erschienen. Ich möchte hier gar kein einzelnes Stück hervorheben, denn einmal aufgelegt lies ich die Platte laufen und erfreute mich an dem lebendigen und knackigen Sound. Nachdem ich Sie über die klanglichen Unterschiede von vier verschiedenen Abtast-Systemen informiert habe, sollte ich erwähnen, dass es für den Takumi Plattenspieler es noch eine weitere Upgrademöglichkeit gibt: ein besseres Netzteil. Von Werk aus wird der Takumi TT level 2.1DC mit einem recht einfachen Zwölf-Volt-Steckernetzteil ausgeliefert. Der Hamburger 3H Vertrieb bietet im Bundle mit dem Plattenspieler ein Powerupgrade mittels S-Booster BOTW P&P MK2 Netzteil für 320 Euro an. Schon oft wurde an dieser Stelle darüber berichtet, wie wichtig eine stabile und sauber Stromversorgung für eine gute Musikwiedergabe ist. Und auch hier macht sich der Wechsel des Netzteils sofort bemerkbar. Die Wiedergabe wird noch einmal knackiger und gewinnt vor allem an Größe und Schwärze. Etwas Klassik gefällig? Bitteschön, hier ist eine Aufnahme der Carmen Suite von Georges Bizet. Aufgeführt vom Royal Opera House Orchestra mit Alexander Gibson als Dirigent, erschienen auf dem legendären RCA Victor Lable. Gleich bei den ersten Takten des Prelude legt sich der Takumi dermaßen mächtig ins Zeug, dass man die Wucht des Orchesters geradezu körperlich spürt. Die Luftigkeit der gesamten Komposition wird vom Plattenspieler glaubhaft wiedergegeben, hier ist der leichte Brettspieler ganz in seinem Element.

Die Tellerachse ist aus Keramik und sitzt in einer Lagerdose aus Messing
Die Tellerachse ist aus Keramik und sitzt in einer Lagerdose aus Messing

STATEMENT

Der Takumi TT level 2.1DC besticht durch seine Eleganz – im Aussehen und in der Musikwiedergabe. Dieser hochwertig verarbeitete und mit viel Liebe zum Detail hergestellte Plattenspieler ist jeden Cent wert. Zumal die Möglichkeit besteht, ihn nach dem Kauf in der Grundausstattung nach und nach aufzuwerten.
Gehört mit
Plattenspieler Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager
Tonarm Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern
Tonabnehmer Benz Micro Glider
Phonostufe Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil
Streamer Melco N1 EX
D/A-Wandler Mytek Manhattan II
Vorverstärker VTL TL 2.5, VTL TL 6.5 II
Endstufen QUAD II
Lautsprecher Consensus Audio Lightning
Kabel Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord
Zubehör Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G
Herstellerangaben
Takumi TT level 2.1DC
Motor Gleichstrommotor mit Hall-Sensor-Rückmeldung
Elektronische Geschwindigkeitsauswahl Speedpod(0–33–45)
Plattenteller Acryl, 1,15 kg, vom Subteller und der Achse entkoppelt
Tonarm Titan, doppelt kardanisch gelagert, fest integriertes Headshell
Effektive Masse Tonarm 15 Gramm
Ausgang RCA L+R, fest angeschlossenes Kabel
Antiskating magnetisch
Stromversorgung externes Netzteil, 12 V DC
Abmessungen 30 (B) x 327 (T) x 152–162 (H) mm
Gewicht 8,1 kg
Lieferumfang Netzteil, Acryl-Staubschutzhaube, Plattentellergewicht, Tonabnehmer Audio Technika AT3600L MM
Ausführungen Schwarz: (EAN 8721161341017) / Acryl: (EAN 8721161341000)

Tonabnehmer
 
Aka MC Aluminium-Nadelträger / sphärischer Schliff, Spule aus 4N OCC, Impedanz 5 Ohm, Frequenzbereich 20–20.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,3 mV, Kanaltrennung > 24 dB, Kanalbalance < 0,8 dB, Auflagekraft 1,4–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 16 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–470 Ohm
Kuro MC Boron-Nadelträger / Nackter elliptischer Schliff 6/15 μm, Spule aus 4N OCC, Impedanz 5 Ohm, Frequenzbereich 20–22.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,26 mV, Kanaltrennung > 25 dB, Kanalbalance < 0,5 dB, Auflagekraft 1,6–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 13 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–470 Ohm
Shiro MC Boron-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 20–25.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,26 mV, Kanaltrennung > 26 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,6–2,2 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 13 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm
Kin MC Rubin-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 15–25.000 Hz ±2 dB Ausgangsspannung 0,28 mV, Kanaltrennung > 28 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,6–2,0 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 15 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm
Myo MC Saphir-Nadelträger / Nackter fein-elliptischer Schliff 5/15 μm, Spule aus 6N OCC, Impedanz 4,7 Ohm, Frequenzbereich 15–28.000 Hz ±2 dB; Ausgangsspannung 0,28 mV, Kanaltrennung > 28 dB, Kanalbalance < 0,3 dB, Auflagekraft 1,3–2,0 Gramm, Nadelnachgiebigkeit 16 μm/mN, Gewicht 9 Gramm, empfohlene Abschlussimpedanz 100–330 Ohm

Preise
 
Takumi TT level 2.1 DC 1.800 Euro (inkl. Audio Technika AT3600L MM)
Level 2.1 DC Inklusive Tonabnehmer im Bundle Aka MC 2.150 Euro
Kuro MC 2.500 Euro
Shiro MC 3.000 Euro
Kin MC 3.500 Euro
Myo MC 4.150 Euro
Power Upgrade S-Booster BOTW P&P MK2 12V@3A; Netzteil 320 Euro (nur im Bundle)

Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
Anschrift Mika Dauphin
Kedenburgstraße 44
Haus D / 1. OG
22041 Hamburg
E-Mail mika.dauphin@drei-h.biz
Telefon +49 40 37507515

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/26-02-17_takumi
  • Social Introtext Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern.
Freitag, 13 Februar 2026 07:52

Eine Acapella Hyperion zieht um

Der Titel bezieht sich auf die folgende Fotogeschichte. Sie dokumentiert den Aufbau einer Hyperion und lockert das Interview optisch auf, das ich mit Richard Rudolph, dem neuen Geschäftsführer von Acapella Audio Arts, und Marc Lindike, dessen Firma Unbelievable Audio ab sofort für den weltweiten Vertrieb der Schallwandler aus Duisburg zuständig ist, führte.

Dirk Sommer: Heute ist ja der Tag, wo zum ersten Mal die neue Struktur von Acapella greift. Die Besitzverhältnisse haben sich geändert. Richard, erzähl doch bitte mal, wie es dazu gekommen ist.
Richard Rudolph: Also, ich bin von klein auf in die Firma reingewachsen. Mein Vater hat mich da schon als Kind mit einbezogen. Wir hatten immer mehrere Lautsprecher zu Hause, unter anderem eine Campagile und auch eine Celesta. Mein Vater hat mich auch schon früh zu Kunden mitgenommen. Ich habe ihn gern begleitet. Ich fand es einfach schon immer interessant, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe dann erstmal eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht und bin dann mit 19 wieder in den Betrieb zurückgekehrt. Dort habe mich in alle Produkte reingearbeitet und angefangen, mich wirklich in die Entwicklung reinzuknien. Erst habe ich das Thema mehr begleitet, dann aber bei immer mehr Facetten Verantwortung übernommen. Stück für Stück habe ich die ganze Produktpalette überarbeitet. Ich habe jeden einzelnen Lautsprecher vom Acapella schon einmal gebaut. Vor sieben Jahren haben wir uns dazu entschieden, dass ich Teilhaber der Firma werde. So hat es sich dann ergeben, dass ich immer mehr Aufgaben übernommen habe, im Vertrieb, wie auch in der Fertigung und Entwicklung. Die ältere Generation, Hermann Winters und mein Vater, hat sich dann so nach und nach immer weiter zurückgezogen. Wir haben uns gemeinsam entschlossen, die vertrieblichen Strukturen zu verändern, um das Unternehmen weiter nach vorne zu bringen. Da muss man mit der Zeit gehen. Ich persönlich muss mich auf das Thema Entwicklung und Fertigung konzentrieren können, weil es einfach mein komplettes Arbeitspensum beansprucht. Vor anderthalb, zwei Jahren ist Marc Lindike dazugekommen und hat dann den saudi-arabischen Vertrieb übernommen. Wir haben viele Gespräche geführt und uns dazu entschieden, dass er den Vertrieb für Acapella übernimmt, damit ich mich auf Fertigungen und Entwicklung konzentrieren kann. Wir werden den Direktverkauf einstellen und klare Strukturen etablieren, um das Unternehmen in die Zukunft zu bringen.

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DS: Acapella steht also ab sofort unter deiner Führung?
RR: Ja, unter meiner Führung. Aber die ältere Generation unterstützt und berät mich noch im Hintergrund.
DS: Du hast gesagt, dass Du jedes Lautsprechermodell schon mal gefertigt und den größten Teil der Produktpalette schon überarbeitet und modernisiert hast. Wie bist Du dann darauf gekommen, Elektronik zu entwickeln?
RR: Ich hatte damals mein Maschinenbaustudium beendet und viele Lautsprechermodelle in allen möglichen Variationen gebaut und viele Versuche gemacht. Ich kam aber nie über einen gewissen Punkt hinaus, weil jede Elektronik von jedem Entwickler einen bestimmten Klang hat, eine bestimmte Art der Abstimmung, und sich auch jede Version wieder in eine andere Richtungen entwickelt. Zu Hause habe ich bei niedrigen Lautstärken gerne mit Röhrenverstärkern gehört, weil die halt total melodisch, schön klingend und fließend spielen. Wenn ich perkussive Sachen mit viel Dynamik hören wollte, habe ich dann auch Transistorverstärker benutzt. Daher wollte ich eine Kombination aus beidem, eben einen Hybridverstärker bauen. Angefangen hat es in Zusammenarbeit mit Lorenz Martensen, der auch Verstärker als Hybridgeschichten gebaut hat. Später habe ich dann angefangen, mit einem kleinen Team von Mitarbeitern zusammen eigene Schaltungen zu entwickeln. Und da sind dann diese Geräte raus entstanden.
DS: Hast Du Dir Dein elektronisches Wissen autodidaktisch erarbeitet?
RR: Ja, bei mir war es autodidaktisch. Ich arbeite aber auch eng mit einem Kollegen zusammen, der einen Master in Nachrichtenelektronik hat. Wir entwickeln die Verstärker gemeinsam.

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Marc Lindike: Der eine bringt das Gefühl und die Musikalität mit und der andere das nötige technische Rüstzeug, so dass es dann insgesamt klappt.
DS: Wann hast Du mit dem Bau der Verstärker begonnen?
RR: So circa vor vier, fünf Jahren ich weiß es nicht mehr so genau. Im Laufe der Entwicklung des Hyperions haben wir auch gleichzeitig die Verstärker entwickelt, weil wir da die Leistungsreserven einfach brauchten, um die größeren Systeme von uns anzutreiben.
DS: Gibt es irgendwas, was du jetzt grundsätzlich anders machen möchtest, vielleicht irgendeinen einen Klangbereich, wo du sagst, das ist eher das alte Acapella und nicht so meins?
RR: Ich habe die ganzen Produkte ja mitentwickelt und stehe da auch voll hinter: Die Lautsprecher bleiben erstmal bis auf kleine Änderungen, so wie sie sind.
ML: Ich glaube, für die meisten Lautsprecher, die jetzt aktuell im Programm sind, hat Richard die Weichen, die Chassis und die Entwicklung sowieso schon gemacht. Die Grundkonstruktion stammt von Alfred. Die Hornform stammt vom Alfred. Und die ganzen Weichen, Abstimmungen und Feinabstimmungen der letzten Modelle, hat, soweit ich das mitbekommen habe, sowieso schon Richard gemacht. Das heißt, die Lautsprecher der aktuellen Generation, die wir jetzt kennen, tragen schon Richards Handschrift.
RR: Bei einigen Lautsprechern habe ich aber auch die Konstruktion übernommen: Bei der Hyperion war ich federführend. Die habe ich in 3D gezeichnet, durchkonstruiert und komplett von A bis Z durchentwickelt. Die Hornform habe ich natürlich übernommen.
ML: Das Sphäron hast Du überarbeitet, die Cellini hast du überarbeitet, während Du die Hyperion komplett selbst entwickelt hast.
RR: Ja, Einmal durch die ganze Produktpalette.

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DS: Ich habe nur die Harlekin 2 gehört und fand, dass sie schon anders klingt, als ich es von den früheren Acapellas kenne. Einfach schneller, mit viel mehr Gewicht auf Transienten. Und das kam meinen Hörgewohnheiten sehr entgegen.
ML: Also die Harlekin 2 hat Richard abgestimmt, die Harlekin 1 Alfred.
RR: Das baut natürlich alles aufeinander auf. Ich breche ja nicht mit allen Grundlagen. Ich kenne die ganzen Schaltungen der Acapellas. Ich konnte sie komplett durcharbeiten und baue ständig auf dem Niveau auf und versuche halt, weiterzukommen.
DS: Also mir fiel eine klare Verbesserung bei Geschwindigkeit, Impulsen und Transienten auf: Da hat sich einiges getan.
ML: Du magst, glaube ich, Lautsprecher, die schön aus dem Grundtonbereich heraus spielen
DS: Ja, aber das ist für mich eigentlich typisch Acapella. Die haben nie zischelig oder Hochton-betont gespielt.
RR: Ich finde, die Musik muss halt auf einer Basis aufbauen. Ich habe besondere Weichenkonstruktionen entwickelt, die eine symmetrische Faltung zwischen den Chassis erlauben und die Phase möglichst wenig drehen. Wir haben Simulationen, die uns da weitergeholfen haben, aber zum Schluss entscheidet immer noch mein Gehör.
DS: Mich überrasch nicht, dass Du lieber über symmetrischen Faltungen zwischen den Schaltungen sprichst. Aber heute interessiert mich mehr, was sich an der Struktur bei Acapella geändert hat. Was passiert im Vertrieb? Und dann gibt es ja auch noch dieses große Hornsystem, das wir auf der High End gesehen haben. Wie hängt das alles zusammen?

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ML: Es war während der Entwicklung der Hypersphere, als ich mit Alfred intensiver in Kontakt gekommen bin, und zwar durch meine Vergangenheit im arabischen Raum. Ich habe dann von dem Projekt erfahren, mit dem Alfred sein Lebenswerk krönen und alles, was er an Wissen hat, endlich einmal ohne Kompromisse in einen Lautsprecher stecken möchte. Ich fand das Projekt so toll, dass ich dafür meine Zeit aufgewendet habe und ihn unterstützt habe, weil ich voll hinter dem Projekt stehe. Alfred hat dieses hypersphärische Horn in dieser lustigen Form jetzt ja zu Ende entwickelt und wollte mal einen Lautsprecher bauen, ohne Kompromisse, ohne sich um irgendwelche Vernunftthemen kümmern zu müssen. Mit dem Erscheinen dieses Lautsprechers, der der letzte Lautsprecher sein wird, der das alte Acapella-Logo trägt und unter der Schirmherrschaft vom Alfred entstanden ist, wird die Firma an Richard übergeben, was jetzt hier stattgefunden hat: Richard ist seit 16 Stunden alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer von Acapella und kann aus der zweiten Reihe, aus der er sich ja schon die letzten Jahrzehnte in Acapella eingebracht hat, jetzt endlich in die erste Reihe treten. Acapella wird ein Familienunternehmen bleiben.
Da Richard aber auch nur ein Mensch ist, und ganz vieles entwickelt und gebaut werden muss, freue ich mich, dass ich ihn unterstützen darf und die Kundenkontakte, das Marketing und die Händlerbetreuung für ihn übernehme. Ich kümmere mich um den Neustart mit einem neuen Händlernetz und neuen Vertrauensbeziehungen zu den Händlern, um aus unserem neuen Showroom in Isen durchzustarten, damit Acapella endlich sowohl national als auch international in die Wahrnehmung und Wertschätzung bekommt, die die Produkte verdienen.


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DS: Für mich haben die das immer schon. Wie gesagt, ich kenne die Firma seit 1978 oder 1979. Acapella ist eine Legende unter High-End-Fans.
ML: Ja, Acapella ist für, ich sag mal, um Deutschland angesiedelte Experten eine absolute Spitzenfirma. Wenn man aber Leute fragt, die sich einfach nur für Musik interessieren oder für tolle Stereoanlagen, käme kein Mensch aus der Nicht-Audio-Szene auf die Idee, nach einem Acapella-Lautsprecher zu fragen. Und es gibt so viele Leute auf der Welt, die sich einen Acapella-Lautsprecher leisten könnten, die den Platz haben, die das Geld haben und die gar nicht wissen, wie viel Live-Haftigkeit in der Musik sie verpassen. Von daher habe ich zwei Ziele: Das eine ist, die Leute dazu zu bringen, rauszufinden, wie viel Musik bieten kann, wenn man sie zu Hause hört. Das andere, unsere Händler dabei zu unterstützen, dass sie möglichst viele von diesen Menschen erreichen und einfach dieses Live-Gefühl von Musik bekannter machen.
DS: Wie heißt deine Firma?
ML: Sie heißt Unbelievable Audio GmbH. Ich arbeite als Distributor. Das heißt, ich beliefere keine Endkunden, sondern ich übernehme ausschließlich die Betreuung von Händlern und von sehr großen Projekten. Und ich glaube, dass wir gemeinsam mit dem jetzt wachsenden Händlernetz Acapella so breit aufstellen können, dass es die Bekanntheit bekommt, die es verdient.
DS: Kannst Du ganz kurz was zu deinem beruflichen Werdegang sagen?
ML: Ich bin eigentlich IT-ler und bin über die IT und IT-Sicherheit, für die ich immer noch ab und zu tätig bin und einspringe, wenn Not am Mann ist, im Mittleren Osten mit sehr, sehr großen Projekten und mit ganz, ganz viel High-End-Equipment in Verbindung gekommen. Ich habe in den letzten Jahren ungefähr die Hälfte meiner Zeit mit IT verbracht und die andere mit allem, was es so auf dem Markt an High-End-Equipment gibt. Ich habe in den Projekten, in denen ich gewesen bin, dafür gesorgt und mitgeholfen, dass die Komponenten richtig installiert, in Betrieb genommen und ausgerichtet werden. Und dadurch ist mein alter High-End-Virus wieder erwacht.
Durch den Kontakt mit Alfred und dem Hypersphere-Projekt habe ich mich dann entschieden, die nächsten Jahre meines Berufslebens sehr intensiv mit der Familie Rudolf zu verbringen. Es macht einfach Spaß. Wir haben die Leidenschaft für Musik gemeinsam. Der eine kann das besser, der andere jenes. Richard kann sich auf seine Leidenschaft, die Entwicklung, die Musik, die Optimierung von Systemen und die Produktion konzentrieren. Als Maschinenbauer ist er dafür prädestiniert, die physische Produktion, die ja, nicht in China, sondern in Duisburg stattfindet, mit wirklich atemberaubender Qualität hinzubekommen. Ich versuche halt, die Beziehungen zu Händlern, zu Menschen, zu Musikliebhabern zu intensivieren und einfach Musik in die Welt zu kriegen.

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DS: Welche Rolle spielt Isen dabei? Werden dort alle Acapella-Lautsprechermodelle zu hören sein?
ML: Leider nicht. In Isen, wie auch im Audioforum, das früher der Referenzraum war, streben wir an, aus jeder Produktreihe mindestens einen Vertreter vorführbereit zu haben. Wir werden die Lautsprecher in Isen durchwechseln. Wir haben dort vier Räume zur Verfügung, in denen wir jeweils ein bis maximal zwei Anlagen aufstellen können. Wir werden, je nachdem, welche Lautsprecher gerade frisch überarbeitet sind oder welche gerade besonders gefragt sind, dann die entsprechenden Modelle nach Isen stellen. Die restlichen Lautsprecher braucht Richard, um sie weiterzuentwickeln. Wir werden durch einen stetigen Austausch der meisten Lautsprecher sicherstellen, dass man alle Lautsprecher einmal in Isen hören kann. Gleichzeitig haben einige Händler Bereitschaft signalisiert, auch Systeme bei sich in den Showrooms aufzubauen und permanent vorzuhalten, so dass man dann in absehbarer Zeit praktisch alle Acapella-Lautsprecher irgendwo hören kann.

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DS: Wann wird es dann soweit sein, dass man vier Modelle in Isen hören kann?
ML: Sobald wir von der Messe zurück sind. Wir haben nämlich zwei Lautsprecher dabei und haben auch die Vor-Endstufenkombination aus dem Showroom hierher transportiert. Die Ausstattung, die wir hier auf der Messe haben, kommt aus Isen. Ab nächster Woche werden wir eine Harlekin 2, eine La Campanella, eine High Cellini, einen Hyperion und die Hypersphere in Isen haben. Gemeinsam damit werden die großen Monoblöcke und die großen Vorstufe dort sein, hoffentlich bald ergänzt durch die Stereo-Endstufe, die in Kürze fertig ist, so dass wir fünf Acapella-Modelle ab übernächster Woche, also nach dem 12. Februar vorführbereitet in passenden Räumen haben werden. Die Räume werden jetzt am Anfang noch nicht perfekt sein, weil wir den Umzug in Phasen machen. Man wird schon jetzt sehr schön hören können. Aber der richtige große Umbauschritt, wo dann auch das Design und die Anmutung der Räume zu den Lautsprechern und zu deren Klasse passt, wird im Herbst diesen Jahres stattfinden. Wir schließen nochmal vier Wochen im Herbst, machen den Umbau und dann ist es nicht nur schön zum Anhören, sondern auch wirklich schön zum Ansehen. Wir haben festgestellt, dass vor allen Dingen bei den größeren Systemen die Integration in Wohnräume nicht immer einfach ist und arbeiten deswegen mit einem italienischen Architekturbüro zusammen, das auf Wunsch auch Kunden unterstützt, die Lautsprecher und die Systeme und die ganze Technik so zu integrieren, dass es auch schön anzusehen ist, damit eben dieser Zielkonflikt, will ich jetzt richtig Musik hören oder will ich, dass das das Wohnzimmer schön aussieht, möglichst aufgelöst wird. Und das wollen wir in Isen dann auch zeigen.
DS: Ich denke, wenn ich mir einen Lautsprecher im Preisbereich einer großen Acapella leisten kann, muss er nicht im Wohnzimmer stehen. Dann wird man noch andere Räume dafür haben.

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ML: Ja, das ist ganz interessant: Viele unserer Kunden haben sehr große Apartments und viele unserer Kunden möchten mit den Lautsprechern auch wirklich täglich leben. Es gibt Kunden, egal ob jetzt die ganz Reichen oder die nicht so ganz reichen, die gönnen sich ein Musikzimmer, das dann akustisch optimiert wird und auf den Punkt gebracht wird. Aber viel mehr unserer Kunden sind sogar eher bereit, einen kleinen Kompromiss einzugehen, wenn sie dann ihre wunderschönen Lautsprecher auch Freunden und Familien als tägliche Begleiter zeigen können, statt sie irgendwo in einem Kellerraum wegzusperren. Es gibt beide Arten von Kunden. Überraschenderweise, was ich nie gedacht hätte, sind nicht selten die Ehefrauen vom Klang so fasziniert, dass sie sagen, die Lautsprecher sind ja eigentlich doch ganz schön. Wenn man das Umfeld passend gestaltet, dann kann das ja auch ganz nett aussehen. Lass' uns die doch mit ein bisschen neuer Einrichtung kombiniert einfach ins Wohnzimmer stellen.
DS: Wie lange muss man noch warten, bis man die Hypersphere perfekt hören kann?
ML: Jetzt hast Du einen wunden Punkt getroffen. Für einem High-End-Menschen wird es nie den perfekten Klang geben.
DS: Nein, aber im Moment ist der Raum, in dem sie stehen, ja noch ein Provisorium, vor allem von der Anmutung. Und vom Klang ist die Hyperion, wie ich finde, jetzt schon einen Schritt weiter als die Hypersphere. Da plant ihr ja sicher auch nochmal was. Gibt es da einen Zeitrahmen, laut dem ihr sagt, bis dahin soll es mal klappen? Wir können die hier üblichen Verzögerungen wie bei der Elbphilharmonie notfalls einrechnen…

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ML: So lang wollen wir nicht warten. Wir haben die Hypersphere jetzt in einem Übergangsquartier stehen. Das wird man in den nächsten zehn Tagen noch ein wenig verschönern und auch akustisch noch ein bisschen überarbeiten. Dadurch bekommen Menschen, die die Hypersphere einfach mal hören möchten, die Gelegenheit, sie zu erleben. Denn das Erlebnis ist atemberaubend, sowohl von der Feinheit als auch von der Kraft, die diese Lautsprechern vereinen. Im Sommer werden wir die Entscheidung treffen, für welche der beiden Baualternativen wir uns entscheiden, um den Hypersphere ihren eigenen Raum zu bauen, wie es auch viele Kunden wohl tun werden.
DS: Ich glaube nicht, dass das viele Kunden tun werden: Es soll doch nur fünf Systeme geben.
ML: Richtig. Aber wir nehmen an, dass die fünf Kunden auch einen Raum für die Hypersphere bauen werden. Das werden wir auch tun. Doch jetzt in der ersten Phase hatte die Einrichtung von Martin Ludwigs HEC Store oberste Priorität. In der zweiten Phase wird Martin seine Kinos bauen, und wir werden das Penthouse oben einrichten. In der dritten Phase bekommt dann die Hypersphere gemeinsam mit ihrem Bass einen eigenen Raum, indem sie dann in voller Schönheit zur Verfügung stehen wird. Das wird vermutlich Anfang nächsten Jahres sein.
DS: Das hört sich sehr engagiert an.
ML: Genau. Aber wenn wir nicht auf den Anfang nächsten Jahres zielen… Nein, es ist tatsächlich so, dass wir in den nächsten Monaten die endgültige Entscheidung treffen wollen, welche der beiden Alternativen wir bauen. Und dann geht's los. Wenn Sie dann so richtig spielt, planen wir auch, Veranstaltungen anzubieten, wo interessierte Leute einfach mal zum Hören kommen können, auch wenn sie die Lautsprecher nicht kaufen werden. Wir finden nämlich, dass die Musik viel stärker Teil des Lebens sein sollte.


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DS: Also einfach mal erleben, was geht, auch wenn man es sich nicht leisten kann.
ML: Richtig. Ich persönlich habe fast 35 Jahre davon geträumt, einen Acapella-Lautsprecher zu besitzen, nachdem ich als junger Mensch mit der Urform des Triolon in Berührung gekommen bin. Ich habe, wie gesagt, fast 35 Jahre gebraucht, bis ich mir dann den ersten Acapella-Lautsprecher kaufen konnte. Und ich habe es nie bereut, danach zu streben.
DS: Vielen Dank und viel Erfolg für Euer ambitioniertes Projekt.

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Donnerstag, 12 Februar 2026 01:19

Neueröffnung: Der HEC-Store in Isen

Artikel über Hifi-Läden finden sich in hifistatement.net nur ausgesprochen selten, und gar nicht, wenn in ihrem Namen „Home Entertainment“ auftaucht. Aber für die Vielzahl der Studios im insgesamt 1780 Quadratmeter großen Gebäude mache ich gern eine Ausnahme. Ja auch, weil eines davon sehr viel mit meiner eigenen Hifi-Geschichte zu tun hat.

Der HEC Store heißt mit vollem Namen „Home Entertainment Concept Store“ und war seit mehr als 15 Jahren in München beheimatet. Ende des Jahres zog der Inhaber Martin Ludwig mit seinem Team in den rund 5800-Seelen-Ort Isen im Landkreis Erding im Osten Münchens um, wo sie einen repräsentativen Bau mit zwei Etagen bezogen. Hier gibt es nicht nur ungeheuer viel Platz für die 19 Verkaufsräume, zwei große Heimkinos und eine große Lobby, sondern auch eine bestens ausgestattete Küche für's Catering und Parkplätze in Hülle und Fülle. Martin Ludwig stellt seinen langjährigen Partnern, seien es Vertriebe oder Hersteller, jeweils einen Raum zur Verfügung, den sie nach eigenen Vorstellungen mit Geräten ausstatten könnten. Die Kundenberater des HEC-Stores werden dann mit diesen Komponenten vertraut gemacht, um alle Kunden kompetent beraten zu können. Auch spezielle Events der Hersteller und Vertriebe werden vom Team unterstützt.

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Wer – wie ich – noch nie die Münchener Geschäftsräume besucht hatte, dürfte in den Studios in Isen erstaunt sein, wie viel Sorgfalt dort auf unauffällige akustische Maßnahmen, Designer-Möbel, möglichst unsichtbare Kabelverlegung und die Wohnraumverträglich der Anlagen gelegt wurde. Martin Ludwig verkauft seinen Kunden keine Hifi-Geräte, sein Ziel ist es vielmehr, intensives musikalisches Erleben mit harmonisch ins heimische Umfeld integrierten Komponenten möglich zu machen. Kein Wunder, dass im HEC-Store beispielsweise auch nach individuellen Wünschen gefertigte Racks zu haben sind. Hier geht es eher um ein Konzept für den Musikgenuss, statt einfach nur um technische Geräte.

Da die offizielle Eröffnung des HEC-Stores heute stattfindet, die Münchener Kollegen während der Woche ihren „richtigen“ Beschäftigungen nachkommen müssen und meine Gattin und ich auf dem Weg zu einer Präsentation in Dänemark sind, waren wir schon am Montagabend in Isen, um uns einen ersten Eindruck des neuen HEC-Stores zu verschaffen und ihn pünktlich zur Einweihung mit Ihnen zu teilen. Vor drei Tagen waren natürlich noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen und auch einige Ausstattungsdetails fehlen noch. In einigen Fällen dürfte das auch bei der Einweihungsparty noch so sein, da, wie Martin Ludwig erzählte, einige Zulieferer ihre Zusagen nicht einhalten konnten. Egal, dass der HEC-Store alles andere ist als eines der üblichen Hifi-Geschäfte und allemal einen Besuch wert, dürften auch die folgenden Bilder vermitteln.

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Bliebe noch die Frage zu beantworten, was Home Entertainment mit meiner Hifi-Historie zu tun hat: gar nichts. Die Antwort liegt vielmehr in der dritten Etage des Gebäudes in Isen: Im rund 400 Quadratmeter großen Penthouse präsentiert Unbelievable Audio die Lautsprecher von Acapella. Und die haben mich schon zu Studentenzeit fasziniert. Damals und bis vor kurzem waren sie allerdings im Audioforum in Duisburg zu bestaunen und zu hören, was ich zuletzt vor sieben Jahren mit viel Freude getan habe. Wie Acapella, Isen und Unbelievable Audio zusammenhängen, erfahren Sie morgen an dieser Stelle in einem Interview, das ich nach den Norddeutschen Hifi-Tagen mit Richard Rudolph und Marc Lindike geführt habe.

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Martin Ludwig
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  • Social Introtext Artikel über Hifi-Läden finden sich in hifistatement.net nur ausgesprochen selten, und gar nicht, wenn in ihrem Namen „Home Entertainment“ auftaucht. Aber für die Vielzahl der Studios im insgesamt 1780 Quadratmeter großen Gebäude mache ich gern eine Ausnahme. Ja auch, weil eines davon sehr viel mit meiner eigenen Hifi-Geschichte zu tun hat.

Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität?

Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung, und zwar der integrierte Digital/Analog-Wandler des Deluxe. Der 400 Euro günstigere BT kommt ohne ihn daher, ist aber mit dem Bluetooth-Empfänger des Deluxe ausgestattet, auf den der noch einmal 100 Euro günstigere HP-10 auch verzichtet. Man mag sich fragen: Wozu ein Bluetooth-Empfänger in einem hochwertigen Kopfhörerverstärker? Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, diesen im Kopfhörerbetrieb zu nutzen. Nur: Der HP-10 ist in allen drei Varianten auch ein Vorverstärker mit symmetrischem XLR- und asymmetrischen Cinch-Ausgängen. Da kann ein Bluetooth-Eingang genau richtig sein, will man beispielsweise anlässlich einer Party mal vom Smartphone etwas über die Anlage zu Gehör bringen. Oder doch per Kopfhörer? Ja, wenn der TV- oder Video-Ton über Bluetooth ausgegeben wird. Dann vermittelt der Deluxe ein enorm detailreiches und vor allem räumlich spektakuläres Klanggeschehen. Dank Bluetooth aptx geschieht dies ohne Zeitverzögerung lippensynchron. Eingänge in Cinch und XLR ermöglichen auch das Durchschleifen des Musiksignals. So kann der HP-10 zum Beispiel hinter einem D/A-Wandler oder einem Phono-Vorverstärker als reiner Kopfhörer-Verstärker angeschlossen sein und das Signal von ihm zu einem Verstärker oder Vorverstärker weitergeleitet werden. Das ist erfreulich praxisgerecht, bedarf aber einer gleichartiger Verbindung: Man kann nicht von XLR auf Cinch oder umgekehrt durchschleifen.

Beim schwarz/weiß/gelben Display kann man zwischen zwei Helligkeitsstufen oder der Abschaltung bei Nichtbetätigung wählen. „Remote Selection“ ordnet die Fernbedienung nur dem HP-10 oder zusätzlich einem Gold Note Verstärker zu
Beim schwarz/weiß/gelben Display kann man zwischen zwei Helligkeitsstufen oder der Abschaltung bei Nichtbetätigung wählen. „Remote Selection“ ordnet die Fernbedienung nur dem HP-10 oder zusätzlich einem Gold Note Verstärker zu

Der HP-10 deluxe ein Kopfhörerverstärker besonderer Art, der sich von sämtlichen Mitbewerbern unterscheidet. Denn die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig und keineswegs Spielerei. Im Benutzerhandbuch – erfreulicherweise auch deutschsprachig – finden sich für sehr viele Kopfhörer Einstell-Empfehlungen. So ist der Benutzer nicht gleich überfordert. Selbstverständlich kann man jeden Kopfhörer auch ohne Nutzung der Optimierungen, also sozusagen den HP-10 pur hören. Es stehen vier Ausgänge zur Verfügung. Dies sind zwei unsymmetrische als 6,3- und 3,5-Millimeter-Klinke, sowie zwei symmetrische als XLR 4-Pin oder 4,4-Millimeter-Pentaconn. Die werden mittels der Fernbedienung oder am 6 mal 4,5 Zentimeter großen Touch-Display ausgewählt. Mehrere Kopfhörer gleichzeitig lassen sich nicht betreiben. Die Bedienung ist ebenso übersichtlich wie intuitiv und erfreulicherweise nicht in tiefen Menüs verschachtelt. Ein längerer Druck auf der Pegelsteller an der Front lässt ihn als Ein/Aus-Schalter agieren. Nach dem Hochfahren des HP-10 zeigt das Display die aktuellen Einstellungen. Durch kurzes Drücken und anschließendes Drehen des Lautstärkestellers erreicht man weitere Fenster wie „Options“ für die Auswahl der Helligkeit des Displays und die Zeitwahl für automatisches Abschalten. Das Fenster „Device Information“ gibt Auskunft über Seriennummer und Firmware, ein weiteres erlaubt den Reset auf die Werkseinstellungen. Zwischen den im Display angebotenen Einstellungen wählt man stets durch Wischen und Antippen, zum Beispiel bei der Wahl des Einganges oder Ausganges. Auch hat man auf der Studio Ebene die Wahl zwischen Stereo, Mono, nur Links, nur Rechts und Stereo seitenverkehrt, was manchmal zu Kontrollzwecken sehr dienlich sein kann. Das alles ist leicht getan, da auch die Fernbedienung eine begrüßenswerte, weil komfortable Alternative ist, da sie sämtliche ebenfalls Funktionen bietet. Die vom Benutzer gewählten Einstellungen der Studio-Ebene – drei sind möglich – lassen sich als Profil abspeichern und individuell benennen. Die Firmware meines Testgerätes war veraltet. Das Update erfolgt über die spezielle Service USB-Schnittstelle vom Windows oder Apple Computer. Dies bekommt man per E-mail aus Florenz umgehend zugeschickt, sobald man auf der Website ein Formular ausgefüllt und abgesendet hat. Alles nicht kompliziert und funktionierte sogar zwischen Weihnachten und Neujahr!

Unten rechts die D/A-Wandler-Platine mit dem AKM-Chip. Mehrfach findet sich das Gold Note Logo eingearbeitet und auch der Name des Entwicklers Giovanni Rialti, der die klangrelevante Verstärkungsstufe im HP-10 kreierte, sowie das Statement „Ich bin ein Italiener“
Unten rechts die D/A-Wandler-Platine mit dem AKM-Chip. Mehrfach findet sich das Gold Note Logo eingearbeitet und auch der Name des Entwicklers Giovanni Rialti, der die klangrelevante Verstärkungsstufe im HP-10 kreierte, sowie das Statement „Ich bin ein Italiener“


Der HP-10 deluxe kostet eine Stange Geld. Dafür bekommt man schon optisch einen beträchtlichen Gegenwert. Mein HP-10 ist schwarz und macht mit seinem dekorativ gestalteten Gehäuse einen wertvollen Eindruck. Auch die Bedienung über den runden Multi-Funktional-Schalter lässt Solidität spüren. Das Gold-Note-Logo wurde ansprechend integriert: einmal klein aber auffällig als goldene Plakette auf der Front und deutlich größer, aber dezent oben im Gehäuse. Hier erkennt man dann auch gut den mit einem Speer bewaffneten Bläser eines Cornu.

Beim Test habe ich einen Fehler gemacht. Aus purer Neugierde habe ich als erste Aktion den HP-10 deluxe mit dem optional erhältlichen und hier zum Testumfang gehörenden externen Netzteil Gold Note PSU-10 Evo betrieben, um auszuprobieren, was das Duo aus meinem betagten Denon AH-D2000 herausholen kann. Um gleich voll einzusteigen, wählte ich ein Preset eines aktuellen Denon-Kopfhörers aus der Vorschlagsliste. Was ich hörte war weit mehr, als ich jemals mit meinem D2000 im Urlaub oder über den Antelope Zodiac plus erlebt habe: Die gesteigerte Energie, mehr Volumen, schönere Klangfarben, verbesserte Detailstrukturen beeindruckten mich gleich mächtig. Jetzt bekam ich richtig Lust auf die Beschäftigung mit dem Gold-Note-Duo, erlebte dann aber gleich darauf einen Rückschlag, als ich den HP-10 deluxe ohne das externe PSU-10 Evo spielen ließ. Dieser Wechsel ist technisch ganz einfach möglich. Das zum Lieferumfang gehörende achtpolige Verbindungskabel zur Stromversorgung kann angeschlossen bleiben. Es ist übrigens sympathisch lang, so dass das Netzteil nicht direkt neben oder gar auf oder unter dem HP-10 platziert werden muss. Ein wenig Abstand kann mögliche Einstreuungen noch besser verhindern. Im Test standen die beiden einen Zentimeter auseinander auf der Acapella Basis, und es war kein Störsignal zu hören. Wenn beide Geräte eine eigene Leitung ans Stromnetz haben, braucht man nur den harten Netzschalter auf der Rückseite des PSU auf „Aus“ zu stellen. Nach einem Neustart läuft dann der HP-10 mit seiner eigenen Stromversorgung, die bei externer Stromspeisung ungenutzt bleibt. Der Zugewinn durch das PSU-10 Evo ist derart groß, dass ich mich nur wegen meiner Test-Disziplin zwang, ohne dieses zu hören. Das speziell für den HP-10 zur noch saubereren und stabileren Stromversorgung entwickelte PSU-10 Evo kostet 1.200 Euro, bietet dafür aber auch ein ebenso üppiges wie interessantes Innenleben, bei dem die drei Trafos sofort auffallen.

Beachtlicher Aufwand im optionalen externen Netzteil PSU-10 evo
Beachtlicher Aufwand im optionalen externen Netzteil PSU-10 evo

Ich habe in Florenz nachgefragt und erfuhr von Giovanni Rialti: „Die PSU-10 EVO verwendet ein Dual-Choke-Induktivfiltersystem in Kombination mit einer hochwertigen linearen Regelung und isoliert den HP-10 von Störungen, Ripple und Schwankungen aus dem Stromnetz. Das Ergebnis ist ein niedrigeres Grundrauschen und eine bessere Fähigkeit, Mikrodetails und feine musikalische Nuancen hörbar zu machen. Im Inneren befinden sich mehrere getrennte Transformatorwicklungen/Versorgungszweige, die jeweils unterschiedliche Bereiche des HP-10 speisen (analog, digital, Steuerung). Diese Trennung reduziert gegenseitige Beeinflussungen zwischen den Stufen und erhöht die wahrgenommene Dynamik sowie die Natürlichkeit – auch mit anspruchsvollen Kopfhörern. Mit angeschlossener PSU-10 EVO verfügt der HP-10 über eine größere Energiereserve und eine bessere Reaktion auf Transienten. Das führt zu mehr Autorität, Kontrolle und Stabilität, auch bei Kopfhörern mit geringer Empfindlichkeit und komplexen Lasten. Mit PSU-10 EVO bleibt die Leistung des HP-10 sowohl bei niedrigen Lautstärken (Details bleiben erhalten, Hintergrund wirkt „schwärzer“) als auch bei hohen Pegeln (weniger Verzerrung, mehr Kontrolle und keine Hörermüdung) auf höchstem Niveau. Die PSU-10 EVO ist ein integraler Bestandteil des modularen Gold Note Konzepts: sie macht den HP-10 skalierbar und bereit für künftige, noch anspruchsvollere Kopfhörer und gewährleistet stets sein volles Potenzial.“ Äußerlich besitzt das Netzteil das gleiche Gehäuse und die gleichen Proportionen wie der HP-10. Durch die dekorativ gestalteten Kühl-Schlitze schimmern jedoch keine roten LEDs wie beim HP-10. Die in die Front eingelassene LED zur Betriebsanzeige strahlt hier dezent blau statt grün beim Kopfhörerverstärker.

Diese Display-Ansicht zeigt auch, welches Profil aktiv ist
Diese Display-Ansicht zeigt auch, welches Profil aktiv ist


Der HP-10 ist ein durch und durch analog und doppelt mono aufgebauter Clas-A-Verstärker. Allein das Digitalteil ist davon ausgenommen. Dessen einziger Eingang ist ein USB-C, an den ich abwechselnd den Eversolo T8 oder den Antipodes Oladra angeschlossen habe. Diese digitale Sektion erledigt ihr Arbeit musikalisch auf hohem Niveau. Allerdings ist ein hochwertiger externe D/A-Wandler, wenn dieser bereits vorhanden sein sollte, möglicherweise die bessere Wahl. Jedenfalls spielte der HP-10 zusammen mit meine Holo Audio DAC für gut 6000 Euro oder auch mit der Plinius Phonostufe nochmals deutlich besser als mit dem integrierten DAC. Man sollte aber fair bleiben. Von einem integrierten D/A-Wandler für 400 Euro mit einem AKM AK4493 Chip darf man nicht die letzte Perfektion erwarten, und gemessen an seinem Preis, will ich dem integrierten Wandler im Deluxe ein dickes Kompliment machen. Wenn nicht das Bessere des Guten Feind ist, kann man mit ihm sehr gut leben und genüsslich in Musik schwelgen. Die Lautstärke wird analog über ein Festwiderstandsnetzwerk in Ein-Dezibel-Schritten geregelt. Für sehr viele gängige Kopfhörer finden sich Preset-Empfehlungen auf der Website. Dazu zählt auch die Wahl des Verstärkungsfaktors. In der höchsten Stufe kann der HP-10 bis zu zehn Volt bereitstellen. Da sollte ganz sicher auch für Leistungsfresser ausreichen.

Hier lassen sich die einzelnen Einstellungen wählen und miteinander kombinieren. Sie können als individuell benennbares Profil gespeichert und jederzeit geändert werden
Hier lassen sich die einzelnen Einstellungen wählen und miteinander kombinieren. Sie können als individuell benennbares Profil gespeichert und jederzeit geändert werden

Zuerst kombinierte ich den HP-10 allein imit meinem Oladra und dem Holo-D/A-Wandler – zweifach verbunden mit einem PAD Elementa per XLR und einen Wireworld Eclipse per Cinch. Ich hörte mich mit dem Final D7000 auf den HP-10 ein ohne eine der unter „Studio“ angebotenen Optionen zu nutzen. Für die ersten Vergleiche suchte ich die beiden ersten Titel, „Rusalka“ und die „Rheinnixen“, aus Fairy Tales von Regula Mühlemann mit den Chaarts Chamber Artists, weil die wunderschöne Stimme und die vielfältige, feine Instrumentierung dieser gelungenen Sony-Einspielung auch mehrfach hintereinander gehört ein Genuss sind. Pur, ohne eine Option in Studio zu aktivieren, klingt die Musik auffallend klar und sauber, keine Tonlage bevorzugend, präzise, konturenscharf und subjektiv extrem neutral. Das kann schon gefallen, wirkt aber relativ sachlich und auch ein wenig emotionsarm, sobald man das Studio-Profil aus der Vorschlagsliste für den Final 7000 erlebt. Für den werden drei Optionen zugeschaltet. Insgesamt sieht das Angebot wie folgt aus:

Es gibt vier Crossfeed-Alternativen. Hierbei wird das Stereosignal unterschiedlich gegen Mono gemischt, um von der für Kopfhörer typischen im Kopf-Lokalisation losukommen und das Musikgeschehen etwas mehr nach vorn zu holen. Die vier Abstufungen scheinen mir hier sehr gut gewählt, auch wenn sie nicht die Perspektive wie beim Lautsprecher-Hören simulieren können. Dies wird man, so meine Überzeugung, möglicherweise irgendwann mit weiterentwickelter Immersive-Technologie erreichen. Mit Crossfeed, wohl dosiert eingesetzt, wird die Darbietung homogener und stimmiger. Zusätzlich dazu kann man eine von drei verschiedene Harman-Kurven hinzufügen. Dazu schreibt Gold Note: „Die drei Harman-Modi H,M und L sind keine einfachen Klangregler oder grundlegenden Equalizer, sondern ausgefeilte analoge Optimierungen, mit denen sich jeder auf dem Markt erhältliche Kopfhörer feinabstimmen lässt. Basierend auf strengen wissenschaftlichen Untersuchungen zur menschlichen Frequenzwahrnehmung verbessern diese Einstellungen die Klangbalance und die Klangfarbenpräzision, ohne den charakteristischen Klang des Kopfhörers zu verändern.“ In der abgebildeten Grafik, können sie die Wirkung der Kurven auf den Frequenzgang sehen. Die drei Harman-Kurven lassen sich miteinander kombinieren, woraus sich sieben (H, M, L, H+M, H+L, M+L, H+M+L) unterschiedliche Möglichkeiten ergeben. Die Auswahl des Dämpfunsfaktors „Low“ oder „High“ wirkt sich auf das Einschwingverhalten der Treiber aus und darf ebenfalls nach Gusto gewählt werden, wobei der höhere Dämpfungsfaktor die Präzision im Bass steigert und der niedrigere ein etwas wärmeres Klangbild generieren kann. Dann haben wir noch den hoch interessanten „Super Flat Mode“, der einen absolut linearen Frequenzgang in den obersten Tonlagen gewährleisten soll, da er dem üblichen Höhenabfall entgegenwirkt. Weiterhin lässt sich unter „Studio“ die Phase um 180 Grad drehen.

Diese von Gold Note zur Verfügung gestellte Grafik zeigt die Wirkung der Filter auf den Frequenzgang
Diese von Gold Note zur Verfügung gestellte Grafik zeigt die Wirkung der Filter auf den Frequenzgang


Der Vorschlag für den Final D700 lautet Crossfeed 1, Harman H plus M. Der Dämpfungsfaktor bleibt auf der Grundeinstellung High. Dadurch gewinnt das Klangbild beachtlich an Farbe und Energie. Man muss beim Umschalten jedoch berücksichtigen, dass durch die Veränderungen sich auch die subjektive Lautstärke-Wahrnehmung ändert. Zweifelsfrei verbessern die Feinjustierungen die Musikalität, auch weil Regula Mühlemanns Gesang nun deutlich körperhafter erscheint und ihre Stimme besser fokussiert leicht nach vorn rückt. Schaltet man zurück, kommt einem das Klangbild regelrecht farb- und beinahe leblos vor. Man kann diese Profile jederzeit der gehörten Musik ein wenig anpassen, wie beispielsweise Crossfeed bei übermäßiger links/rechts Stereophonie intensivieren bis es gefällt. Oder was ich immer mal wieder gern zugeschaltet habe, war das Super Flat, weil dann vor allem bei Live-Aufnahmen die Atmosphäre der Location noch besser vermittelt wird. Mit dem hochwertigen Final D7000 gelang dies alles hervorragend und optimierte den Hörgenuss erheblich. Auch wenn die einzelnen Einstellungen für sich allein sehr fein agieren, bewirkt die richtige Kombination dann doch einen erstaunlichen Gewinn an musikalischer Qualität und steigert das Hörvergnügen enorm. Es gibt sicher andere exzellente Kopfhörerverstärker, die, möglicherweise dank Röhren, ein Schwelgen in der Musik erlauben. Der Gold Note HP-10 bleibt schon ohne Zusatznetzteil stets ehrlich und lullt niemals ein, sondern überzeugt durch feinsinnige musikalische Stimmigkeit, die emotional berührt. Wenn ich nun das asymmetrische Kabel des Final D7000 gegen ein gleichartiges symmetrisches tausche, gewinnt die Ordnung noch ein wenig an Exaktheit. Dadurch bekommen Stimme und Instrumente einen Hauch mehr Raum, der Bass tönt sauberer und alles klingt beschwingter. Jetzt schalte ich das PSU-10 EVO dazu erlebe eine sauberere, standfestere Darbietung mit verfeinerter Dynamik und artikulierterem Bass. Auch die hohen Tonlagen klingen eine Spur feiner. Alles erscheint jetzt noch ein wenig lebendiger und authentischer. Dem oben genannten Zitat von Giovanni Rialti schließe ich mich hinsichtlich der Klangvorteile gerne an. Er übertreibt nicht.

Die übersichtlich geordnete Rückseite erklärt sich selbst. Die Service-Buchse braucht man für die unkomplizierten Updates
Die übersichtlich geordnete Rückseite erklärt sich selbst. Die Service-Buchse braucht man für die unkomplizierten Updates

Wenn ich meinen Denon AH-D7200 und den Hedd D1 an den Antelope Zodic Plus anschließe, vermitteln die ein sehr unterschiedliches Hörerlebnis. Der Hedd spielt relativ nah, beinahe direkt am Ohr, der Denon deutlich weiter entfernt. Beides ist schön, aber eben anders: Mal gefällt der eine besser, mal der andere. Beim Anfang des ersten Satzes von Mahlers Symphony No.3 mit Mariss Jansons und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks macht das jedoch einen gewaltigen Unterschied. Der Denon staffelt erheblich differenzierter im Raum, während der Hedd, etwas überspitzt formuliert, schon fast aufdringlich wirkt. Am Gold Note wird dieser Unterschied bereits ohne jegliche Filter zu Gunsten des Hedd geringer. Durch entsprechende Wahl der Harman Kurven in Verbindung mit Crossfeed 1 verschwindet er beinahe gänzlich, und der D1 spielt frei, unaufdringlich und mit der ihm eigenen Klangfarbenpracht, die besonders bei Einzelinstrumenten oder Gesang geradezu betört.

Die beiden unterschiedlichen analogen Verbindungen vom D/A-Wandler zum HP-10, also XLR und Cinch, klingen unterschiedlich. Das Purist Audio XLR wärmer, das Wireworld in den Mitten vergleichsweise etwas zurückhaltend. Die geeignete Wahl der Harman Kurven gleicht auch dies weitgehend aus und führt zu einer Abstimmung, die meinen Hörvorstellungen perfekt entspricht. Nach diesen Versuchen bin ich überzeugt, dass mit dem HP-10 selbst mit nicht allzu kostspieligen Kopfhörern wie dem D1 und dem AH-D7200 fantastische Klangerlebnisse möglich sind. Da drängt sich der Gedanke auf, ob man nicht zuerst in diesen Gold Note investieren sollte, bevor man einige Tausender für einen noch höherwertigen Kopfhörer ausgibt. Das PSU-10 EVO ist das Tüpfelchen auf dem i, ein deutliches und süchtig machendes. Mit seinen Optimierungsmöglichkeiten ist aber der HP-10 deluxe auch ohne dies bereits ein technisches Werkzeug für musikalischen Hochgenuss.

Das optionale externe Netzteil besitzt die gleichen Abmessungen wie der Kopfhörer-Verstärker selber
Das optionale externe Netzteil besitzt die gleichen Abmessungen wie der Kopfhörer-Verstärker selber


STATEMENT

Der Gold Note HP-10 ist ein Meisterwerk. Von Haus aus mit feiner sachlicher und ehrlicher Diktion abgestimmt, erlauben die Studio-Optionen klanglich begeisternde Anpassungen an den Hörgeschmack. Der HP-10 deluxe ist für dieses Können im besten Sinne preiswert. Das speziell auf ihn abgestimmte externe Netzteil beflügelt ihn zusätzlich und verleiht ihm musikalisch wie emotional das gewisse Etwas.
Gehört mit
Musik-Server/Player Antipodes Oladra G4 mit Roon Server oder Eversolo T8
Netzwerk Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2
Digital/Analog-wandler HoloAudio May Ketsuné Edition oder Antelope Zodiac plus
Plattenspieler Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20
Phono-Vorstufe Plinius Koru
Kopfhörer Denon AH-D2000, Denon AH-D7200, Final DX-6000, Final D-7000, Hedd D1, RHA T20 In-Ear
Zubehör Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Evolution Black S/PDIF, Wireworld Eclipse 8 Silver Cinch, Purist Audio Design Elementa Advance XLR, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, MudraAkustik Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum OrangeSicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Levin Design Vinylbürste
Geräte-Erdung Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis
Herstellerangaben
Gold Note HP-10 deluxe
Kopfhörerverstärker Klasse-A Dual/Mono
Frequenzgang 20Hz-20kHz ± 0.3dB
THD 0,015% bei 1kHz
Signal-Rausch-Verhältnis 110dB
D/A-Wandler AKM AK4493
Bluetooth 5.1 HD aptX
Crossfield einstellbar: Vollspektrum oder Bässe, Mitten, Höhen
Analoger Equalizer Harman Kurven und Superflat
Dämpfungsfaktor einstellbar hoch oder niedrig
Phase einstellbar 0 / 180 Grad
Infrarot-Empfänger für multifunktionale Fernbedienungen
Kopfhörer-Ausgänge 3,5mm Klinke unsymmetrisch; 6,3mm Klinke unsymmetrisch; 4,4mm Klinke symmetrisch; 4-Pin XLR symmetrisch
Line-Ausgänge 1 x unsymmetrisch RCA; 1 x symmetrisch XLR
Analog-Eingänge 1 x unsymmetrisch RCA ( 5Vrms maximal ); 1 x symmetrisch XLR ( 8 Vrms maximal )
Digitaleingänge USB-C bis zu DSD512, PCM 768kHz, Bluetooth 5.1 HD aptX
Kopfhörer-Ausgangsleistung 10 Watt maximal
Netzspannungen 100-240V, 50/60Hz
Leistungsaufnahme maximal 25W
Sicherung 3,15 AMP T
Fernbedienung inklusive
Gehäuseausführungen schwarz, golden, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche
Abmessungen (B/T/H) 20 x 260 x 80mm
Gewicht 3,5kg
Preise HP-10 deluxe 2.390 Euro, HP-10 BT 1.990 Euro, HP-10 1.890 Euro
Herstellerangaben
Gold Note PSU-10 Evo
Technisches Merkmal Vier-Schienen Audio-Netzteil
Spannungsregler zwei ultra-rauscharme Spannungsregler
Maximale Schwankung der Ausgangsspannung 0,05%
Leistungs-Rauschunterdrückung >80dB
Reaktionszeit bei voller Leistung <2,5µsec
Netzspannungen 100-120V / 220-240V mit automatischer Erkennung, 50/60Hz
Gehäuseausführungen schwarz, gold, oder silber eloxiertes Aluminium mit gebürsteter Oberfläche
Abmessungen (B/T/H) 20 x 260 x 80mm
Preis 1.190 Euro
Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.goldnote.it

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Montag, 09 Februar 2026 09:35

JPLAY integriert HighresAudio

HighresAudio ist nach Tidal und Qobuz der dritte integrierte Streaming-Dienst in JPLAY und bietet verlustfreie Audioqualität mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz, kuratierte Entdeckungen und Zugriff auf HighresAudio VirtualVault. Die neue Integration ist ab sofort in der neuesten Version der JPLAY-App verfügbar.

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Mit HighresAudio in JPLAY erhalten Audiophile Zugang zu einem Streaming-Dienst, der sich auf Studioqualität und verlustfreie Wiedergabe mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz konzentriert, einschließlich vollständig analysierter und verifizierter 24-Bit-Studio-Master. HighresAudio ist bekannt für strenge Qualitätsstandards und einen Katalog, der für Hörer entwickelt wurde, die Wert auf Authentizität und Klangtreue legen, einschließlich kuratierter Wiedergabelisten, Albumbeschreibungen und Künstlerbiografien.

Die wichtigsten Vorteile für JPLAY-Nutzer

  • Drei Streaming-Dienste in einer audiophilen Oberfläche: HighresAudio ergänzt Tidal und Qobuz in JPLAY und vereinfacht so den Zugriff auf mehrere Kataloge und Ihre lokale Bibliothek an einem Ort.
  • Echte hochaufgelöste, verlustfreie Wiedergabe: das Streamen von Musik in verlustfreier Qualität mit bis zu 24 Bit/192 Kilohertz und der Genuss von verifizierten Veröffentlichungen in hoher Auflösung.
  • Redaktionelle Entdeckungen für Musikliebhaber: HighresAudio bietet kuratierte Playlists und Empfehlungen – und in JPLAY können Nutzer Playlists und empfohlene Alben direkt vom Startbildschirm aus verfolgen.
  • Ihre Einkäufe, überall mit HighresAudio VirtualVault: JPLAY-Benutzer können über VirtualVault auf ihre gekauften HighresAudio-Alben zugreifen. Benutzer können Alben, die sie bei HighresAudio gekauft haben, direkt auf das Gerät herunterladen, auf dem die JPLAY-App läuft, um sie lokal abzuspielen, so dass sie überall auf ihre eigene Musik zugreifen können.

Über HighresAudio

HighresAudio ist ein Musikshop, der ausschließlich hochauflösende 24-Bit-Downloads zum Kauf und Streaming per Abonnement von Aufnahmen mit der höchstmöglichen Abtastrate anbietet und alle Musikgenres abdeckt. Mit mehr als einer Million Titeln im Angebot bietet HighresAudio eine breite Palette an Musik für Hi-Fi-Enthusiasten und Musikliebhaber, die Wert auf Klangqualität legen und diese zu schätzen wissen. HighresAudio wurde von einem Team erfahrener, visionärer und begeisterter Musikexperten und Toningenieure in Deutschland gegründet. Das Team nutzt die technologischen Fortschritte in der Musikindustrie, um Musikliebhabern auf der Suche nach einem authentischen Hörerlebnis zu helfen. HighresAudio entwickelt auch innovative Dienste und Anwendungen und schafft damit neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten für Künstler, Labels und Hersteller von digitalen Audioprodukten.

Verfügbarkeit von HighresAudio

HRA-Streaming ist in mehreren europäischen Märkten verfügbar, darunter: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Italien, Irland, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Norwegen, Schweiz. (Die Verfügbarkeit kann je nach Gebiet und Lizenzierung variieren.)

Die HighresAudio-Integration ist ab sofort in der neuesten Version von JPLAY verfügbar. Aktualisieren Sie die App, melden Sie sich bei Ihrem HighresAudio-Konto an und starten Sie das Streaming. Für den Zugriff auf Streaming-Inhalte ist ein HighresAudio-Abonnement erforderlich. Die JPLAY-App ist in 15 Sprachen verfügbar. Weitere Informationen unter jplay.app.

 

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